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Full text of "Strassburger Studien. Zeitschrift für Geschichte, Sprache und Litteratur des Elsasses"

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N F IN COMMEMORATION OF THE VISIT OF 
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FE PRINCE HENRY OF PRUSSIA 

MARCH SIXTH,1902 
ON BEHALF OF HIS MAJESTY 


| THE GERMAN EMPEROR | 





FROM THE LIBRARY OF PROFESSOR Ran VON MAURER 
OF MÜNICH. ZZ/3__ 


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STRASSBURGER STUDIEN 


ZEITSCHRIFT 
FÜR 


GESCHICHTE, SPRACHE UND LITTERATUR 


ELSASSES 


voN 


ERNST MARTIN um WILHELM WIEGAND. 


ERSTER BAND. 


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STRASSBURG. | 
KARL 9. TRÜBNER. 
1883. 





Harvard Coilege Library 
Von Muurer Cofection 
Gift of A. C.Coolidge 
Ju:y 18, 194 


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Buchdruckereı von &. Otto in Darmstadt, 


177 mern ee m u A nr m en  ——,— 


AUGUST STOEBER 


ZUGEEIGNET. 


VORWORT. 


Indem wir unsere neue Zeitschrift für Geschichte, Sprache 
und Litteratur des Elsasses als 'Strassburger Studien be- 
zeichnen, geben wir den Kreis der Mitarbeiter an, auf deren 
Unterstützung wir zunächst rechnen. Wir wollen in dieser 
Zeitschrift eine Reihe von philologischen und historischen 
Arbeiten veröffentlichen, welche von Docenten und Studieren- 
den unserer Universität verfasst sind. Freunde, die früher 
der Universität Strassburg angehörten, haben uns ebenfalls 
ihre Teilnahme zugesagt. Aber wir hoffen, dass es uns auch 
ausserhalb dieses Kreises an Unterstützung nicht fehlen wird, 
dass vor allem die Beamten der wissenschaftlichen Anstalten, 
die Lehrer an den höheren Schulen des Elsasses uns Bei- 
träge zustellen werden. Jede Förderung unserer Absicht, die 
so reiche Geschichte des geistigen Lebens im Elsass aufzu- 
hellen. werden wir mit herzlichem Dank annehmen. 

Der Gegenstand der neuen Zeitschrift wird durch ihren 
Titel hinreichend umschrieben sein. Sie soll sich mit der 
politischen und litterarischen Entwickelung des Landes nach 
jeder Richtung hin beschäftigen, mit Sprache und Dichtung, 


Verfassung und Glaubensform. In der Beurteilung der ein- 


zelnen Erscheinungen die einheitlichen Gesichtspunkte zu 
finden wird unser Bestreben sein, so wenig wir verkennen, 
wie schwer dies gerade der elsässischen Geschichte gegen- 
über ist. 

Die Behandlung der im Hinblick auf dies Ziel auf- 
geworfenen Fragen kann gewiss nur da erfolgreich sein, wog 


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Auen VI — 


sorgfältig geführte Einzeluntersuchungen den hinreichend 
sicheren Boden für allgemeine Schlussfolgerungen geschaffen 
haben. Für die wissenschaftliche Arbeit im Kleinen findet 
sich auf unserem Felde noch reiches Material. Es gilt dabei 
überall auf die Denkmäler und Zeugnisse selbst zurückzu- 
greifen und die Erkenntniss soweit zu führen als dies der 
Stand unserer Ueberlieferung möglich macht. Ausser Unter- 
suchungen über einzelne Punkte unseres Gesamtgebiets ge- 
denken wir demnach auch Mitteilungen von neuem oder doch 
genauer ermitteltem Stoffe zu veröffentlichen. 

Zu der notwendig erwachsenden Mannigfaltigkeit der 
Forschung soll eine gewisse Ergänzung in der Litteratur- 
übersicht geboten werden, welche am Schlusse jedes Bandes 
die inzwischen erschienenen einschlägigen Publicationen zu- 
sammenstellt und in kritischen Bemerkungen den wichtigeren 
Erscheinungen gegenüber unseren Standpunkt darlegt. Die 
zum I. Band gehörige Litteraturübersicht umfasst die Litte- 
ratur seit 1870. 

Jeder Band ist auf 20—25 Bogen berechnet, und soll 
in Heften von 5—8 Bogen, gelegentlich auch in Doppelheften 
erscheinen. Die Zeit der Ausgabe kann im Voraus nicht 
bestimmt werden, da sie von der Unterstützung und der 
Aufnahme abhängt, welche unser Unternehmen findet. 

Mögen die Strassburger Studien’ sich auch neben den 
bereits vorhandenen Zeitschriften, die sich mit demselben 
Gegenstand beschäftigen, als berechtigt und lebensfähig er- 
weisen! Der Name des hochverdienten elsässischen Forschers, 
der unser erstes Blatt schmückt, ist für uns das beste Vor- 
zeichen. 


Strassburg, October 1881. 


Die Herausgeber, 


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h. er ER | 


INHALT. 


STILISTISCHE UNTERSUCHUNGEN ÜBER GOTTFRIED VON STRASSBURG 
VON R. PREUSS nn 
URKUNDLICHES ÜBER DIE MEISTERSÄNGER ZU STRASSBURG VON E. M. 
ABWECHSELND BEWIRTSCHAFTETER GEMEINDEACKER VON E.M. . 
MEISTER HESSE DER SCHREIBER VON STRASSBURG VON E.M . . 


EIN MINNELIED voN E. M. ® ° [3 . °. [} ® ® °. . ® ® ® ® 
DIE ALTHOCHDEUTSCHE SPRACHE IM ELSASS VOR OTFRID VON WEISSEN- 
BURG VON DR. A. SOCIN . 2 2 2 en ne 


CLOSENER U. KÖNIGSHOFEN. BEITRÄGE ZUR GESCHICHTE IHRES LEBENS 
UND DER ENTSTEHUNG IHRER CHRONIKEN VON DR. A. SCHULTE 
EIN URBAR DES STRASSBURGER BISTHUMS AUS DEM XIV. JAHRHUNDERT 


VON We We a re 
JACOB VON MAINZ, MATTHIAS VON NEUENBURG ODER ALBERTUS AR- 
GENTINENSIS VON WILHELM SOLTAU . . 2. 2 2 2 2000. 
WOLFHART SPANGENBERG VON WILHELM SCHERER . . . . .. 


NACHTRAG ZU DEN ORTSBESTIMMUNGEN IN DEN WEISSENBURGER UR- 
KUNDEH VON ADOLF SOCIN . 2 2 2 nn nen 
GRITIC VON EM. 2200 ae a. 
LITERARHISTORISCHE NOTIZEN VON E. M. ar ER: 
VERZEICHNISS DER IN DEN JAHREN 1870— 1882 ERSCHIENENEN LITTE- 
RATUR ÜBER DAS ELSASS VON E. M. UND W.W.. . .. 


SEITE 


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381 
384 


385 





STILISTISCHE UNTERSUCHUNGEN ÜBER GOTT- 
FRIED VON STRASSBURG. 


Die wissenschaftliche Beschäftigung mit den höfischen 
Kunstepen aus der Blüthezeit unserer mittelalterlichen Lite- 
ratur hat bisher auf das stoffliche Interesse, auf die Frage nach 
den Quellen des in jenen Gedichten dargestellten sagen- oder 
märchenhaften Stoffes und die damit zusammenhängende 
Frage nach der grösseren oder geringeren Selbstständigkeit 
des einzelnen Dichters gegenüber seiner Quelle ihr Haupt- 
augenmerk gerichtet. Nan@ßetlich für die bedeutendsten jener 
Dichter, für Hartmann, Wolfram und Gottfried, ist nach dieser 
Richtung wenig zu thun übrig. An. Wolfram hat der ehr- 
würdige San Marte die Arbeit eines Lebens mit treuer 
Hingebung gewendet, und neueren Forschungen ist es ge- 
lungen, das Dunkel, das über den Quellen unsres grössten 
mittelalterlichen Dichtwerks lag, soweit zu erhellen, als es 
überhaupt möglich sein dürfte. Um Gottfried hat sich 
Heinzel mit seinem scharfsinnigen Aufsatz: „Gottfrieds von 
Strassburg Tristan und seine Quelle* (Haupt’s Zeitschrift 
1876) bleibende Verdienste erworben und in neuester Zeit 
hat Kölbing in seiner Schrift „Zur Ueberlieferung der 
Tristausage“ (Einleitung zu „Tristrams Saga ok Isondar“ 
1878) die Untersuchung zu einem wenigstens vorläufigen Ab- 
schluss geführt. Für Hartmanns Werke endlich, deren Quellen 
offener zu Tage liegen, ist von verschiedenen Seiten Ver- 


dienstliches geleistet worden. Weniger ist bisher die stili- 


stische Seite jener Dichtungen ins Auge gefasst und die 


Frage nach dem jedem einzelnen Dichter in Sprache und Dar- 
Strassb. Studien. 1 


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stellungsweise Eigenthümlichen, sei es nun Produkt der In- 
dividualität und der Lebensumstände oder mehr äusserlich 
angeeignete traditionelle Form, ist nur erst selten in den 
Kreis der Untersuchung gezogen worden. Nur Wolframs 
Reichthum und Originalität hat zu Einzeluntersuchungen über 
die Eigenthümlichkeiten seines Stils angeregt. Vor allem nenne 
ich die geistreiche kleine Schrift von Bock: „Wolframs von 
Eschenbach Bilder und Wörter für Freude und Leid“ (QF. 
XXXIII), ferner die Zusammenstellungen von Förster „Zur 
Sprache und Poesie Wolframs von Eschenbach“ 1874 und 
Kinzel „Zur Charakteristik des Wolfram’schen Stils“ 1873, 
endlich Bötticher „Ueber die Eigenthümlichkeiten der Sprache 
Wolframs* (Germ. XXI, 8. 257 ff.) Hartmanns Stil ist, ab- 
gesehen von den in den Anmerkungen zum Erec und Iwein 
niedergelegten stilistischen Beobachtungen, fast ausschliesslich 
unter dem Gesichtspunkt der inneren Chronologie seiner Werke 
berücksichtigt. Namentlich erwähne ich den trefflichen Auf- 
satz von Neumann „Ueber die Reihenfolge der Werke Hart- 
manns von Aue“ (Haupt’s Zeitschr. XXIL, S. 25 ff.) Eine 
besondere Eigenthümlichkeit s®er Darstellungsweise fasst 
ins Auge Faust „Ueber dichotomische Responsion bei Hart- 
mann v. Aue“ (Haupt’s’Zeitschr. XXIV, 1 ff.). Am wenigsten 
ist der Stil des dritten Meisters höfischer Erzählungskunst, Gott- 
frieds von Strassburg, zum Gegenstand wissenschaftlicher Be- 
handlung gemacht worden. Ausser den eindringenden, doch mehr 
gelegentlichen Beobachtungen in Heinzels schöner Abhandlung 
„Ueber Gottfried von Strassburg“ (Zeitschr. für die österr. 
Gymn. 1868 8. 533 fl.) und Scherers glänzender Charak- 
teristik in der „Geschichte des Elsasses‘ wüsste ich nur die 
Bemerkungen von Kottenkamp über das &vdıa dvorv bei Gott- 
fried in seiner Abhandlung „Zur Sprache und Kritik des 
Tristan“ 1879 und vereinzelte Bemerkungen Pauls in seinen 
textkritischen Erörterungen (Pf. Germania 17. 8. 305 ff.) zu 
erwähnen. Die Anmerkungen des neuesten Herausgebers 
Bechstein beschränken sich, dem Zweck der Ausgabe gemäss, 
nur auf das Nächstliegende. Diese Vernachlässigung des 
neben Wolfram bedeutendsten und auf die Folgezeit einfluss- 
reichsten Vertreters der höfischen Epik kann wohl nur darin 


Be 


ihren Grund haben, dass die Aufmerksamkeit auf stilistische 
Dinge überhaupt erst seit kurzer Zeit mehr in den Vorder- 
grund getreten ist. Denn, ausgenommen Wolfram, tritt uns 
kein deutscher Dichter des Mittelalters mit einer so reich 
und originell ausgestatteten Individualität entgegen und kein 
anderer hat die individuelle Geistesrichtung in so markanten, 
charakteristischen Stilformen ausgeprägt und seinem Werke 
eingeprägt wie der gelehrte, subtil geistreiche und zu moderner 
Sentimentalität hinneigende Dichter des Tristan. Eine um- 
fassende Darstellung und Analyse des Gottfried’schen Stils 
- wäre daher eine lohnende Aufgabe, die jedoch zu ihrer be- 
friedigenden Lösung umfassendere Vorarbeiten und einen in 
stilistischen Beobachtungen geübteren Blick zu erfordern schien, 
als sie dem Verfasser nachstehender Erstlingsarbeit zu Gebote 
standen. Nur einige von Gottfried besonders bevorzugte Stil- 
mittel will er im folgenden untersuchen und, unter Berück- 
sichtigung der Vorgänger des Dichters auf dem Gebiete des 
höfischen Epos, das ihm eigenthümliche und ‚für seine dich- 
terische Individualität charakteristische herauszustellen ver- 
suchen. Folgende Punkte sellen als der Gottfried’schen Dar- 
stellungsweise mehr oder weniger eigenthümlich und für die 
Erkenntniss der Quellen seiner Bildung von Interesse hervor- 
gehoben werden: 

I. Allitteration. 

II. Antithese. 
III. Rhetorische Stilmittel — Anaphora, rhetorische Frage, 

Anrede an die Zuhörer u. dgl. 

-IV. Gleichniss, Bild und Metapher. 

V. Anklänge an volksthümliche Dichtung und Anschauungs- 

weise. ° 


VI. Didaktisches. 
T. 


ALLITTERATION. . 


Es lag ursprünglich im Plane dieser Abhandlung, mit 
einer Betrachtung des Gottfriedschen Wort- und Reimspieles, 
dieses von ihm so charakteristisch ausgebildeten, seinen Stil 

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völlig beherrschenden und durchdringenden Kunstmittels, zu 
beginnen und derselben, gleichsam nur anhangsweise, das 
Capitel über die Allitteration folgen zu lassen. Denn beide 
Erscheinungen haben ihre gemeinschaftliche Wurzel auf der- 
selben Seite von Gottfrieds dichterischer Individualität, sie 
entspringen seinem Hang zur spielenden Behandlung des 
Wortmaterials, seiner Lust an der tönenden Wirkung der 
Rede; ein, man möchte sagen, musikalisches Prinzip sucht 
sich in beiden zur Geltung zu bringen. Da mir jedoch zur 
Kenntniss gelangte, dass über den ersten Punkt, das Wort- 
und Reimspiel, von anderer Seite bereits eine Spezialunter- 
suchung vorbereitet worden ist, die den Gegenstand eingehen- 
der behandelt als es im Plan dieser Abhandlung gelegen 
hatte, so schien es angemessen, hier nicht weiter darauf ein- 
zugehen und sogleich mit dem Abschnitt über die Allitteration 
zu beginnen. 

Wie kein andrer Dichter unsrer mhd. Blüthezeit liebt 
es Gottfried, seine Verse mit Alliteration zu schmücken, und 
wir können beobachten, wie er im Verlaufe seiner dichte- 
rischen Thätigkeit dieser Neiguug in immer grösserem Masse 
nachgibt und es in der Handhabung dieses Kunstmittels zu 
immer gesteigerter Virtuosität bringt. 

Fast immer sind es 2 Wörter derselben syntaktischen 
Funktion, die, in einem Verse verbunden, meist von gleicher 
oder nur schwach nüancirter Bedeutung, durch den gleichen 
Anlaut noch näher zu einander gerückt werden. Nur in der 
einen, freilich um so häufigeren Verbindung von lep und lest 
werden kontrastirende Begriffe allitterirend neben einander 
gestellt. Viele dieser Wortpaare sind formelhaft und als alt- 
überliefertes Erbgut der Sprache von allen nihd. Dichtern 
gerne gebraucht; so liute unde lant, liep unde leit, mäge unde 
man u. a. Gottfrieds Sprache geht über diesen Gebrauch 
weit hinaus; nicht nur jene altüblichen Formeln wendet sie 
im weitesten Umfang an, sondern fügt ihnen aus eigenen 
Mitteln eine nicht geringe Zahl ähnlicher Verbindungen hinzu. 
Zuweilen beruht der gleiche Anklang darauf, dass die so ver- 
bundenen Wörter ein und derselben Wurzel angehören und 
dann berührt sich der Gebrauch mit dem der Wortwieder- 


Ei 


holung. Am häufigsten jedoch ist die Alliteration eine un- 
eigentliche, d. h. dadurch herbeigeführte, dass Wörter ver- 
schiedenen Stammes, meist verba, mit gleichen Vorsatzpar- 
tikeln versehen werden. Ich unterscheide demnach: 

a) Formelhafte, auch sonst übliche Verbindungen allit- 
terirender Wörter. 

b) Nicht formelhafte Verbindungen gleich anklingender 
Wörter, sei es, dass sie derselben oder verschiedenen Wurzeln 
entstammen. 

c) Wortverbindungen, welche durch gleiche Vorsatz- 
partikeln eine der Allitteration ähnliche Wirkung hervorbringen. 

a) Gottfried bedient sich einiger der altepischen allitte- 
rirenden Formeln mit besonderer Vorliebe. Es sind dies 
die Verbindungen von: 

liep und leit: 206; 11735; 12391; 17503; 17516; 18008; 
18327; 19485. 

lip und leben: 2417; 4995; 6768; 6791; 7492; 7919; 
8297, 8395; 8477; 8727; 9964; 11973; 12849; 18022; 18301; 
18303; 18346; 18348; 18366; 18438; 18507; 18524; 18526; 
19475; 19477. 

laster und leit: 6019; 6481; 7247; 12256; 12475; 14297; 
16581. 

liute und lant: 463; 1567; 1591; 1766; 1891; 2133; 
4179; 5122; 5284, 5289; 5852; 6445; 6780; 7182; 8488; 
8910; 11534, 12683; 13095; 13097; 13160; 13340; 13646; 
13697; 13934; 14224; 15759; 16316; 16546; 16785. 

man und mäge: 1627; 4199; 5299; 5750; 5764; 9258; 
11315; 11355; 14043, 

gebote und bete: 525; 6252; 7671; 11391, 12843; 14299; 
14547; 14881; 15319; 17717. 

minnen und meinen: 1111; 11787; 17733; 18066; 19150; 
19154; 19305; 19315; 19463, 19546. 

besingen unde besagen: 47175. 

wint unde wäe 2460; über stoc und über stein 
2566; samet unde sunder 13148; 16299. 

b) Andere durch Alliteration enger geschürzte Verbin- 
dungen synonymer oder begrifflich verwandter Wörter: 

gült unde quotes die kraft 353; ler unde geleite 70; 


eat Yo. 


sin houbet und sin här 713; sine sinne und sine site 938; muot 
unde maht 3870: ze wunsche und ze wunder 4946; leides unde 
linge 5074; iuwer lust und iuwer leben 6085; über velt und 
über gevilde 8939; diz laster und die lüge 11343; ein wunder 
unde ein wunne 11009; in wazzer und in winde 11654; des 
mannes und der minne 11853; 11844; 1066; 1347; ir triure 
und ir trahte 12162, 15793; 15797; in die wüeste und in die 
wilde 12773; 16768; den fluz und die flieze 13277; 13371; 
schade unde scham 13430; äne meine und äne muot 13905; 
muot unde minne 16824; 19172, 14229; sine lüge und sine 
läge 14266; 14372; mit rüege und mit räte 15114; disen 
liument unde dise lüge 15467; mit staben und mit stecken 
15604; roup unde rise 15973 ; sin gelücke und sine linge 16197; 
18459; gespilen unde gesellen 16435; läy unde list 16551; 
liebe unde leben 16622; weid und wunne 16759; noch slöz 
noch slüzzel 16998; von gehürne und ouch von hunden 17325; 
der selbe distel unde der dorn 17935; 18109; hend unde herze 
18193; fluht oder flehen 18914. 

Adjektiva und Adverbia: frö unde sere fröudehaft 586; 
frech unde fruot 641; noch fri noch fröudehaft 986; wie lustic 
und wie lobesam 6566; lieht unde lüter 6682; rich unde röt 
8394; 8896,7; sö griulich und sö grimme 9054; alsö griulich 
und als gröz 9103; gelustic unde gelängic 10072; sinnec unde 
saelic 10332; frö und aller sorgen fri 10992; frö unde fruot 
13461; 14059; freislich und freissam 13519; holt oder hein- 
lich 15296; gefüege und gevallesam 15425; fri unde frölich 
15778, enwette unde enwiderstrit 16897; 18750; senelöchen und 
suoze 17211; suoze unde seneliche 17221; sö lustic und sö 
lussam 17611. 

Verba: umbe triben unde tragen 1029; gevellet unde ge- 
veiget 1669; rüm’ unde reine 4915; ein dinc lob ich und leiste 
dir 5150; bezzern unde büezen 5234; 14864; vähen unde vellen, 
slahen und stechen 5596 f.; zogen unde ziehen 5608; 18386; 
lihen unde län 5802; besuoche unde besehe 8863; ervorsche 
und ervinde 8866; geswachet unde geswichen 9474; bereite 
unde berihte 11435; si swachet unde swaeret 12292; liebe 
armet unde altet, si kuolet unde kaltet 13067 f.; gemache 


ne 


unde gemere 13946; bleichen unde blichen 14322; gestreichet 
unde gestrichen 17542; kallende unde kösende 19247. 

In allen diesen Fällen haben die durch Alliteration ver- 
bundenen Wörter gleiche grammatische Form. Seltner er- 
scheint die Allitteration bei einem Subst. und seinem Adj.: 

mit tägelichen tugenden 521; diu senfte süeze sumerzit 
544; in dirre süezen sumerkraft 619; ir siuften und ir süezen 
segen 199; der minnende muot 841; senediu sorge 934; der 
minnende man 1090; stähelinen stangen 15980; der sigesaelige 
man 16180; 16216; mit dem gewissen willen 16434; mit disen 
reinen rigelen 11082; in dirre wüesten wilde 17077; 17471; 
got den guoten 17620 ; mit der ylimmenden gluot19050 ; ein triure- 
. löser Tristan 19468; oder bei zwei Adj.: der hövesche höh- 
gemuote 626; oder beim attributiven Genetiv und dem regie- 
renden Subst.: aller kriute kraft 6953; oder bei einem Subst. 
oder Verbum und ihren näheren Bestimmungen: dä mite der 
muot z’unmuoze gät 718; diz leit. ist liebes alsö vol 115; derne 
var niht verrer danne her 124; er was der werlde ein wunne 
254; ze wunsche gewarnet 605; swes gelieben gelanget 12370; 
der ritter mit der rotten, der herre mit der harnschar 13176 f.; 
daz meinet an der minne 171027; und wizze waerliche daz 
17909; und ist ein man mit muote 17979; diu manegem minne 
sinnet, ist manegem ungeminnet 18047 f.; tröst ze siner triure 
18421. 

c) Synonyme oder begrifflich verwandte Wörter werden 
durch gleiche Präfixe allitterirend verknüpft. 

a) Verba: 

ge: gevehet unde geparrieret, sus und sö gefeitieret 669 f.; 
gehoeret unde gesiht 995; getaget unde gejäret, gebartet unde 
gehäret 2623 f.; geliutert unde gereinet 4701; gewäget unde 
geveilet 9965; gelobete unde gewissete 12102; getriben unde 
gejaget 12284; geschoenet unde gezieret, ze wunsche gecor- 
dieret 13125; gesteinet unde gewieret 16951; gestrichen unde 
geflohen vor 171345; gewerdet unde geschoenet 18671; generen 
oder gevristen 18912. 
be: benennet unde besprochen 535; beklagete und ouch be- 
weinete 1169; bewaeren unde bereden 5447; beschirmete unde 
behuote 6050; bemerken unde betrahten 9337; besetzet unde be- 


ae Re 


scheiden 11020; bedähte unde besach 11994; bewure unde be- 
hüete 12848; besetzet unde bevangen 15091; beswaeren noch 
betwingen 16605; si beredeten unde besageten, si betrüreten 
unde beklageten 17191 f. 

ver: vernozzen unde verselwet 4001; versuochet unde 
verpriset 4925; versellen unde versachen 6149; vertriben unde 
verjagen 12264; verwortet unde vernamet 12289; versunken 
unde vervallen 14149; vermiten unde verbaeren 17723, ver- 
sigelt unde verslozzen 17822. 

zer: zersniten unde zerhouwen 673; zerloesen unde zerlän 
2461; zeteilen und zesenden 19458; zerteilen und zerlän 19462. 

under: underworht und underbriten 2539. 

durh: durhvärwet und durhzieret 4623. 

er: ervlöhet unde ernoetet 12897. 

8) Substantiva. 

ge: von gehäre und von geldze 5001; sin gewerp und sin 
gerinc 10461. 

un: unguot und unfruht und unart 12247; unhövsch- 
heit und unfuoge 13172. | 

1) Adjektiva: 

ge: gevellec unde gebaere 5420; gefriunt unde geman 9194 ; 
alsö gelip, alsö geartet unde gemuot 9872 f.; getriuwe unde 
gewaere 12332; sö getriuwe und sö mer 12918; sö geherze 
und sö gemuot 13343. 

be: beträhtic unde bescheiden 5754. 

eben: ebengelich, ebenziere und ebenrich 4987 f. 

un: unlidec unde unsenfte 7957. 

durh: durhsihtic und durhlüter 16988. 

Werfen wir einen Blick auf Gottfrieds Vorgänger im 
höfischen Epos, so finden wir allitterirende Verbindungen bei 
Eilhart von Oberge! nur selten und ohne bewusste Absicht 


1 Dass Gottfried das Werk seines Vorgängers in der Bearbeitung 
der Tristansage kannte, hat Lichtenstein QF. p. CXIV ff. aus gelegent- 
lich gleicher Einkleidung derselben Gedanken bei beiden Dichtern nach- 
gewiesen. Zu den dort, angeführten Uebereinstimmungen füge ich noch 
folgende hinzu, die kaum zufälliger Art sein können, da z. Th. selbst 
die Reimwörter dieselben sind. Ich stelle die korrespondierenden Stellen 
einander gegenüber: 





Pe 5 


Pr 


stilistischer Wirkung. Gehäufter wendet sie Veldecke an, der 
hierin Gottfrieds Vorbild gewesen sein mag. Von formel- 
haften Wendungen finden sich bei ihm: mäge unde man 19, 


Eilh. 988 ff. 


Gottfr. 7209 fi. 


1225 


Eilh. 1140 ff. 


Gottfr. 7374 ff. 


Eilh. 2336 ff. 


Gottfr. 11664 ff. 


Eilh. 7878 £. 


der koning über al gebot 

daz sich die wigande 

vlizzen in dem lande, 
swervon Kurnevales quäme, 
dazmanimdenlip neme. 
Joch bat er sine libin holdin 

daz si wol bewarin woldin, 
swaz man ir gevinge 

daz man die balde hinge 

oder si slüge äne rehtes zil. 

do erslüg man ir vil 

die nie schuld daran gewunnen. 
Gurmün dö trüren began 

und hiez gebieten al zehant 

über al daz riche ze Irlant, 

daz man genöte naeme war, 
swaz in der werlde lebendes dar 
von Kurnewäle kaeme, 
daz man im den lip naeme 
biz maneger muoter kint dä van 
unschuldeclichen schaden gewan. 
dem richen koninge Marke 

nie sö leide geschach: 

dö er sinen liebin nebin sach 
von dem stade vlizen einen 

sine rüwe was niht kleine. 

nu 8i geschiffet haeten 
und Marke näch Tristande sach, 
sin kurzewile und sin gemach, 
ich weiz wol, daz was kleine. 
Tristant dö schire begunde 

gän zu siner vrauwin. 

he wolde hören unde schauwin 
ob si noch varin torste. 

nu gienc ouch Tristant zehant 
begrüezen unde beschouwen 

die liehten sine vrouwen. 
mich wundert wes er denkit 

der sines wibes hütet, 

wen stät ir ir gemüte 


u. FO: = 


11; 129, 13; 130, 2; 150, 30; Züt unde lant 26, 9; 31, 4; 
116, 58; weiter unde wint 29, 24; sige unde saelde 45, 31; 
mit worten und mit werken 55, 37; 222, 12; 350, 24; mit 
berlen und mit borten 60, 3: min schaden und min schande 
17, 37; 152, 25; 303, 1; ir gebot und ir bete 163, 11; 353, 
31; gebieten unde biten 157, 3; 189, 9; 191, 34; in stormen 
und in striten 257, 11; an häre und an der hüte 350, 19; 
mit gewäfen unde mit gewande 174, 27. Andre allitterirende 
Wendungen meist tautologischer Art: si brächen die borch 
unde branden 47. 15; worhten unde wahten 119, 7; si hiewen 
unde hüben 119, 15; habe unde behalde 52, 7; verren unde ver- 
miden 263, 15; diunaht zegleit unde zergienk 52, 26; gestreichen 
noch gerüren 61, 21; gesichert unde gesworn 124, 21; gefüren, 
getriben unde getragen 137, 32 f.; gerüweten unde gelägen 
215, 17; gestadeget unde gesworen 266, 21; gesach unde gelas 
290, 3; gesaget unde ygescriben 348, 2; wol behütet und 
wol bezogen 161, 22; bestatet unde bevolen 191, 9; bedahtet 
unde berietet 257, 13; begrabete unde bemürde 349, 9; befrideten 
unde berihten 350, 39; versaget unde verkoren 65, 29; ver- 
heret unde verbrant 139, 12; verswigen unde verholn 158, 3; 
verzeret unde vergeben 347, 25; dorchslahen noch dorchstechen 
159, 30; 326, 29. Auch Ad). allitteriren: brün unde breit 147, 
12; grimme unde gröz 325, 39. 

Von Hartmanns Gedichten will ich hier nur den 
Iwein berücksichtigen, der uns des Dichters Art am reinsten 
und ausgebildetsten zeigt. Wir beobachten, dass auch in der 
Anwendung allitterirender Verbindungen, soweit dieselben alt- 
hergebracht und formelhaft sind, Hartmann sich in seinem 
letzten Werke mehr Beschränkung als früher auferlegt hat. 
Von formelhaften finden sich im Iwein nur folgende: bete 
und gebot 238; 3086; 4781; laster unde leit 693; 1007 ; laster- 


niht willeclichen dar, 

sö mag er nimmer si bewarn 

mit allen sinen sinnen. 
Gottfr. 17872 . und doch, swar man’z getribe, 

huot ist verlorn an wibe, 

dar umbe daz dehein man 

der übelen niht gehüeten kan. 


Zr. Hl: 


liches leit 714, schaden unde schande 2029; 3987, 4981; 
leben unde lip 2422; liep unde leit 2713; 8115; liut unde lant 
2889; 7715; lip unde lant 3158; 4998; ich lobetez unde leistez 
sit 382. 

Weniger formelhaft ist: von manheit und von milte 1457; 
sine kunst und sine kraft 1681; werc unde willen 2696; un- 
triuwe ode ungemach 3122; wirde unde wirtschaft 6554; 
saelde unde sin 6816; vreude unde vriuntschaft 7765; durh 
dorne und durh gedrenge 268; rehte unde redeliche 1799; 
näch rehtem gerihte 50:5; schemelichiu schande 2490. Allit- 
teration ist wohl auch beabsichtigt 2431 sun die mit liebe 
lange leben; 409 f. mit yrimme, mit griulicher stimme. 

Von gleichzeitigen Dichtern sei Albrecht von Halber- 
stadt erwähnt, der sich in seiner Uebertragung der Verwand- 
lungen Ovids gleichfalls in der Verbindung allitterirender Worte 
gefällt. So die wilden wazzer I, 550; üf wilden wäge XXV, 
125; mit süzem sange XXIII. 1; 74; ir spüle und ir spille 
XV, 104; der schaden und die schande XXXIII, 164; minnen 
unde meinen XXXII, 148; vrevel unde vrech VI, 75; ir ge- 
linge hät er leit VI, 170; der troum si trürec machte, wan 
si dämite betrogen ... XXI, 54; zurissen, zuhouwen unde zu- 
slizzen XVI, 389 f. u. ähnl.! 





1 Ob Albrecht, dessen Werk 1210 angefangen und vollendet 
ward,.den Tristan gekannt hat, lüsst sich mit Gewissheit nicht aus- 
machen, doch ist es mir in hohem Grade wahrscheinlich. Die Verwen- 
dung der Allitteration beweist natürlich nichts, denn ausser früheren 
einheimischen Vorbildern kann hier Ovid selbst von Einfluss gewesen 
sein. Doch anderes ist wichtiger. Es finden sich bei Albrecht Wort- 
wiederholungen ganz in Gottfrieds Art; z. B.: 

I, 101 f. ouch wart geschaffen der wint: 
swaz winde in der luft sint... 
I, 957 f. er rief üz herzen tiefe . 
swie vil er ir riefe ... 
So noch I, 988 ff; 1070 f.; XXL 397 £.; XXVI, 69 f. 
Eirfachere Wortwiederholungen ohne Binnenreim z. B: 
VI, 47 f. der gote bote vröne. 
mit gotelicher schöne ... 
X, 264 f. bit ich od bitet man mich? 
‘ swez ich büen daz hän ich. 
Aehnlich XIII. 265 f.; XIX, 487 f.; XXV, 109 f.; XXVI, 34 f. 


ze 9 u 


Im weitesten Umfange verwendet die Allitteration Otte, 
der Dichter des Eraclius. Es hat bisher nicht gelingen wollen, 
die Zeit der Abfassung dieses Gedichtes zu bestimmen. Dass 


Wiederholung mit Umkehr der Wortfolge: 


X, 297 f. dö sach er des schate niht möre. 
dö er des schate niht m& sach ... 


Ferner, um hier einiges für Gottfried erst im folgenden zur Sprache 
kommende vorweg zu nehmen, die häufige Gegenüberstellung entgegen- 
gesetzter Begriffe, namentlich kontrastirender Affekte, So I, 640 f. nu 
hän wir vroude unde ungemach | unze üf disen tac gehät. X 266 sich 
mischet vroude unde herzeleit u. Öö. 

Streitende Gefühle sind, wie häufig bei Gottfried, unter dem Bilde 
eine3 Kampfes dargestellt. So I, 1205 ff.: 


sus gewan er einen strit 
mit im selben bedersit, 
wan die minne werte, 

des sin wip gerte: 
andersit die scham riet, 
daz er siez verzige niet. 


Die Gegenüberstellung von minne und scham ist hier freilich aus 
Ovid herübergenommen (Met. I, 618), doch erinnert die Ausführung der 
Antithese an Gottfried. Aehnlich XIX, 515 ff. 


dö daz (viwer) mit kreften bran, 
den brant si vierstunt rur zö 
und wolt in hän verbrennet dö 
s6 aber ez brinnen began, 
zuhtes in vil schiere dan. 
alsus vähten zusamen 

. in einem herzen zwöne namen, 
die swester vur die bruder, 
vur daz kint die müder. 


Auch hier liegt Ovid zu Grunde, Met. VIII, 463 f. Pugnant 
materque sororque et diversa trahunt unum duo nomina pectus. Man 
darf wohl annehmen, dass auch für Gottfried der römische Dichter hier 
das Vorbild abgab, doch in der Ausführung scheint Albrecht sich an 
jenen angelehnt zu Iıaben. Das Bild vom Schiffe, das bei Ovid und 
seinem deutschen Bearbeiter auf jene Verse folgt (Ovid VIII, 470 fi. 
— Albr. XIX, 539 ff. als ein schif von winde, .... sus streit die 
wankelmüte, die muter vur die güte, vur den arc die swester) findet sich 
auch bei Gottfried 19358 ff.; vgl. auch 8098. 

Noch eine andere Art der Antithese, die Gottfried ungemein 
liebt, findet sich ebenfalls oft bei Albrecht. Z. B.: 


22; 48: == 


Wolfram es gekannt hat, möchte ich aus Parz. 773, 22 nicht 
schliessen, denn Wolfram konnte den Roman von Eraclius 
auch anderswoher kennen oder den Namen derselben Quelle 
entnommen haben wie die der anderen an jener Stelle ge- 
‘ nannten Weisen. Ebensowenig lässt sich freilich erweisen, 
dass Otte den Parzival gekannt, wenn man nicht den Ver- 
gleich der Kämpfenden mit Schmieden (Eracl. 4786 ff. die 
slege giengen vil bereit | beide ze berge und ze tal | gein ein- 
ander vil gezal | in allen den gebaeren | wan si smide waeren) 
als einen genügenden Beweis dafür ansehen will. Wolfram 
hat im Parzival den Vergleich 3 mal (112, 28; 210, 4; 537, 
27) und immerhin ist es möglich, wo nicht wahrscheinlich, 
dass der gelehrte und belesene Dichter des Eraclius ihn da- 
her entlehnt. Sonst zeigt sein Stil keine Anlehnung an W olf- 
ram’sche Art, er erzählt einfach, glatt und geschmackvoll. 
Auch von den Auswüchsen des Gottfried’schen Stils hält er 
sich frei, obgleich er den Tristan höchst wahrscheinlich ge- 
kannt und sich Manches von Gottfrieds Art angeeignet hat. 
Er hat, wie schon erwähnt, die Allitteration, besonders die 
durch gleiche Verbalpräfixe bewirkte, in grossem Umfange: 
behouwen unde besniden CXXX] ; verswigen unde verholn 255; 
besigelt und bevalten 301; gelobet unde geleistet 811; getihtet, 
geschriben unde gerihtet 1679 f.; geräten unde geleret 2625; 


XXXI, 154. ich minnet in, sam tet er mich. 
X, 198 ff. dicke er von geluste 
daz bilde im brunnen kuste: 
da wider kuste ez ouch in. j 

Aehnlich X. 232 u. ö. Andre Antithesen, wie I, 648 ff.; 1025 ff.; 
XXXV, 150 ff.; 156 £., sind aus Ovid herübergenommen. 

In dem Abschnitt, der über Gottfrieds Bilder und Metaphern 
handelt, wird sich zeigen, dass auch hierin Albrecht manches mit jenem 
gemeinsame aufweist. Besonders auffallend ist, weil gleiche Reimworte 
zeigend, die Uebereinstimmung von Trist. 14768 ff. der eine, dem dä 
wart | der ersterösenbluwome | von minem magettuome und Albr. 
XX. 241 £.: Neptüne, dem die blume | wart von mim magettüme. 
Vgl. ferner Gottfr. 7324 f. under zwein übelen kiese man, daz danne 
minner übel ist und Albr. XVII, 109 doch sol man üz wein bösen iez 
daz beste ösen. Erwähnt sei noch: der välandes man XVI, 211; XXXII, 
391; der välant XXXII, 162; 195; 203; beides auch im Tristan häufig. 


=, fd 


erkom und erschrac 3141; betwingen oder bekeren 3634; iwer 
bete und iur gebot 454; 4333; durch schaden und durch schande 
4389; daz beste und daz boeste 103; brün unde breit 1193; 
witzec unde wis 4980; solt ein wiser umb ein wip wünschen 
näch siner wal 2052 f.; und wizzet waerliche daz 4167 (vgl. 
Trist. 17909); manlichen muot 4505; man spien im um sine 
sporn 4713. 


ı Für die oben ausgesprochene Vermuthung, dass Otte den 
Tristan gekannt, erübrigt noch der Beweis, soweit bei solchen Dingen 
ein Beweis möglich ist, wo nicht strickte Belege vorhanden sind. Die 
Allitteration allein würde nicht genügen, ebensowenig die sentenziöse 
Art des Dichters und seine Neigung, die Handlungen seiner Personen 
aus der allgemeinen menschlichen Natur zu erklären; das mag in der 
auf Belehrung gerichteten Tendenz des geistlichen Dichters begründet 
sein. Auch darauf möchte ich kein Gewicht legen, dass die im Era- 
clius eingeflochtenen allgemeinen Gedanken sich vielfach mit denen 
Gottfrieds berühren, da es allgemein bekannte, in jener Zeit oft wieder- 
holte Wahrheiten sind. Ich erwähne nur Eracl. 1114 ff. ez was ie der 
boesen site daz si übel sprächen undn westen waz si rächen, ein Gedanke, 
der im Tristan öfters wiederkehrt. Ferner Eracl. 2338 ff. diu liebe kan 
wol blenden | den man daz er niht ensiht | und nimt im doch der ougen 
niht, vgl. Trist. 17801 ff. Eracl. 2491 ff. swar der (guoten) ze sere 
hüetet, der wermet unde brüetet, er siudet unde briuwet, daz in dar näch 
geriuwet, vgl. Tristan 17879 ff. Auch die Schilderung wahrer Liebe 
Eracl. 2316 ff. erinnert an manche Stelle im Tristan, entschiedener 
Eracl. 3940 ff. diu unsaelde ist in (den wiben) beschert, swaz man in 
ernestliche wert, daz si des allermeiste gert.. 46 gedenket an daz erste 
wip u. s. w. an Trist. 17929 ff. Auch Eracl. 2779 ff. ich hän gesehen 
manegen man, von dem min herze nie yewan sö ungefüege swaere er- 
innert an Blancheflurens fast gleichlautende Betheuerung Trist. 982 f. 
In seiner fast zu weit gehenden Neigung zu generalisieren braucht er 
dieselben Formeln wie Gottfried: Eracl 72 als ez yenuogen liuten. tuot; 
1197 dö tete er als manger tuot; 1256 als man noch phliget unde tuot; 
2262 desselben phlit noch manec man; 2334 als si manegen tuot; 5659 
als noch leider maneger tuot u. ähnl. An Gottfried mahnen ferner die 
häufigen Verbindungen von Synonymen, von denen schon manche als 
allitterirend angeführt wurden; dazu kommen: 267 wisen unde leren 
(vgl. Tristan 17906): 875 ir natüre und ir art; 1237 sin wille und sin 
muot;, 1418 schouwen unde sehen; 1671 f. tihten, schriben unde rihten; 
1675 f. zieren, vazzen und ziemieren; 4994 weinen unde klagen u. mehr 
dgl. Gegenüberstellung entgegengesetzter Begriffe begegnet öfters: 
1910 f. was ir liep unde leit, | si was besert von beiden ; 3610 f. in was 
wol unde we, liep unde leide; 103 daz beste und daz boeste; 120 daz 


gg te Sprungeepaer SORRR  SRTTIT TI 


= AG, 


Wenn ich es wagen darf, hier eine Vermuthung aus- 
zusprechen, die mir eines hohen Grades von Wahrscheinlich- 
keit nicht zu entbehren scheint, so hat das Werk Blickers 
von Steinach, der uns leider nicht erhaltene Umbehane, der 
höchst wahrscheinlich eine Reihe antiker Liebesgeschichten 
enthielt (vgl. Docen Misc: 2, 295 und Wackernagel Literatur- 
gesch. 8. 222 anm.), auf Gottfrieds Werk in stilistischer Hin- 
sicht und wohl nicht am wenigsten in der Anwendung des 
Wortspiels und der Allitteration einen bedeutenden Einfluss 
geübt. Das reiche Lob, das ihm unser Dichter in der be- 
kannten litterarischen Stelle (v. 4689 ff.) spendet, bezieht sich 
zumeist auf Stil und und Reimkunst. Man beachte besonders 
die Verse 4708 ft.: 


der selbe wortwise; 

nemet war wie der hier under 
an dem umbehange wunder 

mit spaeher rede entwirfet; 

wie er die mezzer wirfet 
mit behendeclichen rimen! 
wie kan er rime limen 

als ob si dä gewahsen sin ! 


Man könnte glauben, der Dichter habe hier seine eigene 
Reimkunst im Auge gehabt, so sehr trifft Alles auch für ihn 
zu! Und die Vermuthung gewinnt noch eine Stütze, wenn 
wir erwägen, dass Blicker den Stoff zu seinen Liebesge- 
schichten aller Wahrscheinlichkeit nach dem Ovid entlehnte, 


minnest und daz meiste; 714 ir tugent und ir missetät;, 1605 sele unde 
lip, ebenso 1974; 2109; 2151; 2377; tuon oder län 8639; mit gesehnden 
ougen was er blint 4297; empfangen und gegeben 4586; ich entbrinne 
gar und bin doch kalt 2971. Man beachte auch die im Tristan oft vor- 
kommenden Wendungen wie: duz was schiere getän Eracl. 206; 1509; 
lange rede sul wir län 2717; als ich iu gesaget hän 4633; ferner den 
Gebrauch von dine in Redensarten wie: wie sol ich min dinc ane vän 
141; und wies ir dinc ane vienc 528 (vgl. Trist. 1206; 107 w. Öft.); 
Wendungen wie: dö gienc ez an ein scheiden 2811 (vgl. Trist. 2389); 
dö muos ez an ein striten gän. Auch einen Vergleich scheint Otte dem 
Tristan entlehnt zu haben: Eracl. 1325 schouwet, herre, siniu bein: | 
diu sint sleht als ein zein — — Trist. 6709 f. dä swebeten siniu schoene 
bein | strac unde sleht alsam ein zein. 


a, IB. Ze 


einem Dichter also, der in der spielenden Behandlung der 
Worte und Gedanken das äusserste leistet. Sollte davon 
Manches in die Darstellungsweise seines deutschen Bearbeiters 
übergegangen sein? Und dass dann Gottfried Vieles dem 
von ihm so gepriesenen Bliker abgelernt hat, wird mir im 
Hinblick auf jene Verse so wahrscheinlich, dass ich einen 
direkten Einfluss Ovids auf Gottfrieds Stil anzunehmen für 
bedenklich halten möchte. 

Schliesslich sei noch darauf hingewiesen, dass auch das 
französische Gedicht .des Thomas, das Gottfried sicher für 
einen Theil seiner Dichtung, wahrscheinlich jedoch für das 
Ganze als Vorlage gedient hat, auf seinen Stil und besonders 
die Neigung, Worte und Gedanken hin- und herwendend zu 
wiederholen, von Einfluss gewesen sein kann. Heinzel (Haupts 
Zeitschr. XIV, S. 370) charakterisirt treffend den Stil des 
Dichters der Fragmente Douce und Sneyd A (im 2. und 3. 
Bande der Sammlung von Michel). Nach der Bemerkung, 
dass der Stil des Dichters der Manier sehr nahe kommt, 
fährt er fort: „Thomas liebt in allen erregten Reden den- 
selben Gedanken mit denselben oder ähnlichen Ausdrücken 
zu variiren.* Und S. 362 hebt er mit Recht den „über- 
quellenden Redefluss, die in anderer Form wiederkehrenden 
Gedanken und die warme Empfindung“ hervor, welche die 
sentimentalen Stellen des Gedichtes kennzeichnen. Also Eigen- 
schaften, die Gottfried im hohen Grade auszeichnen, treten 
uns auch bei dem französischen Dichter entgegen; er war, so 
scheint es, eine unserem deutschen Dichter sehr ähnlich ge- 
artete Individualität. Auch er bevorzugte offenbar die zu 
lyrisch-reflektirender Behandlung auffordernden Momente seines. 
Stoffes. Wenn sich nun der in seiner Gefühlsrichtung dem 
französischen verwandte deutsche Dichter in weitern Umfange 
derselben Stilmittel bedient, wie jener, liegt es da nicht nahe, 
eine stilistische Beinflussung des Bearbeiters durch seine Vor- 
lage anzunehmen? Das uns durch einen glücklichen Zufall 
erhaltene Selbstgespräch Tristans, mit dem das Sneyd’sche 
Fragment I beginnt, und dem, wie zuerst Bossert gezeigt 
hat, der Schluss von Gottfrieds Gedicht von V. 19415 an 
entspricht, zeigt mit diesem eine so grosse Uebereinstimmung 


= AR 


wie im Gedankengang so in der Anwendung stilistischer 
Mittel, wie namentlich der Antithese, dass die Annahme eines 
über diese Stelle hinausgehenden stilistischen Einflusses der 
franz. Vorlage auf ihren deutschen Bearbeiter nicht gewagt 
scheint, um so weniger als Thomas in seiner Neigung: einen 
Gedanken hin und her zu wenden, sich z. Th. derselben 
Formen der Wortwiederholung bedient wie Gottfried. Dass 
gerade die gemeinsame Stelle bei letzterem weniger davon 
aufweist, thut nichts zur Sache, so wenig wie der Umstand, 
dass Thomas nur an lyrisch bewegten Stellen, bei der Schil- 
derung auf- und abwogender Seelenkämpfe sich des wirk- 
samen Mittels der Wortwiederholung bedient zu haben scheint. 
Solche Stellen sind z. B. im III. Bande bei Michel im I. 
Fragment die Verse 127 ff., wo die Worte hair, aimer, rai- 
son; franchise, colvertise mehrfach und in verschiedenen Formen 
wiederholt werden. Aehnlich V. 69 ff. poeir und voleir, 
103 ff. deliter und oblier, 233 nature und changer, 251 ff. 
novelerie und gurpir u. dgl. m. Auch die bei Gottfried so 
häufig begegnende Wiederholung der Worte im Reim kennt 
Thomas, so findet sich delite, delit ; sentist, sentu, venjance, 
vengement; haür, haist; deslei, delleer ; delitier, delit; travail- 
leir, travaillai. Im folgenden wird sich zeigen, dass auch 
andre von Gottfried bevorzugte Stilmittel dem französischen 
Dichter eigenthümlich sind. Dass der für das Wortspiel und 
die Allitteration oben vermuthete Einfluss einheimischer Vor- 
bilder hierdurch nicht ausgeschlossen wird, ist selbstver- 
ständlich. 


N. 
ANTITHESE. 


Gotifrieds Denk- und Darstellungsweise ist ganz und gar 
von der Antithese beherrscht, sie ist, neben der Neigung zum 
W ortspiel, die hervorstechendste Eigenthümlichkeit seiner dich- 
terischen Individualität, seines Stiles. Irre ich nicht, so berührt 
sich Ursprung und Wesen beider Erscheinungen nahe mit 
einander und beide führen uns auf ein und dieselbe in des 


Dichters Anlage begründete, durch sociale Stellung und Lebens- 
Strasab. Studien. y. 


=. IB, 4er 


schicksale vielleicht geförderte Richtung seines Geistes. Es 
ist die objektive, um nicht zu sagen ironische Auffassung der 
Dinge, eine gewisse Höhe des Standpunktes gegenüber allem 
ınenschlichen Treiben, die ihn in diesen leichten, fast tändeln- 
den Formen der Darstellung sich ergehen und dort mit dem 
Worte als tönendeın Material, hier mit dem Gedanken selbst 
sein Spiel treiben lässt. Vielleicht liesse sich diese Eigen- 
thümlichkeit seiner geistigen Anlage auch in einem andern 
Zusammenhange erklären. Treffend hat Heinzel in seiner 
Charakteristik Gottfrieds (Zeitschr. f. d. östr. Gymn. 1868 
8. 537) auf „eine gewisse Ader juristischer Dialektik“ bei 
unserm Dichter hingewiesen. Zwar ist der Annahme, von der 
diese Beobachtung ausgeht, der sichere Boden entzogen, seit- 
dem es feststeht, dass in der oft besprochenen Urkunde mit 
des Dichters vermeintlicher Unterschrift nicht rodelarius, son- 
dern cidelarius zu lesen ist, der Schreiber also nicht unser 
Dichter, sondern ein Angehöriger des ritterlichen Geschlechts 
der Zeidler war: gleichwohl bleibt die Beobachtung selbst 
in ihrem vollen Rechte bestehen. Kann es nun befremden, 
wenn wir bei einem Dichter, der sich in so spitzfindigen Distink- 
tionen gefällt, wie es die von Heinzel hervorgehobenen sind, 
auch die Vorliebe für die Antithese, das geistreiche, oft auch 
nur spielende Pointiren von Gegensätzen in ungewöhnlichem 
Maasse ausgebildet finden ? 

Von den mannichfachen Formen der Antithese, die bei 
Gottfried begegnen, sei zuerst diejenige hervorgehoben, welche 
das Subjekt mit seinem Prädicat, das subst. mit seinem Bei- 
wort in einen scheinbaren Widerspruch setzt, um dadurch 
den Gedanken nur um so schärfer hervortreten zu lassen. 
Diese leicht zu missbrauchende Form, die sich mit dem Typus 
des Oxymoron nahe berührt, ist von Gottfried zwar häufiger 
als irgend einem seiner Dichtergenossen, jedoch mit weiser 
Mässigung verwendet worden. Er sah wohl, dass nur ein 
sparsamer Gebrauch diesem Kunstmittel die Wirkung sichern 
könne. 

60 ir süeze sür, ir liebez leit. 
1845 und ist ein lebelicher töt. 
1741 töt mit lebendem libe. 


ze I: zu 


1788 ich bin mit lebendem libe töt,; ebenso 9596. 

12192 f. des lieben leides, 

des senften herzesmerzen. 
18234 sin lebender töt; ebenso 18472. 
19468 ein triurelöser Tristan. 

Ein ähnlicher Widerspruch zwischen dem Subjekt und 
Prädikat findet sich 115 f. diz leit ist liebes alse vol, daz 
übel daz tuot sö herzewol,; 1228 mich toetet dirre töte man; 
zwischen dem Verbum uud seinen näheren Bestimmungen: 
1505 mit lebendem libe sterben; 11754 er gerte wider siner 
ger; 12194 f. der innerhalp des herzen sö rehte sanfte un- 
sanfte tuot; 19031 diu mir sö sanfte unsanfte tuot. Zu den 
beiden letzten Stellen vgl. Walth. 109, 24 daz din seren 
sanfte unsanfte tuot ; 119, 25 ein senfte unsenftekeit. 

In bei weitem grösserem Umfange, ja die Grenze des 
Zuviel nahe berührend, bedient sich Gottfried derjenigen Form 
der Antithese, auf deren häufige Anwendung in der mittel- 
hochdeutschen Dichtung zuerst Lichtenstein in grösserem 
Zusammenhang hingewiesen hat (QF. XIX, p. CLXXTIII f.). 
Ich eitire die Stelle wörtlich, weil die Sache dort zutreffend 
charakterisirt ist. Es heisst a. a. O.: „Eine zur bestimmten 
Manier ausgebildete stilistische Eigenthümlichkeit besteht 
darin, dass zwei entgegengesetzte Begriffe, die eigentlich 
einander ausschliessen, in einer Zeile eng gepaart werden. In 
der Regel wird dann näher ausgeführt, wieso beide zu Rechte 
neben eitander bestehen. Meist handelt es sich um con- 
trastirende Affecte. Die ff. Beispiele, die sich gewiss leicht 
verdoppeln und verdreifachen liessen, zeigen zur Genüge, wie 
verbreitet diese Manier war.“ Sodann wird au Beispielen 
nachgewiesen, wie sich Ansätze zu diesem Gebrauch schon 
in der älteren Kunstdichtung, wie auch im Volksepos an- 
treffen "lassen und wie er sich bei den höfischen Diclitern, 
bei einem mehr, beim andern weniger, zur wirklichen Manier 
ausgebildet hat. Nur geben die angeführten Belege von diesem 
mehr oder weniger kein recht deutliches Bild. Denn wiüh- 
rend z.B. zu den aus dem Iwein angeführten Stellen (1691 
u. 3682) nur noch eine derartige ausgeführte Antithese hin- 
zukommt (7484--90), findet sich aus Gottfrieds Gedicht nur 

+ 





_- 9% — 


ein einziges Beispiel ausgehoben. Und doch hat gerade er 
diesen Gebrauch, wenn irgend einer, zur bestimmten Manier 
ausgebildet und ihr über seine Darstellungsweise eine fast 
zu weit gehende Herrschaft eingeräumt. Eine vollständige 
Sammlung der Stellen wird diese Behauptung rechtfertigen. 
Ich beginne mit den Beispielen einfacher Gegenüberstellung 
entgegengesetzter Begriffe ohne weitere Ausführung. 
206 f. Tiep und leit die waren ie 
an minne ungescheiden. 

Aehnlich werden liep und leit constrastirt 221; 232; 
1294; 1407; 1522; 13079 f.; 17503; 18008; 18327; 18991, 
3; 19484 f£. 

240 ir leben, ir töt, ir fröude, ir klage; ähnlich 11447 £. 
leben und töt noch gegenübergestellt 235; 237; 12121; 12154 £.; 
18471, fröude und klage 11181; trürec und frö 13033; 16380. 

übel und yuot 7321; 9675 f.; 13579; 14342; 15344; 15699; 

minne und huz 878; ver lust und gewin 365; 367; lip 
und guot 5701; ernest und spil 15747. 

Ein besonders charakteristisches Beispiel findet sich an be- 
zeichnender Stelle gleich im Eingang der Dichtung da, wo 
der Dichter seine und seiner „Welt“ Sinnesart der gewöhn- 
lichen, von ihm bekämpften entgegenstellt. 

58 ff. ein ander werlt die meine ich, 
diu sament in einem herzen treit 
ir süeze sür, ir liebez leit, 
ir herzeliep, ir senede nöt, 
ir liebez leben, ir leiden töt, 
ir lieben töt, ir leidez leben. 


Mit wunderbarer Kunst ist hier das Mittel des Con- 
trastirung angewandt, um den Gedanken, der des Dichters 
ganze Lebensauffassung beherrscht, der ihm den massgeben- 
den Gesichtspunkt für die Schätzung seiner Nebenmenschen 
liefert und der ihn auch, wie er selbst andeutet, bei der 
Wahl seines Stoffes geleitet hat — ungetheilt beisammen- 
wohnende Empfindung von des Lebens Lust und des Lebens 
Leid in einem liebeerfüllten Menschenherzen —, um diesen 
Gedanken oder richtiger diese Forderung schon durch die 
äussere Form in voller Deutlichkeit herauszustellen. 


BE; OBERE 


Ich wende mich zu den Fällen, in denen jedem der in 
einem Verse gepaarten Begriffe eine weitere Ausführung zu 
Theil wird. Es ist dies die gewöhnliche Art, wie Gottfried 
verwickeltere psychologische Vorgänge, vornehmlich die 
Seelenkämpfe Tristans und Isoldens ausmalt. Nicht minder 
bewunderungswürdig als die Menschenkenntniss, mit der er, ein 
wahrer Herzenskündiger, in die verborgenen Tiefen der Menschen- 
Seele blickt, ist die unübertreffliche Meisterschaft, mit der er, 
um den Kampf entgegengesetzter Motive, widerstreitender 
Empfindungen zu schildern, sich dieses Darstellungsmittels 
bedient. Es scheint zweckmässig, die bedeutendsten Beispiele 
dieser von Gottfried so überaus kunstvoll ausgebildeten 
Manier im einzelnen zu betrachten; so werden wir am leich- 
testen einen Einblick in die innere Werkstätte seines Denkens 
und Dichtens erhalten. 


V. 881 ff. schildert der Dichter den erregten Gemüths- 
zustand des von erster Liebe zu Blancheflur ergriffenen Ri- 
walin; vorangegangen ist das schöne Gleichniss vom gefange- 
nen Vogel. Riwalins Herz ist getheilt zwischen Hoffnung 
und Furcht, tröst und zwivel; der tröst lässt ihn Blanche- 
flurens Gegenliebe hoffen, der zwivel ihren Hass fürchten. 
So bestürmen ihn die beiden widerstreitenden Gefühle, bis 
der tröst als Sieger den Kampfplatz behauptet und Riwalin der 
erwiederten Neigung gewiss bleibt. 


Aehnlich sind 10261 ff. zorn unde wipheit in Isplde’s 
Gemüth mit einander entzweit:e. Auch hier das Bild des 
Kampfes: an ir striten harte 

die zwö widerwarte, : 
die widerwarten conterfeit: 
zorn unde wipheit. 

zorn räth ihr, den Feind zu erschlagen, wipheit sucht 
Sanft sie zur Schonung zu überreden. Sie wirft das schon 
gezückte Schwert von sich, um es von neuem zu ergreifen. 
So schwankt ihr Herz swischen Wollen und Nichtwollen, 
zwischen tuon und län, 

biz doch diu süeze wipheit 
an dem zorne sige erstreit. 


11745 ff. lässt der Dichter seinen Helden, den. nach 


- og 
Ts, kr Ta 


_ 29 — 


dem Genuss des verhängnissvollen Trankes die Leidenschaft mit 
voller, elementarer Gewalt erfasst, den vergeblichen Kampf 
gegen dieselbe führen, indem er triuwe und öre als entgegen- 
wirkende Mächte der Minne gegenüberstellt.e. Die Rücksicht 
auf jene Grundbegriffe der ritterlichen Moral, die Erinne- 
rung an seine Mannesehre und die dem Oheim schuldige 
Treue mahnt ihn zur Umkehr von dem gefährlichen Wege; 
doch Minne zwingt ihn mit Allgewalt, ihr zu folgen und be- 
hält schliesslich die Oberhand. 

In ganz ähnlicher Weise macht uns der Dichter in den 
darauf folgenden Versen mit dem Seelenzustand der liebenden 
Isolde bekannt: 11793 alsam geschach Isöte Hier sind es 
nicht triuwe und £re, sondern die schame ist es, die der 
minne widerstrebt: 

11824 ff. ir herze und’ ir ougen 
diu missehullen under in: 
diu schame diu jagete ir ougen hin, 
diu minne zöch ir herze dar. 

Wie 10262 zorn und wipheit „die zwö widerwarte“ ge- 
nannt sind, so sind hier maget unde man, minne unde scham 
als diu widerwartige schar aufgefasst, die um Isolde streitet, 
bis auch hier der minne der Sieg zufällt: 

11840 ff. Isöt diu leit ir kriec dernider 
und tete als ez ir was gewant: 
diu sigelöse ergap zehant 
ir lip unde ir sinne 
dem manne und der minne. 

Auch Blancheflures Zustand nach genossenem Liebes- 
glück wird in dieser contrastierenden Weise geschildert: 

1330 und Blancheflür diu schoene was 
von ime entladen und beladen 
mit zweier hande herzeschaden. 

Das wird dann in 3 parallel gegliederten Verspaaren, 
deren jedes in zwei unter sich contrastierende Verse zerfällt, 
des näheren begründet. 


Als Marke die beiden Liebenden in der Minnegrotte 
durch das Schwert getrennt erblickt, ist sein Herz zwischen 
leit und liebe getheilt: 





3 — 


17512 ff. sin nerze in ime und al sin lip 
erkaltete vor leide 
und ouch vor liebe beide. 
Auch hier folgt dann parallel die Begründung für beides. 
Aehnlich 13078 ft. 

Besonders willkommen mussten unserem Dichter zu 
solcher contrastierenden Ausführung die Begriffe zwivel und 
arcwän sein, die schon an und für sich einen Widerstreit 
entgegengesetzter Empfindungen bezeichnen. So schildert er 
13753 ff. und. 15241 ff. in dieser Weise die eifersüchtigen 
Qualen Markes. 

Auf die Stelle 5071 ff. gehört hierher, wo wir es frei- 
lich nicht mit contrastierenden Affekten zu thun haben. Der 
Dichter führt aus, wie seinem Helden leit und linge im Leben 
in gleicher Weise beschieden war: 

im was ein endeclichez zil 
gegeben der zweier dinge, 
leides unde linge. 

Und nachdem er es begründet, fasst er zum Schluss 
die Gegensätze noch einmal zusammen: 

5494 ff. alsus was übel bi guote, 
bi linge schade, b& liebe leit 
eines herzen staetiu sicherheit. 


Auch 937 ff. gehört hierher; ferner 6091 ff.; 16329 ff. 


Die bisher betrachteten Fälle haben das gemeinsame, 
dass einem und demselben Subjekt zwei entgegengesetzte 
Affekte oder sich bekämpfende Motive beigelegt werden. 
Anders ist es, wenn der Contrast in der Weise bewirkt wird, 
dass von verschiedenen Subjekten verschiedenes ausgesagt 
wird. Charakteristisch für diese Art der Contrastierung ist: 

7094 ff. alda gehörte er bi dem mer 
gröze fröude und gröze klage, 
fröud’ unde klage, als ich iu sage. 

Dann wird parallel ausgeführt, wie bei Tristans Freunden 
die Freude, bei den Mannen Morolds Trauer und Klage herrscht. 

15320 ff. wird, zugleich mit dichotomischer Responsion, 
Marke und Isöt und entsprechend vorhte und leit gegenüber- 
gestellt: 


ae DR 


nu dar kom Marke und kom Isöt 
bekumberet beide 
mit vorhte und mit leide: 
Isöt diu vorhte sere 
verlieren lip unde ere; 
sö haete Marke michel leit... 
Aehnlich werden 2 in einem Verse verbundene Begriffe 
in den folgenden ausgeführt: 


11737 fl. und tete daz zwivel unde shum ; 
si schamte sich, er tete alsam; 
si zwivelte an im, er an ir. 

und 14314 ff. si heten leit unde leit: 
leit umbe Markes arcwän ; 
leit, daz si niht mohten hän 
deheine state under in zwein, 
daz si geredeten enein. 

Nicht immer sind es contrastierende Begriffe, die gegen- 
übergestellt werden. Gottfried liebt auch sonst 2 Begriffe zu- 
erst in einem Verse zusammenzustellen, um dann im folgenden 
jeden für sich oder auch beide zusamnıen genommen ein- 
gehender zu betrachten. 

In dieser Weise wird 937 ff. die Wandlung geschildert, 
die mit dem verliebten Riwalin vorgeht: 

er verwandelte dä mite 
al sine sinne und sine site 
und wart mitalle ein ander man. 

Dann wird zuerst die Veränderung der site, dann die 
der sinne ausführlicher betrachtet. Man beachte auch die 
chiastische Stellung bei der Wiederholung. 

So 15538 ff. Isöt beleib al eine dä 
mit sorgen und mit leide. 
sorg unde leit diu beide 
twungen si harte sere. 
si sorgete umb ir ere; 
sö twanc si daz verholne leit. 

Andere Stellen sind: 424 ff. Kurnewul und Engelant; 
3149 ff. zwei schupel wol geloubet : einez... daz ander ; 4705 
daz sint diu wort, daz ist der sin : diu zwei.... 8658 ff. 
äventiure oder list: der list was aber dö tiure, sö was ouch 
aventiure, für den einfachen Gedanken: „um beides stand es 


ze WOBL zen 


schlimm“; man beachte auch den Chiasmus. 16758 ouge unde 
öre haeten dä | weide unde wunne beide; in den nächsten 
Versen wird dann ausgeführt, dass dem ouge die weide, dem 
öre die wunne zukamen. Also dichotomische Responsion der 
Art, wie sie besonders Hartmann liebt (Faust: Dichotomische 
Responsion bei Hartmanu von Aue, Haupts Zeitschr. XXIII, 
1 fi... Nur überlässt Hartmann es dem Hörer, die Re- 
sponsion ‚herauszufinden, während Gottfried ausdrücklich 
darauf aufmerksam macht. 

Nirgends vielleicht zeigt sich Gottfrieds Kunst glänzen- 
der als in der Anwendung dieser ausgeführten Antithesen, 
eines Stilmittels, das er zwar von seinen Vorgängern ererbt, 
aber, indem er es gleichsam in die letzten Consequenzen ver- 
folgte, selbstständig und originell ausgebildet hat. Die spie- 
lende Leichtigkeit, mit der er es zu variieren und immer von 
neuem wirkungsvoll zu machen weiss, ist staunenerregend. 
Freilich sehen wir ihn auch gerade bier die schmale Grenze 
übertreten, die das rechte Maass von der Uebertreibung trennt 
und vom Stil zur Manier hinüberführt. Schon oben wurde 
hervorgehoben, dass diese Neigung, contrastierende Empfin- 
dungen zu schildern, jeden seelischen Vorgang in ein Gegen- 
spiel sich bekämpfender Gefühle aufzulösen, mit einem Hange 
des Dichters zu antithetischem Denken überhaupt zusammen- 
hängt. Gottfried, eine vornehme, weiche, von gewöhnlichen 
Treiben der Welt abgestossene und in sich zurückgedrängte 
Natur, ergriff den Tristanstoff, um das Ideal wahrer Liebe, 
das er im Busen trug, einer Mitwelt vorzuhalten, der jener 
Begriff fremd geworden zu sein schien und die ihn entweder 
in senedem klagen (V. 4817) oder in schnöde erkauftem Ge- 
nuss (V. 12306) verwirklicht zu sehen glaubte. Und eben 
dieser Stoff kam dem IHange seines Geistes zur dialektischen 
Betrachtung der Dinge, zur Antithese im weitesten Sinne, 
auf halbem Wege entgegen: ein man, ein wip; ein wip, ein. 
man (129), das Thema seiner Dichtung schon eine Antithese! 
Und nicht für zufällig werden wir es halten, dass auch die 
einzigen uns ausser dem Tristan erhaltenen Gedichte Gott- 
frieds, die beiden Sprüche vom „Mein und Dein“ und vom 
„Gläsernen Glück“ eine Anthithese zum Thema haben, 


6 — 


In den bisher betrachteten Fällen wurden zwei ent- 
gegengesetzte Begriffe, meist in einem Verse, einander gegen- 
übergestellt. Häufig findet sich nun ferner die Antithese in 
der Form, dass ein Satz scheinbar im folgenden ganz oder 
zum Theil wieder verneint wird, ohne dass dadurch sein In- 
halt, die Substanz des ausgesprochenen Gedankens, alterirt 
wird. Derartige, dem Oxymoron verwandte Antithesen finden 
sich besonders im letzten Theile des Tristan: 


222 f. al eine und sin si lunye töt, 
ir süezer name der lebet iedoch. 


239 sus lebent si noch und sint doch töt. 


5708 £. und wirt der man ein halber man 
und doch mit ganzem libe. 


8411 ff. Lebe iemer und wirp iemer daz, 
daz du einen tac sist äne haz, 
du enwirbest niemer daz, 
daz du iemer werdest äne haz. 


18423 fl. Tristan flöch arbeit unde leit 
und suochte nöt und arebeit : 
er flöoch Marken und den töt 
und suochte die tötliche nöt, 
diu in in dem herzen töte; vgl. 18489 f. 


18538 f. nu bin ich hie und bin ouch dä 
und enbin doch weder dä noch hie. 
18542 f. ich sihe mich dort üf jenem se 
und bin hie an dem lande. 
ich var dort mit Tristande 
und sitze hie bi Marke. 
19007 ff. min ouge, daz Isöte siht, 
daz selbe ensiht Isöte niht: 
mir ist Isöt verre und ist mir bi. 
19024 ff. nu bin ich komen, da Isöt ist, 
und enbin Isöte niender bi, 
swie nähen ich Isöte si. 
Isöte sihe ich alle tage 
und sihe ir niht : daz ist min klage. 


Oft begegnet auch die gewöhnliche Art der Antithese, 
bei der einfach entgegesetzte Gedanken ‚gegenübergestellt 
werden, z. B. 


a, DE. = 


208 fl. man muoz mit disen beiden 
er’ unde lop erwerben 
oder äne si verderben. 


1763 f. sin töt was aber wol lobelich, 
der ir ze sere erbärmeclich. 

Aehnlich 1748; 3377 ff; 4671 f; 5657 ff; 11021 f; 
11597 ff; 12529 ff, 17418; 17509; 13347 f; 19488, 

Noch deutlicher giebt sich Gottfrieds Neigung, mit Ge- 
danken wie mit Worten zu spielen, bei einer andern Art der 
Antithese zu erkennen, die einen eigentlichen Widerspruch 
gar nicht darstellt, da das Spiel des Gegensatzes mehr die 
äussere Form des Gedankens als seinen Inhalt trifft. Ein 
charakteristisches Beispiel findet sich im Eingang des Gedichtes 
V.30 f.: daz si daz guote z’übele wegent, daz übel wider ze 
guote wegent. Wie hier, so sind fast immer die beiden je 
einen Vers füllenden Satztheile parallel gegliedert. So 2019 f. 
er was reht, als er hiez, ein man und hiez reht, als er was, 
Tristan. Besonders reich an solchen Wendungen ist die 
scharf pointirte Rede, mit der die Königin die Ansprüche des 
Truchsessen zurückweist: 9874 f. iuch dunket ie daz 'arge 
guot, daz guote dunket iuch ie arc. 9878 fl. iu sint die 
tumben alle wis, iu sint die wisen alle tump; ir machet üz 
dem slehlen krump und üz dem krumben wider sleht. 9884 f. 
ir minnet daz iuch hazzet, ir hazzet daz iuch minnet. 9890 f. 
der iuch dä wil desn welt ir niht, und welt den, der iuch niht 
enwil. | 

‚Ferner 18001 f. ezn ist nicht ein biderbe wip, diw ir ere 
durch ir lip, ir lip durch ir ere lät. Chiastische Gliederung, 
mit Anwendung synonymer Ausdrücke bei der Wiederholung, 
findet sich 13027 ff: diu briuwet in ir herzen die senfte bi 
dem smerzen, bi fröude kumber unde nöt. 

Ueberaus häufig begegnet endlich die ebenfalls nicht 
eigentlich als Antithese zu bezeichnende Ausdrucksform, die 
einen Gedanken in der Weise umkehrt, dass die bedeutsamen 
Begriffe desselben ihre grammatische Funktion mit einander 
vertauschen, so dass eine vollständige Responsion in Gedanken 
und Ausdruck entsteht. Einige Beispiele werden es deutlich 
machen: " 


507 f. Kanelengres der was d4 wol 
des hoves, der hof der was sin vol; ebenso 12953 ; 16409. 
123 f. si taete in in ir muot genomen, 
er was ir in ir herze komen. 
815 f. daz ir wart Riwaline, 
dä wider wart ir daz sine (Chiasmus). 
Aehnlich 957 f.; 1101., 1350 ff., 56 f.; 3713£.; 3729 £.; 
4407 f.; 5162f.; 6574 ff.; 11732f.; 11739; 11961; 14040,2; 
12173 £.; 13421; 14324 ff.; 14395 ; 16908 f.; 18576 f.; 19489 ff. 


I1l. 


RHETORISCHE STILMITTEL. 
A. ANAPHORA. 


Die Anaphora ist ein in der erzählenden Poesie vor 
Gottfried nur selten angewandtes Mittel rhetorisch-poetischer 
Wirkung und auch bei den bedeutendsten der zeitgenössischen 
Dichter findet sie sich nur in bescheidenem Masse. Der trock- 
nen, schmucklosen Darstellungsweise Eilharts ist sie ganz 
fremd. Auch Veldecke macht nur mässigen und noch recht 
ungeschickten Gebrauch von ihr. So 29,8 fi. wie Tröie wart 
zestöret unde wie daz irgienk ... und wie min herre En£as etc.; 
74,4 ff. schildert Dido die Weisheit des zauberkundigen Weibes: 
st weiz vi von minnen, vil von erzenie; si hät in philosophie 
ir fliz geköeret; st is...., si weiz..., si gelichet..., si 
kan.. Aehnlich Wiederholung des Relativums 334,29 ff. daz 
ich Lavinen niene gesach, diu mir allez ungemach ...., mit 
der helfe...., diumir...., unddiu....undder. Aus 
Hartmanns Gedichten wüsste ich nur die Stelle im Iwein 
anzuführen, wo Laudine bei der Klage um den erschlagenen 
Gatten 3 Verse mit waz sol und die 3 nächsten mit ouwe 
beginnt (14661471), eine bei Hartmann einigermassen über- 
raschende Spielerei. Seinem schlichten Erzählungstone war 
diese Figur eben sowenig gemäss wie der unruhigen, selten 
bei einer Vorstellung länger verweilenden Art Wolframs. 
Ihre Dichtung, deren Zweck vor Allem es war, durch die 
bunte Fülle des Thatsächlichen zu unterhalten, kümmerte sich 





| — 


— 9 — 


wenig um diese wie um andre der Rhetorik entlehnte Kunst- 
mittel. Auch in der Lyrik der Minnesänger findet sich die 
Anaphora nur gelegentlich angewendet; nur Walthers Kunst 
zeigt sich auch hier reicher und ausgebildeter (ich verweise 
auf die Zusammenstellung von Wiegand: Zur Charakteristik 
des Stils Walthers von der Vogelweide 1879, p.55 f.). Gott- 
fried nun bedient sich dieses wirksamen Stilmittels im wei- 
testen Umfang. Man könnte die häufige Anwendung des- 
selben wohl mit der ganzen 'lendenz seines Dichtens in 
Zusammenhang bringen. Ihn interessirte nicht so sehr das 
Thatsächliche, die Fülle des äusseren Geschehens als der in 
seinem Stoff enthaltene Gedanke, es kommt ihm nicht so sehr 
darauf an, durch das Erzählte zu unterhalten, als durch die 
Art der Darstellung, durch möglichste Eindringlichkeit der 
Rede den Hörer für jenen Gedanken zu erwärmen. Unstreitig 
ist nun die Anaphora ein ebenso wirksames wie einfaches 
Mittel eindringlicher Hervorhebung und irre ich nicht, so 
beruht auf ihrer häufigen Anwendung nicht zum kleinsten 
Theile jener warme Hauch leidenschaftlicher Erregung, der, 
bei aller scheinbaren Kälte, Gottfrieds Verse belebt und jeden 
Hörer mit unwiderstehlichem Zauber fesselt. | 

Die Anaphora ist bei Gottfried, mit Ausnahıne weniger 
Fälle, wo sie innerhalb desselben Verses vorkommt, immer 
derartig, dass ein Wort am Anfang mehrerer Verse wieder- 
holt wird, sei es nun, dass mehrere Hauptsätze damit ein- 
geführt werden oder dass es an der Spitze mehrerer gleich 
geordneter Glieder desselben Satzes steht. Meist sind es 
Formwörter, die in dieser Art wiederholt werden, weit ge- 
ringer ist die Zahl der Fälle, wo nomina oder verba nach- 
drücklich an die Spitze mehrerer Sätze oder Satzglieder treten. 

I. Wiederholung innerhalb desselben Verses: 


2387 ir klage was sus, ir klage was sö. 
3144 swaz er getete, swaz er gesprach. 
4051 si redeten hin, si redeten her. 


4262 f. daz weinde Marke, daz weinde ouch er, 
daz weinden s’al gemeine. 


AT05 daz sint diu wort, daz ist der sin. 


5043 wis iemer hövesch, wis iemer vrö,. 





ai, 330. ee 


DIL mim vos, nim silber unde golt. 

6577 swie guot, swie lobebaere. 

6711 dö stuont daz ors, dö siuont der mun. 

9259 die ladte er, die besandte er. 

9555 daz ist getän, daz schaffe i-h dir. 
11862 deist liebe reht, deist minnen &. 
12349 sö guot, sö lönbaere. 

13014 ir beider sin, ir beider muot. 
14678 si las Isöt, si las Tristan. 
16352 sed sö si was, swar sö si reit. 
16883 si haeten hof, si haeten rät. 
18881 daz haete er dä, daz vander. 
19226 der fuorte in üz, der fuorte in in. 

II. Wiederholung am Anfang mehrerer Verse. 

a) eines nomens. 

Hier wie bei der Anaphora des Verbums ist stets, bei 
der Anaphora der Formwörter meistens die Regel beobachtet, 
dass bei zwei durch dieselbe verbundenen Sätzen der erste, 
bei mehreren alle ausser dem letzten je einen, höchstens zwei 
Verse einnehmen, während der letzte, oft durch hinzutretende 
Nebensätze verstärkt, sich über zwei oder eine noch grössere 
Anzahl von Versen erstreckt. Es ist ersichtlich, dass hier- 
durch grössere Coneinnität und ein vollerer Abschluss der 
Periode -— denn ımeistens sind die durch Anaphora ver- 
bundenen Sätze gleichgeordnete Glieder einer solchen — 
erreicht wird. | 

1315 ff. ir munt der tete in fröudehaft, 
ir munt der brähl’ im eine kraft, 
| daz er etc. 
1830 fl. ir Klage wart aber dö me dan &: 
klage, daz Riwalin erstarp, 

. klage, daz Blancheflür verdarp, 
klage umbe ir beider kindelin, 
an dem etc. 

Achnlich2350ff. ;n manege wis sö was im wE: 
we umbe daz michel ungemach, 

.daz er an Tristande sach; 


we umbe sin selbes nöt, 
durch daz (te. 


Ferner 3708 ff., wo Markes Hofgesinde dem jungen 


a 3 


Tristan seine Bewunderung ausspricht und der Name 3 mal 
bezeichnend an der Spitze des Verses wiederholt wird. Aehn- 
lich wiederholt 11990 ff. Isolde 3 mal das verhängnissvolle 
lameir, um die Stärke ihres Leidens anschaulich zu machen. 
So auch 17597 ff. Minne warf ir flammen an 

Minne erflammete den man 

mit der schoene ir libes. 

b) eines verbums. 

Auch sie begegnet verhältnissmässig selten. Ein schönes 
Beispiel bieten die Verse 2002 ff, wo der Dichter bei der 
Taufe seines Helden die Wahl des Namens Tristan mit Hin- 
weisung auf seine traurigen Lebensschicksale als eine glück- 
liche bezeichnet: 

der name was im gevallesam 
und alle wis gebaere; 
daz kiesen an dem maere: 


d sehen wie trüreclich ez was, 
wie sin sin muoler genas; 


T sehen wie ..... 
9 sehen wie cc... 
11 sehen wie. .... bis 2015. 


4029 ff. werden die körperlichen und geistigen Vorzüge 
des treuen Rüal beschrieben, wobei die einzelnen Punkte der 
eingehenden Schilderung theils mit er was, theils mit sin 
(sin arme, sin lip, sin stimme, sin rede) eingeführt werden. 
Durch diesen regelmässig durchgeführten Wechsel — zuerst 
2 mal er was, dann 2 mal sin, dann wieder 2 mal er was 
und wieder 2 mal sin — ist die Eintönigkeit, die bei dergl. 
Beschreibungen sich leicht einstellt, aufs glücklichste ver- 
mieden. Aehnlich werden 5027 ff. einige der Lehren, die 
Marke seinem Neffen bei der Schwertleite ertheilt, durch das 
imperativische «2s eingeleitet, und wirkungsvoll wiederholt 
18319 fi. Isolde in ihren leidenschaftlich beredten, vom 
innigsten, wärmsten Gefühl durchglühten Abschiedsworten zu 
dem Geliebten die Mahnung: gedenket: 

c) von Formwörtern. 

Diese findet sich ungleich zahlreicher vertreten als die 
vorher betrachteten Arten der Anaphora. Nicht selten ist 
der Fall, dass eine Reihe von Nebensätzen durch wie ein- 


geführt wird, namentlich an solchen Stellen, wo der Dichter 
schon Erzähltes nochmals in kurzem Ueberblick rekapitulirt. 
So V. 1990 ff, wo Rüal den Namen seines Pflegekindes mit 
Hinweisung auf die traurigen Umstände bei der Empfängniss 
und Geburt des Kindes motivirt. Aelınlich 3807 ff. bei der 
Auskunft, welche die Pilger dem suchend umherirrenden Rüal 
ertheilen. Ferner 4235 f{., wo Rüal am Hofe Markes die 
Geschichte Tristans bis zu seiner Entführung erzählt und 
11945 ff., wo Isolt in megede wis den Geliebten an die erste 
Begegnung und die daran sich knüpfenden Ereignisse er- 
innert. Sonst findet sich relatives wse ähnlich wiederholt: 
1777,80 (wie Tihte, wie lihte), 4930 ff. (5 mal), 5547 ff. (3 mal), 
7330 ff. (3 mal), 13050 f. (2 mal), 15274 ff. (3 mal). Inter- 
jektionales wie findet sich emphatisch am Anfang mehrerer 
Sätze: 37 ff. (2 Mal); 1670 f#. (3 Mal); 4620 ff. (3 Mal); 
4726 f. (2 Mal); 18106 ff. (4 Mal). Ferner begegnet ana- 
phorische Wiederholung von dä: 11 f.; 477 f.; 4617 f.; 
13837 f.; 18653 f.; von dö. 2073 £.; 6700 f.; von nu: 15181 ff.; 
18496 ff.; von sö: 2489 f.; 17839 f.; des Relativums mit 
oder ohne Präposition: 967 f.; 1588 ff.; 1753 f.; anderer 
Fürwörter: 1044 f.; 2563 f.; 4035 f.; 4044 f.; 7100 ff.; 
7797 ff.; 9999 #.; 10231 f.; 10573 f.; 11697 ff.; 13071 f.; 
13007 f£.; 16424 f.; 18540 f.; endlich von daz: 6863 f. 
Auch für den Gebrauch der Anaphora finden sich, wie 
für den des Wortspiels, in der französischen Quelle merk- 
würdige Analogien. Die warme, oft leidenschaftlich erregte 
Sprache des französischen Dichters bevorzugt sie in so hohem 
Grade, dass auch hier die Möglichkeit einer Beeinflussung 
des deutschen Dichters durch seine Vorlage nicht abzuweisen 
ist. Besonders häufig hat Thomas die Anaphora innerhalb 
desselben Verses. So fragm. I. V. 43 tantes paines, tant 
dolurs; ähnlich fr. II, V. 591 ff., 699 ff.; I, 290 a Zor voleir, 
a lor desir; 296 ff. contre raisun, contre poeir; 420 & ses 
parenz, « ses amis; 699 ff. encuntre change, encuntre tort, 
encuntre paine, encuntre dolur, encuntre tuiz engins d’amur ; 
615 f. en paine est e en turment, en grant pense, en grant 
anguisse; II, 613 maldit le jur, maldit Vhure u. so öfters. 
In mehreren auf einander folgenden Versen z. B. I, 39,41 





> 3UW.. 2 


que valt..... ? que valt....?; 50 ff. wird die Frage 
3 mal mit coment eingeleitet; 297 ff. tels — tels — e tels — 
e tels; und ähnliches. 


B. RHETORISCHE FRAGE. 


Auch in der sogenannten rhetorischen Frage, soweit sie 
in des Dichters eigenem Munde und nicht in den Reden 
seiner llelden begegnet, steckt ein starkes persönliches Ele- 
ment. Jede Frage, die ihre Beantwortung schon in sich 
trägt, ist der Ausdruck einer subjektiv erregten Stimmung 
und scheint insofern, jemehr sie im Wesen der Lyrik be- 
gründet und ihr angemessen ist, um so weniger im er- 
zählenden Gedicht eine Stelle zu haben. Bei Gottfrieds 
Vorgängern auf dem Gebiet der höfischen Erzählung begegnen 
wir ihr nicht. Bei ihnen überwog das Interesse am Stoff so 
sehr jedes andere, dass für den Ausdruek persönlichen Em- 
pfindens kein Raum blieb, und aus eben diesem Grunde 
werden wir zugeben müssen, dass dem epischen Ideale kein 
anderes höfisches Gedicht so nahe kommt wie Hartmanns 
Iwein. Gottfried, eine mehr Ilyrisch gestimmte Natur, musste 
in dem Bestreben, seinen Stoff mit subjektivstem Gefühls- 
inhalt zu erfüllen, nach reicheren Ausdrucksmitteln greifen 
als sie der einfach erzählende Dichter nöthig hatte. Und zu 
diesen Mitteln gehört in erster Linie die rhetorische Frage. 

Am häufigsten finden sich bei Gottfried solche Fragen, 
die nur zur Einkleidung eines negativen Gedankens dienen. 
Rüal sucht den entführten Tristan in Norwegen: waz half 
in daz? ern was dä niht: al sin suochen was ein wiht 3767 f. 
Tristan rennt Mirolt im Zweikampfe heftig an: wes moht ouch 
jener dö biten, dem ez umbe daz leben stuont? (6846 f.), 
fragt der Dichter. Nach dem Kampfe wird der verwundete 
Tristan von den besten Aerzten behandelt: waz truoc daz 
vür od waz half daz? im was doch nihtes deste baz 7267 f. In 
Isolt kämpfen nach dem, Genuss des Liebestrankes scham 
und minne 11835: waz truoc daz vür? scham unde maget etc. 
13781 ff. wird an die Schilderung von Markes qualvollem 
Zustand die psychologisch feine Betrachtung über die Eifer- 


sucht mit 2 parallel gegliederten rhetorischen Fragen ange- 
Strassb, Studien, 


u BA 2 


knüpft: waz mag ouch liebe näher gän, dan zwivel unde arc- 
wän? waz anget liebe gernden muot sö sere, sö der zwivel 
tuot? — Die Liebenden sind in der Minnegrotte eine und äne 
liute: nu wes bedorften s’ouch dar in oder waz solt iemen 
zuo z’in dar? (16854 f.), fragt der Dichter. Und ähnlich 
16906 waz solt in bezzer lipnar ze muote oder ze liebe? dä 
was doch man bi wibe, sö was ouch wip bi manne: wes be- 
dorften si danne? — Wer das, was er sehen muss, nicht 
sehen will: wer mag im dirre blintheit iht (17786). — Die 
Frau, die selbst auf sich und ihre Ehre hält, ist auch al der 
werlde liep; dagegen (18029 ff.) ein wip, diu wider ir libe 
tuot, diu sö gesetzet ir muot, daz si ir selber ist gehaz, wer 
sol die minnen über daz? diu selbe ir lip unmaeret und daz 
der werlt bewaeret, waz liebe oder waz ren sol iemen an die 
keren? — Derjenige, welcher dem Beispiele der Liebenden 
folgt: waz waere ouch dem iht wirs geschehen dan Tristan 
unde Isolde? (18097). — Tristan ist aus Kurnewal entflohen, 
aber (18429 ff.) waz half daz er den töt dort flöch und hie 
dem töde mite zöch? waz half daz er der quäle etc. Etwas 
andrer Art ist die Frage 17757. Marke will in seiner Blind- 
heit Isölds Liebe zu Tristan nicht sehen: wem mac man nü 
die schulde geben umbe daz Erlöse leben, daz er sus mit ir 
haete? Hier also ein positiver Gedanke, ein Schluss in 
Frageform. 

Bedeutendere Wirkung als mit solchen Fragen, die 
keiner Antwort bedürfen, erreicht der Dichter, wenn er einen 
neuen Gedanken in die Form der Frage kleidet, um sie dann 
selbst zu beantworten. Nur selten, aber immer in höchst 
wirkungsvoller Weise hat Gottfried sich dieses Kunstmittels 
bedient. So leitet er 8089 ff. das ausgeführte Gleichniss von 
Isolde und den Sirenen ein: wem mag ich si gelichen, die 
schoenen, saelderichen, wan den Syrenen eine, die mit dem 
agesteine die kiele ziehent ze sich? Als die Sehnsucht der 
Liebenden endlich Erfüllung findet, bricht der Dichter in die 
Frage aus: wer haete ouch dise beide von dem gemeinen leide 
vereinet unde bescheiden wan einung an in beiden, der stric 
ir beider sinne? (12175 fi.) Auch hier also, wie in dem 
ersten Beispiel, die Antwort mit wan angeknüpft. -- 6639 


22, 36: 


wird durch die rhetorische Frage zugleich eine Steigerung 
bewirkt: und aber daz niuwe wunder ..... . (6643) haet aber 
daz deheine kraft wider dirre fremeden meisterschaft, diu üzen 
an gebildet lac? Der Dichter giebt selbst die Antwort: ich 
weiz ez wärez alse den tac, swie so der üzer waere, der innere 
bildaere der was baz betihtet. Paränetisch ist die Frage ver- 
wendet 12349 ff.: sö guot, sö lönbaere triuwe under friunden 
waere, war umbe lieben wir si niht? 


C. ANREDEN AN DIE ZUHÖRER. 


Der mittelhochdeutsche erzählende Dichter arbeitet für 
ein bestimmtes Publikum, für eine Gesellschaftsklasse, deren 
Anschauungen er theilt und deren Geschmack für ihn mass- 
gebend ist. In den Dienst dieser Klasse, der er selbst an- 
gehört, stellt er seine Begabung, sie zu unterhalten ist ihm 
Zweck und Antrieb des dichterischen Schaffens. Die Rück- 
sicht auf Geschmack und Bedürfniss seines Publikums leitet 
ihn bei der Wahl des Stoffes ebenso wie bei der künst- 
lerischen Ausgestaltung desselben. Wie wir im Volksepos 
den fahrenden Sänger, der in der Halle der Fürstenburg oder 
auf Strassen und Gassen der lauschenden Menge von den 
Thaten sagenhafter Helden berichtet, inmitten seiner Zuhörer- 
schaft und in lebendigem Verkehr Anregung -geben und 
empfangen sehen, so können wir dasselbe Verhältniss, nur 
auf höherer Stufe, zwischen dem höfischen Dichter und seinem 
Publikum beobachten. Zwar steht er demselben selbstständiger 
gegenüber als der Fahrende der Menge, der er um Lohn zu 
hören giebt, was sie gerade verlangt; aber auch er verliert 
sein Publikum, den „geneigten Leser“ nie aus den Augen 
und nimmt gerne Veranlassung, in direkten Verkehr mit ihm 
zu treten. Und die Form dieses Verkehrs, die Anrede an 
den Zuhörer, entnahm die höfische Diehtung eben dem Volks- 
epos. Schon bei Eilhart, ihrem ältesten Vertreter, dessen 
Stil überhaupt dem der volksthümlichen Dichtung noch nahe 
steht, begegnet sie häufig (cf. Lichtenstein in QF. XIX, 
CLXXVIII), ebenso bei Veldecke und in Hartmanns Jugend- 
werk, dem Erec; im Iwein dagegen sind sie gänzlich ver- 


mieden. Wolfram schliesst sich hierin, wie in so vielem 
3% 


ad: 736, 


andern, näher an den Ton des Volkslieds an und überbietet 
es darin sogar in einer Weise, die für die Lebhaftigkeit seines 
originellen Geistes aufs höchste bezeichnend ist; die zahl- 
reichen Stellen hat Förster in seiner schon oben. citirten 
Schrift 8. 30 zusammengestellt. Gottfried steht in der An- 
wendung der Anrede zwar weit ab von der manierirten Art 
Wolframs, doch meidet er sie nicht so wie Hartmann in der 
Zeit seines völlig ausgebildeten Stils. 

Nur selten verwendet Gottfried das denf lebhafteren 
Wolfram so zusagende Mittel, die Hörer durch einen den 
Satz beginnenden Imperativ auf das Folgende hinzuweisen. 
So findet sich seht 1748; 3771; 6024, an den beiden letzten 
Stellen lose dem mit d& beginnenden Satze vorangestellt. 
Häufiger sind andere formelhafte Wendungen zur Einführung 
eines neuen Ereignisses oder Gedankens verwendet; so 5547 
daz sag ich iu wie ’z in ergie; 5949 des bescheid ich iuch 
reht und vür wär. An beiden Stellen geht eine indirekte 
dem Zuhörer in den Mund gelegte Frage voraus. Eine direkte 
Frage wird 6055 beantwortet: daz ist iu lihte geseit. Ferner 
1850 ir muget wol wizzen; 4026 nu wizzet doch daz; 6573 
und sult ir doch wol wizzen daz; 5071 als ich ez iuch be- 
scheiden wil; ähnliche Wendungen 2258; 2320; 6897 ff.; 
8904 ff.; 16999; 17025; 18625. 

Erinnerungen an schon Erzähltes oder sonst Bekanntes 
knüpft Gottfried gern mit als an. Sie sind immer formelhaft 
und oft genug mag Reimnoth sie herbeigezogen haben. So 
findet sich 3343 als ich iu hän geseit,; 3378 als ir habet ver- 
nomen; ähnlich 5281; 6038; 10041; 18120. 4243 als ich iu 
€ seite; ähnlich 7155. 4276 als ir wol habet gehoeret wie; 
7174 als ir wol wizzet; 8085 als ir wol wizzet daz geschiht; 
10945 ir wizzet wol; 13052 daz habet ir dicke wol ver- 
nomen. 

Mit Versicherung der Wahrheit des Erzählten wendet 
sich Gottfried nur selten direkt an die Zuhörer; so 1813; 
7096. Um so häufiger findet sich bei ihm die in allen höfi- 
schen Epen so beliebte Berufung auf die Quelle, meist in 
formelhafter Weise mit als angeknüpft, selten ein neues 
Faktum der Erzählung einführend. Solche Wendungen sind: 


DR 


als wir daz maere hoeren sagen 1944; daz kiesen an dem 
maere 2004; ouch hoere wir diz maere sagen 2115; ähnlich 
2259; 2545; 2761; 5280; 15919; 16105; 16357; 16707; 
18733. 

Charakteristischer als das bisher angeführte ist für Gott- 
fried eine andre Form, mit seinem Publikum zu verkehren. 
Er liebt es, aus seiner Zuhörerschaft eine einzelne oder auch 
mehrere Personen herauszugreifen und ihnen, in direkter oder 
indirekter Rede, einen Einwurf oder eine Frage in den Mund 
zu legen. Dieses Kunstmittel, das übrigens schon Eilhart 
gelegentlich in Anwendung bringt (7632 ff.), benutzt Gott- 
fried häufig als eine bequeme und bei dem Geschick, mit 
dem er sie anwendet, höchst anmuthende Form, sich in wich- 
tigeren Dingen mit seinem Publikum auseinander zu setzen 
und nothwendige, manchmal freilich in spielender Weise auch 
minder nothwendige Erklärungen zu geben. 2021 will er 
nachträglich erzählen, aus welchem Grunde Rual den Tristan 
für sein eigenes Kind ausgegeben hat; da heisst es: und 
swer nu gerne haete erkant, durch welhe list..... 27 den 
sulen wir ez wizzen län. Aehnlich wird 4506 ff. die Er- 
klärung für die bei so verschiedenem Alter wunderbare Ge- 
sinnungsharmonie zwischen Rual und Tristan eingeführt: wan 
eteswer der fraget uns ..... wie sie sich under in beiden 
„0. .P diz prüeve ich schiere sunder lüge. Markanter noch 
ist die Stelle V. 5651 ff., wo der Einwurf, wie Tristan denn 
den Ansprüchen seiner beiden Pflegeväter zugleich gerecht 
werden konnte, einem Zuhörer in direkter Frage in den Mund 
gelegt wird: nu spraeche ein saeliger man: „der saelige Tristan, 
wie gewirbet er nu hie zuo, daz er in beiden rehte tuo und 
löne ietwederem als er sol?“ Der Dichter antwortet (5656): 
iuwer fegelich der weiz daz wol etc. und wendet sich dann 
noch einmal an die Zuhörer mit der Frage: lät hoeren, wie 
sol ez ergän?.. Die Reflexion über den Satz: amantium irae 
amoris redintegratiost wird 13038 so eingeleitet: und sprichet 
aber iemen daz, daz zorn ungebaere under sö gelieben waere, 
benamen dä bin ich sicher an, daz der nie rehte liep gewan. 
Aehnlich begegnet der Dichter dem Einwurfe, den jemand 
gegen die Möglichkeit eines Lebens ohne materielle Nahrung, 





=; 88, 


wie es die Liebenden in der Minnegrotte führen, erheben 
könnte: 16811 genuoge nimet hier under virwitze unde wunder 
und habent mit fräge gröze nöt, wie sich... 17 des wil ich 
si berihten, ir virwitze beslihten. Und nach der Erklärung 
kommt er 16913 ff. noch einmal auf den Einwurf gegen 
dieses physiologische Wunder zurück, hier mit köstlicher 
Ironie und überlegener Zurückweisung des lästigen rationa- 
listischen Fragestellers: nu tribent aber genuoge ir maere und 
ir unfuoge, des ich doch nicht gevolgen wil: si jehent, ze sus 
getänem spil dä hoere ouch ander spise zuo. dane weiz ich 
rehte weder ez tuo. des dunket mich genuoc hier an. ist aber 
anders ieman .. ., der jehe als er ’z erkenne. Auch sonst 
fingirt Gottfried gerne Fragen der Zuhörer: 4553 swer mich 
nu fräget umbe ir kleit .... des bin ich kurze bedäht, dem 
sage ieh, uls daz maere giht. Oder 5696: swer nü die teile 
nie vernam ... . dem sage ich wie diu teile ergät. — Als 
bezeichnend für die Stellung des Dichters gegenüber seinen 
Zuhörern sei schliesslich noch die Stelle erwähnt, wo er sie 
um Theilnahme für das Schicksal der todten Blancheflür bittet: 
es ist dies das einzige Beispiel einer solchen Aufforderung, 
das sich bei Gottfried findet: 1772 ff. ir jämer unde ir un- 
gemach beklage ein ieclich saelic man: und swer von wibe ie 
muot gewan oder iemer wil gewinnen der trahte in sinen 
sinnen, WIE... ..- 

Nahe verwandt mit den Anreden an die Zuhörer und 
schon im Vorhergehenden berührt sind die Fragen, die der 
Dichter seinen Zuhörern in den Mund legt, ein bequemes 
und wirksames Mittel, die Erzählung zu beleben und Span- 
nung zu erwecken. Zunächst die indirekte Frage. In ihrer 
Anwendung beobachten wir zwischen Gottfried und seinen 
Vorläufern im höfischen Epos dasselbe Verhältniss wie bei 
der Anrede. Veldecke freilich, der diese mehr bevorzugt 
als irgend ein andrer, wendet die Frage gar nicht an, wohl 
aber Eilhart, dessen lebhafter Natur sie besonders zuzusagen 
scheint. Bei Hartmann findet sie sich im Erec 4 Mal: 5386; 
6554; 8775; 8946; in seinen späteren Werken gar nicht. 
Bei Wolfram ist sie, wie die Anrede, zur Manier geworden. 
Anders Gottfried: er verschmäht sie zwar nicht ganz, wendet 


==; 99: 


sie aber doch nur höchst sparsam an. Hier die wenigen 
Stellen: 
1712 ff. dö diu vil schoene vernam 


diu klagebaeren maere, 
wie dö ir herzen waere? 


5858 ff. ob ir klage iht kleine 
und ir herzeswaere 
näch ir trütherren waere? 


5946 ff.  waz aber des zinses waere, 
den man ze Irlanden sande 
von ietwederem lande? 


- Auch direkte Fragen werden von den Zuhörern auf- 
geworfen: 5082 ff. sö helfe iu got, nu sprechet an... . 87 
lät hoeren, welher hande leit hät er bi dirre linge? Hier soll 
ein scheinbarer Widerspruch erklärt werden. Ebenso 17768, 
„war umbe, herre, und umbe waz truoc er ir inneclichen muot ?“ 
dar umbe ez hiute maneger tuot..... 5546 nu wie geviengen 
gir dince an? daz sage ich iu; 6054 wie wart er aber 
enpfangen? daz ist iu lihte geseit. Nicht immer ist es an- 


gedeutet, ob der Dichter sich selbst oder ein Zuhörer ihn 


mit einer Frage unterbricht. So 172 f., wo durch die so- 
genannte revocatio eine schöne Steigerung des Gedankens 


‚bewirkt wird: ez ist in sere guot gelesen. guot? jä, innec- 


liche quot. Aebnlich 1726 fl. ja, got herre, wie kom daz, 
daz dä nicht wart geweinet? dä was ir herze ersteinet, 
1733 f. geklagete s’aber ir herren iht mit klageworten? nein, 
si niht. 2480 fi. nu wie gewarp dö Tristan? Tristan der 
ellende? ja, dä saz er unde weinde aldä. 

Endlich begegnen bei Gottfried auch Vebergänge in 
Frageform häufiger als sie sonst bei den mittelhochdeutschen 
Erzählern üblich sind. So 1692 ff. daz ich nu vil von un- 
gehabe und von ir jämer sagete, waz iegelicher klagete, waz 
solte daz? ez waere unnöt. Aehnlich 7201 ff. tribe ich nu 
michel maere von ir aller swaere und von ir klage, waz hülfe 
daz? uns waere nihtes deste baz. 7939 ff. wird die versteckte 
Polemik gegen Wolfram ähnlich eingeleitet; ob ich iu nü vil 
seite und lange rede vür leite.... waz hulfe ez und was 
solte daz? Mit einer Frage hebt auch die bekannte für Gott- 


_ fried so charakteristische Stelle an, wo er die Beschreibung 


= 40. — 


der Vorbereitungen zu Tristans Schwertleite mit Hindeutung 
auf das häufige Vorkommen derartiger Schilderungen von 
ritterlicher werdekeit bei andern Dichtern ablehnt: 4589 ff. 
wie gevähe ich nü min sprechen an, daz ich den werden 
houbetman ....... ? ine weiz waz ich dä von gesage daz 
iu geliche und iu behage und schöne an disem maere ste. Mehr 
formelhaft ist die Frage an ff. Stellen: 5215 waz sol der 
rede nu mere? 5871 waz lenge ich nu m£& hier an? 16335 
waz ist der rede nu mere? — Auch 5225 ff. gehört hierher? 
wie dö? wie ist mir sus geschehen? ich hän mich selben über- 
sehen: wä sint nu mine sinne? Mit liebenswürdiger Schalk- 
haftigkeit schilt der Dichter sich aus wegen seiner Vergess- 
lichkeit der guten Floraete gegenüber. 

In all diesem äussert sich das Verlangen des Dichters, 
aus der Rolle des blos berichtenden Erzählers herauszutreten 
und zu seinem Publikum ein Verhältniss herzustellen, das ihm 
Gelegenheit giebt, persönlichem Empfinden Ausdruck zu geben. 
Nicht nur in den Formen der Anrede und Frage tritt dieser 
subjektive Zug hervor. Fast auf jeder Seite seines Gedichtes 
tritt uns der Dichter in Person entgegen, und nicht nur, um 
seinem Herzen in Reflexionen Luft zu machen, sondern auch 
bei viel geringfügigerem Anlass. Charakteristisch ist das 
überaus häufig begegnende „sch meine“; er liebt es, einem 
erzählten Faktum eine nähere Erklärung, oft parenthetisch, 
beizufügen, indem er sie mit sch meine u. dergl. an den Haupt- 
satz anknüpft. Oft tritt hierbei zugleich das Spielende und 
Tändelnde der Gottfried’schen Darstellungsweise aufs deut- 
lichste hervor. Folgende Beispiele mögen genügen: 


2969 f. den herzeric er dö gevienc 
(ich meine, an dem daz herze hienc). 

4782 ff. von der (nahtegal) denk ich vil unde genuoe, 
(ich meine ab von ir doenen, 
den süezen, den schoenen). 

17515 ff. diu verre gelegenheit 
diu was im liep unde leit: 
liep meine ich von dem wäne...... 
19 Leit meine ich daz er sich ’z versach. 


Ebenso 4805 ff.; 4989 f.; 5253; 5699 f.; 6031 f.; 
8636 f.; 9140 f.; 10949 £.; 13035 f&; 17101 ff. Hierher 


u dl, Ze 


gehört auch das ironische ine weiz wa si’z dä wiste 8610, 
bei der rationalistischen Abweisung des märchenhaften Zuges 
von der Schwalbe und dem Goldhaar. 

Auch die Formeln der Betheuerung, Versicherung der 
Wahrheit des Erzählten etc. mögen hier erwähnt werden, da 
auch sie, bei der weitgehenden Anwendung, die unser Dichter 
von ihnen macht, etwas Subjektives, Persönliches, in seine 
Darstellung bringen. Alle Dichter unseres Mittelalters sahen 
in ihnen ein bequemes Mittel, den Vers zu füllen oder sich 
aus der Reimnoth zu helfen, doch keiner, Heinrich von 
Veldecke vielleicht ausgenommen, hat so reichlichen Gebrauch 
von ihnen gemacht wie Gottfried. Auch sie legen, soweit 
sie eben nicht rein metrischem Bedürfniss ihr Dasein ver- 
danken, von der theilnahmevollen Wärme Zeugniss ab, mit 
‚der Gottfried, unbeschadet seiner spielenden Darstellungs- 
manier, seinem Stoffe gegenübersteht. Natürlich interessieren 
uns hier nur solche Betheuerungslormeln, die der Dichter, 
wo er selbst spricht, anwendet, nicht solche, die er seinen 
Personen in den Mund legt. Doch sollen auch die letzteren 
in Klammer hinzugesetzt werden, um über den Gebrauch 
im allgemeinen einen Ueberblick zu gewinnen. Es findet 
sich Folgendes: 

weiz got! 276, 3796; 4929; 4998; 5088; (5164); 
5674; 5847; 6251; 6818, 10073; (10443; 13974; 14774; 
14778; 15988); 17832; 17936; 18010; (18558; 18593;) 
19362; (19536). In den meisten Fällen ist es ein allgemeiner 
Gedanke, der durch weiz got bekräftigend eingeleitet wird. 

got weiz (6433; 11634). daz weiz got wol (14784; 14906). 

daz wizze got (1019, 14867). 

durh got (1006; 6143). 

sem mir got (1055; 2439); sem mir got der quote (10080), 
der riche 5434; sem mir got und min selbes lip (8520). 

sö helfe iu g90t: 4656; 5082; (13736). 


t Im „Sendschreiben an Lachmann“ p. 66 weisst J. Grimm neben 
andern Uebereinstimmungen im Sprachgebrauch Heinrichs des Gleissners 
mit dem seines grösseren Landsmannes Gottfried auch auf das bei 
beiden häufige Vorkommen von weiz got hin, „während der grosse 
Haufe der übrigen Dichter gotweiz vorzieht,“ 


=. 49: 


sö dir got (8398; 9922). 
durch gotes willen (10159; 10722). 

wizze Krist (10444; 13445). 

ich weiz ez wärez alse den töt: 119; 5837 (: nöt); ; (9432; 
10492; 19147; [:Isöt]); ich weiz ez alse minen töt: 12) 

ich weiz ez wärez alse den tac: 6646. 

ich weiz wol 5238; 5246; 6519; 7377; (11619); 12362, 
17895; ich weiz ez wol 11200; daz weiz ich wol 17270. . 

entriuwen daz. verweiz ich wol 5861. 

benamen dä bin ich sicher an 13041. 

ich enhän dä keinen zwivel an 5270. 

deiswär, ich weiz wol daz geschach 4101. 

deiswär: 4859; 4926; 5518; 6099; 6160); deiswär wan 
daz hän ich gelesen 17900. 

diu rede ist äne lougen 11244; daz ist unlougen (13985) 
äne lougen 12354. 

zewäre: (1008; 1628; 3027; 3137; 3670); 4029; (4127; 
4298); 5053; (6292; 6419; 6820; 6941; 7453); 7935; (8187; 
8557; 8565; 9357; 9563; 9857; 9869; 9897; 10017;.10083; 
10205; 10858; 10053; 11057; 11290; 11338; 13952; 13978; 
14003; 14536, 14745; 15026; 16239; 16264; 17760;.18103; 
(18666); 16372. 

entriuwen: (1037); 5254; (5416; 5448; 6827. 7) 1502; 
(8204; 8791; 9387; 9479; 9608; 9828; 9844 ; 10298; 10361; 
10519; 10650; 12018; 12235; 12910); 13018; (13222; 13225; 
14532; 14829; 14848; "15482; 15949; 15958; 16243; 17534 f. ); 
17882; 18229; 19255; 19284. 

behamen: 143; 1812; 4702; (6175; 6785; 6808); 7 7313; 
(7482; 1793; 8197; 8789; 8806; :9107; 9234; 9638;. 10459; 
11967; 14277; 14707; 15954; 16312); 17855; 181145 (18265; 
-18667); 19070. | nn 


ai "IV; 
GLEICHNISS, BILD UND METAPHER. 


\ Den Unterschied zwischen Vergleich und Metapher hat 
K. Knorr in seinen Untersuchungen über Ulrich von Lichten- 
stein (QF. XIX, p. 72 ff) treffend charakterisirt und ihren 

verschiedenen Ursprungsort in der schaffenden Dichterphan- 


er 4: 


tasie aufzudecken sich bemüht. Indem ich mich seinen Aus- 
führungen im Ganzen anschliesse, halte ich es, nicht nur im 
Interesse übersichtlicherer Darstellung, für geboten, die aus- 
geführten Gleichnisse und die an Zahl weit beträchtlicheren 
einfachen Vergleiche von dem blos metaphorischen Ausdruck 
nicht zu trennen. Freilich wäre eine solche Trennung nicht 
willkührlich, sondern im Wesen aller Poesie begründet. Die 
Vergleichung ist Anfang und Keim aller poetischen Auffassung, 
in ihr befriedigt sich der auf Versinnlichung und Veranschau- 
lichung der Vorstellungen gerichtete Gestaltungstrieb des 
Dichters am leichtesten und natürlichsten. Die Metapher 
ist der Entstehung nach zwar das primäre, in dem Sinne, in 
dem Jean Paul die Sprache einen Schatz verblichener Me- 
taphern genannt hat. Doch diese Metaphern sind poetisch 
meist indifferent und werthlos. Wahre Poesie setzt die Prosa 
voraus. Die Thätigkeit des sprachbildenden Urmenschen, 
dem Natur und Geist nach ungeschieden sind, ist keine Poesie; 
diese beginnt erst mit dem zwischengeschobenen „wie“. Der 
Metapher muss, wenn sie poetisch werthvoll sein soll, ein 
Vergleich zu Grunde liegen; womit natürlich nicht geläugnet 
werden soll, dass auch der echte Dichter sich der in- der 
Sprache bereike ausgeprägten Metaphern mit grösster Wirkung 
bedienen kann und bedient. ® 
Vergleich und metaphorischer Ausdruck sind, wie aller 
Poesie, so auch unserer höfischen Kunstepik des Mittelalters 
wesentliche Mittel veranschaulichender Darstellung. Doch 
auch von ihnen gilt, was Jean Paul einmal von den Bei- 
wörtern, den „rechten, sinnlichen“ bemerkt; auch sie sind 
„Gaben des Genius“ und nur in dessen Geisterstunden fällt 
auch ihre Säe- und Blüthezeit. Und bei aller Anerkennung 
der dichterischen Begabung seiner Kunstgenossen und nament- 
lich Gottfrieds müssen wir doch eingestehen, dass unter allen 
unsern Dichtern des Mittelalters nur Wolfram ein schaffen- 
der Genius im Sinne jenes Jean Paul’schen Wortes genannt 
werden kann. : Während alle übrigen sich, was bildlichen 
Schmuck der Rede betrifft, meist nur im Kreise naheliegen- 
der, traditionell gewordener Vorstellungen bewegen, zeigt sich 
nur Wolframs origineller- Geist auch hier von - eigenartig 


in A ee 


schöpferischer Kraft, nur seine reiche, mächtige Phantasie 
bringt in einem Wurf — und dies ist das Wesen eigent- 
licher, höchster Dichtung — den Gedanken und sein Bild, 
die Vorstellung und ihre sinnliche Veranschaulichung hervor. 
Dies ist es, was ihn nicht nur hoch über die Dichter seiner 
Zeit erhebt, sondern ihn den höchsten dichterischen Genien 
aller Zeiten an die Seite stellt. 

Gleichwohl, wenn irgend einer seiner Dichtergenossen, 
so muss Gottfried nach ihm genannt werden, wobei freilich 
nicht verschwiegen werden darf, dass auch zwischen ihnen 
ein spezifischer, nicht nur gradueller Unterschied waltet. 
Gottfrieds Vorzüge liegen auf einem andern Gebiete als dem 
der Herrschaft der Phantasie unterstellten; was ihn zum 
grossen Dichter macht, ist die Durchdringung und Belebung 
seines Stoffes mit idealem Gehalt, die ilıres Zieles wohl be- 
wusste Absicht, mit der er ihn erfasst und zum Gefäss des 
eignen Geistes- und Gemüthsinhalts macht. Auch ihm ge- 
lingt zwar manches glückliche, abseits vom hergebrachten Vor- 
stellungskreise liegende Bild, doch immer ist es die Ver- 
bindung von Reflexion und bewusst künstlerischer Absicht, 
nicht spontan schaffende Phantasie, der es sein Dasein zu 
verdanken scheint. Auch scheut er sich nicht vor der An- 
wendung recht abgegriffener Vergleiche, die ein Dichter von 
Gottfrieds Geschmack sicher vermieden hätte, wenn ihm, wie 
Wolfram, aus eignem Phantasiereichthum zu schöpfen ver- 
gönnt gewesen wäre. 

Es ist für die Erkenntniss jeder dichterischen Indivi- 
dualität interessant, zu beobachten, aus welchen Interessen- 
und Vorstellungskreisen sie ihre Bilder entnimmt. Die Gegen- 
stände, die er mit Vorliebe zur Vergleichung heranzieht, 
müssen im äusseren und inneren Leben eines Dichters eine 
hervorragende Rolle gespielt haben. Auch das Fehlende ist 
nach dieser Richtung von Interesse. 8o ist es für Gottfried 
in hohem Grade charakteristisch, dass bei ihm Bilder aus dem 
ritterlichen Leben, Kampf, Turnier u. dergl. äusserst selten 
begegnen, während doch Wolframs Sprache so überschwäng- 
lich reich an ihnen ist. Diese Seite des Lebens musste Gott- 
fried, dem Bürgerlichen, naturgemäss ferner liegen und, wenn 


a. AH 


auch aus der Anschauung bekannt, doch weniger vertraut 
sein. Mag doch auch die Ablehnung der Schilderung ritter- 
licher Zweikämpfe nicht nur in seiner prinzipiellen Abneigung 
gegen Wiederholung von oft Dagewesenem, sondern vielleicht 
zu eben so grossem Theile in seiner mangelnden Kenntniss 
derartiger Dinge ihren Grund haben. Seine Lebensstellung, 
der schildes amt nicht zukam, brachte eben eine solche Ent- 
haltsamkeit und, verbunden mit seiner geistigen Ueberlegen- 
heit und Bildung, eine gewisse ironische Auffassung solcher 
Dinge mit sich. Wo es sich um wirklichen Krieg handelt, 
unterlässt er es nicht, uns genau mit dem strategischen Detail, 
den Bewegungen der Truppenmassen u. s. w. bekannt zu 
machen; derartiges mochte ihm wohl nicht nur aus gelehrter 
Beschäftigung, sondern vielleicht auch aus eigner Anschauung 
bekannt sein. — Auch dass er die genaue Beschreibung der 
Zerlegung des erjagten Hirsches in ganzer Ausführlichkeit 
seiner Quelle entlehnte, mag auf eigene Freude am Jagdver- 
gnügen zurückzuführen sein, dafür spricht die häufige Ver- 
wendung von bildlichen Ausdrücken, die demselben Gebiete 
entlehnt sind. Von Vergleichen und Metaphern, welche an 
andere, meist nahe liegende Verhältnisse des menschlichen 
Lebens anknüpfen, seien besonders erwähnt die auf Spiel, 
Kunst und Schifffahrt bezüglichen, denen sich noch manches 
andere anreiht. Vornehmlich jedoch ist es die Natur, das 
Leben der Pflanzen und Thiere, sowie vor Allem der gestirnte 
Himmel, die unserm Dichter das Material zu seinen Bildern 
liefern. Sein lebhaftes Naturgefühl und seine Freude an der 
Welt Schönheit und Glanz, an der „Tagansicht“ der Dinge, 
die sich an manchen Stellen seines Gedichtes kundgeben, 
äussern sich auch in diesen der Natur entliehenen Bildern 
unverkennbar. | 

A. Gleichnisse, Vergleiche und Metaphern, die dem 
Naturleben entnommen sind, sei es, dass dadurch seelische 
Vorgänge oder Zustände versinnlicht oder äussere Verhält- 
nisse des Menschenlebens und der Natur veranschaulicht wer- 
den. Entsprechend der psychologisirenden Methode Gottfrieds, 
die sich bei der Schilderung des Gegenständlichen und dem 








2 "AB 


Bericht des äusseren Geschehens nicht lange aufhält, wird 
die grössere Anzahl der ersteren Gattung zufallen. 


I. GESTIRNE. 


Das kurze glänzende Leben Riwalins stellt sich der Dichter 
unter dem Bilde des Sonnenlaufes vor: di morgenlichiu 
sunne siner werltwunne, dö diu von Erste spiln began, dö 
viel sin gaeher äbent an, der ime vor was verborgen, und laschte 
im sinen morgen (311 ff); iuwer fröude und iuwer wunre, 
diu stiget als diu sunne! (1613 f); ähnlich auch 303 dö 
sin leben ze lebene vienc, üf alse der tagesterre gienc und 
lachende in die werlde sach...; vergl. auch 5835. 

Oft wird Isolde mit den leuchtenden Gestirnen ver- 
glichen; so in der begeisterten Schilderung, die Tristan bei 
seiner Rückkehr am Hofe Markes von ihr entwirft: 8277 
ff. ichne geloube niemer me, daz sunne von Mycene ge; 
ganzlichiu schoene ertagete nie ze Kriechenlant, si taget 
hie und gleich darauf 8284 ff. wie diu niuwe sunne näch ir 
morgenröte,.Isöt. näch Isöte, dä her von Develine in elliu 
herze schine. Und ebenso will Tristan das Schiff führen 
(8575 ff.) hin wider ze Develine gein der sunnen schine, 
der manegem herzen fröude birt. Werner 7295 f. diu wise Isöt, 
diu schoene Isöt, diu liuchtet alse der morygenröt; 
9460 ff. Isöt diu liehte sunne und ouch ir muoter Isöt 
der fröliche morgenröt, diu stolze Brangaene daz schoene 
volmaene. 10165 f. nennt Tristan sie: diu sunne, din 
von Irlant gät, diu manic herze erfröuwet hät. Das Bild von 
Morgenroth und Sonne wiederholt sich 10889 ff noch ausge- 
führter: sus kom diu küniginne Isöt, daz fröliche mor gen- 
röt, und fuorte ir sunnen an ir hant, daz wunder von 
Irlant, die liehten maget Isöte; diu sleich ir morgenröte 
lis unde staetecliche mite .... und 11511 fi. und aber Isöt 
und aber Isöt, diu sunne und ir morgenröt und ouch 
daz volmaene diu schoene Brangaene. Aehnlich heisst es 
von ihr 12569 f. si git der werlde wunne gelich alsam diu 


t Vergl. Walth. 118,28 sö stigent, mir die stune höher danne der 
sunnen schin. Morung. 139,10. 


eu AT: Zu 


sunne. Für Marke ist sie (17559 f.) der österliche tac 
aller siner froüden. Riwalin ist für die Seinigen ein froüde 
berndiu sunne (253), Tristan ist für Marke (13660) der 
leitesterre siner fröuden an Isolde ; 16418 heissen die Augen 
des herzen leitesterne. Von Blancheflur heisst es 1300 f£. 
ir klären ougen wart der tac! trüb unde vinster als diu 
naht. Auch leblose Gegenstände werden mit den Gestirnen 
verglichen: 11138 heisst es von Edelsteinen: dä lühten alse 
sterne van... ., ein Quell wird 11744 durchläter als diu 
sunne genannt und eine Decke heisst 6682 Zieht unde lüter. 
als der tac. | | un 


U. PFLANZENWELT. 


Nur ein ausgeführterer Vergleich: Tristans Bericht von’ 
der schönen Isolde erquickte die Zuhörer wie Maienthau die 
Blüthe (8309 ff.) swer dö da bi dem maere was und ez 'reht 
in sin herze las, dem suozte diu rede den muot reht’ alse 
des meien tou die blwot?. — Isöt heisst 11528 diw 
bluome von Irlant, sie gleicht der Rose 17568 ff, und 
lühte ir varwe unde ir schin als suoze und alse löse als ein 
yemischet röse. 11809 heisst sie diu blüende Isöt. Auch 
Isolde Weisshand wird 18962 diu bluome von den landen 
genannt. | 

Ueberaus häufig wird das Grünen und Blühen der 
Planzen auf Zustände des Menschenlebens übertragen. So 
293 in siner blüenden jugent; 296 sin spilndiu kintheit, 
diu mit ir übermuote in sinem herzen bluote; 2072 in den 
uf blüenden jären.... dö er mit fröuden blüen began, 
dä viel der sorgen rife in an... und darte im siner 
fröuden bluot, 13455 f. Tristandes lop und Ere die bluoten 
aber do möre: 16423 blüende kraft. 

Gern stellt sich Gottfried die Liebe, ihr Entstehen, 
Wachsen und Schwinden unter dem Bilde der verschiedenen 
Phasen des Pflanzenlebens vor: die liebe birt bluomen unde 


ı Vergl. Parz. 400, 6 sin blic waa tac wol bi der naht. 
2 Vergl. lobges. 76,5 f. und süezest in sin unde muot alsam daz 
tou die bluomen tuot. 


air. AB: = 


den wuocher lieplicher dinge (11868); das wachsende Ge- 
fallen, das die Liebenden an einander finden, ist der säme, 
den si hät, von dem si niemer zergät (11873). Und sö der zorn 
an ir zergät, zehant engruonet siniht (13070 f.) Die Liebe 
selbst ist die Blume 18072 ff. der endarf deheine sorge haben, 
daz in der hagen iht ange, sö er näch den bluomen lange; 
daz in der dorn iht steche, so er die rösen breche. Hagen 
und dorn begegnen auch sonst als Bilder für Schlimmes, 
Unerfreuliches: so 17863 ff. giu huote fuoret unde birt, dä 
man si fuorende wirt, niwan den hagen unde den dorn. 
17935 heisst die übele Sitte der Frauen, durch das Verbot 
zum Uebertreten gereizt zu werden, uistel und dorn. Da- 
gegen heisst es vom rechtschaffenen Weibe 18108 ff. wie 
rümet s’alle sine wege vor distele und vor dorne, vor 
allem senedem zorne! Auf sprüchwörtlichen Gebrauch weisst 
die Vergleichung des bösen Nachbars mit Nesselkraut hin 
15051 ff.... deheiner slahte nezzelkrüt nie wart sö bitter 
noch sö sür alsö der süre nähgebür!. — Die Jungfräulichkeit 
wird unter dem Bilde. der Blume vorgestellt 12647 und ir 
den bluomen abe genam und 14768 f. der eine dem dä wart 
der erste rösenbluome von minem mageluome?. — Sonst noch 
einiges: diu zunge diu grwone iemer wünscht Tristan (7797), 
als die Königin ihm Heilung verspricht. Der Dichter selbst 
will (4919 £f.) seine Rede niuwan üf dem klE unde üf liehten 
bluomen gehen lassen. 

Gegenstände der leblosen Welt werden meist der Farbe 
wegen mit Pflanzen verglichen; so wird 11125 Tristans Ge- 
wand reht ebenbrün der gloien blate genannt. Der Marmor 
in der Minnegrotte ist grün alse gras (16719)3 und so soll 
es auch, in der allegorischen Deutung, die siaete sein 
(16977 £.). 


1 Vergl. Walth. 150,47 £. vor gotes ougen sint die ungehoften sam 
nezzelkrüt und scharpfer dorn. 

2 Vergl. Albr. von Halb. XX, 241 Neptune, dem die blüme wart 
con mim magettüme. 

s Vergl. Nib. 388,3 von edelem marmelsteine. grücene alsam 
ein gras. 


— 49 -- 


UI, THIERE. 


Namentlich die gefiederte Thierwelt ist zahlreich im 
Bilde vertreten. 10996 ff. müssen Sperber, Papagei und 
Falke herhalten, um die Schönheit Isolde’s zu veranschau- 
lichen: si was an ir geläze üfreht und offenbaere, gelich dem 
sperwaere, gestreichet alse ein papegän; si liez ir ougen 
umbe gän als der valke üf demaste. Ihr Wuchs ist schlank 
(10900) als sö diu Minne draete ir selben 2z’einem veder- 
spil; auch 11989 heisst sie der Minnen vederspil. — Der 
Falke dient dazu, die Schnelligkeit des anstürmenden Morolt 
anschaulich zu machen: 6857 ff. beidiu ros unde man komen 
Tristanden fliegende an noch bulder danne ein smirlin. Der 
aufstrebende Flug des Vogels ist das tertiuın comparationis 
AT sin wort diu sweiment alse der ar und noch be- 
stimmter an Stellen wie 5242 f. ir herze daz fuor rehte enbor, 
als ez gevidert waere; 16943 f. der höhe muot, der sich üf 
in die wolken twot; 16953 ff. wir, die nidere sin gemuot, der 
muot sich allez nider tuwot und an dem esteriche swebet; 
16964 ff. hie wahsent uns die vedern von, van den der must 
en flücke wirt, fliegende lop näch tugenden birt. Hier 
sei auch das wundervoll ausgeführte Gleichniss vom Lieben- 
den und vom gefäangenen Vogel erwähnt (839—868), an. das 
auch die Stelle 11796 ff. eine Anspielung enthält, wo ge- 
schildert wird, wie Isolde sich vergeblich dagegen wehrt, in den 
lim der gespenstigen Minne zu versinken. — Sehr häufig ist 
schliesslich die Fama, das maere, belebt und als fliegend vorge- 
stellt (vergl. zu Freid. 136,3). So 5481 ff. alsus flouc Morgänes 
töt mit maneger hande klagenöt, als obe er flücke wäre. er 
seite leidiu maere üf die bürge und in daz lant. in dem lande 
flowe zehant niht wan daz eine klagewort; 1292 f. von ir 
flouc ein maere in allen den bilanden ; 18837 f. dannoch 
vor naht dö wart der schal in dem lande fliegende über 
al. Wie 11003 die mit Falkenaugen verglichenen Blicke 
Isöts auf cie Weide gehen (ze linde noch ze vaste haeten si 
beide ir weide. sie weideten beide), so auch sonst noch: 
16758 ff. ouge unde öre haeten da weid unde wunne beide: 


daz ouge sine weide, daz öre sine wunne. 
Strassb. Studien, 4 


= 80%. 2 


Auf Einfluss antiker Poesie scheint hinzuweisen der 
Vergleich 18894 f. si riten houwende under in als eber 
under schäfen.! Sprüchwörtlich klingt 15097 fi. wan swä 
die hüsgenöze sint geantlützet alse der tüben kint und alse 
des slangen kint gezagel, da... ., desgleichen 10378 ff. 
wir haben ze blintliche erzogen den slangen vür dienahte- 
galen, dem rappen kernen vür gemalen, der der tüben solite 
sin und 15092 ff. uns gänt zwen’ eiterslangen in tüben 
bilde, in süezem site, smeichende alle stunde mite. 


IV. ANDERE DER NATUR ENTLEHNTE BILDER. 


Recht häufig begegnet die bei allen höfischen Dichtern 
übliche Verwendung edlen Gesteins, besonders des Goldes, 
zur Bezeichnung menschlicher Schönheit und anderer Voll- 
kommenheit. So von Isolde 8265 diw lütere, diu liehte Isolt, 
diu ist lüter alse aräbesch golt und 13139 £. bele Isolt, 
schoen’ und schoener danne golt. Die Farbe ihres Haares 
gleicht so der ihres Diadems, dass man ohne die Edelsteine 
an demselben beide von einander nicht hätte unterscheiden 
‚können (10982 fi). — Der Dichter hofft, dass der trahen 
vom Helikon ihm die sinne bereiten möge als golt von. 
Aräbe 4893 f. und weiter heisst es, dass von dorther diu 
wort entspringent diu — die rede durchliuchtec machent als 
einerwelte gimme. Und 4627 rühmt er Hartmanns kristal- 
liniu wortelin. Die Klarheit und Durchsichtigkeit des Glases 
auch sonst tertium comparationis; so 11729 f. vetweder dem 
andern was durchlüter alse ein spigelglas. Die staete soll 
sein (16980) glat undelüter alse glas; ähnlich 16987 f. Tristans 
Schild ist (6616) mit lütere gezieret reht alse ein niuwe spigelglas. 
In metaphorischer Anwendung findet sich spigelglas 1905, wo 
es von Florste heisst: diu wibes ere ein spigelglas und rehter 
güete ein gimme was. 11008 an die Augen diu zwei 
spigelglas. 

Ott wird die Liebe unter dem Bilde des Feuers gedacht, 
eine ıe Metapher, die Gottfried lateinischer Poesie, vornehmlich 


1 Vergl. W. Wh. 418,17 er vaht als ein eber. Albr. von Halb. 
XIII, 141 da vaht er unde die sin alse wildecberswin. Nib. 1883,38 f. 
dö gie er vor den vinden alsam ein eberswin ze walde tuot vor hunden. 


a 


dem Ovid, der sie häufig anwendet, abgelauscht haben mag. 
Darauf deutet schon der den Remedia amoris 441 ff. entlehnte 
Vergleich vom zertheilten Brande 19447 dehein fiur hät ouch 
sö gröze kraft u.s. w. So begegnet (1115) der minnen fiur. 
Die Liebe wird entzündet: 19115 biz daz si’n ouch enzunde; 
19249 liz daz sin aber enzunde; 19348 ff. sö er die maget 
Isöte ..... ie mere und mere enzunde; 19049 ff. diu (Isöt) 
fiuwerniuwete me den muot mit der glimmenden gluot, 
din ime doch naht unde tac betrochen in dem herzen lac; 
13043 ff. wan diz daz ist der Minnen site, hie enzündet si 
geljeben mite, hie mite sö fiuret si den nıuot. Und ebenso 
e:lischt die Liebe: 17525 mun leschet minne wol dermite 
(mit übelichen dingen); 18037 man leschet gelangen. Auch 
sonst braucht Gottfried gern das Bild vom Erlöschen: 36 er 
(nit) leschet kunst unde sin; 4833 ff. dem man der niht 
wol reden kan, kumt dem ein redericher man, im erlischet 
in dem munde daz selbe, daz er kunde; 8298 f. mit ir enist 
kein ander wip erleschet noch geswachet; 12354 ff. der 
(blic) leschet äne longen hundert tüsent smerzen,; 16398 ff. 
man seite daz si niemer me (diu schelle) erleschte noch 
zestörte...... deheines herzen swaere. 

Hier mag auch das gleichfalls der oben citierten Ovid- 
stelle entlehnte Gleichniss vom Rhein erwähnt werden, der 
durch Ableitung und Theilung klein gemacht werden könne. 
19436 ff. ich hän doch dicke daz gelesen und weiz wol, daz 
ein trütschaft benimet der anderen ir kraft. des Rines flieze 
und sin flöz u. 8. w. 

Der Allegorie kommt nahe die ausgeführte Metapher 
4869 ff. Apolle und die Camenen, der ören niun Sirenen!.... 
die gebent ir sinne brunnen u. s. w. und ähnlich heisst es 
4897, dass vom Helikon diu wort entspringent. Aehnlich 


! Ich weiss nicht, wesshalb die übertragene Bedeutung, die er 
ganz richtig annimmt, Bechstein nicht befriedigt. Offenbar ist hier an 
dieselbe merkwürdige Vorstellung des Dichters von den Sirenen zu 
denken, die V. 8091 ff. deutlicher ausgesprochen ist. Wie die Sirenen 
der Schiffe mit dem agesfeine, so locken die Cam&nen mit ihrem Ge- 
sanze das Ohr an. 

4* 


u. EI 


auch 11201 fl. üz maneges mannes munde lobebrunnen 
vil begunde üf wallen und enspringen. 

Schliesslich sei hier noch der Vergleich 17848 ff. er- 
wähnt: diu bercswaere bürde! der verwäzenen huote diu lac 
in in ir muote swaer als ein blüner berc. 

B. Gleichnisse, Vergleiche und Metaphern, die den Kreisen 
des menschlichen Lebens und menschlicher Thätigkeit ent- 
lehnt sind. Schon oben wurde erwähnt, dass Gottfried nur 
wenige seiner Bilder der Sphäre ausschliesslich ritterlich- 
höfischer Interessen entlehnt. Sehr selten begegnen in ihnen 
Anspielungen auf Kampf und Streit und wenn je, so braucht 
man dabei nie an spezifisch ritterliches Treiben zu denken. 
Nur weniges der Art wüsste ich herauszuheben. 4776 ft. 
will der Dichter der Schaar, dem gesinde der Nachtigallen 
eine Anführerin geben und fragt: welhiu sol ir baniere tragen 
und ebenso 4794 ff. wer leitet nu die lieben schar, wer wiset 
diz gesinde? ich waene ich si wol vinde, diu die baniere 
vüeren sol. Eine ähnliche Anschauung liegt den Worten 
zu Grunde, mit denen Marke seinen Neffen auffordert, sich 
seiner Schätze mit Vertrauen zu bedienen 4482 ff. gespren- 
gest du mir rehte vor mit rilichem muote u. s. w. Erinnert 
- sei hier auch an die schon oben besprochene Manier, zwei 
entgegengesetzte Empfindungen und Motive unter dem Bilde 
des Kampfes zu denken (z. B. 11753; 11840; auch 18546; 
10982 u. 6.) | 

Um so häufiger sind Bilder und Metaphern aus dem 
Jagdleben, dem der Dichter, wie es scheint, mit grosser Vor- 
liebe zugethan war. Besonders dem Vogelfang scheint er 
lebhaftes Interesse zugewandt zu haben. Die Gewalt der 
Liebe wird oft durch das Bild von Netzen und Stricken, 
mit denen sie fesselt, versinnlicht. So schwankt 836 ff. Ri- 
walin so lange in Liebesgedanken hin und her, unz er sich 
alse gar verwar in den stricken siner trahte daz er dannen 
niene mahte. Welche Vorstellung dieser Metapher zu Grunde 
liegt, zeigt deutlich das dann folgende, mit grosser Anschau- 


1 Vergl. Hartm. büchl. II, 162 f. daz ist ein bercswaerer 
last leides minem libe. 





nei I 


lichkeit ausgeführte Gleichniss vom gefangenen Vogel. Aehn- 
lich heisst es von Tristan 11756 ff. der vergangene man ver- 
suochte ez in dem stricke ofte unde dicke. Dasselbe Bild 
wird mehrmals angewandt für das Intriguenspiel zwischen 
Marke und Isolde: so 13683 ff. er rihte unde leite mit einer 
kündekeite einen stric der küniginne und vienc si ouch dar 
inne und 13865 ff. den stric, den er ir rihte und üf ir 
schaden tihte, da vie diu küniginne den künec ir herren inne. 
Und 14033 ff. er leite ir aber mit fräge sinen stric und 
sine läge unde betrouc si ouch dar in. Mit demselben Bilde 
wird 11934 ff. die erste Annäherung der beiden Liebenden. 
geschildert: der minnen wildenaere leiten ein ander dicke 
ir netze unde ir stricke, ir worte unde ir läge mit ant- 
würte und mit fräge (man beachte das vorsoov noorsgov). 
Dem Waidwerk sind ferner entlehnt Wendungen wie 9433 
wir sin zer rehten verte komen; 10122 und kom reht üf des 
namen sper; 13807 birsene üf die wärheit; 13490 f. der 
stal sich tougenliche dan an sine strichweide. Tristan heisst 
14376 Markes weidegeselle und gleich darauf heisst es 
von ihm: der sieche weidenaere wolt ouch an sine weide. 
Die Königin wirft dem Truchsessen vor 9883 f. ir habet allen 
ungereht an iuwer seil gevazzet. Erwähnt sei auch das 
bekannte Bild vom Hasen, mit dem Gottfried tadelnd die 
springende Darstellungsmanier Wolframs, mit Beziehung auf 
dessen Parzivalprolog (1,19 f.), charakterisiert: 4636 ff. swer 
nü des hasen geselle si und üf der wortheide höchsprünge 
und witweide mit bickelworten welle sin u. s. w.; endlich die 
Anwendung von bejagen in übertragenem Sinne 11270 f. 
an disem lantschalle ist lützel eren bejaget; 4878 und 
mag ouch ich den (trahen) dä bejagen; auch 12977 dä 
was amie unde amis alle zit und alle wis in der minnen 
bejage.. | 

Verhältnissmässig häufig finden sich ferner Bilder, die 
dem Spiele und anderer geselliger Unterhaltung entlebnt sind. 
Blancheflur hört den ritterlichen Preis Riwalins mit lobe in 
ballen wis umbe triben unde tragen (1028) und ebenso 
heisst es 11366 vom Truchsessen: si triben in mit spotte umbe 








u. 5 Ze 


und umbe als einen bal.! Und vorher 11364: der arme 
truhsaeze was ir gige und ir rotte.? 9892 f. nennt der 
Truchsess die Königin und die Frauen überhaupt daz irre- 
sameste spil daz iemen üf dem brette kan und die Königin 
replizirt in derselben Weise (9920) diz ist doch unser frouwen 
spil und räth ihm (9927 f.) welle daz dich welle: daz spil 
hät guot gevelle. Dasselbe Bild wiederholt sich mit Be- 
ziehung hierauf 11061 ff. und 11360 f. Aufs Bettspiel scheint 
sich auch zu beziehen 13871 f. d@ frumte in beiden samet, daz 
list wider list gesetzet ist. Hierher gehört auch 15176 f. nu 
stät mir disiu wäge ze einem höhen wette und 15193 f. er 
spranc hin an daz beite und verlös ouch an dem wette. Den 
Gedanken, dass auch er die Minnegrotte aufgesucht, drückt 
der Dichter bildlich aus (17118 f.) ich hän den reien ge- 
treten dicke dar und ofte dan. Sprüchwörtlich klingt 8415 f. 
wellest aber von boeser diet ungehazzet sin, sö sing ir liet. 

Bilder vom Anfertigen der Kleider begegnen, wie in 
der ganzen übrigen höfischen Poesie, so auch bei Gottfried. 
Vornehmlich liebt er es, die Eigenschaften von rede und 
worten, ihre Schönheit und Zierlichkeit, dadurch zu veran- 
schaulichen. So rühmt er 4045 von Rüal: sin rede diu was 
vil wol besniten; ebenso fragt der König 3273 f. in Bezug 
auf Tristan: wer ist diz kint, des wort sö wol besniten sint 
und von Heinrich von Veldecke rühmt der Dichter 4727 
wie schöne er sinen sinbesneit. Aebnlich von Blickker von 
Steinach 4691 ff. diu sinin wort sint lussam, si worhten 
frouwen an der ram von golde und ouch von siden, man 
möhte s’undersniden mit kriecheschen borten. er hät den 
wunsch von worten. sinen sin den reinen, ich waene daz in 


1 Vergl. Winsbeckin, 8, 4 welch wip die ougen Üüf, ze tal und über 
treit als einen bal. Walt. 79,33 wer mir ist slipfic als ein is und 
mich Üüf hebt in ballen wis. W. Wh. 187,28 dä waere ein unge- 
Sriunt gebür vil lihte in dem schalle gedigen zeinem balle von hurte 
her unde dar. Morung. M. S. F. 181,23 f. und in doch als einen bal mit 
ir boesen worten umbeslänt. — Von zw. Kaufl. 1,54; Engelh. 780, vergl. 
dazu die Anmerkung. 

2 Vergl. Parz. 143,35 f. bitet hüeten sin vor spotte: ern ist gige 
noch diu rotte. 








u Gh ge 


feinen ze wundere haben gespunnen. Von Tristans und 
Isoldens andeutungsvollen Gesprächen heisst es 12996 ff. diu 
(offenlichiu maere) begunden s’under stunden mit klebeworten 
underweben; man sach dick ’in ir maeren kleben der minnen 
werc von worten alsö golt in dem borten. Melöt hat (14528) 
mit välschlicher klage und mit vil arger äkust wol under- 
stözen sine brust. 

Gern entlehnt Gottfried den Beschäftigungen des Land- 
lebens bildliche Wendungen. So preisst er Heinrich von Vel- 
decke mit dem oft citierten Bilde (4736 ff.): er impete daz 
erste ris in tiutescher zungen: dä von sit este ersprungen, 
von den die bluomen kämen ... Auf den Ackerbau bezieht 
sich die ganze Stelle 12232 ff., wo von der echten und falschen 
Liebe die Rede ist: wir saejen bilsensämen dar und 
wellen danne daz uns der liljen unde rösen ber. entriuwen des 
mac niht gewesen: wir müezen daz her wider lesen, daz dä 
vor gewerket wirt, und nemen, das uns der säme birt. wir 
müezen sniden unde maen daz selbe, daz wir dar gesaen. 
wir büwen die minne u. 8. w. Auch sonst begegnet büwen 
in übertragener Bedeutung: 16490 f. ebüweten den arcwän 
mit manegem süezen blicke. Noch einige andere Metaphern 
finden hier am passendsten ihre Stelle. Wenn man von Tristan 
und Isolde liest, deist aller edelen herzen bröt u. s. w. 
(233 ff.). Von der moräliteit heisst es 8018 ff. sie ist edelen 
herzen allen ze einer ammen gegeben, daz stir lipnar und 
ir leben suochen in ir lere. 4108 wird Tristan Rüals wirt- 
schaft genannt und eine ähnliche Vorstellung liegt zu Grunde, 
wenn Marke zu seinem Neffen sagt (4478 f.): du vindest 
tener mere an mir dines willen vollen schrin. Von den 
Liebenden heisst es 12046 f. ietwederz schancte unde iranc 
die süeze, diu von herzen gie und 11600 tröstet Tristan Isolde: 
in fremedem lant Ere unde gemach und scham in vater riche 
diu smackent ungeliche. — 

Nicht selten begegnen ferner Vergleiche und Bilder, 
die an Schifffahrt und dergl. anknüpfen. Rüal wird 1593 
der Eren und der triuwe ein habe genannt. Die Freude der 
guten Floraete über Tristans Ankunft wird hübsch geschildert 
in dem Bilde (5246 f.): ich weiz wol, daz si (wille und wort) 


a 


über bort vil gesellecliche giengen. Der viel umhergeworfene 
Tristan sagt 19516 f. ich bin doch nü vil lange ergeben als 
ungewissen winden. Hierher gehört auch das ausgeführte 
Gleichniss von Isöt und den Sirenen (8089—8115). Wie 
diese die Schiffe, so zieht Isöt die Herzen an sich. Das 
Gleichniss ist durch alle Punkte mit grosser Kunst durch- 
geführt. Dem Hauptgedanken wird eine näher ausgeführte 
Vergleichung des menschlichen Herzens mit dem ankerlosen 
Schiffe eingefügt, dann lenkt der Dichter mit geschickter 
Wendung wieder zum Ausgangspunkt — Isöt und die Sirenen 
— zurück. Aehnlich auch 19358 ff. und aber sines herzen 
kiel begunde in ungedanken fluoten unde wanken.! 

Einige Bilder sind dem Bereiche der Kunst und des 
Kunsthandwerks entlehnt. So 18208 ff. ir arme unde ir 
hende, ir ahsel unde ir brustbein diu wären als5 nähe enein 
getwungen unde geslozzen, und waere ein werc gegozzen 
von Ere und von golde, ez endorfte noch ensolde niemer 
baz gevüeget sin. | 

Ferner 8294 der Isöt "under ougen siht, dem lütert herze 
unde muot, reht als diu gluot dem golde twot und ähn- 
lich 13077 diz liutert liebe alse golt. Isolde erkennt 
Brangaene durch die Prüfung als (12944 f.) in dem tegele 
gebrunt unde geliutert alse ein golt. 4887 ff. bittet der 
Dichter: diu minen wort muoz er (der trahen vom Helikon) 
mir län durh den vil liehten tegel gän der camenischen sinne 
und muo2 mir diu dar inne ze fremedem wunder eiten, dem 


i Das Bild verdankt seinen Ursprung lateinischer Poesie. Vgl. 
Ovid. Met. VIII, 470 ff. 
utque carina 

quam ventus, ventoque rapit contrarius aestus, 

vim geminam sentit paretque incerta duobus: 

Thestias haud aliter dubiis afectibus errat. 
und Carm. bur. p. 125: 37,7 o in quantis 

animus amantis 

variatur vacillantis ! 

ut vaga ratis per aequora 

dum caret ancora 

Sluctwatur inter spem metumque dubia 

sic Veneris militia. ü 


wunsche bereiten als golt von Aräbe. Die minne ist für die 
Liebenden (16901) ir fröuden übergulde und ebenso heisst 
es 17555 der minnen übergulde, diu guldine unschulde.! 
— Auch einiges andre sei hier erwähnt. Bei der Täuschung 
. Markes meint der Dichter (12610 ff.), es se* selten früher 
geschehen, daz ie sö schoene messinc vür guldiniu tagedine 
ze bettegelte würde gegeben. deiswär, ich sazte ez wol min 
leben, daz sit Adämes tagen als edel valsch nie wart ge- 
slagen.? — Melöt wird 14515 f. daz vertäne getwerc, des 
välandes antwerc genannt und die huote 17852 daz vertäne 
antwerc. — Häufig begegnet versigeln und ähnliches in 
übertragener Bedeutung. So 4780 f. diu aller doene houbet- 
ist versigelt in ir zungen truoc. 7815 fl. diu junge 
küniginne, daz wäre insigel der minne, mit dem sin herze 
sider wart versigelt unde vor verspart aller der werlt 
gemeiner niuwan ir al einer; ähnlich 14766 und hiute und 
iemer alle man vor minem herzen sint verspart. 9659 f. 
einer der saeligesten art, diu iemitsper versigelt 
wart. 18359 dirre kus sol ein insigel sin und 18363 nu 
daz diu rede versigelt wart. 17821 f. swaz in dem herzen 
alle zit versigelt unde verslozzen lit. “ 19038 f. swaz 
aber min ouge iemer gesiht daz mit ir namen versigelt ist. 
19135 diu blunde küniginne, der slüzzel siner sinne. 2 Mal 
begegnet eine Anspielung auf die verbreitete Vorstellung 
vom Rade des Glücks. So von Morolt 7165 ff. diu schibe, 
diu sin (Gurmünes) ere truoc, die Mörolt friliche sluoc in den 
bilanden allen, diu was dö nider gevallen und 14473 sagt 
Tristan von sich: swie kumberliche ez aber nu ste, swie küme 
sö min schibe ge. 

Noch einige bildliiche Wendungen seien zum Schluss 
aufgezählt, die mehr oder weniger vereinzelt dastehen. Der 
bekannte metaphorische Gebrauch von kröne (vgl. Iw. 10) 
findet sich 1796 ff. deist aller triuwe ein kröne. mit der selben 
kröne was gekroenet dö, als ich ez las... . Ferner 
18060 f. blüemen unde kroenen mit tägelichen ören. 8124 





1 Vgl. zu Iwein 360. 
* Walth. 82,3 f. ez ist in unsern kurzen tagen näch minne 
valsches vil geslagen. 





ER 2 


heisst es: der ören künecriche. 8130 diu venster der ougen. 
— Die Dichter heissen Färber 4689 noch ist der värwaere 
mer, mit Beziehung auf 4679 ir rede ist niht alsö gevar. 
Aehnlich 4658 sinıu wort ensin vil wol getwagen. Rede 
und Dichtung wird unter dem Bilde einer Strasse gedacht 
4659 sin rede ensi ebene unde sleht, ob iemen schöne und 
üfreht mit ebenen sinnen dar getrabe daz er dar über iht 
besnabe. Und ähnlich 4913 ff., wo der Dichter sein eignes 
Bestreben schön kennzeichnet: ge miner rede als ebene mite. 
daz ich ir an iegelichem trite rüm unde reine ir sträze 
noch anir sträze enläze deheiner slahte stoubelin, ez enmüeze 
dan gescheiden sin und daz si niuwan üf dem klE unde üf 
liehten bluomen ge. — 10961 fl. gevedere schächblicke die 
Hugen dä snedicke schächende dar unde dan. ich waene 
Isöt vil manegen man sin selbes dä beroubete.! 12388 die 
(sich an liebe gestent) sint ir selber diebe. sö si sich 
dan ie mere helent, sö si ie mere in selben stelent. — 15061 ff. 
der (falsche Freund) treit alle stunde daz honec in dem munde, 
daz eiter, dä der angel lit. 2014 f. der (töt) alles tödes 
übergenöz und aller triure ein galle was. — 16503 Marke 
enfunde dar inne (in den Blicken) den balsemeu der Minne. 
17363 ff. diu wilden waltvogelin hiezen si willekommen sin 
vil suoze in ir latine? 

Zum Schluss noch ein paar Vergleiche: 10788 ff. nu 
gebärten si zehant reht alse der töt ist gewesen und von dem 
töde wider genesen (es ist von den Baronen die Rede, welche 
die Nachricht von Tristans Rettung erhalten). Von Tristan 
heisst es, nachdem er den Liebestrunk genossen, 11781 ft. 
dicke besazte er sinen muot, als der gevanygene tuot, swie. 
er möhte entwenken. 


1 Vgl. Ulr. von Guotenbure M. S. F. 71,32 f. mich leit ir süezen 
ougen schäch swaz si wil und 72,2 der ougen blicke mich vil dicke 
miner sinne roubent. 

2 Vgl Dante canz. I. e cantino gli angeli ciascuno in suo.latino 
und Raynouard 5,118 e li auzelet dui a dui en lur lati fan retendir la 
calmeilla. S. Götting. gelehrte Anz. 1833 p. 1590 (J. Grimm Kl. Schr. 
5,165). Dazu die in Wackernagel Gesch. d. dtsch. Lit.? S. 137 Anm. 
beigebrachten Stellen. 





ar 50 
V. 


ANKLÄNGE AN POPULÄRE DICHTUNG. 


Als Gottfried sein Werk begann, hatte der Stil der- 
jenigen Gattung erzählender Poesie, die sich die Unterhaltung 
der höheren Kreise, der höfischen Gesellschaft zur Aufgabe 
setzte und in der treuen Wiederspiegelung der dort herr- 
schenden Lebensideale ihr eigentlichstes und einziges Ziel 
erkannte, bereits seine klassische Form erhalten: Hartmann 
hatte in seinem Iwein den Stil der höfischen, ihre Stoffe der 
Fremde entlehnenden Epik zu einer so hohen Stufe der Rein- 
heit und Eleganz erhoben, hatte ihn so von allen der volks- 
thümlichen Dichtung eigenthümlichen Elementen gesäubert, 
lass das Werk fortan für Alle, deren Dichten kein höheres 
Ziel als jenes oben bezeichnete kannte, höchstes Muster und 
Vorbild wurde und in der That nach dieser Richtung Voll- 
kommneres zu leisten unmöglich war. Nach dieser Richtung. 
Denn noch war es Wolframs gewaltigem Dichtergeiste vor- 
behalten, die Ideale volksthümlicher und höfischer Kunst auf 
einer höheren Stufe zu vereinigen und zu versöhnen und so 
das höchste zu schaffen. was dem deutschen Menschen des 
Mittelalters überhaupt zu erreichen beschieden war. Wie 
steht es nun mit Gottfried? Als er den Tristan dichtete, 
war, wie gesagt, jener Kampf zwischen altnationaler und im- 
portirter Anschauungs- und Dichtungsweise, von dem noch 
das Werk seines Vorgängers in der Bearbeitung dcs Tristan- 
stoffes interessante Spuren aufweist, bereits ausgekämpft, die 
Ströme populärer und höfischer Dichtung flossen bereits in 
getrennten Betten. Mau darf behaupten, dass, wenn nach 
Hartmanns Iwein, d. h. nach der Wende des 13. Jahrhunderts 
ein Dichter, der ausschliesslich die höfische Gesellschaft als 
sein Publikum im Auge hatte, noch Wendungen, Redensarten, 
Wörter gebrauchte, die, dem alteinheimischen Volksgesang 
eigenthümlich, von Hartmann im Iwein vermieden waren, man 
darf, sage ich behaupten, dass dies dann mit bewusster 
stilistischer Absicht, zumeist zum Zwecke gehobener Dar- 
stellung geschah; es waren lumina orationis, die der Dichter 
aufsetzte, um seinen leicht eintönig werdenden Versen ge- 





— 60° — 


legentlich eine grössere Würde, einen höheren Schwung zu 
verleihen. Von Wolfram, dessen Sprache so durchaus durch- 
drungen ist von volksthümlichen Elementen, gilt das natür- 
lich nur in sehr bedingtem Sinn, bei ihm sind sie mehr als 
ein bloss äusserlicher, in bestimmter Absicht angebrachter 
Schmuck, sein ganzes Wesen und Dichten wurzelte eben 
noch tief in den altnationalen Anschauungs- und Kunstformen. 
Ganz anders Gottfried, für den das oben Gesagte im vollsten 
Masse gilt. Selbst ein Bürgerlicher, im Besitze einer zu seiner 
Zeit nicht gewöhnlichen Bildung, hatte er sich Lebensformen 
und Denkweise der vornehmen Gesellschaft, in die er gewiss 
schon früh Zutritt gefunden, angeeignet und wir brauchen 
desshalb nicht klein von seinem Geiste zu denken, um anzu- 
nehmen, dass ihm diese glänzende Welt um so mehr imponirt 
haben mag, als er ihr selbst von Geburt nicht angehörte. 
In dieser Gesellsckaft suchte und fand er auch seine künst- 
lerischen Geschmacksnormen. An der bekannten Stelle seines 
(tedichtes, wo er es von sich ablehnt, seinen Zuhörern mit 
rede, diu niht des hoves si, die Erzählung unschmackhaft zu 
machen (V. 7939 ff.), spricht er sich selbst über seine Kunst- 
prinzipien deutlich genug aus und vollends jene Verse, in 
denen er über die vorangegangenen und zeitgenössischen 
Dichter kritische Umschau hält, lassen keinen Zweifel darüber, 
welchen Vorbildern er nachstrebtee Während er gegen 
Wolframs Art mit bitterem Tadel polemisirt, gedenkt er des 
schon todten Veldecke mit Worten höchster Anerkennung 
und reicht in neidloser Bewunderung dem noch lebenden 
Hartmann den Dichterkranz. Und wenn mit jener herben 
Kritik Wolframs, mit der Gottfried übrigens in seiner Zeit 
sicher nicht allein stand, vielmehr die springende Art des 
Dichters und so manche andre Bizarrerien seines Stils ge- 
troffen werden sollten als seine Hinneigung zum Volks- 
mässigen, so hat Gottfried doch auch bierin jedenfalls jene 
andren Dichter im Gegensatz zu Wolfram als nachzuahmende 
Vorbilder angesehen. Wenn wir daher in seinem Werke 
Wendungen :und Ausdrücke antreffen, die dem Stil der Volks- 
dichtung mehr als dem des höfischen Epos gemäss sind, 
werden wir uns keiner petitio principii schuldig machen, wenn 





el 


wir sie in jenem oben angedeuteten Sinne als blosse lumina 
orationis, als in bewusster Absicht angebrachte Reminiscenzen 
aus populärer Dichtung auffassen. Gross wird freilich hierin 
unsere Ausbeute nicht sein und sich zumal im Wortschatz 
mit nur wenigem begnügen müssen. 

Zunächst einige im epischen Volkslied traditionelle 
adjectiva: 

zier: 5490 nu zieren helde, in der Anrede. Bei Hartmann 
und Wolfram findet es sich nicht, in höfischer Dichtung ausser 
an unserer Stellenur noch im Wigalois 4722 und 10650, in Kon- 
rads Silvester 1277 und, dem Mhd. Wörterbuch zufolge, 2_ Mal 
in desselben Dichters Trojanerkrieg. Häufig in den Nibe- 
lungen: 282,4 den zieren helden; 752,4; 892,3. — Gottfried 
braucht es ausserdem noch einmal in der Zusammensetzung 
ebenziere: 4988 f. ebengelich, ebenziere und ebenrich. 

röt findet sich als Beiwort von golt: 6321; 8217 ; 8762; 
8883 ; 8894 ff. Auch dies Epitheton besonders den Nibelungen 
eigenthümlich. 

maere, ein adjectiv. das auch Hartmann gebraucht, 
findet sich einigemale appositionell: 475 Marke der maere; 
5909 f. von den maeren, den gewaltegen Römaeren; 8271 
Tintarides diu maere. 

vermezzen hat Gottfried 2 Mal: 5942 wan er was wol 
vermezzen und 15924 höchvertic und vermezzen. 

Häufig begegnet düz erkorn, immer im Reime auf 
geborn: 2124; 6716; 7743; 8263; 10515; 17447. Nur einmal 
vreislich in der Verbindung oraslich ind vreissam (vom 
Eber) 13519. 

Ferner erwähne ich die häufige Rose von veige 
in verwünschendem Sinne, der auch ein volksthümlicher Ge- 
brauch zu Grunde zu liegen scheint, wenngleich sich sichere 
Belege dafür nicht beibringen lassen. Hartmann braucht es 
weder in dieser noch in der ursprünglichen Bedeutung „dem 
Tode verfallen“; letztere scheint ihm bei Gottfried zuzu- 
kommen 16046 dö was der veige funden (getroffen). In dem 
verwünschenden Sinne von „unselig“ begegnet es im Tristan an 
ff. Stellen: 1674 veige lantwer ; 2591 min veigez schächzabel- 
spil; 3967 veige stunde ; 6910 der veige välandes man; 9052: 





_ 2 — 


der veige välant; 11697 daz leide veiye var; 11707 veige vart 
Auch veiclich findet sich einmal 281 und ist ein veiclicher site. 
An der Mehrzahl der Stellen scheint Allitteration mit dem 
zugehörigen Substantiv beabsichtigt. Derselbe Gebrauch des 
Wortes findet sich häufig bei Gottfrieds Nachahmer Konrad 
von Würzburg, vgl. Haupt zu Engelh. 3238. 

keiserlich. Bechstein bemerkt zu V. 708: „Unhöfisch 
ist das Wort nicht, sondern im Gegentheil ein höfisches Mode- 
wort, welches wieder abkam, sich aber beim Volke lange 
erhielt.“ Ich weiss nicht, wodurch er diese Behauptung, für 
die er Belege vermissen lässt, stützen will. Denn von den 
höfischen Dichtern brauchen das Wort in allgemein lobender 
Bedeutung nur Gottfried und wiederum sein Nachahmer Konrad. 
Wenn auch im Volksepos selbst nicht zu belegen, lehnt sich 
doch dieser Gebrauch des Wortes sicher an die volkthünı- 
liche Anschauungsweise an, die damit von jelier den Inbe- 
griff: alles Herrlichen und Vorzüglichen zu bezeichnen liebte. 
Das beweist die in älterer Zeit nicht seltene Uebertragung 
auf göttliche Macht und Herrlichkeit; vgl. Hartmanns Credo 
1456 diu keiserlichiu kröne diu ist ime (Kristus) üf gesetzet ; 
Wernher (Fundgr. 2,206,2) die keiserlichen herschaft die der 
künec aller künege hät. Gottfried gebraucht nun das ad). 
als schmückendes Beiwort recht häufig: 708 keiserlächen bein ;! 
1026 k. lip,; 1317 k. wip; 4471 k. habe; 6622 k. man; 11216 
k. gewant. Das adv. begegnet 689 die riten sö rüche, sö rehte 
keiserliche. — Auch hierin ist, wie schon gesagt, Konrad 
seinem Meister gefolgt, vgl. Haupt zu Engelh. 863. 

Auclhı mit seiner auffallenden Vorliebe für Adjektiv- 
bildungen auf sam, die in der höfischen Sprache allmählig 
aus der Mode gekommen waren, steht Gottfried, seinem 
eigenen, ja man kann sagen, eigensinnigen Geschmack folgend, 
unter den Dichtern seiner Zeit allein da. Denn nicht nur 


1 Sollte nicht diese uns seltsam anmuthende Verbindung auch 
beim zeitgenössischen Publikum des Dichters ein von diesem beab- 
sichtigtes Lächeln hervorgerufen haben? In der ganzen Art, wie er 
die Hofdamen die körperlichen Vorzüge Riwalins analysiren lässt, 
scheint mir versteckte Ironie zu liegen. 


ze Ag, „Se 


vorhandene adjectiva auf sam verwendet er in grossem Um- 
fang, sondern formt selbst, meist im Interesse anderer stili- 
stischer Neigungen, des Wortspiels und der Allitteration, neue 
Bildungen dieser Art. Von schon früher üblichen findet sich: 

arbeitsam 11084; a. Heinr. (9. 

vorhtesam 5938; Erec 213; büchl. 1,1040. 

vreissam 13519 (vreislich unde vreissam) ; oft bei Veldecke. 

irresam (ungewiss, schwankend) 9892; 11:30; sonst 
nur Kindth. Jesu 89,52 (bei Hahn) zu belegen. 

lihtesam 3873; nur noch Lanz. 737. 

lobesam 6566 (lustic unde lobesam); 8890; oft bei 
Veldecke. 

lussam 4691; 6700 (lobelich — lussam); 17611 (sö 
lustic und so lussam); überaus häufig bei Veldecke. 

tugentsam 3277; heil. Elis. 449 (Diut. 2). | 

Nur Gottfried angehörig und wohl meist von ihm ge- 
bildet sind: 

gevallesam 2002, 15425 (gevüege und gevallesam). 

gehellesam 2018; 4538. . 

klagesam 1768. 

mortsam 17593. 

sinnesam 2691; 3089 (der sinnesame Tristan, vil sinnec- 
liche er aber a), 

trüresam 13429 (trüric: unde trüresam). 

Noch sparsamer ist Gottfried im Gebrauch von Sub- 
stantiven, die dem höfischen Epos freınd geworden waren. . 
Recht oft findet sich välant: 6217 välandes man, ebenso 
6910 und 10069; 8009 der selbe leide välant; 14516 des 
välandes antwerc ; 15965 des välandes barn: 11339 des välandes 
rät. — Nur einmal begegnet helt in dem schon oben er- 
wähnten Anruf: nu zieren helde 5490. Andere epische Aus- 
drücke für den Begriff fehlen ganz, wie sich denn überhaupt 
in keinem anderen höfischen Gedicht, den Iwein nicht aus- 
‚geschlossen, weniger Spuren altnationalen Reckenthums finden. 
Häufig dagegen sind ältere Ausdrücke für Krieg: urliuge 
338; 364; 366; 14117; 18447; 18720; 18766. Noch öfter 
wic: einfach 5956; 6294; 6306; 13522; in.der Zusammen- 
setzung einwic 5972; 6091; 6376; 6872; wicwer 8155; das 


=. 6 


adj. wiegar 8737. Auch hervart! begegnet einmal 6306. 
— Schliesslich sei noch erwähnt, dass auch der im Volks- 
epos so häufige Ausruf hei waz mit folgendem genetiv sich 
einmal im Tristan findet: 1668 f. hei waz «dä guoter knehte 
gevellet unde geveiget wart, vergl. Nib. 21,4; 22,4; 531,1 u. o. 

Wir sehen, nur sporadisch, als seltenen Schmuck streut 
Gottfried Reminiscenzen an den Stil der alten nationalen Epik 
in sein Werk. Stärker ausgeprägt wird sich der Einfluss 
eines andern Triebes volksthümlicher Poesie auf seine Denk- 
und Dichtweise zeigen, wenn wir in folgenden Abschnitt die 
Merkmale seiner zuın Moralisch-didaktischen neigenden Geistes- 
richtung in seinem Werke aufsuchen werden. Doch soll hier 
noch im Anschluss an das eben Behandelte auf eine Anzahl 
von Wendungen und Ausdrücken hingewiesen werden, in 
denen zwar nicht bewusste Anlehnung an volksthümliche 
Dichtung sich kundgiebt, die aber doch einem gewissen Hang 
zu populärer Anschauungsweise ihr Dasein zu verdanken 
scheinen. @Gottfrieds Ausdrucksweise ist ganz und gar mit 
solchen Wendungen durchsetzt. Nur einiges soll hervor- 
gehoben werden. Hierher scheint zu gehören die auffallend 
oft begegnende bildliche Verwendung von hant: 8713 sö 
haben wir strit an der hant; 384 üz voller hant; 402 üz 
milter 'hant; 9967 hant wider hende Mann gegen Mann; 
13790 € man die hant gewende; 14223 ich läze ez allez zeiner 
hant ; 15407 zer ergeren hant; 15222 f. nu begunde er ouch 
Tristanden durh sine hende läzen gän; 19275 f. und swenne 
er ....sine rede mit ir ze handen nam; 19230 diu nam in aber 
ez handen dö beschäftigte sich mit ihm; 10266 swa si (zorn 


i Ich fusse herverten an dieser Stelle entschieden als dat. pl. 
von hervart. Der plur. von hervart begegnet öfters im Volksepos statt 
des sing. Nibel. 148,2 f. man wil uns suochen her in unser lant mit 
starken herverten; Kudr. 195,1 nu schuof er herverte in siner 
vinde lant. Die pathetische Rede Tristans, in der sich die Stelle findet, 
(6306 mit wige und mit herverten), zeigt auch sonst volksthümlich- 
heroisches Kolorit. Man beachte Wendungen wie: 6276 von wan den 
landen valte beidiu bürge und stete; 6297 an kunden und an 
gesten; 6318 f. man muoz ez her wider wegen unz an den jungesten 
rinc; auch die seltene Wendung dar zuo brach ez sich lange u. 8. w. 
(6273) ist wohl hierher zu ziehen. 


65 — 


unde wipheit) sich ze handen nement,; 1639 er bevalch si hant 
von hande; ebenso 11403; 15038; 8848 f. nu bin ich sturm- 
winden alrerste in die hant gevarn. Auch vuoz findet sich 
oft in bildlicher Verwendung: 1680 der ritterlichem muote 
nie vuoz noch halben wanc getete,; 1372 daz si üz ir zweier 
gebote niemer vuoz getraeten; 11815 die (sinne) enkunden nien- 
der hin gewegen..... halben vuoz noch halben trite; 19265 diu 
nie vuoz von dir getrat; 12343 und triben die süezen (triuwen) 
unwertlich under füezen (vgl. Otfr. 3,7,65 wir sculun — thia 
sina suazi al dreten untar fuazi; a. Heinr. 86 ff. daz diu 
üppige krone (werltlicher süeze) vellet under füeze ab ir 
besten werdekeit; ebend. O1 daz mich der werlte süeze zuhte 
under füeze; Iw. 1578 ff. ss (Minne) ist mit ir süeze vil 
dicke under vieze der Schunden gevallen). Hier sei ferner 
erwähnt, dass unter allen mhd. Dichtern Gottfried die bild- 
liche Verstärkung oder Umschreibung der Negation am häu- 
figsten verwendet (vgl. über diesen Gcbrauch Zingerle: Die 
bildliche Verstärkung der Negation bei mhd. Dichtern 1862). 
Es findet sich im Tristan: ber 16272; böne 16880; 15995; 
strö 8373; loup 16088; bröt (halbez) 8673; här 16573; vadem 
und rinc 9508; wint 2279; 3642; 4841; 5259; 11304; enwiht 
3768; 8183. — Volksthümlich klingt ferner: maneger muoter 
kint 1225; muoterbarn 2320; Wendungen wie: nune loufet ez 
die lenge niht 233 ; einen niuwen brief s’ ir aber dö las 14158 (vgl. 
Parz. 85,23 des lis ich hie den wären brief; M.S. II, 208 in 
weiz waz brieves er ir las); Marke -— der was dä wider ze 
wege komen 14015; und als ez an den abent dö und an ein 
scheiden muose gän 2388 f.; ähnlich 6866 f. dö gienc ez an ein 
zucken der swerte von den siten; diu nöt — diu uns nu sö 
ze rucke lit 1622 £.; ähnlich: wie eruo im arebeit | und nöt ze 
rucke wart geleit 2007; ähnlich auch 5491 sus liezens üf 
ir rucke gän. Sprichwörtlicher Gebrauch der 4-Zahl, für den 
Erich Schmidt eine Anzahl Belege gesammelt hat (Reimar 
von Hagenau und Heinrich von Rugge p. 79), findet sich 
19420 f. biz daz sin an dem vierden trite der Minne erzöch 
dä er si flöch. Auch der sehr häufige übertreibende Gebrauch 
von tisent für eine unbestimmte grosse Zahl sei hier bemerkt; 
er findet sich 202; 1173; 1310 (hundert tüsent stunt in einer 
5 


Strasskb. Studien. 


=, "Dh; 


kleinen stunde); 4832; 14780 (hundert tüsent stunt); 12355 
(hundert tüsent smerzen); 14927; 16903 (des tages tüsent 
stunden). 


v1. 


DER DIDAKTISCHE ZUG IN GOTTFRIEDS DICHTUNG. 


Wer in Gottfrieds Werk den Quellen seiner Bildung 
und Geistesrichtung nachzuspüren unternimmt, wird vornehm- 
lich auf zwei Faktoren derselben, welche in ihren Wirkungen 
freilich nicht selten zusammentreffen, sein Augenmerk zu 
richten haben. Sie stellen sich in seinem dichterischen Schaffen 
dar einerseits als ein durch seine litterarischen Studien, vor- 
nehmlich die Beschäftigung mit der Antike bedingtes, bewusst 
gelehrtes, andrerseits als ein aus den Quellen volksthümlicher 
Bildung schöpfendes didaktisches Element. Was das erstere 
anlangt, so begnüge ich mich hier, auf Heinzels feinsinnige 
Ausführungen in seiner öfters eitirten Abhandlung 8. 539 ff. 
hinzuweisen. Hier soll nur gezeigt werden, in wie bedeuten- 
dem Masse sich jene andre Seite seiner Bildung in seinem 
Werke geltend macht. 

Gottfried gilt unter den Dichtern unserer mittelalter- 
lichen Blüthezeit für den höfischen Dichter par exellence. 
Gewiss mit Recht, wenn damit ein bewusstes Schaffen nach 
klar erkannten Kunstprinzipien gemeint ist, die eben von 
einem Menschen von Gottfrieds Geistesrichtung nur in jener, 
dem höfischen Ideal entsprechenden Weise formulirt werden 
konnten. Und doch ist kein Dichter zugleich in so eminentem, 
weil bewusstem Sinne dem Volksthümlichen zugewendet wie 
er. Gottfried dichtet, um seine Lebensideale, seine Auf- 
fassung menschlicher Dinge und Verhältnisse seiner Mitwelt 
zu empfehlen. Schon dieser, natürlich nicht allein mass- 
gebende Entstehungsgrund des Werkes verräth einen didak- 
tischen Zug in der Geistesrichtung seines Autors. Unbe- 
friedigt von der Schaalheit der höfischen Romane, die Aben- 
teuer über Abenteuer häuften, ergriff er einen Stoff, der den 
Menschen mit seinen Verirrungen und Leidenschaften, den 
inneren Menschen zum Gegenstand hatte und der, tiefer er- 


BEIIE :, 


fasst, der Aufgabe der Dichtkunst, wie er sie auffasste, näm- 
lich den Hörer nicht nur zu unterhalten und zu ergötzen, 
sondern zu veredeln, am besten entgegen zu kommen schien. 
Und eben in dieser auf Belehrung und Veredelung der Mit- 
welt gerichteten Tendenz, die, wie sie den Ausgangspunkt 
seines dichterischeu Schaffens bildet, so auch im Verlaufe 
desselben sich nirgends verläugnet, glaube ich vornehmlich 
den Einfluss volksthümlicher Bildungselemente wirksam zu 
sehen. Vor allem sei an jene längeren moralisirenden Exkurse 
erinnert, die er an einige Hauptmomente seiner Dichtung 
anknüpft, sowie die vielen in den Gang der Erzählung ein- 
gestreuten Bemerkungen allgemeinerer Art, die der Dichter 
eigener Beobachtung menschlicher Dinge verdanken .mochte 
und die ihn uns als eine nachdenkliche, den Erscheinungen 
der moralischen Welt auf den Grund spürende Natur zeigen. 
Wichtiger, weil auf die Quellen seiner Bildung hinweisend, 
ist uns hier die fast auf jeder Seite seines Werkes hervor- 
tretende Hinneigung zur Weisheit des Volkes, die so überaus 
häufige Verwendung des Sprüchwortes. Indem ich auf eine 
Zusammenstellung alles hierher Gehörigen verzichte, will ich 
nur auf einiges besonders charakteristische mit Gegenüber- 
stellung von Belegen aus früherer und späterer Zeit hinweisen. 
Trist. 16476 fl. er hete vil wär der dä sprach: 

swie man es hüetende si, 

si sint doch gerne einander bi, 

daz ouge bi dem herzen, 

der vinger bi dem smerzen. 

Dem Gedanken liegt ein altes Sprüchwort zu Grunde. 

Vgl. Müllenhoff und Scherer Dkm. XXVII, 2, 81 :llice est 
oculus, qua res sunt quas adamamus, und die in den An- 
merkungen dazu beigebrachten Parallelstellen. Ferner ebend. 
57: est ibi nostra manus qua nos in parte dolemus, mit 81 
in hs. V. verbunden, wie R. 778b proxima languori manus 
est et ocellus amori. 
Trist. 5460 fl. dö wart diu wärheit wol schin 

des sprichwortes, daz dä giht, 

daz schulde ligen und fülen niht. 

Vgl. Dkm, XXVII, 2, 137 noxa-jacens crescit nec enim 


dilata putreseit. Ferner Servat. 3532 die schulde mugen niht 
. H* 





u. 0 


rüsen. Krone 18836 ein alt sprichwort giht: alt schult lit 
und rostet niht. Konrad tr. kr. 36589 schulde lit und rastet 
niht. 
Trist. 10430 f. man sol den mantel keren 
als ie die winde sint gewant. 

Dkm. XXVIlI, 2,233 versa sit adversum tua semper 
penula ventum. Spervogel M.S.F. 22,25 man sol den mantel 
keren als daz weter gät. 

Trist. 17324 ff. under zwein übelen kiese man 
daz danne minner übel ist: 
daz selbe ist ouch ein nütze list. 

Wernh. v. Elmendorf 623 ff. und swenne dir zwei übel 
anligen, der du beide niht mach vercien, daz saltu alsus masen, 
daz ergere saltu lasin. Albr. v. Halberstadt XVIII, 109 £. 
doch sol man üz zwein bösen ie daz beste Ösen. 

Trist. 237 fl. nune loufet ez die lenye niht, 

der allez daz, daz ime geschiht, 
mit Karles löte gelten wil u. s. w. 


Wernh. v. Elmend. 663 ff, din Leit in rich niht zu sere. 
tustu is, daz ist din ere. 
manic ist zu der rache zu balt 
und wirt iz lihte sere gevalt. 
weistu waz Ovidius sprichit? 
„der sin leit zu sere richit, 
ter machit sich selben schuldie.“ 

Trist. 4428 ouch hän ich selbe wol gelesen, 

daz ere wil des libes nöt. 
gemach daz ist der Eren töt. 


Vgl. Winsb. 41,1 sun, wil dir lieben guot gemach, sö 
muost du eren dich bewegen; vgl. auch 43, 1. Vrid. 92,5 
mit senfte nieman Ere hät, alsö nu diu werlt stät. nieman 
hät än arebeit wistuom, Ere, gröz richeit. 

Trist. 8399 fl. nazzen unde niden 
daz muoz der biderbe liden: 
der man der wirdet al die frist, 
die wile und er geniten ist. 
wird’ unde nit diu zwei diu sint 
reht alse ein muoter unde ir kint u. s. w.! 


1 Im deutschen Cato findet sich eine Reminiscenz an diese Stelle. 
Dort heisst es V. 253 ff. (S. 41 der Ausgabe von Zarnke): 


u 369er ze 


Der Gedanke begegnet häufig. Vrid. 60,13 nieman mac 
ze langer zit gröz Ere huben äne nit. Carm. bur. p. Tl 
CLXXII: so quis displiceat pravis non sollicitetur, cum non 
sit pravus, nemo placere potest. opto placere bomis, pravis 
odivsus haberi, 'namque bunos odio semper habere solent. 
Winsb. 31, 6f. der boesen haz die biderben selten ie vermeit. 
Bligger v. Steinach (M. 8. F. 118,16) wan er ist unwert, 
swer vor nide ist behuot. Wealth. 73, 35 f. swen die boesen 
hazzent äne sine schult, daz kumt von siner vrümekeit; 59, 1 
ich bin iu eines dinges holt, haz unde nit etc. Heinr. von Vel- 
decke (M. S. F. 61,9 ff.) des bin ich getröst ie mere, daz 
mich die nidigen niden. — H. M. S. I, 307°. 

Trist. 17879 f. der yuoten darf man hüecten niht, 
si hüetet selbe also man yiht. 

Vgl. Winsbeckin 30,1 ein reinez wip in tugenden wert, 
diu wol ir Ere hüeten kan und niht wan staeter triuwen gert, 
die sol man selbe hüeten län. 

Trist. 6776 ez ergät doch niuwun alse ez sol. 

Vgl. Wig. 2295 f. swaz dem man geschehen sol daz 
geschiht äne wende. 

Meier Helmbr. 1683 swuaz geschehen sol duz geschiht. 


du solt sere miden 

hazzen unde niden : 

dem nit niht anders entuot, 

dem machet er doch swaeren muot. 
doch muoz der vrume liden 
hazzen unde niden: 

der man ist wert alle vrist 

die wile er genendeec ist. 

Offenbar ist der V. 257 ff. angeflickte Gedanke, der in der latei- 
nischen Vorlage fehlt, eine Reminiscenz an unsere Tristanstelle. So 
erklärt sich auch das genedik der hss, an dem Zarnke mit Recht An- 
stoss genommen hat und für das er, einer Vermuthung Haupts folgend 
(s. Anmerkung zu V. 260), genendec einsetzt. Doch aueh so giebt 
der Gedanke in dieser Verbindung keinen Sinn und ich verstehe nicht, 
wie Zarnke ihn einen nahe liegenden nennen kann. Offenbar haben 
wir es mit einem Gedächtnissfehler zu thun, der dem deutschen Be- 
arbeiter der Distichen beim Einschmuggeln jener Verse passirte. Die 
Annahme eines Schreibfehlers scheint ausgeschlossen, da beide Haupt- 
handschriften genedik bieten. Das allein passende und richtige ist geniten, 





—. 40: = 


Den Gedanken 13991 f. man sprichet von den frouwen, daz 
si tragen ir manne friunden haz 
hat Gottfried seiner Vorlage entlehnt. Er findet sich auch 
in der Saga (Kölbings Ausgabe 8. 67,11 ff.) Dat er opinberliga 
ord kvaedi, at ferligt kann verda lunderni kvenna, at konur 
unna ei fraendum beenda asinna eda vilja hafa Da ner redu 
sinni eda verkum netr sem daga. 

Doch nicht nur aus dem Born altnationaler Spruch- 
weisheit schöpft Gottfried. Schon im Vorhergehenden sehen 
wir öfters lateinische Spruchpoesie mit der einheimischen 
Hand in Hand gehen und es ist bekannt, wie viel derartiges 
aus lateinischer Poesie in die deutsche Bildung des Mittel- 
alters übergegangen ist. In unseres Dichters Entwickelung 
scheinen namentlich die Sentenzen des Publius Syrus eine 
bedeutende Rolle gespielt zu haben, eine Spruchsammlung, 
die sich wie kein anderes Buch dieser Art im Mittelalter der 
allgemeinsten Beliebtheit erfreute. Die leicht dem Gedächt- 
niss sich einprägenden Verse, die so manche treffende, meist 
antithetisch gefasste Gedanken entlalten, wurden in den 
Klosterschulen auswendig gelernt und auf diesem Wege leicht 
ein Element der allgemeinen Bildung der Zeit. So nahm sie 
auch Gottfried aus der Klosterschule ins Leben mit und 
manche der dort eingeprägten Sprüche klingen in seiner Dich- 
tung an. Ich stelle das mir sicher scheinende gegenüber 
(die Citate für Syrus gebe ich nach Wölfflins Ausgabe): 


Trist. 8409 f. diu saelde ist arm unde swach 
diu nie deheinen haz gesach. 


Publ. Syr. 315 miserrima est fortuna, quae inimico caret. 


Trist. 13899 ff. wan an den fvouwen allen 
enist niht mere gallen...... 
904 wan daz si kunnen weinen 
äne meine und äne muot, 
als ofte sö si dunket guot. / 


Publ. 8. 130. didicere flere feminae in mendacium. 
Trist. 18048 ff. als ein waerlichez sprichwort giht: 


„Aiu manegem minne sinnet 
diu ist manegem ungeminnet. 


Publ. 8. 340. mulier quae multis nubit, multis non placet. 





a 


Trist. 13043 fl. wan diz daz ist der Minnen site, 
hie enzundet si gelieben mite, 
hie mite sö fiuret si den muot: 
wan alse in zorn vil we getuot, 
sö süenet si diu triuwe, 
sö ist aber diu liebe niuwe, 
und aber der triuwen me dan &. 

Publ. 8. 37 amantium ira amoris integratiost. 


Trist. 17921 ff. swie dicke man’z beginne, 
dem wibe enmag ir minne 
niemen üz erlwingen 
mit übellichen dingen: 
.. man leschet minne wol der mite. 
Publ. 8. 18 amor extorqueri non pote, elabi pote. 


Trist. 17895 ff. sch weiz wol daz der guote muot, 
der dem sö lange unrehte tuot, 
biz er mit übel unfrühtic wirt, 
daz der noch erger übel birt, 
dan der ie übel ist gewesen. 
deist wär wan daz hän ich gelesen. 
Publ. 8. 53. bonus animus laesus multo gravius irascitur. 
Diese Uebereinstimmungen würden einen neuen Beleg 
für die Echtheit der Gottfried zugesprochenen beiden Sprüche 
abgeben, wenn es noch eines solchen bedürfte und ausser der 
Autorität Rudolphs von Ems, der den einen als Gottfriedisch 
erwähnt, stilistische Gründe nicht zur Genüge dafür sprächen. 
Denn die in ihnen ausgeführten Gedanken sind gleichfalls der 
Sentenzensammlung des Publius Syrus entlehnt. Für den 
von Rudolph erwähnten Spruch vom gläsernen Glück ist dies 
schon lange erkannt und seitdem oft wiederholt worden (vgl. 
besonders Heinzel a. a. O. 8. 563). Aber — was bisher 
übersehen zu sein scheint — auch das Thema des andern 
findet sich fast wörtlich in einem Spruche des Syrus wieder: 
Spr. I, 1 f. Tiut unde lant diu möhten mit genäden sin 
wan zwei vil kleiniu wortelin, „min“ unde „din.“ 
Publ. Syr. 73. Quietissime viverent homines, si duo 
verba tollerentur: meum et tuum. 
Auch Wernher von Elmendorf kennt den Spruch, den 
er unter Senecas Namen erwähnt; denn, wie bekannt, gingen 


wu MO 


die Sentenzen des Syrus im Mittelalter unter dem Namen 
dieses Autors. 
Wernh. 282 fl. sus sayet uns Seneca: 

der di mohte gestillen 

di Iute heten al iren willen; 

daz spricht, wene min unde din 

di Iute mohten al mit gemache sin. 

Mit diesem didaktischen Zuge in Gottfrieds Dichtung 
hängt seine Neigung aufs engste zusammen, an das Erzählte 
anknüpfend allgemeine Geltung dafür in Anspruch zu nehmen. 
Dieser Neigung zu generalisiren, die sich naturgemäss fast 
ausschliesslich auf Gegenstände der moralischen Welt erstreckt, 
giebt unser Dichter im weitesten Umfang nach. Besonders 
gern knüpft er in diesem Fall an den Hauptsatz einen kurzen 
meist mit «als eingeleiteten Satz, um auf die Gesetzmässigkeit 
des in jenem ausgesprochenen Faktums aufmerksam zu machen. 
Ich führe hier diese oft formelhaft sich wiederholenden Wen- 
dungen auf, ohne den Gedanken, der in ihnen verallgemeinert 
wird, jedesmal beizufügen: 


300 f. er tete vil rehte als elliu kint 
die selten vorbesihtee sit. 


2079 f. dö viel der sorgen rife in an, 
der maneger jugent schaden tuot. 
2144 als man dem billiche tuot. 
2168 ran kint der dinge flizee sint (parenthetisch). 
2483 wan kint enkunnen anders niht..... 
2625 ulsö diu wären gotes kint .....» 
9932 als kint ze wer unveste sint. 
6848 der tete vil reht als si alle tuont. 
T174 als ir wol wizzet daz diu wip.... 
1138 als ein friunt sinem friunde tuot. 
S085 als ir wol wizzet daz geschiht .... 
11941 duz was vil rehte in megede wis. 
13026 als liebe under gelieben tuot. 
15252 also den zwirelhaften tuot. 
15700 als man ze solhen dingen tuot. 
16418 der gelieben dicke sanfte tuot. 


/ 


a 


17770 dar umbe ez hiute maneger tuot. 
8324 f. der verwäzene nit, der selten iemer gelit.i 
Aehnlich wird eine allgemeine Nutzanwendung an das 
Vorangegangene augeknüpft 264 f. wan leider diz ist und 
was ie; 1113 ez ergienc in rehte alsö man giht; 4415 ff. 
wan ritterschaft, also man seit... .. .; 4097 ir aller jehe diu 
lit daran; 5699 däne hät niemen zwivel an; 71534 so enist ez 
ouch niht spiles site; 7909 hie mag ein man erkennen an...; 
11836 als al diu werlt gemeine saget; 11862 ff. deist liebe 
reht, deist minnen €... .; 12451 fl. alsus sö leret minne 
....3 15169 er tete diu geliche wol. 
Einige Male geht der allgemeine Gedanke voraus und 
es folgt dann erst die Anwendung auf den vorliegenden Fall: 
273 fl. nune loufet ez die lenge niht ....... 
85 ich waene ouch ime alsam geschach. 
364 fl. wan z’urliuge und ze ritterschaft ...». 
69 ich waene im Morgän alsım tete. 
4831 ff. si zwei hät daz verirret, 
daz tüsenden wirret ...... 
37T ich waene mir ist alsam geschehen. 
Oder es wird der schon an die Spitze gestellte spezielle 
Fall nach längerer Ausführung des Gedankens noch einmal 
angedeutet: 
839 ff. der gedanchafte Riwalin 
der tete wol an im selben schin .... 
69 als ergienc ez Riwaline| der ouch u. 8. w. 
Aehnlich 1793 ff.; 1867 fi.; 15051 fl.; 15737 ff.; 16459 ff. 
Zum Schlusse verweise ich noch auf die, dem Dichter 
zur Manier gewordenen kurzen Nebensätze mit su/n, in denen 
sich auch eine gewisse didaktische, zum Moralisiren neigende 
Geisteshaltung bekundet. Auch für die seine Darstellungs- 
weise durchaus beherrschende Vorliebe für die spielende 


1 Auch bei Hartmann begegnen ein paar verallgemeinernde Be- 
merkungen dieser Art: Iw. 1420 als si manegem tuot; 1866 doch tete 
si sam diu wip tuont. Im weitesten Umfang wendet sie der auch sonst 
didaktische Tendenzen verrathende Dichter des Eraclius an: 72 als ez 
genuogen liuten tuot; 532 als manec wip hät getän. Aehnlich 552; 
1197; 1256; 1385; 1730; 2262; 2334; 2534; 2808; 3620; 5059. Vgl. 
oben 8. 29 £. 








Wiederholung von Worten und Gedanken bot sich in diesem 
Gebrauche eine willkommene Handhabe. Gottfried liebt es 
nämlich, dem Hauptsatz einen Nebensatz beizufügen, der ent- 
weder das Verbum des Hauptsatzes im Infinitiv mit su/n oder, 
mit zu ergänzendem Infinitiv, ein anderes Wort des Haupt- 
satzes wiederholt. Als Beispiele führe ich an: 


2831 f. und erkande al die Juoge wol 
die guot man erkennen sol. 


3262 ff. die danketen dem kinde 
vil tugentlichen unde wol: 
als man dem tugenthaften sol. 


Dieser Gebrauch findet sich 15 f.; 1055 ff.; 1754 ff., 
1935 ff.; 3097 ff.; 3341 f.; 3500 f.; 3660 ff.; 3943 f.; 4096 ff. : 
4129 f.; 4752 f.; 4879 f.; 5265 f.; 5367 ff.; 5447 f.; 6572 £.; 
6705 fl.; 7157 £.; 7866 ff.; 8364 f.; 8538; 9608 £.; 9944 ff.; 
10004 f.; 10549 ff.; 10638; 10768; 10911 £.; 10913 ff.; 
11098 fi; 11127 £.; 11170 f; 11564 £.; 11925 ff.; 12545 f.; 
12845 f.; 13129 f.; 13797 ff; 13947 f.; 14179 f.; 14204 f.; 
14487 ff.; 14782 f.; 15254 ff.; 15480 ff.; 15741 ff.; 16985 ff; 
18552 ff.; 18703. 

An einigen dieser Stellen dient das su/n einfach zur 
Umschreibung, bei der grossen Mehrzahl jedoch liegt eine 
Beziehung auf das Schickliche, Pflichtgemässe, Anständige 
darin. In diesem Fall drückt der Nebensatz mit suln die 
Uebereinstimmung des Erzählten oder Geschilderten mit den 
Forderungen der Pflicht, der Ehre und des, freilich oft genug 
nur konventionellen Anstandes aus. So giebt sich auch hierin 
die Neigung des Dichters kund, das Empfinden und Handeln 
seiner Personen auf die allgemeine menschliche Denk- und 
Handlungsweise zurückzuführen. In ungleich sparsamerer Ver- 
wendung begegnen solche Nebensätze übrigens auch bei Eil- 
hart (976; 4646; 8548; 6442; 8795); noch öfter in den 
Rudolf-Fragmenten (2,6; 6,26; 7,8; 11,11; 20,1; 21,7; 27,6; 
27,28). Bei Hartmann im Iwein 1214 als ein bette beste sol; 
2516 als ein riter sandern sol; 47166 als man lieben gast sol; 
6197 swaz iemen würken solde,; 6476 als ein wirt dem gaste sol. 

Nicht unbemerkt will ich lassen, dass auch der fran- 
zösische Dichter der Fragmente Douce und Sneyd A es liebt, 


En 


die Handlungen seiner Helden aus der allgemeinen mensch- 
lichen Natur zu erklären. Z. B. (Michel IID 1fr., 233 ff. oez 
merveilluse aventure | cum genz sunt d’estrange nature u. s. w. 
Ferner 237 issi avient a plusurs genz .. .; 345 a molz lai 
veu avenir; 155 car co est costume d’envie | del mal dir e del 
bien mie u. s. w. 


Wenn ich hier meine Betrachtungen abbreche, so ge- 
schieht es nicht, weil ich die Aufgabe für erschöpft und die 
Akten über Gottfrieds Persönlichkeit und dichterische Leistung 
für geschlossen hielte. Nur einige Hauptmomente seines Stils 
und seiner Darstellungsweise wollte ich herausheben und bin 
zufrieden, wenn dabei zugleich auf Denkart und Bildung des 
merkwürdigen Mannes einiges Licht gefallen ist. So viel 
Gottfried seinen Vorgängern und Vorbildern verdankt, der 
beträchtlichste Theil seiner poetischen Leistung, das, was 
noch wir heute an ihm bewundern und was alle Zeit be- 
wundert werden wird, gehört ihm zu eigen: es ist, neben der 
tieferen Erfassung des Stoffes, die eigenartige Ausbildung zuın 
Theil zwar spielerischer, zum Theil aber auch höchst wirk- 
samer Stilformen, die seiner Darstellung einen Glanz der Form 
verleihen, wie ihn kein Werk eines Vorgängers besass und 
auch keine Dichtung unseres Mittelalters wieder erreicht hat. 


RICHARD PREUSS. 


en a a a De ei rn TE a a a ee, 


URKUNDLICHES ÜBER DIE MEISTERSÄNGER ZU 
STRASSBURG. 


Die hier folgenden Actenstücke und Auszüge aus den 
Ratsprotocollen habe ich mit freundlicher Erlaubnis des Herrn 
Stadtarchivars Brucker auf dem hiesigen Stadtarchiv copiert. 
Sie geben einen bescheidenen Beitrag zur Geschichte der 
Meistersänger und zugleich zur Geschichte des bürgerlichen 
Lebens in unsrer Stadt. In engem Zusammenhang mit dem 
religiösen Sinn, wie er im 16. Jahrhundert die Strassburger 
Bürgerschaft beseelte, steht die damalige Blüte des Meister- 
sangs, und die herzlichen Worte, mit welchen der Rat 1598 
(Actenstück II) ihre Gesellschaft bestätigt, werden auch auf 
manchen heutigen Leser Eindruck machen. Die erste Hälfte 
des 17. Jahrhunderts zeigt dann anfänglich noch lebhaften 
Sinn für die dramatischen Aufführungen der Meistersänger 
(denn um diese handelt es sich wesentlich bei den Einträgen 
in die Ratsprotocolle). Der Rat erteilt meist die angesuchte 
Erlaubnis, zuweilen mit humoristischen Bemerkungen. Die 
Fortschritte des 30jährigen Kriegs ändern diese Geneigtheit; 
dem Jammer der Zeit gegenüber erscheint es der strengen 
Polizei unpassend diese Vergnügungen weiter zu gestatten 
(Actenstück IV). Nach 1648 tritt wieder eine mildere Stim- 
mung ein, und erst die französische Herrschaft wird dem Fort- 
bestand der meistersängerischen Aufführungen überhaupt ver- 
derblich. Wer die Geschichte Strassburgs auch nur im All- 
gemeinen kennt, hat von den Bedrückungen des königlichen 
Prätors Klinglin gehört. Auch in der Behandlung der so 
unschuldigen Vergnügungen der kleinbürgerlichen Kreise tritt 
seine Willkür und Grobheit hervor. Doch lassen sich Ein- 


ei ME ne 


wirkungen zu Gunsten des althergebrachten Instituts erkennen, 
welche den praetor regius gelegentlich umstimmen. Aber 
die Zeit war überhaupt für die Meistersänger vorbei. 1780 
lösen sie freiwillig ihre Singschule auf: der Bericht einer 
Ratsdeputation, der den Zopf allerdings nicht ganz verleugnen 
kann, ist ihre Grabrede (Actenstück V]). 

Was für die Litteraturgeschichte aus den folgenden 
Schriftstücken zu gewinnen ist, gedenke ich bei einer andern 
Gelegenheit in einem grösseren Zusammenhang darzustellen. 
Wichtiger als das hier mitgeteilte Material wären allerdings 
die Tabulaturen und sonstigen eigenen Satzungen der Meister- 
sänger,* welche sich aber nicht erhalten haben. 

Die für sich bestehenden Schriftstücke teile ich voll- 
ständig mit, ausgenommen Nr. III, unter welcher mehrere, 
aber auf dieselbe Sache bezügliche Acten zusammengefasst 
sind. Die Auszüge aus den Ratsprotocollen gebe ich nur 
gelegentlich mit den Originalausdrücken wieder. 

10. 10. 1881. E. M. 


* Den Inhalt einer Handschrift aus dem Ende des XVI Jahr- 
hunderts, welche 1780 von den Meistersängern der akademischen Bib- 
liothek übergeben wurde, gibt Jer. Jac. Oberlin in seiner Diatribe de 
Conrado Herbipolita (Strassburg 1782) S. 2 folgender Massen an. 
1. Tabulatur, das ist, Ordnung des gemesz in der löübl. kunst des Meister- 
gesangs. 2. Register deren Nammen vber die thöne so die teutschen 
Meyster im Römischen Reich hin vnnd wider gedichtet unnd componiert 
haben, wie deren Nammen hie nach volgen, auch wie viel ein ieder thon 
reihmen hat. Von a. 962 angefangen vnnd bisz ahns ende der welt vn- 
auffhörlich continuirt werden solle, durch Martin Gümpel kürszner vnnd 
Georg Burckhart schneider beide burger zu Straszburg auch selbst 
Meister vnnd Dichter — zusammen getragen. 3. Ordnung von Raeth u. 
XXI von 1598, die Meystersünger betreffend. 4. Gründlicher Bericht 
des teutschen Meystergesangs — mit angeheffter Schulordnung, wesz sich 
Mercker Dichter vnd Singer allenthalben verhaltien sollen. Auszüge 
daraus gibt J. F. Lobstein, Beiträge zur Geschichte der Musik im Elsass 
und besonders in Strassburg, Strassburg 1840, wo auch unser Acten- 
stück II. Jener Codex ging 1870 beim Brand der Bibliothek zu Grunde. 
Durch den Druck erhalten ist dagegen das gleichfalls von den Meister- 
sängern der Bibliothek übergebene Manuscript des Cyriacus Spangenberg 
Von der edlen vndt hochberüembten Kunst der Musica: herausg. von 


A. v. Keller, Stuttgart 1861 (Bibl. des liter. Vereins LXJJ). 
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(GESUCH DER MEISTERSÄNGER UM BESTÄTIGUNG 1597.) 


Gestreng Edell Ehrnuest Fürsichtig Ehrsam an 
gnädig gepiettendt herren. 

| Demnach vor ungefähr 105 jahren die löbliche und 
zu der ehre gottes und andächtiger einpflantzung seines hey- 
ligen wortts nicht wenig dhienstliche unnd fürstänndig kunst 
‘des meystergesangs inn diße weythberüembte statt allhie ein- 
gebracht und durch allerley standts persohnen beyder ge- 
schlecht ein gutte lange zeytt fortgepflantzet und erhaltten 
auch durch E. G. löbliche vorfahren auß sonnderbahrer zue- 
neygung und christlichem eyffer gegen derselbigen von 5. 
deren pflägereyen mit 5 % järlich gefällen genädiglichen be- 
dacht unnd begabt worden, aber durch den leydigen sathan 
ein abgesagten feindt aller guten unnd vollkhommenen werken 
inn etwas spött- (S$. 2) liche verachtung gerichtet, dahäro 
Ihn nitt gering abgang nun ettlich jahr häro khommen, und 
sich aber durch sonndere gnad des allmächtigen gottes jetz- 
maln wyderumb allhie ein gantze vollkhommene zahl, zwölff 
bewehrter meyster befunden, die ihnen ein solch christlich 
werekh mitt solchem eyffer vnnd ernst haben angelegen sein 
laßen, das sie nitt allein mit versaumung der ihrigen sonndern 
auch nitt mitt geringem uncosten diße kunst widerumb inn 
ein richtige ordnung gebracht, darüber gewiße articul, tabu- 
latur unnd gesellschafft büecher verferttigett, wie E. G. auß 
beygelegten 3 stucken 'gnädig zu ersehen. Also weren jetzige 
solche hisige meyster vorhabens, gleich andern reychstätten, 
alß Nürnberg vnd Augspurg, ein solch vollkhommenes corpus 

der meystersänger auch (S$. 3)‘allhie auff und an zu richten 
unnd mitt gewißen und bestendigen ordnungen also zu ver-. 
sehen, damitt solche löbliche unnd nutzliche kunst des dichten 
und singens auch uff die posteritet dardurch khommen unnd 
sich vererben möchte. Datzu dann E. G. hülff und con- 
firmation solcher ordnungen ein ehrsamme gesellschafft hoch 
benöttiget, ohne welche bestättigung solche ordnungen sonsten 
inn geringem respect und achtung würde gehaltten werden. 











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‚NG. ze 


Wann dann solch vorhaben ... ihnen selbst ganntz' 


christlich unnd zue keines menschen vortheil gerichtett, weyl 
vonn den zuhörern (welches doch sonsten inn andern stätten 
zu geschehen pflegt) kein geldt uffgehept werden, sonder wie 
vonn alters häro die schulen umbsonst gehaltten, also damitt 
niemandt beschwerdt werden solle, das jönige auch so vonn 
denen die sich inn (S. £), die gesellschafft guttwillig ein- 
kauffen und durch erlegung des fronfasten geldts darin er- 
haltten, zue keiner andern sachen, alß zuer erhalttung der 
gesellschafft, unnd nothwendigen unncostens angewendet, unnd 
durch den obermeyster jährlich ordenlich verrechnet wer- 
den soll. 

Also ist unnd gelangt ane E. G. einer gantzen gesell- 
schafft unnderthänigs und hochflehenliches bitten, es wöllen 
E. G. solche der gesellschafft erfasste ordnung, die hiemitt 
sub litera A zugleich E. G. überreicht werden, gnädig con- 
firmiren und bestättigen, unnd der gesellschafft dessen schein 
unnd urkhundt under dißer statt innsygel gnädig ertheylen. 

Dieweyl dann auch, gnädig gepiettendt herren, eur (P) 
das annder & % © so die gesellschafft järlich von der pfleg 


_ der ellenden herberg vermög E. G. löblichen vorfahren ob- 


angedeuter begabung järlichen empfangen sollen, durch den 
letzt abgestorbenen schaff- (5. 5) ner der gesellschafft endt- 
zogen und nun inn die 18. jahr nie gereicht worden, die ge- 
sellschafft aber zue auffrichtung des stuls, gegüders, verfert- 
tigung der drey büecher, cronen unnd anderer nottwendig- 
keytten inn die 60 R. dißes jahr zum .mehrern theyl auß 
ihren eygenen seckeln angewendt, also sie dißer extantz hoch 
benötigt, bevorab weyl sie zu verferttigung eines leychtuchs 
unnd auderer noch weitherer nottürfftigkeyten, noch tägliche 
außlagen haben. Also ist ane E. G. einer ehrsammen ge- 
sellschafft ferners underthänigs bitten dem schaffner gemeldter 
herberg zu befehlen solche extantzen nitt allein abzurichten, 
sondern auch inn künfftigen jahren, gleich andern pflegereyen 
schaffnern solch gefell der gesellschafft ohnuerwegerlich ver- 
folgen zue laßen. Über welchenn beeden ($. 6) billichen 
begeren E. G. willfähriger resolution erwartten nun (so) den- 


wi 7 


_ 80 — 


selbigen sich und solche freye kunst zue beharrlichen gnaden 
befohlen haben will. r 

Unten rechts: Supplication einer ehrsamen gesellschafft 
der meistersänger allhie. Vermerk: Lectum bey Rhät und 
XXI mitt. 2 den 21. Decemb. ao. x. 97. 


I. 
(ABSCHRIFT DER BESTÄTIGUNGSURKUNDE VON 1598.) 
(S. 1) Extract aus L. L. Gesellschafft der teutschen meister- 
sänger zu Strassburg Ordnung und Tabulaturbuch 
(auf der Rückseite 8 der Vermerk: Zum protocoll 
gelüffert den 31. Martii 1693). 


Wir Hannss Philips Böcklin, der meister und rath, sambt 
unsern freunden den Einundzwantzigen, dieser freyen reichs- 
statt Strassburg, Thun kund®, Demnach ungefehr vor ein- 
hundert und fünff jahren die uhralte löbliche kunst des 
teutschen meistergesangs, durch etliche kunstliebeude gotts- 
förchtige persohnen alhie angerichtet worden, und sich im 
werck augenscheinlich befunden, dass solche kunst zu gottes 
ehren, auch aufferbauung christlicher religion und erbarkeit 
fast ersprüßlich, daß daher unser liebe vorfahren, lobseeliger 
gedächtnus ihnen solch angestellet werck, in ihrer statt, unter 
derer bürgerschafft, umb so viel mehr belieben und gefallen 
lassen, auch zu beständiger erhaltung desselben eine jährliche 
steyr und frey gaabe, solcher ehrlichen gesellschafft verordnet 
(S. 2) und mitgetheilt, auss welcher verordnung diese christ- 
liche Kunst und übung bissher in unserer statt ein solchen 
fortgang gehabt dass viel persohnen beyderley geschlechts, 
auß allerhand ständen, nicht allein dieselbige geliebet und 
im exercitio gehabt, sondern auch dardurch zur mehrer er- 
kandtnus Gottes und seines lieben wortes kommen, dardurch 
im leben zu guten sitten und loblichen tugendten erbauet 
worden, 

Wann wir nun als eine christliche obrigkeit, waß zu 
Gottes ehre, continuation des gemeinen Religionswesens, und 
allen christlichen gottseligen übungen dienlich sein mag, nicht 
weniger als unsere geliebte vorfahren möglichsts fleiß (so) und 
an uns nicht erwinden zu lassen begehren, dass diese uhralte 


en. IST „ei 


christliche löbliche kunst fürterhin wie ($. 3) bishero in unserer 
statt geübt erhalten und fortgepflantzet werde, Und dann 
jetziger zeit etliche unsserer burger, so diesser kunst der 
meistergesäng rühmlich erfahren, im nahmen und von wegen 
einer gantzen gesellschafft unss in unterthänigkeit zu erkennen 
geben, wie solche künstliche übung in hochteütscher sprach 
zu dichten und zu singen, von tag zu tag im abnehmen, Und 
dardurch auch nach und nach in schimpffliche verachtung 
kommen, und wo solchem mit zeitlichen rath nicht begegnet, 
in kurtzem gäntzlich zerfallen und untergehen möchte, dass 
sie aber solchem der gebühr fürzukommen kein bequemer 
mittel wüsten, als eine gantze meisterschafft von zwölff be- 


. wehrten und eonfirmirten meistern (Inmaßen solches in beyden 


löblichen Stätten (S. 4) Augspurg und Nürnberg gehalten) 
auffe und angerichtet, auch durch unß alß diesses orthes 
obrigkeit mit gebührenden ordnungen sambt ihrer gebräuch- 
lichen tabulatur der kunst fundament vnderthänig überreicht 
und zugestelt, mit underthänigein begehren, wir wolten zur 
ehre Gottes, die uhralte löbliche kunst fortvflantzen (so), ihnen 
von obrigkeit wegen, gute beförderung widerfahren lassen: 

Als haben wir solcher ihr unterthänig begehren, nicht 
ohnzimlich ermessen, darauff die übergebene in schrifften ver- 
fasste ordnung zu handen genommen, dieselbige durch darzu 
insonderzeit (so) auß vnsserm mittel deputirte mit fleiß be- 
sichtigen, uuss wider für bringen lassen, und dieselbig also 
geschaffen befunden dass zu hoffen sie zu erhaltung und fort- 
vpflantzung dieses rühmlichen werekhs gantz dienstlich für- 
stendig und bequem sein werde. 

Daher wir dann solche ordnung der meistersänger mit 
zeitigem rath und guter vorbetrachtung bester form confirmirt 
bestätigt und beliebt, confirmiren bestättigen und belieben die 
auch hiermit und in krafft dieses und wollen dass dieselbige 
(damit sich niemand der unwissenheit zu behelffen oder zu 
entschuldigen) jährlich zweymahl der gantzen gesellschafft 
offentlich vorgeleßen, ab derselben bey vermeydung der darinnen 
vorbrybten poenen, stäth vest und unverbrüchlich gehalten, 
und darwider nichts gehandelt, attendirt, noch fürgenommen 
werde. 


L) 
Strassb. Studien. 6 


un.380: 


(S. 6.) Folget die ordnung. 
Und endlich der Beschluss. 

Decretum montags den achtzehenden septembris, nach 
unsers erlössers und seeligmachers geburt Eintaussent fünf- 
hundert neunzig und acht jahre. 

Josephus Jundt, stattschreiber. 


Ill. 


(EINGABE DER MEISTERSÄNGER UM ERLASS EINER STRAFE 1633.) 


Gestreng wohl edell ehrenveste fürsichtige undt weiße, 
gnädige gebietende herren, E. G. wirt zu frischer gedächtnus 
sein dass ein ehrsam gesellschaft der meistersänger vergangene 
faßnacht eine singschuhl neben einem christlichen gesprech 
gehalten, genumen aus dem 1 Buch der Maccabeorum. 

Es ist vorgemelter gesellschafft von ewer genadten eine 
straff aufferlegt wordten von wegen dass man narren darbey 
soll gehabt haben, unndt solches gesprech biß in die abentpredig 
hinein getrieben, welche puncten wider unsrer genedigen herren 
policey ordnung sein solle. 

Ist aber auff gemelte puncten diess unsser einfältige 
verantwordtung, daß ein ehrsame gesellschafft in Ao. 1693 
(so: gemeint ist 1598), wegen ihrer kunst beydtes im singen 
unndt tichten, von einem ganczen ehrsamen radt sindt auff 
die prob gestelt worden. Nach welcher sie ihre freyheiten 
erlangt: war damals stettmeister Hanß Philips Böcklin, welche 
unns schrifftlich eingehändigt worden, welche underschrieben 
Josephus Jundt stattschreiber, die weil ein ehrsamer radt 
meistergesanges kunst für ein christliche übung, so der gemeine 
man neben dem wort gotes kan lernen, gehalten. Auch 
durch solches mitell in seinem leben zu guten sitten, undt 
löblichen tugenten angeführt undt erbauet werde. 

Daß wir narren darbey sollen gehabt haben, davon haben 
wir keine wissenschafft. Zwen man in Ihren gewonlichen 
kleydter sindt under der thier, und im gesprech gestandten, 
zwar larfen haben sie vorgehabt, und aus der ursachen daß 
der gemeine pövhell, in ordnung und stille gehalten wurdte. 
Auch wo etwan ein ehrliche persohn käme, derselben vor 


u Age Me 


andren ein bequemes ort zu verschaffen, wie dan auch ge- 
schehen. Ferneres ist auch niemandt von der abentpredig 
auffgehalten worden, dan die thüre frey offen stehet. Darf - 
iederman ungehindert von und zu gehen wan er will. 

(S. 2.) Zudem werdten nicht alle jahr solche gesprech 
neben den singschuhlen gehalten, sondern nur, wan wichtige 
sachen geschehen, sie mögen nun namen haben, wie sie 
wollen. Wie dan auch dies unsser negst abgeloffen gesprech 
vom todt Judas Maccabäus gewessen ein fürbilt des theuren 
königs in Schweden selig. Solche christliche vbungen, ist 
nicht allein hier in Straspurg gebräuchlich auff die sontag, 
sondern in andren namhafften europäischen städten mehr. 
Nürnberg, da den meistersängern eine kirch zu solchem werck 
eingeben ist, genant zu’ sant Clara, Augspurg, singt und spielt 
am sontag daß ganze jar, außerhalb den hundtstagen, Ulm, 
Preslau in der Schleßing, Dantzig, und andren Sestätten mehr. 
Wan nun diese kunst nicht aus gottes wort were fundiret, 
doctor Luder, seeliger getächtnus, wirt sie nicht negst dem 
predigampt vor andren künsten geriembt haben. Was ist der 
heilige psalter als ein schönes gesangbichlein. Daher vermant 
sanct Paulus zu Colossern am tritten Lasset das wort gottes 
under eich reichlich wohnen. In aller weißheit lehret, ver- 
manet eich selbst under einander, mit lobgesangen, geistlichen 
liedern. Und spielet dem herren in ewerem hertzen etc. Waß 
ist das büchlein Tobie Ester Susanna und andre als lehrhaffte 
gesprech so dz jüdische volek in übung gehabt, daher sie 
auch der geist gottes bewürdiget daß sie in die zahl der 
heiligen propheten und apostel sind gesetzt wordten. Deb- 
wegen ist ein Elhrsame gesellschafft guter hoffaung undt tröst- 
licher zuversicht E. @. werde es in keinen ungenaden auff- 
nemen, weil ein ehrwürdig kirchenconvent denjenigen text, 
wir in ein gesprech verfasset, dem seligen könig in Schweden 
zu seiner leichtpredig erkossen. Es ist gemeltes gesprech 
einig und allein zu einem getechtnus den einfeltigen gehalten 
wordten, sie dardurch zu erinern, Unssers aller christlichen 
(S. 3) königs grosse tugenden vndt manliche thaten auch auch 
(s0) unaussprechliche liebe so hochseligster könig gegen uns 
Teudtschen getragen zu erinern vndt nimer mehr in vergess 

(g* 


1. OL mm 


zu stellen. Sindt demnach wir tröstlicher hoffnung, ein er- 
same gesellschafft wirt in genaden angeschen werdten, weils 
aus einfalt geschehen, auch durch mehrentheils arme handt- 
wercksgesellen die frembt sein agiert, auch niemandt dardurch 
geergert wordten, sie der straff zu entledigen. Dessen zu einer 
danckbarkeit wollen wir unssere genedige herren in unsser 
antächtig gebet einschliessen, dass sie Gott der herr, bey 
glicklicher regierung und gutem frieden auch langwürig ge- 
sundheit woll erhalten. 
E. G. 
underthenige gesellschaft der meistersinger gehorsame bürger 
in Straspurg. 


Pr... Rath 9 May 16393. 


IV. 


(VIER ACTENSTÜCKE ÜBER EINE VOM ZUCHTGERICHT VERBOTENE 
AUFFÜHRUNG 1697.) 


1) Supplication der Meistersänger (unterschrieben Hanß 
Friedrich Reinthaler, unschuldiger alter obermeister der t. M.), 
eingereicht 21. März: Die MS. wünschen ihrer alten gewohn- 
heit gemäß künftigen pfingstmontag und nachgehends zu 
noch 2 underschiedlichen mahlen ... ein gespräch oder action 
auß dem andern Buch der König des 25 capitels von der 
langwührigeu belägerung Jerusalenı, captivitet des königs 
Zedekiae unde vieler kinder Juda nacher Babylon zu halten, 
unde selbigen statun vff den hodiernum zu tirigieren und zu 
richten .. jedoch in keiner frembder oder ärgerlicher, sondern 
teutscher cleidung, zu solchem ende auch ein mehrers nicht 
von einer person under dem thor oder thur alß einen halben 
batzen zu erfordern. 


2) Nochmahliges underthäniges anruffen vnd bitten (pr. 
22. May) MS. entschuldigen sich, . dass sie nicht nach der 
Anweisung des Rates ihre tragoedj den herren zuchtrichtern 
zugestellt und deren censur und correetur erwartet haben. 
Es habe die lüfferung zum theil die weitleuffigkeit der materi 


a RS 


(dann bei 5000. versus darin begriffen) zum theil sein des 
authoris werckstatt und handthierung protrahirt und auffge- 
zogen. Da nun in Folge hiervon die Aufführung verboten 
worden sei, fallen ihnen die Unkosten beschwerlich und bitten 
sie um nachträgliche Bewilligung, wogegen sie sich verpflichten 
wollen, noch 14 Tage mit der Aufführung zu warten und 
dafür zu sorgen, dass nichts anstössiges im Stücke enthalten sei. 

3) Auszug Auss L. L. Zuchtgerichtsmemorial de anno 1637. 
Montags den 13. marti]. 

L. L. Gesellschafft der teutschen meistersänger haben 
bey hrn. räth und XXI. ein underthänige supplication ab- 
gegeben, begeren erlaubnus auf nechstkünfftige pfingstmontag 
ein teütsche action zu halten. Deren begeren für die hrn. 
zuchtrichter gewisen undt ihr supplication darauf abgelesen 
worden. 

Erkandt. Dafern sie die sach ihrem in der supplication 
gethanen erbieten nach angreiffen, auch die action wie sie 
beschrieben den hrn. zuchtrichtern zu rechter zeit zu besichtigen 
zustellen undt es alles ohne argernus geschehen würdt, ihren 

. begeren willfarth sein soll. 
Zinstags den 23. may. 

Die meistersänger lassen ihre action wie sie dieselbe 
verfasst und zu papeyr gebracht durch N. Rheinthaler den 
eltern in die zuchtgerichtsstuben lüffern. 

Mittwoch den 24. May. 

Haben die hrn. zuchtrichter die von den meistersängern 
gestrigen tags eingelüfferte action in eyl durchgangen und 
weil an underschidenen orten sich allerhandt nachdenckliches 
befindt, als würdt die sach hiemit allerdings für hrn. räth 
und XXI]. gewiesen. Zuchtgericht mpr. 


4) Bedacht (des Zuchtgerichts) wegen der meistersänger 
angestellter tragoedi ... Nun haben sie (die MS.) solche 
zuuor erforderte censur wenig in acht genommen, sondern 
die action under die personen außgetheilt und wie selbige 
nach ihrem belieben beschriben gewesen außwendig gelernt, 
etlich wochen her theils privatim theils offentlich probirt, 
exereirt, uncosten angewendet, folgendts als alles auff offenem 


wi IS: 


theatro mit großer (S 2.) weitleufigkeit zu verrichten im 
vollen werck war, erst den 23. may die tragoedi in die 
zuchtgerichtstub überlüffern lassen... 

Worauff dann erfolget dz nach außzeichnung under- 
schidlicher nachdencklicher reden die sach widerumb vor 
. E. g. gebracht und den supplicanten ein abschlägiges be- 
scheidt ertheilet worden. 

Und so woln bey E. g. gedachte Gesellschaft den 
27. may ein nochmaliges underthäniges anruffen einbringen 
lassen, mit vorwendung ihres verlusts ... sodann da sie er- 
bietig was censirt zu ändern ... 

Die Zuchtrichter raten, es abzuschlagen 1) dz sie die 
erkannte censur besser in acht nehmen. .. 2) was zur christ- 
lichen buß ... auferbaulich, von dem lieben predigampt täg- 
lich ... verrichtet würdt, 3) so ist auch der jammer, elendt, 
theurung, hungersnoth, pestilentz, blutstürtzung, verderben 
und einäscherung vieler länder und stätt, damit gott der 
herr auß gerechtem zorn und straff uns bißhero vätterlich 
in gantz Teutschland heimbgesucht, leider genügsam vor 
augen geschwebet und bekant, dz er keines solchen theatra- 
lischen reprasentierens, vielmehr aber eifferigen gebetts zu 
gott umb gnädige abwendung solcher straffen vonnöthen. 
4) So sind wegen ungelegenheit der zeit auch die bey hie- 
siger löblichen universität hiebevor mit sonderm nutzen an- 
gestelte comoadien und tragadien nun viel jahr underlaßen, 
undt sonsten andere gesellschafften als umbzug der handwerck- 
gesellen, fechtschuelen etc. abgeschafft worden. 5) Es will 
auch ferner bey jetzigen schwären und schwürigen zeiten 
nicht rathsam sein, dergleichen von frembden und heimischen, 
hohen und nidern standtspersonen, volckreichen versamlungen 
und conventus vorgehen zu lassen, darinn schier nichts anders 
als von unwillen undt ungehorsam der underthanen gegen der 
obrigkeit rebellion, andern anzügigen sachen undt unzeitige 
iudicüs über hohe und nidern standtsregenten geredet undt 
gehandelt würdt, damit die übergebene trageedi vollgesteckt 
ist, wie auß beyliegendem extract und dem gantzen inhalt 
zu sehen. 


a IT: 


V. 

(VERZEICHNIS DER VOM RATE DEN MEISTERSÄNGERN GEWÄHRTEN 
EINKÜNFTE, AUFGESETZT MFHR ALS 150 J. NACH BEGRÜNDUNG 
DER SCHULE, ABSCHRIFTLICH ÜBERGEBEN 31. MARTII 1693). 

Die fabrie unserer frawen münster und deroselben 
schaffner gibt jahrs uff weyhenachten . . . 184 
Item der schaffner dess mehrern spithals uff Petri 


und Pauli. . . . 2... 184 
Item der schaffner zur voihen hen oder St. 

' Helenae Jahrs uff Ostern . . .... 186% 
Item die ehlent herrberg durch den Schafrer da- 

selbsten jahrs uff Lucie et Otliae. . . .. 18% 
Item der schul schaffner im barfüßer closter gibt 

jährlich uff weyhenachten . . . 2....1%%4& 

v1 


(BERICHT ÜBER DIE AUFLÖSUNG DER SINGSCHULE 1780.) 


XXI. Memoriale 1780 p. 371. (Trägt Schmutzspuren, 
2. T. zerrissen). 

(Am Rande): In puncto aufgebung der hiesigen Meister- 
sänger constitution errichteter bedacht wird confirmirt (Sambstag 
den 23 september). (Im Texte): S. Tit. Hr. XXI. von Türck- 
heim referirt zufolg interlocuti vom 11'W hujus per aufgebung 
der hiesigen meistersänger constitution errichteten bedacht, 
auf dessen relation hr. rathßch. Lambrecht als codeputatus 
sich betr [Rest weggerissen]. 


Eine ehrliebende gesellschaft der [....] teutschen 
meistersänger, welche seit etlichen jahrhunderten in unserer 
vatterstatt anfänglich zu allgemeiner erbauung und fast könnte 
man sagen seit geraumer zeit zu allgemeinem spott ihre edle 
und freye kunst handwercksmässig ausübte, hat de dato 
11. hujus aus patriotischem eifer und gemeinnützigen ab- 
sichten E. G. um aufgebung ihrer constitution und nützlicher 
verwendung ihrer einkünfte angeflehet. Es haben hoch- 
dieselbe hierauf hr. secretarium Lambrecht nebst ihme zu 
genauer untersuchung ihres begehrens abgeordnet und werden 
dieselbe mir es nicht verargen, wann ich bey dieser gelegen- 
heit, da seit fast 200 jahren dieser ziemlich unbekandten ge- 





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gesellschaft, die jedoch offentlichen schutz geniesset, nicht ge- 
dacht worden, E. G. aus ihren registern und allen jahrbüchern, 
die ich zu dem ende durchgeloffen, einen kurtzen bericht 
von ursprung und fortgang dieses überbleibsels aus dem alter- 
thum vorschicke. 

Bl. 373/374 ist bis auf einen Streifen mit wenigen 
Worten und Wortresten abgerissen. 

(8.375)... welches zuvor die minnesinger behaubteten, 
so wurde alsdann nach dem genio selbiger Zeithen auß den 
überbleibseln der dichter und sänger eine handwerckszunft 
errichtet und dieselbe von den kaysern mit privilegien und 
freyheiten versehen. 

Sie nannten sich selbst zwar niemahlen meistersänger, 
sondern liebhaber des deutschen meistergesangs, so wie sich 
die alten weisen aus bescheidenheit nur philosophen nannten. 
Man muss sie nicht mit den spruchsprechern vermengen, die 
in vielen reichsstätten noch beibehalten sind, unglückliche 
improvisanten, welche bey hochzeiten und in schanken eine 
sogenannte lustige rolle umbs gelt spielen, jene sind von 
jeher in gesellschaften geordnet gewesen, die offentlich ge- 
dultet und gehandhabt wurden, sie sind an gewisse regeln 
und gesetze in ansehung der reimen gebunden und sangen 
vor diessem ihre lieder, meistens geistlichen inhalts, in den 
kirchen ab. 

- Mayntz scheinet der erste sitz diesser burgerlichen 
meistersänger gewesen zu seyn. Daselbst wurde die vorgeb- 
liche krone Ottonis (S. 376) und der von Carolo IV der 
gesellschaft verliehene wappenbrief verwahret. Ohne zweifel 
ist in dem XV. seculo durch eine Folge des guten verständ- 
nusses so von jeher zwischen Mayntz und Strassburg herschte, 
die meistersängerey von dort hierher gekommen. In Deutsch- 
land waren die fürnehmste schuhlen in Nürnberg, Augspurg, 
Ulm, Bresslau. An ersterem orth hat sich Hans Sachs ein 
schuhmacher vor andern Reimschmieden durch seine erfindung 
und besonders eine aussnehmende fruchtbarkeit außgezeichnet 
und ist von einigen zu viel gelobt, von andern zu sehr getadelt 
worden. In Strassburg thut die verordnung E. G. de ao. 1598 
schon der meistersänger sub ao. 1490 meldung; es waren auch 


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im Elsass noch mehrere meisterschaften, als in Colmar, Weißen- 
burg ete. 

Nachdem unsere Straßburger dichter 100. jahre lang in 
der stille zur ermunterung der gottesforcht und beförderung 
der kirehenmusie das ihrige beigetragen haben, aber schon 
damahls einen verfall ihres instituts zu verspühren glaubten, 
so wandten sie sich an E. G. (S. 377) legten denselben ihre 
ordnungen und tabulatur, das ist ihre kunstregeln vor, ein 
codex auß dem ich außzüge zu liefern billig bedencken trage 
und der würcklich den wahren geist der dichtkunst sehr herab- 
würdigt, und ersuchten Hochdieselben umb aufrichtung einer 
ordentlichen meisterschafft von zwölff [bewährten meistern 
nach dem beyspiel der schuhlen zu Nürnberg und Augspurg; 
E. G. willigten den 18. 7” 1598 nach abgestatteter relation 
ettlicher herren, die sie aus ihrem mittel zu untersuchung 
der sache abordneten, in ihr begehren, bekräfftigten ihre ge- 
bräuche und satzungen, berichtigten die jährliche wahl des 
ober und untermeisters und der merker oder tichter, welche 
den gesang nach den kunstregeln zergliedern und die gaben 
danach austheilen solten und gaben ihnen also durch das 
formliche decret eine gesetzmäßige existentz und die vorzüge 
eines bürgerlichen collegii. 

Allein so nutzlich diesses mittel zu unserer vorfahren 
zeit gewesen, so unschuldig und duldbar es auch noch zu 
unssern zeithen seyn mag, weilen einer weisen obrigkeit aller- 
dings angelegen ist, dass alle stände der bürger- (8. 378) 
lichen gesellschaft [eines an] gemeßenen vergnügens sich zu 
erfreuen haben, so war doch seit Opitzens zeitlien und dem 
glücklichen schwung den seither die deutsche sprache und 
poisie (so!) genommen, die meistersängerey ein verjährtes 
altstättisches institut das statt andacht gelächter und auch 
offt eifersucht unter den gliedern selbst erzeugte. Daher der 
gemählige zerfall, der eifer erkaltete, die anzahl der glieder 
nahm ab und wurde offt so schr geschmählert daß unter- 
schiedene vermächtnusse und habschafften der meisterschafften 
veräussert und verschleudert wurden. Es blieb endlich der 
gesellschaft nichts mehr übrig alß ihre jährliche einkünfften 
so E. G. selbst und andere liebhaber der deutschen sprach 


— % -- 


ihr durch geschenck oder vermächtnuß auf die hiesige stift 
und öffentlichen cassen angewiesen hatten. 

Die meisterschafft besteht heutiges tags aus sechs mit- 
gliedern wovon fünf ihrer unthätigkeit verdrossen und müde 
sich einem aufgeklärteren und oft etwas höhnischen publico 
zur schau dar zu stellen, von freien stücken (S. 379) ohne 
den geringsten eigennutz noch insinuation entschlossen auf 
ihre rechten verzicht zu thun und E. G. zu bitten die vor- 
geschlagene verwendung ihrer einkünfte zu nöthigern zwecken 
zu genehmigen. Sie haben dahero nicht nur ihren obermeister 
eine vollmacht ertheilet, sondern auch bey besessener depu- 
tation aufs neue versichert dass die begehrte aufgebung ihres 
instituts und übergab ihrer einkünften ihr ernster wille seye. 
Der 6te hat sich zwar anfänglich nicht auf dieße weiße er- 
klärt, aber heute morgens noch sein wort gegeben, dass er 
dem wunsch seiner mitbrüder anhange, und ist also das be- 
gehren derselben einhellig und in optima forma. 

Wann E. G. einigen anstand nehmen in dasselbe zu 
willigen, so werden die herren‘ deputirte hochdenselben die 
schlussworte des decret selbsten vorlegen, in gefolg dessen 
av. 1598 dieße gesellschaft ist offentlich gebilligt worden. 
Sie heissen “doch behalten wir uns bevor diesse statuten jeder 
zeith nach gelegenheit und erscheinender nothdurfft unserm 
gutdüncken und wohlgefallen nach zu mindern, zu mehren, 
zum theil oder (S. 380) gar abzuthun und zu enden“. Nun 
ist zwar keine absolute nothdurfft dieser aufgebung vorhanden, 
allein die gelegenheit ist von den dermahligen mitgliedern 
selbst E. G. an die hand gegeben worden, indem sie sämt- 
lich dieselbe begehren. Die meistersänger sind keine noth- 
wendige gesellschaft in unserer verfassung, sie waren nur eine 
privatgesellschaft, denen eine hohe obrigkeit ihre zusammen- 
künffte erlaubet. Sie hatten keine pfleger, aufscher oder bey- 
sitzer aus dero niitteln wie die armbruster oder schützen- 
gesellschaft, oder die schenckbecher- und ottonianischen stiff- 
tungen; ihre civilexistentz war also nicht de jure sondern de 
favore revocabili, eine vergünstigung unserer vorfahren, auf 
welche die dermahlige nutzniesser verzicht thun können und 
das umb destomehr da sie ihren zweck heutzutag immer ver- 


ee I 


fehlen müssen und also doch einstens den verlust ihres privi- 
legii zu beförchten haben. Freylich da man ihnen nicht nur 
nichts zur last legen kann, sondern auch sie durch ihre frey- 
willige aufgebung noch nutzen zu verbreiten gedencken, so 
sind sie aller achtung werth und verdienen dass E. G. sie 
als eigenthümer betrachten, die durch einen letzten willen 
über die be- (S. 381) stimmung ihres bißherigen vermögens 
sich erklären und die vollziehung desselben E. G. vätterlichen 
obsorge empfehlen. 

Es bestehen aber ihre einkünften 

1° in den jährlichen singgaben, welche unsere vorfahren 
seit 200. jahren der gesellschafft also gewähret dass E. löbl. 
Spithal, die hohe Schule tit. des baarfüßerclosters, das frauen- 
hauß und das Pensionum corpus tit. von guthleuthen jedes 
alle jahr 1 £ & oder 2 fl. beyträgt. 

2° in einem legat von zehen thalern jährlicher zinße, 
womit hr. Exsenator Gabriel Braunstein, der sein sämtlich 
vermögen löbl. Stift St. Marci hinterlassen, dasselbe beschwähret. 

3° in einem capital von 1000 R so der gesellschaft ao. 
1636 per legatum vermacht worden und auf hiesiger Burger- 
cassa zu 40 R jährlich verzioßlich angelegt worden. 

Die erstere einkünffte, welche nur als freywillige ge- 
schencke von E. G. anzusehen, fallen ohnehin denen respective 
Stiftern anheim, das Braunsteinische legat von 600 % wün- 
schen unsere redliche burger und meistersänger dem so nutz- 
lichen Stift Sti Marci einverleibt zu sehen. Was aber das 
capital von 1000 R betrifft, so bitten sie E. G. zu genehmigen, 
dass sie ihre (S. 382) rechten der Philantropischen gesell- 
schaft übermachen, deren nützliche bemühungen in verbesserung 
der erziehung des waysenhaußes E. G. schon öfters gebilligt 
und mit ihrem wohlwollen gekrönt haben. 

Umb dieselbe von dem dermahligen zustand dießer er- 
ziehungsanstalt zu benachrichtigen, so ist bey der deputation 
erwähnt worden, daß außer andern gemeinnützigen anstalten 
und außgetheilte lehrbücher unter arme schühler obgemelte 
gesellschafft jährlich 500 R für das waysenhauß verwendet 
und nicht nur täglich vier stunden in der französischen sprach, 
der rechen- und schreibkunst (:wie gleich anfangs:) durch 


geschickte meister unterricht ertheilen lässt, sondern auch 
einen practischen zeiehenmeister seit vier monathen hieher 
berufen der täglich zwey stunden mit vielem erfolg lehret 
und dafür eine besoldung von einhundert thalern jährlich er- 
hält. Es werden also E. G. wegen erhöhung der bestimmung 
dieses dem allgememen besten eimmahl geheiligten capitals 
beruhigt und nehmen die herren deputirte keinen anstand 
auf die gemeinnützige und lobenswürtige absichten dießer 
schätzbaren bürger E. G. aufmerek— (Rest fehlt; das folgende 
Bl. ist abyerissen). 


AUSZÜGE AUS DEN RATHSPROTOCOLLEN. 


Jahrgang 1602 fol. 261 (28. Aug.). Gorg Boch u. Martin Gosch 
i. N. d. MS. melden, dass sie morgen nach der mittag- 
predig das Spiel unfangen wollen u. laden auf die 
kursnerstub ein. 

1603 f. 333 (22. Oct.). Veit Vischer schlosser als obermeister 
der MS.: die gesellschaft (will) gleich andern stätten 
neben iren sängerschulen auch comediae u. ernstliche 
actiones halten; wünscht von der person ein batzen zu 
nehmen. -— Erkannt: Wird gewillfahrt. 

1604 f. 196 (18 Juli). Hans Muller der schlosser: MS. wün- 
schen eine com. zu spielen und von der person 2 pfenning 
zu nehmen. — Genehmigt: !/2 batzen. 

— 8. 203 (28 Juli). Ilans Muller bittet wegen der yesell- 
schaft um 100 Dielen, erbieten sich, was zerbricht, zu 
zu bezahlen. — Abgeschlagen. 

1605 f. 276 (21. Oct.). Hans Seeling: MS. wollen spielen 
eine com. vom gericht Salomonis. 

1607 f. 214 (22. Ang.). Michel Craus, Martin Gosch wegen 
des meistersanges melden wie sie eine trazoediam Rosa- 
mund genannt spilen wollen, wie gott der allmechtig 
ehebruch und verleimbdung straffe aus dem historischreiber 
Paulo Diacono lib. 2 genohmen; bitten 4 0 von der 
person zu nehmen, wie auch am sontag zu spielen. — 
Letzteres nicht gestattet, wol aber 8 Tage hindurch zu 
spielen und 1 Butzen zu nehmen. 





eu: WE = 


— 75. 225 (31. Aug.). Einladung, mit erbieten, wan sie 
kommen wollen die thüren zuzuhalten biss sie iren platz 
haben; wollen nachmittags auf der maurerstuben agieren. 
1608 f. 211 (7. Sept.). Einladung der MS. zu ihrer com, 
1609 f. 264 (9. Oct.). Wegen MS. erscheint Veit Vischer 
und hatten ein comadiam zu spielen von Glück und Un- 
glück; von der person 2 batzen zu nehmen. — Willfahren. 
1613 f. 59 (27. Febr). Wegen gemeiner gesellschaft der 
MS. erscheinen Leonhard Klein und Friderich Reindaler, 
bitten eine commediam spielen und von jeder person 4 & 
einzahlen zu lassen. Übergeben ihre kunst in eim büch- 
lein beschrieben, so intituliret. vom Narrenschneiden 
ein faßnachtspiel.e — Erkanndt. Ihnen willfaren, aber 
| weilen iezt die Zeit da man von der passion reden hoeren 
soll, und nach ostern noch leuthı genueg zu finden sein 
die des schneidens und schnits bedoerfen werden, soll 
man ihn sagen, sollen biß nach ostern einstellen. 

— ff. 224 (24. April. Neue Einladung. — Sollen nuhr 

l/a batzen von der person nelımen. 

1617 f. 137 (19. Mai). MS. wegen erscheint Daniel Stein- 
bock, Hans Selneg, wünschen eine eristliche tragaediam 
von dem todschlag Abel so zu Nurnberg getruckt zu 
spielen ; und von der person # & zu empfangen. — Erk. 
Sie sollen das Stück noch vorlegen. | 

—  f. 139 (24. Mai). MS. wollen nuhr 9 person loquentes, 
dorunder 2 teuffel. — Willfahren. 

— f. 151 (1. Juni). Wegen der MS. erscheinen Georg 
Burckhardt der alt ratherr, Daniel Steinbock und Georg 
Roch. Bedanken sich für die Erlaubnis. Und weilen 
aber sie ein opfer dobei ein führen und ein klein feuer- 
werck, welches zu dreyen molen etwan uff 12 R unge- 
ferlich zu allen orten machte, haben müsten, beten sie 
underthenig dass man es ihnen durch den leutenampt 
Folßen uff dem zeughoff machen laßen wolte. — Erk. 
Weilen Ihnen vergunnt dz sie von jeder person 4 & 
nehmen mögen, so sollen sie es uff ihre kosten machen 


laßen, doch wolle man ihn den Folßen und den ußren 
zeughoff verstätten. 





ur ö: e 


1621 f. 137 (6. Juni). Wegen der MS. erscheinen Hanß 
Muller und Daniel Spiess, ubergeben ein auszug von 
einer comaedia die sie spielen wollen de Juliano Cesare 
so A® 363 gelebt, wie er von seinem reich verstossen 
und wider dozu kommen, soll 5 Actus haben mit einem 
nachspiel. Wollen von der person nehmen was gewöhnlich. 
— Erk. Sollen 4 & nehmen würfen. 

—  f. 129 (11. Juni). Hans Schlinger lädt zur Com. (dies- 
mal um 1 Uhr) ein. 

1626 f. 78 (19. April). Erscheinen Daniel Steinbock und 
Michel Keinlawel und legen ein exemplar von 2 tragoedien 
für, die ein Rosamundt, die ander Mammons Sold genant, 
und neben dessen noch 3 kurtzweilige spiel. 1. wie ge- 
wunnen so zerrunnen, 2. glückwechsel, 3. dz Narren- 
schneiden, baten nach pfingsten spielen zu dürfen. -- EG. 
hab vernohmen alß wolten die academici auch etwas 
auf das Theater bringen, es sei ihnen aber wegen der 
sorglichen Kriegsläufte verboten worden; darüber wolle 
man sich zuerst noch erkundigen. 

1637 f. 34 (8 März). Hanß Fridrich Reinthaler u. Michel 
Glitz bitten um Erlaubniss im Namen der MS. ein action 
zu halten auß dem 25. capitul dess 2. buchs der könig, 
von der belagerung Jerusalem u. captivität deß königs 
Zedekiae. — Erk. Ist für die h. polizeyrichter gewiesen. 

— f. 72 (24 May). Die Policeyrichter firlen Nachdenkliches 
in der tragoedie der MS. — FErk. für dissmahl das vor- 
haben ableinen u. sollen die hrn. Zuchtrichter die aution 
mit fleiß durchgehn. 

-— Ebenso S. 75, 3 Jumt. 

1642 f. 32 (26 März). MS. ersuchen umb vergünstigung dab 
sie möchten nechst künfftigen ostermon- und dienstag 
eine tragoedie von dem verlohrenen sohn spiehlen und 
von der persohn ainen halben batzen fordern. — Wird 
wilfahrt. 

— f. 40 (9 April). Johan Friedrich Reinthaler invitiret im 
Nanen der MS. — Gedankt. 
1643 f. 18 (11. Febr.). MS. suppliciren mündlich nechstkünf- 


tigen ustermontag die historiam von dem propheten Jona 


zu representiren. — Abdgelehnt. 
1646 f. 47 (8 Juni). MS. supplicieren in Johanni mess eine 
commedi zu spielen von Jona. — Abgelehnt. 


1650 f. 20 (6. Febr.). MS. bitten um erlaubnus die historiam 
von der Susanna auff der tucherstub dreymahl nach ostern 
zu agiren und 6 & zu nehmen. — MWillfahrt, aber nur 
46& zu nehmen. 

— f. 59 (11. Mai). MS. bitten die Susanna nebst einem 
Nachspiel auch künfftigen Dienstag u. Mittwoch spielen 
zu dürfen, haben vil spesen gemacht, aber zur Zeit noch 
geringen genuß gehabt. — Willfahrt. 

— f. 109 (17. Aug.). MS. bitten künftigen Montag über 
4 Wochen zwo commedien eine von dem Tobia und die 


ander von dem konig Albino halten zu dürfen. — Ab- 
gelehnt. 

1651 f. (8 Febr). MS. wiederholen das zuletzt gemachte An- 
suchen. — In Bedacht gezogen. 


— f. 26 (10. Febr.). Bewilligt; sollen sich aber deß zechens 
dabey müssigen. 

— f. 58 (2 April). MS. zeigen an duß sie nächstkünftige 
Wochen spielen. — Sollen vor M. H. raum behalten. 

- f. 88 (24 May). MS. wünschen außer den 6 Tugen noch 
2 spielen zu dürfen. — Abgeschlaygen. 

— f. 141 (23 Augy.). MS. wollen 6 tag agiren von dem 
Holoferno und konig Theodosio, auch etliche neuwe inter- 
Iudien. — Willfahrt. 

1654 f. 59 (17 April). MS. berichten ihr vorhaben. etliche 
actiones in den pfingstfeyertagen zu halten. —- Geslattet, 
aber nur zu 4.03 Eintrittsgeld. Sollen. Herren deputiert 
werden die die versch durchgehen ob nichts scandalos in 
denselbigen begriffen. 

1697 S. 84 (13. May). Für MS. bitten Joh. Philipp Blumel 
und Johann Niclaus Schreiber ihnen endlich zu erlauben 
einige trauerspiele auf offenem T’'heatro zu praesentiren. 
-— Ratsherren werden deputirt zu sehn, was sie für 
Stücke aufführen wollen. 

— 8, 101 117. Juni). Blümel «als Obermeister derMS. bittet 





— 10. — 


den Rat ihren theatralischen Schawspielen und zwar dem 
von Jloloferne nachnuttag umb 3 Uhr und dem von David 
und Goliath biß zukünfftigen Donnerstag den 20 auf 
E. E. Zunft der Tucher beizuwohnen. -—- Gedankt. 

— 8.118 (15. Juli). Blümel lädt ein zu ihrem anderwerthen 
noch nie gespielten Trauerspiel die gestraffte verleumb- 
dung und belohnte gottesfurcht titulirt, morgen Nm. 
um 3 Uhr beizuwohnen. 

— 8. 156 (16. Sept.) Blümel lädt ein zu ihrem Schaw- und 
Trauerspiel die beständig Mutter genannt, morgen als 
den 17h. — 

llerr Prator. Es soye gar guth dass die Meistersänger 
selbst kommen und wollen ein end von ihren Schauspielen 
machen, die herrn Deputirten würden zu ersuchen seyn 
daß sie ihnen zusprechen möchten, in ihren guren Vor- 
haben zu verharren und der Sache dann ein ende zu 
geben, denn wie eußerlich verlauthen wollen währen 
etliche unter ihnen gewesen so ihr handwerek gar nicht 
mehr geachtet und ein Lection auß diesem wesen gemacht 
haben, derowegen das beste sein würde, wenn ein jeder 
wieder zu seiner handtierung und respective handwerck 
gehe und demselbigen Heißig abwarte und sein weib und 
kind ehrlich mache. -- 

Erk. Gratijs actis pro invitatione herrn praetoris reg 
Meinung gefolgt. 

1699 S. 98 (23. Mar). Nomine FE. E. gesellschafft der Meister- 
sänger allhier Johann Niclaus Schweickard und Johann 
Michael Bauın die Obermeister bitten um Erlıulnis co- 
moedias zu agieren. — 

Hr. Syudicus Klinglin meldet, es seye der imploranten 
begehren zwar der allhiesigen Policeyordnung nicht zu- 
wider, und auch nicht ohne nutzen, wann der allhiesigen 
Burgerschafft einige ehrbare und erbawliche stück und 
comoedien repraesentiret werden, allein es wäre dieses 
dabei zu consideriren dass diese leuth meistentheils hand- 
wereksleutli seven und durch haltung soleher comoelien 
ihr handwerck hindann setzen und in das luder geratheten, 
und also nachgehends, wann sie ihre subsistenz nicht mehr 


=. 307- 


haben könnten, das publiecum damit chargirt werde; dess- 
wegen er dann darvor halte daß ihnen zwar in ihrem 
begehren willfahrt werden könte, die erlaubnuß aber auff 
eine gewisse zeit und etwa auf 3 Monath restringirt und 
gesetzt werden könte; inzwischen würde man sehen können, 
wie sie sich anlassen und ihre subsistenz behalten werden, 
da ihnen dann nach beschaffenheit der sach jeder zeit 
mit gesuchter prolongation deß termins würde können 
gewillfahrt werden. — 

Erk. Würd Imploranten zwar in ihrem berehsen, einige 
ehrbare stuck zu praesentiren willfahrt, die erlaubnuß 
aber auf 3 Monath restringirt und soll denselben zugleich 
beditten werden dass M. H. lieber seheten, wenn sie es 
inkünftig bleiben ließen. 

S. 140 (8 Aug.). MS. (Joh. Mich. Baum u. Joh. Nicl. 
Schreiber) laden ein zu ihrem Schauspiel die Dorothea 
genandt; Rath nimmt die Einladung an. 


1693 8. 63 (30 März). Für die MS. erscheinen Paul Führig 


u. Johann Martin Ring: Die Vorfahren des Rathes haben 
den MS. auch auf die Rothe Kirch 1% auf Ostern an- 
gewiesen ; seit 1684 sei dies nicht gezahlt worden, bitten 
um Herstellung. — 

Erk. Soll ein Extract aus ihren Büchern verlangt 
werden. (8. 0. 8. 80. 87.) 
S. 70 (13 April). Syndicus referirt, daß der Extract 
geliefert ist... weilen dieses Pf. #% nicht als ein redevance 
auf der rothen kirch hafte, sondern bloß alß ein simple 
assignation anzusehn u. angeregte kirche noch nicht in 
einem stand daß von darauß was zu hoffen, alß hielt er 
darvor daß bei so gestalten sachen dieses pfund &% auf 
das neue corpus verlegt werden könnte. — E. H. gefolgt. 


1716 S. 31 (11 Mai). MS. ersuchen ihre Stücke aufführen 


zu dürfen. 

Pret. Reg. es sei dies nicht das erste mahl;, man möge 
ihnen auch jetzt willfahren; doch mit dem anhang dass 
sie sich bescheidentlich dabei aufführen sollen und soll 


solches auf einer zunftstuben gehalten und der preis 
Strassb. Studien. 7 


Tem [3 u u» 


nt OR RR 99 


Be: a EEE, nn ne -— .., =. 


8 — 


durch die hrn. deputirten regulirt werden. — Es wird 
Hrn. Pret. Reg. gefolgt. 

— 58. 42 (27 Juli). MS. danken, laden ein: bitten Tag zu 
benennen und aus ihren pieces ains zu erwählen. — 


ABWECHSELND BEWIRTSCHAFTETER GEMEINDE- 
ACKER. 


Zu Sesenheim besteht, worauf ich durch eine freundliche 
Mitteilung des Herrn Pfarrers Lucius aufmerksam gemacht 
wurde, neben dem Privatgrundbesitz und neben einem Ge- 
meindebesitz an Grund und Boden, der durch Verlehnung 
nutzbar gemacht wird, auch ein abwechselnd von den einzelnen 
Gemeindemitgliedern bewirtschaftetes Ackerland. Dies Acker- 
land ist in 206 Lose geteilt, welche alle 12 Jahre (bis 1867 
alle 9 Jahre d. h. durch 3 Perioden der Dreifelderwirthschaft) 
unter den haushäblichen und verheirateten Ortsangehörigen 
neu verlost werden. Die Jüngern, welche zum Bestand der 
"Bürgerschaft hinzutreten, warten bis Ältere aussterben oder 
sonst abgehn. Witwen behalten ihr Losrecht, auch solche 
Eltern, welche den eigenen Besitz ihren Kindern Altershalber 
übertragen. Man kann sein Los auch an andere verpachten. 
Jedes Los bezahlt seit der Erbauung des neuen Schulhauses 
(1877) jährlich 6 Mark, früher bestand keine Abgabe. Die 
zu einem Los gehörenden Grundstücke sind übrigens so ver- 
teilt, dass die Güte des Bodens im Ganzen ausgeglichen ist. 

Wie die Einrichtung entstand, darüber geben die Ur- 
kunden keine Auskunft, die ältesten Bannbücher aus dem 
Anfang des 18. Jahrhunderts kennen sie bereits. Nach un- 
verbürgten Angaben soll sie bei Gelegenheit der Urbarmachung 
von ‘ehemals durch den Rhein überfluteten Ländereien ein- 
getreten sein. Dafür spräche allerdings der Umriss des Acker- 
landes im Gemeinbesitz, welcher auf ein ehemaliges Flussbett 
hinweist. Ueberdies ist die Einrichtung auch in den Nachbar- 
gemeinden vorhanden, im ganzen Ried, am Rheinufer von 
Drusenheim bis Lauterburg, nicht aber jenseits des Hagenauer 
Forstes. 

Indessen las ich auch von Wüstungen anderswo im 


— 9 — 


Elsass, die auf dieselbe Weise von den Nachbargemeinden 
aus bewirtschaftet werden. J 

In jedem Fall ist die Verlosung des Gemeinbesitzes und 
der regelmässige Wechsel der Bebauer ein Zustand der an 
die alte Agrarverfassung der Germanen (Tacitus Germania 
26) erinnert. Nicht dass ein Rest der Agrarverfassung sich 
hier sollte erhalten haben, aber die Grundanschauung hat 
auch bei den späten Nachkommen Einrichtungen hervor- 
gerufen, welche den ältesten ähnlich sind. So gut wie man 
auf die sogenannten Gehöfer auf dem Hunsrück zur Ver- 
anschaulichung der taciteischen Angaben hingewiesen hat, darf 
auch der elsässische Gemeinbesitz dafür verwendet werden, 
unbeschadet der Verschiedenheit in einzelnen Zügen. 


E. M. 


MEISTER HESSE, DER SCHREIBER VON 
STRASSBURG. 


Rudolf von Ems in seinem Wilhelm von Orleans ant- 
wortet auf die Aufforderung der Frau Aventiure von ihr 
weiter zu erzählen (Wackernagel Lesebuch, 5. Aufl. Sp. 788 
2. 28 ff.) 


nu tete ichz, ob ich wesse, 
ob mir meister Hesse, 

von Sträzburc der schribere, 
wolde disiu mere 

prisen, ob si weren gut. 

Ja er benamen; jä, er tuot. 
er hät bescheidenheit sö vil, 
swä er getihte bezzern wil, 
daz er ze rehte bezzern sol, 
da kumt sin überhoeren wol: 
wan ez bezzerunge holt. 


Meister Hesse, dieser merkeere Rudolfs, ist gewiss der 
Hesso notarius burgensium, welcher im Strassburger Ur- 
kundenbuch 186,4 (ao. 1233) und 199,8 (1237) erscheint. 
Für die schwierige Datierung des Rudolfschen Gedichts ist 
damit freilich noch nicht viel gewonnen. E. M. 


(+ 


— 10 — 


MINNELIED. 


In der Handschrift der Schlettstädter Glossen, welche 
W. Woackernagel in der Zeitschrift für deutsches Altertum 
V, 318—368 veröffentlicht hat, finden sich auf fol. 132° unten 
umgekehrt von einer Hand des 14. Jahrhunderts folgende 
Strophen eingetragen, ohne Absetzung der Zeilen und mit 
Abkürzungen die ich auflöse. In den letzten zwei Zeilen er- 
gänze ich verwischte Buchstaben. ZA bedeutet den Refrain 
(responsum?), Uus die Strophe (versus), ebendies auch Zm, 
was ich nicht aufzulösen weiss. | 


Ich wen vil dick, ez si mir kunt, 

sa müg nit lieber werden. 

Doch liebet si mir alle stund 

‚die wil ich leb uf erde. 

Ich wais si (lies wol?) in dem leben min 

muoz ainr in irem dienste sin: 

sust bin ich, buol, gestiget dar (lies gedinget dir ?). 
R. Uns mag geschaiden lieb noch laid. 

waz trüw vnd rehtü stätikait 

mag bringen, daz vindst du an mir. 


Lm. Ir angesiht bringt muotez mer 

denn ich mit fröden ie gedaht. z 
Wa ich nu mine sinne ker, 

kain ander in min hercze naht. 

In sin, in müt wunst du mir mit, 

du bist mir lieb, dez zwiuel nit: 

din trost ist all minss herczen gir. R. 


Uus. Waz du wilt, daz wist ich gern 
vnd sol ouch genczlich fröwen mich: 
A’n schaiden, dez solt du enbern. 

des mäht ich nit geweren dich. 

Ich wil noch mag nit abelan, 

lip h[erze] muot und waz ich han 

ez ist nit min, est alllez] ir. R. 


DIE ALTHOCHDEUTSCHE SPRACHE IM ELSASS 
VOR OTFRID VON WEISSENBURG. 


NACH NAMEN IN URKUNDEN DARGESTELLT. 


EINLEITUNG. 


— 


Die von Theodor Jacobi in den "Beiträgen zur deutschen 
Grammatik’ und von Jacob Grimm in der ‘Geschichte der 
deutschen Sprache zuerst, dann besonders eindringend von 
Müllenhoff in der Vorrede zu den Denkmälern' angewandte 
Methode, den Lautstand von Eigennamen aus wohlbeglaubigten 
Urkunden für die Chronologie der Sprache und für die zeit- 
liche und örtliche Feststellung der Abfassung dieses und jenes 
Denkmales heranzuziehen, ist in den letzten zehn Jahren mit 
schönem Erfolge auf die specielle Erforschung der ältesten 
grammatischen Verhältnisse des alemannischen, des bairischen, 
des hochfränkischen und des sächsischen Dialektes übertragen 
worden. Im Folgenden soll nun der Versuch gemacht wer- 
den, auf gleiche Weise den Stand der althochdeutschen Sprache 
im Elsass zu bestimmen. Der dieser Landschaft entstam- 
mende erste althochdeutsche Dichter, Otfrid von Weissenburg, 
dessen ausführliches, im Jahre 868 abgeschlossenes Werk volles 
Licht auf den Stand der elsässischen Mundart in der zweiten 
Hälfte des neunten Jahrhunderts wirft, bildet den Grenzpunct 
unserer Untersuchung, ein Grenzpunct, welcher schon aus dem 
äusserlichen Grunde geboten wäre, dass unsere wichtigste 


Quelle, die Sammlung der alten Weissenburger Urkunden, 
Strassb. Studien, 8 


— 10 — 


mit dem Jahre 861 plötzlich abschliesst. Die Untersuchung 
selbst ist lohnend im Hinblick auf das reiche, noch nie in 
. vollem Masse zu grammatischen Zwecken verwendete Ur- 
kundenmaterial, lohnend auch im Hinblick auf dieses Land, 
welches während des ganzen Mittelalters in Litteratur und 
Kunst, überhaupt durch seine ganze Cultur einen mächtigen 
Einfluss auf die rechtsrheinischen Stammesgenossen ausgeübt 
hat. Doppelt schwierig ist sie aber in Anbetracht des Um- 
standes, dass unsere Urkunden nicht eine einheitliche Masse 
bilden, sondern nach verschiedenen Kategorien zu trennen 
sind, ferner deshalb, weil nur eine verschwindend geringe 
Anzahl im Original, die Uebrigen in mehr oder weniger 
gleichzeitigen Copien vorliegen. Die Regel, solche Abschriften 
nur dann zu benützen, wenn sie bis auf den Buchstaben treu 
sind und nicht aus zu späten Jahrhunderten stammen, ist auch 
hier befolgt worden. Glücklicher Weise musste nur Weniges 
ausgeschieden werden: ein kurzer Ueberblick genügte, um zu 
erkennen, dass auch in den Abschriften je nach der Zeit der 
ursprünglichen Ausstellung eine Entwicklung der Laute er- 
sichtlich ist, die Abschreiber die Eigennamen also nicht in 
ihre eigene Aussprache und Orthographie umgesetzt haben !. 
Auszuscheiden sind allerdings alle unechten Diplome, sowie 
die Urkunden Fremder, namentlich der Könige und Kaiser. 
Diese zeugen nur für die Sprache der höfischen Kanzlei. Nicht 
verworfen haben wir dagegen undatierte, sonst unverdächtige 
Urkunden; wir haben vielmehr durch innere und äussere An- 
haltspuncte, namentlich durch Vergleichung der Zeugennamen 
ihre Abfassungszeit festzustellen gesucht. Dass wir richtig 
geurteilt, davon haben wir uns im Laufe der grammatischen 
Untersuchung vielfach überzeugen können. Bei solchen Ur- 
kunden, deren Datierung aus diesem oder jenem Grunde nicht 
gleich sicher auf der Hand liegt, sind die Gründe jeweilen 
angegeben. Jeder Urkunde ist auch die Bestimmung der 
darin vorkommenden Oertlichkeiten beigefügt. In ausreichen- 
dem Masse ist nämlich eine solche Fixierung erst für das 


1 So haben sie ja auch das corrupte Latein der merowipgischen 
Zeit unverändert herübergenommen. Martin. 





— 13 — 


Ober-Elsass geschehen in Stoffels ‘Dictionnaire topographique 
du Haut-Rhin‘, Paris 1868, 2. Aufl. Mülhausen 1876; für 
die zahlreichste Gruppe dagegen, die Weissenburger Urkun- 
den, sind nur Vorarbeiten vorhanden (Förstemann: “Altdeut- 
sches Namenbuch, Band II, Ortsnamen, 2. Aufl. 1872; Ba- 
quol-Ristelhuber: L’Alsace ancienne et moderne‘, Strassburg 
1868; Bossler in Zachers ‘Zeitschrift für deutsche Philologie’, 
Bd. VI, 153—159, 329, 404—418, Bd. IX, 184—186). Un- 
sere oft schwer zu treffenden Bestimmungen haben wir unter 
Berücksichtigung der in den einzelnen Urkunden bezeichneten 
Gegenden und mit Hilfe der von der geographisch-statistischen 
Abteilung des grossen Generalstabes herausgegebenen ‘Karte 
von Elsass-Lothringen’ ‚(Berlin 1879) durchgeführt. 

Der Hauptteil der Arbeit, die grammatische Untersuchung, 
ist nach dem Princip der Gegenüberstellung der alten (go- 
tischen) und der hochdeutschen Lautstufe verfasst. Da wir 
es nur mit einer Lese unzusammenhängender Namen zu thun 
haben, ist nur das berührt, was für die Chronologie der 
Sprache und der Örthographie wirklich von Wert ist, also 
der Umlaut, Diphthongisierung des ö, Monophthongisierung 
des au, ferner die Verhältnisse des ai und iu, sowie die hoch- 
deutsche Verschiebung der Mutae. Die Erforschung des Laut- 
standes von Namen ist ja wesentlich nur ein Mittel zum 
Zweck der Fixierung wirklicher Denkmäler. Untergeordnete, 
oft nur aus einer plötzlichen Laune des Schreibers oder gar 
auf Hörfehlern beruhende Lautveränderungen sind daher ohne 
Berücksichtigung geblieben, offenbare Schreib- und Druck- 
fehler stillschweigend corrigiert worden!. Dass namentlich 


1 Im Texte sind folgende Schreib- und Lesefehler der Urkunden 
verbessert worden: 

I. Weissenburg. 2.23: Seulaigo. 4.94, Ö.33, 6.34: Bisariga. 
4.25: Chussus. 4.55, B.55: Cunstino. d.3,: Cuhnchyrino. 5.57: Choccus. 
6.4: Uuizerburgo. 7.33: Lauririgu. 8.,3 Ledoaldus. 9.;,n: Eborinti. 
9.4: Codoinus. 10.5: Uuizerburgo. 10.35: Cumdoberto. 11.,, 3: Tru- 
dauindae. 11.,: Trundauinde. 17.5: Gundione. 19.,4: Colaichone. 
2%0.,: Audionus. 20.35: Radoingus. 21.;,: Frimialdus. 23.,5: Tha- 
riauuino. 26.49: Barochone, 27.,,: Uuarigar. 28. ,,: Odolcrhamno. 
29.,,: Setharis. 34.19: Gebetho. 35.9: Audoinda. 36.45: Escalconi. 
37.25: Areouillari. 88.,: Coquila. 38.45: Muacbacho. 38.50: Uingi- 

gr 


— 104 — 


in Folge der vielfachen Ungewissheit über die Kürze oder 
Länge eines Vocals manchmal Irrtümer mit unterlaufen, soll 


bergar. 38.51: Uuinzenburgo. 40.5: Tedolinus. 42. ,,: Uuisodo. 
43.3, g: Chodoaldo. 49.4: Gifrido. 47.,,: Uuangrunlfi. 55.,: Eroal- 
dus. 55. ‚: Dagomaris. 56. 2: Amalgardus. 56. ,,: Faginhildus. 56.55: 
Leutplinde. 56.,,: Uindidane. 56.3: Alihila. 57. ,,: Angiliani. 59. .: 
Raginliodus. 60.,: Thedericus. 60.,;: Uuanindelmarus. 60.,,: Aldal- 
baldus. 61.;5: Gislarico. 61.,9: Hermidaldo. 69. ,,: St..gtrude. 72.35: 
Molinauna. 83.15: Gozoldolt. 85.;9: Babdfridus. 94.,.: Oranolfus. 
95.5: Teutbabdo. 95.50: Chrigero. 97. 2: Gundaco. 100. ;s: Pinpini. 
100. 35: Uuolfeuni. 105. ;s: Uuinbino. 105. ;,s: Ebrotio. 106.,: Berse- 
regus. 11l.,: Alasicinse. 112.,,: Enchenstaine. 122. ,,: Cierorlfi. 
124. 19: Herod. 127.,,: Man..rat. 161.,,: Uuagione ciuitate. 164. 5,: 
Bdiorin. 170.20: Lagdrado. 170.,,: Errao. 180. „: Gaustricus. 194. ;.: 
Thotberto. 195.41: Roginda. 19.;,6: Landumfo. 199. ,,: Uualdrid. 
204. ,: in pago Saline. 204. ,,: Heochiolfo. 228. ,3: Eburguigo. 239. .: 
Liuthaem. 244.3: Adadramno. 244..,: Fastgern. 246.,: Erhartis. 
259. 4,: Icimrico. 265. ,,: Beatar. 

Beachtenswert ist, wie die Fehler mit der Zeit immer mehr ab- 
nehmen: ?2/, entfallen auf Urkunden, die vor der Mitte des 8. Jahrh. 
ausgestellt sind. Durch Vergegenwärtigung der Schriftformen des 8, 
und 9. Jh., sowie durch Vergleichung mit den richtigen Namen in den 
gleichzeitigen Stücken lassen sie sich leicht corrigieren. Es sind zu- 
meist einfache lapsus calami, entstanden durch mangelhafte Schreibung 
von Buchstaben im Original und daraus für den Abschreiber hervor- 
gegangener Verwechselungen (a und u, 8 u. eo, a u. ic, b u. li, ch u. 
d,nau.r,nur,su.f,su. r, um u. imi, un u. uu, un u. int, t u.6, 
t u. r u.8.w.), durch Auslassung von einem oder mehreren Buchstab en 
(d. 57 9. 12 11. 53 40. 6 42. 17 43. ER) 50. 6 60. ef) 94.20 97. 19 161. 40) 170.25; 
194.165 45, 3.10 43:19 204.9 u.8. w.), durch Dittographie (20. ;, 
56. 25 60.19 83. 16; 108. 15), durch unzulässige Umstellung (5. 5, 17.5, 
20. 8) 28. 1m 61. 418: 95. FI 111. » 180. 19 195. 1) etc. 

Zu eigentlicher Conjectur war nur Gelegenheit geboten in den 
unvollständig überlieferten Namen St.. gtrude 61. ,„, Man ..rat 127... 
Bei ersterm ergab sich die Emendation in Stargtrude von selbst, we- 
niger sicher ist die Ergänzung zu Managrat. 

Im Ganzen ergibt sich, dass die in den Ö0er Jahren des 9. Jh. 
thätigen Abschreiber das Original, man könute sagen mit sklavischer 
Treue reproduciert haben, was für die sprachliche Untersuchung aller- 
dings sehr erfreulich ist. Die Abweichungen in den doppelt oder drei- 
fach vorhandenen Urkunden waren also schon in den Originalen, und 
auch da haben wir weniger Copie der einen Urkunde aus der andern, 
als vielmehr doppelte Ausfertigung in dem Sinne anzunehmen, dass die- 
selbe durch Dictat stattfand, in Folge dessen der Schreiber sich in der 


nicht bestritten werden, das Gesammtresultat werden sie aber 
niemals beeinträchtigen. 


Orthographie an keine Vorlage zu halten hatte, manchmal auch ähn- 
lich klingende Namen verwechselte. Bisweilen wurden in solchen zweiten 
Exemplaren auch Zeugen weggelassen oder hinzugesetzt (vgl. num. 
4—6, 111 und 112). 

Anhang (Strassburger Urkunden). 272. ,,: Ghrbuinus. 274. 24: 
Erinenegunde. 274. ,,: Hardrino. 274.40: Uuanhaldo. 274.,,: Erhusto. 

II. Fulda. 277.,: Eringinsashaim. 

III. Murbach und Gregorsmünster. 288.,: Marbach. 
288. ‚0: Uuiglulfo. 288.,,: Adalindi. 288. „: Feumilfi. 289. ,: in pago 
Alsacin.. 290..,: Lintoni. 291.,0: Hunishuns. 291.,,: Rosusago. 
291. ;,: Gonzolinhuns. 291.51. Ossinhuns. 291.25: Sigiddo. 292.5: 
'Lielisine. 292. 42: Sfroreii. 292, ,3: Antberti. 292. ,,.: Hadime. 292. ;e: 
Ganebaldi. .292. ,,: Hagiberti. 293. ,,: Rickbaldi. 293. „: Manganperti. 
294.,: Leutmaricsheim. 294.,: Hysinbust. 294. ,: Chefecla. 295. ;: 
Aritpertus. 295. 4, 19 22: Usitericus. 295.,: Anngehiseshaim. 295. 43: 
Usigeri. 295. ‚g: Saghinsamno. 295.20: Perghumone. 295. ,ı: Angehise 
curte. 296.2: Ganspaldus. 297.,: Atheut Bergione. 297. ,o: Heuta- 
rius. 298.,:: Franckorum. 298. ,,: Wicolberti: 298. ,s2: Astherici. 
298. ;: Ganfridi. 299. ,,: Haltbadus. 300.,: Adiberti. 300.9: Fela- 
kirche. 300. „: Hilffodori. 300. ‚,: Herbdalfi. 300. ,,: Thaedus Dyrcase. 
301.42: Felakyrchio. 301.1g: Wolfcans. 301. j: Hiderici. 301.31: Ah- 
homine. 301.94: Eodardus. 302. ,g: Autberi. 303.4: Adimarus. 308. „, g: 
Starhildis. 305. ;,: Otodian. 306.,: Ingermegilmaro. 306.4: Embarti. 
307. 9: Siginfridus. 307. ,o: Murailpus. 307.25: Richolii. 308. ,„: Mari- 
boni. 309.,: in page Augusttaunginse. 309.,: in fine Methimise. 
309 ;s: Ewilhaberti. 310. ,,: Sichibardi. 310. ,3: Hiltwoldi. 310. 4: 
Hantperti. 310. ,„: Ratpes. 310.20: Herzradi. 311. ;,: Wolfiarii. 311. jo: 
Christianno. 31l.g0: Wolgerimi. 311..,: Huuduini. 311.25: Angiboldi. 
311.25: Ruellandus. 312. ,3: Renhildi. 313. ,s: Liuetoldi. 313.54: Ar- 
maberti. 313. 3,: Ruhardi. 314. ,,: Rethoni. 315. 4,3: Heymot. 315. 4: 
Wadalgon. 315. ,;: Ebrarolt. 315. 46: Angibold. 315. ,5: Waldalrich. 
316.5: Hadomansi. 316.35: Ridwart. 316. 3: Freelich. 317. ;g: Wolf- 
herda. 317.95: Eyvarti. 317.25: Herdo. 318.,: Gherhanho. 318. j: 
Excomberto. 318. ,: Sighertamno. | 

Gegenüber den ziemlich geringfügigen Verstössen in den Weissen- 
burger Urkunden wimmeln die Murbacher Chartulare förmlich von 
Fehlern. Dieselben sind den um mehrere Jahrhunderte jüngeren Ab- 
schreibern zur Last zu legen. Sie konnten eben die Schrift des 8. Jh. 
nicht mehr recht lesen und machten dieselbe aufs Geratewohl nach, 
woraus die grammatisch unsinnigsten Wörter sich ergeben. Dieser 
Unsinn beweist auf der andern Seite die gute Treue der Abschreiber, 
wenn wir freilich nicht verschweigen wollen, dass einige an sich 


— 106 — 


Was endlich die Scheidung der Urkunden nach ihrer 
Herkunft betrifft, so mag der folgende Abschnitt darüber 
Rechenschaft ablegen. Dass übrigens eine solche Sonderung 
unbedingt notwendig ist, wird die grammatische Untersuchung 
zur Evidenz darthun. z 


richtige Wörter, wie Dorloshaim (291.,), Bodenhaim (291. ,),. Ensuss- 
haim (291. ,), Rotmarsheim (291. ,,), Ongirnhaim (308.,), Heiderheim 
(319. „), Rudmundus, Rudo (292. ,, 301. ,; s. übrigens die grammatische 
Darstellung), um nur diese zu erwähnen, der Sprache des 8. Jh. wenig 
gleichsehen. Dass trotzdem auf dieses Material, selbstverständlich 
mit der grössten Vorsicht, sprachliche Schlüsse können aufgebaut wer- 
den, zeigt der ungesuchte Erfolg der grammatischen Untersuchung, 
durch welche die heutige allmälige Abstufung des elsässischen Dialektes 
vom Fränkischen zum Hochalemannischen als bereits zu althoch deutscher 
Zeit bestehend nachgewiesen wird. 

Im Uebrigen beruhen die erwähnten Fehler so ziemlich auf den 
gleichen Veranlassungen wie die in den Weissenburger Urkunden ; ihre 
Remedur ist daher nach ähnlichen Grundsätzen durchgeführt worden, 
wenn auch hier die Conjectur und die Unsicherheit begreiflicher Weise 
in viel grösserm Masse Statt hat. 


QUELLEN. 


I. Traditiones Possessionesque Wizenburgenses. Codices 
duo cum Supplementis. Impensis societatis historicae Pala- 
tinae edidit ©. Zeuss,. Spirae MDCCCXLII. 390 S. gr. 4° mit 
einem Facsimile. 

Der ‘Codex Traditionum Wizenburgensium‘, lange ver- 
schollen, seit 1841 im Besitz des historischen Vereins der 
Pfalz zu Speier, zerfällt in vier Teile. Die drei letzten kom- 
men für unsern Zweck nicht in Betracht. Es sind: der Liber 
Possessionum oder das Polyptychon Edilini abbatis, Pergament- 
handschrift von 65 Blättern aus dem Ende des 13. Jh., ein 
Verzeichnis der damaligen Güter und Einkünfte des Klosters 
Weissenburg; ferner der Codex Privilegiorum, endlich der 
Liber Feudorum. 

Der weitaus wichtigste Bestandteil ist aber eben der, 
welcher uns beschäftigt, der erste, der Codex Traditionum, 
auf der Rückseite mit dem Titel liber donationum’, 86 Per- 
gamentblätter in gr. 4%, zu gleicher Zeit von mehreren 
Weissenburger Mönchen geschrieben. Zusammengesetzt ist 
er aus einzelnen Quaternionen von je acht Blättern. Durch 
das ganze Werk hindurch ist eine vor allen andern sich aus- 
zeichnende Hand zu bemerken, von der auch der Index 'hec 
sunt nomina, que renouata sunt de pago alisacinse' herrührt, 
und die an mehreren Stellen mit roter Tinte zu einzelnen 
Urkunden Ueberschriften gesetzt hat. Solche Ueberschriften 
sind teilweise auch noch von einem zweiten Corrector beige- 
setzt worden. Die Abschrift ist von den Mönchen ohne jede 
chronologische Ordnung gemacht worden; die Urkunden sind 


— 108 — 


bloss nach den zwei Landschaften geschieden: ‘de pago Ali- 
sacinse' und ‘de pago Saroinse. Die erstere, grössere Ab- 
teilung, der allein jener Index vorausgeschickt ist, begreift 
auch die Schenkungen aus dem Speier- und Wormsgau in 
sich. Bisweilen findet sich die nämliche Urkunde an zwei, 
einmal sogar an drei verschiedenen Stellen. 

Die sieben unterscheidbaren Hände sind folgende: A, 
num. 1—34 (Numerierung von Zeuss), erster Quaternio; B, 
num. 35—48, zweiter Quaternio; C, num. 52—105, dritter 
und vierter Quaternio sammt dem ersten Blatt des fünften; 
dann folgt wieder durch den fünften und sechsten Quaternio 
die Hand A (num. 106—170); D, num. 171--177 (in der 
letzten Urkunde von A unterstützt), siebenter Quaternio; 
E, num. 178—191, Rest des siebenten Quaternio. Die Hand 
D hat ihren Urkunden die Ueberschrift beigefügt ‘de pago 
Alisacinsae‘, ebenso E am Anfang wie am Ende, sowie die 
Namensunterschrift ENipbo (Ego Nipbo). Mit dem folgen- 
den Quaternio beginnt die Abteilung des Saargaues: Hand 
F, num. 192— 240, Quaternio 8, 9 und Anfang von 10, auf 
den letzten zwei Seiten durch E unterstützt. Auch dieser 
Schreiber F hat seinen Namen beigefügt: "Bern scripsit. Der 
Rest des zehnten Quaternio ist von der Hand G, num. 241 
bis 271. In dieser Zählung sind nicht inbegriffen die Num- 
mern 49, 50 und 272. [Die Nummern 51, 273, 274 zeigen 
die Schrift, teilweise auch die Sprachformen des 11. oder be- 
ginnenden 12. Jh.; die Nummern 275 - 279 sind von Zeuss 
anhangsweise beigefügt. Diese acht Stücke kommen für uns 
selbstverständlich nicht in Betracht.]| Jene drei sind als die 
jüngsten während der Zusammenstellung des Codex noch 
hineingeheftet worden. num. 50 ist ohne Datum, die Ver- 
gleichung der Zeugennamen mit den von num. 49 ergibt aber, 
dass beide gleichzeitig sind. Nun trägt num. 49 das Datum: 
non. octob. die lunis reg. Ludeuuico iuniore in parte orien- 
talis Franciae an. XXVI; num. 272: "VII kl. mai. regnante 
domno rege Ludeuuico iuniore an. XXVIII in parte orien- 
talis Franciae. Ebenso heisst es in der Urkunde num. 156, 
der jüngsten der im Codex copierten Nummern: ‘VI Kl. iun. 
regni Hludouuici serenissimi regis in orientali Francia regnante 


5 7 m 


— 109 — 


anno XXI, indictione IIT. Nun setzt Urkunde 204—254 das 
Jahr 851 ausdrücklich als die vierzehnte Indiction an, die . 
dritte Indiction des folgenden Cyclus fällt also ins Jahr 855, 
die Regierungsjahre Ludwigs werden demnach gerechnet von 833 
ab, nicht, wie in früheren Urkunden, vom Tode Ludwigs des 
Frommen (840) an. Die Nummern 49 und 50 sind mithin 
858: num. 272 im Jahre 861 ausgestellt. Wenn nun die a. 
855 ausgestellte num. 156 noch in die Quaternionen, also in 
das regelrechte System des Codex aufgenommen wurde, die 
a. 858 ausgestellte num. 49 hingegen schon gleichsam als 
Appendix dazwischen geschoben ward, so folgt hieraus, dass 
die Redaction zwischen den beiden angegebenen Jahren statt- 
fand. Sie muss aber wohl erst 858 zum Abschluss gediehen 
sein; denn der Corrector, welcher Ueberschriften und Index 
verfasste, und der doch wohl gleich nach der Fertigstellung 
der Copie an seine Arbeit gieng, hat num. 49 ?m Index auf- 
geführt. (num. 50 wahrscheinlich deswegen nicht, weil sie, 
wie die ebenfalls im Index nicht genannte num. 118 ohne 
Datum ist.) Die num. 49 und 50 sind von der Hand jenes 
zweiten Correctors, welcher, am Beginn oder am Schlusse der 
einzelnen Fascikel die erientierenden Ueberschriften ‘de pago 
Alisacinse hinzufügte.e Auch dieser Umstand spricht dafür, 
dass die Correctur im Jahre 858 vorgenommen wurde. Erst 
nachträglich ist dann noch num. 272 vom Jahre 861 am 
Schlusse beigegeben worden. Damit aber war die Sammlung 
abgeschlossen, die spätern Urkunden sind verloren. 

Das Werk der Correctoren, den Index sowohl wie die 
Ueberschriften, haben wir bei unserer grammatischen Be- 
trachtung nicht berücksichtigt, die Formen in beiden sind 
nämlich denen der jeweiligen Urkunden nachgebildet, können 
also nicht als sprachhistorische Zeugnisse verwendet werden. 

Zeuss macht auf die Uebereinstimmung des Ductus der 
Hand C mit der Schrift des Heidelberger Codex von Otfrids 
Evangelienbuch aufmerksam, er zieht daraus den Schluss, der 
codex Palatinus sei wirklich in Weissenburg zur Zeit Otfrids 
geschrieben. Ob das nun auch die Hand Otfrids selbst sei, 
will er nicht entscheiden. Das jedoch fällt ihm auf, dass 
die Hand G, die ungeübteste und nachlässigste von allen, 


— 10 — 


in num. 254, die von ÖOtfrid verfasst wurde, corrigiert ist 
von einer Hand, die sonst nirgends im ganzen Codex sich 
zeigt. Das Facsimile dieser Correctur unterscheidet sich von 
den übrigen durch zahlreiche, jedoch leicht lesbare Abkür- 
zungen, weist also auf einen des Schreibens gewohnten Ver- 
fasser hin. Num Otfridus ipse haec sua ab alio male trac- 
tata correxerit ? 

Noch bemerken wir, das das Kloster Weissenburg in 
pago Spirinse‘ nach, den einlässlichen Untersuchüngen von 
Zeuss (pag. XI— XIV der Vorrede zum Codex) zwischen den 
Jahren 685 und 690 gestiftet worden ist, nicht 633, wie eine 
schlecht beglaubigte Tradition (Mon. Germ., Diplom. I, pag. 
149/150, num. 31) darthun will. Weissenburg ist also nach 
St. Gallen die älteste grössere Abtei in Landen deutscher 
Zunge. | 
Als Anhang zu den Weissenburger Urkunden geben 
wir drei in Strassburg ausgestellte Diplome. Das erste und 
das dritte derselben sind entnommen Wiegands “Urkunden- 
buch der Stadt Strassburg’ (Strassburg 1879). Die erste Ur- 
kunde ist eine Copie aus dem 9. Jh., ausser einem unechten 
Siegel makellos. Die dritte ist von einer Hand des 10. Jh. 
von Anfang bis Ende geschrieben. Die Abfassung des Textes 
lässt einen spätern Urkundenfälscher, nicht einen unbefange- 
nen Testator des 8. Jh. vermuten. ‘Zum mindesten liegt eine 
spätere Ueberarbeitung vor. Da in der Schrift der Zeugen- 
namen vereinzelt sich Buchstaben und Ligaturen der mero- 
wingischen Cursive finden, so ist vielleicht für diesen Teil 
eine ältere Vorlage anzunehmen. Dass diese Unterschriften 
durchaus echt sind, zeigt ein Blick auf ihre grammatischen 
Formen. 

Die mittlere Urkunde ist gedruckt in Schöpflins ‘Alsatia 
diplomatica und in des Abb& Grandidier Histoire de l’eglise 
de Strasbourg‘, preuves num. 43. Das Original ist jetzt ver- 
loren, ein Facsimile bietet Schöpflin. 

Eine Reihe von Urkunden des Klosters Honau, sowie 
eine von Schöpflin unter num. 26 wiedergegebene Schenkung 
für das Kloster Hornbach können wir trotz ihrer unbestreit- 
baren Echtheit nicht in Betracht ziehen, da sie nur in Ab- 


— 111 — 


schriften des spätern Mittelalters und mit teilweiser Verderb- 
nis der alten Formen überliefert sind. [Die Urkunden für 
Honau finden sich gedruckt im ersten Band von Grandidiers 
‘Histoire de l’egl. de Strasb., preuves num. 31/722, 32/722, 
33/723, 36/726, 41b/748, 42/748, 44/749, 50/ca.750. Die 
Abschriften stammen aus dem 15. und 16. Jh. Die wenigen 
alten Formen, welche von den Schreibern treu wiedergegeben 
worden sind, weichen von dem Lautstande in den Weissen- 
burger Urkunden nicht ab, statt eu steht überall eo. Cha- 
rakteristisch sind Stratburgo (num. 31), Gwillesteti (num. 36, 
Killstett, Ct. Brumath, Landkr. Strassb.), Gambhagme (num. 
41b, Gambsheim, Ct. Brumath, Landkr. Strassb.), Cautsoaldi 
(num. 41b), Gaozberti (num. 42), Gauzberti (num. 44). Die 
stark an das Westfränkische sich anlehnende Orthographie 
Weissenburgs hat also auch hier gegolten. — Die Urkunde 
für Hornbach stammt aus dem Jahre 754. Bemerkenswerth: 
‚ Bergas (Berg, Ct. Drulingen, Kr. Zabern). Auch eine Ur- 
kunde des Bischofs Eddo von Strassburg für das Kloster 
Ettenheimmünster vom Jahr 762 (Schöpflin num. 34, Regest 
bei Wiegand, num. 10) hat starke Umänderungen erfahren. 
Ursprünglich sind noch: Magilindis, Chrodhardi, welche zu 
dem Lautstande in den wenigen Strassburger Urkunden (s..d.) 
gut stimmen]. | 

II. Codex Diplomaticus Fuldensis.. Herausgegeben von 
Ernst Friedrich Johann Dronke. Kassel 1850. 

Unter den Urkunden der Abtei Fulda befinden sich 
zwischen den Jahren 770 und 805 dreizehn auf das Elsass 
bezügliche, nämlich die Nummern 31, 61, 82, 83, 89, 98, 
148, 171, 178, 179, 188, 208, 225. Von diesen sind nur 
num. 89, 98, 171, 178, 179, 225 ausdrücklich im Elsass 
ausgestellt; ohne Bestimmungsort sind num. 61, 148, 188, 
208; num. 31 ist in Worms, num. 82 und 83 in Pader- 
born ausgestellt. Als Schreiber fungieren: Asaph (num. 
98, 171, 178, 179, 225, [und wohl auch von der sechsten 
im Elsass ausgestellten Urkunde, num. 89] 61, 148, 208 
[diese sind sonach ohne allen Zweifel auch im Elsass ge- 
schrieben]) , Jaelo (num. 31), Erhart (num. 82 und wohl 
auch num. 83); ohne Angabe num. 188. Den Nummern 31, 


— 12 — 


188, namentlich aber 82 und 83 (in unserer Reihenfolge num. 
275, 286, 277, 278) können wir, weil ausserhalb des Elsasses 
ausgestellt, für grammatische Zwecke nur bedingte Beweis- 


kraft zuerteilen. Asaph scheint ein Elsässer gewesen zu sein, 


er tritt mit der Namensform Casaph auch in einer Weissen- 


burger Urkunde vom J. 786 als Schreiber auf. Da diese 


Urkunden meist die Gegend von Strassburg betreffen, und 
wir in unserer Untersuchung von Norden nach Süden vor- 
schreiten, haben wir sie an zweite Stelle gesetzt. Auch hier 
lassen wir, wie überhaupt, die Titelaufschriften ausser Anschlag. 

III. Nächst den Weissenburger Traditionen ist unsere 
wichtigste Quelle Jo. Daniel. Schoepflini Alsatia Diplomatica. 
Pars I. Mannhemii MDCCLXXII. Folio. 

Bis zum Abschluss unserer Periode enthält dieses Werk 
im Text 109, im Nachtrag sechs auf das Elsass bezügliche 
Urkunden, resp. deren Titel. Von diesen Diplomen rechnen 
wir nun ab: | 

1) die gefälschten und die später überarbeiteten, 2) die 


Kaiser- und Königsurkunden, welche nur für die Orthographie 


der karolingischen Kanzlei beweisend sind, sowie diejenigen 
nicht elsässischer Fürsten, 3) Abschriften, welche nach echten 
Urkunden im ausgehenden Mittelalter angefertigt worden sind. 
Diese Copien leiden gemeiniglich an Schreibfehlern, hervor- 
gegangen aus falscher Lesung; sie übertragen auch bisweilen 
den ihnen fremd gewordenen Lautstand in den ihrer Zeit. 
Nach Ausscheidung dieser Kategorien verbleiben uns dreissig 
Urkunden des Klosters Murbach aus den Jahren 730—835 
und drei für Münster im Gregorienthal aus den Jahren 748, 
768 und 865. Murbach ist 727, Münster 661 gegründet. Da 
beide Klöster nicht weit von einander im Ober-Elsass liegen, 
und auch die Murbacher Urkunde num. 32 (292) den gleichen 
Schreiber aufweist, wie num. 37 (319) für Gregorsmünster, 
haben wir in der grammatischen Darstellung die beiden Ka- 
tegorien verschmolzen. _Von diesen dreiunddreissig Urkunden 
sind nach Schöpflin nur drei Autographa, nämlich num. 12 
(289), 37 (319), 675 (320). Von num. 37 gibt Schöpflin das 
Facsimile. Als Ueberlieferung der anderen bezeichnet er 
‘chartularium vetus Murbacense (num. 13, 14, 44, 48, 60, 61, 


— 113 — 


62, 68, 69, 71, 72, 73, 74), ‘chartularıium Murbacense (num. 
11, 33, 35, 36, 55, 58, 65, 66, 67, 70, 76, 90), codex Mur- 
bacensis’ (num. 32, 94), tabularium Murbacense’ (num. 63, 64), 
antiquum apographon Gregorianum' (num. 671), 'chartularium 
Gregorianum (num. 15). Die Schreiber sind sehr verschieden, 
fast jede Urkunde ist von einem andern. 

Als Anhang zum Obigen entnehmen wir Wartmanns 
‘Urkundenbuch der Abtei St. Gallen‘ (Teil I, Zürich 1863) 
die einzige das Elsass betreffende Urkunde für das an Schen- 
kungen sonst so reiche Kloster St. Gallen: num. 21, a. 757. 
Sie ist im Elsass selber ausgestellt, und auch der Schreiber 
scheint ein Angehöriger dieses Gaues zu sein, da er so wenig 
wie die Zeugen in den andern st. gallischen Urkunden auf- 
tritt. Das Stück liegt im Original vor. 


DIE NAMEN. 


L DIE NAMEN IN DEN WEISSENBURGER URKUNDEN. 


1. 'Carta Adalgisi Alloni Frauuinsinda':3 Index: 'Carta 
Adalgisi de Gerlichesuilla. 695. 

Ratfrido.® Adalgisus sibi Allo. Frauuinsinda.? Milo. uilla 
Gerleihes. in pago Alisacinsae.!? supra fluuio Sura. Liubane. 
Adalmunt.!° monasterii Uuizunburgi. monasterio Uuizunburgo. 
Hildiberti.18 Adalgisi sibi Allone. Frauuisindane.?! Milonis. 
Thiodono. Bettonis.2* Gerrato. Folerati. Rumharii.?2? Chrodoinus. 


Tr. W. num. 46, 

5. Görsdorf, Ct. Wörth, Kr. Weissenburg. 12. Der El- 

sassgau, südlich von der Lauter. 13. Die Sauer, Nebenfluss 
des Rheines. 16. Die Abtei Weissenburg. 


2. Prestarium Hildifridi, Managoldi et Uualdsuuindi’.? 
Ind.: Prestarium Hildifridi et Managoldi'. * 696. 

Ratfrido.° Hildifridus. Managoldus. Uualdsuuind.? Uui- 
zunburg. in pago Spirinsae. super fluuio Lutra.!? in Uosago. 
uillare Gairelaigo. in Austondorphe.!? in pago Alisacinsae. in 
Bolinchaime. in pago Spirinsae.!® super fluuiolo Raurebacya. 
Bodegislus. Reginfridus.?! Zacione. Uualdulpia. Godone.?* 
Uuizunburg. Uuizunburg. Hludouuico.?” Uädalgarius. Hildi- 
fridus. Uualsuuindane.30 Adalberti. Rodoaldi. Feulaigo.’® Gri- 
mulfi. Rihmundi. Uualtharii.?®° Asulfi. Heriberti. Uuilliharii.3? 
Lantfridi. Adalrammi. Adalgisi.* 


Tr. W. num. 38, 
10. Weissenburg. 11. Der Speiergau, nördlich von der 
Lauter. 12. Die Lauter, Nebenfluss des Rheines. 13. Die 


— 15 — 


Vogesen. 14. Görsdorf. 15. Osthofen, Ct. Truchtersheim, 
Landkr. Strassburg? 16. Elsass. 17. Billigheim, südlich von 
Landau. 19. Der Rohrbach, südlich von Landau. 

Diese Urkunde ist datiert: 'Ratfrido abbati (bis 724) 
anno XII regnante Hludouuico rege Francorum. Letzteres 
gäbe das Jahr 825. Zeuss nimmt nun an, Hludouuicus stehe 
für Chlodouueus, und statt XII sei wohl III zu lesen, da 
dieser König nur von 691—695 regierte. Auch kehren neun 
von den Zeugen wieder in der sicher vom Jahr 696 datierten 
num. 43. Wie stimmen aber zu diesem hohen Alter die 
jungen Namensformen Reginfridus, Rodoaldus, Heribertus, 
Uädalgarius? Hinwiederum zeigen die Ortsnamen ganz alten 
Lautstand: uillare Gairelaigo, Austondorphe, Bolinchaime, 
Raurebacya. Wir haben also wohl Folgendes als das Wahr- 
scheinlichste anzunehmen: Die Urkunde wurde im Jahre 696 
ausgestellt, eine Abschrift ward 825 gefertigt, und hiebei 
setzte der Schreiber, welcher auch sonst in formeller Hinsicht 
änderte, sein Datum an Stelle des alten, vielleicht gar nicht 
vorhandenen. Die uns vorliegende Recension des Copialbuchs 
ist also die dritte. 


3. Carta Asulfi‘. Ind.: 'Carta Asulfi de Gerlaichouui- 
lare’‘.3 696. 

Ratfrido. Asulfus. Gerleicouilare.® Gerlaicouilare. Hildi- 
berti. Asulfi.? Chrodoaldi. Rihmundi. Uualdoradi.!? Offuni. 
Faolaico. Uuilliharii.!° Adalramni. Uuitugisi. Lantfridi.!8 Adal- 
gisi. Heriberti. Heribertus.?! 


Tr. W. num. 43. 
3. Görsdorf. 


4. 'Exemplaria Ottoni atque Eremberti de pago Sa- 
roinse.3 699. | 

Ratfrido. Ermbertus. Otto. Gunduuino. Uuizenburgo. 
Uuizenburgo.? in pago Spirinse. in Uuosogo. fluuio Luttra.!? 
in pago Salinense. in Saruinse. in Mosalinse.!® in uilla Au- 
douuino. super fluuio Cernuni. Bobuniuillare.!18 Serra. Johan- 
neuillare. Zernuni.?! Altapetra. Imminniuilla. Bisanga.”* Man- 
nisi. uilla Gunduuino. Biberaha.?” Chassus. uilla Launarigo. 
Mundini.?°® Johanneuilare. Chunchirino. Uuizenburgo.?? Uuizen- 


— 16 — 


burgo. Childiberti. Erembertus.3° Ottuni. Uuolfgunde. Uuolfo.3° 
Boderido. Chartuuino. Bonefatio.*” Theodune. Charirigo. Ra- 
ginbodi.° Chuncilino. Folcoaldo. Butzelino.* Bettuni. Justino. 
Gybuuulacho.! Constantino. Uueroaldo. Ebruinus.°* Adalgarius. 
Uuachario. Chrocchus.5? 


Tr. W. num. 205. 


3. Der Saargau, durch die Vogesen vom Elsassgau ge- 
trennt. 8. Weissenburg. 10. Speiergau. 11. Vogesen. 12. 
Die Lauter. 13. Der Gau um die Seille, südwestlich vom 
Saargau. 15. Der Moselgau, nordwestlich vom Saargau. 16. 
Audweiler, Ct. Saaralben, Kr. Forbach. 17. Die Albe im 
Ct. Saaralben, eigentlich ihr Nebenfluss, der Zellerbach. 18. 
Bacourt, Ct. Delme, Kr. Chäteau-Salins. 19. Die französische 
Nied im südl. Lothringen, zwischen der Seille und der Saar. 
Noch jetzt gibt es im Kr. Chäteau-Salins einen Wald von 
Serres. 20. Johanns-Rohrbach, Ct. Saaralben, Kr. Forbach. 
22. Unbekannt, am obern Laufe der Saar. 23. Imlingen, 
Ct.. Saarburg, Kr. Saarburg. ° 24. Bissert, Ct. Saarunion, Kr. 
Zabern. 25. Unbekannt, am obern Laufe der Saar. 26. Gunz- 
weiler, Ct. Pfalzburg, Kr. Saarburg. 27. Der Biberbach, 
Nebenfluss der Saar im Kr. Saarburg. 28. Hessen, Ct. Saar- 
burg, Kr. Saarburg. 29. Lörchingen, Kr. Saarburg. 30. Un- 
bekannt, am obern Laufe der Saar. 


—= 5. Carta Ermberti de Kerno‘. 


Ratfrido.®3 Ermbertus. Otto. Gundoino.® Uuizenburgo. 
Uuizenburgo. in pago Spirinse.? in Uuosoco. Luttra. in pago 
Salininse.!? in Saruinse. in Mosalinse. uilla Audoino.!5 Cer- 
nuni. Bobuniuillare. Serra.!® Johanneuillare. Zernuni. Alta- 
petra.?! Immanniuilla. Bisanga. Mannisi.?* uilla Gunduino. Bi- 
baracha. Chassus.?” uilla Launarigo. in Munduni. Johanneuil- 
lare.®° Chunchyrino. Uuizenburgo. Uuizenburgo.?? Uuizenburgo. 
Chyldeberti. Ermbertus.?® Ottoni. Uuolfgundi. Uuolfo.3? Bo- 
dorido. Charduino. Bonefacio.?? Theoduni. Charirigo. Chun- 
cilino.*5° Folcoaldo. Butzelino. Bettuni.*® Justino. Gybuuulacho. 
Constantinus.°! Reginbodo. Uueroaldo. Ebroinus.5! Adalgarius. 
Uuaricho. Chrocceus.5? 


— 117 — 


Tr. W. num. 223. 


— 6. Explicaria Otoni adque Ermberti de pago Sa- 
roinse..? | 

Ratfrido. Ermenbertus. Octo.6 Gunduuino. Uuizemburgo. 
Uuizenburgo.? in pago Spirense. in Uuosago. Lutra.'? in 
pago Salinense. in Saruinse. in Mosalinse.’® uilla Audouuino. 
Cernuni. Bobuniuilare.!18 Serra. Joaneuilare. Cernuni.?! Alta- 
petra. Imminniuilare. Bisanga.?* Mannisi. uilla Gunduuuino. . 
Biberaha.?” Cassus. uilla Launarigo. Munduni.?° Johanneuui- 
lare. Chunchirino. Uuizenburgo.?® Uuizenburgo. Childiberti. 
Ermbertus.3° Otuni. Uuolfigunde. Uuolfo.3? Boderido. Cart- 
uuino. Bonifatio.* Theoduni. Carrigo. Chuntilino.?5° Folcoaldo. 
Buozelino. Betuni.'® Justino. Gibuuulacho. Constantino.5! Tagi- 
bodi. Uueroaldo. Ebruinus.5* Adalgarius. Uuacario. Chroacus.’” 


Tr. .W. num. 252. 


7. "Traditio quam fecit Ermbertus‘. 699. 

Childiberto. Erimbertus.®? Uuizenburg. Ratfridus. Gun- 
doino.® in pago Salininse. in Saruinse. in Mugilinse.? uilla 
Auduini. Cernune. Babuneuillare.!? Serrae. Johanneuillare. 
Cernune.!® Altapetra. Imminuneuilla. Bisanga.'® Mannisi. uil- 
lare Gunduino. Bibaracha.?! Chassus. uilla Launrigu. Mun- 
dune.** in uilla Didinneschaime. Erimbertus. Uoluo.?? Bodiridu. 
Charduinus. Bonefacio.3° Chuncilinus. Foleoldus. Buccelinus.33 
Bettune. Justinus. Gebuualacho.?° Constantinus. Reginbodi. 
Uueraldo.?? Ebroinus. Adalgarius. Uuicarius.*? Chroccus. 


Tr. W. num. 240. 


4. Weissenburg. 7. Der Gau der Seille. 8. Der Saar- 
gau. 9. Der Moselgau. 10. Audweiler. 11. Die Albe, resp. 
Zellerbach. 12. Bacourt. 13. Die französische Nied. 14. Jo- 
hanns-Rohrbach. 16. Unbekannt, am obern Laufe der Saar. 
17. Imlingen. 18. Bissert. 19. Unbekannt, am obern Laufe 
der Saar. 20. Gunzweiler. 21. Der Biberbach. 22. Hessen. 
23. Lörchingen. 24. Unbekannt, am obern Laufe der Naar. 
25. Dinsheim, Ct. Molsheim, Kr. Molsheim. 


8. De Geraldo uilla’. 700. 


Dragobodo. Bonefacius.® uilla Gairoaldo. Gundebaldo. 
Straseb. Studien. 9 


— 18 — 


Uuizenburgo.® Benefacio. Teodoaldus. Bonefatio.? Chrodoharius. 
Gaisuarius. Chrodoaldus.!? Leodaldus. Teodoaldus. Cellone.!5 
Hildiberto. Leodobertus. 


Tr. W. num. 203. 


1. Görlingen, Ct. Drulingen, Kr. Zabern. 6. Weissenburg. 


9. Donatio Uueroaldo quam fecit ad monasterio. 700. 

Uueroaldus. Auduuino.? Uuicemburgus. Lutra. Raitfri- 
dus.® Uuicenburgo. Chilpertum. Ueroaldo.? Eboruni. Petuni. 
Crodoinus.!? Aino. Ratkeroos. Ueroaldo.' 


Tr. W. num. 242, 
4. Weissenburg. 5. Die Lauter. 


10. 700. 

Ueroaldus. Auduuino. in pago Saroinse.? Uuizenburgo. 
in pago Spirense. Lutra.® Auduuine uel Erialdo uilleri. Ocdo.? 
in uilare Sonechone. Ueroldo. Adalehardo.!? Caroino. Ebroino. 
Betune.!5 Teutfrido. Airigo. Bertonae.!® Kardulfo. Ratelmo. 
Bertegario.?! Nadale. Ratone. Adone.°* Cundoberto. Land- 


uuinus. 
Tr. W. num. 243. 


3. Der Saargau. 4. Weissenburg. 5. Der Speiergau. 
6. Die Lauter. 7. Audweiler. 8. Ersdorf, Ct. Grosstänchen, 
Kr. Forbach. 10. Sieweiler, Ct. Drulingen, Kr. Zabern ? 

1l. 'Carta Trudasuindae. Ind.: ‘'Carta Trudasuinde de 
Semheim’.3 702. 

Ratfrido. Trudasuinde. Semheim.® in pago Alisacinsae. 


fluuius Matra. Uuizziburgo.? Uuizunburg. Hildiberti. Ratha- 


rius, 1? | 
Tr. W. num. 44. 


3. Unbekannt, an der Moder. 7. Elsass. 8. Die Moder, 
Nebenfluss des Rheines. 9. Weissenburg. 


12. 'Carta Uuolfgunda de pago Saroinse'‘. * 706. 

Uuolfgunda.? Uuolfoaldo. Uuizenburegus. Ratfridus.® in 
pago Saroinse. Audoneuillare. Theutario.? Uuolflinde. in fine 
Audoninse. Uuizenburgo.!® Childiberto. Uuolfgunda. Ermen- 
bertus.15° Chardoino. Bonefacio. BReginbodo.!® Constantino. 
Rahtramno. Folcoldo.?! Landeberto. Gebalacho. Cruccus.?* 
Hachiho. 


— 119 — 


Tr. W. num. 228. 
2. Der Saargau. 5. Weissenburg. 8. Audweiler. 


13. 'Precaria Uuolfgunda’. 707. | 
Ratfridus. Uuizenburgo.? Uuolfgunda. in uilla Auduninse. 
Uuizenburego.$ Childeberto. Uuolfgunde. Dotone.? Uuolfgunde. 
Ermbertus. Chardoino.!? Bonefacio. Constancio. Baldoinus.?5 


Hachiho. Cruccus. 
Tr. W. num. 229. 


3. Weissenburg. 5. Audweiler. 


14. ‘Carta quam fecit Ermenradus de pago Alisacinse'. 
Ind.: 'Carta Ermenradi? de Munifridouilla‘. 711. 

Ermenradus. Munifridouilla® Guntrudis. Uuizenburg. 
Lutra.? Ratfridus. Uuizenburg. Dagoberti.'? Ermenrat. Muo- 
duni. Theotuni.'!° Crodouuinus. Bossold. Theothelm.!8 Harduni. 


Racharius. 
Tr. W. num. 169. 


2. Elsass. 4. Minwersheim, Ct. Hochfelden, Landkr. 
Strassburg. 8. Weissenburg. 9. Die Lauter. 


15. Hec est uendicio q. f. Amita de Abelica‘, 712. 

Ratfrido.? Amita sibi Amallindis. Radulfus. super flu- 
uiolo Abelica. Audoinus. Amitane.? Theudalane. uillare Ad- 
oaldo uel Gebolciagus.!? Uuizenburgo. Dagoberti. Amillinde’5 
sibi Amitane. Radolfo. Amallinde.!® Charuino. Bertegario. 
Uueraldo.?! Rathelmo. Adalheartdus.?* Gauciberto. Chrodoinus. 

Tr. W. num. 225. 

2. Die Albe, Nebenfluss der Saar. 11. Geblingen, Ct. 

Saaralben, Kr. Forbach. 13. Weissenburg. 


16. ‘Carta quam fecit Samuhel'. 712. 

Ratfrido. Samuhel.? Uuizenburgo. Ratfridus. uilla Ri- 
moni.® uilla Teurino. super fluuio Hisca. Chramnoaldo.? uuil- 
lare Macchone. Hisca. Parssoneuilla.!? in Potenchaime. Chroc- 
cus. Chroccus.!® Uuizenburgo. Uuizenburgo. Uuizenburgo.!8 
Dagaberti. Samuel. Benedictus.?! Gramgiso. Ermenbertus. 
Chraduinus.?* Chrodoinus. Bonefacio. Raccharius.?” 

Tr. W. num. 234. 

4. Weissenburg. 6. Rimsdorf, Ct. Saarunion, Kr. Zabern. 

t. Unbekannt, an der Isch, im Kr. Saarburg. 8. Der Isch- 
.. 9% 


— 120° — 


bach, Nebenfluss der Saar. 10. Mackweiler, Ct. Drulingen, 
Kr. Zabern. 12. Pisdorf, Ot. Drulingen, Kr. Zabern. 13. 
Bodenheim, Wüstung an der Breusch, in der Nähe von 
"Strassburg. 


17. ‘Carta Sueidmundi et Hildigerni. Ind.: 'Carta 
Suueidmundi3 de Gerlaigouil:! 712. 

Ratfrido. Sueidmundus.® Hildigernus. Gundione. uilla 
Gerlaigo.? in pago Alisacinse. Uuizenburg. Uuizenburg.!? Da- 
goberti. Sueidmunt. Hildigern.!° Ruadolt. Heigo. Heitone.'® 
Otram. Offuni. Theotharius.?!. 


Tr. W. num. 150. 
4. Görsdorf. 10. Elsass. 11. Weissenburg. 


18. ‘Ego Benedietus hunc testamentum donationis fieri 
rogauit'. *712. 

Ratfrido. Benedictus.? Uuizenburgo. in pago Saroinse. 
uilla Rimoni.6 uilla Theurino. Isca. Chramnoaldo.? Macchone- 
uillare. Isca. Prassoneuillare.!? in Potenchaime. in pago Ali- 
sacinsi. super fluuio Bursca.’®° Chroccus. Chrocus. Uuizen- 
burgo.'® Uuizenburgo. Dagoberto. Benedictus.?! Chardoino. 
Bonefacio. Ermenbertus.?* Adallandus. 


Tr. W. num. 237. 

4. Weissenburg. 5. Saargau. 6. Rimsdorf. 7. Unbe- 
kannt, an der Isch. 8. Der Ischbach. 10. Mackweiler. 12. 
Pisdorf. 13. Wüstung Bodenheim. 14. Elsass. 15. Die Breusch. 

19. 'Carta quam fecit Adalgisus. Ind.: ‘Carta Adalgisi 
. de Gerlaigouilla‘.3 712. 

Ratfrido. Adalgisus sibi Alolachus.® in pago Alisacinse. 
uilla Gerelaigi. super fluuio Sura.? Uuizenburgo. Dagaberti. 
Adalgisu!? sine Alolacho. Alaichone. Sigychario.'® Rodoinos. 
Udalrade. Hildifridus.'® Leudone. Gerharius. 


Tr. W. num. 186. 
3. Görsdorf. 7. Elsass. 9. Die Sauer. 10. Weissenburg. 
20. 'Carta Uueraldi de Haganbah'. 713. | 
Ratfrido.® Uueraldus. Uuizenburg. Haganbah® que nun- 
cupatur Disciacu. Audoinus. Aculia.? Mittilibrunnen. Haganbah. 
in Uosogo.!? Aculia. Mittilibrunnen. uia Bassoniaca.!5 seu Lata- 


— 121 — 


petra uel Deubaci. Uuizenburg.'® Haganbah. in pago Sarinse, 

Saraburgo.?! Dagaberti. Uueraldo. Uuilliberto.”* Hardoino. 

Theudone. Bonifatio.?” Gauciberto. Bertegiso. Otune.3° Gundi- 

berto. Odune. Batachone.3? Theudone. Radoinus. Hahicho.?% 
Tr. W. num. 192. 

2. Hambach, Ct. Drulingen, Kr. Zabern. 5. Weissen- 
burg. 9. Die Eichel, Nebenfluss der Saar. 10. Mittelbronn, 
Ct. Pfalzburg, Kr. Saarburg. 12. Die Vogesen. 15. Nörd- 
lich von Pfalzburg. 16. Lützelstein, Kr. Zabern? 17. Neben- 
fluss der Eichel an deren oberm Laufe, Kr. Zabern. 20. Saar- 
gau. 21. Saarburg. 


21. Hec est carta quam fecit Uueraldus‘. 713. 

Uueraldus. Uuizenburgo.®? Ratfridus. uilla Geboaldo. 
Eblica.* in pago Salininse. Uuizenburgo. Uuizenburgo.? Da- 
gaberto. Otgarius. Uueraltus.!? Cramgiso. Lantcharius. Fru- 
maldus.’® Ualdegarius. Trucmundus. Constantinus.!3 


Tr. W. num. 231. 

3. Weissenburg. 5. Geblingen. 6. Die Albe. 7. Gau 
der Seille. | 

22. Hec est carta quam Chrodoinus fieri rogauit‘. 713. 

Chrodoinus. Uuizenburgo.® Ratfridus. in pago Saroinse. 
Ablica.* Laiboino. uilari Geboaldo. Baldufo.? Baldila. Amal- 
berto. Beretilinde.'? Uuizenburgo. Uuizenburgo. Dagoberto.!5 
Chrodinus. Uueroaldo. Charoino.!® Bertigario. Beccus. Con- 
stantinus.?! Dructimundo. Frumoaldo. Rathelmo.?* Chachihoni. 


Leudinus. 
Tr. W. num. 232. 


3. Weissenburg. 5. Saargau. 6. Die Albe. 8. Geblingen. 


23. 'Carta quam fecit Uueroaldus. 713. 

Uueroaldus. Uuizenburgo.? Ratfridus. in pago Saroinse. 
Eblica.® uuillari Gaeboaldo. Adoinus. uilla que uocatur Monti.? 
Dagoberto. Uueroaldo. Chariauuino.!? Hecco. Throdeberto. 
Hittoni.® Constantinus. Frumoaldo. Hecco.!® Drutimundo. 


Leudoinus. 
Tr. W. num. 233. 


3. Weissenburg. 5. Der Saargau. 6. Die Albe. 7. Geb- 
lingen. 9. Berg, Ct. Drulingen, Kr. Zabern. 


— 12 — 


24. Hie est donacio Epphani de Gerlaigouilla de pago 

Alsacinse.® Ind.: ‘Donatio Helphani de Gerlaigouilla‘. 713. 

Ratfrido.6 Eppha. Sigichario. Gaerlaigouilla.? Alsacinse. 

Sura. Uuizenburg.!? Uuizenburg. Dagoberto. Eppha.'5 Sighi- 

chario. Alaichone. Adalgiso.1 Adolacho. Bertelaigo. Epar- 
laigo.?! Hildifridus. 

Tr. W. num. 6. 
2. Görsdorf. 3. Elsass. 11. Die Sauer. 12. Weissenburg. 


25. ‘Precaria Uueroaldo Acanbac‘. 713. 

Ratfrido.3 Uueroaldus. Chagambac qui uocatur Ditiagus.® 
in pago Saroinse. Aquila. Uuizenburgo. Uuizenburgo. Ueroaldo. 
Dacoberto.!? Cardoeno. Gaciberto. Bertegiso.!®° Odunensi. Bal- 
doino. Badocone.!® Teudone. Trudeberto. Chrodoinus.?! 


Tr. W. num. 256. 
2. Hambach. 7. Saargau. 8. Die Eichel. 9. Weissenburg. 


26. Hoc est testamentum quod Otmarus et Imma fieri 
rogauerunt. 713. 

Ratfrido.? Otmarus. Imma. Uuizenburg.® in pago Acu- 
linse. super pluuiolas Aquilas. Dructegiso marca.? marca Bet- 
tune. sub ambas ripas Aquilas. Haganbahc.!® Otmaro. Imma. 
Chardoino.15 Gaueiberto. Bertegiso. Baldoino.!% Batochone. 
Caruino. Odune.?! Theudone. Throdeberto. Uueraldo.?* Chro- 
doinus. Gaucibertus. Hahicho.?7 


Tr. W. num. 202. 
6. Weissenburg. 7. Gau der Eichel. 8. Die Eichel. 
9. Drulingen, Kr. Zabern. 10. Bettweiler, Ct. Drulingen, Kr. 
Zabern. 12. Hambach. 


27. ‘Carta Rodoini cleriei. Ind.: 'Carta Radoini de 
Laurentione'.3 713. | 

Rodini. in pago Spirinse. Uuizunburg. Ratfridus. in 
pago Alisacinsae. in curta Laurentione.? Sorna. Uuarigas. 
Dagoberti.!? Chrodoinus. Hugiberti. Thiotuuini.'® Hartrichi. 
Odalrihi. 

Tr. W. num. 36. 

3. Lorenzen, Ct. Saarunion, Kr. Zabern. 5. Der Speier- 

gau. 6. Weissenburg. 8. Elsass. 10. Die Zorn, verbindet 


— 13 — 


sich mit der Moder in der Nähe des Rheins. 11. Unbekannt, 
im Gebiet der Zorn. 


28. Uenditio quam Marcoaldus fieri rogauit. 713. 

Ratfrido. Marcoaldus.3 Cilbociaga marca. Remuneuilare. 
Martinus.® Bertuno. Trudeberto. Marcoaldus.? Isca. Dagoberto. 
Marcoaldo.!? Cardoino. Ueroaldo. Bertegario.!° Erkanberto. 
Ödolchramno. Guntramno.!® Martino. Corodoinus. 


Tr. W. num. 244. | 
4. Hilbesheim, Ct. Finstingen, Kr. Saarburg. 5. Rims- 
dorf. 10. Der Ischbach. 


29. Carta Nordolfi'. Ind.: ‘Carta Nordolfi de Audoi- 
nouilla.3 714. Ä 

Ratfrido. Nordolfus. uilla Auduino.® Auduino uilla. Ga- 
riulfus. Libone.” Ascunide. Uuizunburg. Uuizunburgo.!? Uui- 
zunburgo. Unchesstagni. Dagoberti.!? Nordolfi. Rantolfi. Adal- 
ramni.!® Audebaldi. Audoaldi. Ummune.?! Thiodoini. Boboni. 
Setharius.?? 

 — Tr. W. num. 41. 

3. Ottweiler, Ct. Drulingen, Kr. Zabern. 10. Weissen- 

burg. 14. Ungstein, südwestlich von Worms. 


30. ‘Carta uenditionis. 715. 

Ratfrido. Uuizenburgo. Ermbertus.3 Gundouuini. in pago 
Saroinse uel Salininse® Bibaraha. Ermenbertouilare. Saroa.? 
Emmenouilla. Altapetra.. Emmenone uilla.!? Kerno. Johan- 
neuuilare. Odouuino uilla.'® Kernone. Muneuuilare. Dago- 
berti.8 Ermbertus. Gundoini. Uueroaldo.?! Uuelando. Char- 
doino. Bonefacio.?* Ottone. Martino. Theodone.2” Chariuuino. 
Eburuuino. Drudmundo.?° Prisintino. Erloino. Elachus.33 Gau- 
uuiberto. Chrodoinus. Gundbertus.?® 


Tr. W. num. 218. 
2. Weissenburg. 5. Der Saargau. 6. Gau der Seille. 
1. Der Biberbach. 8. Unbekannt, am Biberbach. 9. Die 
Saar. 10. Imlingen. 11. Unbekannt, am oberen Laufe der 
Saar. 13. Die Albe, resp. der Zellerbach. 14. Johanns- 
Rohrbach. 15. Audweiler. 17. Monsweiler, Ct. Zabern, Kr. 
Zabern. 


— 124 — 


— 31. TUenditio quam fecit Ermbertus de pago Sa- 
roinse‘. | 

Ratfrido.? Uuizenburgo. Ermenbertus. Gundoino.® in pago 
Saroinse uel Saloninse. Biberacha.? Ermenbertouillare. Sara. 
Emmenouilla.!? Altapetra. Emmenuneuilla. Cernune.!5 Johan- 
neuillare. Audoinouilla. Cernune.'® Uuizenbürgo. Uuizenburgo. 
Muneuillare.?! Dagoberto. Ermenbertus. Gundoino.?? Uueral- 
dus. Uuelando. Chardoino.?? Bonefacio. Ottone. Martino.3° Theu- 
done. Charciano. Ebroino.?® Dructemundo. Presentino. Er- 
loino.36 Gauciberto. Chrodoinus. Ä 


Tr. W. num. 239. 


32. Precaria quam fecit Ermenbertus clericus. 715. 

Ratfrido. Ermenbertus.® Gundoino. in pago Saroinse seu 
et Salininsu.6 Ermenbertouuillare. Emmenoneuuillare. Alta- 
petra.? Johanneuuilare. Audoinouilla. Rimuneuillare.!? Dago- 
berti. Ermenbertus. Gunduni.!® AHarduni. Ottuni. Bonefacius.'!® 
Uuielant. Theotuni. Hariuuini.?! Eboruni. Trutman. Crodoinus.”* 


Tr. W. num. 226. 
5. Der Saargau. 6. Der Gau der Seille. 7. Unbekannt, 
am Biberbach. 8. Imlingen. 9. Unbekannt, am oberen Laufe 
der Saar. 10. Johanns-Rohrbach. 11. Audweiler. 12. Rimsdorf. 


33. Donatio Ercamberto de Saroinse‘. 715. 

Ratfrido.?” Uuizenburgo. Erceanbertus. Gaelsinda.® Uui- 
zenburgo. in pago Saroinse. Isca.’ Macuneuilare. Nordoaldus. 
Daecoberto.!? Ercanberto. Gaelsinda. Cardoino.!° Erloino. Odil- 
cramno. Bertegario.'® Marcoaldo. Uuelando. Adoldo.?! Chro- 


doinus. 
Tr. W. num. 265. 


2.Saargau. 4. Weissenburg. 7.Ischbach. 10. Mackweiler. 


34. Prestaria Rodoini'. 716. 

Ratfrido. Hrodoinus.® Haganbah. uilla Monte. Uuizen- 
burg. uilla Monte. Hilbericho. Rodoinus.? Gebeharto. Rodoini. 
Constantii.!? Alboini. Beratgarii. Rathelmi.!% Chardolfi. Gaos- 
bodi. Hautberti.'8 Bettoni. Leodoinus. Radoinus.?! Uuizenburg. 
Gebehartus. Rodoinus.?* Aquilam. Mittibrunnen. Berg.?? Otacar, 
Althelme. Althelm.30 Herimuat. Theothoh. Rodoinus.33 Uuicrat- 
Sinduni. Otini.3° Eggibald. Uuicrat. Otacar.®® Uualarunc. 


— 1235 — 


Rathelm. Antuni.*? Isambertus. Racheri. Adalman.*5 Uuinid- 
heri. Hartini. Madalger.'® Lantheri. Ruadung. Ludiger.! 
Theathad. Uadalbald. Heliboto.dt Erih. Erhart. Gerbraht.?? 
Snarung. Ludimunt. Theathart.$" 


Tr. W. num. 196. N 
4. Hambach. 5. Berg. 6. Weissenburg. 25. Die Eichel. 
26. Mittelbronn. 27. Berg. 


35. 'Testamentum quam fecit Gaila de Cernone‘. 717. 

Uuizenburgo.® Ratfridus. Geratrudis sibi Gaila.® Teodone. 
in pago Salinense. uilla Audoinga® [am Rande: Ödinuil:]. 
Cernune. Sigoinus. Chuncellino.!? Buccellino. Snaraungo. Uui- 
zenburgo.!° uilla Charibode. Saroa. Lutarii.!8 Geradrude sibi 
Gailane. Buccellino.?! Gailane. Folcoino. Bettone.?* Teotrado. 
Chariuino. Alarico.?” Constantio. Chrodoinus. 


Tr. W. num. 261. 


3. Weissenburg. 8. Gau der Seille. 9. Audweiler. 16. 
Herbizheim, Ct. Saarunion, Kr. Zabern. 17. Die Saar. 


36. Hec est testamentum quem Chrodoinus feeit‘. 718. 

Chrodoinus. Petro.3 Uuizenburg. in pago Spirinse. Luttra.$ 
Ratfridus. in pago Saroinse. Ohaganbach.? fluuius Aquila. 
Mittilibrunnus. finis Chaganbahcinsis.!? Ueroldus. lagus Chlu- 
dulfus. Aquila.!® lagu Chludulfu. Uuelando. Aginoni.!® Er- 
cannulfus. Dunane. Cringulfus.?! Itane. Chunolfo. Uuiteram.?! 
Baldoino. Ermenbertus. Liuduni.°” Dagathrut. Deila. Gisal- 
thrut.®° Landrudi. Liutbertus. Landurani.?® Doniciano. Lant- 
childis. Alpteganus.3®° Nantbertus., Uuarinchildis. Gerulfus.3 
Nappula. Uuarulfus. Charilindis.*? Scaleoni. Sonilindis. Aquila.* 
Deopacis. Aquila. in uilla nuncupanti Portionellam.* Chiri- 
cunuillare. Ascouuilare. Hilutharii.?! Chrodoino. Charduino. 
Theoduni.5* Ebruni. Erluni. Bertgiso.5” Raduni. Erloaldus. 
Oduni.6° Balduni. Blidgario. Theoduni. Leudoinus. - 

Tr. W. num. 227. 

4. Weissenburg. 5. Speiergau. 6. Die Lauter. 8. Der 
Saargau. 9. Hambach. 10. Die Eichel. 11. Mittelbronn. 
14. Die Quelle der Eichel. 46. Zufluss der Eichel. 48. Pis- 
dorf. 49. Kirweiler, Ct. Saaralben, Kr. Forbach oder Kir- 


— 126 — 


weiler, Ct. Buchsweiler, Kr. Zabern. 50. Assweiler oder 
Eschweiler, Ct. Drulingen, Kr. Zabern. 


37. ‘Hoc est testamentum quem Chrodoinus fieri iussit 
de omnes res suas in XPo. amore'. 718. 

Chrodoinus. Petri.? Uuizenburg. in pago Spirinse. Luttra.® 
Ratfridus. in pago Saroinse. Bergus.? Turestodolus. Actul- 
fouillari. Aquila.!? Theotpaeis. Aquila. in Uuacbacho.!® ad 
Uuatinausa. in Altthorfphe. Beruniuillari.'® Alba. Uingibergus. 
Uuizenburgo.?! Ascouillari. Luttharii. Chrodoinus.?* Charuino. 
Theudoni. Eborino.?” Erloino. Berdegiso. Roduni.3° Erloaldo. 
Odoni. Balduni. Theuduni. Bettuni. Blitegario.”* Liudoinus. 


Tr. W. num. 194. 

4. Weissenburg. 5. Speiergau. 6. Die Lauter. 8. Saar- 
gau. 9. Berg. 10. Dürstel, Ct. Drulingen, Kr. Zabern. 11. 
Tiefenbach, Ct. Lützelstein, Kr. Zabern. 12. Die Eichel. 
13. Zufluss der Eichel. 15. Unbekannt, im Nordwesten des 
Kr. Zabern. 16. Unbekannt, im Nordwesten des Kr. Zabern. 
17. Freialtorf, Ct. Albesdorf, Kr. Chäteau-Salins. 18. Bären- 
dorf, Ct. Drulingen, Kr. Zabern. 19. Rodalben, Ct. Albes- 
dorf, Kr. Chäteau-Salins.. 20. Unbekannt, nordwestlich vom 
Kr. Zabern. 22. Assweiler oder Eschweiler. 


= 38. Hoc est testamentum q. Chrodoinus fieri iussit 
de omni re sua. 

Chrodoinus. Petro.3 Uuizenburg. in pago Spirinse. Luttra.® 
Ratfridus. in pago Saroinse. Pergus.” Turestolda. Actulfiuil- 
lare. Aquila.!'? Theotbacis. Aquila. in Uacbacho.!? Uatinausa. 
in Aldorfe. Beruniuillare.'3' Alba. Uingibergas. Uuizenburgo.?! 
Ascouillare. Chlutharii. Chrodoinus.?* Charduino. Theotduni. 
Heborino.?” Erloino. Bertegiso. Raduni.®° Erloaldo. Oduni. 
Balduni.3® Theoduni. Bettuni. Blitegarius.?® Guntbertus. 


Tr. W. num. 224. 
39. 'Precaria quam feeit Hrodoinus Ratfrido abb.' 718. 
Ratfrido.® Rhodoinus. Petri. in pago Saroinse.® Hagan- 
bach. Uuizenburg. in pago Spirinse.? Lutra. Uuieland. Agino.!? 
Theotbach. in Aquilam. uilla Monte.'® uilare Rimane. Hil- 
perici. Chardoini.'® Ebroini. Gundrammi. Martini.”! Theot- 
harti. Rodoinus. Leodoinus.?* 


— 127 — 


Tr. W. num. 195. 
6. Saargau. 7. Hambach. 8. Weissenburg. 9. Speier- 
gau. 10. Die Lauter. 13. Zufluss der Eichel. 14. Die Eichel. 
15. Berg. 16. Rimsdorf. 


40. 'Carta Theodolini. Ind.: Carta Theodolini de Monte 
Cottane‘.3 *718. 

Ratfrido. Uuizunburgo. Teodolinus.® Uuizunburgo. Monte- 
cottane. in pago Sornagauginse.” Gunderihum. Uuizunburg. 
Uuizunburgi.!? Thiodolini. Amandi. Uuolfgisi.!5 Adalgisi. De- 
siderius. 

Tr. W. num. 39. 

3. Hochstett, Ct. Hagenau, Kr. Hagenau? 5. Weissen- 

burg. 9. Der Gau der Zorn. 


41. 'Carta Heimonis. Ind.: ‘Carta Heimonis de Brunin- 
gouuilare.? 719. | 

Uuizunburg. Ratfridus. Aigmo.® Bruningouilare. in pago 
Alisazinsae. Nordbertus.? in ciuitate Argentaria. Helperici. 
Heimo.!? Haione. Chrodouuini. Hattune.!® Radouuino. Folc- 
uuino. Ermberto.!8 Ermenrihi. Hericho. Harione.?! Germune. 
Radoino. 

Tr. W. num. 45. 

3. Preuschdorf, Ct. Wörth, Kr. Weissenburg. 4. Weissen- 

burg. 8. Elsass. 10. Strassburg. | 


42. 'Karta Adalcardo de Saroinse‘. 719. 

Ratfrido.? Adalchardus. in pago Saruinse. Biberakauui- 
lare.® Ermbertus. Acto. Uuizemburgo.? uil. Biberaca. Chilpe- 
rico. Adalchardo.!? Cardoino. Nadale. Urone.!° Teodone. 
Uuisoldo. Erloino.!8® Bertegario. Cardolfo. Leodoinus.?! 


Tr. W. num. 267. 
2. Saargau. 6. Biberkirch, Ct. Saarburg, Kr. Saarburg. 
9. Weissenburg. 


43. “Traditio quam fecit Lucane'. 723. 

Luca. Chrodoaldo.3 Uuizenburgo. Ratfridus. Chrodoaldus.® 
Mittilibrunna. Aquila. Aquila? Agambac. Teoderico. Lucane.!? 
Uueroaldo. Sigifrido. Teutboldo.° Baldoino. Teotardus. Liu- 
duinus, 18 


— 12383 — 


Tr. W. num. 262. 


4. Weissenburg. 7. Mittelbronu. 8. Die Eichel. 10. 
Hambach. 


44. 'Carta Heriuuini de pago Alisacinse. Ind.: ‘Carta 
Heriuuini® Deorangus‘. 724. 

Heriuuinus. Uuizenburc.® Ratfridus. Deorangus. in pago 
Alisazense.? Sorna. in pago Sarauuinse. ad Haganbache.!? 
Leibherio. Theoderico. Heriuuino. Oduinus. Chlodoinus. Fole- 
uino.!® Urnulfus. Landobertus. Adalramnus.?! Allinus. Geba- 
hardus. Chuno.?* Amalfridus. Feramundus. 


Tr. W. num. 18. 
2. Elsass. 4. Dürningen, Ct. Truchtersheim, Landkr. 
Strassburg. 6. Weissenburg. 10. Die Zorn. 11. Der Saar- 
gau. 12. Hambach. 


45. 'Precaria Gebarti de Saroinse‘. 724. 
Ratfridus.? Geboarttus. Chrodoinus. Uuizenburgo. in 
pago Spirinse. Lutra. Chrodouuinus.? in pago Saroinse. Chag- 


anbaci. uilla Monte.!? Teudorico. Jeboarte. Atune.!5 Alboino. 
Autberto. Alboaldus.'® Erlaboldus. 


Tr. W. num. 257. 


' 2. Der Saargau. 6. Weissenburg. 7. Der Speiergau. 
8. Die Lauter. 11. Hambach. 12. Berg. 


46. Carta Erloini. Ind.: 'Carta Erloini de Buxuui- 
lare‘.3 724. 

Ratfrido. Erloinus. Uuizunburg.* Puxuuilare. in pago 
Alisazinse. Mumma.? Uuizunburg. Thiodorici. Gundebertus.!? 
Erloino. Erloini. Uuielandi.!® Otini. Thiotgeri. Uueroldi.!8 


Tr. W. num. 40. 
3. Buchsweiler, Kr. Zabern. 6. Weissenburg. 8. Elsass. 


47. 'Carta Thiotharii‘. 729. 

Theotcharius. Chrodoino.? Uuizanburg. in pago Spirinse. 
Theotcharius.® de pago Salininse. in uico Marsello. Bertram- 
mus.? Bobo. Uuargulfi. uico Marsello.!? Theotoricho. Babo. 
Theotcharii.!° Theotcharius. Raderici. Adalfridi.!® Godinj. Ma- 
dalberti. Chrodoberti.?! 


— 1293 — 


Tr. W. num. 213. 
4. Weissenburg. 5. Speiergau. 7. Gau der Seille. 
8. Marsal, Ct. Vie, Kr. Chäteau-Salins. 


48. 'Carta quam feecit Liudolfus. Ind.: 'Carta Liudolfi 
de Monefridouilla‘.? 730. 

Liudolfus. Uuizenburgo. in pago Spirinse.® Lutra. Erlo- 
aldus. in pago Alisacinse.? Monefridouilla. Uuizenburgo. Theo- 
dorici.!? Liudulfo. Caganone. Immone.!? Cardeberto. Odololfo. 
Chudo.'8 ‘ 

Tr. W. num. 187. 

3. Minwersheim. 5. Weissenburg. 6. Der Speiergau. 

7. Die Lauter. 9. Elsass. 


49. ‘Donatio quam fecit Erlafridus. 730. 

Erloaldo. Erlafridus.? Uuolfrido. Uuizenburgo. in pago 
Spirensi.* Lutra. in pago Saroinse. Malloneuilara.? Uuizen- 
burgo. Teuderico. Erlafridus.'? Sindico. 


Tr. W. num. 266. 
5. Weissenburg. 6. Der Speiergau. 7. Die Lauter. 8. 
Der Naargau. 9. Malaucourt, Ct. Delme, Kr. Chäteau-Salins. 


50. Carta Graulfi de pago Alisacense. Ind.: 'Carta 
Graulfi? de Plitharesdorpfe‘. 730. 

Erloaldo. Graulfus $ Uuizenbure. in pago Beni Lutra.? 
Erloaldus. in pago Alisacinse. in Plitharesdorpfe.!? Unnenhaim. 
Uadalharius. Sigibirga.!® Fridobirga. Uuizenburg. Theoderici '® 
Graulfo. Guntrado. Sindicho.?! Graulfo. 

Tr. W. num. 16. 

2. Elsass. 4. Unbekanut, im Kr. Erstein. 8. Speiergau. 
9. Die Lauter. 13 Innenheim, Ct. Oberehnheim, Kr. Erstein. 

51. ‘Carta Liutfridi ducis de Batenandouilare. Ind.: 
Carta Liutfridi® ducis de Batenandouil: 733. 

Uuizenburg. in pago Spirense.® Lutra. Erloaldus. Liut- 
fridus.? Batenandouilla. Hebrohardo. in ciuitate Argentora- 
cinse.!? Ansegarius. Theoderici. Liutfrido.1? Nordoldo. Rat- 
baldo. Hamerico.18 Hudone. Rihberto. Haimericho.?! 

Tr. W. num. 13. 

2. Beinheim, Ct. Selz, Kr. Weissenburg. 5. Weissenburg. 

6. Speiergau. 7. Die Lauter. 12. Strassburg. 


— 130 — 


52. Carta Ebrohardi de pago Alsacinse”. 734, 

Ebrohardus 3? Chimildrudis. Uuizenburg. Erloaldus.® in 
pago Alisacinse. Badenandouilare. Uuitharius.? Uuizenburg. 
Theoderici. Aebrohardus.!? Chimiltrudis. Hildifrido. Rumoaldo.!5 
Guntfrido. Marcarado. Sigifrido.18 Uuinirado. Ermenoldo. Re- 
ginberto.?! Odilbert. Thiotuni. Uuilliulfus.* Ebrohardo. 


Tr. W. num. 9. 

2. Elsass, 5. Weissenburg. 8. Beinheim. 

53. ‘Uenditio Liutfridi et Rantuuigi. Ind.: “Uenditio 
Liutfridi? et Rantuuigi de Sulcia‘. 737. 

Rantuuigo.® Liutfridus. Aunulfouilare. Ingyna.? Sulcia. 
Liudulfus. Aldebrunnus.!? Suinderadouilla. Chrodouuigus. in 
ciuitate Argentaria.'® Theodoricho. Liutfridi. Thiotbaldi.!8 
Ratbaldi. Ercanberti. Hartberti.°! Hasleibi. Heimerichi. Uuig- 
baldi.?* Uuigrochi. Sigifridi. Heino.?”, 

Tr. W. num. 35. 

5. Sulz unterm Wald, Kr. Weissenburg. 8. Unbekannt, 
im Kr. Weissenburg. 12. Pfaffenbronn, Ct. Sulz, Kr. Weissen- 
burg? 13. Schwindratzheim, Ct. Hochfelden, Landkr. Strass- 
burg. 15. Strassburg. 

— 54. Uenditio Liutfridi quam cum Rantuuigo fieri 
feeit. Ind.: ‘Uenditio Liutfridi? de Aunulfouuilare'. 

Rantuuigo. Liutfridus.® Aunulfouuilare. Ingina. Suleia.? 
Liutulfus.. Hildbrunnus. Suinderadouilla.? Crodouuigus. in 
ciuitate Argentoratinse. Thioderici.!°” Liutfridus. Theotbaldo. 
Ratbald.!8 Aercanbraht. Hartbraht. Hasleip.?!Uuicbald. Hemirih. 
Uuicroh.2# Sigifrit. Garouuart. Heimo.? 


Tr. W. num. 162. 
55. ‘"Traditio Baldoino quam fecit. * 737. 
Uuizenburgo. in Uosoco.3 Lutra. in pago Sperensi. Er- 
loaldus.® Baldoinus. Justini. Uuizenburgo.?” in pago Saroinse. 
Ueuiris marco. ad Tanitius.!? Dagomarus. Justini. Erioldo.!° 
Uuizenburgo. Theuderico. Baldoino.'® Benedictus. Nectatus. 


Otricus.?! 
Tr. W. num. 248. 


2. Weissenburg. 3. Die Vogesen. 4. Die Lauter. 5. 
Speiergau. 10. Saargau. 11. Wiebersweiler, Ct. Albesdorf, 


— 131 — 


Kr. Chäteau-Salins. 12. Klein-Tänchen, Ct. Gross-Tänchen, 
Kr. Forbach? 

56. Donatio Uueroaldo qnam feeit. *737. 

Uueraldus. Audouino.? Erloaldo. Uueroaldus. Uuizen- 
burgus® in Uuosago. Luttra. in pago Spirinse.? Erloaldus. 
Charilaigo. Amalgardis.!” Chroacario. Gailane. Chroadmundo.!5 
Leupgysu. Faginhildis. Ualtgysu.!® Uualgero. Uettani. Amal- 
gunde.?! Theutmundo. Leuplinde. Chrorioho.* Uinidane. Gaila. 
Leutriho.?” Amaldrude. Uuolfgero. Amalsuinde.30 Christiano. 
Baldhilde. Ercansuinde.?3 Alihild. Amalgiso. Eburoho 3% Chrosc- 
ulfus. Tettane. Alplinde.®® Uueroaldo. Uuicenburgo. Carolo.?2 


Tr. W. num. 241. 

6. Weissenburg. 7. Die Vogesen. 9. Die Lauter. 9. 
Speiergau. 

57. ‚Carta Hebrohardi de pago Alisacinse‘. Ind.: ‘Carta 
Hebroharti® de Niufaras. 737. 

Theuderici. Ebrohardus.® Uuizenburg. Lutra. Erloaldus.? 
in pago Alisacinse. Niufaras. Choualdo monte.!? Reginhario. 
Angilani. Liutbaldo.!® Leuboino. Alichoni. Gothildi.!8 Aut- 
trudi. Abani. Torestodelus.?! Ebrohardus. Bettuni. Hittuni.?? 
Theudebaldo.. Haimuni. Adalrado.?” Uinidisco. Rathelmo; 
Tructegiso.® Alboino. Hariberto. Aramundus.33 


‘ Tr. W. num. 8. 

2. Elsass. 3. Niefern, Ct. Niederbronn, Kr. Hagenau. 

7. Weissenburg. 8. Die Lauter. 12. Der Hochwald, nord- 
östlich von Niederbronn. 21. Dürstel. 


— 58. Carta Ebroharti. Ind.: ‘Carta Hebroharti in 
fine Neofaras.3 

Thiodorici. Ebroardus. Uuizunburg.® Murga seu et Lutra. 
Erloaldus.? in pago Alisacinsae. Neofaras. Choualdo monti.'? 
Reginhario. Angila. Liutbald.!° Lioboino. Alicone. Gotchildia.!8 
Öttrude. Abani. Dorestotelus.?! Ebroardi. Bettonis. Hittonis.?* 
Thiotbaldi. Haimonis. Adalradi.?” Uuinidisgi. Rathelmi. Thrud- 
gisi.° Alboini. Hariberti. Ferahmundus.3® 

Tr. W. num. 47. 


69. 'Carta Radolfi. Ind.: 'Carta Radolfi de Buxani: 
lare‘.3 737. 


— 132 — 


Thiodirichi. Radolfus. Uuizunburgo.® Murga. in pago 
Alisacinsae. Buxuuilari.? Amallind. Aquela. uilla Diluquifiaga.'? 
Raginbodus. Uuigiliani. uilla Monti. Radulfi. Otberti. Thio- 
doni.!8 Nortberti. Liudini. Feramundus.?! 


Tr. W. num. 37. 

3. Buchsweiler. 6. Weissenburg. 7. Die Lauter. 8. 
Elsass. 11. Die Eichel. 12. Dehlingen, Ct. Saarunion, Kr. 
Zabern. 15. Berg. 

60. Traditio quam fecit Chrodoinus. *737. 

Chrodoinus. Uuizenburgo.? Erloaldus. Ebroine. Uuizen- 
burgo.6 Theodericus. Carolo. Hebrouino.? Rodoinus. in pago 
Saroinse. marca que uocatur Charinca.'? Esca. Teutgarius. 
Ebroino.!5 Erloaldus. Ueraldo. Theutgarius.! Uuandelmarus. 
Ildifrido. Uulpoldo.?! Milo. Adalbaldus. 


Tr. W. num. 247. 
3. Weissenburg. 11. Saargau. 12. Heringen, Üt. Pfalz- 
burg, Kr. Saarburg. 13. Der Ischbach. 


61. 'Carta Radoini de pago Alisacinse‘. Ind.: 'Carta Ra- 
doini? de Gerlaichouuilare‘. *737. 

Radoinus. Uuizenburg.® Lutra. Erloaldus. Alsacinse.? 
Gerlaicouuilare. Sura. Uuatgiso.!? Gerlaigouuilare. Uuizen- 
burg. Radoinus.!® Radoino. Foleuuino. Gisalrico.'® Herminaldo. 


Theotharius. 
Tr. W. num. 15. 


2. Elsass. 4. Görsdorf. 6. Weissenburg. 7. Die Lauter. 
11. Die Sauer. 

62. 'Carta quam fecit Liutfridus de Burghaime. Ind.: 
‘Carta Liutfridi? de Burghaim‘. 739. 

Uuizenburg. in pago Spirinse.* Lutra. Herloaldus. Liut- 
fridus.” in uilla Burghaime. Adalbertus. Hebrohardo.!? Bern- 
hardus. in ciuitate Argentoracinse. Ansegarius.1° 'Theodorici. 
Liutfridus. Hiltrude.13 Nordaldo. Hudone. Sigiriho.?! Theot- 
rado. Theotbaldo. Hodolberto.?* Theotberto. 


Tr. W. num. 10. 


2. Burgheim, Ct. Ober-Ehnheim, Kr. Erstein. 5. Weissen- 
burg. 6. Speiergau. 7. Die Lauter. 14. Strassburg. 


— 13 — 


63. Hec est uendicio quam fecit Liutfridus dux et Hil- 
trudis. Ind.: ‘Uenditio Liutfridi® ducis de Burghaim‘. 739. 

Herloaldo. Liutfridus.® Hiltrudis. in pago Halisacinse. 
Burghaime.? in ciuitate Argentoracinse. Liutfrido. Hiltrude.!? 
Nordoalto. Hudone. Theotbaldo.1° Odalberto. Sigiricho. Theot- 
berto.!8 Ansegarius. Theoderici. 


Tr. W. num. 11. 
4. Burgheim. 8. Elsass. 10. Strassburg. 
64. ‘Carta Liutfridi ducis de pago Alisacinse. Ind.: 
‚Carta Liutfridi? ducis de Bruningouil:: * 739. 

- Erloaldo. Liutfridus.® Hiltrudis. in foreste dominico que 
dicitur Fasenburgo. Bruningouilla.? Gaerlaigouilare. Adalber- 
tus. Mahtulfus.!2 Irminulfus. Altmannus. Uuinimannus.!® Bo- 
talincus. Erpharius. Pertulfus.18 Uuinibertus. Sigiricho. Uuizen- 
burg.?! in pago Spirense. Lutra. freta.®* stuafa. haribanno,. 
Liutfrido.2” Hiltrude. Haiuni. Aermanricho.?° Theotrado. 


Affuni. Theotberto.33 
Tr. W. num. 12. 


2. Elsass. 4. Preuschdorf. 8. Der Mundatwald, süd- 
westlich von Weissenburg? 10. Görsdorf. 21. Weissenburg. 
22. Speiergau. 23. Die Lauter. 

65. 'Carta Nordoaldi de pago Alisacinse. Ind.: ‘Carta 
Nordoaldi® de Uuesthoue’. 739. 

Nordoaldus. Hugiberti.® Uuizenburg. Lutra. Erloaldus.? 
in Uuesthoue. in Deceiugariis. in Chraftestate.!? Folcoaldes- 
haime. in pago Alisacinse. Chugibertus.!5 Uuizenburg. Uuizen- 
burg. Theoderiei.!® Nordoaldo. Ratbaldo. Theotbaldo.2! Offone. 
Rantuuigo. Gauuiberto.?* Reginberto. Udone. Haimiricho.?? 


Sindicho. Nordoaldo. | 
j Tr. W. num. 17. 


2. Elsass. 4. Westhofen, Ct. Wasselnheim, Kr. Mols- 
heim. 7. Weissenburg. 8. Die Lauter. 11. Zehnacker, Ct. 
Maursmünster, Kr. Zabern. 12 Krastatt, Ct. Maursmünster, 
Kr. Zabern. 13. Wolxheim, Kr. Molsheim. 

== 66. 'Carta quam fecit Nordoaldus de pago Alisa- 
einse. Ind.: ‘Carta Nordoaldi?® de Uuesthoue.. 

Nordoaldus. Hugiberti.° Uuizenburg. Lutra. Erloaldus.? 
in Uuesthoue. in Deceiugariis. in Chraftestate.!? Folcoaldes- 

Strassb. Studien, 10 


— 134 — 


heim. in pago Alisacinse. Hugibertus.’® Uuizenburg. Uuizen- 
burg. Theoderici.18® Nordoaldus. Ratbald. Thiotbald.?! Offuni. 
Rantuuic. Gozbraht.?* Reginbraht. Udone. Heimirih.?? Sindicho. 


Tr. W. num. 159. 

67. Carta Boroni de pago Alisacense. Ind.: 'Carta 
Boroni® de Lupfinstagni‘. 739. 

Uuizenburg. Lutra.® Erloaldus. Boronus. in pago Alsa- 
ciorum.? Lupfinstagni. Batsinagmi. Hischaigitisagmi.!? in Uul- 
dromodihaime. in Saxinhaime. in Tunteshaime.!® in Ingin- 
haime. Patenhaime. Papanhaime.’® Badocune. Mandodro castro. 
Borono.?! Alaricho. Rihberto. Unardo. Hiltrado. Ardoino. 
Gautsaldo.?” Humbertus. Theoderici. 


Tr. W. num. 14. 

2. Elsass. 4. Lupstein, Kr. Zabern. 5. Weissenburg. 
6. Die Lauter. 11. Batzendorf, Ct. Hagenau, Kr. Hagenau. 
12. Issenhausen, Ct. Hochfelden, Landkr. Strassburg? 13. 
Wöllenheim, Ct. Truchtersheim, Landkr. Strassburg? 14. Sä- 
solsheim, Ct. Hochfelden, Landkr. Strassburg. 15. Dunzen- 
heim, Ct. Hochfelden, Landkr. Strassburg. 16. Ingenheim, 
Ct. Hochfelden, Landkr. Strassburg. 17. Battenheim, Ot. 
Habsheim, Kr. Mülhausen. 18. Pfaffenheim, Ct. Rufach, Kr. 
Gebweiler. 20. Mandeure bei Mömpelgard. | 


68. 'Carta Helpualdi de pago Alsacinse, quod fieri ro- 
gauit. Ind.: 'Carta Helpualdi?® de Cazfeldes. 739. 

Theotrichi. Helpoaldus.® Helpoaldus. in pago Alsacinse. 
Cazfeldes.? Uuizenburc. Lutra. in pago Spirense.!? Uuielandus. 
Helinlohu. Uuizenbure.!® Helpoaldus. Sigibaldo. Addone.!8 
Arbione. Theutegarius. | 
Tr. W. num. 3. 

2. Elsass. 4. Feldbach, Ct. Sulz unterm Wald, Kr. 
Weissenburg? 10. Weissenburg. 11. Die Lauter. 12. Der 
Speiergau. 14. Der Wald von Hölschloch, Ct. Sulz u. W., 
Kr. Weissenburg. 


69. 'Carta Rihberti di Rimouilare‘. 741. 

Uuelando.? Rihbertus. Uuizenburgo. Luttra.6 in pago 
Spirinse. Uuelandus. Rimouilare.? in pago Saroinse. Starg- 
trude. Uuizenburg.!? Uuizenburgo. Carlo. Carlomanno.!5 Teu- 


— 15 — 


tigarius. Rihberti. Radulfus.® Theudaldo. Teudulfus. Er- 
menbertus.?! Chrodoinus. Bonifacio. Benedictus.?* Gramgiso. 
Folcoldo. Lantbertus.?” Chardoinus. Arduinus. Hachiho.3 


Tr. W. num. 235. 


2. Rimsdorf. 5. Weissenburg. 6. Die Lauter. 7. Der 
Speiergau. 10. Der Saargau. 


70. 'Carta quam fieri rogauit Ratsuinda pro anima filii 
sui de pago Alsacense. Ind.: 'Carta Ratsuuindane? de Bru- 
ningesuil: 742. 

Uuizenburg. Lutra. in pago Spirense. Uuelandus. Rat- 
suinda.? Bernoni. in pago Alsacinse. Pruningesuuilare.!? Ber- 
ganesuuilare. Suaidemundus. Ratuuino.'!5 Saluxsia. Gerlages- 
uuilare. Bernoni.!8 Uuizenburg. Carlomanno,. Ratsuinda,?! Gaui- 
manno. Grabardo. Chadoberto.* DBertrigo. Uualtchrogo. 
Theutegarius.?7 

Tr. W. num. 7. 


2. Elsass. 4. Preuschdorf. 5. Weissenburg. 6. Die 
Lauter. 7. Speiergau. 13. Hochweiler, Ct. Sulz. u. W., 
Kr. Weissenburg. 16. Der Selzbach bei Sulz u. W. 17. 
Görsdorf. 


71. 'Carta Rantuuigi de pago Alsacinse. Ind.: 'Carta 
Rantuuigi? de Cuzzenhuson. 742. 

Rantuuigus. Chrotuuigi.° Uuizunb. Uuelandus. in pago 
Alsacinse.? in Chuzinchusi. in Pruningouilla. Matra.!? Modu- 
inouuilare. Uruniuuilla. Alongas.!5 in Uuittreshusi. Olenchaim. 
in Offenheime.'® Ingoniuuilare. in Tauginhaime. in Munefri- 
douill:2’ in Chatenheime. in Utilenchaime. in Eudinhaime.?? 
in Marelaigia. Basilla. Sulcia.?” Liutfridus. Aldebrunnus. in 
Echanhaime.3° Oda. Basilla. in Maistreshaime.®® Chrodius. 
Oda. Basilla.®° Falaba. in Gagynhaime. Chrodoldesuuilare.’? 
in Montularem medietatem. in Lalenhaimi. in Thorencohaime.* 
Heruncouill: Odane. Basillane.*5° in Folcolfesheime. in Pluen- 
hame. Chrodione.*® Chroduuigo. Odane. Basillane.5! Carlo- 
manno. Pippino. Rantuuigo.5* Odalricho. Erprammo. Adal- 
oldo.5° Uualtgerio. Thiotbaldo. Ratbaldo.6° Uuicbaldo. Thiot- 
charius. 


10* 


— 136 — 


Tr. W. num. 52. 


2. Elsass. 4. Kutzenhausen, Ct. Sulz u. W., Kr. Weissen- 
burg. 7. Weissenburg. 11. Preuschdorf. 12. Die Moder. 
13. Mietesheim, Ct. Niederbronn, Kr. Hagenau. 14. Uhr- 
weiler, Ct. Niederbronn, Kr. Hagenau. 15. Ohlungen, Ct. 
Hagenau, Kr. Hagenau. 16. Wittersheim, Ct. Hagenau, Kr. 
Hagenau. 17. Unbekannt, im Kr. Hagenau. 18. Offenheim, 
Ct. Truchtersheim, Landkr. Strassburg. 19. Ingweiler, Ct. 
Buchsweiler, Kr. Zabern. 20. Dauendorf, Ct. Hagenau, Kr. 
Hagenau. 21. Minwersbeim. 22. Unbekannt, im Landkr. 
Strassburg. 23. Ittlenheim, Ct. Truchtersheim, Landkr. Strass- 
burg. 24. Ittenheim, Ct. Schiltigheim, Landkr. Strassburg. 
25. Marlenheim, Ct. Wasselnheim, Kr. Molsheim. 27. Sulz 
unterm Wald. 29. Pfaffenbronn? 30. Alteckendorf, Ct. Hoch- 
felden, Landkr. Strassburg. 33. Meistratzheim, Ct. Ober-Ehn- 
heim, Kr. Erstein. 37. Walf, Ct. Ober-Ehnheim, Kr. Erstein. 
38. Kogenheim, Ct. Benfelden, Kr. Erstein. 39. Kröttweiler, 
Ct. Sulz u. W., Kr. Weissenburg. 40. Bergheim, Ct. Rap- 
poltsweiler, Kr. Rappoltsweiler. 41. Dürrenlogelnheim, 
Wüstung im Ct. Winzenheim, Kr. Colmar. 42. Türkheim, 
Ct. Winzenheim, Kr. Colmar. 43. Ober- und Niederherg- 
heim, Öt. Ensisheim, Kr. Gebweiler. 46. Volgelsheim, Ct. 
Neu-Breisach, Kr. Colmar. 47. Bleienheim, Wüstung zwischen 
Gundolsheim und Merxheim im Kr. Gebweiler. 


72. 'Carta Haroinus de pago Alisaeinse. Ind.: ‘Carta . 
Haroini? de Chirichouuilare‘. 742. 

Haroinus. Uuizenburgo.® Lutra. in pago Spirense. Uuie- 
landus.? in pago Alsacinse. Sura. Chirihcouuilare.!2 Hahilulfus. 
Loria. Uuillulfo.1° Racambertus. Rimbertus. Jenul.!8 Neofares. 
Sigimund. Bilidruda.?!in Houaldo monte. Teuringas. Haraldo.? 
Saxinesheim. Uulcheiro. Cotsane.?? Bertcheiro. Herpdrudi. 
'Uuanga.”’ Suuinnone. Chibehilde. Uuigone monte.33 in- pago 
Sarohense. Molinauua. in marca Haganbache.3° Uuizenburc. 
Carlomanno. Haroinus.3? Sicuuino. Eburardo. Haimuni.#? Adal- 
rado. Alboino. Hariberto.*° Rathelmo. Hittuni. Teutegarius.*# 


Tr. W. num. 1. 
2. Elsass. 4. Kirweiler, Ct. Buchsweiler, Kr. Zabern. 


— 137 — 


6. Weissenburg. 7. Die Lauter. 8. Der Speiergau. 11. Die 
Sauer. 18. Unbekannt, im Ct. Buchsweiler. 19. Niefern. 
22. Der Hochwald. 23. Dürningen. 25. Säsolsheim. 30. 
Wangen, Ct. Wasselnheim, Kr. Molsheim. 33. Wingen, Ct. 
Lützelstein, Kr. Zabern. 34. Der Saargau. 35. Zufluss der 
Eichel. 36. Hambach. 37. Weissenburg. 


73. 'Carta Leutfridi de pago Alisacense‘. Ind.: 'Carta 
Liutfridi® de Cincionesuuilare‘. 742. 


Liutfridus.. Theutila.®6 Uuizenburc. Luttra. in pago Spi- 
rense.? Uuielandus. Cincionesuuilare. in pago Alsacinse.!? 
Guntrammo. Gundoino. Dumberto.!5 Erchenhildi. Ingoberto. 
Seculfo.!8® Bertgundis. Theutlindis. Autperta.?! Perinane. Lu- 
pane. Uulfhilde.?* Folclindis. Heconheim. Modenesheim.?” 
Hohenheim. Uuizenburc. Carlomanno.?° Carlo. Leutfridus. 
Theutila.8. Hildifridus. Ruadhartus. Offuni.® Frieguni. Sigi- 
richo. Hariricho.3® Hildifrido. Uuicbaldo. Theutegarius.*2 


Tr. W. num. 2. 


2. Elsass. 4. Zinsweiler, Ot. Niederbronn, Kr. Hagenau. 
7. Weissenburg. 8. Die Lauter. 9. Der Speiergau.. 26. He- 
geney, Ct. Wörth, Kr. Weissenburg. 27. Mietesheim, 28. 
Hönheim, Ct. Schiltigheim, Landkr. Strassburg. 

74. Donacio quam fecit Udo de pago Alsacinse‘. Ind.: 
‘Donatio Udoni? de Uuesthoue. 743. 

Uuizenburc. Uuelandus.® in marca Uuestoue. in pago 
Alsacinse. Uuizenburc.? Carloni. Carlomannus. Pippinus.!? 
Udoni. Ymmoni siue Irminfrido.1° Ludouuino. Theutegarius. 


Tr. W. num. 5. 

2. Elsass. 4. Westhofen. 5. Weissenburg. 

75. 'Carta Grimhildane de pago Alysacinse. Ind.: 'Carta 
Grimhildane? de Uuiccobrocho. 743. 

Grimhildis. Uuizenbure.® in pago Spirense. Lutra. Uue- 
landus.? in pago Alisacinse. in marca Uuiccobrocho. Hariol- 
fesuilla.!® Uuizenburc. Carlomanno. Pippino.!® Grimhilde. 
Odalberto. Hadaberto.'!8 Foldulfo. Sigiberdo. Arbione.?! Hil- 
difrido. Irminolfo. Cearolfo.2* Theutegarius. 


Je 


Tr. W. num. 4. 

2. Elsass. 4. Weitbruch, Ct. Hagenau, Kr. Hagenau. 

6. Weissenburg. 7. Speiergau. 8. Die Lauter. 12. Herlis- 
heim, Ct. Bischweiler, Kr. Hagenau. 


76. Carta Uuadelaici de Alisacinsae’”. Ind.: ‘Carta Uua- 
delaici® de Bruningouilla‘. 744. 

Hildirichi. Uuadelaicus.® Uuizenburg. Lutra. Dauid.? in 
pago Alisacinse. Pruningouilla. Uuizenburg.!? Uuadelaigo. 
Uueniberto. Sigibald.'5° Theotharius. 


- Tr. W. num. 147. Ä 
2. Elsass. 4. Preuschdorf. 7. Weissenburg. 8. Die 
Lauter. 


77. Carta quam fecit Sigifridus. Ind.: 'Carta Sigifridi 
de Munifridesheim’.? * 744. 

Hildiriei. Sigifridus. Sigimundus.* Uuizenburgo. Lutra. 
in pago Alisacinsi.? Munifridesheim. Uuizenburgo.1? Ecchen- 
heim. Mazoniuuilare. Uuizenburgo.1? Dauid. Uuizenburgo. 
Hildiriei.'® Sigifridus. Sigihartus. Saramundus.?! 


Tr. W. num. 188. 
3. Minwersheim. 7. Weissenburg. 8. Die Lauter. 9. 
Elsass. 13. Alt-Eckendorf. 14. Matzenheim, Ct. Benfelden, 
Kr. Erstein. 


78. 'Carta Odalhar de pago Alsacinse. Ind.: 'Carta 
Odalhardi?® de Lonenbuah. 745. 

Uuizenburg. Dauid.® Odalhardus. Badanandouilla. in 
Crodo.? in Lonenbocho. in pago Alisacinse et Spirinse.!? Ba- 
tanandouilla. in Crodo. Lonenbuah.!® in page Spirense. Uui- 
zenburg. Hildirici.® Hodalhar. Urs. Uuicbald.?! Gerbraht. 
Buabo.2* Uuaninc. Erbo. Albo.2” Theotharius. 

| Tr. W. num. 136. 

2. Elsass. 4. Lembach, Ct. Weissenburg, Kr. Weissen- 
burg. 5. Weissenburg. 8. Beinheim. 9. Rott, Ct. Weissen- 
“ burg, Kr. Weissenburg. 12. Der Speiergau. 

79. 'Carta Agiharii de pago Alsaeinse‘. Ind.: ‘Carta 
Agiharii® de Gerlaigouuilare‘. 745. 

Uuizenburg. Dauid.® Agiharius. Uuuluila. in pago Al- 


— 139 — 


sacinse.? Gerlaigouilare. Uuizenburg. Hildiriei.'? Agihario. 
Uuuluilane. Theotgarius. ' 
Tr. W. num. 142. 

2. Elsass. 4. Görsdorf. 5. Weissenburg. 

80. ‘Carta Hartberti de pago Alisacinse'. Ind.: ‘Carta 
Hartberti? de Furdesfeld’. 745. 

Uuizenburg. in pago Spirinse.® Dauid. Hartbert. Regin- 
berti.? Furdesfeld. in pago Alsacinse. Sigibertus.!? Uuizen- 
burg. Hildirici. Hartbertus.!5 Uuidrih. Amaluni. Amalrih.3 
Gozbert. Eboruni. Thiatrammo.?! Sindichone. Hartbertus. 


Tr. W. num. 143. 

2. Elsass. 4. Forstfeld, Ct. Bischweiler, Kr. Hagenau. 
5. Weissenburg. 6. Speiergau. 

81. 'Carta Humberti de Alisacinse. Ind.: ‘Carta Hum- 
berti? de Zinzinuuilare‘. 746. | 

Uuizenburg. Dauid.® Humbertus. in pago Alsacinse. Zin- 
zinuilare.? Uuizenburg. Hildirici. Humbraht.!? Liutfrid. Otmar. 
Theotharius.!° 

Tr. W. num. 146. 

2. Elsass. 4. Zinsweiler. 5. Weissenburg. 

82. ‘Carta Theotlindis de pago Alsacinse. Ind.: 'Carta 
Theotlindis® de Lorencenheim‘. 746. 

Uuizenburg. in pago Spirinse.® Dauid. Theotlindis. infra 
pago Alsacinse.? Lorancenhaim. Hilduni. Selpheri.!? Uuizen- 
burg. Hildirici. Theotlind.!5 Hartrato. Theotramno. Uuerdolt.!? 
Thioduni. Uuolfger. Grimoaldus.?! 


Tr. W. num. 141. 
2. Elsass. 4. Lorenzen? 5. Weissenburg. 6. Speiergau. 


83. 'Carta Hariuuini de pago Alisacinse. Ind.: 'Carta 
Hariuuini® de Lonenbuah‘. 747. 

Dauid. Hariuuini.“ in pago Alisacinse. Mutuinouilari. 
Lonenbuhah.? Harihulfo. Uuizenburg. Hildirici.! Eiaziunn): 
Uuoleuuihic. Fruatuni.’®. Gozolt. Theotharius. 


Tr. W. num. 148. 
2. Elsass. 4. Lembach. 8. Mietesheim. 11. Weissenburg. 
84. 'Carta Gaddoni de pago Alisacinsa‘. Ind.: 'Carta 
Gatdoni® de Dauchendorpf. 753. 








_ 10 — 


Gaddo. Uuizenburg.® in pago Spirinse. Lutra. Dauid.? 
Dauchendhorf. Uuizenburg. Pipino.'? Gaddo. Haimradus. Gra- 
barto.!5° Heriram. Theotbert. Aldmunt.'® Basinus. 

Tr. W. num. 149. 

2. Elsass. 4. Dauendorf. 6. Weissenburg. 7. Speier- 
gau. 8. Die Lauter. 

85. Tradicio Sigoini de Aquilinse. 755. 

Sigoinus3 Bochildingas. in pago Aquilinse. Aquila.$ 
Theutrada. Haruinus. Uuizenburgo.? Dauid. Luttra. in pago 
Spirinse.!? Uuizenburgo. Pipino. Siguino.!5 Nortbertus. Dun- 
donus. Reginfridus.!® Baldfridus. 

Tr. W. num. 222. 

2. Gau der Eichel. 4. Unbekannt, an der Eichel im 
Kr. Zabern. 6. Die Eichel. 9. Weissenburg. 11. Die Lauter. 
12. Der Speiergau. 

86. ‘Carta Dudoni et Imichoni de Alisacinse‘.3 Ind.: 
Carta Dudoni et Imichoni de Cuzzenhusa.® 756. 

Dudo. Himicho. Uuizenburg.? Dauid. in pago Alisacinse. 
in uilla quod dieitur Chuzenhusa.!? in Lonenbuacho. Uuizen- 
burg. Uuizenburg.'5® Pipini. Dudone. Himichone.!8 Drogone. 


Theotgarius. 
Tr. W, num. 137. 


3. Elsass. 6. Kutzenhausen. 9. Weissenburg. 13. 
Lembach. 


87. 'Carta Erlolfi de Saroinsae‘. 756. 

Dauid.3 Erlolfus. Otsindis. Uuizenburg.* in pago Spi- 
rinse. Luttra. Dauid.? Uuindrude. Uolflinde Ercandrude.'? 
Audheide. Adaluuini. Theudlinde.15 Autineshaim. Uuizenburgo. 
Pipino.!® Erlolfus. Otsinde. Bodone.?! Uuillone. Baldo. Hart- 
bertus.?* Lantbertus. Sigibertus. Meginhartdus.??” Basinus. 

Tr. W. num. 221. 

2. Saargau. 6. Weissenburg. 7. Speiergau. 8. Die 
Lauter. 16. Audweiler. 

88. 'Carta Haimradi de pago Alisaeinse‘., Ind.: ‘Carta 
Heimradi® de Bruningouuilare‘. 757. 

Haimradus. Uuizenburg. in pago Spirinse. Ludra. 
Dauid.? in pago Alisacinse. Bruningouilare. Rihgundis.!? 


— 141 — 


Theotgundi. Theotgundis. Uuizenburg.!® Pipino. Haimradus. 
Gozbraht.!8 Guntbraht. Grabart. Erphram.?! Theotbert. Ga- 


roinus. 
Tr. W. num. 139. 


2. Elsass. 4. Preuschdorf. 6. Weissenburg. 7. Speier- 
gau. 8. Die Lauter. 


89. ‘Carta Alderihi de Alsacinse‘. Ind.: ‘Carta Alderihi? 
de Bruningouuil’: 757. | 

Aldricus. Uuizenburg.® Dauid. Bruningouilla. Medio- 
uilla.? Uuizenburg. Pippino. Alderih.!? Gerolf. Grabart. Heim- 
berto.!5 Liutrih. Eberheri. Liutheri.18 Horscuni. Otgarius. 


Tr. W. num. 140. 
2. Elsass. 4. Preuschdorf. 6. Weissenburg. 9. Mitsch- 
dorf, Ct. Wörth, Kr. Weissenburg. 


90. ‘Carta Graobarti de pago Alisacinse. Ind.: ‘Carta 
Graobarti®? de Lonenbuah. 758. 

Graobardus. Uuizenburg.® Lutra. Lonenbuah. Dauid.? 
Uuizenburg. Pippino. Theotgarius.!? 


Tr. W. num. 144. 
2. Elsass. 4. Lembach. 6. Weissenburg. 7. Die Lauter. 


91. 'Carta Uacconi de pago Alisacinse. Ind.: 'Carta 
Uuacchoni® de Gerlaigouilla‘. 758. 
| Uuaccone. Uuizenburg.® Dauid. Gerlaigouilla. Uuizen- 
burg.? Pipino. Uuacco. Hegino.i? Imico. Gerleih. Harbertus.!® 


Tr. W. num. 145. 
2. Elsass. 4. Görsdorf. 6. Weissenburg. 


92. 'Carta Uuicfridi de pago Alisacinse. Ind.: 'Carta 
Uuicfridi® de Bardestat‘. 760. 

Uuizenburg. in pago Spirinse.* Lutra. Dauidus. Uuic- 
fridus.? in pago Alisacinse. Kacesfelt. infra marca Bardesteti.12 
Uuizenburg. Pipini. Uuicfrit.15 Isanbraht. Graobart. Boranolt.!3 
Hildifrit. 

Tr. W. num. 138. 

2. Elsass. 4. Berstett, Ct. Truchtersheim, Landkr- 
Strassburg. 5. Weissenburg. 6. Speiergau. 7. Die Lauter. 
11. Feldbach ? 





— 142 — 


93. ‘Uendicio Graobarti quam uendidit Uualdmanno in 
Lonenbuah‘.3 Ind.: ‘Uenditio Graobarti de Thancarades- 
heim‘. 760. 

Uualdmanno.6 Graobardus siue Uuolueradus. Lonen- 
buah.? Uualdolfum. Bilihilda. Domgisi.? Thancaradesheim. 
Franchenheim. Pipini.’” Graobardus. Uuicfrit. Boranolf.18 
Ebarhelm. Uuanulfus. 


Tr. W. num. 170. 
3. Lembach. 5. Dangolsheim, Ct. Wasselnheim, Kr. 
Molsheim.: 14. Hoh Frankenheim, Ct. Hochfelden, Landkr. 
Strassburg. 


94. 'Carta quam fecit Agilbertus. Ind.: ‘Carta Agil- 
berti de Urenuuilare.3 761. 

Uuizenburgo. in pago Spirinse. Lutra.® Aghilbertus. 
Odalhario. Uruneuuilare? Cruduino. Pippino. Agilberto.!2 
Ruadberto. Uuicfrido. Sigifrido.'® Erphanramno. Reginoldo. 
Udalricho.!18 Gundfrido. Boranolfus. 


Tr. W. num. 179. | 
3. Uhrweiler. 4. Weissenburg. 5. Der Speiergau. 
6. Die Lauter. 


95. 'Karta ad sancto Petre quam fecit Uuilliboldus et 
Lauta. 763. 

Pipino.? Uuilliboldus. Lauht. Teutbaldo.® Uuizemburgo. 
in pago Saroinse. infra fine Hilbodiaga.? in uilla Gerboldinga. 
Isca. Uicbertus.!? in Offenbaci. Gerboldinga. Uuilibaldo.!> 
Lauta. Uuelando. Gauirigo.'® Teodo. Richgero. Ratberto.?! 
Altulfo. Nordegario. Bertalaus.?* Autgero. Uuicberto. Odil- 
baldo.?” Harberto. Radingo. Landfridus.3® 


Tr. W. num. 263. 

7. Weissenburg. 8. Saargau. 9. Hilbesheim. 10. Gör- 
lingen. 11. Der Ischbach, resp. der Brüschbach. 13. Un- 
bekannt, im Kr. Zabern oder Saarburg. 

96. “Carta quam fecit Albricus auus Sigiharti comitis 
de Altthorf? et de Buatgisinga. * 764. 

Alberieus. Sigihelmi.* Uuizenburg. Lutra. Erembertus. 
in pago Salinisse. in Altdorpfo. Lingulfo.'? Cocmanno. Liud- 


— 143 — 


rata. Uualehere.!5 Uitali. Reginhilta. Althilta.!® Rinulfo. Gel- 
drudi. Theotberto.”! Muathario. Hartuuino. Ratfrido.?* Theat- 
ramno. Freuuigarda. Deathilda.?” Ratlauga. Lingulfus. Din- 
golfus.3° Gundolfus. Lina. Agizho.® Gisaldruda. Rodoldus. 
Uuolflinda.3® Aliulfus. Muatharius. Buatgisingas.?? Sigihelmus. 
Odolfus. Reginharius.** Blidhilda. Reginulfo. Uncunsteine.* 
Pippini. Albiriho. Folcolto.*# Uuilliriho. Uuerinhario. Uuilli- 
berto.5! Liutroho. Ercanberto. Drudberto.5? Berhoho.Theathario. 
Gundoroh0.5’7 Gunduuino. Rihboto. Frumigero.6° Uuigero. Uuo- 
lariho. Ruadingo.6® Gundiriho. Uuitolto. Uuillihardo.6 Agi- 
uuino. Geruuinus. | 
| Tr. W. num. 193. 

3. Burgaltdorf, Ct. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins. 4. Bes- 
singen, Ct. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins. 7. Weissenburg. 
8. Die Lauter. 10. Gau der Seille.. 45. Ungstein. 

97. ‘Alberico qui hanc precaria fieri rogauit ad Sancto 
Petro’‘. 765. 

Eremberto. Albericus.? Altorfo. Badgisingas. in pago 
Salinago.® Albericus. Uuizenburgo. Uuizenburgo.? Pipno. Teo- 
derico. Gundacro.!? Frumigero. Uualarico. Chrodingo.'5 Gun- 
terico. Uuidoldo. Agiuuino.’® Uuillihardo. Uuieranno. Uui- 
baldus.2! Ä 
Tr. W. num. 264. 

4. Burgaltdorf. 5. Bessingen. 6. Gau der Seille. 8. 
Weissenburg. 

98. ‘Carta Rihsuindane de pago Alisacinse‘. Ind.: 'Carta 
Rihsuuindane® de Atinhaim’. 766. 

Urenuuilare. Erembertus.® Rihsuinda. Atinhaim. Ruad- 
suinda.? Ruadgango. Ruadhario. Ruadhardo.!? Uuizenburg. 
Pippini. Ricsuinda.!° Reginoldo. Hunoldo. Hildifrido.!8 Ric- 
baldo. Uuolfmundo. Hadericho.2! Eremberto. Lantoldo. Fruat- 
olfus.*4 

Tr. W. num. 108. 

2. Elsass. 4. Ettendorf, Ct. Hochfelden, Landkr. Strass- 
burg. 5. Uhrweiler. °13. Weissenburg. 

99. ‘Carta Blidgarte de pago Alisacince. Ind.: ‘Carta 
Blidgardane 3 de Bruningouilla’. * 766. 

Uuizunb. Lutra.® in pago Spirinse. Ermbertus. Blid- 


— 14 — 


gardis.? in pago Alisacinse. Bruningouilla. Ratharius.!? Ra- 
dolfus. Pippino. Blidgarte.!5 Hroderih. Raginbraht. Berteriho.18 
Helphand. Berehario. Horsconi.?2! Thioderih. Uueliman. Ge- 
roinus.?* 

Tr. W. num. 103. 

2. Elsass. 4. Preuschdorf. 5. Weissenburg. 6. Die 
Lauter. 7. Speiergau. 

100. 'Carta Gerbaldi et Rihbaldi de pago Alisacinse 3 
siue Spirinse. Ind.: ‘Carta Gerbaldi et Rihbaldi® de Bru- 
ningouil’: 766. 

Uuizunb. Ermbertus.? Gerbaldus. Rihbaldus. Uuicbaldi.!? 
Bedani. Bruningouilare. infra pago Spirense.!5° Dendestat. 
Surraburgo. Pipini.1? Gerbaldi. Rihbaldi. Geluni.?! Thruandi. 
Ruatlandi. Marcuuardi.?* Muatharii. Uuolfuini. Geroinus.?? 


Tr. W. num. 66. 

3. Elsass. 4. Speiergau. 7. Preuschdorf. 8. Weissen- 
burg. 16. Dannstadt, in der Gegend von Speier. 17. Sur- 
burg, Ct. Sulz u. W., Kr. Weissenburg. 

101. ‘Carta Ruadlandi de pago Alisacinse‘. Ind.: ‘Carta 
Ruadlandi® de Bruningouilla‘. * 766. 

Ruadlandus. Lutra.® Uuizenburg. Erembertus. in pago 
Alisacinse.? Bruningouilla. Uuiniger. Uuizenburg.!? Ruatlandus. 
Heithanrih. Ruadinc.!° Theodorih. Garoinus. 


Tr. W. num. 129. 

2. Elsass. 4. Preuschdorf. 6. Die Lauter. 7. Weissen- 

burg. 
102. ‘Carta Reginfridi de pago Alisacinse‘. Ind.: 'Carta 
Reginfridi® de Gerlaigouilla‘. 767. 

Reginfridus. Uuizenburg.® Erembertus. in pago Alisa- 
cinse. Gerlaigouilla.? Uuizenburg. Pippini. Reginfrit.!? Suab- 
olf. Ortuuin. Garoinus. 

Tr. W. num. 132. 

2. Elsass. 4. Görsdorf. 6. Weissenburg. 

103. ‘Carta Gerrichi de pago Alisacinse. Ind.: 'Carta 
Gerrichi? de Bullingesdorpf‘. 767. 

Gerrihchus. Lutra.® Uuizenburg. Erembertus. in pago 
Alisacinse.? Bullinthorf. Ratramno. Uuizenburg.!? Leudoldo. 


| — 15 — 


Luodorane. Uuizenburg.!®° Pippino. Gerrih. Ratram.18 Ado. 


Cadualus. 
Tr. W. num. 131. 


2. Elsass. 4. Bilwisheim, Ct. Brumath, Landkr. Strass- 
burg? 6. Die Lauter. 7. Weissenburg. 

104. 'Carta Reginberti et Uadalharti de pago Alis:3 
Ind.: 'Carta Reginberti et Uadalberti de Margberg‘.6 769. 

Uuizunb. Lutra. Ermbertus.? Reginbertus. Uädalharti. 
in pago Alisac:!® Margbergauilare. Bruningouilare. Adalha- 
rius.® Uuizunburgo. Karolo. Francorum.!® Reginberto. Uuig- 
frid. Arbio.?! Uualdo. Throant. Buoni.?* Uuluicho. Herigerno. 
Erperamno.?? Geroinus. 

Tr. W. num. 91. 

3. Elsass. 6. Merkweiler, Ot. Sulz u. W., Kr. Weissen- 
burg. 7. Weissenburg. 8. Die Lauter. 14. Preuschdorf. 

105. ‘Uenditio Uuilliricus quam fieri rogauit. 771. 

Harberto. Uuizenburgo.3 Uuilliricus. Heldrudis. in pago 
Salinense.€ Bereregas. in curte Emennoniaca. Karlomanno.? 
Uuillirico. Helmendrude. Uulfranno.!? Ratramno. Saluarido. 
Theodrato.!5 Uuibino. Ingofrido. Ebroino.!® Idoneo. Uuitram. 

Tr. W. num. 245. 

3. Weissenburg. 6. Gau der Seille. 7. Berg. 8. Im- 
lingen. 

—= 106. Uenditio Hartperto de Saroinse. 

Hartperto.? Uuizenburgo. Uuilliricus. Helmeldrudis.® in 
pago Saloinse. Berreregus. Carolomanno.? Uuilirico. Helmel- 
drude. Uulfranno.!? Rattramno. Saluarido. Teutdrado.15 Uui- 
bino. Ingofrido. Ebroino.!8 Idoneo. Uuitramnus. 

Tr. W. num. 250. 

107. 'Carta quam feecit Sigifridus. Ind.: 'Carta Sigi- 
fridi de Moresuuilare.3 771. 

Urunuuilare. Sigifridus. Morasuuilari.6 Brohmagad. Car- 
lomanno. Sigifrido.? Rihbald. Uuiniharti. Ercanbraht.!? un 
Heriger. Rathelm.® Uuolfhartus. 

Tr. W. num. 189. | 

3. Morschweiler, Ct. Hagenau, Kr. Hagenau. 4. Uhr- 
weile. 7. Brumath, Landkr. Strassburg. 





— 1465 — 


108. 'Carta quam fecit Uuerilandus et Herilindis’. Ind.: 
‘Carta Uuerilandi? et Herilindi de Bruningd? 772. 

in pago Spirense.® Uuizenburg. Herinbertus. Uuerilan- 
dus.? Fricchoni. Adalhelm. Bruningestorf.!? Herilandus. Heri- 
linda. Gozheri.!? Bromagad. Carolo. Uuerilant.!® Uuahoni. 
Reginbertus. Irmbertus.?! Uuolfhardus. 


Tr. W. num. 26. 
5. Preuschdorf. 6. Speiergau. 7. Weissenburg. 8. 
Brumath. 


— 109. Carta quam fecerunt Uuerilandus et Herilind 
de Bruningouilla‘.3 Ind.: ‘Carta Uuerilandi et Herilindi de 
Bruning :® 

Uuizunburg. Ermbertus. Uuerilandus.?” Fricconi. Adal- 
helmi. Briningesdorph.!? Uuerilandus. Herilind. Gozheri.!3 
Brumagad. Karolo. Uuerilandi.18 Uuahho. Fartgern. Reginbr :?! 
Irmbr: Hatto. Uuolfhartus.?® 


Tr. W. num. 105. 

110. ‘'Carta Sigibaldi de Alisacinse. Ind.: 'Carta Sigi- 
baldi® de Matra‘. 773. 

Uuizenburg. in pago Spirense.® Lutra. Erembertus. Si- 
. gibaldus.” Ratbaldi. Attane siue Angilsuinde.!? in pago Ali- 
sacinse. Matra uilla. Dauchendorf.!5 Biburesdort. Bruninges- 
torf. Gerlaichestorf.1% in Graenberege. Sura. Bainenchaim.?! 
Lithaim. Franchenhaim. Harioldus.* Bruningouuilare. Gaiz- 
uuilare. in pago Spirense.?‘ Harieschaim. Huosinchoua. Lustati.?® 
in Hasalaha. Fraineschaim. in Unchenstaine.®® Carlobacho- 
marca. Dachenhaim. Sulcia.®° Matra. Biburestorf. Uuizun- 
burg.?? Caroli. Sigibald. Theoderih.* Salacho. Rihbald. Uuini- 
hart.*° Starcman. Irminrat. Ruadarat.*® Egino. Erbione. Hil- 
diberto.5! Uluerit. Iring. Garoinus.’? 


Tr. W. num. 128. 

2. Elsass. 4. Ober- und Nieder-Modern, Ct. Buchs- 
weiler, Kr. Zabern. 5. Weissenburg. 6. Speiergau. 7. Die 
Lauter. 15. Dauendorf. 16. Biblisheim, Ct. Wörth, Kr. 
Weissenburg. 17. Preuschdorf. 18. Görsdorf. 19. Unbe- 
kannt, an der Sauer. 20. Die Sauer. 21. Beinheim. 22. 


— 141 — 


Littenheim, Ct. Zabern, Kr. Zabern. 23. Hoh Frankenheim. 


26. Geisweiler, Ct. Hochfelden, Landkr. Strassburg. 28. Herx- 
heim bei Landau. 29. Zeiskam, östlich ven Landau. 30, 
Lustadt, östlich von Landau. 31. Hassloch, nordwestlich von 
Speier. 32. Freinsheim, südwestlich von Worms. 33. Ung- 
stein. 34. Karlebach, südwestlich von Worms. 35. Dacken- 
heim, südwestlich von Worms. 36. Sulz u. W. 

111. ‘Carta Sigibaldi de Alisacinse uel Spirinse‘3 Ind.: 
‘'Carta Sigibaldi de Matra uilla‘. 774. | 

Uuizunburg.® Lutra. in pago Spirinse. Ermbertus.? Si- 
gibaldus. Ratbaldi. Attane!l? siue Angilsuinda. in pago Ali- 
sacinse. Matra.!5 Dauchenthorf. Biberesdorf. Bruningesdorf.!8 
Gerleichesdorf. in Graenberge. Sura.2! Banenhaim. in Lithaime. 
in Franchenhaime.?* in Altaime. Harioldus. Bruningouuilare.?? 
Gaizuuilare. in pago Spirinse. Harieshaim.3° Zuosinchoua. 
Lustati. in Hasalaha.?® Fraineshaim. in Unchesstaine. Carlo- 
bah.36 Sauuilenheim. Masebah. Bizziricheshaim.3®?® in Dachen- 
haime. Suleia. Matra.?? Uuillibertus. Thiotgunda. Starcbertus.*° 
Rimigunda. Bodalingus. Rantgunda.*® Gozhilda. Uuolfharius. 
Liba.5! Nantradus. Gozhilda. Alahsuuinda.5* Ertmarus. Hari- 
gundis. Adalhelmus.5’” Otrada. Uuilliolfus. Gersuuind.®° Hai- 
dolfus. Uuilligundis. Uuerinberto.6® Hunbertus. Uuibila. Uuil- 
rada.66 Baldilinus. Liutgunda. Gundilino.6® Uuolfhelmo. Ir- 
mintrudi. Uuidulino.?? Uuillihild. Narida. Liudo.’5 Hildiberga. 
Frairada. Thrudheri.’® Thiotgundi. Bainencheim. Ruadicho.°! 
Adalhilda. Ortaharius. Nana. Uuiniharius. Sigihilda. Adal- 
marus.°’ Uuillihilda. Erpgisus. Reginlinda.® Odo. Rihlind. 
Uuoluoldus.#® Odulba. Brunolfo. Uuanberto.?%* Gundharius. 
Uuillihilda. Uualthario.? Brunihilda. Biberesdorf. Iringus.!%2 
Thrudlinda. Milone. Thancolfus.105 Niona. Irmina. Otbertus.1% 
Rimidrudis. Ruatgisus. Regindruda.!!! Adaldruda. Guadolfus. 
Liutgund.!! de Spirinse. Ruatgerus. Childia.1!7° Uogone. 
Uuolfbaldus. Birina.!2V Ruathruda. Aigo. Thiadane.!23 Uuacho. 
Uuolffrida. Sintharius.!?6 Adalsuind. Starcharius. Suabchilda.!2 
Starefrido. Liubhildi. Uuluino.13? Uuillirada. Uualtharius. 
Uuolfgarda.13° Albsuind. Uuilliger. Richolfus.'3 Thiodrada, 
Hado. Ruadrada.!*! Uuizunburg. Karoli. Sigibald.'** Thio- 
dirih. Salacho. Rihbald.!#” Uuinihart. Stargman. Irminraht.150 


_ 





— 1438 — 


Ruadarat. Agino. Arbione.!5® Engilberto. Uluerid. Iring.!5% 
Radolfo. Otbertus. Engilbr:'5® Radolfus. Uuidugauuo. Ratbr :162 
Ermbertus. Muatharius. Gerold.!65® Geruuinus. Baldrih. Ada.16® 
Uuillibald. Thiodolf. 


Tr. W. num. 53. 


2. Elsass. 3. Speiergau. 5. Ober- und Nieder-Modern. 
6. Weissenburg. 7. Die Lauter. 16. Dauendorf. 17. Biblis- 
heim. 18. Preuschdorf. 19. Görsdorf. 20. Unbekannt, an 
der Sauer. 21. Die Sauer. 22. Beinheim. 23. Littenheim. 
24. Hoh Frankenheim. 25. Altenheim, Ct. Zabern, Kr. Zabern. 
28. Geisweiler. 30. Herxheim. 31. Zeiskam. 32. Lustadt. 
33. Hassloch. 34. Freinsheim,. 35. Ungstein. 36. Karlebach. 
37. Saulheim in Rheinhessen. 38. in der Gegend von Worms. 
39. Bissersheim in der Rbeinpfalz. 40. Dackenheim. 41. 
Sulz u. W. 


— 112. Carta quam fecit Sigibaldus. Ind.: Carta 
Sigibaldi de Matra‘.? 


Uuizenburgus. in pago Spirinse. Lutra.® Ermbertus. 
Sigibaldus. Ratbaldo.? Attane siue Engilsuuinda. in pago 
Alisacinse.!1?2 Matra uilla. Dauchentorf. Biberestorf.!° Brunin- 
gestorf. Gerlachestorf. in Graenberge.!® Sura. Banencheim- 
marcha. Lithaimemarcha.?! Franchenhaimemarcha. Althaima- 
marcha. Hariolfus.2* Bruningouuilarae. Gaizuuilare. in pago 
Spirense.?” in uilla Herigesheime. Zhuosinchoua. Lustati.30 
in Hasalaha. Fraineschaim. in Unchenstaine.®? Carlobac. 
Sauilenaim. Masenaim.? Bizzirichesheimmarcha. Dacchenheim- 
marca. Sulcia.® Matra. Uuilliberto. Theodgundi.* Starcberto. 
Rimigundi. Bodalungo.*% Ratgündi. Gozhildi. Uuolfhario.? 
Liba. Nantrado. Gauzhildi.5! Alasuuinda. Ertmarus. Hari- 
gundis.®® Adalhelmus. Odrada. Uuilliulfus.5” Gersuuindis. 
Haidulfus. Uuilligundis.®° Uuarinberto. Hunberto. Uuibila.% 
Uuilrada. Baldilino. Liutgundi.6® Gundilino. Uuolfhelmo, Ir- 
minthrudi.®® Uuidilino. Uuillihildi. Narido.’”?. Liudo. Hildi- 
burga. Frairada.5 Trudhario. Theotgundi. Bainenheim.’?® 
Hruodicho. Adalhildi. Ortharius8! Nana. Uuiniharius. Sigi- 
hildi.®* Adalmarus. Uuillihildi. Erpgisus.®” Raginlindi. Odo. 
Rihlindis.® Uuoluoldus. Odulbi. Brunulfo.% Uuanberto. Gundt- 


Zu. 340: 


harius. Uuillihildi.°° Uwualdhario. Brunihildis. Biberestorf.?? 
Iringus. Trudlinda. Milone.!% 'Thangulfus. Niona. Irmina.10 
Odbertus. Rimitrudis. Ruodgisos.!"® Ragantrudi. Adaltruda. 
Guodulfo.!!! Liutgundi. de Spirinse. Ruodgerus.!!# Hildia. 
Uogone. Uuolfbaldus.!!7 Birina. Roodtrudi. Aigo.'!?0 Theodana. 
Uuacho. Uuolfrida.!®3 Sindharius. Adalsuindis, Starcharichus. 126 
Suabhildi. Starcfrido. Liobhildi.!2° Uuillionus. Uuillirada. Uualt- 
_ harius.'3? Uuolfgardi. Alpsuuindi. Uuilligero.'8 Rihulfo. Theod- 
rada. Hado.!3® Ruodorada. Uuizenburgo. Carolo.!!! Sigibaldo. 
Theodoricho. Saluchune.!** Ribbaldo. Uuinihardo. Stareman- 
no.? Irminrado. Ruadorado. Aghinone.!°® Arbione. Engil- 
berdo. Uuluerido.!53 Iringo. Radulfo. Otberto.!56 En gilberto 
Radulfo. Uuidugangio.!5? Ratberto. Ermbertus. Muothario.16? 
Geroldo. Gherouuinus. 


Tr. W. num. 178. 
113. ‘'Hane uenditio quam fecit Sacco‘. Ind.: ‘Uenditio 
Sacconi. * 774. 
Sacco.? Sacco. Amalberti. Carolo.$ Sacco. Uulfico. Bru- 
nico.? Arnolf. Gisalmunt. Altberto.!? Geruuinus. 


Tr. W. num. 183. 

114. 'Carta eiusdem Rihbaldi’. Ind.: ‘'Carta Rihbaldi de 
Biberesdorpf .3 774. 

Sigibaldus. Lutra. Uuizunburg.® Ermbertus. in pago Ali- 
sacinse. Strazburg.? Horcholfus. Angilolfo. Halidolfo.!? Uui- 
hereshaim. Matra. Beninhaim.!® Biberesthorf. Freineshaim. 
Carolo.18 Francorum. Langobarthorum. Sigibaldi.?! Rihbaldi. 
Uuiniharti. Uuicherii.* Barnulfi. Meginbaldi. Hildifridi.?? 
Hildirichi. | 

Tr. W. num. 54. 

3. Biblisheim. 5. Die Lauter, 6. Weissenburg. 8. El- 
sass. 9. Strassburg. 13. Weyersheim, Ct. Brumath, Landkr. 
Strassburg. 14. Ober- und Nieder-Modern. 15. Beinheim. 
17. Freinsheim. 


115. Item carta Rihbaldi de pago Alisacinse uel Spi- 
rinse.° Ind.: Item Rihbaldi de Matra‘. 774. 
Uuizunburg.* Lutra. Ermbertus. Rihbaldus.? Unizunb. in 


pago Alisacinse. in Matra.'? Dauchendorf. in pago Spirinse. 
Strassb. Studien, 11 


— 150 ° — 


Heriesheim.!® Uuanzesheim. Ruadleichesheim. Lacha.!8 Uuin- 
zingas. Spiridorf. in Hasalahae.?! in Unchesteine. Frainesheim. 
Dachenheim.?* in Carlobaho. Masenheim. Bizzirichesheim.?? 
Liutmaresheim. Sulcia. Uroneuuilare.?° in Alisacia. Uuizun- 
burg. Karolo.?® Francorum. Rihbaldi. Sigibaldi.?° Gerbaldi. 
Uuiniharti. Thiotberti.®° Motario. Hilderichi. Geroinus.?? 


Tr. W. num. 63. 

2. Elsass. 3. Speiergau. 5. Ober- und Nieder-Modern. 
6. Weissenburg. 7. Die Lauter. 13. Dauendorf. 15. Herx- 
heim. 16. Unbekannt, südöstlich von Landau. 17. Rülz- 
heim, südöstlich von Landau. 18. Lachen, westlich von 
Speier. 19. Winzingen, westlich von Speier. 20. Speierdorf, 
westlich von Speier. 21. Hassloch. 22. Ungstein. 23. Freins- 
heim. 24. Dackenheim. 25. Karlebach. 26. in der Gegend 
von Speier. 27. Bissersheim. 28. Leimersheim, südlich von 
Speier. 29. Sulz u. W. 30. Uhrweiler. 

116. 'Carta Uuisigardi de pago Alisacinse‘. Ind.: ‘Carta 
Uuisigardi®? de Ecchendorpf. 774. 
_ Uuisugar. Uuizenburg.® Lutra. in pago Spirinse. Erm- 
bertus.? in page Alisacinse. Ecchenthorf. Scalchinbiunda.!? 
Altrado. Uuizenburg. Caroli.? Uuisagar. Recho. Theodo.!8 
Ado. Helpholt. Aldman.?! Garoinus. 


Tr. W. num. 133. 

2. Elsass. 4. Alt-Eckendorf. 6. Weissenburg. 7. Die 
Lauter. 8. Speiergau. 12. Schalkendorf, Ot. Buchsweiler, 
Kr. Zabern. 

117. 'Carta Adonis de pago Alisacinse‘. Ind.: ‘Carta 
Adonis? de Danoneuuilare‘. 774. 

Ado. Uuizenburg.® in pago Spirinse. Lutra. Ermbertus. 
in pago Alisacinse. Danoneuuilare. Radulfouilla.'? Uualohom. 
Racchione. Saccone.!5 Senppestat. Dauchenthorf. Lonenbuach. 18 
Madaloldo. Saccone. Thiotlinde.?! Lupone. Thiodone. Uuilli- 
munt.?* Hildidrud. Geruuinus. Uodila.?” Annane. Hildrat. 
Immane.?° Dottene. Gozlind. Aldoino.3® Adallind. Berattrud. 
Thiotleig.3° Aldilo. Bertdrud. Heriberto.®® Uuidilone. Gisa. 
Uulfrat.” Rathaida. Otmar. Ozzani.” Liudo. Amalhario. 
Amisa.*% Chrodila. Reginoldus. Erlolf.5! Imma. Selpharius. 


— 151 — 


Adaluuinus.Ö* Danoneuuilare. Alichone. Uuizunb.5? Caroli. 
Francorum. Adoni.6° Ermbert. Rihbald. Gerolt.6 Aldrih. Sigi- 
bald. Uualteri.6 Adalhelm. Thiodoinus. Uualdraht.69 Ruadrato, 
Recho. Eribo.’? Uuillibr. Cadualus. 


Tr. W. num. 71. 

2. Elsass. 4. Donnenheim, Ot. Brumath, Landkr. Strass- 
burg. 6. Weissenburg. 7. Speiergau. 8. Die Lauter. 12. 
Rottelsheim, Ct. Brumath, Landkr. Strassburg. 13. Walk, 
Ct. Niederbronn, Kr. Hagenau. 16. Hochstett. 17. Dauen- 
dorf. 18. Lembach. 

118. ‘'Carta quam fecit Bernharius’. Ind.: ‘Carta Bern- 
hariı de Franchenheim'‘.3 774. 

Bernharius. Uuizenburgo. in pago Alisacinse.®° Furdes- 
feld. Franchenheim. Uuizenburgo.? Carolo. Bernhario. Ger- 
oinus.!?, 

Tr. W. num. 184. 

3. Hoh-Frankenheim. 5. Weissenburg. 6. Elsass. 7. 
Forstfeld. 

119. Item Carta Sigibaldi de Alisacinse et Spirinse’.3 
Ind.: ‘Carta eiusdem Sigibaldi de Franchenh:' 774. 

Sigibaldus.€ Germane. Uuizenburg. Lutra.? in pago Spi- 
rense. Ermbertus. in pago Alisacinse.!? Franchenhaim. Alt- 
haim. Dundenhaim.!® Hadumar. in pago Spirinse. Rorbaho- 
marca.!® Abbenhoua. Ansfrido. Muathario.?! Uuizunburg. Ka- 
rolo. Sigibaldi.?* Gerbaldi. Rihbaldi. Uuiniarti.?” Muatharii. 
Thiotberti. Childirichi.3° Geroldi. Geroinus. 


Tr. W. num. 517. 

2. Elsass. 3. Speiergau. 5. Hoh-Frankenheim. 8. 
Weissenburg. 9. Die Lauter. 14. Altenheim. 15. Dunzen- 
heim. 18. Rohrbach, südlich von Landau. 19. Appenhofen 
in der Rheinpfalz. | 

120. Item carta Gerbaldi. Ind.: Item carta Gerbaldi 
de Karlobah’3 774. 

Gerbaldus. Uuizunburg. in pago Spirinse.° Lutra. Erm- 
bertus. in pago Uormacinse.? Carlobah. Masenhaim. Madal- 
harius.? in Unchessteine. Odo. Uuincingas.!® Spiradorpf. 


Lacha. Hariesheim.18 Ruadleichesheim. Uuanzesheim. Uuorm- 
11* 





— 152 — 


harius.?! Hildia. Hadaberga. Altberto.?* Helidolfo. Albsuuinda. 
Norduuino.?” Masa. Uuolfberto. Otuuinus.3° Uuolfuuino. Re- 
ginfrido. Fraihildi.?® in pago Uuormacinse. Sauuilenheim. 
Uuizunburg.36 Karolo. Francorum. Gerbaldi.°? Sigibaldi. Rih- 
baldi. Uuiniharti.** Muatharii. Thiotberti. Hildirichi. Uuar- 
mundi. Sigoini. Isanharti.*% Stephani. Dudoni. Geroinus.5! 


Tr. W. num. 61. 

3. Karlebach. 5. Weissenburg. 6. Speiergau. 7. Die 
Lauter. 9. Der Wormsgau, nördlich vom Speiergau. 11. 
Unbekannt, im Speiergau. 13. Ungstein. 15. Winzingen. 
16. Speierdorf. 17. Lachen. 18. Herxheim. 19. Rülzheim. 
20. Unbekannt, in der Gegend von Speier. 35. Saulheim. 

121. "Carta Buradi de pago Alisacinse. Ind.: 'Carta 
Buradi? de Hohenuuilare. *774. 

Buradus. Otlindane.6 Lutra. Uuizenburg. Erembertus.? 
in pago Alisacinse. Hohenuuilari. Gerold.!? Egiuuar. Uuizen- 
burg. Burado.!5 Sigibaldo. Rihbaldo. Uuiniharto.!8 Bornulfo. 
Uuielhario. Meginbaldo.?! Sigibaldo. Hildifrido. Hildiriho.?* 
Uuerilandus. 

Tr. W. num. 106. 

2. Elsass. 4. Hohweiler. 7. Die Lauter. 8. Weissen- 
burg. | | 
122. Item carta eiusdem Sigibaldi de Spiridorf'. Ind.: 
Carta eiusdem Sigibaldi® de Spiridorpf’. * 774. 

Ermberto. Sigibaldus.® in pago Spirinse. Spiridorf. Rat- 
baldus.? Sigibaldi. Arbione. Reginberti.!? Muatharii. Cierolfi. 
Irminfridi.!5 Ursoni. Gebulfu. Geroinus.'!8 Sigibaldo. 

Tr. W. num. 56. 

2. Speierdorf. 7. Speiergau. 

123. Carta supradieti Rihbaldi de Alisacinse. Ind.: 
‘Carta supradicti Rihbaldi3® de Scafhusa‘. * 774. 

Rihbaldus. Lutra.® Uuizunb. Ermbertus. in pago Alisa- 
cinse.? Scafhusa. Bruningouilare. Rihbaldi.!? Sigibald. Muat- 
heri. Uuolfrat.!® Rantuuig. Ado. Heriger.!® Haimo. 


Tr. W. num. 70. 


2. Elsass. 4. Schaffhausen, Ct. Hochfelden, Landkr. 
Strassburg. 6. Die Lauter. 7. Weissenburg. 11. Preuschdorf. 


= Ay, 


124. Carta Uuinibaldi de pago Alisacinse”. Ind.: “Carta 
Uuinibaldi® de Urrinhaim‘. 775. 

Uuinibaldus. Uuizenburg.® Lutra. Erembertus. in pago 
Alisacinsa.? Uurrinhaim. in Hlidhamomarcu. Albheri.!? Uuol- 
gard. Hauuihaim. Francorum.!5 Carolo. Uuinibald. Bereheri.!® 
Herold. Rihbald. Uualdrichus.?! 


Tr. W. num. 119. 

2. Elsass. 4. Wiwersheim, Ct. Truchtersheim, Landkr. 
Strassburg. 6. Weissenburg. 7. Die Lauter. 11. Littenheim. 
14. Avenheim, Ct. Truchtersheim, Landkr. Strassburg. 

125. 'Carta eiusdem Sigibaldi. Ind.: ‘'Carta eiusdem 
Sigibaldi de Sesanheim‘.? 775. 

Sigibaldus. Uuizunburg. Lutra.®6 Ermbertus. in pago 
Alisacinse. Sesinhaim.? Harilueshaim. Dhancleobahaim. Alb- 
heri.!2 Irminraht. .Thiodlaicus. Karolo.' Sigibaldi. Reginberti. 
Uuangeri.!8 Haduberti. Muatharii. Folrad.?! Uualdirichus. 


Tr. W. num. 55. 

3. Sesenheim, Ct. Bischweiler, Kr. Hagenau. 8. Weissen- 
burg. 6. Die Lauter. 8. Das Elsass. 10. Herlisheim, Ct. 
Bischweiler, Kr. Hagenau. 11. Dengelsheim, Ct. Bischweiler, 
Kr. Hagenau. | 

126. 'Carta Gerbaldi et Rihbaldi de pago Uuormacinse'.3 
Ind.: ‘Carta Gerbaldi et Rihbaldi de pago Uuormacs:6 de 
Suuauilenheim. 755. 

Gerbaldus. Rihbaldus.? Uuicbaldi. Uuizunburg. in pago 
Spirinse.!? Lutra. Ermbertus. in pago Uuormacinse.!® Sauuilen- 
haim. Rochenheimemarca. Sauuilenheimemarca.18® Uuizunburg. 
Karolo. Gerbaldi.?! Rihbaldi. Sigibaldi. Adone.?* Uuangeri. 
Muatharii. Hilderichi.?” Uuiloni. Starcmanni. Uualdradi.?° Rua- 
daradi. Geroinus. Gerbaldo.®® Rihbaldo. 


Tr. W. num. 65. 

3. Wormsgau. 7. Saulheim. !1. Weissenburg. 12. Speier- 
gau. 13. Die Lauter. 17. Rocksheim, nördlich von Fran- 
kenthal. 

127. "Traditio Hildirati de Saroinse‘. 775. 

Hildiradus.3 Uuizunburgo. in pago Spirense. Lutra.® 
Erimbertus. Hildiradus. Salinense.? Hioanni in uillare. Manag- 





— 154 — 


rat. Ratbirga.'? Gundrat. Benedict. Theorat.!?° Amalbert. 
Uuolflind. Erluuuin.!® Amalbirg. Ariberto. Uuizenburgo.*! 
Carolo. Ildirato. Uuillibaldo.°* Amalrio. Romano. Franco.?? 
Uuirunto. Hainricho. Maginardo.?° Maginranno. Theudaldo. 
Arbertus.°? 

Tr. W. num. 246. 


2. Der Saargau. 4. Weissenburg. 5. Speiergau. 6. Die 
Lauter. 9. Gau der Seille. 10. Johanns-Rohrbach. 

128. 'Carta quam fecit Uualderatus. Ind.: ‘Carta Uual- 
derati de Moresheim.3 *775. 

Dachunheim. Ado. Uualderatus.® Erchinbirga. Uuilli- . 
frido. Dauchunheim.? Uuanolfus. Moresheim. Odoldus.!? Mo- 
rinesheim. Hadoinus. Sindoino.!° .Dauchunheim. Uualdorat. 
Daugunheim.!8 Reginbertus. Hilmunt. Dacgunheim.?! Gerratus. 
Ratmoro. Dacgunheim.* Theotharius. Dacgunheim.  Udal- 
harius.?” Amalhario. Leloni. Fraulinda.®° Albericho. Dacgun- 
heim. Uualderatus.?® Dacgunheim. Radolfus. Uuanilone® 
Morinesheim. Nipbo. 

Tr. W. num. 181. 


3. Morschweiler. 4. Dauendorf. 

129. Item carta Sigibaldi. Ind.: ‘Carta eiusdem Sigi- 
baldi de Franchenheim‘.3 776. 

Sigibaldus. Uuizunburg. in pago Spirinse.* Lutra. Erm- 
bertus. in pago Alisacinse.? Franchenhaimemarca. Motharius, 
in pago Spirinse.!? Abbenhoua. Muatharius. Abbenhoua.!5 
Liudolfi. Muatharius. Karoli.!8 Sigibaldi. Ursoni. Raginberti.?! 
Uuangeri. Muatharii. Uuilone.?* Starcmanni. Uualdradi. Chrua- 
daradi.?” Gerinus. | 

Tr. W. num. 58. 

3. Hoh-Frankenheim. 5. Weissenburg. 6. Speiergau. 
7. Die Lauter. 9. Elsass. 13. Appenhofen. 

130. Carta quam fecit Bernharde uilla Semheim hoc 
est in pago Alisacinse.? Ind.: ‘Carta Bernhardi de Sem- 
heim‘. 776. 

Bernhardus.® Erembertus. Semhaim. Fladaha.? Uuizen- 
burg. Carolo. Bernhar.!? Hucberto. Helpoldo. Odmundo.® 
Alpharjo. Aginone, Uuinimundo,!® Garoinus. 


— 15 — 


Tr. W. num. 163. 

2. Unbekannt, an der Moder. 9. Zufluss der Moder. 
10. Weissenburg. 

131. 'Carta Hariberti de pago Alisacinse. Ind.: 'Carta 
Heriberti® de Uuesthoue. 776. 

Heribertus. Uuizenburg.® in pago Spirense. Lutra. Erem- 
bertus.? Haribertus. Uuesthof. in pago Alisacinse.!? Uuolfgoz. 
Reginolf. Uuinithrut.!® Freido. Libuni. Fridaburec.'® Duada. 
Uuizenburg. Carolo.?! Heribr: Thancheri. Kadoalus. 


Tr. W. num. 112. 

2. Elsass. 4. Westhofen. 6. Weissenburg. 7. Speier- 
gau. 8. Die Lauter. 

132. ‘Carta Adonis de Alisacinse‘. Ind.: ‘Carto Adonis? 
de Danoneuuil:’ 776. 

Ado. Lutra.® Uuizunb. Ermbertus. Saccone.? Thiotlindane. 
Lupone. Thiodone.!? in pago Alisacinse. Danoneuuilare. Ra- 
dolfouuilare.!® Uualoom. Dauhunhaimomarca. Aldilone.!8 Ber- 
trudane. Hariberto. Uuidilone.?! Gisane. Uuolfrado. Rathaida.*4 
Ötmaro. Huazane. Liudone.?” Amalhari. Uuizunb. Karolo.3 
Francorum. Ado. Croding.®® Aldolf. Heririh. Uualdrih.36 Uue- 
liman. Rantuuig. Cadualus.?? 


Tr. W. num. 73. 

2. Elsass. 4. Donnenheim. 6. Die Lauter. 7. Weissen- 
burg. 15. Rottelsheim. 16. Walk. 17. Dauendorf. 

133. 'Carta quam fecit Beretgart. Ind.: ‘Carta Beraht- 
gardane de Lonenbuah‘.? 777. 

Beratgart. Lutra. Uuizunburg.® Ermbertus. in pago Ali- 
sacinse. Lonenbuah.? Starcholf. Reginhilt. Uuolfolt.!? Angil- 
thrud. Geldolf. Reginhilt.1° Ahlind. Angilthrud. Uuenilo.!3 
Uuizunburgo. Karolo. Beratgarde.?! Ruaduuin. Adalhelm. Er- 
loinus.?* Slougolf. Heriuuart. Adalger.?” Adoinus. Uuialheri. 
Scerfuni.3° Kaduuualah. 


Tr. W. num. 93. 
3. Lembach. 5. Die Lauter. 6. Weissenburg. 8. Das 


Elsass. 
134. 'Carta Theudradane de Saroinse. 777. 





— 156 — 


in pago Spirinse.3? Uuizunburg. Ermbertus. Theuderane® 
in pago Saroinse. Cotinca marca. Frodoldus.? Theudoinus. 
uico Marsallo. Karolo.!'? Theudradane. Theudoino. Siccono.! 
Uulfroccho. Agranodo. Goanno.!® Amalricho. Agmarius. Er- 
nulfus.?! Baldoinus. Agroinus. Godedioh.?t 


Tr. W. num. 230. 

2. Saargau. 3. Speiergau. 4. Weissenburg. 8. Küt- 
tingen, Ct. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins. 11. Marsal. 

135. 'Carta Beratgartae. Ind.: Item Berahtgardi de 
Lonenbuah‘.3 777. 

Uuizunburg. Lutra. in pago Spirinse.® Ermbertus. Bert- 
gart. in pago Alisacinse.? Lonenbuah. Uuizunburgo. Karolo.!? 
Beratgarda. Sigiboto. Ringolf.15 Slaugo. Kadualus. 

Tr. W. num. 95. 

3. Lembach. 4. Weissenburg. 5. Die Lauter. 6. Speier- 
gau. 9. Elsass. 

136. 'Carta Beratmundi de pago Alisacinse‘. Ind.: ‘Carta 
Berahtmundi® de Lonenbuah‘. 778. 

Beratmundus. Uuizunburg.® Lutra. Erembertus. in pago 
Alisacinse.? Lonenbuach. Uuizunburg. Carolo.!? Francorum. 
Beratmundo. Ruadmundo.!® Rorih. Radolfo. Cadualus.'® 


Tr. W. num. 122. 

2. Elsass. 4. Lembach. 6. Weissenburg. 7. Die Lauter. 

137. Carta Beratgart et Uualtmanni de Alisac:'3 Ind.: 
'Carta Berahtgardi et Uualmanni de Lonb:'® 779. 

Beratgart. Uualtmannus. Lutra.? in pago Spirinse. Uui- 
zunb. Ermbertus.!® Lonunbuah. Domgisus. Uualdolf.'® Thanc- 
ratesheimouilla. Hartuuinus. in pago Alisacinse.13 Domgis. 
Ludolf. Uualdolf.?! Liudolt. Uuilliolf. Baugolf.?* Hartuuin. 
Crosmuat. Liutgart.?” Odgunt. Uuizunb. Karolo.?° Bertgartae. 
Uualtmanni. Uualtman.®® Thiotbertus. Eburheri. Ringolf.36 
Kadualus. 

Tr. W. num. 96. 

3. Elsass. 6. Lembach. 9. Die Lauter. 10. Speier- 
gau. 11. Weissenburg. 16. Dangolsheim. 

138. 'Carta quam fecit Odalricho. Ind.: ‘Carta Odal- 
rihi de Bruningesuuilare‘,? 780. 


— 157 — 


ÖOdalricho. Germundus. Biberestorf.€ Bruningesuuilari. 
Sigibaldus. Milone.?° Maralegia. Karolo. Germundo.!? Uuide- 
richo. Otberto. Roodsteino.!5 Esgiricho. Otberto. Theotberto.!8 
Uuinihardo. Gerbaldo. Uuillone.?! Ercanberto. Truantdo. 
Reginoldo.* 

Tr. W. num. 190. 
3. Preuschdorf. 6. Biblisheim. 10. Marlenheim. 


139. ‘Carta Ercanfridi de Gerleihesdorph. Ind. : 'Carta 
Erchanfridi® de Gerleichesdorpf. 780. | 

Ercanfridus. Uuizunburg.® Ermbertus. in page Alisacinse. 
Gerleiheshaimmarca.? Uuizunburg. Karolo. Francorum.!? Er- 
canfridi. Hariolf. Ruadrig.'® Uueliman. Adalrih. Thiotbertus.'8 
Aldrih. Geroinus. | 

Tr. W. num. 92. 
2. Görsdorf. 6. Weissenburg. 8. Elsass. 


140. 'Carta Beretgarti de Lonunbuah. Ind.: ‘Carta 
Berahtgardi3 de Lonenbuah. 780. 

Beratgart. Uuizunburg.® Lutra. Ermbertus. in pago 
Alisacinse.? Lonenbuah. Uuizunburg. Karolus.!? Beratgart. 
Erloinus. Emmonus.!® Heriuuart. Ruadgoz. Ruaduuin.!3 
Geroinus. | 

Tr. W. num. 94. 
2. Lembach. 6. Weissenburg. 7. Die Lauter. 9. Elsass. 


141. 'Carta Uuuluingi de pago Alisacinse. Ind.: ‘Carta 
Uuuluingi® de Lonenbuah. 780. 

Uuuluingus. Uuizenburg.® Ermbertus. in pago Alisacinse. 
Lonenbuah.?° Uuizenburg. Carolo. Francorum.!® Uuuluine. 
Radinc. Anchone.!® Guadolf. Hildiger. Sigibodo.!3 Thiotberto. 
Hildibodo. 

Tr. W. num. 107. 
2. Elsass. 4. Lembach. 6. Weissenburg. 


142. ‘Carta Agiberti de pago Alisacinse'. Ind.: 'Carta 
Agiberti? de Sasenheim’. 780. 

Aghibertus. Uuizenburg.® Erembertus. in pago Alisacinse. 
Sasenheim.? Chachenheim. Folchildi. Chaidinc.!? Uuizenburg. 
Carolo. Agiberdo.!5 Sigibald. Sigibrt: Liudrih.® Baldrih. 
Muatheri. Hilduuig.?! Geroldo. Garomanno. Geroinus.?1 


— 158 — 


Tr. W. num. 113. 
2. Elsass. 4. Saasenheim, Ct. Markolsheim, Kr. Schlett- 
stadt. 6. Weissenburg. 10. Kogenheim. 


143. ‘Carta Sacconis de pago Alisacinse‘. Ind.: ‘Carta 
Sacconis? de Echenheim‘. 780. 

Uuizunb. in pago Spirinse.* Lutra. Ermbertus. Sacco.? 
in pago Alisacinse. Eccenhaim. Adone.!? Danoneuilare. Rad- 
olfeshamomarca. Uualaum.!® Amuluuara. Baltmundo. Bet- 
tane.'® Frauihilt. Frauileob. Uualtrada.?! Sacconis. Ado. Sigi- 
bald.”* Roding. Aldolf. Uueliman.?? Hericho. Uualdrih. Rant- 
uuig.°® Kadualus. Uuizunburg. Karolo.?°® Francorum. 


Tr. W. num. 90. ’ 


2. Elsass. 4. Alt-Eckendorf. 5. Weissenburg. 6. Speier- 
gau. 7. Die Lauter. 13. Donnenheim. 14. Rottelsheim. 
15. Walk. 

144. "Üenditio Alderichi de pago Alisacinse, quam ucn- 
didit Rihbaldo? monacho‘. Ind.: “Uenditio Alderichi de Ar- 
gentoratinse ciuits:' 780. 

Rihbaldo.® Uuizenburg. Aldericus. ciuitatis Argentorat- 
inse.? Uuicberto. Albuino. Abbo.!? Landulfus. in ciuitate Ar- 
gentoratinse. Caroli.!° Alderih. Hunolt. Hilmunt.!® Germunt. 
Gisalfrit. Bilifrit.?! Heimericho. Herirato. Gundalberto.** 
Haidulfus. 

Tr. W. num. 153. 

2. Elsass. 5. Strassburg. 7. Weissenburg. 

145. 'Carta Thiodoni de pago Alisacinse. Ind.: ‘Carta 
Thiodoni? de Saxinesheimomarca‘. *780. 

Thiodo. Lutra.® Uuizenburegus. Erembertus. in pago 
Alisacinse.? in Saxinesheimomarca. Rorheim. Thiodo.!? Bald- 
ger. Uuialo. Milo.!5 Scerpholt. Reginolt. Adalger.!® Uolerat. 
Adalandus,. 

Tr. W. num. 120. 

2. Elsass. 4. Säsolsheim. 6. Die Lauter. 7. Weissen- 

burg. 11. Rohr, Ct. Truchtersheim, Landkr. Strassburg. 


146. ‘Carta quam fecit Uuarulfus de Alisacinse. Ind.: 
'Carta Uuarulfi® de Lonenbuah‘. * 780. 


— 159 — 


Uuarulfus. in pago Alisacinse.® Lonenbuoch. Uuarolf. 
Heriman.? Rodorih. Gerolf. Heidenrih.!? Uueliman. Theot- 
berto. Adalrihcho.!®° Adalmanno. Heriholf. 


Tr. W. num. 164. 
2. Elsass. 4. Lembach. 
147. 'Carta Marcuuardi de pago Alisaeinse. Ind.: 
'Carta Marguuardi® de Biberesheimomr :' 781. 
Marcuuardus. Lutra.6 Uuizenburc. Erembertus. in pago 
Alisacinse.?° in Biberesheimomarca. Uuizenburc. Carolo.!? 
Francorum. Marcuuar. Sigibald.!5 Cadualus. 


Tr. W. num. 121. 
2. Elsass. 4. Biblisheim. 6. Die Lauter. 7. Weissenburg. 
148. ‘Carta Hildiniuua de pago Alisacinse‘. Ind.: 'Carta 
Hildiniuua® de Lonenbuah. 782. 
Hildiniuui. Uuizenburg.® Lutra. Erembertus. Lonenbuah.? 
in pago Alisacinse. Uuizenburg. Karoli.!'” Francorum. Hildi- 
uuino. Dodan.'5 Uadalrih. Ruading.: Aldulfo.!8 Adallandus. 


Tr. W. num. 109. 


2. Elsass. 4. Lembach. 6. Weissenburg. 7. Die Lauter. . 


149. 'Carta quam fecit Ermbertus eps. pro anima Liut- 
suuinde de pago Alisacinse.3? Ind.: ‘Carta Ermberti eps. de 
Bruningouilla‘. 782. 

Ermbertus.® Liutsuindae. Liutsuind: Sigibaldus.? Uuizun- 
burg. Lutra. Ermbertus.!? in pago Alisacinse. Bruningouila. 
Karolo.!° Ermberto. Uuolfraht. Kadualus.!8 


Tr. W. num. 87. 

3. Elsass. 5. Preuschdorf. 10. Weissenburg. 11. Die 
Lauter. 

150. ‘Carta quam fecit Sigibaldus de Scaphhusa et de 
Uuiufrideshaim® uel Uranheim quod per ea tradidit. Ind.: 
Carta Sigibaldi de Scafhusa ® et Urenheim’. 782. 

Uuizunburg. in pago Spirinse.? Lutra. Ermbertus. Sigi- 
baldus.!? in pago Alisacinse. Scaphhusa. Urenhaim.!® Uuiu- 
frideshaim. Caroli. Sigibaldi.!! Gerbaldi. Rihbaldi. Goda- 
berti.2! Thiotberti. Folcholdi. Engilberti.2* Aldrichi. Hildiboti. 
Uuelimanni.?” Adallandus. 





— 160 ° — 


Tr. W. num. 59. 

2. Schaffhausen. 3. Wiwersheim. 8. Weissenburg. 
9. Speiergau. 10. die Lauter. 13. Elsass. 

151. 'Carta Ermbaldi de pago Alisacinse de uilla Lonen- 
buah.® Ind.: 'Carta Ermbaldi de Lonenbuah‘. 782. 

Ermbaldus.* in pago Alisacinse. Lonunbuah. Lantberto.? 
Unrocho. Uuizunburg. Lutra.!? Ermbertus. Karolo. Ermbaldi.!5 
Thiotbertus. Udo. Cearolf.'® Irmfrid. Undicho. Nordbertus.?! 
Ercanbertus. Adallandus. 


Tr. W. num. 76. 
2. Elsass. 3. Lembach. 11. Weissenburg. 12. Die 
Lauter. 
152. Carta Liutsuuindane de pago Alisacinse uel Spi- 
rinse? sine Uuormacinse. Ind.: 'Carta Liutsuuindane‘. *782. 
Liutsuind.* Lutra. Uuizunb. Ermbertus.? in pago Ali- 
sacinse uel Spirinse siue Uuormacinse.!? Sigibaldus. Liutsuin- 
dane. Sigibald.!’®” Gotabr: Harialdo. Uuigbertus.!3 Raffolt. 
Kadualus. 
| Tr. W. num. 88. 
2. Elsass. 3. Speiergau. 4. Wormsgau. 
153. * 782. 
Nortbertus. Uuizunburg. in pago Spirinse.? Erembertus. 
Starefrido. in pago Alisacinse.® Munifridesheim. Adallandus. 


Tr. W. num 118. 

2. Weissenburg. 3. Speiergau. 6. Elsass. 6. Minwersheim. 

154. 'Carta quam fecit Gozbertus de pago Alisacinse in 
uilla q. dr. Stozzesuuilari.° Ind.: ‘Carta Gozberti de Scozzes- 
uuilare‘. 783. 

Gozbertus.® Uuizunburg. in pago Spirinse. Lutra.? Erm- 
bertus. in pago Alisacinse. Stozzesuuilare.!? Isanbertus. Uui- 
zunb. Karolo.’® Gozberti. Otheri. Liobraht.!® 


Tr. W. num. 84. 


2. Elsass. 3. Stotzheim, Ct. Barr, Kr. Schlettstadt. 
7. Weissenburg. 8. Speiergau. 9. Die Lauter. 


155. ‘Carta quam Godescalcus fieri rogauit de Na- 
roinse. 783. 


— 161 — 


Godescalcus.3 Uuizenburg. Ermbertus. Gerbertus.® Luttra. 
in pago Saroinse. marca Horone.? marca Brandolues. Uuizen- 
burg. Karolo.!? Godescalcus. Sigibertus. Helitmundus.!5 Gaut- 
bertus. Meginhartdus. Engilmundus.!® Otrichus. Heribertus. 
Hunbertus.?! Godescalcus. 


Tr. W. num. 217. 

2. Der Saargau. 4. Weissenburg. 7. Die Lauter. 9. Ur- 
bach, Ct. Wolmünster, Kr. Saargemünd. 10. Der Hof Bran- 
delfingen, Ot. Rohrbach, Kr. Saargemünd. 

156. 'Traditio Domniga de Saroinse'‘. *783. 

Domniga.® in Dundigan. Cutiga marca. Domnica.® 
Uuizemburgo. Ermb. Solinse.? Autinga marea. Uuizemburgo. 
Bernaarto.!? 

Tr. W. num. 253. 

2. Der Saargau. 4. Domnon, Ct. Dieuze, Kr. Chäteau- 
Salins. 5. Küttingen. 7. Weissenburg. 9. Gau der Seille. 
10. Audweiler. | | 

157. 'Carta Liudoldi de Alisacinse'. Ind.: ‘Carta Liu- 
doldi’.3 783. 

Liudoldus. Uuizenburg. Thancolfus.® Lutra. in pago 
Spirinse. Ermbertus.? in pago Alisacinse. Isanbaldus. Uuizen- 
burg.!” Caroli. Francorum. Liudoldo.'® Adallandus. 


Tr. W. num. 134. 

2. Elsass. 5. Weissenburg. 7. Die Lauter. 8. Der 
Speiergau. 

158. Carta quam feeit Beratger. Ind.: ‘Carta Beraht- 
geri de Lonenbuah.? 783. 

Beratger. in pago Alisacinse. Lonunbuah.® Lutra. Erm- 
bertus. Karolo.? Bertger. Buuuo. Cierolf.!? Hatto. Irmfrid. 
Uuanger.!® Rantuuig. Adallandus. 


Tr. W. num. 98. 
3. Lembach. 5. Elsass. 7. Die Lauter. 
159. ‘Hildrado de IIII maneipiis de Salininse. 783. 
Hildradus.® de Salininse. Bacchilda. Baba.‘ Bilihilda. 
Geila. Uuizenburgo.? in pago Spirinse. Luttra. Ermbertus.!* 
Hildradus. Uizenburgo. Carolo.!5 Francorum. Hildrado. Teutd- 


— 162 — 


aldus.18 Meginhardo. Otrammus. Teudino.?! Sigibaldus. Ot- 
gardo. Uualarammus.?* Rodulfus. Reginberdus. Adallandus.?? 


Tr. W. num. 210. 

2. Gau der Seille. 9. Weissenburg. 10. Speiergau. 
11. Die Lauter. _ 

160. 'Carta Cierolfi et Burgratane de Alisacinse‘.® Ind.: 
‘Carta Cierolfi et Burgradane de Biberesdr:'$ 784. 

Cearolfus. Burgradane. Burgradane.? in pago Alisacinse. 
Biberesthorf. Uada.'? Uuizenburg. Erembertus. Carolo.'5 Ciarolf. 
Burgrad. Gerold.!® Irminfrid. Rantuuig. Theotberto.?! Rihberto. 
Udo. Sigibald.”* Rihbald. Adallandus. 


. Tr. W. num. 111. 

3. Elsass. 6. Biblisheim. 13. Weissenburg. 

161. ‘'Carta Gerbaldi de Alisacinse uel Uuormaeinse'.3 
Ind.: ‘'Carta Gerbaldi de Matra‘. 784. 

Gerbaldus.® Uuizunburg. in pago Spirinse. Lutra.? Erm- 
bertus. in pago Alisacinse. Matra.!? Adaluuinus. Ilunuuilare. 
Matra.'5 Zuzenheim. Niuuora. Daugendorp.!® Bizzirichesheim. 
Creodcheim. Geizuuilare.?! Dendunuuilare. Scaphhuson. Uren- 
uuilare.2* Urenheim. Flaumareshaim. Danleibesheim.?? Straz- 
burg. Helidolfus. Meistresheim.3®® Uuiufridesheim. Belohom. 
Cozzinheim.°® Bruningouuilare. in pago Uuormacinse. Liut- 
marasheim.?° Frainesheim. Uuizunb. Uuizunb.®® Uuangione 
ciuitate. Carolo. Francorum.*? Gerbaldi. Uuilone. Liudrico.*° 
Muathario. Thiodberti. Childirichi.*#8 Geroinus. 


Tr. W. num. 60. 

2. Elsass. 3. Wormsgau. 5. Ober- und Nieder-Modern. 
7. Weissenburg. 8. Speiergau. 9. Die Lauter. 14. Uhlweiler, 
Ct. Hagenau, Kr. Hagenau. 15. Die Moder. 16. Zutzendorf, 
Ct. Buchsweiler, Kr. Zabern. 17. Niefern. 18. Dauendorf. 
19. Bissersheim. 20. Riedheim, Ct. Buchsweiler, Kr. Zabern. 
21. Geisweiler. 22. Dettweiler, Ct. Zabern, Kr. Zabern. 
23. Schaffhausen. 24. Uhrweiler. 25. Wiwersheim. 26. Un- 
bekannt, im Landkr. Strassburg. 27. Donnenheim. 28. Strass- 
burg. 30. Meistratzheim. 31. Wiwersheim. 32. Behlenheim, 
Ct. Truchtersheim, Landkr. Strassburg. 33. Kossweiler, Ct. 


— 19 — 


Wasselnheim, Kr. Molsheim. 34. Preuschdorf. 36. Leimers- 
heim. 37. Freinsheim. 40. Worms. 


162. 'Carta quam fecit Beratsuind de Alisaeinse. Ind.: 
‘Carta Berahtsuuindane3 de Buussouil:' 784. 

Beratsuind. Uuizzunb:® in pago Spirinse. Lutra. Erm- 
bertus.? in pago Alisacinse. Buussouilare. Uuizunburg.'!? Ka- 
roli. Beratsuinde. Albirih.® Ratfrid. Brining. Haerardus.!8 
Presentinus. Geroinus. 


Tr. W. num. 97. 
2. Elsass. 4. Buchsweiler. 6. Weissenburg. 7. Speier- 
gau. 8. Die Lauter. 


163. ‘Carta Hildibotoni de pago Alisacinse de uilla 
Lonunbuah‘® Ind.: ‘Carta Hildibotoni de Lonunbuah’. 784. 

Uuizunb.® in pago Spirinse. Lutra. Ermbertus.? Hildi- 
boto. in pago Alisacinse. Lonunbuah.!'? Bruningesdorph. 
Uuizunb. Karolo.!° Francorum. Hildibotoni. Thiotbertus.!8 
Ciorolf. Rantuuig. Imicho.?! Guadolf. Hildiger. Helphant.? 
Adallandus. 

Tr. W. num. 89. 

2. Elsass. 3. Lembach. 6. Weissenburg. 7. Der Speier- 

gau. 8. Die Lauter. 


164. ‘'Breue de mancipiis quos Gerbaldus tradidit. Ind.: 
‘Breue de mancipiis quas Gerbaldus tradidit. *784. 

Gerbaldus.? in Spirinse. in Alisacinse. in Uuormacinse.® 
Uurmharius. Hildia. Hadubirga.? Altberto. Hadulf. Albsuinda.!? 
Nordoino. Masa. Uuolfberto.!° Odoino. Uuoluoino. Ragin- 
frido.!8 Fraihilda. Starcolfus. Thruohdulfus.”! Ercandrud. Sun- 
nihilt. Foletrud.”* Baiorin. Hitta. Adaldrud.?°” Frumigis. Ir- 
mingundis. Acchiharius.3° Liutari. Uuruoh. Uuolfmund.33 
Rihberto. Erchanane. Listharius.®° Uuacharius. Odalhilda. 
Ruaduualah.?® Hugbertus. Gisa. Thiotlind.*? Rihbertus. Alb- 
thruda. Rihhartus.*° Albharius. Rihharius. Uuilliharius.‘® Ha- 
rigisus. Nordmannus. Hiltbertus.5! Hildibirg. Immina. Uuald- 
gisus.d* Ercanhilt. Alibilt. Uuilligisus.?? 


Tr. W. num. 67. 
4. Speiergau. 5. Elsass. 6. Wormsgau. 


==, 64 a 


165. ‘Carta Starcholfi de Gerleichesdorph’. Ind.: 'Carta 
Starcholfi? de Gerlichesdorpf . * 784. 

Starcolfus. Lutra.* Ermbertus. in pago Alisacinse. Ger- 
leichouilla.? Uuizunb. Starcolfi. Uuealando.!” Bereheri. Rua- 
dirih. Beredrih.!° Adalrih. Boboni. Uolrat.!® Adallandus. 


Tr. W. num. 104. 

2. Görsdorf. 6. Die Lauter. 8. Das Elsass. 10. Weissen- 
burg. 

166. ‘Carta Rihulba de pago Alisacinse‘. Ind.: ‘Carta 
Rihulba3 de Gerlaigouuilare‘. * 784. 

Rihbulba. Lutra.® Uuizenburg. Erembertus. in pago Ali- 
sacinse.? Gerlaigouuilare. Rihhulba. Folrado.'? Starculfo. Bua- 
boni. Geroinus.! 

Tr. W. num. 114. 
2. Elsass. 4. Görsdorf. 6. Die Lauter. 7. Weissenburg. 


167. 'Carta‘ Hiltberti de Sarahgauue’. 785. 

Hiltbertus.? Thiatburg. Uuizunburg. in pago Spirinsae.® 
Luttra. Ermbertus. Sarahgauue.” Grimanga marca. Karolo. 
Hiltberto.'?. Scalconus. Hunbertus. Ingibertus.!® Adalbaldus. 
Reginbertus. Adalbertus.1? Sarabertus. Erlabaldus. Frauui- 
baldus.?! Uuigradus. Adallandus. 


Tr. W. num. 214. 
2. Saargau. 5. Weissenburg. 6. Speiergau. 7. Lauter. 
10. Greningen, Ct. 'Gross-Tänchen, Kr. Saarburg. 


168. "Traditio Ingoberti de Saroinse‘. 786. 

Ermberto.3 Uuizenburgo. Ingobertus. in pago Saroinse.® 
Grimingo marca. Karolo. Ermbertus.? Ruatartdo. Gerberto. 
Harirado.'? Ratdulfo. Arimanno. Aldo.'® Hartberto. Hildiboldo. 
Adallandus.'!3 ; 

Tr. W. num. 258. 
2. Saargau. 4. Weissenburg. 7. Greningen. 


169. "UVenditio Angilbert quam uendidit Gotaberto em- 
tore. Ind.: ‘Uenditio Engilberti? de Lonenbuah'. 786. 

Gotaberto. Engilbertus.® Lonenbuah. Azinheim. Caroli.? 
Engilbraht. Rihmunt. Ruadhario.!? Uuerinhari. Folcold. Ram- 
uold.!® Burcold. Hildifrit. Odone.!® Casaph. 


— 165 ° — 


Tr. W. num. 157. 

4. Lembach. 8. Hoh-Atzenheim, Ct. Hochfelden, Landkr. 
Strassburg. 

170. Carta quam fecit Helidmundus de Salininse‘. 786. 

- Helitmundus.3 Uuizenburgo. Luttra. Ermbertus.® in pago 
Salininse. Gisoluinga. ElLroinus.? Adalbertus. Helmoinus. 
Odricus.!? Germundus. Sundrolfus. Karolo.’® Helidmundo. 
Hildrado. Odolino.'® Hildiberto. Landrado. Gaganhardo.! 
Gherardo. Odilone. Hadalino.°* Erardo. Eriuuardo. Drogo.?” 
Adaldus. 

Tr. W. num. 206. 

2. Gau der Seille. 4. Weissenburg. 5. Die Lauter. 
8. Gelucourt, Ct. Dieuze. Kr. Chäteau-Salins. 

171. 'Carta Radingi de Lonunbuah‘. Inı.: ‘Carta Ra- 
dingi® de Lonenbualh. 786. 

Radingus. Uuizunburg.® in pago Spirinse. Lutra. Erm- 
bertus.” in pago Alisacinse. Lonunbuah. Karolo.!” Radingi. 
Engilbertus. Egiheri.!° Sigibald. Rihholf. Reginhart.'® Hel- 
phant. Uualdrih. Adallandus. 


Tr. W. num. 101. 

2. Lembach. 6. Weissenburg. 7. Speiergau. 8. Die 
Lauter. 10. Elsass. | 

172. 'Carta Rumoldi de Scalkendorf. Ind.: ‘Carta 
Rumoldi* de Scalchenheim‘. 786. | 

Rumoldus. Uuizunb.® in pago Spirinse. Lutra. Ermber- 
tus.? in pago Alisacinse. Scalkentho:p. Starcolfus.!? Karoli. 
Rumoldi. Uueliman.!’® Rantuuig. Roholf. Otman.'!® Sigibald. 
Gerbald. Adallandus.?! 


Tr. W. num 75. 

2. Schalkendorf. 6. Weissenburg. 7, Speiergau. 8 Die 
Lauter. 10. Elsass. 

173. 'Carta quam fecit Engilbertus de pago Alisacinse 
contra lib. quattuor de argento. Ind.: 'Carta Engilberti? de 
Aginonuilla‘. 786. 

Engilbe:rtus. Aginoni.“ Uuizunburg. Ermbertus. in pago 
Alisacinse.? Lonunbuacharomarca. Aginoniuilla. Karolo.'? 


Sir «sl, Str m 1’ 


— 166 — 


Engilberti. Helphant. Hildiboto.'5 Egiheri. Sigiboto. Ringolf.!® 
Rihholf. Ralıholf. Adallandus ?! 


Tr. W. num. 82. 

2. Elsass. 4. Unbekannt, im Kr. Weissenburg. 7. Weissen- 
burg. 10. Lembach. 

174. 'Carta quam fecit Engilbertus de pago Alisacinse 
in uilla Thurninga’® Ind.: ‘Carta Engilberti de Durninga 
uilla. 787. 

Engilbertus.® Aginone. Uuizunburg. in pago Spirinse.? 
Lutra. Ermbertus. in pago Alisacinse.'” Thurninga Karolo. 
Engilberti.!5 Egiheri. Aldolf. Hildiboto.'8 Sigibald. Uadalricho. 
Hartolf.?! Altfrid. Adallandus, 


Tr. W. num. 83. 

2. Elsass. 3. Dürningen. 8. Weissenburg. 9 Speier- 
gau. 10. Die Lauter. 

175. 'Carta Gozberti quam tradidit Uualdulfo et ille 
tradidit ad sauctum Petrum’. Ind.: ‘Carta Uualdolfi3 de Stoz- 
zesuuilare‘. 787. 

Uuizunb. in pago Spiriuse.* Lutra. Ermbertus Gozber- 
tus.” Otharius. Uualdulf. in pago Alisacinse.'? Stozzesuuila. 
Zeizolf Beratlinda.!5 Karolo. Francorum. Gozberti.!8 Otharii. 
Uualdolf. Uuardo.?! Uerchhari. Undicho. Arbio.?* Marchraht. 
Boranolt. Uualdirihus.?’ 


Tr. W. num. 86. 

4. Stotzheim. 5. Weissenburg. 6. Speiergau. 7. Die 
Lauter. 12. Elsass. 

176. 'Carta quam fecit Sigiboto de Lonunbuah’. Ind.: 
Carta Sigibotoni® de Lonenbuah’. 787. 

Sigiboto. Uuizunburg.® in pago Spirinse. Lutra. Erm- 
bertus.” in pago Alisacinse. Lonunbuah. Karolo.'? Sigiboti. 
Engilbertus. Egiheri.!® Richolf. Reginhart. Helphant.!® Uuald- 
rih. Uuluicho. Uueliman.?! Hardrat. Bodalin. Adallandus.?? 


Tr. W. num. 99. 
2. Lembach. 6. Weissenburg. 7. Speiergau. 8. Die 
Lauter. 10. Elsass. 
177. Uenditio Engilberti quam uendidit Rihbaldo mo- 


— 167 — 


nacho in Lonenbuah‘.® Ind.: "Uenditio Engilberti de Lonen- 
buah. 787. 

Rihbaldo.® Engilbertus. Lonenbuah. Turninca.? Caroli. 
Angilberto. Folcoldo.'? Ramuuoldo. Uado. Burcoldo.'!5 Beret- 
rico. Hildifrido. Hildibodus.!8 


Tr. W. num. 155. 

3. Lembach. 9. Dürningen. 

178. "Tradicio quam fecerunt Egiheri et Guadolf et 
Erinthrud3 de uilla Lonunbuah. In«d.: 'Traditio Egiharii de 
Lonenbuah‘.® 787. 

Uuizunburgo. Lutra. in pago Spirinse.? Ermbertus. Egi- 
heri. Gundolfus.!? Erinthrud. Lonenbuah. in pago Alisacinse.!’ 
Uuizunburg. Karolo. Francorum.'® Egiherii.. Guadolfi. Erin- 
thrude.?! Ringolf. Ratolf. Rading.?* Slaugoni. Rihholf. Uualah.?? 
Rihbald. Sigibodo. Hildiboto.30 


Tr. W. num. 77. 

4 Lembach. 7. Weissenburg. 7. Die Lauter. 9. Speier- 
gau. 15. Elsass. 

179. 'Traditio Sigiberti de Saroinse‘. 787. 

Ermberto.® Uuizenburgo. Sigibertus. in pago Saroinse.® 
marca Gisalolfinco. Hruadrici. Andrada.? Carolo. Ermberto. 
Hruadhardo.!? Gerberto. Aldo. Harimanno.'5 Ribaldo. Albrico. 
Teotberto.!8 Adalandus. 


Tr. W. num. 249. 

2. Saargau. 4. Weissenburg. 7. Gelucourt. 

180. 'Carta Sigiberti de pago Saroinsae‘. 787. 

Sigibertus.? Uuizenburgo. in pago Spirinse. Luttra.® 
Ermbertus. in pago Saroinse. uilla Gisoluinga.° Hruadrici. 
Andrada. Andrada.!? Uuizenburgo. Karolo. Sigiberto.!? Helit- 
mundus. Meginhardus. Gautpertus.1® Gautsricus. Haidricus. 
Curicus.?! Hunbertus. Engilmundus. Adallandus.?? 


Tr. W. num. 216. 
2. Saargau. 4. Weissenburg. 5. Speiergau. 6. Die 
Lauter. 9. Gelucourt. 
181. Carta Adonis de Alisaciuse. Ind.: 'Carta Ado- 
nis.3 787. 
12* 


— 1085 — 


Ado. Uuizunbr: Lutra.® Ermbeıtus. Godaberto. Rechione.? 
Caroli. Francorum. Adoni.!? Godabr: Rechio. Eribo.! Uuillibr. 
Rihbald. Nordhari.!8 Adallandus. 

Tr. W. num. 72. 

2. Elsass. 5. Weissenburg. 6. Die Lauter. 

182. ‘Carta Rechoni de Alisaeinse‘. Ind.: ‘Carta Rechoni® 
de Eechenheim. * 187. 

Rachio. Lutra.6 Uuizenburg. Eımbertus. in pago Alisa- 
cinse.? Ecchenheimomarca. Baduhilt. Reecho.!? Ado. Heriber- 


tus. Adallandus.'> 
Tr. W. num. 135. 


2. Elsass. 4. Alt-Eckendorf. 6. Die Lauter. 7.Weissenburg. 

183. ‘Carta Uuilliharii et Uuitharii de Alisacinse’.3 Ind.: 
‘Carta Uuilliharii et Uuitharii. 788. 

Uuilliharius.6 Uuitharius. Adalsuind. Erinbertus.? Uuizun- 
burg. Carolo. Francorum.!? Adallandus. 


Tr. W. num. 126. 

3. Elsass. 10. Weissenburg. 

184. 'Precaria Rodoini et Gebagartdi fratris sui’. 788. 

Ermberto.? Rodoinus. Gebagardus. Eburhardi.® Lanfridus. 
Ermbertum. Uuizenburgo.’ Lantfridi. Ermberto. Uuizenburgo.'? 
Lantfridus. Achilla. Mittilibrunnen.!® Ludolfespedu. Uuassen- 
steine. Baldgerium.'® Berg. Aganbach. Uuizenburgo.?’ Uuizen- 
burgo. Uuizenburgo. Karolo.’* Ermberti. Gerberti. Uurmharii.?? 
Uualdrihi. Hruothardi. Ermingi.’’ Helphandi. Hildiboto. 


Tr. W. num. 197. 
9. Weissenburg. 14. Die Eichel. 15. Mittelbronn. 
16. Unbekannt, nördlich von Zabern. 17. Unbekannt, nörd- 
lich von Zabern. 19. Berg. 20. Hambach. 
185. Trecaria Helidmundi. 788. | 
Helidmun(do. Uuizenburgo.? Ermbertus. in pago Nalininse. 
marca Gisoluinga.° marca quod dieitur Hobinga. Karolo. Erm- 
berti.? Gerberti. Blidgeri. Aldoni.!? Hruothardi. Uualderici. 
Ermingi.? Hildiboto. 
Tr. W. num. 208. 
3. Weissenburg. 5. Gau der Seille. 6. Gelucourt. 7. Ha- 
boudange, Ct. Chäteau-Salins, Kr. Chäteau-Salins. 


= 16% 


186. ‘Carta Helidmundi. 788. 

Helidmund. Uuizenburgo.? Luttra. Ermbertus. in page 
Salininse.® marca Gisoluinga. Hobinga marca. Karolo.? He- 
lidmunt. Meginhart. Ruathelm.!® Hodacro. Garaman. Huc- 
braht.!° Gerbraht. Dructolf. Hermoinus.'® Uolcholt. Hadamar. 
Chrothelmus.?! 

Tr. W. num. 209. 

3. Weissenburg. 4. Die Lauter. 6. Gau der Seille. 
7. Gelucourt. 8. Haboudange? | 

187. ‘'Carta Erbione de pago Alisacinse‘. Ind.: 'Carta 
Erbioni3® de Dentenhuson. 788. 

Uuizenburg. Lutra.$ in pago Spirinse. Erembertus. Erbio.? 
Ruotberti. Duntenhuson. Erbio.!? Carolo. Hildibodo. 


Tr. W. nuın. 123, 

2. Elsass. 4. Dunzenheim. 5. Weissenburg. 6. Die 
Lauter. 7. Speiergau. 

188. 'Carta Hildane de pago Alisacinse. Ind.: 'Carta 
Hildane3 de Blidolphesdorpf’. 788. 

Hilda. Albherio.® Uuizenburg. Lutra. Ermbertus.? in 
pago Alisacinse. Beratgis. Blidolfestorf.'? Thiotgis. Huluines- 
heim Hildolf.'5 Albherius. Carolo. Albheri.!8 Nordheri. Agino. 
Uuinibertus.?! Sigiholfo. Uuolfhart. Ribald.®* Hildibodo. 


Tr. W. num. 1295. | 

2. Elsass. 4. Bilwisheim? 7. Weissenburg. 8. Die 
Lauter. 14. Olwisheim, Ct. Brumath, Landkr. Strassburg. 

189. ‘Carta Rumoldi et Ruotsuinde de Alisacinse‘.? 
Ind.: 'Carta Rumoldi de Scalchenheim’. 788. 

Rumolt.* Ruotsuinda. Uuizunb. Lutra.? Ermbertus. in 
pago Alisacinse. Scalchenheim.!? Scalchenhememarca. Uuolf- 
munt. Friduni.!® Betta. Gebahilt. Hadubraht.!® Birin. Magu- 
brant. Thiotuuar.?! Karolo. Rumolti. Ruotsuindae.?* Uuinihart. 
Thiotbr: Rantuuig.” Hildrih. Ratbald. Aldrih.®’ Baldolf. 
Hildiboto. 

Tr. W. num. 74. 
3. Elsass. 5. Schalkendorf. 8. Weissenburg. 9. Die 
Lauter. | 


— 10 — 


190. 'Carta quam fecerunt Uuinihart et Uuilo de pago 
Alisacinse‘.® Ind.: ‘Carta Uuiniharti de Scafhuson‘. 788. 

Uuizunburg.® in pago Spirinse. Lutra. Ermbertus.’ 
Uuiniartus. Ratramnus. Unilo.? Gerbaldi. Bruningouuilare. 
Dendunuuilare.!5 Scaphhusa. Matra. Meistreshaim.'® Frumigis. 
Ruadhilt. Uuilligis.?! Rihuni. Bilitlivud. Reginhart.?* Rihhart. 
Elihilt. Thancrat.?’ Leibhilt. Radolf. Hitta.3° Hildibald. Etta. 
Suabhild.®° Hugirat. Frilind. Uuinirat.’® Idislind. Uuolfmunt. 
Fribirg.®? Adaldrud. Uuillimunt. Leobuni.? Rihdrud. Albdrud. 
Thiotlind.%” Ruadbertus. Uuagheri. Nortbertus.*## Frenkin. 
Uuolfhart. Uuolfgart.5! Hiltbraht. Ercanhilt. Gisa.’* Auua 
Ruadi. Hugbertus.5” Muatheri. Sigouuar. Adalgund.6 Thrud- 
lind. Thiotbirg. Adalsuind.#® Egiheri. Reginhilt. Eigilrat.6® 
Heimbertus. Uuelarat. Rihbertus.6® Amuluuar. Beiarin. Uualt- 
heri.”” Sigidrud. Leobraht. Uuordolf.° Ruadbald. Foledrud. 
Uuiglind.78 Gundhilt. Uuinibald. Liobolf.®! Friduhilt. Uuolfrat. 
Uuelarat.* Rihhilt. Brunibhilt. Uualteri.®” Thruohdolfus. Uuizun- 
burgo. Matra.?° Karolo. Uuinihardi. Uuilo.% Uuidrih. Thiotbr: 
Hai0.9% Orthari. Offoni. Nidger.? Adallandus. 


Tr. W. num. 102. 

3. Elsass. 5. Schaffhausen. 6. Weissenburg. 7. Speier- 
gau. 8. Die Lauter. 14. Preuschdorf. 15. Dettweiler. 17. Ober- 
und Nieder-Modern. 18. Meistratzheim. 

191. 'Carta quam fecerunt Hildolfus et Sigiboto. Ind.: 
'Carta Hildolfi? et Sigibotoni de Lonenb:! 788. 

Hildolfus.6 Sigiboti. Uuizunburg. Lutra.? in pago Spi- 
rinse. Ermbertus. Hildolfus.!? Lonunbuah. in pago Alisacinse. 
Albuni.!5 Lantfrid. Hildolfus. Uuizunb.!® Karolo. Sigiboti. 
Ringolf.?! Egiheri. Rading. Altfrid.?* Reginhart. Hildiboto. 
Albrih.?” Eggibaldus. | 

Tr. W. uum. 100. 

5. Lembach. 8. Weissenburg. 9. Die Lauter. 10. Speier- 
gau. 14. Elsass. 

192. ‘Carta Amalberti. Ind.: “Carta Amalberti de Ma- 
gesstet.? 788. 

Uuizunburgo. Lutra. in pago Spirinse.® Ermbertus. Amal- 
bertus. in Magestet.? in pago Alisacinsae. in Ediningom. 


— I71 — 


Uuolfen.!? Ottinghaim. Karolo. Francorum.!5 Amalberti. Adal- 
berti. Uuolfberti.18 Ercanberti. Uuolfbaldi. Hildiboto.?. 


Tr. W. num. 42. 

3. Ober- und Nieder-Magstatt, Ct. Landser, Kr. Mül- 
hausen. 4. Weissenburg. 5. Die Lauter. 6. Speiergau. 10. El- 
sass. 11. Ettingen, Ct. Baselland. 13: ‘Ottendorf, Ct. Pfirt, 
Kr. Altkirch. 


193. ‘Carta Aghinone de Salininse‘. *788. 

A hino.3 Uuizenburg. in pago Spirinse. Luttra ® Ermbertus,. 
in pago Salininse. Cuttingas.? Aghinone. Baldo. Lantbertus.!? 
Folratus. Germundus. Godescalcus.!? Ermonus. Chrothelmus. 
Aghinone.!® | 
Tr. W. num. 220. 

2. Gau der Seille.. 4. Weissenburg. 5. Speiergau. 
6. Die Lauter. 9. Küttingen. 

194. ‘Carta Guntarti de Saroinse‘. 789. 

Guntart.? Uuizenburgo. in pago Spirense. Lutra.6 Erm- 
bertus. in pago Saroinse. Kimbach.? Uuizenburgo. Karolo. 
Guntardo.!? Albrico. Erico. Adalberto.!5 Theotberto. Sintranno. 
Alacramno.!® Theottardo. Gisalardo. Uuernartdo.”! Uuarinario. 
Gunduinus. Rotelmus.?* Adalandus. 


Tr. W. num. 259. 


2. Saargau. 4. Weissenburg. 5. Speiergau. 6. Die 
Lauter. 9. Unbekannt, im Saargau. 


195. "Traditio Guntardi de Saroinse‘. 789. 

Guntardus.® Albricus. Uuizenburgo. in pago Spirinse.® 
Lutra. Ermbertus. Fimbach.? Algerus. uilla Rodinga. Karolo.!? 
Guntardo. Albrico. Uuarinario.!® Landulfo. Teottardo. Chro- 
doinus.!8 

Tr. W. num. 260. 

2. Saargau. 5. Weissenburg 6. Speiergau. 7. Die 
Lauter. 9. Unbekannt, im Saargau. 11. Rothendorf, Ct. 
Busendorf, Kr. Bolchen ? 


196. ‘Carta Hartberti de Saroinsae’. 790. 
Uuizenburgo.? Lutra. Ermbertus. Hartberti. in pago 
Saruinse. Rimuuuileri. Chriotgeri.? Hartberti. Hrantuuigi. He- 


— 172 — 


rimuoti.'? Helitmundi. Hartberti. Hodachro.!” Buoboni. Ro- 
daldo. Hildiboto.'® Engilramni. Chrothelmus. 


Tr. W. num. 209. 
2. Saargau. 3. Weissenburg. 4. Die Lauter. 8. Rimsllorf. 
197. ‘Carta Uuermuni de pago Alisaeinse‘. Ind.: 'Carta 
Uuernuni?® de Bruningouuilare. 790. 
Uuermuni. Uuizenburg.° in pago Alisacinse. Brunin- 
gouuilare. Ermbertus.? Karolo. Francorum. Uuermuni.!” Uueli- 
man. Uuluicho. Ruodrih.!? Rantuuig. Bodaling. Albirih.!3 


Hildibodo. 
Tr. W. nuın. 116. 


2. Elsass. 4. Preuschdorf. 6. Weissenburg. 

198. ‘Carta Rihbaldi de Alisacinse. Ind.: ‘Item Rih- 
baldi3® de Bruningesdorpf‘. 790. 

Rihbaldus. Lutra.® Uuizunburg. Ermbertus. in pago 
Alisacinse.? Bruningesdorpf. Uuizunb. Karolo.!? Rihbaldi. Uueli- 
manni. Uuluichoni.)5® Theodorihi. Uadalrihi. Rantuuigi.!8 Unal- 
dirihi. Rihberti. Irminrihi.”! Adallandus.- 


Tr. W. num 64. 
2. Elsass. 4. Preuschdorf. 6. Die Lauter. 7. Weissenburg. 
199. ‘Carta Liudrichi de Alisacinse. Ind.: 'Carta 
Liudrihi? de Gerlaicouilla’. * 790. 
Liudriceus. Radulfus.® Lutra. Uuizunburg. Erembertus.? 
Gerlaicouilla. in pago Alisacinse. Liudrih.!? Radolfo. Ruadrih. 
Uuelimano.!5 Uuuluicho. Unaldrich. Hildibodo.!8 


Tr. W. num. 124. 
2. Elsass. 4. Görsdorf. 7. Die Lauter. S. Weissenburg. 
200. 'Carta Hardrati de pago Alsacinse. Ind.: ‘Carta 
Hartradi® de Bruningesdorpf‘. 791. 
Uuizenburg. Lutra.® Erembertus. Hardrat. in pago Ali- 
sacinse.? Bruningestorf. Carolo. Hartrat.!'” Uuulfico. Uualdrih. 
Albrih.'® Rantuuig. Hildibodo. 


Tr. W. num. 130. 
2. Elsass. 4. Preuschdorf. 5. Weissenburg. 6. Die Lauter. 
201. ‘Carta Gutharii et coniuge sua Godaniuua de 
Alisacinse‘.? Ind.: ‘Carta Gutharii et Godaniuua de Lo- 
nenb. 6 791. 


- 193 — 


Uuizenburg. Ereimbertus. Guntheri.? Godaniuui. in pago 
Alisacinse. Lonenbuah.!? Uuizenburg. Carolg. Francorum.!5 
Guntheri. Godaniuui. Rilıbald.18 Hildibodo. Uuirunt Altfrit.2! 
Reginhart. Rantuuig. Albrih.?* Hildibodo. 


Tr. W. num. 110. 

3. Elsass. 6. Lembach. 7. Weissenburg. 

— 202. Carta Gundharii et coniuge sue Gotaniuue de 
pago Alisacinse‘.? Ind.: ‘Carta Gundharii de Lonenbuah‘. 791. 

Uuizenburg.® in pago Spirinse. Lutra. Ermbertus.” Gund- 
harıus. Godaniuui. in pago Alisacinse.!” Lonenbuah. Uuizun- 
burg. Carolo.!® Francorum. Gundharius. Rihbald.'® Hildibodo. 
Uuirunt. Rantuuic.’! Albrih. Sigiboto. Ganhart.?* Ruadrih. 
Uuulfine. Uueliman.?” Hildibodo. 


Tr. W. num. 154. 

203. 'Carta Uuaningi et Helphanti de Muzzinchesdorph? 
et Gerleihesdorph in pag. Alis. Ind.: ‘Carta Uuaningi® et 
Helphanti de Muzzindıf: 791. 

Uuizunburgo.? Lutra. Ermbertus. Uuaning.!? Helphant. 
in pago Alisacinse. Muzzihhesdorph.!® Gerleihesdorph. Fran- 
corum. Uuaningi.!® Helphanti. Uuluicho. Uueliman.?! Uadairih. 
Hartraht. Irminolf.?* Hildiboto. Bodalin. Hildiboto.?” 


Tr. W. num. 78. 

3. Mitschdorf. 4. Görsdorf. 5. Elsass. 9. Weissen- 
burg. 10. Die Lauter. | 

204. 'Carta Helidmundi de Salininse de uilla Gis- 
oluingom‘.? 792. 

Uuizenburgo. Lutthra. in pago Spirinse.® Ermbertus. 
Helidmunt. in pago Saline.? Gisoluingom. Herirat. Datila.'? 
Thanchrat. Sancho. Theotburg.'5 Isolt. Albhil. Odahcar.!® in 
Marsello. Uuizenburgo. de Treuerim.?! Helidmunt. Karolo. 
Helidmundo.?* Ludelmo. Ratberto. Helprico.?? Odilono. Sund- 
rolfo. Reginhardo.?® Engilmundo. Gisolfo. Maiolo.33 Hachiolfo. 
Gauperto. Hildibodo.3® 


Tr. W. num. 207. 
2. Gau der Seille. 3. Gelucourt. 4. Weissenburg. 5. Die 
Lauter. 6. Speiergau. 19. Marsal. 21. Trier. 


— 114 — 


205. ‘'Carta Helphanti de Lonenbuah et de Chielen- 
dorph® in pago Alisacinse. Ind.: ‘Carta Helphanti de Lonen- 
buah’.6 * 792. 

Uuizunburgo. Lutra. in pago Spirinse.? Ermbertus. Hel- 
phant. in pago Alisacinse.!” Lonenbuah. Chielendorph. Rih- 
frid.!’? Uuanfrid. Uuielfrid. Rihgund.'® Uuigfrid. Karolo. Hel- 
phanti.?! Beratger. Ado. Rihbr::?* Uenilo. Beratolt. Brisolf.?7 
Uualah. Hildiboto. 

Tr. W. num. 79. 

2. Lembach. 3, Kühlendorf, Ct. Sulz u. W., Kr. Weissen- 
burg. 4. Elsass. 7. Weissenburg. 8. Die Lauter. 9. Speiergau. 

206. ‘Carta Recchoni de Alisacinse. Ind.: ‘'Carta Re- 
choni? de Dauchendorpf'. 792. 

Uuizenburgo. Lutra.® Erembertus. Reccho. Thauhenthorf.? 
in pago Alisacinse. Caroli. Reccho.!? Thiotb. Uuinihart. Rih- 
bald.!?® Gerold. Ado. Uuahconi.!® Hildiboto. 


Tr. W. num. 117. 

2. Elsass. 4. Dauendorf. 5. Weissenburg. 6. Die Lauter. 

‚207. 'Carta Helphanti de Lonenbuah et Batanesheim? 
uel de Chielendorph in pago Alisacinse. Ind.: 'Carta Hel- 
phandi® de Lonenbuah et Batanesheim‘. 792. 

Uuizunburgo.? Lutra. Ermbertus. Helphant.!? in pago 
Alisacinse. Lonunbuah. Batanesheim.!® Chielendorph. Lant- 
frid. Hildimunt.!® Uuillimuat. Karolo. Helphanti.”! Ermbald. 
Uuluicho. Hardraht.?* Rading. Ringolf. Albrih.?” Liobraht. 
Hildiboto. 

Tr. W. onm. 80. 

2. Lembach. 3. Beinheim. 4. Kühlendorf. 5. Elsass. 
9. Weissenburg. 10. Die Lauter. 

208. ‘Carta Rihbaldi de Alisacinse. Ind.: ‘Carta Rih- 
baldi® de Scafhusa‘. *797. 

Rihbaldus. Lutra.6® Uizunb. Justolfus. in pago Alisacinse.? 
Scaphhusa. Bruningesuuilare. Uuiufridesheim.!” Urenheim. 
Ilenuuilare. Hittendorphe.!5 Dendunuuilare. Matra. Amalgis.' 
Liutgis. Brunhilt. Libuuar.?! Bethilt. Uuiala. Haduraht.?* Rib- 
hilt. Berathilt. Heriberat.?” Ortheri. Uuolfrid. Ringolf.?° Heri- 
‚mar. Gundheri. Uulfinc.?? Rihhilt. Hulma. Hadumar.?% Tbiodo. 


— 15 — 


Mahdolf. Ruatbirc.?? Uuerinheri. Goza. Thincheri.*? Hadumar. 
Adalsuind. Ercansuuind.*?” Meginbald. Erinhilt. Uuolfhilt.'8 
Starcheri. Amalthrud, Herilind.’! Thiotuuini. Benno. Nando- 
lah.5* Hadubraht. ad Matra. Uueroldesuuilare.?? Karoli. Fran- 
corum. Rihbaldıi.° Ruadoini. Aldrichi. Saluchi.*? Gerradi. 
Adalrihi. Uuerini.® Baugulfi. Thiotberti. Muatharii.6® Adal- 
harti. Gundi. Hartbertus.”? 


Tr. W. num. 62. 

2. Elsass. 4. Schaffhausen. 6. Die Lauter. 7. Weissen- 
burg. 11. Preuschdorf. 12. 13. Wiwersheim. 14. Uhlweiler. 
15. Hüttendorf, Ct. Hagenau, Kr. Hagenau. 16. Dettweiler. 
17. Ober- und Nieder-Modern. 57. Unbekannt, im Uhnter- 
Elsass. | | 

209. ‘Mancipia que ingenua dimisit. Ind.: ‘Mancipia 
que ingenua dimisit. 797. 

Rihbaldus. Uuardo. Odo. Adalsuind. Adalrat. Erpa.® 
Ginheri. Barnold. Ruadheri.? Beratheri. Uueroldesuuilari. Ka- 
rolo.!? Francorum. Rihbaldi. Baugulfi.!? Engilbaldi. Aldrichi. 
Uuerini.!3 Justolfi. 

Tr. W. num. 68. 

11. Unbekannt, im Unter-Elsass. 

210. ‘Carta quam Gozbertus fecit de pago Alisacinse 
in uilla Ratoluesthorpf .” Ind.: 'Carta Gozberti de Radolfes- 
dorpf‘. 797. 

Gozbertus ® Otberto. Uuizunbr. in pago Spirinse.? Lutra. 
- Justolfus. in pago Alisacinse. !? Ratolfesdorph. Uuizunb. Ka- 
rolo.'° Francorum. Gozberti. Otberto.'® Thiotbertus. Uuiebertus. 
Haimrich.?! Irmfridus. Sigimunt. Uuolfhartus.** 


Tr. W. num, 85. 

2. Elsass. 3. Rottelsheim. 8. Weissenburg. 9. Speier- 
gau. 10. Die Lauter. 

211. ‘Carta Uuaningi de pago Elisacinse‘. Ind.: 'Carta 
Uuaningi® de Muzzihesdorpf‘. 797. 

Uuaning. Uuolfgelti.& Muzzihhesthorph. Gerleihesdorph. 
Uuizunburg.? in pago Spirinse. Lutra. Justolfus.!? in pago 
Alisacinse. Muzzihesdorph. Gerleihesdorph.'5 Uuizunburg. Ca- 
rolo. Francorum.!® Uuaningi. Uuolfgeldi. Uuaning.?! Uuluicho. 


= I ee 


Uueliman. Helphant.°* Hartraht. Irminolf. Idiboto.°” Uuolf- 
hartus. 
Tr. W. num. 81. 
2. Elsass. 4. Mitschdorf. 8. Görsdorf. 9. Weissenburg. 
10. Der Speiergau. 11. Die Lauter. 
212. 'Carta Inginane de pago Alisacinse‘. Ind.: 'Carta 
Inginane® de Franchenheim‘. 798. 
Ingina. Uuizenburg.® in pago'Alisacinse. Franchenheim. 
Uuizenburg.? Carolo. Uuolfhardus. 
Tr. W. num. 34. 


2. Elsass. 4. Hoh-Frankenheim. 6. Weissenburg. 

213. ‘"Carta quam Herimuat fieri iussit pro anima Har- 
berti de pago Saragauue.? 798. 

Herimuat. Uuizenburc. in pago Spirinse.® Luttra. Justol- 
fus. Herimuat.? Hartberti. Sarahgauue. Rimenuilare.!? Uuizen- 
burc. Carolo. Francorum.!® Herimuat. Hartberti. Uuizen- 
burch.!18 Hartbertus. Hartuuigus. Truogoni.?! Buaboni. Grim- 
bertus. Sandoni.°* Uogoni. Baldgerus. Adalratus.?” Uuolf- 
hartdus. 

Tr. W. num. 211. 

3. Saargau. 5. Weissenburg. 6. Speiergau. 7. Die 
Lauter. 12. Rimsdorf. | 

214. 'Tradicio quam tradiderunt Hiltolfus et Thiotbertus 
pro animam Alboino? in pago Alisacinse. Ind.: "Traditio 
Hildolfi et Thiotberti® de Tauchendr': 798. 

Uuizenburg. in pago Spirense.? Lutra. Justolfus. Hil- 
tolfus.'? Thiotbertus. Alboino. in pago Spirense.’® Tauken- 
dorf. Mundolfum. Engiltrud.!® Uuizenburg. Carolo. Franco- 
rum.?! Hiltolfus. Thiotbertus. Uadalrih.?* Hildirih. Reginbertus. 
Ruadarat.?? Diathart. Adalhelm. Helphant.?° Uuolfhardıs. 


Tr. W. num. 24. 


4. Elsass. 7. Dauendorf. 8. Weissenburg. 9. Speier- 
gau. 10. Die Lauter. 

215. 'Carta Otberti de pago Alisacinse’. Ind.: 'Carta 
Otberti? de Cazfeldon‘. 798. 

Uuizenburg. Lutra.® in pago Spirense. Justolfus. Aut- 
bertus.? in pago Alsacinse. Gazfeld. Ruadgerus.!? Uuizenburg. 








— 117 — 


Carolo. Francorum.!? Otbertus. Theotbertus. Reginbertus.!8 
Beratger. Heto. Uuerino.?! Uuanfrit. Uuolfhardus. 


Tr. W. num. 22. 


2. Elsass. 4. Feldbach? 5. Weissenburg. 6. Die 
Lauter. 7. Speiergau. 

216. 'Carta Morichoni de pago Alisaeinse‘. Ind.: ‘Carta 
Morichoni? de Semheim'‘. 798. 

Uuizenburg. in pago Spirense.® Lutra. Justolfus. Moricho.9 
in pago Alisacinse. Semheim. Uuizenburg.!” Carvlo. Franco- 
rum. Moricho.'® Albherius. Marcratus. Ercanbald.!® Ruad- 
mundus. Irminfrid.s. Helpholt.”! Leibuni. Uuolfhardus. 


Tr. W. num. 21. 


2. Elsass. 4. Unbekannt, an der Moder. 5. Weissen- 
burg. 6. Speiergau. 7. Die Lauter. 

217. ‘Carta Hildirihi et Albrihi pr. de Alisacinse‘.3 Ind.: 
‘Carta Hildirihi et Albrichi pr. de Dauchendf.:® 798. 

Uuizenburg. Justolfus. Hildirichus.? Albirichus. in pago 
"Alisacinse. Dauhhendorf.!? Reginharius. Uuizenburg. Carolo.!3 
Francorum. Uuolfhardus. 

Tr. W. num. 31. 

3 Elsass. 6. Dauendorf. 7. Weissenburg. 

218. 'Carta Rantuuigi de pago Alisacinse. Ind.: 'Carta 
Rantuuigi* de Bruningesdorph. 798. 

Uuizenburg. in pago Spirense.® Lutra. Justolfus. Rant- 
uuigus.? Abane. in pago Alisacinse. Bruningesthorf.'” Uuizen- 
burg. Carolo. Francorum.!® Rantuuigus. Heriger. Uueliman. !8 
Rihhart. Ercanrat. Hildrih.?! Uualahfrid. Heririh. Hiltuuigus.?4 
_ Uädalrih. Thiotrih. Starcman. ®” Heerimuat. Uuolfhardus. 

Tr. W. num. 23. | 

2. Elsass. 4. Preuschdorf. 5. Weissenburg. 6. Speier- 
gau. 7. Die Lauter. 

219. ‘Carta Heriribchi de pago Alisaeinse. Ind.: 'Carta 
Heririlii? de Alunga’. *798. 

Uuizenburg. Heririh.® in pago Alisacinse. Alunga. Uuolf- 


_ hardus.? 
Tr. W. num 32. 
2. Elsass. 4. Ohlungen. 5. Weissenburg. 


— 1718 — 


220: ‘Carta Nordharii de pago Alisacinse. Ind.: 'Carta 
Nordharii? de Uuinidharesdorpf’. *798. | 
Nordharius. Uuizenburg.6 Justolfus. Uuinidharesdorf. 
_ Mimine.? Uuizenburg. Nordhariho. Helphandus.!? 
Tr. W. num. 33. 

2. Elsass. 4. Wintershausen, Ct. Hagenau, Kr. Hagenau. 
6. Weissenburg. 

221. 'Carta Theoduni de pago Alisaeinse”. Ind.: ‘Carta 
Theoduni® de Uuinidharesdorpf’. 799. | 

Uuizenburg. in pago Spirense.® Lutra. Justolfus. Theo- 
duni.? in pago Alisacinse. Uuinidharesdorf. Otgis.!? Uuizen- 
burg. Carolo. Francorum.'® Theoduni. Uuolbertus. Liuthart.!8 
Eburuuini. Oduni. Albheri.?! Unanfrid. Marcharat. Friduhelm.?* 
Albgerus. Rihbald. Uuolfhartus.?? 

Tr. W. num. 27. 

2. Elsass. 4. Wintershausen. 5. Weissenburg. 6. Speier- 
gau. 7. Die Lauter. 

222. 'Carta Adalmanni de pago Alisacinse. Ind.: 'Carta- 
Adalmanni? de Rinchilendorpf‘. 800. 

Adalman. in pago Alisacinse.® Rinkilendorf. Uuizenburg. 
Carolo.? Francorum. Adalman. Hildirih.!? Gunzo. Uadalbald. 
Selbrat.!° Nordolt. Suueidmunt. Suueidinc.!® Uuolfhardus. 

Tr. W. num. 30. 

2. Elsass. 4. Ringeldorf, Ct. Hochfelden, Landkr. Strass- 
burg. 8. Weissenburg. 

223. Carta quam feeit Uuillibald in elemosina Engilthruda 
de Saracgauue‘3 801. 

‘ Uuizenburg. in pago Spirinse. Luttra.6 Justolfus. Uuilli- 
bald. Engilthruda.? Saracgauue. Urenuilare. Uuizenburgo.'!? 
Karolo. Francorum. Uuillibald.5 Engilthruda. Liutbraht. 
Hachiho.'8 | 

Tr. W. num. 236. 

3. Saargau. 4. Weissenburg. 5. Speiergau. 6. Lauter. 
ll. Unbekannt, am obern Laufe der Saar. 

224. 'Traditio Uuillibaldi de Saroinse'. 801. 

Justolfus.” Uuizenburgo. in pago Spirense. Lutra.® Uuila- 
baldo. Saracgauue. Uruniuuilare.?Essem. Uuizemburgo: Karplo.!? 


— 1719 — 


Francorum. Justolfus. Ruatartde.!® Teotbertus. Aldo. Friduri.18 
Gisalbertus. Uueroaldo. Adalo.’! Uueroldus. Uuolfartdus. 
Tr. W. num. 255. 

2. Saargau. 4. Weissenburg. 5. Speiergau. 6. Lauter. 
9. Unbekannt, am oberen Laufe der Saar. 10. Hessen. 

225. "Carta Albrihhi pr. de pago Alisaeinse'. Ind.: 
‘Carta Albrichi? de Bruningesdorpf. 805. 

Uuizenburgo. in pago Spirense.® Lutra. Justolfus. Alb- 
rihhus.? in pago Alisacinse. Bruningesthorf. Beratfrit.1? Ger- 
birc. Uuizenburg. Carolo.!® Albrih. Hildrih. Uueliman.'® Rih- 
hart. Uualahfrid. Uuiliman.?! Garoman. Uuolfhardus. 

| Tr. W. num. 25. 

2. Elsass. 4. P’reuschdorf. 5. Weissenburg. 6. Speier- 
gau. 7. Lauter. 

226. 'Carta Brisolfi de pago Alisacinse. Ind.: ‘Carta 
Brisolui® de Batanandesheim’‘. 806. 

Uuizenburg. in pago Spirense.® Lutra. Justolfus. Brisolf.I 
in pago Elisacinse. Batanantesheim. Uuizenburg.!? Carolo. 
Francorum. Brisolf.!? Reginbertus. Uolcolt. Hildibodo.'8 Heio. 
Thiothelm. Uualdolf.?! Uuolfhardus. 

Tr. W. nun. 28. 

2. Elsass. 4. Beinheim. 5. Weissenburg. 6. Speiergau. 
7. Die Lauter. 

227. Carta Adoni de pago Alisacinse. Ind.: ‘Carta 
Adoni? de Lonenbuah. 806. 

Uuizenburg. in pago Spirense.® Lutra. Justolfus. Ado.? 
in pago Alisacinse. Lonenbuah. Uuizenburg.'? Carolo. Fran- 
corum. Adone.!? Brisolf. Reginbertus. Uuolfhardus.!® 

Tr. W. num. 29. 

2. Elsass. 4. Lembach. 5. Weissenburg. 6. Speiergau. 
7. Lauter. 

228. 'Carta Beratgeri de Rimouilare'‘. 807. 

Beratgerus.3 Uuilliharii. in pago Spirinse. Uuizenburg.® 
Justolfus. Uuilliharius. in pago Saroinse.? Rimonouilare. 
Machenuilare. Caroli.!? Bertgarii. Ratberti. Hroduini.!5 Laub- 
garii. Rumoldi. Teotbodoni.’® Nortmanni. Adalgarii. Constan- 
tioni.?! Reginlandi. Eburuuigo. Ramgeri.? Uuurmharii. Jo- 
hamnis, 


— 180 — 


Tr. W. num. 201. 


2. Rimsdorf. 5. Speiergau. 6. Weissenburg. 9. Saar- 
gau. 11. Mackweiler. 

229. Traditio quam Hrodoinus et Gebaharlus fecer. 
in p. Spirinse® in u. Godamarestein‘. 807. 

Uuizenburg. in pago Spirinse.® Luttra. Justolfus. Hrodo- 
inus.? Gebahardus. Hrodungi. Theotsuuinda.!? Godamarestein. 
Uuizenburg. Carolo.!? Francorum. Hrodoinus. Gebahardus.!8 
Hrodungi. in Saroinse. Haganbah.”! in Berge. Dudo. Hram- 
bertus.”* Graolfus. Hunbertus. Gerolfus.?” Uuoluoldo. Engil- 
bald. Hecgirih.?° Radolf. Ermbald. Theotdolt.3® Uuolfhardus. 


Tr. W. num. 199. 


3. Speiergau. 4. Godramstein, nordwestlich von Landau. 
5. Weissenburg. 7. Die Lauter. 20. Saargau. 21. Ham- 
bach. 22. Berg. 

230. ‘'Carta Theodoini de pago Alisaeinse‘. Ind.: ‘Carta 
Theodoini®? de Hadana‘. 808. 

Uuizenburg. in pago Spirense.® Lutra. Justolfus. Theo- 
duni.? Agathiu. in pago Elisacinse. Hadana.!? Adalliub. Madal- 
hilt. Albuuar.'’® Elilant. Uuizenburg. Carolo.!® Fıancorum. 
Theoduni. Agathiu.?! Hartbertus. Hildirat. Berahtger.”' Uuardo. 
Undicho. Starefridus.?’ Irminfrid. Ado. Ruadolt.3° Oduni. Uuolf- 
hardus. 

Tr. W. num. 20. 


2. Elsass. 4. Hatten, Ct. Sulz u/W, Kr. Weissenburg. 
5. Weissenburg. 6. Speiergau. 7. Die Lauter. 

231. 'Carta Erbioni de pago Alisacinse‘. Ind.: 'Carta 
Erbioni? de Kielenheimomareu. 808. 

Justulfo. Uuizenburg.® Erbio. in pago Alisacinse. in Kielen- 
heimeromarcu siue in ipsamarca que dieitur.? Erbenuuilare. Oste- 
rendorf. Semheim.!? in Uuormacinse. Carlobahe. Otmunt.'® Hildi- 
thiu. Ercanheri. Lonbhilt.!$ Sibicho. Onolf. Otgunt.?! Thiotheid.Uo- 
done. Eugenie.°* in pago Spirinse. Otheresheim. Irminolfus.?’ Cnu- 
tilesheim. Hohenstat. Suuasthrud.3° Uuolfsuuind. Beransuuind. 
Adalhilt.?® Meua. Hildigunt. Heribrant.3: Irminolfus. Uado. 
Eugenia.?? Uuizenburg. Uuizenburg. Karolo.‘? Erbione. Rat- 
man. Dudo.# Gebolf. Uuidagauuuo. Hildiberti.#?* Herimanni. 


— 181 — 


Uuinimanni. Uuelimanni.°! Sindichoni. Uuillirib. Fruarit.5® 
Uuluicho. Hartrat. Uuolfhardus.’? 


Tr. W. num. 19. 


2. Elsass. 4. 10. Kühlendorf. 6. Weissenburg. 11. Ost- 
hofen. 12. Unbekannt, am oberen Laufe der Moder. 13. Worms- 
gau. 14. Karlebach. 25. Der Speiergau. 26. Ottersheim, 
östlich von Landau. 28. a bei Landau. 29. Hoch- 
stadt bci Landau. 

232. 'Carta quam fecit Ratbirc. Ind.: 'Carta quam feeit 
Ratbirc‘. 808. 

Ratbirc.®? Uuizenburc. Theganger. Isanbald.® Odalhart. 
Theothart. Dagalind.? Theodrate. Ecgifridi. Iustulfus.!? Uuizen- 
burgo. Karolo. Ratburge.!® Siegoni. Gerolfi. Hucberti.18 Engil- 
baldi. Theotberti. Gozberti.?! Uuilliberti. Uwuilliheri. Regin- 
harti.2* Ruadoldi. Uuegalenzoni. Uuicberti.?” Gundberti. Ma- 
zoni. Bernuuini.?" Otberti. Fridulino. Heriuuini.®3® Heribrahtdo. 
Zeizoni. Sigiberto.36 Fridubrahtdo. Uuolfhartus. 


Tr. W. num. 191. 

4. Weissenburg. 

233. ‘Carta Milonis presbiteri. Ind.: 'Carta Miloni prb. 
de Semheim‘.? 809. 

Uuizunburgo. in pago Spirins®. Lutarhaha.® Justolfus. 
Milo. in Semhaimeromareu.?° Uuolfger. Batahilt. Bilitrud.!? 
Lioblind. Reginhilt. Adalzeiz.!° Karolo. Francorum. Milonis.!® 
Uuoluoldi. Otmundi. Gundharii.?! Baldharti. Uuoffonis. Gund- 
hari.** 


Tr. W. num. 174. 


3. Unbekannt, am obern Laufe der Moder. 4. Weissen- 
burg. 5. Speiergau. 6. Die Lauter. 

234. 'Carta Mahtricus. Ind.: 'Carta Mahtrici de Franchen- 
heim‘? *810. 

Mahtricus. Uuizunburg. in pago Spirins®.® Hlutraha. 
Anstramnus. Franchenheim.? | 


Tr. W. num. 48. 


3. Hoh-Frankenheim. 5. MasNE 6. Speiergau. 
7. Die Lauter. 


Strassb, Studien. | 13 


— 12 — 


Die vorstehende Urkunde enthält in Bezug auf die Zeit 
nur die Angabe, dass sie unter dem Abte Anstramnus aus- 
gestellt sei. Diesen finden wir nur in zwei Aebteverzeich- 
nissen, aus dem 11. und dem 15. Jh., beide Mal nach Iustol- 
fus erwähnt. Letzterer erscheint nach 809 nicht mehr, 811 
tritt Bernharius auf, Anstramnus scheint in der kurzen 'Zwi- 
schenzeit vielleicht provisorisch Abt gewesen zu sein. Daher 
unsere Datierung: 810. 

235. ‘Carta quam fecer. Moricho et Rihhartus‘. Ind.: 
‘Carta Morichoni3 et Rihberti de Semheim’. 811. 

Uuizenburgo.® in pago Spirinse. Lutra. Bernharius.? 
Moricho. Rihhartus. Helffolti.!? in pago Alisacinse. Semhaim. 
Helffolti.'” Uuelaratane. Uuizenburgo. Karolo.!® Morichoni. 
Rihharti. Ercanberti.?! Gunzoni. Erharti. Deto.”* Uuolfberti. 
Raduni. Berngeri.?” Eburuni. Uuoluo. Liudolt.®® Berattolt. 
Garaman. Buatriti.®® Hado. Herigoz. Gerolt.?° Uuolfhartus. 


Tr. W. num. 180. 

5. Unbekannt, am oberen Laufe der Moder. 6. Weissen- 
burg. 7. Speiergau. 8. Die Lauter. 13. Elsass. 

236. ‘Carta quam fecit Herimuadus’. 812. 

Herimuadus, Sigiburgane.? in pago Saroinse. Rimuuuilare. 
Uuizenburg.€ Lutra. Bernharius. Karolo.? Herimuado. Nid- 
hartus. Buabo.!? Druago. Ruadolt. Uuigbraht.!5 Gerbraht. 
Sigiuuini. Bedilo.%® Hille. Balduni. Fridulah.?! Fridubraht. 
Muatfrid. Geilraht.?* Gundbertus. 


Tr. W. num. 238. 

4.Saargau. 5. Rimsdorf. 6. Weissenburg. 7. Die Lauter. 

237. 'Carta quam feeit Liudo. Ind.: 'Carta Liudoni de 
Ringilendorpfe'.3 812. 

Liudo. Uuizenburgo. in pago Spirinse.6 Lutra. Bern- 
harius. in pago Alisacinse.? Ringilendorfe. Saluchone. Liudoni.!2 
Hitthane. Uuizenburgo. Karolo.!5 Liudo. Undico. Suueidingi.!® 
Farmannus. Muatheri. Huc.?! Beranger. Adalger. Ermbraht.?? 
Nerbo. | 

Tr. W. num. 182. 


3. Ringeldorf. 5. Weissenburg. 6. Der Speiergau. 
7. Die Lauter. 9. Elsass. 


— 13 — 


238. 'Carta quam feecit Thiodericus ad Uuizenburg de 
pago Alisacinse‘.” Ind.: 'Carta Theoderici de Hatana uilla’. 816. 

Thiodericus.® Uuizunburg. Bernharius. in pago Alisacinse.? 
Hatana. Uuolfman. Adalgart.!” Hocfeldis. Hludouuico. Thio- 
derih.!° Ercanger. Gauuirih. Muatheri.'® Trudheri. Salacho. 
Ecgolt.?! Reginger. Adalhart. Odolrih.?* Reginoldus. 


Tr. W. num. 161. 

2. Weissenburg. 3. Elsass. 5. Hatten. 13. Hochfel- 
den, Landkr. Strassburg. 

239. 'Carta quam fecit Hiltradus de pago Alisae:’ Ind.: 
‘Carta Hildiradi® de Alunga marca‘. 816. 

Hildradus. Uuizenburg.® Bernharius. in pago Alisacinse. 
Alunga.? Bruomagado. Hludouuico. Hiltradus.!? Huodalrih. 
Ruadheri. Uuanfrit.!? Liudo. Aragis. Detto.!° Liuthelm. Hard- 
rat. Uuaninc.”! Reginoldus. 


Tr. W. num. 160. 
2. Elsass. 4. Oblungen. 6. Weissenburg. 10. Brumath. 
240. ‘Carta Scalconis’. 818. 
in pago Spirinse. Uuizenburgo.? Luttra. Bernharius. 
Skaleus.° Uuoligunde. Uuolfgundis. in pago Saroinse.? Biba- 
raha. Uuolfgunde. Saraburgo.!” Hludouuici. Scalcone. Hartd- 
rado.!° Meginbaldus. Adalbaldus. Ratbertus.!® Heruodhuuinus. 
Gebahartdus. Uualtbertus.?! Bertroho. Baldrammus. Johannes.?* 
Tr. W. num. 212. 
2. Speiergau. 3. Weissenburg. 4. Die Lauter. 9. Saar- 
gau. 10. Der Biberbach. 12. Saarburg. 
241. ‘Carta Meginheri et Uuigbaldi de Alisac:3 Ind.: 
“Carta Meginheri et Uuicbaldi de Furdesfeld.® 819. 
Meginheri. Uuigbaldus. Uualb:? Uuizunburg. in pago 
Alisaeinse. Furtesfeld.!? Franchenheim. Uuigbaldo. Franchen- 
heim.!5 Berge. Danna. Duata.'® Erlolf. Hagano. Irmindrud.?! 
Godalind. Gisalmunt. Uuolthild.? Haduger. Sigitrud. Augia.?7 
Ludouuico. Meginheri. Uuigbaldus.°®® Uualdberti. Milo. Heri- 
muat.?® Rantuuig. Gisalrih. Gozolf.?° Bereheri. Ratheri. Un- 


uuanc.°’ Guntbertus. 
Tr. W. num. 12%. 
3. Elsass. 6. Forstfeld. 10. Weissenburg. 13. Hoh- 
13* 


— 184 — 


Frankenheim. 16. Bergbieten, Ct. Wasselnheim, Kr. Mols- 
heim? 27. Auenheim, Ct. Bischweiler, Kr. Hagenau. 

242. 'Carta Regingeri et Anstrate et Meginratae‘.° Ind.: 
'Carta Reginharii de Urenuuilare. 819. 

Regingerus.€ Meginraht. Anstraht. Uuizunb.? in pago 
Spirinsae. Hlutra. Beriuharius.!? Uuormacinse urbis. in pago 
Alisacinse. Urenuuilari.!® Urenuuilare. Hludouuico. Reginger. !8 
Anstrat. Meginrat. Heio.?! Uuillirih. Odolrih. Milo.?* Albrih. 
Hilti. Adalhelm.?” Gaganuuart. Uuito. Hardolf.?° Heriuuini. 
Gundbertus. 

Tr. W. num. 177. 


5. Uhrweiler. 9. Weissenburg. 10. Speiergau. 11. Die 
Lauter. 13. Worms. 14. Elsass. 

243. 'Carta Gozberti de pago Alsaeinse. Ind.: ‘Carta 
Gozberti.3 819. 

Uuizenburg. Lutra. Gerhohus.® Gozbertus. Zeizolto. Folc- 
bert.? Arnort. Uuilisuuind. Isanburg.!? Berolfi. Folcberto. 
Assesberg.!5 Hludouuico. Zeizolf. Landolt.'® Adalhelm, Re- 
ginnant. Egino.?! Thancholf. Atto. Reginbald.?* Guntbertus. 


Tr. W. num. 168. 


2. Elsass. 4. Weissenburg. 5. Lauter. 15. Hohen- 
Asperg, nördlich von Stuttgart. 

244. 'Concambitio Hugonis de Alisacinse. Ind.: ‘Con- 
cambio Hugonis .3 820. 

Huc. Uuizunburg. in pago Nemetinse.® Lutra. Bern- 
harius. Uuormaecinse? urbis. Ludouuiei. Ludouuici. in pago 
Alisacinse.!? Brunnon. Bruningesuuilare. in Ualabu.!5 ad Bar- 
ram. Froscheim. Uuizunb.'® in pago Alsacinse. Dettunuuilare. 
Sorna.?! Carsiaco. Ludouuico. Hugoni.®* Einharti. Adalloho. 
Etih.?” Lantberti. Ruadberti. Gerolti.?® Uitoni. Adalramno. 
Rorione.33 Ingiberti. Gundharti. Eggiharti.®® Adalberti. Adal- 
berti. Uuigroh.?° Uodilo. Reginfrid. Ramberti.*? Foleradi. 
Uuiniharti. Folrati.'° Adalberoni. Adalberti. Meginharti.* Re- 
ginberti. Ratberti. Hildiberti.5! Ruodi. Rathari. Brunnom.t 
Ratbr: Uodilo. Heimo.°” Uuolafrid. Fartgern. Heimrich. 
Uuilliman. Uuolafrid. Hartrat.®® Loman. Hugimunt. Uuig- 
munt.66 Friduger. Bruningesuuilare. Franco.#% Gotahelm. 


— 15 — 


Hucbald. Uuerinheri.’? Gundachar. Albolf. Rabanger.?5 Uodilo. 
Uuido. Friduger.‘® de Uualabu. Uodalrih. Ratbraht.8! Uodilo. 
Uuanicho. Altman.%* Emicho. Egibr: Amanolf.$” Starcolf. 
Friduger. Barra.” Froskheim. Lando. Otbraht.?® Hucbraht. 


Tr. W. num. 69. 

2. Elsass. 5. Weissenburg. 6. Speiergau. 7. Die 
Lauter. 9. Worms. 13. Niederbronn, Kr. Hagenau. 14. 
Preuschdorf. 15. Walf. 16. Barr, Kr. Schlettstadt. 17. Frösch- 
weiler, Ot. Wörth, Kr. Weissenburg. 20. Dettweiler. 21. Die 
Zorn. 22. Chiersy in der Champagne. 

245. 'Carta quam feecit Gisalrih et uxor eius Uadal- 
raht. Ind.: 'Carta Gisalrihi? et Uadalrade de Franchen- 
heim‘. *820. 

Gisalrih.$ Uädalraht. Uuizunburg. in pago Spirinsae.? 
Lutra. Bernharius. Uuormaeinsae !? urbis. in pago Alisacinse. 
Franchenhaim. Furdesfelde.'’5 Uuoluolti. Gisalrichi. Rambraht. 18 
Egilhart. Gerbald. Moricho.?! Gundbertus. 


Tr. W. num. 176. 

5. Hoh-Frankenheim. 8. Weissenburg. 9. Speiergau. 
10. Lauter. 12. Worms. 13. Elsass. 15. Forstfeld. 

246. ‘Carta Irminburgae. Ind.: ‘Carta Irminburge de 
Busuuilare‘.3 821. | 

Erhartus. Irmburg. in pago Alisacinsae.€ Busuuilari. 
Ermberti. Lantbald.? Ruadhilt. Heribald. Uuerinthrud.' Er- 
nust. Geltuuig. Liabheri.'® Erpholt. Kirihman. Uuizunb.'® 
Bernharius. Uuizunburgo. Hludouuico.?! Erbarti. Thiato. 
Uado.?* Egino. Uuillihart. Uuardo.?? Uuacho. Bernhart. Uuillo.3° 
Thiotbald. Buabo. Fridugeri.3? Gundbertus. 


Tr. W. num. 175. 

3. Buchsweiler. 6. Elsass. 18. Weissenburg. 

247. ‘Carta Albrichi presbiteri' Ind.: ‘Carta Albrichi 
prb. de Biberesdorpf.3 824. 

Albrichus. in pago Alisacinsae. Bruningesdorph.® Bi- 
beresdorph. Uuizunburg. in pago Spirinsae.? Gerochus. Uuer- 
dolf. Liuido.'? Uuenibraht. Otbert. Uuillimuat.!® Baldger. Alb- 
suuind. Biberesdorph.!8 Ludouuico. Albrichi. Heimrihi.?! Ga- 


— 156 — 


ganharti. Uuillimanni. Theganrati.”! Uuachoni. Uualtheri. 
Herimuati.?2” Ruadlanti. Ercanbaldi. Gerolti.°® Adalbaldi. Egil- 
muati. Gundbertus.’? 

Tr. W. num. 171. 

3. Biblisheim. 5. Elsass. 6. Preuschdorf. 8. Weissen- 
burg. 9. Speiergau. 

248. ‘'Carta quam fecerunt Cuniramnus et Theodehertus 
de pago Alisacinsae.? Ind.: 'Carta Cuniramni et Tireor! ert‘ 
de Raningas’.® 825. 

in pago Spirinse. Lutra. Uuizenburg.? Bernharius. Gu- 
niramnus. Theodebertus.!” Gunzilino. Saroinse. Rauingas.! 
Gunzilinus. Uuizenburgo. Ludouuico.!® Cuniramni. Theode- 
berti. Ratberti.?! Uuiccarii. IIrodouuino. Theoberti.* Theot- 
baldi. Hartuuini. Erlaberti.2” Franconc. Gebohardi. Adaluuini.?0 


Hartuinus. | 
Tr. W. num. 185. 


3. Elsass. 6. Reiningen, Ct. Albesdorf, Kr. Chäteau- 
Salins? 7. Speiergau. 8. Die Lauter. 9. Weissenburg. 
14. Saargau. | 

249. ‘Carta Ingihilti de uilla Semheim‘. Ind.: ‘Carta 
Ingihilti? de Semheim‘. 826. 

Ingibilt. Uuizunb.® Gerhoh. in pago Alisacinsae. Sem- 
heim.’ Gerareshusa. Hludouuico. Ingihiltae.!” Miloni. Uuar- 
mundi. Baldharti.!° Heimrihi. Liutgisi. Adalharti.18 Gozberti. 
Adalmanni. Isanharti.?! Gundbertus. 


Tr. W, num. 173. 

2. Unbekannt, am obern Laufe der Moder. 6. Weissen- 
burg. 8. Elsass. 10. Griesheim, Ct. Truchtersheim, Landkr. 
Strassburg ? 

250. ‘Carta Rihsuindane de Alisacinse. Ind.: ‘Carta 
Rihsuuindane3 de Radolfesdorpf’. 828. 

Rihsuind. Folcbrahto.6 Sigimundo. Uuizenburg. Folec- 
uuigus.? in pago Elisacinse. Ratolfesdorf. Elisuint.'? Uuizen- 
burg. Hludouuico. Folebr:15 Sigimunt. Uuitrat. Uuolchr :® 
Ruadnand. Guntbertus. 


Tr. W. num. 152. 
2. Elsass. 4. Rottelsheim. 8. Weissenburg. 


— 187 —. 


251. 'Carta Gebahardi de Saroinse nec non et precaria'. 830. 

Gebahardus.? Lantfridus. in pago Saroinse. Duristualda.® 
Bercilinga. Duristualda. Theothartum.? Uuolfhart. Uuizen- 
burgum. Foleuuinus.!? Uuormaeinse urbis. Uuolfgundauuilare. 
Uuizenburg.!? Hludouuico. Gebaharti. Landfridi.'® Ruaduui::i. 
Geboldi. Analoni.?! Buatoni. Ringuni. Eborolfi.”? Hildibrant. 
Bernrihh. Ruadolfi.?” Gundbertus. 


Tr. W. num. 198. | 

2. Saargau. 6. Dürstel. 7. Bettweiler? 11. Weissen- 
burg. 13. Worms. 14. Wolfskirchen, Ct. Drulingen, Kr. 
' Zabern. 

—= 252. 'Traditio Gebarti de Saroinse‘. 

Gebaharttus.3 Lantfridus. in pago Saroinse. Duristualda.® 
Bercilingua. Duristualda. Theotharttum.? TUuolfgart. Uuizen- 
burgo. Folcuuicus.!? Uuormaecinse urbis. Uuolfgundauuiları. 
Uuizenburgo.!5 Lodouuico. Gebahartti. Lantfridi.'® Ruaduuini. 
Geboldi. Anoloni.?! Buotoni. Ringuni. Ebarolfi.”* Hildibranti. 
Berru. Ruadolfi.?”° Guntbertus. 


Tr. W. num. 251. 

253. 'Carta Milonis presbiteri de uilla Gerireshusa”. 
Ind.: ‘Carta Milonis?® de Gerireshusa‘. 830. 

Milo. Uuizunburg.® Folcuuigus. Uuormaeinsae urbis. in 
pago Alsacinsae.? Gerireshusa. Semheimeroma:ca. Renum.'? 
Hufgauue. Augia. Uuolfger.!5 Aldolf. Friduger. Thiodolf.'8 
Gundhelm. Zeizolf. Thancolf.?! Engilram. Engilger. Ansmar.?? 
Ruadger. Bilithrud. Adalheid.?” Batahilt. Liablind. Gerhilt.30 
Behhilt. Alahsuind. Beratsuind.®® Isannahha. Sigiburg. Be- 
rahda.?° Hildibirg. Reginhilt. Adalzeiz.?’ Hugilind. Hado, 
Uuolfheri.‘* Hilditrud. Bilithrud. Uuanfrid.* Adallind. Rih- 
gund. Sigifrid.** Dugiman. Uuolfmunt. Unruah.d! Rihmunt. 
Rihhilt. Uuolfbirin.°* Adalgis. Gundalbraht. Ellinfrid.5? Uuilli- 
frid. in pago Alisacinsae. Matra.°° Uuizunburg. Hludouuico. 
Milonis.6® Utoni. Ebroini. Frichoni.6 Uuertherii. Ratherii. 
Uuerdheri.6® Badunolfi. Eriboni. Heimrichi.'? Ercanbaldus. 


Tr. W. num. 172. 


2. Griesheim? 6. Weissenburg. 8. Worms. 9. Elsass. 
11. Unbekannt, am obern Lauf der Moder. 12. Der Rhein. 


— 1383 — 


13. Die Gegend von Rastatt. 14. Au am Rhein, in der 
Gegend von Rastatt. 60. Ober- und Nieder-Modern. 

254. ‘'Carta quam Otmundus fieri rogauit de pago Ali- 
saeinse. Ind.: ‘Carta Ötmundi3 de Munihhusa‘. *831. 

Ötmunt. Uuizanburg.® Lutaraha. Grimaldus. in pago 
Alisacinse.? Munihhusa. Uten. Uadalrata.!? Uuizanburg. Frico. 
U6do.15 Ratbald. Thiathart. Gerhart.'® Gunzo. Hotolf. Har- 
tarat.?! Badanolf. Otfrit. 


Tr. W. num. 165. 

2. Elsass. 4. Münchhausen, Ct: Selz, Kr. Weissenburg. 
6. Weissenburg. 7. Lauter. | 

255. ‘Carta Albrihi de pago Alisacinse. Ind.: 'Carta 
Albrichi® de Cazfelda‘. *832. 

Uuizunburc. Mimoldus.® Albirih. in pago Alisacinse. 
Cazfelda.? Hoholfesheim. Irminhart. Reginuuiz.!? Hitta. Uui- 
zunburg. Albrih.!° Odrih. Uuinihart. Landolt.3 Buo. Gozb. 
Muatheri.?! Thiodrih. Uuenilo. 


e Tr. W. num. 115. 

2. Elsass. 4. Feldbach? 5. Weissenburg. 10. Holz- 
heim, Ct. Geispolsheim, Kr. Erstein ? 

Zu num. 254 und 255. Piper in seiner Ausgabe von 
Otfrids Evangelienbuch, 8.5 der Einleitung, schliesst aus dem 
Umstande, dass num. 254 mit der vom 17. November 830 
datierten Schenkungsurkunde num. 253 drei Zeugennamen, 
Uödo (Uto) Frico (Fricho) und Badanolf (Badunolf) gemein 
hat, „was sonst bei den Weissenburger Urkunden sehr selten 
vorkommt“ (P), sie sei spätestens im Jahre 831 geschrieben. 
Grimoldus sei also Ende 830 oder Anfang 831 Abt gewor- 
den. Auch Dümnler, „St. Gallische Denkmäler“, 8. 250, 
setzt dieses Ereigniss auf frühestens 830. — Die ebenfalls 
undatierte num. 255 nennt als Abt Mimoldus, welcher nur 
noch in den Aebteverzeichnissen des 11. und 15. Jh.; und 
zwar hinter Folcuuigus aufgeführt wird. Die erste unter 
dem Nachfolger des Folcuuigus, dem Abte Grimaldus aus- 
gestellte Urkunde (abgesehen natürlich von der unsichern 
num. 254) datiert vom August 833. Wenn nun Grimaldus 
wirklich der unmittelbare Nachfolger des Folcuuigus ist, so 


— 189 — 


hätten wir anzunehmen, Mimoldus sei in der Anfangszeit etwa 
sein Verweser gewesen [wie auch wohl Ratfrid in der Ur- 
kunde LI bei Zeuss; vgl. den Grabstein bei Kraus, Kunst 
und Altertum im Unterelsass 8. 617. Martin.] und demge- 
mäss diese Urkunde etwa in das Jahr 832 zu setzen. Die Ver- 
mutung ist freilich auch nicht ausgeschlossen, dass num. 254 
überhaupt erst später, Mimoldus demnach als selbständiger 
Abt von Ende 830 bis Mitte 833 zu betrachten sei. 

256. “"Traditio Heimonis de pago Alisacinse quam fecit 
Grimoldo3® abb. Ind.: 'Traditio Heimonis de Meistaren- 
heim‘. 833. 

Heimo.6 Grimaldi. Uuizenburg. in pago Alisacinse.? 
Meistaresheim. Argenza. Uuiufridesheim.!? Adalman. Uuizen- 
burg. Hludouuico.'® Heimo. Grimoldo. Dudo.!® Geboldi. 


Tr. W. num. 158. 

2. Elsass. 5. Meistratzheim. 8. Weissenburg. 11. Die 
Ergers, Nebenfluss der Ill, südwestlich von Strassburg. 12. 
Wiwersheim. 

257. 'Carta Haimrichi atque Albrichi de pago Alisacinse'.? 
Ind.: ‘'Carta Heimrihi et Albrichi’. 837. 

Haimrih® Reginheid. Uualdgelt. Folcheid.? Zeizbirc. 
Albrieus. Uuizenburg.!” Lutaraha. Grimaldus. Biberesdorf.!5 
Hludouuici. Haimrih. Milo.'® Teganhart. Uueliman. Uuatheri.?! 
Ercanbald. Holzolf. Rantuuig.?* Gisalmunt. Heriolt. Heriolf.?? 
Albrih. Hucbaldus. 

Tr. W. num. 166. 

8. Elsass. 12. Weissenburg. 13. Die Lauter. 15. Biblis- 
heim. | 

258. Carta Adalhelmi de Alisacinse’. 840. 

Adalhelmus.? Milo. Uuizenburg. in pago Spirensi.® Lutra. 
Ötgerus. Mogonciacensium.? in pago Elisacinse. Niuuora. 
Buozolteshusa.'” Houoltesheim. Uadalbraht. Helidbraht.!5 
Irminger. Ratsuind. Uuadirih.!2 Theadarat. Theodericus. Bru- 
nihil.?! Onolf. Camaruuib. Kirihuilari.* Albrih. Heimbraht. 
Balduni.”” Thietram. Friesini. Uuilliman.?° Uuinirat. Thanchini. 
Uuillihardus.®® Hludouuico. Otgario. Gunbraht.?® Heribraht. 
Erlolf. Engilbald.3® Ercanbald. Isanbraht. Hildibt:*? Uuoluolt. 


— 190 — 


Thiatmar. Liutrih.*° Analo. Gebolt. Uoto.*8 Irminger. Huc- 
baldus. 
Tr. W. num. 151. 

2. Elsass. 5. Weissenburg. 6. Speiergau. 7. Die 
Lauter. 9. Mainz. 11. Niefern. 12. Bosselshausen, Ct. 
Buchsweiler, Kr. Zabern. 13. Unbekannt, im Ct. Buchsweiler 
24. Kirweiler, Ct. Buchsweiler, Kr. Zabern. 

259. 'Carta Hepfonis’. 840. 

Heppo. Uuizenburg.3 Otgerus. in pago Salininse. Mar- 
sello.€ Gaussaltus. Salia. Marsallo.? Luthario. Heppono. Alt- 
olfus.!? Uueraldus. Hagabertus. Aimrico.!? Benedietus. Gagan- 
hartdus. Hunbertus.'® Hodilonus. Adalbertus. Abrahamus.?! 
Ingibertus. Reginbertus. Climeanus.”* Sarabertus. Gracianus. 
Begilonus.?” Frauuibaldus. Theudoinus. Turpius.?V 


Tr. W. num. 215. 

3. Weissenburg. 5. Gau der Seille. 6. Marsal. 8. Die 
Seille. 

260. ‘Carta Geboldi et Adalharti’. 846. 

Uuizenburgo.3 Ohtgarius. Gebooldus. Adalardus.® Duri- 
stuolda. Uuolfleic. Uuillimunt.? Uuolfolt. Adalger. Hlotharii.'? 
Geboholdi. Adalardi. Althelmi.!° Miloni. Ruodolfi. Hildiger.'® 
Bernhardi. Uuerdmanni. Leibini.?! Presentin. Johannes. Balt- 
ramni.”? | 

Tr. W. num. 268. 

3. Weissenburg. 7. Dürstel. 

261. 'Prestaria Geboldi. 846. 

Hotgario. Gebooldo.3 Adalardo. Duristuolda. Lotharii.® 
Geboldi. Adalardi. Althelmi.” Milonis. Ruodolfi. Ildiger.!? 
Bernhardi. Uuertmanni. Leibeni.!® Presentin. Joannes. Balt- 
ramni.18 

Tr. W. num. 269. 

d. Dürstel. 

262. ‘Carta Lantfridi episcopi‘. 846. 

Uuizenburgo. Otgarius.® Lantfridus. Beroniuilla. in Essi.® 
Frumoolt. Gebiilt. Gozbolt.? Blidilt. Lotharii. Lantfridi.' 
Ildibaldi. Uuilliardi. Heriger.!° Uno. Rihardi. Budo.18 Uuinit- 
eri. Dietman. Gotafridi.”! Joannes. Baltramni. 


— 191 — 


Tr. W. num. 270. 
2. Weissenburg. 5. Bärendorf. 6. Hessen. 
263. 'Prestaria Lantfridi episcopi. 846. 
Otgarii. Lanfrido.? Beroniuilla. in Essi. Geboardus.® 
Lotharii. Lantfridi. Joannes.? Lantfridi. 


Tr. W. num. 271. 

4. Bärendorf. 5. Hessen. 

264. ‘Carta Lantfridi episcopi. 847. 

Uuizenburg. Grimaldus.? Lantfridus. in pago Saroinse. 
Erpaldingas® Adalman. Presentinus. Thietman.? Adalinc. 
Hartuuinus. Uuinihart.!? Bernoinus. Lara. Odonouilare.'5 Elen- 
bach. Beronouuilare. Hessis.!® Nithingas. Liutb. Albo.?! Gunzo. 
Ertbaldus. Blithilda.?* Liutgart. Uueraldo cella. Biberauilla.?? 
Erpaldingas. Hluthario. Lantfridus.?°” Hildibaldus. Petrus. 
Hildibodo.33® Althelm. Gebaldus. Gundaldus.3 Radolf. Hedo. 
Presentinus.?®° Thietman. Bernoinus. Hartuuin.?? Uuinihart. 
- Baldramnus. 

Tr. W. num. 200. 

2. Weissenburg. 5. Der Saargau. 6. Hermlingen, Ct. 
Lörchingen, Kr. Saarburg. 14. Lohr, Ct. Lützelstein, Kr. 
Zabern. 15. Ottweiler. 16. Petersbach, Ct. Lützelstein, Kr. 
Zabern. 17. Bärendorf. 18. Hessen. 19. Nitting, Ct. Lör- 
chingen, Kr. Saarburg. 

265. "Carta Traditionis Gebaldi. 851. 

Gebolt. Uuizenburg.® Luttra. Grimaldus. in pago Alsa- 
cinse.® Kirihuuilari. Sarahgeuui. Mons Eburharti.? Uuesthof. 
Rihilt. Gebolt.!® Uuizenburg. Ludouuico. Gebolt.!5 Otrih. Buo. 
Gundb.!® Reginolt. Muatheri. Theatrih.?! Reginger. Hildibald. 
Beatus.?* Hildibodo. Adalh. Erlebald.?? Otfridus. 


Tr. W. num. 204. 

3. Weissenburg. 4. Die Lauter. 6. Elsass. 7. Kir- 
weiler. 8. Saargau. 9. Gegend von Dagsburg, Ct. Pfalz- 
burg, Kr. Saarburg. 10. Westhofen. 

— 266. 'Carta Traditionis Gebolti‘. 

Gebolt. Uuizenburgo.? Lutra. Grimoltus. in pago Alsa- 
cinse.® Kirihuuilare. Sarahgeuui. mons Eburarti.? Uuesthof. 
Rihilt. Gebolt.!? Uuizenburgo. Lodouuico. Gebolt.!5 Otrih. 


— 132 — 


Buo. Meginheln.!8® Gunbertus. Reginolt. Rihbald.?! Muatheri. 
Teatrih. Reginger.?* Hildibald. Beatus. Hildiboto.?” Adalh. 
Erlebald. Otfridus.30 ! 

| Tr. W. num. 254. 

267. 'Traditio quam fecit Ruadini de pago Alisacinse’. 
Ind.: 'Traditio Ruadini® de Baldolfheim'. *851. 

Uuizenburg. Grimoldus.® Ruadini. in pago Alsacinse. 
Baldolfesheim.? Reni. Albagunda. Strazburg.!? Ruadini. Otrih. 
Buo.'5 Gozbraht. Druant. Folrat.!8 Reginbert. Benedict. Geilo.?! 
ÜUnenilo. 

Tr. W. num. 167. 

2. Elsass. 4A. Bolsenheim, Ct. Erstein, Kr. Erstein. 
5. Weissenburg. 10. Der Rhein. 12. Strassburg. 

268. "Traditio Adalhelmi abbatis posteriora‘. Ind.: 'Tra- 
ditio Adalhelmi abbatis posteriora de Buozolteshusa’.3 855. 

Adalhelmus. Uuizenburg. in pago Spirinse.® Lutra. Gri- 
moldus. in pago Alisacinse.? Buozolteshusa. Liutolteshusa. 
Talastat.!? Atenheim. Ringinheim. Uadalbraht.!5 Uuarbald. 
Adalung. Irminger.!® Camaruuib. Gebehilt. Berethilt.?! Brun- 
nihilt. Kirihuilari. Albrih.”* Heimbraht. Baldini. Thiatram.?? 
Friasini. Uuilliman. Uuinirat.3 Thanchini. Uuillihardus. Kirih- 
uuilare.3® Hludouuici. Adalhelmi. Uuinihart.?6 Gerberto. Adal- 
harti. Uuitrih.3® Uualtheri. Biricho. Berahtfridi.?? Riholfi. Er- 
luni. Nordberti.5° Lantheri. Heriberti. Meginhelmi.* Ello. 
Ranuolti. Adalharti.5! Muathr: Hildibertus. 


Tr. W. num. 156. 

3. Bosselshausen. 5. Weissenburg. 6. Speiergau. 7. 
Die Lauter. 9. Elsass. 11. Lixhausen, Ct. Hochfelden, 
Landkr. Strassburg. 12. Dahlenheim, Ct. Wasselnheim, Kr. 
Molsheim. 13. Hoh-Atzenheim. 14. Ringendorf, Ct. Hoch- 
felden, Landkr. Strassburg. 23. Kirweiler. 

269. 'Carta Meginhelmi et uxoris eius Engilmuat.' Ind.: 
‘Carta Meginhelmi? de Lonenbuah et Zuzzenh: 858. 

Meginhelm.® Engilmuat. Uuizenburg. in pago Spirinse.? 
Lutra. Grimoldus. in pago Alsacinse.!? Lonenbuah. Zuzen- 
heim. in Munenberge.!5 Thioterici. Uuelie. Ludeuuico.'® Al- 
sacinsae. Meginhelm. Recco.?! Reginbt: Heriuuic. Uuolfh :* 


— 193 — 


Gozbt: Meginfrid. Rihheri.?” Milo. Adalh: Sigibold.3° Gotabt: 
Herimuat. Eto.3? Friduger. de Spirinse, Folcbt:3% Ercanmar. 
Reginbt: Rihbt:3® Hildibt: Hildibt: Gisalbt:*?2 Cazo. Ecgolf. 
Hildirat.*° Tuto. Hucbt: Uuinihart.‘® Hildibertus. 


Tr. W. num. 49. 
4. Lembach. 5. 8. Weissenburg. 9. Speier- 
gau. 10. Die Lauter. . Elsass. 15. Monsweiler. 


270. "Traditio ns +858, 

Liuto. in pago Alsacinsa.? ‚Älunga. Uuizenburg. in pago 
Spirinsae.® Lutra. Grimoltus. Älunga.? Liuto. Meginhelm. 
Hatto.!? Uuich: Uualdman. Liuth:'5 Uuigiroh. Gundlant. 
Reginuuart.'!® Reginbt: Uuerinh: Reginmar.?! Altbt: Uuerdbt: 
Egino.°* Hildibertus. 

Tr. W. num. 50. 

3. Elsass. 4. Ohlungen. 5. Weissenburg. 9. Speiergau. 

271. ‘Carta traditionis Geruolchi. 861. 

Uuizenbure. Lutra.? Grimoldus. Geruole. Gebihildae.® 
 Bliasahgouuue. Rätrammesuilare. Snelhart.? Arnolf. Thiatbirc. 
Ercanheid.!” Bliasahgouue. Ludeuuico. Frantiae.!® Geruolec. 
Kerune. Adalhelm.'!® Sandarat. Sigiboto. Uualahger.?! Hartrat. 
Uuinidneri. Ratfole.”* German. Houaman. Uuerinbald.?” Uuil- 
liram. Hildiger. Ruadini.5° Hildibertus. 


Tr. W. num. 272. 
2. Weissenburg. 3. Die Lauter. 7. Der Gau der Blies 
(Nebenfluss der Saar). 8. Riesweiler in der Pfalz, nordwest- 
lich von Bitsch. 


Anhang. 


Die Namen in den Strassburger Urkunden. 


272. Schluss eines Privilegs des Bischofs Widegern von 
Strassburg für Kloster Murbach. 728. 

Stratburgo. Theoderico. Uuidegernus.® Uuolfradus. Li- 
bulfus. Haimulfus.® Altmannus. Fulcherno. Hariboldus.? Ha- 
dalricus. Ardalinus. Uuolfoaldo.!? Magobardus. Gherbuinus. 
Uuillibertus.!° Hagoaldus. Leodofredo. Ebrohardus.!8® Audachro. 
Nordoldo. Gundobertho.?! Uuithario. Uuigrao. Hagino.?* Leo- 
doberto. Uuillibrordus. Romanus.?? 


— 194 — 


UV. B. d. St. Strassb., num. 4. 


l. Strassburg. 

273. Privileg des Bischofs Heddo von Strassburg für 
das Kloster Arnulfsau. 749. 

Heddo. Stradburgo. Rothardus.? Arnulfoauga. Reni. 
Saroardo.® Rothardus. Stratburgo. Helderici.? Heddo. Baldo- 
bertus. Dubanus.!? Chrodegangus. Hiddo. Lullo.!5 Magingaoz. 
Gutfridus. Remedius.!® Gairoinus. Yppolitus. Uuulframnus.?! 
Jacob. Nitho. 


Grandidier, Hist. de l’eEgl. de Strasb., pr. num. 43; Als. 
Dipl., num. 16. 
2. Strassburg. 4. Arnolfsau, später Schwarzach in der 
Ortenau. 5. Der Rhein. 
274. Schluss einer Urkunde des Bischofs Remigius von 
Strassburg für die Kirche der heiligen Maria daselbst. 778. 
Argentina ciuitate. Remigius. Gislebertus.? Uuillibaldus. 
Garibaldi. Uuiumadus.® Uualdericus. Uwualachus. Zullino.? 
Lantfridi. Ballone. Harbaldi.!? Fridericho. Rachinfridi. Hari- 
landae.!5 Anteneri. Licenzio. Erineberti.18 Anteneri. Raderamno. 
Uualdegysi.?! Uenantie. Scolastice. Erinegunde.?* Maurind. 
Aginone. Andeberti.?” Uuiderici. Adone. Aribio.?° Anausoni. 
Berngro. Alione.?® Hardoino. Rotmundi. Apponi.3° Alaholfo. 
Scaione. Haimone.®® Uuanhaldo. Hildibrandi. Uuolfgrimo.* 
Leoboino. Audrico. Ernusto.% Hilderici. Geruuigo. Adalman- 
no.?* Nanduuigo. Hildimano. Hildiberti.5! 


U. B. d. St. Strassb., num. 16. 
1. Strassburg. 


II. DIE NAMEN IN DEN URKUNDEN FÜR FULDA. 


275. "Fraditio Folerati et Agilolfi de Alsacinse.3 770. 

Folceradus. Agilolfus. Irminolfus.€ in pago Spirinse. Fri- 
dolfeshaim. Dideneshaim.? Ginnanhaim. Fulda. Irminolfi." 
Uuangiona eiuitate. Karolo. Foleradus.'? Agilolfus. Baugolfi. 
Uuarinharii.° Ermberetus. Gunduuinus. Ulfridus.?! Jaelo. 


— 19 — 


Cod. Dipl. Fuld. num. 31. 

3. Elsass. 7. Speiergau. 8. Friedolsheim, Ct. Hoch- 
felden, Landkr. Strassburg. 9. Dinsheim. 10. Genheim in 
der Rheinpfalz. 11. Fulda. 13. Worms. 

276. Karta uenditionis Immae'. 778. | 

in pago Alsacinse. Ehinhaim ? in Uualabu. Eringisashaim. 
Rodashaim.® in Strazburga ciuitate. Uualtharii. Karoli.? Im- 
minun. Uodalrichi. Ascrichi.!" Otrichi. Ratberti. Uuiloni.!? 
Hattoni. Berahtgario. Asaph.'® 


Cod. Dipl. Fuld. num. 61. 

2. Elsass. 3. Ober- und Nieder-Ehnheim, Kr. Erstein. 
4. Walf. 5. Kraut-Ergersheim, Ct. Ober-Ehnheim, Kr. Er- 
stein. 6. Rosheim, Kr. Molsheim. 7. Strassburg. 

277. Tradititio Huges de pago Alsacia’”. 785. 

Hue.3 Hahihconi. Fulda. Baugolf.* in pago Alsacinse. 
Osthaim. Coneshaim.? Eburhilt. Uuolfgund. Ratolt.!? Geruuin. 
Gundheri. Ratlind.!® Uuerdolf. Hruodrih. Uuolfmar.!® Uuala- 
hart. Phadrabrunnen. Karoli.?! Huges. Uuidericus. Uuini- 
hardi.°* Uuiloni. Hericheri. Haimerichi.?° Oatichoni. Uuald- 
berti. Hruodfridi.3° Adalbercti. Eburhardus. Haicho.3® Erhart. 


Cod. Dipl. Fuld. num. 82. 
| 2. Elsass. 5. Fulda. 8. Ostheim, Ct. Kaisersberg, Kr. 
Rappoltsweiler. 9. Kienzheim, Ct. Kaisersberg, Kr. Rappolts- 
weiler. 20. Paderborn in Westfalen. 

278. 'Traditio Huges de Alsacia‘. 785. 

Huchus.? Hahichoni. in pago qui dieitur Grapfeld. Bau- 
gulfus.6 in pago Alsacinse. Osthaim. Choneshaim.? Baturico. 
Önchysashaim. Rigoltesberg.!? Phadrebrunnen. Karoli. Huges. > 
Uuideriei. Uuinihardi. Uuiloni.!% Herigerni. Hamerici. Oati- 
choni.°! Uualtberti. Hrobfridi. Adalfridi.?* 


Cod. Dipl. Fuld. num. 83. 

2. Elsass. 5. Der Gau um Fulda. 8. Ostheim. 9. Kienz- 
heim. 11. Ingersheim, Ct. Kaisersberg, Kr. Rappoltsweiler. 
12. Reichenweier, Ct. Kaisersberg, Kr. Rappoltsweiler. 13. 
Paderborn. 

279. Traditio Uoten de pago Alsacinse‘. 788, 


— 196 — 


Uoto.3 Fulda. Baugulfus. in pago Alsacinse.6 Scaftolfes- 
haim. Strazburga ciuitate. Tunchinashaim.? Uuigfridashaim. 
Gaganhaim. Hantscohashaim !? Ehinhaim. in Falalıabu. in 
Alabrunnen.!® in Barru. Hunzolfeshaim. Hirtunghaim.!8 Hug- 
hilahaim. Niufera. ad Scaca.?! Scaftolfshaim. Karoli. Uoten.?% 
Theotberti. Uuinihardi. Liutharii.?” Ratberti. Emichoni. Thrud- 
harii.®® Ursoni. Odalrichi. Hilticari.° Uuitberti. Starcolfi. 
Nidgarii.’® 

Cod. Dipl. Fuld. num. 89. 

2. Elsass. 4. Fulda. 7. Ober-Schäffolsheim, Ct. Schil- 
tigheim, Landkr. Strassburg. 8. Strassburg. 9. Dingsheim, 
Ct. Truchtersheim, Landkr. Strassburg. 10. Breusch-Wickers- 
heim, Ct. Truchtersheim, Landkr. Strassburg. 11. Gugenheim, Ct. 
Truchtersheim, Landkr. Strassburg. 12. Handschuhheim, Ct. 
Truchtersheim, Landkr. Strassburg. 13. Ober- und Nieder- 
Ehnheim. 14. Walf. 15. Allbronn, Gemeinde Ergersheim, 
Ct. Molsheim, Kr. Molsheim. 16. Barr. 17. Holzheim. 18. 
Hürtigheim, Ct. Truchtersheim, Landkr. Strassburg. 19. Un- 
bekannt, westlich von Strassburg. 20. Niefern. 21. Unbe- 
kannt, nordwestlich von Strassburg. 

280. ‘Traditio Theotharti et couiugis eius de Straz- 

burg‘. 791. 
-  Fulda.3 Baugolf. Theothardus. Ebursuuind.® Baldrud. 
Gotesman. Sundalberti.? Strazburga ciuitate. Karoli. 'Theot- 
hardi.!? Ebursuuinda. Hrihcharii. Hruodmunti.!® Otoni. Theot- 
uuigi. Egilolfi.% Thancholfi. Utoni. Asaph.?! 


Cod. Dipl. Fuld. num. 98. 

2. Strassburg. 3. Fulda. 

281. "Traditio Adalrichi de pago Alsacinse‘. 798. 

Adalrichus.? Otoni. Fulda. Grapfeld.® Baugulfus. in pago 
Alsacinse. Beara.? Alabrunnen. Hirtunghaim. Hiuatinghaim.!? 
Beroldashaim. Uoto. Uodalrichus.!® Karoli. Adalrichi. Uuini- 
hardi.!® Gauuirichi Ercanberti. Liutharii.?! Haioni. Richoldi. 
Theotolfi.2* Immoni. Theotrichi. Asaph ?7, 


Cod. Dipl Fuld. num. 148. 
2 Elsass. 5. Fulda. 6. Der Gau um Fulda. 9. Barr. 
10. Allbronn. 11. Hürtigheim. 12. Hüttenheim, Ct. Benfelden, 
Kr Erstein? 13. Bernolsheim, Ct. Brumath, Landkr. Strassburg. 


— 11 0 — 


282. “Iraditio Tlieotharti pro Adalharto de Alsa- 
eince.3 801. | 

Fulda. Baugolfus. Theothardus.$ Adalhartı. ciuitate Ar- 
gentoratinse. Haidulfeshaim.?” Strazburga ciuitate. Caroli. 
Theotharti.!? Uuolfberti. Berahtradi. Hruodolahi.!® Uuolfhardi. 
Sigiberti. Sigoni.!® Hartnodi. Asaph. 


Cod. Dipl. Fuld. num. 171. 


3. Elsass. 4. Fulda. 8. Strassburg. 9. Heidolsleim, 
Ct. Markolsheim, Kr. Schlettstadt. 

283. 'Traditio Uodalrichi comitis pro se et pro Uoton 
de Alsacia‘.3 803. 

Üodalrichus. Uotoni. Fulda. Baugulfus. in pago Alsa- 
cinse. Heinheitn.? Baläfrid. Tetta Adalman.!? Angilman. 
Hrihhari. Berahtlind.® Gerhart. Theotbirg. Bita.!® Otuuin. 
Hailrat. Gundhari.?! Suuanahilt. Amalhilt. Itisburg.?* Bald- 
suuind. Uualahheri. Theotlind.”” Ratsuuind. Herisuuind. 
Rincholf.3° Salga. Uuaglind. Hetica.?? Unza. Gaganhard. Re- 
ginhart.3® Hiltinc. Uuolflind. Berahtrat.®® Adalrat. Thegan- 
munt. Uuolfheri.*? Herirat. ad Zinzila. Karoli.*° Uodalrichi. 
Beboni. Geroldi.# Udilrichi. Ratberti. Cuniberti.5! Gauuerichi. 
Haimrichi, Nidgarii.°* Hartprahti. Nordolti Hrihbaldi.’® Hruo- 
derati. Haioni. Asaph.‘® 


Cod. Dipl. Fuld. num. 178. 


3. Elsass. 6. Fulda. 9. Hegeney. 44. Zinsweiler. 

284. 'Kartula traditionis Theotbaldi. 803. 

in pago Grapfeld. Uulda.®? Baugulfus. Theotbaldus. Du- 
bileshaim.® Friesenhaim. Hugone. Liutricum.? Theatrada. 
Gozfrid. Tubilesheim.!? Carolo. Theotbaldi. Uuicharii.!? Bes- 
sonis. Uuacharii. Albriei.!% Hildi. Uuacchonis. Adalaici.?! 
Uuolffridi.Ratleici.Asaph.?* Dubilesheim. Friesenheim. Uuacho.?" 


Cod. Dipl. Fuld. num. 179. 
2. Der Gau um Fulda. 3. Fulda. 6. Diebolsheim, 
Ct. Markolsheim, Kr. Schlettstadt. 7. Friesenheim, Ct. Ben- 
felden, Kr. Erstein. 
285. 'Traditio Uualten de Alsacinse‘. 803. 


Fulda.® Ratgarius. Uualto. in pago Alsacinse.* Han- 
Strassb. Studien, 14 


>, 08 = 


schoashaim. Karoli. Uualtoni.? Gauuerichi. Muotharii. Trud- 
harii.!? Eriboni. Meginberti. Chundi.!® Reginoldi. Hadurichi. 
Grimoldi.'® Uualdrati. Fruotharii. Fridurati.?! Asaph. 


Cod. Dipl. Fuld. num. 208. 


2. Elsass. 3. Fulda. 7. Handschuhheim. 
286. 'Traditio Acbuten de pago Alsacinse’. *803. 


Acbuto.3 Uulta. Baugulfus. Leidmareshaim.® Luadleiches- 
haim. in ter Herdi. Hudamareshaim.? Heifanhaim. Uuilare. 
Uualaheshaim.'? Gunzingon. Gunmareshaim. Muorbah.!5 Mu- 
linhuson. Moringeshaim. Offenbah.!8 Merlunghaim. Gotamares- 
haim. Nuzdorpf.?! 


Cod. Dipl. Fuld. num. 188. 


2.. Elsass. 4. Fulda. 6. Leimersheim. 7. Rülzheim. 
8. Hördt, östlich von Landau. 9. Ottersheim? 10. Heffen, 
in der Gegend von Speier. 11. Weyer, in der Gegend von 
Speier. 12. Walsheiın, in der Gegend von Landau. 13. Geins- 
heim, westlich von Speier. 14. Gommersheim, südwestlich 
von Speier. 15. Murbach, Ct. Gebweiler, Kr. Gebweiler. 
16. Mülhausen. 17. Nieder-Morschweiler, Ct. Mülhausen, Kr. 
Mülhausen. 18. Offenbach, östlich von Landau. 19. Merl- 
heim, östlich von Landau. 20. Godramstein. 21. Nussdorf, 
nördlich von Landau. 


287. Traditio Adalberti filii Crosoni de Alsacia‘.? 805. 


Adalberctus. Crosoni. Fulda.* Ratgarius. in pago Mor- 
tingia. Hrenum.? Eorogahaim. Hrodhericus. Scaftolfeshaim.!? 
Karoli. Adalberti. Rihbaldi.!® Uffoni. Eburoldi. Marcrati.'8 
Hildibaldi. Hildicari. Nordolti.”! Adalberti. Asaph. 


Cod. Dipl. Fuld. num. 225. 


3. Elsass. 6. Fulda. 8. Die Ortenau, in Baden. 9, 
Der Rhein. 10. Unbekannt, in der Ortenau. 12. Ober- 
Schäffolsheim. 


— 19 — 


# 


III. DIE NAMEN IN DEN URKUNDEN FÜR MURBACH UND 
; MÜNSTER. 


a. Murbach. 


288. Charta Theodonis de bonis in Hammerstatt Mur- 
bacensi monasterio venditis. 730. 

Romano. Maurobaccus. Theodo.? Hamarisstad. Murbach. 
Theoderieo.6 Theodonis. Sigranni. Odilhardi.? Uuigulfo. Ada- 
landi. Feuuulfi.!? Lantberti. Trodolaigi. Johannes.!® Romano. 


Als. Dipl. num. 11. 

2. Murbach. 4. Hammerstatt, Wüstung zwischen Ru- 
‘mersheim und Blodelsheim, Ct. Ensisheim, Kr. Gebweiler. 

289. Eberhardi comitis Alsatiae sup. charta donationis 
pro Murbacensi monasterio. 731. 

Ebrochardus. Hemeltrudis. Maurobaccus.? Leudigarii. in 
pago Alsacinse. Roınanus.® Petrosa. Leudefrido. in pago Al- 
sacinse.? Montumaco. Theuderico. Ebrochardus.!? Marchrado. 
Biccone. Gundofrido.® Hermenaldo. Raganberto. Childi.'8 
Audoinus. Rodacarus. Jochannig.?! 


Als. Dipl. num. 12. 

3. Murbach. 5. Elsass. 7. Pfetterhausen, Ct. Hirsingen, 
Kr. Altkirch. 10. Unbekannt, in Nordfrankreich. 

290. Literae precariae Hildradi ad Romanum abbateın 
Maurobacensem. 735. 

Maurobaccus. Leudegarii. Hildradus.? in pago Alsacensi. 
Mathinhaim. Annegis uilla.* Eberhardus. Theuderico. Auendo 
castroe®? siue Romaricc. Romanus. Liutoni.!? Guntfredi. 
Marchrati. Uuolframni.!®° Gerhardi. Theudofridi. Cachihardi 18 
Johannes. 

Als. Dipl. num. 13. 

1. Murbach. 4. Elsass. 5. Modenheim, Ct. Habsheim, 
Kr. Mülhausen. 6. Ungersheim, Ct. Sulz, Kr. Mülhausen. 
9. Remiremont, im südlichen Lothringen. 

291. Precaria Hildefredi ad Romanum abbatem Mauro- 
bacensen. 736. 

Romano. Maurobaccus. Leodegarii.? Hildefredus. in pago 

14* 


— 200 — 


Alsacensi. Dorloshaim.® Colobocishaim. Bodenhaim. Uleis- 
haim.? Hunishuus. Hachinhaim. Ercafetilshaim.!? Ensusshaim. 
Rotmarshaim. Eistatis 1°Grosinhaim. Rosuuago. Gonzolinhuus.!8 
Uuarida. Hugilagishus. Ossinhuus.?! Soessas. Eberhardus. 
Theoderico.?* Hildefredo. Sigibodo. Uuicfrido.?? Sigifrido. 
Alperio. 

Als. Dipl. num. 14. 


2. Murbach. 5. Elsass. 6. Dorlisheim, Ct. Molsheim, 
Kr. Molsheim. 7. Kolbsheim, Ct. Schiltigheim, Landkr. 
Strassburg. 8. Wüstung an der Breusch, westlich von Strass- 
burg. 9. Wolxheim. 10. Hindisheim, Ct. Erstein, Kr. Er- 
stein. 13. Enzheim, Ct. Geispolsheim, Kr. Erstein. 14. Ru- 
mersheim, Ct. Ensisheim, Kr. Gebweiler. 15. Stetten, Ct. 
Landser, Kr. Mülhausen. 16. Grussenheim, Ct. Andolsheim, 
Kr. Colmar. 17. Röschwoog, Ct. Bischweiler, Kr. Hagenau. 
18. Gunstett, Ct. Wörth, Kr. Weissenburg. 19. Wörth, Kr. 
Weissenburg. 20. Unbekannt, in der Gegend von Strass- 
burg. 21. Osthausen, Ct. Erstein, Kr. Erstein. 22. Saasen- 
heim? 

292. Donatio Rudmundi clerici ad monasterium Mur- 
bacense facta an. 760. 

Maurbach. Leudegarii. Maurbach.? Baldebertus. Rud- 
mundus. monasterium Maurbacense.® in pago Alsacensi. in 
ullla Lielinse quae uocatur Heloldouuilare.° Pipino. Rud- 
mundi. Skorcii.!” Autberti. Hadune. Uualderi.!®° Guntbaldi. 
Theutberti. Hugiberti.13 Hurolfus. 


Als. Dipl. num. 32. 


1. Murbach. 7. Elsass. 8. Holzweier, Üt. Andolsheim, 
Kr. Colmar. 

293. Traditio Ricbaldi in Alamannia ad abbatiam Mauro- 
bac. an. 760. 

in pago Alzacensi. Leodegarii. Baldobertus.? Richbaldus. 
Alamannia. Cachinga.® Danubium. Zozihuhus. Chresinga.? 
Uuelponi. Uuelponi. Morbach.!? Pipino. Ricbaldi. Benonis.!® 
Manfonis. Mangari. Richbaldi.!® Maganperti. Milonis. Badonis.?! 
Ermpertus. 


— 201 — 


Als. Dipl. num. 33. 


1. Elsass. 5. Das Herzogthum Alemannien, ungefähr 
die heutige deutsche Schweiz, Baden und Schwaben um- 
fassend. 6. Gächingen, südlich von Sigmaringen. 7. Die 
Donau. 8. Sotzenhausen, westlich von Ulm. 9. Griesingen 
bei Ulm. 12. Murbach. 

294. Precaria Herchinildis pro monasterio Murbacensi 
an. 767. 

Hariberto. Morbach. Herchinildis.® in pago Uuormacensi. 
Leutmarasheim. Hysinburc.® in Alsacius. Chefecha. Ragin- 
berti.? Morbach. Herchinildis. Diddo.'? 


Als. Dipl. num. 35. 


2. Murbach. 4. Wormsgau. 5. Laumersheim, südwest- 
lich von Worms. 6. Eisenberg, südwestlich von Worms. 
7. Elsass. 8. Epfig, Ct. Barr, Kr. Schlettstadt. 

295. Traditio Uuiteriei et coniugis eius Holdasindae ad 
monasterium Maurobacense. 768. 

Morbach. in pago Alzacensi. Haripertus.? Uuitericus. 
Holdasinda. Leodegarii.® in pago Alsacensi. Annghiseshaim. 
Uuolfrigeshaim.? Uuitericus. in fine Erasso. Holdasinda.'? 
Uuigeri. Leobulfo. Uuolflaigo.'®” Raghinramno. Adelberone. 
Uanonis.!8 Adelberone. Perghmanno. Anghise curte.?! Uuite- 
ricus. Hilduuini. Asduardi.?* Pipino. 


Als. Dipl. num. 36. 


1. Murbach. 2. Elsass. 8. Ungersheim. 9. Pulvers- 
heim, Ct. Ensisheim, Kr. Gebweiler. 11. Unbekannt, in der 
Gegend von Ensisheim. 

296. Traditio Uualdradae ad monasterium Maurobacense 
in uilla Annghishaim an. 772. 

Uualdrada. Gauspaldus. Morbach.? Leudegarii. in pago 
Alsacensi. Haribertus.® Annghishaim. in pago Alsacensi. Leude- 
garius.? Mile. Fachinam. Leudegarius.!? Annghishaim. Karolo. 
Uualdradane.5 

Als. Dipl. num. 44. 


3. Murbach. 5. Elsass. 7. Ingersheim, Ct. Kaisersberg, 
Kr. Rappoltsweiler. 11. Die Fecht, Nebenfluss der Il. 


— 202 — 


297. Traditio Uuilliarii campi sui in Ratherishaim ad 
Monasterium Maurobacense. 774. 

Uuilliarus. Theutbergane. Morbach.? in pago Alzacensi. 
Leodegarii. Haribertus.® in pago Alzacensi. Ratherishaim. 
Uuilfiarius.? Theutarius. Uuigarius. Leodegarii.!? Gebunuuilare. 
Karoli. Uuilliari.’ Uuillifridi. Uualberti. Uualberonis.!® Gran- 
noldi. Sigismundi. Hardolfi.2! Starculfus. 


Als. Dipl. num. 48. 

3. Murbach. 4. Elsass. 8. Rädersheim, Ct. Sulz, Kr. 
Gebweiler. 13. Gebweiler. 

298. Randolfi charta venditionis bonorum in Fezinhaim 
an. 778. 

Isanberthone. Randolfus. in pago Alzacensi.® Fezinhaim. 
Fezinhaim. Karoli.&6 Francorum. Longobardorum. Randolfi. 
Uuolfarii. Uuialberti. Ascheriei.!? Ganfridi. Hartgousi. Hildi- 
baldi.!° Chroso. Randolfi. 


Als. Dipl. num, 55. 

3. Elsass. 4. Fessenheim, Ct. Ensisheim, Kr. Gebweiler. 

299. Precaria Aschirici ad Amichonem abbatem Murbac. 
an. 784. 

Amichone. Morbach. Aschiricus.? in pago Alsatzense. 
Agaishaim. Arabacshaim.® Barunuuilare. Leodegarii. Karolo.? 
Amicho. Uuolfchardus. Egerius.!'? Gunthelmus. Uuoto. Hat- 
baldus.!'® Luduuinus. Alponi. Odalrici.!® Ronfridi. Hilduuini. 
Rodperti.”! Tadperti. Balduuini. Germundus.?* 


Als. Dipl. num. 60. 

2. Murbach. 4. Elsass. 5. Aexbruck in der Gemeinde 
Ober-Burnhaupt, Ct. Sennheim, Kr. Thann. 6. Erbsheim, 
Wüstung zwischen Ober- und Nieder-Aspach im Kr. Thann. 
t. Bernweiler, Ct. Sennheim, Kr. Thann. 

300. Traditio Herbolfi in Rateshaim ad abbatiam 
Maurobacensem an. *786. 

Herbolfus. Leudegarium. Morbach.3 Rateshaim. Sum- 
phone. Achiberti.6 Amoloni. Leodegarii. Feldkirche.°. Car- 
olo. Francorum. Longabardorum.!? Herbolfi. Saladionis. 
Hilfcheri.5® Herbolf. Haginonis.. Guntheri.!® Hatgeri. 
Theobaldi, Theodardus.?! 


— 203 — 


Als. Dipl. num. 58. 

3. Murbach. 4. Rädersheim. 5. Der Sumpfenbach im Ct. 
Ensisheim. 9. Feldkirch, Ct. Sulz, Kr. Gebweiler. 

301. Charta venditionis Wolfardi et Hudonis in Ann- 
gishain pro monasterio Murbacensi an. 786. 

Amichone. Fricarius. NRudo.? Uwuolfardus. Hudo. 
Anngishaim.® Sunfone. Hudonis. Haidonis.? Leodegarii. 
Morbacensis. Feldkyrchio.!? Karolo. Francorum. Longo- 
bardorum.5 Uuolfard. Hudonis. Uuolfcaus.18 Hilderici. 
Theutbaldi. Ahhone.?! Leodil. Adalbertii. Theodardus.* 


Als. Dipl. num. 61. 

6. Ungersheim. 7. Der Sumpfenbach. 11. Murbach. 
12. Feldkirch. 

302. Venditio Wolfhardi et Hadwini duorum camporum 
in Ballonevillare et Wingishaim ad monast. Murbac. 786. 

Amichone. Fruaradone. Uuolfhardus.® Haduuinus. Ballo- 
neuillare. Leodegarii.& Morbacensis. Uuingishaim. Hagine- 
rici.? Feldkircha. Karolo. Francorum.!? Longobardorum. 
Uuolfardi. Haduuini.® Autberti. Herinbaldi. Hiltepalti.!8 
Helfeni. Soaboni. Adalhardi.?! Beroni. Theodardus. 


Als. Dipl. num. 62. 


5. Bollweiler, Ct. Sulz, Kr. Gebweiler. 7. Murbach. 
8. Wünheim, Ct. Sulz, Kr. Gebweiler. 10. Feldkirch. 

303. Precaria Adumari et conjugis ejus Starchildis ad 
Sindbertum, abbatem Murbacensem. 789. 

Sindberto. Morbach. Leodegarii.3? Adumarus. Starhildis, 
in pago Alsacensi.€ Adumarus. Starhildis. Leodegarii.? Hadu- 
marus. Starchilde. Starechildis.” Hadumarus. Karolo. Sin- 
bertus. # Ogo. Gamalbertus. Agilmarus.'® Raginhardus. 
Raginhadus. Gunthelmus.?! Samuel. Ghisloldus. 


Als. Dipl. num. 63. 


2. Murbach. 6. Elsass. 

304. Charta donationis Udalrici pro monasterio Mur- 
bacensi. 789. 

in pago Alsacensi. Muorbach. Leudegarii.? Sintpertus. 
Udalricus. in pago Alsacensi.® Mattenheim. Amalrico, Muor- 


_ — 204 — 


bach.? Karoli. Francorum. Longobardum.!? Udalrici. Adalrici. 
Uuisiriei.!° Reginhoi. Uualdeperti. Altradi.!® Albgeri. Egil- 
olfi. Uuicherici.?! Gisalrichi. Amalbertus. 

Als. Dipl. num. 64. 

1. Elsass. 2. Murbach. 7. Modenheim. 

305. Precaria Theathardi ad Sindbertum episcopum 
et abbatem Murbac. pro loco Finstatinse. 790. 

Sindberto. Morbach. Theathardus.? in pago Alsacensi. 
in Finstatinse. Theotbertus.® Uuolftruda. Uuolfinum. Mor- 
bach.” Karoli. Francorum. Longobardorum.!? Sindbertus. 
Gamalbertus. Ugo.!® Ötachar. Eghilmarus. Achilhardus.'® 
Theodingus. Samuel. Amalbertus.?!1, 

Als. Dipl. num. 65. 

2. Murbach. 4. Elsass. 5. Pfastatt, Ct. Mülhausen, 
Kr. Mülhausen. 

306. Charta traditionis pro abbatia Maurobacensi. 791. 

Morbach. Leodegarii. Karolus.® Ingilmaro. Regingerus. 
Regingerus.® Morbach. in pago Pfefferauga. Roabach.? Agil- 
marus. Leodegarii. Morbach.'? in pago Alsacensi. Zullines- 
haim. in marca Flachlantisse.° Rupertus. Gebenuuilare. 
Regingeri.!® Ysanharti. Adalgarii. Apponi.?! Uueniloni. Hu- 
perti. Ermberti.?* Heriolfi. Carolo. Eburgerus.? 

Als. Dipl. num. 67. 

1. Murbach. 8. Perouse bei Belfort. 9. Roppe (Rop- 
pach) bei Belfort. 13. Elsass. 14. Zillisheim, Ct. Mülhausen. 
15. Flachslanden, Ct. Landser, Kr. Mülhausen. 17. Gebweiler. 

307. Precaria Hartaldi ad Sindbertum episcopum et 
abbatem Maurobac. 792, 

Sindperto. Morbach. Hartaldus.? Puoba. in pago Alsa- 
censi. Hetannerloh.® Achiltiheim. Reginhardus. Sigifridus.? 
Marcolfus. Caroli. Francorum.!? Longopardorum. Hartbaldi. 
Puoba.!® Mietoni. Sigolfi. Uuolfkeri.!® Uualtperti. Theuthardi. 
Meginoldi.?! Richolti. Richhardi. Hartpaldus.?! 

Als. Dipl. num. 66. 

2. Murbach. 5. Elsass. 6. Hettenschlag, Ct. Neu-Brei- 
sach,- Kr. Colmar. 7. Weckolsheim, Ct. Neu-Breisach, Kr. 
Colmar. | 


ns a FE a u 
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— 205 -- 


308. Traditio Waharii vinese in marca Ongirnhaim ad 
monast. Murbac. 794. 

Uuaharius. Leodegario. Karolus.3 Ongirnhaim. Ongirn- 
haim. Karolo.6 Francorum. Longobardorum. Uuaharii.? Lu- 
bone. Helpuini. Bozharii.!? Achiolfi. Theotgarii. Mariloni.'5 
Uuelfridus. 

Als. Dipl. num. 68. 

4. Ingersheim. 

309. Traditio Amalrichi ad abbatiam Maurobacensem. 794. 

Leodegarii. in pago Alsacensi. Murbach.3 Aighilmaro. 
Leodegarii. Amalricho.* in pago Augustgauginse. in fine 
Methininse. in fine Strentze? Maurbach. Leudegarii. Me- 
lina.!® Amalrichi. Uualtherii. Ebonis.’®° Uuilliberti. Ahaberti. 
Adalruno. Uualdmanni. Altchiso. Caroli.?! Francorunı. 
Longopardorum. 

Als. Dipl. num. 69. 

2. Elsass. 3. Murbach. 7. Der Gau um Augst, östlich 
von Basel. 8. Muttenz, Ct. Baselland. 9. Unbekannt, in 
der Gegend von Basel. 12. Möhlin, Ct. Aargau, am Rhein. 

310. Traditio Hatonis et Raginboldi in Paneinhaim ad 
abbatiam Maurobac. 795. 

Leodegarii. Gerohus. Hato.? Raginboldus. Suabritonis. 
Pancinhaim.® Pancinhaim. Caroli. Francorum.? Blitgrani. 
Raginboldi. Sichihardi.’? Hiltboldi. Hartperti. Ratpert.!5 Hart- 
perati. Cramari. Hutonis.!® Uuolfhoc. Heriradi. Uuelandus.?! 

Als. Dipl. num. 70. 

6. Banzenheim, Ct. Habsheim, Kr. Mülhausen. 

311. Traditio Hichonis in Gebunwilare ete. ad mo- 
nasterium Maurobac. 796. 

Hicho. Anzonis. Morbach.®? Leodegarii. Geroldus. 
Gerohus.® Gebunuuilare. Tudinhaim. Hicho.? Gebunuuilare. 
Karolo. Francorum.!? Tongobardorum. Hichone. Anzonis.! 
Altmanni. Uuolfarii. Adolfi.1° Cristiano. Uuolgrimi. Hun- 
duini.?! Angilboldi. Uuellandus. 


Als. Dipl. num. 71. - 


3. Murbach. 7. Gebweiler. 8, Didenheim, Ct. Mül- 
hausen, Kr. Mülhausen. 


— 206 — 


312. Traditio Folewini et Cremhildis conjugis ejus ad 
abbatiam Maurobac. 796. 

Morbach. Gerhohus. Folcuuinus.® Cremhildis. Uual- 
darses. Baroneuillare.d® Gebunuilare. Karol. Francorum.? 
Longopardorum. Folcuuini. Uualdperti.!? Cremhildi. Helpuini. 
Angilboldi.'® IHiltiperti. Uuillifridi. Nordperti.3 Hiltifridi. 
Uuellandus. i 

Als. Dipl. num. 72. 


1. Murbach. 5. Vauthiermont (Waltersberg), in der 
Nähe von Belfort. 6. Baronsweiler, Ct. Dammerkirch, Kr. 
Altkirch. 7. &ebweiler. 

313. Traditio Egilmari in Othmareshaim et in Sowanes- 
haim ad monasterium Murbacense. 801. 

Egilmarus. Leudegarii. Muorbach.® Fridericus. Egil- 
marus. in pago Alsacense.#° ÖOthmareshaim. Souuaneshaim. 
He:ibodi.? Othmareshaim. Herunchaim. Egilmari.!? Folradi. 
Meginfridi. Hartmanni.!® Alarici. Uotonis. Liutoldi.!8 Li- 
berati. Folradi. Rippoldi.?! Thietonis. Friderici. Aramberti.?* 
Ruthardi. Meginuardi. Liutoldi.?” Folradi. Dauidi. Engil- 
garius.®° Karolo. 

Als. Dipl. num. 73. 


3. Murbach. 6. Elsass. 7. Othmarsheim, Ct. Habsheim, 
Kr. Mülhausen. 8. Sausheim, Ct. Habsheim, Kr. Mülhausen. 
11. Ober- und Nieder -Hergheim, Ct. Ensisheim, Kr. Geb- 
weiler. 

314. Precaria Egilmari etc. de villa Cresheim in pago 
Brisachgaginse. 805. 

Kerhoh. Egilmar. Folcholt.? Uuanbrecht. Nothicho. 
in pago Brisachgaginse.6 Cresheim. Karoli. Francorum.? 
Uuichardi. Ramingi. Uualthcarii.!? Throtberti. Rechoni. Ecki- 
hardi.15° Otuini. Richardi. Adalnoti.!3 Samuhel. 


Als. Dipl. num. 74. 


6. Der Breisgau. 7. Griesheim, in der Gegend von Alt- 
Breisach. 

315. Traditio Ratlindis in villa Ostheim ad abbatiam 
Maurobacensem, ejusdemque charta precaria pro rebus tra- 
ditis. 811. 


— 207 — 


Leudegarii. Guntramnus. in pago Alsacensi.? Ratlind, 
in pago Alsacensi. Hosthaim.® Alboldo. Osthaim. Karolo.? 
Ratlind. Alboldo. Nortberti 2? Herimot. Uuadalger. Ebarolt.!5 
Angilbold. Uuolfberti. Uua:lalrich.' Adalberti. Uuazilo. 
Uuadalheri.?! Sigimar. Guntramne. Morbach.?! Ratlind. in 
pago Alsacensi. Hosthairn.?? 


Als. Dipl. num. 76. 


3. Elsass. 6. Ostheim. 24. Murbach. 

316. Charta commutationis inter Geroldum comitem et 
Sigismarum abbatem Maurobac. 829. 

Geroldum. Bebone. Sigismaro.? Geroldus. Bebone. 
Morbach.® in ducatu Alsacensi. Theotbertouuilare. Rotruda.? 
Souuinashaim. Herimannus. Matenhaim.!” Bartenhaim. Fla- 
boteshaim. Sigismarus.!° Geroldo. Bebone. in ducatu Alsa- 
censi.'® Uuitanhaim. Uuicbertus. Gisalbertus.?! Geroldi. Be- 
bone. Flaboteshaim.’* Luduuuici. Geroldi. Bebone.?? Biricho. 
Uuolfhart. Ruotlant.?° Hadomannı. Uuachari. Richuuart.33 
Leolf. Freleich. Ezzilo.? Adalricho. Adalbert. Heido.%, 
Amulrihe. Teothart. Uuillihelm.* Helmolf. Eboroni. Ar- 
noldus.* ' 


Als. Dipl. num. 90. 


6. Murbach. 7. Elsass. 8. Liebenzweiler, Ct. Hüningen, 
Kr. Mülhausen. 10. Sausheim. 12. Modenheim. 13. Barten- 
heim, Ct. Landser, Kr. Mülhausen. 14. Blotzheim, Ct. Hü- 
ningen, Kr. Mülhausen. | 

317. Charta commutationis servorum cum abbate Mur- 
bac. Sigismaro factae. 835. 

Othardus. Leodegarii. Murbach.? Othardum. Sigmar. 
Muorbach.€ Ludouico. Hartmanno. Othardum.? Gerardum. 
Othardam. Hiltibaldo.’? Hartmanno. Richmar. Tegenhart.!5 
Uuolfheida. Hilciaco. Ludouici.'® Hildibaldus. Uuolfhard. 
Rato.?! Eriuarti. Ramberti. Udalrich * Heido. Herold. 
Haeto.?2? Frideg: Otlier. Nordpret.3° Herimund. Regenbret. 
Jungman.3® Uuato. Theotpret. Meginold.3® Arnoldus. 


Als. Dipl. num. 94. 
3. Murbach. 17. Illzach, Ct. Habsheim, Kr. Mülhausen. 


— 208 — 


b. Münster. 


318. Bodali charta donationis bonorum in Heidelsheim 
pro monasterio 8. Gregorii. 748. 

Bodalus. Hugone. Gherhauho.® in Uageso. Pachinas. 
Agoaldus.® Hodulfeshaim. Balduinus. Childerici.? Bodalo. 
Hucberto. Ercanberto.!? Starculfo. Ghisalmondo. Libulfo.15 
Haimberto. Uuarinulfo. Herchanberto.!8 Sigherhamno. Bebo. 
Rodaccius.?! 


Als. Dipl. num. 15 = 671. 


4. Die Vogesen. 5. Die Fecht. 7. Heidolsheim. 

319. Sigfridi dynastae in Alsatia litterae ad filium 
Altmannum, quibus monasterio Gregoriano plurima bona 
assignat, 768. 

Altımanno. Sighifridus. in pago Alsacinse.? Sigolt marca. 
Radbaldouilare. Bercheim.® Altheim. Saxones. Heiderheim.? 
Fetzenheim. Anghisehaim. Tessinheim. * 'Tunginisheim. 
Heruncheim. Heruncheim.!° Heruncheim. Heruncheim. Sighi- 
frido.® Liutghero.. Sighimundo. Marcoldo.?! Uuoluino. 
Horscuino. Eboruuino.?* Raffaldo. Bero. Pippino.° Hurulfus. 


Als. Dipl. num. 37. 


3. Elsass. 4. Sigolsheim, Ct. Kaiserberg, Kr. Rappolts- 
weiler. 5. Rappoltsweiler. 6. Bergheim. 7. Wüstung im 
Ct. Kaisersberg, Kr. Rappoltsweiler. 8. Ober-Saasheim, Ct. 
Neu-Breisach, Kr. Colmar. 9. Heiteren, Ct. Neu-Breisach, 
Kr. Colmar. 10. Fessenheim. 11. Ungersheim. 12. Dessen- 
heim, Ct. Neu-Breisach, Kr. Colmar. 13. Dinzheim, Wüstung 
bei Heiligenkreuz, Ct. Colmar, Kr. Colmar. 14. Ober- und 
Nieder-Hergheim. 

320. Donatio Richini in Columbaria monasterio $. Gre- 
gorii facta. 865. 

Phachina. in pago Alsacinse. Berahetoldus.? Richimi. 
Adalrici. in marcha Columbaria.® Hlothario. Richini. Kerolt.? 
Herimar. Richini. Cozbold.!? Berather. Uuichart. Thietmar.‘5 
Berahctoldus. 


| Als. Dipl. num. 675. 
1. Die Fecht. 2. Elsass. 6. Colmar. 


— 209 — 


Anhang. 
Die Namenin der Urkunde für St. Gallen. 


321. Podal schenkt an St. Gallen seine Besitzungen in 
Habsheim, Kembs und Rodulfouilare, nebst zwei Hörigen. 757. 

Podalus. sancti Gallonis. Stainhaha.? in pago Dur- 
gaugense. Audemarus. in pago Alsazas.®° Habuhineshaim. 
Campiduna. Rino.? Chambiz. Rodulfouilare. Amalghisus.’2 
Uuinifridus. Chambiz. Podal.® Gisalmundo. Uuerinulfo. Te- 
zone.!® Libulfo. Starchulfo. Haimberto.?! Arnulfus. Pippini. 


U. B.d. Abtei St. Gallen, I, num. 21. 


2. St. Gallen. 3. Das Flüsschen Steinach bei St. Gallen. 
4. Der Thurgau. 6. Elsass. 7. Habsheim, Kr. Mülhausen. 
8. 10. Kembs. Ct. Habsheim, Kr. Mülhausen. 9. Der Rhein. 
11. Riedisheim, Ct. Habsheim, Kr. Mülhausen’? 


ALPHABETISCHES VERZEICHNIS DER IN DEN 


URKUNDEN ENTHALTENEN GAU-, ORTS-, FLUSS- 


UND WALDNAMEN, 


— ln 


(Die Ziffern geben die Ordnungsnummer der jeweiligen Urkunde un ) 


A 


Achenheim 291. 
Aginoniuilla 173. 

Albe 4—7. 15. 21—23. 
Alemannien 293. 
Allbronn 279. 381. 
Altapetra 4—7. 30—32. 
Altenheim 111. 112. 119 
Altheim 319. 
Appenhofen 119. 129. 
Arnolfsau 273. 
Hohen-Asperg 243. 
Assweiler 36—38. 
Hoh-Atzenheim 169. 268. 
Au 253. 


Audweiler 4 - 7.10. 12. 13.30-1:32. 


35. 87. 156. 
Auenheim 241. 
Augstgau 309. 
Aunulfouilare 53. 54. 
Avenheim 124. 
Aexbruck 299. 


B. 
Bacourt 4—7. 
Banzenheim 310. 
Bärendorf 37. 38. 262—261. 
Barousweiler 312. 


I} 
i 
| 
| 
| 
! 
\ 
| 
i 
| 
| 


Barr 244. 279. 281. 

Bartenheim 316. 

ula Bassoniaca 20. 

Battenheim 61. 

Batzendorf 17. 

Behlenheim 161. 

Beinheim 51. 52. 78. 110—112. 
114. 207. 226. 

Berg 23. 34. 37--39. 45. 105. 106. 
184. 229. Einl. „Quellen“, I 

Bergbieten 241. 

Bergheim 71. 319. 

Bernolsheiın 281. 

Bernweiler 299. 

Berstett 92. 

Bessingen 96. 97. 

Bettweiler 26. 251. 252. 

Biberbach 4-7. 30. 31. 

Biberkirch 42. 240. 

Biblisheim 110—112. 114. 138. 
147. 160. 247. 257. 

Billigheim 2. 

Bilwisheim 113. 188. 

Bissersheim 111. 112. 115. 161. 

Bissert 4—7. 

Bleienheilm 71. 

Bliesgau 271. 

Blotzheim 316. 


_— MA 


Bochildingas 85. 
Bodenheim 13. 18. 291. 
Bollweiler 302. 
Bolsenheim 267. 
Bosselshausen 258. 208. 
Brandelfingen 155. 
Breisgau 314. 
Breuschwickersheim 279. 
Brumath 107—109. 239. 
Buchsweiler 46. 162. 246. 
Burgaltdorf 96. 97. 
Burgheim 62. 63. 

©. 
in Chatenheime 7I. 
Chiersy 241. 
lagus Chludulfus 36. 
Colmar 320. 


D. 

Dackenheim 110—112. 115. 

Dagsburg 265. 266. 

Dahlenheim 268. 

Dangolsheim 93. 137. 

Dannstadt 100. 

Dauendorf 71. 84. 110—112. 115. 
117. 128. 132. 161. 206. 214. 217. 

Dengelsheim 125. 

Dessenheim 319. 

Dettweiler 161. 1%. 203. 244. 

Deubaci, Deopacis, Theotpaecis, 
Theotbach 20. 36—39. 

Didenheim 311. 

Diebolsheim 284. 

Dingesheim 279. 

Dinsheim 7. 275. 

Dinzheim 319. 

Domnon 156. 

Donau 293. 

Donnenheim 117. 132. 143. 161 

Dorlisheim 291. 

Drulingen 26. 

Dunzenheim 67. 119. 187. 

Dürningen 44. 72. 174. 177. 

Dürrenlogelnheim 71. 

Dürstel 37. 38. 57 58. 251. 252. 
260. 261. 


211 


— 


E. 

Alt-Eckendorf 71. 77. 116. 143. 
182. 

Ober- und Nieder-Ehnheim 276. 
279. 

Eichel %. 25. 26. 34. 36—39. 43. 
85. 184. 

Eichelgau 85. 

Eisenberg 294. 

Elsass 1. 2. 11. 14. 18 19. 24. 
27. 41. 44. 46. 48. 50. 52. 57. 
dN, 61. 63—68. 70 - 84. 86. 88— 
92. 98--106. 110—112. 114— 
119. 121. 123—125. 129. 131— 
133. 1385—154. 157. 158. 160— 
166. 171—176 178. 181-183. 
187— 192. 197—203. 205 —208. 
210—212. 215 - 222. 225 - 227. 
230. 231. 235. 237—239. 241— 
250. 253—258. 265 --270. 275 — 
279. 231—- 283. 285—287. 289 — 
299. 303 - 307. 309. 313. 315. 
316. 319—321. 

Enzheim 291. 

Eorogahain 287. 

Epfig 294. 

in fine Erasso 295. 

Erbsheim 299. 

Ergers 256. 

Kraut-Ergersheim 276. 291. 

Ermenbertouilare 30—32. 

Ersdorf W. 

Eschweiler 36-38. 

Ettendorf 98. 

Ettingen 192. 

F. 

Fecht 296. 318. 320. 

Feldbach 68. 92. 215. 255. 

Feldkirch 300—302. 

Fessenheim 298. 319. 

Fimbach 19. 

Flachslanden 306. 

Fladaha 130. 

Flaumareshaim 161. 

Forstfeld 80. 118. 241. 245. 


Hoh-Frankenheim 93. 110-112. 
118. 119. 129. 212. 234. 241. 
245. 

Freialtdorf 37. 38. 

Freinsheim 110—112. 114. 
161. 

Fridolsheim 275. 

Friesenheim 284. 

Fröschweiler 244. 

Fulda 275. 277. 279—287. 


115. 


G. 


Gächingen 293. 

St. Gallen 321. 

Gambsheim, Einl. „Quellen“ I. 

Geblingen 12. 21—23. 

Gebweiler 297. 306. 311. 312. 

Geinsheim 286. 

Geisweiler 110— 112. 161. 

Gölucourt 170. 179. 180. 185. 186. 
204. 

Genheim 275. 

Godramstein 229. 286. 

Gommersheim 286. 

Görlingen 8. 9. 

Görsdorf 1—3. 17. 19. 24. 61. 6d. 
70. 79. 91. 102. 110-112. 139 
165. 166. 199. 203. 211. 

Graenberege (Graenberge) 110 - 
112. 

Grapfeld 278. 281. 284. 

Greningen 167. 168. 

Griesheim 249. 253. 314. 

Griesingen 293. 

Grussenheim 291. 

Gugenheim 279. 

Gunstett 291. 

Gunzweiler 4—7. 


H. 


Habsheim 321. 

Haboudange 185. 186. 

Hambach 20. 25. 26. 34. 3. 39. 
43 —45. 12. 184. 229. 

Hammerstatt 288. 

Handschuhheim 279. 285. 


212 


Hassloch 110—112. 115. 
Hatten 230. 238. 
Heffen 286. 
Hegeney 73. 283. 
Heidolsheim 282. 318. 
Heiteren 319. 
Herbizheim 35. 
Ober- nnd Nieder-Hergheim 71. 
313. 319. 
Heringen 60. 
Herlisheim 75. 125. 
Hermlingen 264. 
Herxheim 110—112. 115. 120. 
Hessen 4—7. 224. 262. 263. 
Hettenschlag 307. 
Hilbesheim 28. 95. 
Hindisheim 291. 
Hochfelden 238. 
Hochstadt 231. 
Hochstett 40. 117. 
Hochwald 57. 58. 72. 
Hohweiler 70. 121. 
Hölschloch 68. 
Holzheim 255. 279. 
Holzweier 29. 
Hönheim 73. 
Hördt 286. 
Houoltesheim 258. 
Hufgauue 253. 
Hughilaheim 279. 
Hugilagishus 291. 
Hürtigheim 279. 281. 
Hüttendorf 208. 
Hüttenheim 281. 


I. 


Ienul 72, 

Illzach 317. 

Imlingen 4—7. 30-32. 105. 106. 

Ingenheim 67. 

Ingersheim 278. 296. 308. 

Ingweiler 71. 

Innenheim 50. 

Johanns-Rohrbach 4—7. 30-32. 
127. 

Ischbach 16. 18. 28. 33. 60. 95. 


Issenhausen 67. 
Ittenheim 71. 
Ittlenheim 71. 

. K. 
Karlebach 110—112. 115. 120.231. 
Kembs 321. 
Kienzheim 277. 278. 
Killstett Ein]. „Quellen“ I. 
Kimbach 194. 
Kirweiler 39. 72. 258.265.266. 268. 
Knittelsheim 231. 
Kogenheim 71. 142. 
Kolbsheim 291. 
Kossweiler 161. x 
Krastatt 65. 66%. 
: Kröttweiler 71. 
Kühlendorf 205. 207. 231. - 
Küttingen 134, 156. 193. 
Kutzenhausen 7]. 86. 


L. 

Lachen 115. 120. 

Laumersheim 294. 

Lauter 2. 4- 6. 9. 10. 14. 36 - 39. 
45. 48-51. 55-59. 61. 62. 

64-70. 72. 73. 75-17. 84. 85. 

87. 88. 90. 92. 94. 96. 99. 101. 
111. 112. 114—117. 119—121. 

123-127. 129. 131 —133. 135 — 

137. 140. 143. 145. 147—1Öl. 
154. 155. 157-159. 161—168. 
165—167. 170—172. 174-176. 
178. 180—182. 186—196. 198 — 
200. 203—205. 207. 210. 211. 
213-217. 221. 223—227. 229. 
230. 233-237. 240. 242--245. 
248. 254. 257. 258. 265. 266. 
268. 269. 271. 

Leimersheim 115. 161. 286. 

Lembach 78. 83. 86. 90. 93. 117. 


133. 135-137. 140. 141. 146. 


148. 151. 158. 163. 169. 171. 
173. 176-178. 191. 201. 202. 
205-208. 227. 269. 
Liebenzweiler 316. 
Littenheim 110—112. 124. 
Strassb. Studien, 


Lixhausen 268. 
Lohr 254. 
Lörchingen 4—7. 
Lorenzen 27. 32. 
Ludolfespedu 184. 
Lupstein 67. 
Lustadt 110—112. 
Lützelstein 20. 


M. 


Mackweiler 16. 18. 33. 228. 
Ober- und Nieder-Magstatt 192. 
Mainz 258. 
Malaucourt 49. 
Manileure 67. 
Mannisi 4—7. 
Marlenheim 71. 138. 
Marsal 47. 134. 204. 259. 
Masebah, Masenaim, Masenheim, 
Musenhaim 111. 112. 115. 120. 
Matzenheim 57. 
Meistratzheim 71. 161. 190. 256. 
Merkweiler 104. 
Merlheim 286. 
Mietesheim 71. 73. 83. 
Minwersheim 14. 48. 71. 77. 158. 
Mitschdorf 89. 203. 211. 
Mittelbronn 20. 34. 36. 43. 184. 
Modenheim 290. 304. 316. 
Moder 11. 71. 161. 
Ober- und Nieder-Modern 110 -- 
112. 114. 115. 161. 190. 208. 253. 
Möhlin 309. 
Molinauua 72. 
Monsweiler 30. 31. 269. 
Montumaco 289. 
Morschweiler 107. 128. 
Nieder-Morschweiler 286. 
Moselgau 4—7. 
Mülhausen 286. 
Münchhausen 254. 
Mundatwald 64. 
Mundini, Munduni, Mundune4d— 7. 
Murbach 286. 288—297. 299307. 
309. 311—313. 315--317. 
Muttenz 309, 
15 


N. 
Französische Nied 4—7. 
Niederbronn 244. 


Niefern 57. 59. 72. 161. 258. 279. 


Nitting 264. 
Nussdorf 286. 


O. 
in Offenbaci 9. 
Offenbach 28b. 
Offenheim 71. 
Ohlungen 71. 219. 239. 270. 
Olenchaim 71. ' 
Olwisheim 188. 
Ortenau 2937. 
Östhausen 291. 
Östheim 277. 278. 315. 
Osthofen 2. 131. 
Othmarsheim 3183. 
Ottendorf 192. 
Öttersheim 231. 286. 
Ottweiler 29. 264. 


P. 
Paderborn 277. 272. 
Perouse 306. 
Petersbach 264. 
Pfaffenbronn 53. 54. 71. 
Pfaffenheim 67. 
Pfastatt 305. 
Pfetterhausen 289. 
Pisdorf 16. 18. 36. 
in Plitharesdorpfe ö0. 


Preuschdorf 41. 64. 70 71. 76, 

88. 89. 99—101. 104. 108—112. 
197. 
208. 218. 225. 244. 


123. 138. 

193. 200. 

247. 
Pulversheim 295. 


R. 
Rädersheim 297. 30V. 
Rappoltsweiler 319. 
Reichenweier 278. 
Reiningen 248. 
Remiremont 290. 
Rhein 253. 267. 273. 287. 321, 


149. 161. 190. 


214 


Riedheim 161. 

Riedisheim 321. 

Riesweiler 271. 

Rinnsdorf 16. 18. 28. 32. 39. 69. 
196. 213. 228. 236. 

Ringeldorf 222. 237. 

Ringendorf 268. 

Rocksheim 126. 

Rodalben 37. 38. 

Rohr 145. 

Rohrbach 2. 119. 

Roppe (Roppach) 306. 

Röschwoog 291. 

Rosheim 276. 

Rothendorf 195. 

Rott 78. : 

Rottelsheim 117. 132. 143. 210. 
250. 

Rülzheim 115. 120. 

Rumersheim 291. 


S. 


' Saar 30. 31. 35. 


Saarburg 20. 240. 

Saargau 4—T. 10. 12. 18. 20. 22. 
23. 25. 30—33. 36—39. 42. 44. 
45. 49. 55. 60. 69. 72. 87. 95. 
127. 134. 155. 156. 167. 168. 
179. 180. 194—196. 213. 223. 
224. 228. 229. 236. 240. 248. 
251. 252. 264—266. 

Ober-Saasheim 319. 

Saasenheim 142. 291. 

Säsolsheim 62. 72. 145. 

Sauer 1. 19. 24. 61. 72. 110. 

Saulheim 111. 112. 120. 126. 

Sausheim 313. 316. 

Scaca 279. 

Schaffhausen 123. 150. 161. 190. 
208. 

Ober-Schäffolsheim 279. 287. 

Schalkendorf 116. 172. 189. 

Schwarzach 273. 

Schwindratzheim 53. 54. 

Seille 259. 

Seillegaun 4—7. 21. 30-32. 35. 


47. 96. 97. 105. 106. 127. 156. 
159. 170. 185. 186. 193. 204. 
259. 

Selzbach 70. 

Semheim 11. 130. 216. 231. 233. 
235. 249. 253. 

Sesenheim 125. 

Sieweiler 10. 

Sigolsheim 319. 

Sotzenhausen 243. 

Speierdorf 115. 120. 122. 

Speiergau 2. 4—6. 10. 27. 36 - 39. 
45. 47—51. 55. 56. 62. 64. 68— 
10. 72. 73. 75. 78. 80. 82. 83. 
85. 87. 88. 92. 94. 99. 100. 108. 
109-112. 115—117. 119. 120. 
122. 126. 127. 129. 131. 134. 
135. 137. 143. 150. 152-154. 
157. 159. 161. 162. 175. 176. 
178. 180. 187. 190—195. 204. 
205. 210. 211. 213—216. 218. 
221. 223—231. 233-235. 237. 
240. 242. 244. 245. 247. 248. 
258. 269. 270. 275. 

Steinach 321. 

Stetten 291. 

Stotzheim 154. 175. 

Strassburg 41. öl. 53. 54. 62. 68. 
114. 161. 272—274. 279. 280. 
282. Einl. „Quellen“ I. 

in fine Strentze 309. 

Sulz unterm Wald 53. 54. 71. 
110—112. 115. 

Sumpfenbach 300. 301. 

Surburg 100. 


T. 
Klein-Tänchen HN. 


uilla Teurino (Theurino) 16. 18. 


Thurgau 321. 
Tiefenbach 37. 38. 
Trier 204. 
Türkheim 71. 


U. 
Uhlweiler 161. 208. 


Uhrweiler 71. 94. 98. 107. 115. 
161. 242. | 
Ungersheim 290. 295. 301. 319. 
Ungstein 29. 96. 110—112. 115. 
120. 
Urbach 155. 
Urenuilare (Uruniuuilare) . 223. 
224. 
V. 


Vauthiermont 312. 
Vogesen 2. 4-6. 20. 55. 56. 318. 
Volgelsheim 71. 


W. 
in Uuacbacho (Uacbacho) 37. 38. 
Walf 71. 244. 276. 279. ‘ 


Walk 117. 132. 148. 

Wulsheim 286. 

Wultersberg 312. 

Wangen 72. 

Uuanzesheim 115. 120. 

Uuarigas 27. 

Uuassensteine 184. 

ad Uuatinausa 87. 38. 

Weckolsheim 307. 

Weissenburg 1. 2. 4—27. 29—31. 
33—62 64—92. 94—112. 114 — 
127. 129—137. 139— 145. 197 — 
151. 153— 157. 159— 163. 165 — 
168. 170—176. 178— 208. 210 — 
2360. 262. 264 -- 271. 

Weitbruch 75. 

Uueroldesuuilare 208. 209. 

Westhofen 65. 66. 73. 131. 265. 
266. 

Weyer 286. 

Weyersheim 114. 

Wiebersweiler 55. 

Wingen 72. 

Uingibergus (Uuingibergas) 37. 
38. 

Wintershausen 220. 221. 

Winzingen 115. 120. 

Wiwersheim 124. 150. 
256. 


161. 208 


15° 


Wolfskirchen 251. 252. 

Wöllenheim 67. 

Wolxheim 65. 66. 291. 

Worms 161. 242. 244. 245. 251— 
253. 275. z 


Wormsgau 120. 126. 152. 161. 164. 


231. 2%. 
Wörth 291. 
Wünheim 302. 


216 





2. 
Zehnacker 65. 66. 
Zeiskam 110—112. 
Zellerbach 4—1. 30. 31. 
Zillisheim 306. 
Zinsweiler 73. 81. 283. 
Zorn 27. 44. 244. 
Zorngau 40. 
Zutzendorf 161. 269. 


GRAMMATIK DER URKUNDEN. 


nn 


I. DIE WEISSENBURGER URKUNDEN. 
Vocalismus. 


1. Der Umlaut. 


Wenn man die Fälle, in welchen Umlaut eintreten kann, 
schlechthin zählt, so mögen die umgelauteten Formen den 
unumgelauteten die Wage halten, und zwar laufen beide 
Arten in höherem oder geringerem Masse durch die ganze 
Urkundenreihe neben einander her. Es wäre indess verfehlt, 
hieraus einen andern Schluss ziehen zu wollen, als den, dass 
der Umlaut schon zu Anfang unserer Periode sich Eingang 
verschafft. — Ein sehr grosser Teil der nicht umgelauteten 
Formen nun entfällt auf den Namen des Elsasses (in pago 
Alisacinse, Alsacinse, Alisacia 115.31), eine Form, welche, früh 
latinisiert, typisch blieb, ein noch grösserer auf die latinisier- 
ten zweiten Bestandteile der Composita, welche so gegen 
Veränderungen ziemlich geschützt waren. Diese beiden Wort- 
classen können also nur als Beweismittel zweiten Ranges 
gelten. Dass in einigen Fällen sogar sie dem Umlaute er- 
legen sind, zeugt für das starke Eindringen des Letzteren 
(Leibherio 44.13; Uuicherii 114.24; Albherio 188. . ı6, 216. ı6; 
Elisacinse 226.10, 230.11, 250.10, 258.10; Uuertherii 258.7; 
Ratherii 253.68). Im Allgemeinen sei hier noch bemerkt, 
dass in den elsässischen Urkunden sich viel mehr Latini- 
sierungen finden, als in den St. Galler, Freisinger und Fuldaer, 
und zwar auch da mehr in den älteren, als in den jüngeren. — 


— 218 — 


Wir gehen zur Darstellung der einzelnen Lauterscheinungen 
über. 


I. Bis zur Mitte des 8. Jh.überwiegen die un- 
umgelauteten Formen bedeutend. 


Unter 61 Urkunden finden sich umgelautete Formen 
[wir geben nur ganz sichere Belege] bloss in 14, davon aus- 
schliesslich in num. 34: Herimuat, Racheri, Uuinidheri, Lant- 
heri, überwiegend in num. 44 (Heriuuinus, Leibherio, Heri- 
uuino: Alisazense). Die übrigen Fälle des Umlautes sind: 
Reginfridus 2.21; Heriberti 2.38, 3.20.21; Reginbodo 5.58, 
12.18; Reginberto 52.21; Reginhario 57. ı3, 58.13; Reginberto 
65.25; Reginbraht 66.25; Erbo 78.26; Reginberti 80.9; Selp- 
heri 82.12. Mit einziger Ausnahme von Erbo sind es also 
nur die Stämme, resp. Compositionsteile regin (7 Mal) und 
heri (11 Mal), in denen der Umlaut eingetreten ist. Dagegen 
die nicht umgelauteten Formen: 


a. Ohne Latinisierung: Zacione 2.22; Charirigo 4.44, 
5.44; Raginbodi 4.45; Chariauuino 23.12; Chariuuino 30.28; 
Hariuuini 32.21; Charibode 35.16; Chariuino 35.26; Aginoni 
36.18; Uuarinchildis 36.38; Charilindis 36.42; Agino 39. ıe; 
Harione 41.21; Plitharesdorpfe 50.12; Charilaigo 56.11; Fa- 
ginhildis 56.17; Alihild 56.34; Angilane 57.14; Hariberto 
57.325 Angila 58.14; Hariberti 58.32; Raginbodus 59.13; 
Charinca 60.12, haribanno 64.26; Arbione 68. ı9; Hariberto 
72.45; Hariricho 73.39, 75.21; Harioifesuilla 75.12; Agiharius 
79.7.13; Hariuuini 83.6.13; Harihulfo 83. ıo. 


b. Mit Latinisierung: Alisacinsae 1.12, 2.16, 11.7, 27.e, 
58.10, 59.8; Alisacinse 17.10, 19.7, 48.9, 50.11, 52.7, 57.10 
65.14, 66.14, 75.10, 76.10, 78.11, 83.75 Alıisacinsi 19.7, 77.9; 
Alisazinsae 41.s; Alisazinse 46.8; Halisacinse 63.8; : Rum- 
harii 1.27; Uualtharii 2.36; Uuilliharii 2.39, 3.15; Uuachario 
4.565 Uuacario 6.56; Uuicarius 7.42; Chrodoharius 8.10; 
Ratharius 11.12; Theutario 12.9; Racharius 14.19; Raccharius 
16.27; Sigychario 19.15; Grerharius 19.21; Lantcharius 21.14; 
Sigichario 24.8; Sighichario 24.16; Setharius 29.24; Lutarü 
35.185 Hutharıi 36.51; Chlutharii 38.23; 'Theotcharius 47.e, 
61.16; Theotcharii 47.15; Madalharius 50.14; Uuitharius 52.9; 


— 219 — 


Theotharius 61.20, 76. ıe, 78.28, 81.15, 83.17; Erpharius 64.7; 
Thiotcharius 71.62; Agiharius 79.7. 13. 

Selbst wenn wir von den latinisierten ganz absehen, 
ergeben sich gegenüber den 21 Fällen mit Umlaut 35 unum- 
stössliche ohne denselben in 34 Urkunden, und betreffend die 
Stämme ragin (2 Mal), hari (11 Mal in der Form hari, 9 Mal 
als chari), agi (2 Mal), agin (2 Mal), angil (2 Mal), arbi (2 Mal), 
je einmal die Stämme zazja, uuarin, fagin, ali. 

Es scheint also, da sich gegen die Unverdächtigkeit von 
num. 34 und 44 Nichts einwenden lässt (über num. 2—=Z. 
num. 38 vgl. die Anmerkung), der Umlaut, welcher sich schon 
von Anfang an, ja in den 690° Jahren verhältnissmässig 
häufiger, als in den fünf ersten Jahrzehnten des 8. Jh. (na- 
mentlich von 700—720) findet, zuerst an dem Stamme ragin 
(mindestens 6 umgelautete Formen gegen 2 unumgelautete), 
sodann in geringerem Masse an hari seine Wirkung ausgeübt 
zu haben. Im Ganzen ergibt sich, dass in dieser Periode die 
Zahl der unumgelauteten Formen diejenige mit Umlaut um 
das Doppelte, wo nicht um das Dreifache, übersteigt. 

II. 750—780. Umgelautetes a: 84.16, 85.18, 87.27, 
89.17. 18, 91.12, 92.12, 94.17, 96. 15.17.26. 42.44.50, 98.16, 102.5. 
ı2, 104. 10. 19.26, 107.14, 108.9. 13. 14. 15. 18.20, 109. 9.13.14. 15. 18. 21, 
110.49. 50, 111.63. 78. 90. 111.154.159, 112. 11.28. 152. 157, 114.13. 24. 
26, 115.15, 117.39. 50.66.71.72, 120.25.32, 121.13.21.25, 122.12, 
123.14. 18, 124. ı8, 125. 12, 128. ı9, 131.5. 14. 22.23, 132.35, 1383. 11. 
15.18.26.29, 137.35, 138. 16.24, 140.16, 142.20, 143.28, 144.23, 
145.17, 146.9.17: 86 Fälle auf 38 Urkunden. 

Ohne Umlaut. a. Rein deutsche Formen: 94.7. 12, 
96.33. 37. 56.67, 97.18, 99. ı7, 104.21, 110.12.24.28.30, 111.13. 26. 
30. 32. 56.152.153, 112. 24. 30. 54. 61. 88.150.151, 114. 11.12, 117. 14. 37. 58, 
120.18, 122.11, 125. 10.17, 127.20.30.31, 128.56, 129.21, 130. ı7, 
131.10, 132. 18.20.28, 133. 13.17, 139.14, 142.5.15: 51 Fälle auf 
22 Urkunden. 

b. Von den latinisierten Formen kommen auf den Namen 
des Elsasses 34 Belege in ebensoviel Urkunden, auf den 
Stamm -— hari 48 Belege. 

Der Umlaut ist also bereits im Vordringen 
begriffen, sein Verhältniss zu den altertümlicheren Formen 


— 220° — 


stellt sich ungefähr auf 3:2. Lehrreich sind die Wörter: 
Reginharius 96. +2, Uuerinhario 96.50, mit Umlaut im ersten, 
ohne Umlaut im zweiten, latinisierten Teile der Zusammen- 
setzung; in num. 111.15: Engiberto, im gleichen Stücke aber 
auch Angilsuinde (12), Thrudheri (78): Harioldus (26), Haries- 
haim (30), Harigundis (56); dagegen haben wir in der mit 
num. 111 identischen, vom nämlichen Schreiber ausgefertigten 
num. 112: Engilsuuinda (11), Engilberdo (152), Engilberto (157), 
Herigesheime (2s) : Hariolfus (2), Harigundis (5); Uuerin- 
berto (111.63) ist hier Uuarinberto, Reginlinda (111.0) Ra- 
ginlindi, Thrudheri (111.78) Trudhario, wieder ein Beweis 
unter vielen von dem Erstarren der altertümlicheren Formen 
im fremden Sprachgewande. 117.71 Recho : Racchione in der 
gleichen Urkunde; 125.12 Albheri: Hariolueshaim (125.10), 
131.5 Heribertus : Haribertus (131. ı0), 132.35 Heririh : Hari- 
berto (132.20). | 

Die hier speciell angezogenen Urkunden stammen aus 
den Jahren 774—776 und sind von drei Schreibern geschrieben, 
deren einer, Geroinus, nach den Formen der ebenfalls von 
ihm geschriebenen num. 99 und 129 zu urteilen, kein Freund 
der Neuerung gewesen zu sein scheint. Sein Schwanken in 
num. 111 und 112 zeigt, welche Ausdehnung der Umlaut 
schon gewonnen hatte. Im Gegensatze dazu ist der Schreiber 
Uuolfhardus dem e zugetan (vgl. num. 108 = 109, a. 772). 
Dies zusammengehalten: mit der Unentschiedenheit der gleich- 
zeitigen Schreiber Cadualus (num. 117, 131, 132) und Uualdi- 
richus (num. 125), lässt uns den Schluss ziehen, dass die 
ersten Jahre der Regierung Karls d. Gr. ungefähr den Zeit- 
punct bilden, in welchem in der Orthographie der Weissen- 
burger Mönche umgelautetes und unumgelautetes a sich die 
Wage hielten, immerhin bereits mit einigem Uebergewichte 
der neuern Formen. 

III. Das folgende Jahrzehnt (780 - 790) weist 
den. entschiedenen Sieg des Umlautes auf; wir 
zählen in zusammen 52 Urkunden über 60 Beispiele des 
Umlautes gegenüber 20—30 ohne denselben, welche sich 
obendrein auf nur 8 Stämme verteilen. Bevorzugung der 
nicht umgelauteten Formen findet sich nur in num. 164 (als 


_ 21 — 


Anhängsel von num. 161 geschrieben von dem schon erwähn- 
ten Schreiber Geroinus) und allenfalls in num. 175. Das 
Gegenteil zeigen die num. 155. 171, 176, 180, 186, 190, 196. 
Hier ist unter drei Schreibern Adallandus vornehmlich Träger 
der neuen Richtung. Einmal ist ei statt e geschrieben: 
Eigilrat 190.66. Im Ganzen können wir sagen, dass während 
dieses Zeitraumes von zehn Jahren der entgegengesetzte 
Process sich vollzieht, wie in der ersten Hälfte des Jahrhun- 
derts: der Umlaut überwiegt um das Doppelte oder Dreifache. 

Von790 an istder UmlautRegel, unumgelautete, 
nicht latinisierte Formen finden sich nur noch ausnahmsweise: 
Hachiolfo 204.3, Uuinidharesdorf 220.8, 221.11, Gundhari 
233.24, Rathari 244.53. In diese Periode fallen auch die 
von uns zu Anfang dieses Abschnittes schon aufgeführten la- 
tinisierten Formen mit Umlaut. 

Angesichts dieser Entwicklung drängt sich uns die Frage 
auf, ob wohl die Oıthographie mit der lebendigen Aussprache 
gleichen Schritt gehalten habe, mit anderen Worten, ob a 
statt e noch geschrieben worden sei zu einer Zeit, wo das 
Letztere allein gesprochen wurde. Da uns hierüber ein 
directer Bericht nirgends überliefert ist, können wir nur aus 
analogen Verhältnissen der Gegenwart, nämlich aus unserer 
Mundart, welche nicht die Stabilität der Schriftsprache besitzt, 
einen ungefähren Schluss ziehen. Ausdrücke, welche vor 
zwanzig, ja vor zehn Jahren noch allgemein üblich waren, 
sind im Aussterben begriffen, wir hören und verstehen sie 
wohl noch in dem Munde älterer Leute, aber selbst ge- 
brauchen wir sie nicht mehr. So wird es auch im 8. Jahrh. 
im vorliegenden Falle ergangen sein. In den drei letzten 
Jahrzehnten desselben mag die altertümliche Form aus dem 
Sprachbewusstsein des Volkes noch nicht völlig geschwunden 
sein, sonst wäre sie in der Schrift da, wo keine Latinisierungen 
vorliegen, doch nicht so häufig angewendet worden; dass sie 
aber noch wirklich gesprochen ward, dürfen wir schwerlich 
annehmen. Das heisst: Die Entwicklung der Laute in der 
Aussprache geht der gleichen Entwicklung in der Schrift um 
etwa zwanzig Jahre voraus. Unter den merowingischen 
Königen mag die alte Form auch in der Aussprache noch 


- 22 — 


den Vorrang besessen haben, unter Pipin fand der Umschwung 
statt, und zu Karls d. Gr. Zeit können wir die Neuerung als 
gemeingiltig betrachten. 


2. Gothisch ö, Althochdeutsch ö, oa, ua, uo. 


Wie den Umlaut, so finden wir auch die Diphthon- 
gisierung des langen Vocals der a-Reihe gleich zu An- 
fang schon eingedrungen. Bis zum Jahre 743 
findet sie sich indess nur vereinzelt: Uädalgarius 
2.28 (die völlige Authenticität des Textes dieser Urkunde ist 
zweifelhaft), Chroacus 6.57, Muoduni 14.14, Ruadolt 17. ıe, 
Ruadung 34.50, Uadalbald 34.53, Chroacario 56.13 (oder ge- 
hört das erste a zum zweiten Compositionsteile ?), Chroad- 
mundo 56.15, stuafa 64.25, Ruadhartus 73.3. Ganz sicher 
also 2.0, 1 uo, 5 ua — 6 Stämme in 7 von etwa 70 Ur- 
kunden. -—- Wenn nun auch bei den Belegen für den Mono- 
phthong in manchen Fällen über die Länge des Vocals Zweifel 
walten können, so ergibt sich für denselben doch eine grosse 
Mehrheit: Chrodoinus 1.28; Bodegislus 2.20, Godone 2. 2+, 
Rodoaldi 2.32, Chrodoaldi 3.10, Bobuniuillare 4. ıs, 5,17, Bo- 
derido 4.40, 6.40, Chroccus 4.57, 5.57, 7.43, Bodorido 5. 40, 
Bobuniuilare 6.ıs, Babuneuillare 7.ı2, Bodiridu 7.28, Chrodo- 
harius 8.10, Chrodoaldus 8.12, Crodoinus 9. ı2, Sonechone 
10.10, Cruccus 12.24, 13.17, Dotone 13.9, Crodouuinus 14. ıe. 
Bossold 14. ı7, Chrodoinus 15.26, 16.25, Chroccus 16. 14. 15, 18.16, 
Chrocus 18.17, Rodoinus 19.16, Udalrade 19.17, Radoinus 
20.35, Chrodoinus 22.2, 26.25, 27.13, 30.35, 31.38, 33.22, 35. 29, 
36.2, 37.2.24, 38.2.24, Chrodinus 22.16, Rodini 27.4, Odalrihi 
27.17, Corodoinus 28.20, Odolchramno 28.17, Boboni 29.23, 
Crodoinus 32.24, Odileramno 33.17, Hrodoinus 34.3, Rodoinus 
34.9.24.33, 39.23, Rodoini 34.11, Radoinus 34.21, Sonilindis 
26.44, Chrodoino 36.52, Turestodolus 37.10, Roduni 37.30, 
38.30, Turestolda 38. 10, Chrodouuini 41.14, Radouuino 41.ıe, 
Radoino 41.23, Chrodoaldo 43.3, Chrodoaldus 43.e, Chlodo- 
inus 44.17, Chrodouuinus 45.9, Chrodoino 47.3, Bobo 47.10, 
Babo 47. ı4, Raderici 47.17, Godini 47.19, Chrodoberti 47. 21, _ 
Odololfo 48.17, Odilbert 52.22, Chrodouuigus 53. ı3, Crodouui- 


— 223 — 


gus 54.13, Chrorioho 56.24, Torestodelus 57.21, Dorestotelus 
58.21, Chrodoinus 60.2, 69.22, Rodoinus 60.10, Radoinus 
61.5.15, Radoino 61.16, Hodolberto 62.24, Odalberto 63. ıe, 
Udone 65.26, 66.26, Uuldromodihaime 67.13, Uualtchrogo 
70.26, Chrotuuigi 71.e, Moduinouuilare 71.15, Olenchaim 71.17, 
.Oda 71.31.35, Chrodius 71.34, Chrodoldesuuilare 71.9, Odane 
71.44.50, Chrodione 71.48, Chroduuigo 71.49, Odalricho 71.55, 
Modenesheim 73.27, Uuiecobrocho 75.11, Odalberto 75.17. 

Selbst wenn wir die in häufiger Wiederholung unmittel- 
bar hinter einander auftretenden Namen nur je einmal rechnen, 
so erhalten wir eine etwa dreifache Zahl von Beispielen des 
Monophthongs, welche sich auf 13 Stämme verteilen. In 
num. 14 (a. 711) haben wir Muoduni gegen Crodouuinus, 
Bossold, in num. 34 (a. 716) Ruadung, Uadalbald gegen- 
über Rodoinus, num. 73 (a. 742) Ruadhartus gegenüber Mo- 
denesheim. Die Entwicklung des Diphthonges stand in dieser 
Zeit ungefähr auf derselben Stufe wie die des Umlautes; 
doch scheint sie noch früher um sich gegriffen zu haben, 
wie eine Gegenüberstellung der beiden Appellativa haribanno 
und stuafa in num. 64 zeigt. 

Zu beachten sind ferner folgende Formen: Babuneuillare 
(7.12), Radoinus (20.35; 34.21 neben Rodoinus, Ruadung), 
Raduni (38.30), Radouuino (41.16), Radoino (41.23), Babo 
(47.4 neben Bobo), Raderici (47. ı7), Radoinus (61.5. 15), Ra- 
doino (61.16). Diese Schreibung tritt auch in der Folgezeit 
auf. Phonetisch deutet sie auf die helle Aussprache des ö 
hin, grammatisch mag sie mit dem alemannischen und bai- 
rischen oa, welches sich hier nur ganz-sporadisch findet, den 
Uebergang zu ua, uo darstellen. Doch lässt sich die Ent- 
faltung dieses ä in den elsässischen Namen lange nicht mit 
der des oa in Baiern und Alemannien vergleichen; sie ist im 
Gegenteil mehr als eine. Ausnahme zu betrachten. 

Ob ü in Cruccus (12.34, 13,7), Udalrade (19.27), Udone 
(65.26, 66.26) eine Verdunkelung des ö, oder aber eine Con- 
traction, oder endlich eine mangelhafte Schreibung für uo, 
ua bezeichnen soll, mag dahingestellt bleiben. Thatsächlich 
finden sich in den angezogenen Nummern neben f wohl ö, 
aber keine Diphthonge. 


— 224 — 


Il. UVebergangs-Zeit 745 —765. 6 resp. ä, fi: 
Odalhardus 78. 7, Lonenbocho 78.10, Hodalhar 78.19, Mu- 
tuinouilari 83.8, Drogone 86.19, Bodone 87.21, Odalhario 
Y4.8, Cruduino 94.10, Udalricho 94. ıs, Odilbaldo 95,27, Coc- 
manno (für Oröcmanno?P) 96.13, Rodoldus 96.35, Odolfus 
96.541, Liutroho 96.52, Gundoroho 96.57, Badgisingas 97.;, 
Chrodingo 97.15: 17 Fälle in 8 Stämmen. Dagegen Di- 
phthong: Lonenbuah 78.15, Buabo 78.24, Lonenbuhah 83. 9, 
Fruatuni 83.15, Lonenbuacho 86. ı3, Lonenbualı 90.8, 93.9, 
Ruadberto 94.13, Muathario 96.22, Buatgisingas 96.39, Rua- 
dingo 96.63: 11 Fälle auf 6 Stämme. — Eigentümlich ist 
die Beobachtung, dass die Formen des Stammes hröd, welche 
ua eingeführt haben, auch die Aspirata im Aulaut wegstossen, 
während die alten ö und h in einer Art Wahlverwandt- 
schaft zu stehen scheinen. 

Il. Von der Mitte der sechziger Jahre ab 
ist der Diphthong Regel. Wir finden bis 779 höchstens 
18 6 (als ü: Brumagad 109. ı6, Udalharius 128.27; 00: Root- 
trudi 112.119) gegenüber 58 ua (davon 13 uo, deren grössere 
Hälfte in num. 112, während in der gleichlautenden und von 
dem gleichen Schreiber verfassten num. 111 ua herrscht); 
von 780—792 hebt sich der Gebrauch des ö (ä: 141.14, 159.e, 
171.5.18, 173.20, 178.24, 191.23, 207.25, davon 6 auf den 
Namen Rading; ü: 151.17, 160.235 oo: Roodsteino 138. 15), 
indem etwas über dreissig Beispiele zu verzeichnen sind, frei- 
lich immer gegen 49 ua und 11 uo. 

Im 9. Jahrh. ist ö eine ziemlich seltene Ausnahme: Odo 
209.3, Hroduini 228. ı5, Hrodoinus 229. ı7, Hrodungi 229. 11.19, 
Oduni 230.31, Odalhart 232.7, Raduni 235.26, Odolrih 
238.21, 242.28, Rorione 244.33, Uuigroh 244.39, Hrodouuino 
248.23, Uten 254.11, Hodilonus 259.19, Uuigiroh 270.16. Es 
sind also im Wesentlichen nur die Stämme hröd und beson- 
ders ödal (verkürzt öd), welche sich gegen die Diphthongi- 
sierung noch sträuben. Diese letztere ist in diesem Zeit- 
abschnitt vertreten durch 59 ua und 18 uo, welch letztere 
Variation nur in den num. 244, 260, 251 überwiegt. 

Von der Mitte des 8. Jahrh. an haben wir demnach ua 
als regelrechten Vertreter der a-Länge anzusehen. Diese 


— 223 — 


Schreibung übertrifft das anderswo übliche uo drei bis vier 
Mal. oa, als überhaupt nur ganz am Anfang in zwei Exem- 
plaren vertreten, kommt gar nicht in Betracht, und auch ä, 
welches im Ganzen höchstens zwanzig Mal erscheint, kann 
als dessen Stellvertreter beim besten Willen nur als anormal 
gelten. - 

Accente, wohl um den Diphthong im Anlaute von 
wa zu unterscheiden, finden sich in Uadalgarius 2.2s, Uädal- 
harti 104. ıı, Uadalrih 148. ı6, 214.24, Uada 160.12, Uaädalrih 
218.25, Uadalbald 222.1, Uado 246.2, Uädalraht 245.7, 
Uödo 254. 15. 


3. Diphthonge. 
ai: ei. 

In der Entwicklung von ai zu ei können wir im Wesent- 
lichen vier Perioden unterscheiden. 

I. Bis 773 überwiegt ai mit mehr als der 
doppelten Zahl von Belegen (74 ai gegen 82 ei). 
Der jüngere Diphthong beherrscht nur einzelne Urkunden 
(17: 712, 53 : 737, 73: 742). 

II. 774— 779. ai: 111.22. 23. 24. 25. 28. 30. 34. 35. 39. 40. 61. 77. 
80.122, 1172.21. 22. 23. 26. 32. 33. 35. 36. 59. 75. 78.120, 114. 13. 15.17, 115. 
22, 119. 15.14.15, 120.11.33, 123.19, 124.10.14, 125.9. 10.11, 
126.16, 127.29, 129.10, 130.8, 132.17: 46 Fälle in 14 Ur- 
kunden; dagegen ei: 111.19.37.80, 112.20. 28.37.38. 78, 114. ı7, 
115.15. 16.17. 22.23. 24.26.27.28, 117.36, 118.8, 120.13. 18.19.20. 35, 
126. 17.18, 128. 4.9. 11.13.16. 18. 21.24.26. 32.34.37, 131.16, 137. 16: 
41 Fälle in 11 Urkunden. In dieser Zeit sind also beide 
Schreibweisen ziemlich gleich stark vertre- 
ten. Bezeichnend sind: Bainencheim 111.so, 112.78, Freines- 
haim 114.17, Frainesheim 115.23. 

IH. Zwischen 780 und 792 ist aizwar schon 
in derMinderheit, aber nochhäufigvertreten: 
wir zählen 18 Fälle gegenüber 31 ei. Auch hier fehlt es 
nicht an den für eine Uebergangszeit charakteristischen 
Mischungen: Gerleiheshaimmarca 139.9, Frainesheim 161. 37, 
‚ Meistreshaim 190. ıs. 


— 226 — 


IV. Nach dieser Zeitist aidem ei vollstän- 
dig unterlegen, es finden sich nur noch: Haimrich 210.2ı, 
Semhaimomarcu 233.9», Semhaiın 235. 14, Franchenhaim 245.14, 
Haimrih 257.6. ı7, Aiinrico 259. 15. 

Noch sind folgende Besonderheiten zu erwähnen: 

1. Alter Diphthong vor r anstatt der späteren Ver- 
engung zu &: Gairelaigo 2.14 (*696), Gairoaldo 8.4 (700), 
Airigo 10.17 (700), Uulcheiro 72.26 (742), Bertcheiro 72. zs 
(742). Zu Beginn des 8. Jahrh. scheint also dieser Process 
der Monophthongisierung im Elsass in seiner Vollendung be- 
griffen gewesen zu sein, die Formen mit & überwiegen schon 
bedeutend. — Einen weiteren Beleg für die eben ausge- 
sprochene Ansicht gewähren die vereinzelten Schreibungen: 
Gaerlaigouilla 24.9, Gaerlaigouilare 64. ı0, Gaelsinda 33. e. ı,. 

2. ag für ai. Unchesstagni 29.14, Lupfinstagni 67. ıo, 
Batsinagmi 67.11, Hischaigitisagıni 67.12. Zu beachten ist, 
dass in all diesen Fällen in der Sylbe nach dem palatalen g 
ein i folg. Urkunde num. 67, in der sich übrigens auch 
sechsmal die Endung -haime findet, ist in Mandeure, also 
ausserhalb des Elsasses, ausgestellt. Weitere Beispiele s. 
J. Grimm „Geschichte der deutschen Sprache* I, 2. Aufl. 
S. 390. 

3. Contraction zu ä: Alolachus 19.e, Alolacho 19.13, 
Adolacho 24. ı9, Hamerico 51.18, Gerlagesuuilare 70. ı7, Pluen- 
hame 17.47, Banenhaim 111.22, Gerlachestorf 112.17, Banen-. 
cheimmarca 112.20, Hlidhamomarca 124.11, Radolfeshamo- 
marca 143.14, Nandolalı 208.54, Fridulah 236.21. | 

4. Contraction zu &: Hemirih 54.23, Geluni i00.3ı, 
Beninhaim 114.15, Maralegia 138.10, Scalchenheinmemarca 
189. 13. 

Je weiter wir in der Zeit vorrücken, desto mehr er- 
löschen alle diese Eigentümlichkeiten. 

Hier mag auch der Ort sein, das gegenseitige Verhält- 
nis der identischen Stämme gör und gär zu beleuch- 
ten. Einfach kommen dieselben in unseren Urkunden nicht vor, 
sondern nur in Zusammensetzungen, sei es als Bestimmungs- 
sei es als Grundwort. Was nun den Stamm als ersten Com- 
positionsteil betrifft, so ist ger (resp. in ältester Zeit gair) 


— 27 — 


alle Zeiten hindurch Regel, für gär finden sich nur folgende 
Belege: Gariulfus 29.s, Garouuart 54.26, Garoinus 102, 15, 
110.54, 130.19, Garomanno 142.2‘, Garaman 186.14, 225.28, 
235.32; und auch von diesen ist nur Garoinus unbedingt 
sicher, die übrigen (auch Gariulfus?) gehören ihres Auslautes 
a oder o wegen vielleicht eher zu garo, paratus. 

Steht ger als Grundwort, so ist vor Allem zwischen 
latinisierten und deutschen Endungen zu unterscheiden. La- 
tinisiert finden sich bis zum Jahre 763 33 -garius gegenüber 
4 -gerus (bis 737, von da bis 774 fehlt -gerus überhaupt). 
Nach 763 aber verschwindet -garius plötzlich, und taucht nur 
noch in den num. 228 (a. 807), 258 (a. 840), 260 - 263 (846) 
sporadisch wieder auf, hier aber neben -gerus oder neben ' 
den deutschen Endungen, wie wir denn bereits überhaupt 
bemerkt haben, dass Letztere im Laufe der Zeit beinahe die 
Alleinherrschaft erringen. Eine Endung -gerius findet sich 
fast niemals, umgekehrt aber ebensowenig -garus. Dieses 
sonderbare Factum, zusammengehalten mit dem Umstande, 
dass 61.20, 71.62, 76.16, 81.15, 83.17 -garius offenbar mit 
-harius verwechselt ist, legt uns die Vermutung nahe, dass 
-garius aus falscher Analogie nach -harius gebildet sei. Als 
Letzteres dann vom Umlaute angegriffen zu werden begann, 
war auch des Erstern Schicksal entschieden, nur gieng sein 
Sturz viel schneller vor sich, weil es eben nur eine gelehrie, 
nicht in der Sprache selbst wurzelnde Form war. | 

Ohne lateinische Endung figuriert als zweiter Compo- 
sitionsteil immer ger. Für einen hochdeutschen Stamm gär 
bleibt uns (von -garius abgesehen) also schliesslich nur Ga- 
roinus als Beleg, und da wird die Vermutung, auch diese 
Form sei aus falscher Analogie mit dem mehrfach vorkom- 
menden Haroinus hervorgegangen, nicht zu kühn sein. Auf 
jeden Fall hat gär, wenn es in der Sprache überhaupt neben 
gör angewandt wurde, bei den Hochdeutschen nur eine dürf- 
tige Existenz behauptet. 

au. 

Es ist Regel, dass au im Ahd. vorn, r,h,s,d, t, z 
in 6 übergeht. Immerhin lässt sich auch in dieser Contraction 
der allmälige Fortschritt verfolgen. 


_— 1235 — 


Bis in dieMitte des 8. Jahrh. ist au im Vor- 
sprunge (bis 712 sogar ausschliesslich; in den 40er Jahren 
dringt allerdings 6 schon mächtig ein): Austondorphe 2. ı5, 
Raurebacya 2. ı2, Audouuino 4. ıe, 6. ı6, Launarigo 4.29, 5,28, 
6. 29, Audoino 5. 15, Auduini 7.10, Launrigu 7.23, Auduuino 
9.3, 10.2.7, Audoneuillare 12,8, Audoninse 12.11, 13.5, Au- 
doinus 15.r, 20.8, Gauciberto 15.2, 20.18, 26.16.26, 31.37, 
Laurentione 27.9, Auduino 29. e.7, Audebaldi 29. ıs, Audo- 
aldi 29.20, Audoinouilla 31.17, 32.11, Hautberti 34.18, Au- 
doinga 35.9, Autberto 45.17, Aunulfouilare 53.8, 54.7, Au- 
douino 56.3, Auttrudi 57.19, Gautsaldo 67.27, Autperta 73. 2ı. . 


ö (man ist hier allerdings oft im Unsichern, ob der am 
“häufigsten vorkommende erste Compostionsteil öd eine Ver- 
kürzung aus aud oder aber aus ödal darstellt, welch letzterer 
Fall hier natürlich nicht in Betracht kommt): Otram 17. ı9: 
Ötune 24.30, Odune 20.32, 26.21, Otgarius 21.11, Odunensi 
25.16, Otinarus 26. 4.18, Odouuinouilla 30.15, Otacar 34. 28. 39, 
Otini 34.36, 46.16, Oduni 36.60, 38.32, Odoni 37.32, Oduinus 
44.16, Otricus 55.21, Choualdo monte 57.12, 58.12, Ottrude 
58.19, Otberti 59.17, Gozbraht 66.24, Loria 72.14, Houaldo- 
monte 72.22, Cotsane 72.27, Hohenheim 73. as, Lonenbocho 
78.10, Lonenbuah. 78.15, Gozbert 80.19, Otmar 81.14, Lor- 
ancenhaim 82.10, Lonenbuhah 83.9, Gozolt 83. ıe. 

Zu bemerken sind die vereinzelten Schreibungen Fao- 
laico 3.14, Gaosbodi 34.17, Gaciberto 25.14, Atune 45.15. 


Von 753—763 wiegt ö vor, doch behauptet 
au noch iımmer seinen Platz: Audheide 87. ı3, Autines- 
haim 87. ıe, Lauht 95.5, Lauta 95.16, Bertalaus 95.24, Aut- 
gero 25.25 gegen Lonenbuacho 86. ıs, Otsindis 87.5, Otsinde 
87.20, Gozbraht 88. ıs. Otgarius 89.20, Lonenbuah 90.s, Lo- 
nunbuah 93.9. 


Von 764 an ist au .in den oben erwähnten Verbin- 
dungen Seltenheit: Gauzhildi 112.51, Gautbertus 155. ıe, 
Autinga marca 156.10, Gautpertus 180. ır, Gautsricus 180. ı3, 
Gauperto 204.35, Gaussaltus 259.7. 


Der Diphthong wird durch au wiedergegeben. Die 
verschwindend wenigen Fälle der Schreibung ou sind: Slou- 


229 — 


olf 133.25 (a. 777), Bliasahgouuue 271.7 (a. 861), Bliasah- 
gouue 771.13. 


Gotisch iv. 


Wir haben zu unterscheiden zwischen dem iu, welclies 
im Mhd. ebenso geschrieben wird und in der Aussprache den 
zweiten Bestandteil entschieden bevorzugt, und zwischen 
demjenigen, welches zu ie wird. — Was das erstere betrifft, 
so kommt sozusagen nur der Stamm liut in Betracht. Er 
wird immer mit in geschrieben, einzelne wenige Ausnahmen 
abgerechnet. Diese sind: Leudinus 22.26, Leudoinus 23.20, 
36.64, Leutriho 56.27, Leutfridus 73.32; Leodaldus 8. ıs, 
Leodobertus 8.17, Leodoinus 34.20. Als Besonderheit ist an- 
zumerken die Bezeichnung in num. 34: Ludiger (sı), Ludi- 
munt (59). Ausserdem gehören noch hieher: Niufaras 57. ıı, 
Niuuora 161.17; Neofaras 58. ı1, Neofares 72.19. Bemerkens- 
wert ist, dass alle die angeführten Sonderschreibungen noch 
vor dem Beginn der zweiten Hälfte des 8. Jh. zu Gunsten 
des allgemeinen iu aufhören.. 

Die in die zweite Kategorie gehörigen Fälle von iu, 
welche wir hier der Uebersichtlichkeit wegen vorausnelımen, 
sind spärlich genug: Liubane 1.14, Liubhildi 111. 131, Adal- 
hub 230.13, Hildithiu 231.16, Uuiufrideshaim 150.16, 161.31, 
208. ı2, 256.12. — Von diesen wenigen Belegen abgesehen, 
zeigt sich in dieser Abteilung, in der das gotische Piuda, 
mhd. diet die Hauptrolle spielt, zuerst in weiterer Ausdehnung 
der schon oben in einigen Beispielen angeführte alte unge- 
brochene Diphthong &u, freilich immer von seiner Brechung 
&o begleitet. Stark, ja fast ausschliesslich ist &u vertreten: 
700—713, 737, 739-743. Bis zum letzteren Zeitpunkte weist 
es im Ganzen überhaupt auf 42 Belege gegenüber 54 &o und 
18 io. Von 750 an kommt es nur noch selten vor: 85.7, 
87.15, 95.6, 106.15, 127.32, 134.6.10.13.14, 159. 18.21 (a. 783), 
259.29 (a. 840). &o behauptet nun beinahe die Alleinherr- 
schaft von 744—773, von da an hat es mit io zu teilen. 
Ein Fortschritt in diesem Kampfe oder ein Resultat desselben 
ergibt sich aus unsern Urkunden nicht. Es stehen von 7174 
bis zum Schlusse unserer Periode 38 eo 55 io 

Strassb, Studien. 16 


_ 230 — 


gegenüber. eo überwiegt bedeutend in num. 112, in der 
gleichlautenden und von demselben Schreiber geschriebenen 
num, 111 dagegen io; letzteres auch in num. 117 und 208, 
wogegen wieder eo in num. 232 und 248; beiderlei Formen 
finden sich ausser in num. 112 noch in num. 125, 161, 190. 

Seltener sind ea und ia. FErsteres erscheint in zwei 
Belegen: 'Theathad (34.52) und Theathard (43.60) zwar schon 
im Jahre 716, bleibt dann aber aus bis *764: Theatrammo 
(96.25), Deathilda (96.27), 'Theathario (96.56); [uneigentlich 
Cearolf 151.18, Cearulfus 160.7, Uuealando 164.12], 'Thea- 
darat 258.19, 'Theatrih 265.21, Teeatrih 266.23. Die erstge- 
nannten Urkunden, in denen ea sowohl mit co, als auch mit 
io wechselt, kommen weniger in Betracht als die drei letzten, 
einmal, weil in num. 258 ea mit ia wechselt, sodann, weil 
num. 265 = 266 von der Hand Otfrids, der bekanntlich ia 
besonders liebt, geschrieben ist. Wir können also für die 
letzten Jahre unseres Zeitraumes ea. und iaals 
gleichberechtigt den älteren Formen eo und 
io gegenüberstellen. ia selbst nun findet sich vereinzelt 
schon im 8. Jh. (80.21, 111.122, 133.29, 145.14, 160. ıc, 167.4, 
208.23, 214.28), in grösserer Anzahl seit 821: Liabheri 246. 2ı, 
Thiato 246.2s, Liablind 253.29, Thiathart 254.17, (von Otfrid 
geschrieben), Thiatmar 258.4, Thiatram 268.27, Friasini 
268.28, Bliasahgouuue 271.7, Thiatbire 271.11, Bliasahgouue 
271.13; dazu noch ie (welches sich als uneigentlicher Diph- 
thong schon früh findet, namentlich in dem Namen des Abtes 
Unielandus = Uuelandus): Thietram 258.2r, Friesini 258.29, 
Dietman 262.20, Thietman 264.9. so. Für die Jahre 830 (also 
von num. 251 an) bis 861 ergibt sich demnach: S ia + 3ea 
+5 ie = 16 gegenüber 3 io + 3 eo=6. Wir scheinen 
also hier in einer Periode des Umschwungs zu stehen, über 
den wir leider aus Mangel an Material nur unvollkommen 
uns unterrichten können, der aber, nach dem’ unmittelbar vor 
870 geschriebenen Werke Otfrids zu urteilen, wirklich statt- 
gefunden haben muss. 

Unser Resultat ist also im Grossen und Ganzen folgen- 
des: iu, nur gleich mhd. iu, durch die ganze Periode hin- 
dufch; 695 — 743 eu und eo in gleichem Umfange; 144 — 


— 231 — 


113 eo; 774—830 eo neben io mit einigem Vorwiegen des 
Letztern; von 830 an Uebergewicht von ia. io und ia, na- 
mentlich Letzteres, sind gegenüber Baiern und Alemannien 
für unser Gebiet charakteristisch. 


4. Der Beilaut. 


Vocalentfaltung findet sich, auch ganz abgesehen von 
dem Namen Karls d. Gr., dessen officielle Form Carolus ist, 
in den Weissenburger Urkunden ziemlich häufig, allerdings 
nur in einer beschränkten Anzahl von Stämmen. Wir haben: 
erem- 96.9, 98.6.22, 102.7, 103.8, 110.8, 121.9, 124.8, 
130.7, 131.9, 136.8, 141.7, 142.7, 145.8, 147.8, 148. 8, 153.5, 
160.14, 166.8, 183.9, 187.8, 197.», 199.9, 200.7, 201.e, 
206.7; vereinzelt erim- 7.3.2; berat-: 34. 14, 117. 3, 
133.21, 136.5. 11, 137.7, 162.5.14, 175.15, 188.11, 205.20. 26, 
209. 10, 215.19, 225. ı2, 228.3, 235.31, 253.33, Heriberat 208.27; 
beraht- (berahd-): 230.24, 253.36, 268.42, beret- (bered-): 
22.12, 135.18, 165. 15, 177. 10, 268.215; beran-: 231.32, 237.22; 
endlich Bereregas 105.7, Berreregus 106.8, Graenberege 
110.19, Corodoinus 28.20. e und a sind also die hauptsäch- 
lichsten Einschubsvocale. . 


Vergegenwärtigen wir uns noch einmal das Resultat 
unserer Untersuchung über den Vocalismus der Weissenburger 
Urkunden, so fällt vor Allem auf, dass die jüngeren Formen 
(mit alleiniger Ausnahme von ö statt au, welch Ersteres vor 
712 nicht auftritt) schon von Anfang an sich finden. Ueber- 
raschend ist der ziemlich gleichmässige Gang der Umbildung: 
bis in die Mitte des 8. Jh. überwiegen die alten Formen um das 
Dreifache, von den letzten Jahren des gleichen Jahrhunderts ab 
sind sie dagegen erloschen. Die eigentliche Entwicklung liegt 
also zwischen 750 u. 790, sie steht auf der Höhe in den ersten 
Jahren der Regierung Karls d. Gr, um 770-775, wo die 
beiden Richtungen sich das Gleichgewicht halten. Den ra- 
pidesten Verlauf nimmt die Evolution von au: von 712 - 763, 


also im Zeitraum von fünfzig Jahren, während die Andern 
16* 


die doppelte Zeit brauchen, ist der Kampf entschieden. Am 
zähesten hat sich ai gehalten. Charakteristisch gegenüber 
den bairischen und tlieilweise auch den alemannischen Namen 
sind die Diplhthonge ua, eu (für die älteste Zeit), io und ia. 
Vergleichen wir nun dieses Ergebnis mit dem Laut- 
stande der von Wagner behandelten Namen der Freisinger 
Urkunden (Erlangen 1876), so sehen wir, dass mit Aus- 
nahme des Ö und abgesehen von‘iu, welches dort keine Ent- 
wicklung, als die Brechung eo aufweist, in Baiern im 
Grossen und Ganzen der Uebergang zu den 
neuen Formen sich schneller und eher früher, 
beinahe um ein Jahrzehnt, vollzogen hat. Dagegen 
findet das umgehrte Verhältniss statt gegenüber 
Alemannien (8. Henning: „Ueber die St. Gallischen 
Sprachdenkmäler bis zum Tode Karls d. Gr.“, Band III der 
„Quellen und Forschungen zur Sprach- und Culturgeschichte 
der germanischen Völker“, Strassburg 1874). Hier ist der 
Sieg des Umlautes, des Diphthongen statt ö, von ei erst von 
780 an entschieden, ö statt au um 760 (in den Weissen- 
burger Urkunden um 750). Eine Ausnahme bildet nur eu, 
welches in den St. Gallischen Urkunden von Anfang an so 
gut wie verschwunden ist. — Das Unterelsass steht also in 
Bezug auf die lautliche Entwicklung der Vocale zwischen 
Baiern und Alemannien in der Mitte, wenn schon dieselbe 
in unsern Denkmälern früher begonnen zu haben scheint. 


Consonantismus, 
1. Die Gutturalreihe. 


Gutisch k, streng alıd. ch. 


a) Im Anlaut: Bis 756 ist die Verschiebung 
zu ch Regel: Chunchirino 4.32, 6. ı2, Chuncilino 4. ss, 5. 45. 
Chunchyrino 5.31, Chuntilino 6.45, Chuncilinus 7.51, Chun- 
cellino 35.12, Chiricunuillare 36.49, Chuno 44.24, Chraftestate 
65.12, 66.12, Chuzinchusi 71.10, Chirihcouilare 72.12, Chuzen- 
husa 86.12. Dagegen Tenuis: Kerno 30.13.16, Cottane 40.7, 


— 233 — 


Cazfeldes 68.9. Hier, wie im Folgenden, lassen wir die 
officiellen Hausmeier-, später Königsnamen Karl und Karlmann, 
welche teils mit c, teils mit k, niemals aber mit ch ge- 
schrieben werden, ausser Berücksichtigung. Schwer ist die 
Entscheidung beim Flussnamen Kerno, dessen Anlaut auch als 
c und z begegnet, und der später nicht mehr belegt werden 
kann. 

Von 760 an ist das Verhältniss gerade um- 
gekehrt, die Tenuis behauptet fast den ganzen Platz: 
Kacesfelt 92.11, Cocmanno (?) 96.13, Cadualus 103.20, 117.74, 
132.30, 136.1, 147.16, ÜCarlobachomarca 110.31, Carlobah 
111.36, 120.10, Carlobac 112.34, Carlobaho 115.25, Kadoalus 
131.24, Kaduualah 133. 31, Cotinca 134.8, Kadualus 135. ı7, 
137.37, 143.31, 149.18, 152.20, Cutiga 156.5, Curicus 180.21, 
Cuttingas 193.9, Kielenheimeromarcu 231.9, Carlobahe 231.14, 
Cuntilesheim 231.28, Kirihman 246. ı7, Cuniramni 248. 19, Caz- 
felda 255.9, Camaruuib 258.23, 268.19, Kirihuilari 258.24, 
265.7, 266.7, 268.23.23, Cazo 269.43. Bezüglich der Schrei- 
bung bildet sich also allmälig die Praxis aus, vor a, o, u 
vorzugsweise c, vor i und e dagegen k zu setzen. — Ver- 
einzelt stehen Gazfeld 215.11, Gunirammus 248. 11; ch ge- 
währt noch Chielendorph 205.14, 207. 16. 

b) Im Inlaut. «. Zwischen Vocalen. Hier sind vor 
Allem gesondert zu betrachten die zahlreichen latinisierten 
Composita auf -ricus. Dieses -rieus findet sich: 35. 27 (a. 717), 
41.11, 43.11, 45.13, 46.11, 48.12, 49.11, 50. ıe, 51.14, 54.15, 55. 
17.21,57.5, 98.4, 60.7, 62.16, 63.20, 60.18, 66. 18, 67.29, 77.41.18, 
78.28, 79.12, 80.14, 81.11, 82.14, 89.5, 96.5, 97.3. 7.11. 14.16, 
105.4.10, 106. 3.10, 144.8, 161.5, 170.12, 177.16, 179.8.17, 
180. 10.19.20, 194.13.14, 195.4.14, 199.5, 204.27, 234.4, 238.6, 
257.11, 258.20, 259.15, 269.19. :59 Mal. 

-richus: 27.16 (a. 713), 47. ıs, 51.21, 53. 16. 23, 59. 4, 68. ı7, 
64.20.30, 67.22, 68.5, 71.55, 73.38, 76.5, 98.21, 103.5 (Gerrih- 
chus), 112.126. 143, 114.28, 115.41, 119.30, 120.45, 124. 21, 125.22, 
126.29, 127.29, 128.31, 134.19, 138.4 13.16, 143.28, 144.22, 
146.15 (Adalrihcho), 150.25, 155.19, 161.18, 174.20, 208. 62, 
209.17, 217.9.10, 245.12, 247.4.20, 299.72 : 46. 

-rihus: 27.17, 40.19. 41.9, 56.27, 62.21, 96.47. 49. 62.64, 


— 234° — 


121.24, 175.27, 184.28, 198 16. 17.19.21, 208.65, 225.9 (Alb- 
rihhus), 247.21, 249.16 : 20. 

Dass sich trotz der Latinisierung im Ganzen genommen 
mehr Beispiele für die Verschiebung ergeben, ist für deren 
Durchgreifen bedeutsam. 

Eigentümlich ist der ältesten Zeit die Schreibung mit 
g: Launarigo 4.2», 5.28, 6.29, Charirigo 4.44, 5.24, Launrigu 
7.25, Airigo 10,17, Bertrigo 70.25, Gauuirigo 95.18. Dieses 
g erscheint auch noch in folgenden Wörtern: Gairelaigo 2.14, 
Feulaigo 2.33, Gerlaigo 17.9, Gerelaigi 19.s, Gaerlaigouilla 
24.0, Bertelaigo 24.20, Eparlaigo 24.21, Charilaigo 56. ıı, 
Gaerlaigouilare 64. ı0, Uualtchrogo (?) 70.26, Uuadelaigo 76. 13, 
Gerlaigouilare 79.10, 166.10, Gerlaigouilla 91.s, 102.9. An 
eine sprachliche Erscheinung haben wir hier wohl nicht 
zu denken. Es kam den Schreibern für eine Zeit, in der 
der unverschobene Laut noch nachwirkte, zu gewagt vor, 
in lateinischen Endungen (nur um solche handelt es sich) 
das fremdartige ch oder h zu setzen. | 

Die übrigen unter diese Rubrik fallenden Belege sind: 
1) Unverschobenes ce: Raurebacya 2.19, Gerleicouilare 3.6.7, 
Faolaico 3.13, Chroccus 5.57, 7.43, 16. 15, 18.16, Uuacario 6. 56, 
Chroacus 6.57, Uuicarius 7.42, Cruccus 12.24, 13.7, Chrocus 
18.17, Deubaci 20.17, Badocone 25.18, Otacar 34.28.39, Deo- 
pacis 36.6, Chiricunuillare 36.49, Theotpacis 37.13, 38. ı3, 
Chaganbaei 45.11, Sindico 49.13, Chroacario 56.13, Alicone 
58. ı7, Gerlaicouuilare 61.9. 13, Badocune 67.19, Uuiccobrocho 
75.11, Uuadelaicus 76.6, Imico 91.13, Offenbaci 95.13, Gun- 
dacro 97. ı2, Uulfico 113.8, Brunico 113.», Thiodlaicus 125. 14, 
Hodacro 186. ı3, Gerlaicouilla 199. ı0, Uuulfico 200.13, Undico 
237.17, Uuiccarii 248. 22. 

2) Verschoben: Gerleihes l.ı1ı, Gybuuulacho 4. 5ı, 5. so, 
6.50, 7.36, 12.23, Uuachario 4.56, Chrocchus 4.57, Uuaricho 
5.36. Sonechone 10. ı0, Hachiho 12.25. 13. 16, Alolachus 19.e, 
Alolacho 19.13, Alaichone 19.14, 24,17, Batachone 20.33, 
Hahicho 20.36, Chachihoni 22.25, Adolacho 24.19, Batochone 
26.19, Hahicho 26.27, Chaganbaheinsis 36.12, Uuacbacho 
37.15, 38.15, Haganbache 44.12, Sindicho 50.21, 65.28, 66.28, 
Alichoni 57. ı7, Hachiho 69. 30, Chirihcouuilare 72.12, Hagan- 


— 2395 — 


bache 72.36, Uniecobrocho 75.11, Lonenbocho 78.11, Sindi- 
chone 80.22, Himicho 86.8. 18, Lonenbuacho 86. ı:, Liutroho 
96.52, Gundoroho 96.57, Uuluicho 104.25, Gerlaichestorf 
110.8, Salacho 110.43, Gerleichestorf 111.9, Bizziricheshaim 
111.39, 112.37, Ruadicho 111.sı, Salacho 111.146, Gerlaches- 
torf 112.17, Hruodicho 112.79, Saluchune 112.14, Ruad- 
leichesheim 115.17, 120.15, Lacha 115.18, 120.17, Carlobaho 
115 25, Bizzirichesheim 115.27, Uualohom 117. 13[?], Alichone 
117.56, Rorbachomarca 119.18, Rochenheimemarca 126. 17, 
Uulfroccho 134. ı6, Gerleiheshaimmarca 139. °, Unrocho 151.10, 
Undicho 151.20, Bizzirichesheim 161.19, Imicho 168.21, 
Uuacharius 164. 37, Gerleichouilla 165.5, Lonunbuacharomarca 
173.10, Undicho 175.2°, Uuluicho 176. 20, 197.14, 198. 15, 199. ıe, 
203.20, 207.23, 211.22, 231.55, Hodachro 196.15, Gerleihes- 
dorph 203.16, 211.85, Odahcar 204.18, Saluchi 208.63, Mo- 
richo 216.9.15, 235.10.19, 245.21, Hachilo 223.18, Undicho 
230.26, Sibicho 231.19, Sindichoni 231.52, Saluchone 237. 11, 
Salacho 238.20, Bertroho 240.22. Gunderchar 244.73, Uuani- 
cho 244.83, Emicho 244.85, Gerochus 247.10, Biricho 268. 41. 
» Die Vergleichung ergibt, dass bis zur Mitte des 8 Jh. 
die Formen mit unverschobener Gutturale den verschobenen 
ungefähr die Spitze bieten. Sie mögen, wenn auch vielleicht 
nicht mehr gesprochen, doch im Sprachbewusstsein des 
Volkes noch stark gehaftet haben. Von jener Zeit an aber 
schwinden sie rasch dahin. Wir haben also hier den seltenen 
Fall, dass am nämlichen Laute der entgegengesetzte Process 
sich vollzieht, je nachdem jener im Beginn eines Wortes oder 
zwischen Vocalen steht. — Bezüglich der Orthographie lehrt 
ein Blick auf die unter 2) angeführten Belege, dass in dieser 
Position ch die regelrechte Schreibung der aus der Tenuis 
entstandenen Aspirata ist. 

ß. Consonantumlaut in verkürzten, ursprünglich meist 
auf Media auslautenden Stämmen: Macchone 16.10, 18.10, 
Beceus 22.20, Hecco 23.13.18, Macuneuilare 33.10, Echan- 
haime 71.30, Heconheim 73.26, Frieguni 73.37, Ecchenheim 
77. ı3, Dauchendhorf 84. ı0, Uuaccone 91.5. 11, Fricchoni 108. 10, 
Uuahoni 108.19, Frieconi 109.10, Uuahho 109. ı9, Dauchen- 
dorf 110.15, 111.16, 112.14, 115.13, 117.17, 128. 9.16, Dachen- 


— 236 — 


haim 110.35, 111.40, 115.24, 128.4, Uuacho 111.24, 112. 12, 
Dacchenheimmarca 112.38, Sacco 113.3.4.7, 117.15.20, 132.9, 
143.9.22, Eechenthorf 116. 11, Recho 116. ı7, 117.71, Racchione 
117.11, Dacgunheim 128.21. 24.26.32, Dauhunhaimomarca 132. 
ı7, Ahlind 133. ıe, Siccono 134. 15, Chachenheim 142.10, Eccen- 
haim 143.11, Acchiharius 164.30, Rechione 181.9.1:, Rachio 
182.5, Reccho 182.12, 206.8.12, Ecchenheimomarca 182. ıo, 
Eggibaldus 191.:s, Hachiolfo 204.3, Thauhendorf 206. », 
Uuahconi 206.ıs,, Taukendorf 214.16, Dauhhendorf 217. ı2, 
Machenuilare 228.11, Hecgirih 229.30, Eegifridi 232. 11, Sic- 
goni 232.16, Ecgolt 238.21, Eggiharti 244.36, Uuachoni 247.25, 
Frichoni 253.ese, Frico 254.14, Recco 269.21, Ecgolf 269. 44. 

Aus diesen vielfältigen Schreibweisen für den ver- 
schärften Consonanten ergibt sich, dass, wenn die oft unor- 
ganische Weiterverschiebung nicht eintritt, cc, in späterer 
Zeit auch namentlich cg, als normale Schreibung gilt; im 
gegenteiligen Falle ch oder cch (als SIEIBSEULE von cc das 
etymologisch Richtigste). 

y. Nach Liquiden. 1) Nach n. Unverschoben: 93. ı3, 
96.45, 127.27, 190.45 (Frenkin), 244.69, 248.2». Der in der 
Titulatur der Könige regelmässig in dieser Schreibung wieder- 
kehrende lateinische Genitiv Francorum kommt natürlich nicht 
in Betracht. — Verschoben, und zwar hier wie im Folgenden 
überall ch geschrieben: 4.32, 5.31, 6.32, 29.14, 93.14, 110.23. 33, 
111.24.35, 112.22.33, 115.22, 118.8, 119.13, 120.13, 129.10, 
141.15, 204.1, 212.8, 234.9, 241.13.15, 245.14, 258.32, 
268. 31. 

2) Nach Il. Unverschoben: 36.4, 155.3.13.22, 167. ı3, 
172.11 (Scalkenthorp), 193.15, 246. 6.14. Verschoben: 116. ı2, 
189. ı2. 13. 

3) Nach r. Unverschoben: 28.3.9.12.16, 33.35.13, 36.19, 
52.17, 53.20, 54.19, 56.33, 87.12, 96.53, 107.12, 138.22, 139. 
5.18, 1ödl.2e, 164.22. 55, 190.53, 192.19, 208.45, 216.18, 
218.20, 231.17, 235.21, 238.16, 247.29, 253.73, 257.22, 258. 40. 
269.37, 271.12. Verschoben: 73.16, 111.128, 112.126, 128.7, 
164.35, 221.23. 

Wir haben also deutlich das merkwürdige Factum vor 
uns, dass die Behandlung der gutturalen Tenuis eine ver- 





— 237° — 


schiedene ist, je nachdem sie hinter dem Nasal oder hinter 
den Lingualen steht. 

Ueber sc ist zu bemerken, dass hier der k-Laut nie- 
mals zu ch übergeht; Abweichungen in der Schreibweise 
zeigen: Uuinidisgi 58.28. Esgiricho 138.16, Skalcus 240.e, 
Froskheim 244. 9ı. 

c. Im Auslaute. .«. Nach Vocal. Allgemeine Regel 
ist die Verschiebung in der einfachen Schreibung h. Aus- 
nahmen finden sich nur wenige: Rihholf 173.19, 178.26, 
Rahholf 173.20, Berurihh 251.26, Chaganbach 36.9, Hagan- 
bach 39.7, Theotbach 39.13, Richgero 92.20, Richolfus 111.138, 
Lonenbuach 136.10, Lonenbuoch 146.7, Lonunbuach 163. ı2, 
Richolf 176.16, Aganbach 184.20, Uualdrich 199.17, Carlo- 
bahe 231.14, Heimrich 244.60, Elenbach 264. ı5. 

Ohne Verschiebung: Chagambac 25.5, Agambaec 48. ıc, 
Coemanno (P) 96.13, Ricsuinda 98, 15, Ricbaldo 98. ıs, Carlo- 
bac 112.34, Uuolfleic 260.8; Thiotleig 117.36, Ruadrig 139. ı5. 

ß. Nach Liquida. Hier bleibt c, verschoben wird nur 
in folgenden Fällen: Starcholf 133. 10, Folcholdi 150.23, Uerch- 
hari 175.22, Marchraht 175.25, Uolcholt 186.19, Thanchrat 
204.13. g in Stargtrude 69.11, Margbergauilare 104. ı3, Starg- 
man 111.13, Thangulfus 112. 103. 

Für In- und Auslaut ergiebt sich also als 
gemeinsame Grundregel: Nach Vocal wird e zu 
ch verschoben, welche Schreibung im Auslaut 
zu h vereinfacht wird, die Tenuis bleibt dagegen 
nach Liquida. 


Gotisch g, streng ahd. k. 


Das Verharren auf der gotischen Lautstufe, 
also die Nichtverschiebung der gutturalen Media ist in un- 
seren Urkunden sowohl im An- und Inlaute, als im 
Auslaute Regel. Wir führen demgemäss hier nur die 
Besonderheiten auf. 

a. Schreibung gh zur besseren Wahrung des gutturalen 
Charakters gegenüber der Palatale: Sighichario 24. ıs, Aghil- 


—_— 2383 — 


bertus 94.7, Aghinone 112,150, Gherouuinus 112.164, Aghi- 
bertus 142.5, Gherardo 170.22, Aghinone 193. ı0. ıs. 

b. Verschiebung. 1) Im Anlaut: Ratkeroos 9.14, Cun- 
doberti 10.25, Cotsane 72.27, Crosmuat 137.26, Cozzinheim 
161.33, Kerune 271.17; Charciano 31.32, Uulcheiro 72.2, 
Bertcheiro 72.2e, Chibehilde 72. 32. 

2) Im Inlaut, am ehesten in den Casus obliqui der 
patronymischen Endung -ing (-ung): Uuosoco 5.12, Dacoberto 
25. 12, 33. ı2, Racambertus 72. ıs, Rinkilendorf 222.7, Folcuuicus 
252.12, Charinca 60. ı2, Botalincus 64. 1e, Thorencohaime 71.42, 
Heruncouilli 71.43, Cotinca 134.8, Thurninca 177.9, Gisalolf- 
inco 179.7; Uuizenburcegus 12.5, 13.6; Ahino 193.3, Muz- 
zihhesdorph 203. 15, 211.7, Muzzihesdorph 211.14. 

3) Verhältnismässig am häufigsten im Auslaut: Uuac- 
bacho 37.15, 38.15, Uuicbald 54.22, Uuieroh 54.24, Rantuuic 
66.23, Uuicbaldo 71.61, 73.1, 78.21, Sicuuino 72.38, Seculfo 
73.18, Uuoleuuihie 83.14, Uuiefridus 92.39.15, 93.17, 94.11, 
Uuicbertus 95.12.26, Uuiceranno 97.20, Uuicbaldi 100. ı2, 
126. 10, Uuicherii 114.24, Hucberto 130.13, Uuicberto 144.10, 
Bacchilda 159.5, Hucbraht 186.15, Rantuuic 202.21, Uuic- 
bertus 210.20, 232.27, Hucberti 232.18, HIuc 237.21, 244.4, 
Hucbaldus 244.71, 257.29, 258.50, Hucbraht 244.94, Heriuuie 
269.2, Hucbt: 269.47, Uuich: 270.13; Uuizenbure 43.6, 68. 
10.15, 74.5.2, 75.6, 147.7.11, 213.5, 232.4, 255.5, 271.2, 
Fridabure 131.18, Burcold 169.16, 177.15, Ruatbire 208. ss, 
Gerbire 225.13, Ratbire 232.», Zeizbire 257.10, Thiatbire 
271.11; Uuizenburch 213.18; -ine (-une): 2.17, 34.0, 71. 
10.17.23, 110.29, 111.3, 112.29, 141.13.14, 142.12, 208.33, 
222.18, 239.21, 264.10, 271.17. 

Ausser der Zugehörigkeits-Endung sind es also vor- 
nehmlich die Stämme uuig, hug, burg, birg, welche ihren 
Auslaut zu verhärten lieben. Wir haben es hier wohl mehr mit 
cinem Vorläufer der mhd. Auslautverstufung der Media als 
mit der wirklichen Verschiebung zu thun. 


Gotische Spirans h. 


I. Bis zum Jahre 743 sehen wir im Anlaut 
statt des gotischen und gemein ahd. h ungefähr 


— 239 — 


in der Hälfte der in Frage kommenden Fälle die 
Aspirata ch erscheinen: Chassus A.2s, 5.27, 7.22, Chil- 
diberti 4.35, Chartuuino 4.41, Charirigo 4.44, 5.41, Chylde- 
berti 5.35, Charduino 5.41, 7.20, Childeberti 6.35, 7.2, 9.8, 
12.13, Didinneschaime 7.25, Adalchardo 10. ı2, Chardoino 12. ıc, 
18.22, Charuino 15.19, 22.1ı., Potenchaime 16.13, 18.13, 
Raccharius 16.27. Sigychario 19. ı5, 24.8. 16, Lantcharius 21. ı+, 
Chachihoni 22.25, Chariauuino 23.12, Chagambac 25.5, Char- 
doino 26.15, 30.23, 31.27, Chariuuino 20.28, 35.26, Chardolfi 
34.16, Charibode 35.16, Chaganbach 36.9. ı2, 45.11, Chunolfo 
36.23, Lantchildis 36.35, Uuarinchildis 36. 3e, Charilindis 36. ı2, 
Charduino 36.53, 38.25, 39. ıs, Adalchardus 42. 4. ı2, Chilperico 
42.11, Theotcharius 42.2.6. 15.16, Chudo 48.ıs, Chimildrudis 
5?.4, Charilaigo 56.11, Choualdo 57.12, 58.12, Gotchildia 
58.18, Charinca 61.12, Chugibertus 65.15, Chardoinus 69. 2s, 
Chadoberto 70.24, Chatenheime 71.22. 

Später findet sich die Aspirata nur noch ganz verein- 
zelt: Bainenchaim 110.21, 111.so, 112.20, Harieschaim 110. 28, 
Fraineschaim 110.32, 112.32, Childia 111.117, Childirichi 119.30, 
Chaidine 142.12, Bacchilda 159.5, Creodcheim 161.20, Chil- 
dirichi 161. ss. 

Aeusserst selten dagegen tritt die angegebene Ver- 
härtung im Inlaute auf: Bibaracha 5.2, 7.21, 31.s, Hachiho 
12.25, 13.26, 69.30, Achilla 184. 14. 

Charakteristisch für die rauhe Aussprache des ch ist 
dessen stellvertretende, auf romanischem Einflusse beruhende 
Schreibung c: Cassus 6.28, Cartuuiuo 6.40, Carrigo 6.4, 
Caroino 10.13, Kardulfo 10.18, Cardoeno 25.13, Caruino 26. 20, 
Cilbociaga 28.4, Cardoino 28. ı3, 33. 15, 42.13, Cardolfo 42.20, 
Caganone 48.14, Cardeberto 48.16. — Im In- und Auslaute: 
Aculia 20.9.13, Aquila 25.8, 34.25, 36.10.15. 45.47, 37.12.14, 
38.12.14, 39.14, 43.8.9, 85.6, Aculinse 26.7, Aquilas 26. s.11, 
Biberakauuilare 42.6, Biberaca 42.10, Aquela 59.11, Aquilinse 
85.5, Alacramno 194.18, Saracgauue 223.10, 224.8, Hocfeldis 
238. 13. 

Eine weitere Altertümlichkeit weist die 
Verbindung et auf, indem die Tenuis vor t nicht, wie 
sonst allgemein üblich, in die Spirans h übergegangen ist. 


— 240 — 


Selbstverständlich gilt dies nur für die älteste Zeit: Octo 
6.6, Ocdo 10.9, Trucmundus (zugleich mit Abfull des t) 21. ı7, 
Dructimundo 22.22, Dructegisomarca 26.9, Dructemundo 31.34, 
Actulfouillari 37.11, 38.11, Acto 42,8, Tructegiso 57.30 (a. 
737), Dructolf 186.17 (a. 788). Umgekehrt finden wir Ein- 
schiebung eines unberechtigten h in den mit dem Stamme rät 
zusammengesetzten Namen, vielleicht aus falscher Analogie 
zu -braht, welche Vermuthung noch dadurch bestärkt wird, 
dass dieses raht nur einmal als erster Compositionsteil auftritt 
(Rahtramno 12.20), sonst immer als Grundwort: Irminraht 
111.150, 125.13, Uualdraht 117.eo, Uuolfraht 149. ı7, Liob- 
raht 154. 18, Marchraht 175.25, Hartraht 203.25, 207. 24, 211.23, 
Haduraht 208.24, Geilraht 236.24, Meginraht 242.7, Anstraht 
242.8. 

II. Noch ist hier zu handeln von der Spirans im An- 
laute vor Consonanten, d. h., da hn und hw nicht mehr vor- 
kommen, von hl und hr. Für ersteres kommt fast nur der 
Stamm hlud in Betracht: Hludouuico 2.27 (angezweifelte Ur- 
kunde), Chludulfus 36. 14.16, Hlutharii 36.51 (gegen Lutharii 
37.23), Chlutharii 38.23, Chlodoinus 44.17 (a. 724). Später 
fast gar nicht mehr (die Königsnamen des 9. Jahrh. Hlu- 
 douuicus und Hlotharius können als durch Vererbung ge- 
heiligte Anachronismen bei einer sprachlichen Untersuchung 
natürlich keinen Anspruch auf Geltung erheben): Hlidhamo- 
marcu 124.1ı (dagegen Ludolf 137.20, Ludolfespedu 184. ı6), 
Hlutraha 234.7, Hlutra 242.11. Letzterer Flussname begegnet 
sonst von den ältesten Zeiten an in der Form Lutra, sodass 
man wirklich in Zweifel gerathen kann, ob er nicht eher 
undeutsch (das h in den oben erwähnten beiden Formen 
wäre dann ein Ausfluss geiehrter falscher Analogie), als mit 
hlüttar in Zusammenhang zu bringen sei. 

Reichlichere Beispiele bietet hr. Bis zum Jahre 
742 stehen über 60 Belege mit Spirans 30 eben 
solchen mit blossem r, von denen übrigens 11 
auf -ram als zweiten Compositionsteil entfallen, 
gegenüber, die Uebermacht der altem Formen beträgt 
also beinahe das Dreifache. Von da an sind dieselben ganz 
bedeutend in der Minderheit, ohne jedoch, bis ins erste Jahr- 


— 241 — 


zehnt des 9. Jh., gänzlich auszusterben. Es sind noch fol- 
gende Beispiele: Crodo 78.9.14, Cruduino 94. ıc, Chrodingo 
97.15, Hroderih 99.16, Hruodicho 112.79, Chrodila 117.4, 
Chruadaradi 129.27, Croding 132.33, Creodcheim 161.20, 
Hruadrici 179.s, 180.10, Hruadhardo 179.12, Hruothardi 
184.29, 185.13, Chrothelmus 186.21, 193.17, 196.20, Chrodo- 
inus 195.18, Chriotgeri 196.», Hrantuuigi 196.11, Hroduuini 
228. 15, Hrodoinus 229.9.17, Hrodungi 229. 11.19, Hrambertus 
229.24, Heruodhuuinus 240.19, Hrodouuino 248.2e. Es ist 
nicht zu verkennen, dass hr von 787—790 nochmals einen 
freilich nicht lange anhaltenden Anlauf genommen hat. — 
Was nun die Schreibung betrifft, in welcher von den eben 
erwähnten Jahren ab hr vorwiegt, so zeigt auch die erste 
Periode, 695—742, eine Reihe von Spielarten: hr begegnet 
nur zweimal (Hrodoinus 34. 3 und umgestellt Rhodoinus 39. +), 
Regel ist chr: 1.28, 3.10, 4.57, 5.57, 6.57, 7.43, 8.10. 12, 15.36, 
16.9.15.24.25, 18.9.16.17, 22.2.16, 25.21, 26.25, 27.13, 28. 17, 
30.35, 31.18, 33.22, 35.29, 56.2.32, 37.2.24, 38.2.24, 41.14, 
45.5.9, 47.83.21, 53.14, 56. 18.15.24.37, 60.2, 69. 22, 70.26, 71. 
6.34.39. 48.49 : 49 Belege. 

er: 9.12, 12.24, 13.17, 14.16, 20.13, 28.20, 32.24, 33.17, 
36.21, 54.13; 16.22 und 69.25 : Gramgiso. 

Charakteristisch für die Schreibweise der Weissenburger 
Mönche in der ersten Hälfte des 8. Jh. ist demnach anlau- 
tendes ch, sowohl als Vertreter von gotischem k, als auch 
von gemeingermanischem h, sei es vor Vocalen oder vor den 
Lingualen. 


2. Die Dentalreihe. 
Gotisch t, ahd. z. | 


Die Verschiebung ist vollständig durch- 
geführt. Eine scheinbare Ausnahme bildet Chuntilino 6. 4, 
in den gleichlautenden num. 4 und 5 Chuneilino. ti für ci 
steht hier nach Analogie der lateinischen Endung -tio. Wirk- 
liche Ausnahmen sind dagegen Gautpertus 155. ı6 und 180. ıs. 
Beidemal haben wir es mit Urkunden aus dem Saargau zu 
tun. | 


_ 392 — 


Die gewöhnliche Schreibung des verschobenen Lautes 
ist z; zz in Uuizziburgo 11.9, Cozzinheim 161.13, Muzzihhes- 
dorpf 211.7.14; tz: Butzelino 4.48, 5.57; ts: Batsinagmi 67.11, 
Gautsaldo 67.27, Cotsane 72.27, Gautsricus 180.19; ss: Bos- 
sold 14.17, Gaussaltus 259.7; s: Gaosbodi 34.17. In der 
älteren Zeit ist vor e und i die Schreibung ce häufig, doch 
nirgends so sehr, dass sie z überwöge. In dem latinisierten 
Adjectiv alisacinse, alsacinse ist sie constant geblieben. Ver- 
doppelt in Buccelinus 7.33, 35. 13. 21. 


Gotisch d, ahd. t. 


a. Anlaut. Wir können hier zwei Perioden unter- 
scheiden, welche ungefähr die Mitte des 8. Jh. trennt. Bis 
742 treffen wir 28 unverschobene d, wovon aller- 
dings 13 auf den Königsnamen Dagobert komnien, gegen 
9 t (einmal, 18.7, missbräuchlich th in 'Theurino) Das Ver- 
hältnis ist also 3:2. Dann aber macht der Process 
der Verschiebung Halt. d behält definitiv die Ober- 
hand, während t nur noch ganz vereinzelt begegnet: Tauken- 
dorf 214.16, Turpius 259.30, 'Tuto 269.46; Thauhenthorf 
206.9». Wir haben also eine ganz analoge rückläufige Be- 
wegung wie bei der Tenuis der Gutturalreihe, nur dass hier 
speciell die Verschiebung zu keiner Zeit sich das Ueber- 
gewicht hat erringen können. 

b. Der Inlaut ist schwankend, im Allgemeinen 
wird nicht verschoben, namentlich bleibt intact die 
Verbindung nd, weniger ld und rd. Eine Entwicklung lässt 
sich nicht verfolgen, bloss das kann beobachtet werden, dass 
im Laufe des 9. Jh. t zunimmt. Zu bemerken ist nur die 
eigentliche Schreibung td in Theotduni 38.2«, Meginhartdus 
87.27, 155.17, Teutdrado 106. 15, Truantdo 138. 23, Teutdaldus 
159. ıs, Ruatartdo 168. ı0, 224. ı5, Ratdulfo 168. ı3, Uuernartdo 
194.21, Uuolfhartdus 213.28, 224.25, Theotdolt 229.33, Fridu- 
brahtdo 232.:7, Hartdrado 240.15, Gebahartdus 240. 2ı, 
Gaganhartdus 259. ır. 

c. im Auslaut ist die Verschiebung, also t, zu 
allen Zeiten Regel: Ausnahmen finden sich weniger 


FR 243 seh 


nach Vocalen, als nach n, bisweilen auch nach | und r. 
Auch hier ergiebt sich für die Chronologie weder der Sprache 
noch der Orthographie etwas Bemerkenswertes. 


Gotisch p, ahd d. 


Im In- und Auslaute ist die Verschiebung 
zu dregelmässig durchgedrungen, ja, im Auslaute 
findet sich sogar, namentlich wo es sich um den Stamm frid 
handelt, die weitere Verstufung desselben zu t (vgl. den 
ähnlichen Fall bei der auslautenden Media der Gutturalreihe): 
Sigifiit 54.25, Uniefrit 92.15, 93.17, Hildifrit 92.19, 169. ı7, 
Reginfrit 102.12, Gisalfrit 144. zo, Bilifrit 144. 21, Altfrit 201. a1, 
Uuanfrit 215.22, Beratfrit 225.12, Otfrit 254. 28. 

Anders steht es im Anlaute. Hier überwiegt durch 
alle Zeiten hindurch tl bei Weitem, alle Abweich- 
ungen von dieser Schreibweise können nur unter dem Ge- 
sichtspunkte von Ausnahmen betrachtet werden. Diese Aus- 
nahmen sind: . 

a. t: Teodoaldus 8.8. 14, Teutfrido 10.16, Teudone 25.19, 
Teodone 35.7, 42.16, Teotrado 35.23, Alpteganus 36. se, 
Teodolinus 40.6, Teoderico 43.11, 97,11, Teutbaldo 43. ı5, 
94.c, Teotardus 43.17, Teudorico 45.13, 49.11, Teutgarius 
60.14, 69.16, Teudulfus 69.20, Teodo 95.198, Altorfo 97.s, 
Teutdrado 106. 15, Bruningestorf 108. ı2, 110.17, 112. 16, 200. ı0, 
Gerlaichestorf 110.18, 112.17, Dauchentorf 112.14, Biberes- 
torf 112.15.09, 138.0, Teutdaldus 159.18, Teudino 159. 2o, 
Turninca 177.9, Teotberto 179. ıe, 223.1, Blidolfestorf 188. 1°, 
Teottardo 195.17, Teotbodoni 228.18, Teganhart 257. ıs, 
Teatrih 266. 23. 

Ob dieses t, welches in den Jahren 717—724 verhält- 
nismässig am meisten auftritt, und welches sein Gegenstück 
in dem c für ch der Gutturalreihe hat, eine wirkliche sprach- 
liche Verhärtung oder nur einen aus romanischem Gebrauche 
herstammenden ortliographischen Usus darstellt, mag unent- 
schieden bleiben; den Beweis leistet es wenigstens, dass unser 
th in Oberdeutschland niemals spirantisch ausgesprochen 
worden sein kann. 


— 244 — 


b. dh: Dauchendhorf 84.10, Dhancleobahaim 125. 11. 

e. d: Austondorphe 2.15, Deubaci 19. ıs, Deopacis 36. 4, 
Aldorfe 38.17, Plitharesdorpfe 50.12. Altdorpfo 96.11, Deat- 
hilda 96.27, Dingolfus 96.30, Briningesdorph 109.12, 111. ıs, 
163.13, 198.10, Dauchendorf 110.15, 115.13, 161.18, 214. ıc, 
217.12, Biburesdorf 110. 16.28, I111.17.101, 247.7.18, 257,15, 
Gerleichesdorf 111.19, 203.16, 211.8.15, Spiridorf 115. , 
120. ıc, 122.8, Godedioh 134.21, Muzzihhesdorph 203. ı5, 211.14, 
Chielendorph 205.14, 207.16, Hittendorphe 208. ı5, Ratolfes- 
dorph 210. ı3, Diathart 214. ze, Uuinidharesdorf 220.8. 221. 11. 
Rinkilendorf 222.7, 237.10, Osterendorf 231.11, Dietman 
262.20. 

Diese von der Zeit Karls d. Gr. an zalılreichen Bei- 
spiele in durchaus der Latinisierung entbehrenden Composi- 
tionen beweisen, dass die Aussprache wirklich d war, th da- 
gegen die durch fränkischen Einfluss festgehaltene Schrift- 


form. 


Dental vor r im Anlaute. 


In unsern bisherigen Ausführungen haben wir anlau- 
tenden Dental vor r, wegen der besonderen Wichtigkeit dieser 
Verbindung in orthographischer Hinsicht, bei Seite gelassen. 
Da nun die Etymologen über die Herleitung der meisten 
hierher gehörigen Stämme unsicher sind, stellen wfr hier die 
Schreibweisen rein äusserlich zusammen. 

a. tr: Trudasuinde 11.5. Guntrudis 14.7, Trucmundus 
21.17, Trudeberto 25.20, 28.e, Trutman 32.23, Geratrudis 35.5, 
Chimiltrudis 53. ıs, Tructegiso 57. 30, Auttrudi 57.19, Ottrude 
58.19, Hiltrude 62.18, Hiltrudis 63.7.12, 64. 7.28, Stargtrude 
69.11. Irmintrudi 111.71, Trudhario 112.76, Trudlinda 112. ıo1. 
Rimitrudis 112.10, Ragantrudi 112.109, Adaltruda 112. 110, 
Roodtrudi 112.119. Berattrud 117.35, Bertrudane 132. 19, 
Truantdo 138.23, Foletrud 164.24, Treuerim 204.21, Truo- 
goni 213.21, Engiltrud 214.18, Bilitrud 233. 12, Trudheri 
238.19, Sigitrud 241.26, Hilditrud 253. 4. 

b. dr: Dragobodo 8.2, Dructimundo 22.2, Drutmundo 
23.19, Dructegisomarca 26.9. Drudmundo 30. 30, Dructemundo 
31.34, Geradrude 35.19, Landrudi 36.31, Chimildrudis 52. 4, 


— 245 — 


Amaldrude 56.2s, Bilidruda 72.21, Herpdrude 72.28, Drogone 
86.19, Uuindrude 87.10, Ercandrude 87.12, Geldrudi 96. zo, 
Gisaldruda 96.34, Drudberto 96.54, Heldrudis 105.5, Helmen- 
drude 105.11, Helmeldrudis 106.6.11, Rimidrudis 111.10, 
Regindruda 111.111, Adaldruda 111.112, Hildidrud 117.25, 
Bertdrud 117.38, Ercandrud 164.22, Adaldrud 164.27, Drogo 
170.27, Dructolf 186.17, Adaldrud 190.40, Rihdrud 190. ss, 
Albdrud 190.4, Sigidrud 190.73, Foledrud 190. 77,, Druago 
236. ı3, Irmindrud 241.21, Druant 267. ı7. 

c) thr: Throdeberto 23.14, 26.23, Dagathrut 36. as, 
Gisalthrud 36.30, Thrudgisi 58.30, Thruandi 100.22, Throant 
104.23, Thrudheri 111.78, Thrudlinda 111.10, Ruathruda 
111.121, Irminthrudi 112.69, Uuinithrud 131.15, Angilthrud 
133. 13.17, Albthruda 164.4, Erinthrud 178.13.21, Bilithrud 
190.33, Thrudlind 190.61, Thruohdolfus 190.88, Engilthruda 
223.9. 16, Suuasthrud 231.30, Uuerinthrud 246.12, Bilithrud 
253.26. 44. 

Auf die einzelnen Stämme verteilt, gestaltet sich die 
Frequenz der dreierlei Anlaute folgendermassen: 


t d th 
trüt 29 30 23 
truht 2 4 1 
drö 1 1 2 
truog ] B) — 
träg — 1 — 


Im Wesentlichen handelt es sich also nur um t undd, 
da tlır dem im Anlaut am häufigsten vor Vocalen auftreten- 
den etymologisch berechtigten th nachgebildet sein dürfte. 
Das undeutsche Treuerim hinzugerechnet, stehen alsdann 
34 tr 39 dr gegenüber; Beide halten sich also, im Ganzen 
genommen, das Gleichgewicht. 

Im Detail finden wir bis zur Mitte des 8. Jahrh. 17 tr 
gegen 12 dr, von da an bis in die achtziger Jahre ist das 
Verhältnis gerade umgekehrt (11 tr : 18 dr), von 790 an 
7 tr gegen 9 dr. Eine Entscheidung vollzieht sich also nie- 
mals, beide Schreibungen sind gleichberechtigt, so sehr, dass 
sie innerhalb derselben Urkunde oft mit einander abwechseln. 


Otfrid hat bekanntlich dr ausschliesslich bevorzugt. 
Btrassb. Studien. 17 


— 246 — 


3. Die Labialreihe. 
Gotisch p, ahd. ph (pf), £ (ff). 


a. p, resp. dessen Verschiebung ph oder f, im An- 
laute findet sich nur in undeutschen, meist aus dem La- 
teinischen herübergenommen Lehnwörtern. In unsern Ur- 
kunden haben wir nur zwei einzige derartige Beispiele, näm- 
lich Papanhaime 67. ıs und Ludolfespedu 184. ı6. Eine Schluss- 
folgerung auf Verschiebung oder Nichtverschiebung kann 
daraus natürlich nicht gezogen werden. 

b. Nach Vocalen. p bleibt in dem eben citierten 
Papanhaime, ferner in Heppo 259.2. 11, unsicher sind Nap- 
pula 36. ;0, Lupane 73.23, Lupone 117.22, 132.11. Dagegen 
die Aspirata in Eppha 24.7.15, Lupfinstagni 67.10, Scaphhusa 
150.14, 161.23, 190.16. 

c. Nach lund r. o. Unverschoben: Hilperici 39. ı7, 
41.11, 42.11, Erpharius 64.17, Helpoaldus 68. 6.7.16, Erpram- 
mo 71.5, 104.27, Erpgisus 111.89, 112.87, Helpoldo 130. 14, 
Daugendorp 161.18, Scalkenthorp 172.11, Helprico 204. 27, 
Erpa 209.e, Erpaldingas 264,6.28; zweifelhaft Uulpoldo 60.21. 

B. ph: 2.15, 27.11 (Altthorfphe), 50. ı2 (Plitharesdorpfe), 
88.21, 94.16, 96.11 (Altdorpfo), 99.19, 109.12, 116.20, 120.18 
(Spiradorpf), 145.16, 163.13.24, 171.19, 173.14, 176.18, 184. 31, 
198.10 (Bruningesdorpf), 203.13. 15.16.19, 205.11.14.21, 207. 
12.16.21, 208.15, 210.13, 211.7.8.14.15.24, 214.30, 216.21, 220.12, 
246. ı0, 247. 6.7.18. 


y. f: 38.17, 97. '03.10, 110. 15.16.17.18.38, 111. 16.17. 
18.19. 101, 112.14. 15.16.17, 114.16, 115.13, 116.11, 117.17, 122.8, 
133.30, 138.6, 160.11, 188.12, 200.10, 206.9, 214.18, 217.12, 
218.12, 220.8, 221.11, 222.7, 225.11, 231.11, 235. 15 (Helffolti), 
237.10, 250.11, 257. 15. 

Wir können nach diesen Belegen vermuten, dass bis 
gegen die Mitte des 8. Jh. labiale Tenuis hinter 
den Lingualen in den meisten Fällen sich noch 
unverschoben erhielt, während nach 750 das 
Gegenteil eintrat in den beiden gleichberechtigten For- 
men, der Aspirata (ph) und der Spirans (f). 


— 247 — 


Gotisch b, streng ahd. p. 


Sowohl im Anlaut, als namentlich im In- und Aus- 
laut ist in den Weissenburger Urkunden zu allen Zeiten 
die gotische Lautstufe, d. h. das unverschobene b, 
Regel;* nur bis 750 begegnet uns p in einigermassen be- 
trächtlicher Anzahl: Uualdulpia 2.23, Chilpertum 9.s, Petuni 
9.ıı, Potenchaime 16.13, 18.13, Alpteganus 36.36, Pergus 
38.9, Puxuuilare 46.7, Hasleip 54.21, Leupgysu 56. ıs, Leup- 
linde 56.23, Alplinde 56.30, Pertulfus 64. ıe, Patenhaime 67. ı7, 
Pruningesuuilare 68.12, Pruningouilla 70.11, 76.11, Pluen- 
hame 71.47, Autperta 73.21, Perinane 73.22, Selpheri 82. ıe. 
Später erscheint p nur noch ganz vereinzelt: Hartperto 106.3, 
Selpharius 117.53, Alphario 130.16; Verhärtung in dem Kose- 
namen Nipbo (Contraction aus Nidbert oder Nidbald) 128. ss. 


Gotisch und ahdı. f. 


Für f tritt namentlich seit der Zeit Karls d. Gr. öfters 
die Schreibung u auf: 

a. im Anlaut und nach Vocal: Ueuiris 55.11, Huosinc- 
houa 110.29, Zuosinchoua 111.31, 112.29, Abbenhoua 129. 15, 
Uolerat 145.19, Niuuora 161.17, 258. ı1, Uolrat 165. ıs, Uolcholt 
186.19, 226.17, Houoltesheim 258.13, Geruole 271.ıe, Houa- 
man 271.26. 

b. nach 1: 7.27, 79.14, 111.135, 112.153, 125.10, 141.5. 18, 
155.10, 164.11, 170.8, 176.20, 180.9, 185.6, 186.7, 197.1s, 
198.15, 199.16, 203.20, 204. 10, 207.23, 211.22, 229.28, 231.55, 
233.9, 235.29, 245.16, 258. 43. 

Anhangsweise mag hier noch bemerkt werden, dass w 
in der Regel durch uu, seltener durch u wiedergegeben wird. 
Im zweiten Teil der Namen, hinter consonantischen Schluss 
des ersten, erscheint auch 0: Chrodoinus 1.28, Folcoaldo 
4.7 u. 8 f. 

Wie beim Vocalismus, so bildet auch beim Consonan- 
tismus die Mitte des 8. Jh. die Grenzscheide zwischen den 


‚ Dahin. gehören auch Odulba 111.9, 112,9, Rihulba 166., ı:: 
e. Müllenhoff Z. f. d. A. 12, 252. 





17* 


— 248 — 


alten und den neuen Formen. Der einzige, allerdings be- 
trächtliche Unterschied liegt darin, dass hier der Uebergang 
fast plötzlich eintritt. Charakteristisch für die erste Periode 
sind: anlautendes ch, sei es anstatt des gotischen k oder h; 
im Inlaute unverschobene gutturale Tenuis vor Dental (ct 
statt ht); unverschobene Labialtenuis hinter Liquida. Der 
späteren Zeit dagegen ist eigentümlich: Nichtverschiebung 
der gutturalen Tenuis im Anlaute, dagegen Aspiration im 
In- und Auslaute, wenigstens nach Vocalen; Abfall von h 
vor 1 und r; Steigerung der Labialtenuis hinter Liquida 
meist zu ph. Beiden Perioden ist gemeinsam das durch- 
gängige Verharren der Mediae g und b auf der gotischen 
Lautstufe; Festhalten von d und th wenigstens im Anlaute, 
und zwar in der zweiten Periode stärker als in der ersten; 
Vorliebe für dr; constante Verschiebung von t zu z. 


JIa$r der Nebensilben. 


1) Synkope des Vocals der Nebensilbe tritt nament- 
lich in den mit ebur zusammengesetzten Personennamen ein: 
Ebruinus 4.54, 5.54, 6.34, 7.40, 10.14, 31.33, 36.55, 39.19, 
60.5.9.15, 253.65, Ebrohardus (hier wenigstens Metathesis) 
Sl.ı1, 52.3.12.25, 57.60.22, 58,5.22, 62.12. Ausserdem noch 
Bodegislus 2.20. Apokope findet sich vor Allem, und zwar 
auch schon frühe, in dem Adjectiv alsacinsis. Hier unter- 
bleibt, da die Ursache geschwunden, der Umlaut. Im Uebrigen 
wiegt die volle Form alisacinsis vor. 

2) Abschwächung des vollen Vocals der Ne- 
bensilbe zu e zeigt sich von Anfang an, und zwar merk- 
würdiger Weise in der merowingischen Periode wesentllich 
stärker, als in der karolingischen: biber- 4.27, 6.27, 42.6. 10, 
111.17.101, 112.99, 114.16, 138.6, 147.10, 160.11, 247.7.18, 
264.27; ermen- (emmen-): 6.5, 12.15, 14.5.13, 16.23, 18.24, 
30.8.10.12, 31.5.10.23.12.14, 32.3.7.8, 36.26, 41.19, 52.20, 69. 21, 
105.8. e der Nebensilbe zieht hier & der Hauptsilbe unver- 
weigerlich nach sich. — Ferner sind aufzuführen: Toresto- 
delus 57.21, 58.21, Uuandelmarus 60.19, Erchenhildi 73. ıe, 
Eberheri 89.17, Helmendrude 105.11, Helmeldrudis 106. e. ıı, 


— 249 — 


Heidenrih 146.12, Uuassensteine 184.15, Osterendorf 231.11. 
Weissenburg lautet in der Regel Uuizenburg, die nächstdem 
häufigste Form ist Uuizunburg, doch tritt dieselbe nur in 
den beiden letzten Jahrzehnten des 8. Jh. in grösserer Masse 
auf. Als Ausnahmen stehen da: Uuizziburgo 11.9, Uuizan- 
burg 47.4, 254.6.13 (von Otfrids Hand geschrieben). Aehn- 
lich verhält es sich mit dem Namen des Dorfes Lembach; 
der erste Compositionsteil desselben findet sich in der Form 
lonen-: 78.10.15, 83.9, 86.13, 90.8, 93.9, 117. ı8, 136. 10, 141.9, 
146.7, 148.9, 169.7, 177.8, 178.14, 201.12, 202.13, 205. 13, 
227.11, 269.13; dagegen lonun-: 133.9, 135.10, 137. ı3, 140.10, 
151.8, 158.6, 163.12, 171.11, 173.10, 176.11, 191.13. Be- 
achtenswert ist, dass diese vollere Form zu der gleichen 
Zeit überwiegt, wo auch Uuizunburg die Oberhand hat. 
8) Aeusserst häufig ist die Abschwächung des 
Endvocals des ersten Compositionsgliedes, mag 
man denselben nun als Bindevocal oder als zum Stamm ge- 
hörig betrachten, oder mag er Ableitungsvocal sein. Bis 
zum Jahre 770, also bis zum Zeitpuncte Karls d. Gr. zählen 
wir gegen hundert solche e, fast auf jede Urkunde eines, 
von da bis 780 in 40 Urkunden zusammen nur 18, von 780 
bis in die Mitte des zweiten Jahrzehnts des 9. Jahrh. gar 
keines (vgl. mit diesem Factum die in eben dieser Zeit ge- 
bräuchliche volle Form Uuizunburg); in der Folgezeit hebt 
sich e wieder ein wenig, aber nur schwach, denn bis zum 
Schluss ist es nur durch zehn Beispiele vertreten. Mag diese 
Abnahme nun zum grossen Teile auch davon herrühren, dass 
mit der Zeit der Compositionsvocal überhaupt schwand, die 
seltsame Thatsache bleibt, dass gerade die älteste, die mero- 
wingische Zeit, in den Nebensilben e vor den vollen Vocalen 
bevorzugt hat, das beweisen schon Formen wie Butzelino 
4.58, 5.47, Buozelino 6.47, Buccelinus 7.s3, Buccellino 35. 
13.21, Sonechone 10.10, Chuncellino 35.12. Ob dieses e schon 
zu demselben Grade der Tonlosigkeit gediehen sei wie das 
entsprechende mittelhochdeutsche, kann nicht mehr ent- 
schieden werden, ist aber kaum anzunehmen. 
4) Zum Werte von blossen Neben- oder Bildungssilben 
sind früher oder später auch herabgesunken die an zweiter 


— 250 ° — 


Stelle stehenden Compositionsglieder walt, wolf, wini. Da- 
gegen hat sich, und zwar im Gegensatze zu den Namen in 
den St. Gallischen Urkunden, -bald rein erhalten: 184 -bald 
stehen nur 8 -bold in überhaupt sechs Urkunden gegenüber. 

a. -walt. Bis 742 überwiegt die Form -oald (immer 
mit latinisierter Nominalendung), in 72 Belegen steht sie 20 
-ald und 15 -old gegenüber. Von da ab jedoch verschwinden 
sowohl -oald als auch -ald so gut wie ganz zu Gunsten von 
-old (Grimoaldus 82.21, Ramuold 169. ıs, Ramuuoldo 177. ı3, 
Uueroaldo 224.20, Ranuolti 268.50; -ald 127.32, 152.17, 159. ıs, 
170.28, 196.17. 254.8, 256.7, 257.14, 259.7.13, 264.3.6.26. 28. 
35.36, 265. 5). 

b. -wolf. Hier handelt es sich nur um die Formen 
-ulf und -olf. Bis 740 überwiegt -ulf um mehr als das drei- 
fache (vor 714. kommt -olf überhaupt nur einmal vor in 
Radolfo 15.17), von da an bis in die Mitte der siebziger Jahre 
halten sich beide Formen die Wage: 25 -ulf gegen 31 -olf, 
dann ist der Sieg der letztern Form entschieden, -ulf findet 
sich nur noch vereinzelt, nach dem ersten Jahrzehnt des 
9. Jh. überhaupt gar nicht mehr. 

c. -wini tritt auf als -uuini, -uuinus, -uinus, -oinus, 
-inus, -ini, -uni. Alle diese Formen gehen bunt durchein- 
ander, nur dass die drei letztern im Laufe der Zeit zu- 
nehmen. Sonst ist -oinus am häufigsten. 


Flexion. 


Da in Folge der vielfachen Latinisierung deutsche En- 
dungen von den lateinischen, namentlich auf a (lat. Abl. 
Sing., oder deutscher Dat. Sing. oder Nom. Plur.) schwer 
zu sondern sind, benützen wir hier nur die ganz sichern 
Belege. 

I. a und ja Stämme. Der Gen. Sing. lautet stets 
auf -es. Ausnahmen finden sich nur folgende: Ueuiris 55.11, 
Hischaigitisagmi 67.12, Morasuuilari 107.s, Liutmarasheim 
161.36. Phonetisch, daher auch grammatisch, haben diese 
abweichenden Schreibungen Nichts zu bedeuten, die Endung 
ist auch in ihnen schwach betont. 


—_— 2311 — 


Im Dativ lassen sich, wie schon oben bemerkt, die 
zahlreichen Fälle auf -a nicht von denen des Nom. Plur. 
scheiden. Auf e geht aus die äusserst häufig auftretende 
Form uillare; ob wir hienach Actulfouillari 37.11, Beruniuil- 
lari 37.18, Buxuuilari 59.9, Morasuuilari 107.e, Bruninges- 
uuilari 138.7, Uueroldesuuilari 209.11, Urenuuilari 242.15, 
Dettunuulari 244.20, Uuolfgundauuilari 252.14, Kirihuilari 
258.21, 265.7, 266.7, 268.23 als Dative oder aber als Nomi- 
native zu betrachten haben, steht dahin. Einmal, 49.9, haben 
wir Malloneuilara. i treffen wir noch in Unchestagni 29.14, 
Lupfinstagni 67.10, Chuzinchusi 71.10, Uuittreshusi 71.1e, 
ferner in Chaganbaci 45.11, Offenbaci 95.13; Raurebacya 2. ıs. 
Der Nom. dazu lautet bisweilen auf -is: Theotpacis 37.13, 
38.13. Darnach erscheint es, als.habe bach ursprünglich der 
i Declination angehört, eine Auffassung, welche durch die 
von Graff („Althochdeutscher Sprachschatz* III.2’) aus 
Glossen beigebrachten Dative pachin und pachim gestärkt 
wird. — Sonstige Dative auf -e: Austondorphe 2.15, Alt- 
thorfphe 37.17, 38.17, Haganbache 44.12, Uuesthoue 65.10, 
66.10, 74.7, Uncunsteine 96.45, 110.33, 111.35, 112.33, 115.22, 
120.13, Graenberge 110.19, 111.20, 112.18, Hasalahae 115.21, 
Sarahgauue 167.e, 213.11, 223.10, 224.8, Uuassensteine 184.17, 
Hittendorphe 208.15, Berge 229.22, 241.12, Hufgauue 253.13, 
Munenberge 269.15, Bliasahgouuue 271.7.1s. 

Einen Locativ scheint zu vertreten das nach Art des 
Instrumentalis gebildete Helinlohu 68.14; ob in Lonenbocho 
78.10, Lonenbuacho 86.13, Uuiccobrocho 75.11 Färbung des 
u zu o oder lateinisches o vorliegt, kann nicht mehr ent- 
schieden werden. u 

Plur. Nom. Auch hier lassen wir aus den angeführten 
Gründen die Formen auf -a unberücksichtigt. Die Endung 
-as findet sich in Aquilas 26.11, Uuarigas 27.11, Uingibergas 
38.20, Niufaras 57.1ı (darnach scheint far hier als Mascu- 
linum gebraucht), 58.11, Alongas 71.15, Teuringas 72.23, Bo- 
childingas 85.4, Buatgisingas 96.39, 97.5, Bereregas 105.7, 
-Uuinzingas 115.19, 120.15, Cuttingas 193.9», KRaningas 
248.15, Erpaldingas 264.1, Nithingas 264.19. Auf 
‚einem Lapsus Calami beruht (oder liegt Latinisierung 


— 2532 — 


vor?) die in den Urkunden der ältesten Zeit häufig auftretende 
Endung -us: DBergus 37.s, 38.9, Berreregus 106.8, Uingi- 
bergus 37.20, Deorangus 44... Chassus 4.28, 5.27, 7.2, 
Cassus 6.28 scheint für diesen Casus von den i-Stämmen (s.d.) 
zur a-Declination übergetreten zu sein. In Neofares 82. ı9 
ist a zu e geschwächt. 

Genetiv: Thorencohaime 71.42, Heruncouill: 71.4, Gri- 
mingo marca 168.7, Lonunbuacharomarca 173. ı0, Gisalolfinco 
179.7, Kielenheimeromarcu 231.9, Semhaimeromarcu 233.9, 
253.11. 

Dativ: Auf -um findet sich nur noch Uualaum 143.15; 
-om: Uualohom 117.13, Uualoom 132.16, Belohom 161.s2, 
Ediningom 192. 11, Gisoluingom 204.10; -on: Scaphhuson 161.23, 
Duntenhuson 187. ıı. 

II. & und jä Stämme. Hier kommt nur der Dativ in 
Betracht. Ausserhalb des schwankenden Stammes heim ge- 
hört nur hierher das den Locativ vertretende dativische u 
in Ualabu 244.15.79. Das gotische haims selbst nun folgt 
bekanntlich in jener Sprache nur im Sing. der i-Declination, 
im Plur. dagegen dem Gebrauche der & Stämme. Von letzt- 
erwähntem Numerus müssen wir absehen, da er in unsern 
Urkunden nicht vorkommt; der Dat. Sing. würde gotisch 
haimai, ahd. haimi lauten, daneben aber findet sich noch, 
allerdings viel seltener, ein Gebrauch des Wortes nach der 
a-Declination (Graff IV, 946 belegt einen Accusativ heima). 
Formen aufi: Batsinagmi 67.11, Hischaigitisagmi 67. ı2 [Beide 
unsicher, da, wie die in der gleichen Urkunde vorkommende 
Schreibung Lupfinstagni zeigt, i statt e bloss gesetzt scheint, 
um, allerdings auf unbehilfliche Weise, die Vocalisierung 
_ das g anzudeuten. ' Wo im gleichen Stück die Schreibung 
mit g nicht stattfindet, zeigt sich auch kein iin der Endung: 
Saxinhaime, Patenhaime u. s. w.], Lalenhaimi 71.41; häufig 
ist dagegen, besonders im Anfang, die Endung e (in ältester 
Zeit &?): 2.17, 7.25, 16.18, 18.13, 62.10, 63.9, 65.13, 67.13. 
14.15.16.17.18, (1.18.20.22. 23. 24. 33.38. 42.46.47, 111.23. 24.25. 40, 
112.22.28, 126.17, 129.10, 189.13. Das allmähliche Verschwin- 
den rührt daher, dass später die flexionslose Form heim die 
Oberhand gewinnt. 


—_— 253 — 


Auf o lauten aus: Hlidhamomarcu 124.11, Dauhunhai- 
momarca 132.17, 'Thancratesheimouilla 137.16, Radolfesha- 
momarca 143.14, Saxinesheimomarca 145.10, Biberesheimo- 
marca 147.10, Ecchenheimomarca 182.10. Dieses o kann 
nichts Anderes sein als eine Färbung des u im Dativ 
der Feminina auf ä&. Auffallend ist, dass es nur in Compo- 
sitionen vorkommt; es beweist dieser Gebrauch, dass der 
Uebertritt von heim in die a-Reihe nur schüchtern versucht 
wurde. 

II. iı Stämme. Chraftestate 65.12, 66. ı2, Bardesteti 
92.12, Lustati 110.30, 111.32, 112.30, Magesstet 192.9, Hohen- 
stat 231.29; Ludolfespedu 184.18; Essi (Nom. Plur.) 262. e, 
263.5; Treuerim 204.21, Essem 224.10; latinisiert Hessis 
264. 18. 

Hierher gehören auch noch die componierten Feminina 
auf -is (lat. Abl. oder deutscher Dativ: -i). Archaisierende 
Latinisierung mag hier allerdings von vorwiegendem Einfluss 
sein; doch könnte ohne Nachwirkung in der Volkssprache dieser 
Gebrauch nicht so weit greifen. Die Stämme sind: -gardis: 
56.12, 99.9, 112.133; -gundis: 73.19, 88.12.13.14, 111.56. 62. 79, 
112. 42. 44. 54. 60.77.112, 240.8; -hildis: 56. 17, 57. ıs, 58.18, 73.16, 
75.5, 111.151, 112,47. 51. 80. 84. 86. 96. 98.127.129, 120.33, 142.11; 
-lindis: 15.5, 73.20.25, 82.8, 112.88.90; -suindis: 112. 58. 125. 134; 
-trudis: 14.7, 52,.4.13, 57.15, 63.7, 64.7, 72.29, 96.20, 105.5, 
106.6, 111.71.109, 112.69. 107.109. 119; -ulbis 112.92. 

Wie sich hieraus ergibt, ist der Gebrauch dieser alter- 
tümlichen Endung nach 774 so gut wie verschwunden. 

IV. n Stämme. Sing. Gen. auf -in: Lupfinstagni 67. ıo, 
Batsinagmi 67.11, Saxinhaime 67.14, Inginhaime 67.16, Tau- 
ginhaime 71.20, Eudinhaime 71.24, Gagynhaime 71.38, Zin- 
zinuilare 81.9, Atinhaim 98.8, Bullinthorf 103.10, Beninhaim 
114.5, Scalchinbiunda 116.12, Uurrinhaim 124.10, Sesinhaim 
125.9, Cozzinheim 161.33, Azinheim 169.s, Ringinheim 268. 14. 

Das Uebergewicht indessen besitzt schon von alleın 
Anfang an -en: 16.13, 18.13, 67.17, 71.18.22. 41.47, 77.13, 82.10, 
84.10, 86.12, 93.14, 95.13, 98.5, 110.15.21.23.33.35, 111.16. 22. 
24.37.38.40.80, 112.14. 20.22.33. 35.36.38.78, 115.13.24.26, 116.11, 
117.17, 118, 8, 119.13. 15.19, 120. 11.35, 126. 16.17.18, 129. 10. 18. 15, 


— 254 — 


142.9.10, 143.11, 150. ı5, 161. ı6. ı8. 24.25, 172.11, 182. 16, 187. 11, 
189. 12.13. 192.12, 205.14, 206.19, 207.16, 208. 13.14.15, 212.8. 
213.12.16, 217.12, 222.7, 223. ı1, 228.11, 231.9. 10.11, 234.9, 
237.10, 241.13.15, 242. 15.16, 245.14, 254.11, 268.13, 269.14. 15. 

Statt -en findet sich -an geschrieben: Papanhaime 67. ıs, 
Echanhaime 71.30. -un: Uncunsteine 96. 45, Urunuuilare 107.4, 
Dachunheim 128.4, Daugunheim 128.18, Dacgunheim 128.21, 
24.26.32.34, Dauhunhaimomarca 132.17, Ilunuuilare 161.14, 
Deudunuuilare 161.22, 190.15, 208.16 — Dettunuuilari 244.20. 
Alle diese Genetive, ausser dem letztgenannten, kommen auch 
mit -en vor, u scheint also in diesem Falle auch nur den . 
Wert eines tonlosen Vocals zu haben, dagegen liegt in 
Dendun (Dettun) der Genetiv eines Femininums vor, u ist 
also lang, ebenso in Chiricunuillare 36. 49. 

Dat. Sing.: Hohenheim 73.28, Graenberege 110.19, 
l11l.zc, 112.18, Hohenuuiları 121.11, Hohenstat 231. =. 

Dat. Plur: Brunnom 244.54, Brunnon 244. ı3. 


Jetzt, nachdem die Tatsachen vorliegen, dürfte es an 
der Zeit sein, zu untersuchen, welcher Dialektgruppe 
denn der Lautstand in den Weissenburger Ur- 
kunden angehört. In der Entwicklung des Vocalismus so- 
wohl wie das Consonantismus haben wir zwei Perioden 
deutlich unterschieden, eine ältere, merowingische, 
ungefähr bis in die Mitte des 8. Jahrhunderts 
reichend, und eine jüngere, von Karl d. Gr. an. 
Kennzeichen jener ersten Periode ist nun eu, ch, ct. 
Ein Blick auf die von J. Grimm in der „Geschichte der 
deutschen Sprache“ geschilderte altfränkische Mund-. 
art, die auch er bis zum Untergang der Merowinger ansetzt, 
zeigt an dieser die gleichen Charakteristica, ja auch Eigen- 
tümlichkeiten der Orthographie, wie c für ch, t für th, stimmen 
überein. Nur die Verschiebung von t zu z lehrt, dass wir 
es in Weissenburg mit entschieden hochdeutschen Denk- 
mälern zu thun haben. 

Die karolingische Zeit ‚weist als Merkmale auf ua, 
io, ia, Nichtverschiebung von b und g überhaupt, von ce, d 


— 255 — 


und th im Anlaute. Von einer Gemeinschaft mit Alemannien 
oder Baiern kann hienach nicht die Rede sein, sondern wir 
haben einen entschieden fränkischen Dialekt vor uns. 
Müllenhoff hat in der Vorrede zu den „Denkmälern deutscher 
Poesie und Prosa“ die verschiedenen fränkischen Mundarten 
genau präcisiert: nordfränkisch ist t für z, hochfränkisch 
(Fulda) die durchgängige Verschiebung von d zu ft, sowie 
uo. Letztern Diphthong hat das Rheinfränkische um Mainz, 
die Hofsprache der Karolinger, mit dem Hochfränkischen 
gemeinsam, dagegen bleibt altes d nicht nur im An-, sondern 
auch im In- und Auslaute unverschoben, ferner finden sich 
im In- und Auslaute th und dh statt der Verschiebung d. 

Für das Weissenburger Fränkische nun kommt das 
Nordfränkische (in der Gegend von Trier) nicht in Betracht, 
charakteristisch ist nur das schon hervorgehobene Gautpertus 
in num. 155 und 180, Urkunden aus dem Saargau. Von 
den beiden andern Abarten unterscheidet es sich im Voca- 
lismus durch das ihm eigentümliche ua, im Consonantismus hält 
es durch die nur teilweise Verschiebung von d zu t zwischen 
denselben die Mitte, durch d statt th und dh im In- und 
Auslaute neigt es sich vom Rheinfränkischen mehr dem Ale- 
mannischen zu. Diese Eigentümlichkeiten sind hinreichend, 
dem Dialekte um Weissenburg einen ebenbürtigen Platz 
neben dem nord-, hoch- und rheinfränkischen anzuweisen: 
es ist das von Müllenhoff sogenannte Südfränkische. 

Ist nun dieses Südfränkische die regelrechte Folge jenes 
der merowingischen Schriftsprache sich so sehr nähernden 
Altfränkischen? Die Entwicklung des Vocalismus spricht 
dafür, das rapide Schwinden des anlautenden ch im Üonso- 
nantismus dagegen. Aber dieses rapide Schwinden beweist 
vielleicht nur, dass jener Gebrauch des ch ein eingepflanzter, 
ein künstlicher, ein bloss orthographischer war. Dann würde 
diese Tatsache zeigen, dass schon in uralten Zeiten das Be- 
dürfnis oder der Zwang einer freilich noch ziemlich laxen 
Schriftsprache oder gemeinsamen Orthographie sich geltend 
machte. 

Wie verhält sich nun die Sprache Otfrids, des 


— 256 — 


gegen 870 dichtenden Mönches von Weissenburg, zu dem 
von uns geschilderten Südfränkischen ? 

Für Otfrids Vocalismus sind charakteristisch die Diph- 
thonge ia oder io, ua, ou; mit andern gleichzeitigen ahd. 
Denkmälern hat er gemein die Durchführung des Umlautes 
von a zu e, den Uebergang von ai zu ei, welches vor r, h 
und w zu & sich verengert, wie ou vor Dentalen zu ö wird. 
Ursprüngliches gotisches ö findet sich nicht mehr erhalten. 
Für den Consonantismus kommt nur die Lautverschiebung 
in Betracht. In der Gutturalreihe wird k nur im Auslaut 
allgemein zu h, im Inlaut nach Vocalen zu ch verschoben, 
bleibt dagegen hinter Liquida. Ebenso bleibt die Verbindung 
sc, sg. Gotisches g bleibt überall intact. 

Dentalreihe: Gotisches t: Verschiebung zu z mit Aus- 
nahme der charakteristischen Anlautverbindung dr. d ist zu 
t verschoben nur im In- und Auslaute mit Ausnahme von nd; 
th im Anlaut, sonst d. 

Labialreihe: p wird zu f hinter Vocal, zu ph hinter 
Liquida; b bleibt auf dem alten Standpunct; f wird im In- 
laut bisweilen u geschrieben, w durch uu wiedergegeben. — 
Auslautende Gemination wird vereinfacht. 

Die Vergleichung mit den Urkunden ergibt, 
dass nur in Otfrids ou und der durchgängigen 
Verschiebung von .d zu t im Inlaute eine Diffe- 
renz besteht. Fassen wir aber in’s Auge, dass auch in den 
Urkunden inlautendes d sehr oft zu t verschoben ist, so bleibt 
als eigentlicher Unterschied nur Otfridisches ou gegenüber dem 
au der Urkunden. Jenes ou hat vielleicht unmittelbar in der Zeit 
zwischen 860 und 870 Platz gegriffen, vergleiche das in num. 
271 zweimal auftretende Bliasahgouuue. Otfrid wäre dann der 
Erste gewesen, der diese Neuerung in grösserem Massstabe 
zur Anwendung brachte. Der Fortschritt seiner Orthographie 
gegenüber der in den Urkunden liegt überhaupt darin, dass 
er, was in denselben in Folge eines langen Entwicklungs- 
processes im Keime sich entfaltet hatte, consequent und nach 
einer festen Regel ausbildete. Dahin gehört sein ia und ua, 
dahin ch im Inlaute, h im Auslaute, dahin anlautendes dr, 
inlautendes nd. Aus dieser treuen Beachtung’ der mundart- 


—_— 257 — 


lichen Eigentümlichkeiten des Unterelsasses und des Speier- 
gaues ergäbe sich allein schon, dass die Landschaft um 
Weissenburg Otfrids eigentliche Heimat gewesen sein muss. 

Mit Weissenburg’s Namen ist noch ein älteres schrift- 
liches Denkmal verknüpft, der Weissenburger Kate- 
chismus (Müllenhoff und Scherer: DM. num. 56). Scherer 
hat im Excurs (DM. 8. 516 und 517) nachgewiesen, dass 
die admonitio des concilium Cartaginense (a. 789) gerade 
die Predigt über das fordert, was der Weissenburger Kate- 
chismus wirklich enthält: Paternoster, Hauptsünden, Glaubens- 
bekenntniss, Dreieinigkeit, „gloria patri“ [vom Verfasser des 
Katechismus mit dem „gloria in excelsis“ verwechselt]. „Bald 
nach dem 23. März 789 ist die ganze Arbeit unlernotimen.® 

Ueber die sprachlichen Eigentümlichkeiten dieses „merk- 
würdigen“ Denkmals handelt Müllenhof in der Vorrede zu 
den „Denkmälern“: es trete darin eine Mischung der Ortho- 
graphie und der Lautbezeichnung ein, sodass kaum noch ein 
bestimmter Typus vorherrsche; wegen des bedeutenden Ueber- 
wiegens von ua über uo könne weder der Katechismus noch 
die Reichenauer Beichte in den Kreis des Rheinfränkischen 
gehören, „obgleich im Consonantismus des Katechismus Man- 
ches, in der Beichte Alles dafür zu sprechen scheint.“ Im Aus- 
laut herrscht statt der alten Media die Tenuis, der An- und 
Inlaut ist schwankend. „Das Wahrscheinlichste ist daher, 
dass der Katechismus einmal in Weissenburg selbst geschrieben 
ist, zu ciner Zeit, als sich hier noch nicht die spätere otfri- 
dische Örihographie festgestellt hatte.“ 

Betrachten wir den Lautstand des Katechismus in seinen 
Einzelheiten: Der Umlaut von a zu e ist regelmässig durch- 
geführt. Scheinbare Ausnahmen bilden nur einige wenige 
Fälle, in denen entweder Composition vorliegt, oder in denen 
a durch folgende Consonantenverbindung oder durch Beides 
zugleich geschützt ist: almahtigör, allicha, fastlicho, arstant- 
nissi, mannisginimo [aber auch mennisgi]. Altes 6 ist nir- 
gends mehr vorhanden, ausser 16 ua und 4uo erscheint einmal 
„goat“ (Zeile 99). An die Stelle von ai ist ei getreten, einem 
ou stehen neun au gegenüber, iu und eo wechseln. Für den 
Beilaut kommt die Form thuruh in Betracht. 


— 258 — 


Consonantismus. k: Anlautend craft, cerüci, cnuat, 
costunga, äcusti, cuning, cumfti, gotcundhi, gotcundnisse. 
clı: bloss in gotchundi (Zeile 58). Inlautend nach Vocalen 
ch (ech in secchiä, quecchöm, hh in eogihuuelihher). Im 
Auslaut nur h. Unverschoben bleibt se, Erweichung des- 
selben in gimisgente (aber gimiscnissi), fleisg, fleisge (aber 
infleiscnissi), mannisginimo, mennisgi, himilisger, pontisgen. 
g bleibt stets, als gh in eittarghebon. 

Die Spirans h ist anlautend vor Liquida noch überall 
erhalten, doch begegnet Zeile 45 die falsche Schreibung 
gihuuizzinöt, welche auf das Schwinden dieses Lautes in der 
Aussprache deutet, es sei denn, dass man der Ansicht Scherers 
beipflichtet, welcher es für eine Verschreibung aus ghiuuizzinöt 
zu halten geneigt ist. 

t ist, abgesehen von hlüttru, eittarghebon, zu z ver- 
schoben. Im Anlaut steht für dieses vor den hellen Vocalen 
e und i gern die Schreibung c. 

d. Im Anlaute weehseln 8 d mit der 23 Mal auftreten- 
den Verschiebung zu t, von der 13 Fälle auf das Wort 
truhtin kommen. Inlaut: nd bleibt 18 Mal gegenüber 14 nt, 
ld und It kommen beide je dreimal vor, sodann 2 rd. Ausser- 
halb dieser Verbindung aber begegnen 33 t und nur noch 
4 d. Im Auslaut finden wir ausschliesslich t. 

th. Unser Denkmal weist, theilweise bunt durch ein- 
ander, sowohl th und dh als die Verschiebung d auf. Im 
Anlaut haben wir mit Ausnahme eines einzigen dhir überall 
th. Inlaut 5 th, 26 dh, 8 d; 5 Mal (töte, tötem, töot&m, 
giquetan, ätum) ist d zu t verhärtet Die gleiche Verstufung 
findet im Auslaute durchgängig statt. 

p im Inlaut nach Consonanten: helphe, nach Vocalen: 
scepphjon (Consonantumlaut), giscaffan; Auslaut einfaches f: 
fiantscaf. 

b wird nicht verschoben. Verstufung in lamp, selp. 

f wird zu v erweicht in avur; w = uu, als blosses u in 
cesuün. 

Mittel- und Schlusssilben. Die Schwächung zu tonlosem 
e tritt in unserm Denkmal in grösserem Massstabe auf, immer 
im stark flectierten Genetiv auf -es. | 


— 259 — 


Schwächung des Consonanten in „seulun uuir“, „mit licha- 
mon irö“ = cum corporibus suis.‘ Dagegen hat sich m 16 
Mal rein erhalten. | 

Auch hier findet sich also von bairischem oder ale- 
mannischen Einflusse keine Spur: das Denkmal ist fränkisch. 
Der Vocalismus der Urkunden nun, wie er sich um das Jahr 
790 gestaltet hat, stimmt durchaus zu dem des Katechismus. 
Dasselbe ist der Fall bei der Guttural- und bei der Labial- 
reihe, sowie bezüglich der Mittel- und Schlusssilben. Auch 
das constant anlautende h vor Consonanten ist nicht im 
Stande, die Uebereinstimmung zu stören, denn wir haben 
gesehen, dass gerade zwischen 787 und 790 hr in den Ur- 
kunden sich noch einmal emporgeschwungen hat. Sehr wohl 
könnte auch nur eine Schreiberlaune massgebend gewesen sein. 

Nicht ebenso steht es mit der Dentalreihe, welche, wie 
Müllenhoff bemerkt, für die Unterscheidung der fränkischen 
Mundarten das erste entscheidende Merkmal abgibt. Zwar 
die Bevorzugung der Schreibweise ce und das häufige zz fallen 
gegenüber dem z der Urkunden nicht ins Gewicht. Auch 
dass im Anlaut und im Inlaut zwischen Vocalen t das alte 
d bedeutend überwiegt, würde beim Schwanken der Urkunden 
nicht stören, denn das ist klar, dass der Schreiber eines selb- 
ständigen Litteraturwerkes nicht wie die wechselnden Schreiber 
von Urkunden, in denen deutsche Wörter die Minderzahl 
bilden und von der Latinisierung zu leiden haben, unter zwei 
facultativen Bezeichnungsweisen unbewusst bald die eine, bald 
die andere anwenden, sondern dass er zwischen ihnen ent- 
scheiden wird. 

Bezeichnend dagegen für den Katechismus gegen die 
Urkunden und gegen Otfrid ist das Vorherrschen von dh im 
Inlaute. Hinwiederum zeigt sich eine Uebereinstinmung im 
anlautenden th. Jenes dh im Inlaut nun ist ein Charakte- 
risticum des Rheinfränkischen, ua jedoch weist ebenso ent- 
schieden nach Weissenburg. ua ist auch der Grund, warum 
wir nicht annehmen dürfen, der Katechismus sei in der karo- 
lingischen Hofsprache geschrieben, was ja ganz in der Ord- 
nung wäre, da dieses Werk einer allgemein giltigen An- 
regung sein Entstehen verdankte. .Wir kommen der Wahr- 


— 260 — 


heit wohl am nächsten, wenn wir annehmen, der Verfasser 
des Katechismus sei aus einer Gegend gewesen, 
in welcher das Südfränkische mit dem Rhein- 
fränkischen sich schon so weit berührte, dass 
das Letzere wenigstens in Bezug auf die Ortho- 
graphie [denn der Gegensatz von dh und d ist, im Unter- 
schied von ua und uo, bloss für das Auge] eine teil- 
weise Einwirkung ausübte. Dieser Berührungs- 
punct ist aber um Speier herum zu suchen. Jedenfalls aber 
trägt der Katechismus den Zusatz „Weissenburger“ mit Recht. 

Aus Weissenburg haben wir endlich noch aus der 
vorotfridischen Periode kurze Annalen, vom Jahre 763 bis 
846 reichend, abgedruckt in den Monumenta Germanie, I, 
1ll. Die darin enthaltenen Eigennamen stimmen zu dem 
orthographischen Gebrauche in den Urkunden: Drugo, Ali- 
satiam; Königsnamen: Pipinus, Carlomannus, Karolus, Ludo- 
vicus, Hludowicus, Hlutharius. 


Anhang. 
Die Strassburger Urkunden. 


[num. 272, a. 728, num. 273, a. 749, num. 274, a. 778.] 


Vocalismus. 


Der Umlaut findet sich nirgends, das reine a dagegen 
ist ziemlich stark vertreten: Hariboldus 272.9, Uuithario 
272.22, Hagino 272.24, Magingaoz 273.16, Garibaldi 274.» 
Rachinfridi 274.14, Harilande 274.15, Aginone 274.26, Aribio 
274.50, Alione 274.33. 

Altes ö ist in den wenigen Fällen, in denen es auftritt, 
noch cinfacher Laut: Rothardus 273.3.7, Chrodegangus 
273.13, Rotmundi 274.35. Als & in Uuigrao (lat. Ablativ) 
272.23. 

Auch ai ist überall bewahrt: Haimulfus 272.6, Scaione 
274.38, Haimone 274.39; sogar vor r: Gairoinus 273.19. 

Das nämliche ist der Fall bei au: Audachro 272.19, 
Maurind 274.25, Audeberti 274.27, Anausoni 274.31, Audrico 
274.44, Magingaoz 273. 1e. 


—- 21 — 


eo in Theoderico 272.2, Leodofredo 272.19, Leodoberto 
272.25, Leoboino 274.43; iu in Uuiumadus 274.e. 


Lautverschiebung der Mutae. 


‘k. Das latinisierte -ricus 272. 2.10, 273.9, 274. 7.28. 41. 46, 
dagegen Fridericho 274.13. Ausserdem Audachro 272. ıs, 
Uualachus 274. s. 

g bleibt überall unverschoben. Als gh steht es in Gher- 
buinus 27?.14, als ch in Fulcherno 272.8, Rachinfridi 274. 14. 

h ist vor r im Anlaut weggefallen in Rothardus 273. 
3.7, Uuulframmus 273.24, Raderamno 274.20, geblieben in 
Chrodegangus 273. ı3. 

Gotisches t hat sich erhalten in Stratburgo 272. ı, 
273.8, Stradburgo 273.2. Dass dieser Gebrauch, wenigstens 
in num. 273, bloss, was bei Ortsnamen sehr leicht möglich, 
die künstliche Conservierung eines überlebten Lautstandes 
ist, beweist der in der gleichen Urkunde vorkommende Per- 
sonenname Magingaoz. 

d ist weder im An- noch im Inlaute zu t verschoben. 
Letzteres erscheint dagegen im Auslaute: Altmannus 272.7, 
Uuithario 272.22, Gutfridus 273.17, Lantfridi 274.10; dagegen 
d in Maurind 274.25, Hardoino 274.34, Audrico 274. 4. 

p. Für den Anlaut steht uns nur Theoderico 272.2 zu 
Gebote. Im In- und Auslaut ist d eingetreten. Ausnahmen: 
Nitho 273.23; Rothardus 273.3.7, Rotmundi 274.35. 

Ueber die Labialreihe ist zu bemerken, dass die 
Media b durchgängig erhalten ist. Consonantumlaut in Ap- 
poni 274. se. 

Der Lautstand dieser drei Urkunden zeigt gegenüber 
den Weissenburger Denkmälern starke Alter- 
tümlichkeiten, nähert sich also in dieser Beziehung dem 
Alemannischen. Für dieses spricht auch der Vocalismus ganz, 
es fehlen die Eigentümlichkeiten des Südfränkischen: ua, 
io (ia), allenfalls eu. Dagegen weist wieder die Nichtver- 
schiebung der Medien auf den südfränkischen Dialekt hin, 
und diess ist entscheidend, da die spärlichen Beispiele des 


Vocalismus einen genügenden Beweisgrund nicht abgeben 
Strassb, Studien. 18 


— 262 — 


können. Immerhin lässt sich nicht verkennen, dass wir es 
schon mit einer Abstufung gegen das Alemannische 
hin zu thun haben. Heute noch bildet zwischen der aleman- 
nischen und fränkischen Mundart im Elsass das Sauerflüsschen 
ungefähr in der Mitte zwischen Strassburg und Weissenburg 
die Grenze. Sulz unterm Wald und Surburg sind die nörd- 
lichsten Puncte des Alemannischen. 


II. DIE FULDAER URKUNDEN. 
Vocalismus. 


1) Umlaut. Abgesehen von der latinisierten Endung 
-harius erscheinen die alten Formen noch in Agilolfus 275. 
5.16, Angilman 283.13, Hrihari 283.1, Gundhari 283. 21; 
diesen steht e gegenüber in Ehinhaim 276.3, 279.13, Heri- 
cheri 277.26, Herigerni 278.19, Emichoni 279.29, Egilolfi 
280. ıs, Uualahheri 283.26, Herisuuind 283.29, Uuolfheri 283. se, 
Herirat 283.43, Eriboni 285. ıs, Meginberti 285.14, Reginoldi 
285.16, Herdi 286.8. Die umgelauteten Formen haben also 
gegenüber den nicht umgelauteten beinahe das dreifache 
Uebergewicht erreicht. 

2) Das gleiche Verhältnis findet statt zwischen 6 und 
dem daraus hervorgegangenen Diphthongen uo. Wir zählen 
höchstens 7 ö und 2 ü (Udilrichi 283. 4, Utoni 280.20) gegen- 
über 12 uo, 2 oa (Oatichoni in den zu Paderborn ausgestellten 
num. 277 und 278) und einem ua (Luadleicheshaim 286. 7) 


3) Dagegen hat altes ai seine Herrschaft bewahrt, es 
tritt im Ganzen auf in 46 Belegen gegenüber bloss 8 ei. 
Zweimal treffen wir die Monophthongisierung zu ä in Hame- 
rici 278.20, Hruodolahi 232. ı5. 

4) au ist der Regel gemäss vor Dentalen und vor s, 
r, hin 6 übergegangen, sonst findet es sich in der Schreibung 
au wesentlich nur in dem Namen des Abtes Baugolf. 


— 263 — 


5) iu in Niufera 279.20 und im Stamme liut-; eo in 
theot- und in Eorogahaim 287.10; ea in Theatrada 284. ıo. 

6) Als Brechung aus i erscheint ie: Friesenheim 284.7. 
ee: 5. Grimm, Gramm. I? 163 ft. - 


Consonantismus. 


Gutturalreihe. Die Tenuis k bleibt unverschoben 
im Aulaute (einzige Ausnahme Choneshaim 278.9) und im 
Inlaut nach | und r (dagegen Verschiebung nach n: Tun- 
chinashaim 279.9, Thancholfi 280. ı9), sowie in der Verbindung 
sc (Ausnahme Hanschoashaim 285.7); sie wird dagegen zu 
ch, resp. h im Inlaut nach Vocalen und im Auslaut. Ab- 
weichungen: Scaca 279. 2ı, Hetica 283.33, Rigoltesberg 278. ı2. 

Die Media g bleibt unverschoben, als gh in Hughila- 
haim 279.19. Die Schreibung ch in Hericheri 277.26, On- 
chysashaim 278.11; wohl eher als anormale Verschiebung zu 
betrachten in Huchus 278.3, Rincholf 283.30, Chundi 285. ı5. 
Regelrechte Verschiebung zu c zeigt sich in Huc 277.3, 
Hiltine 283.37, Acbuto 286.3, Hilticari 279.33, 287.20, Cro- 
soni 287.5. 

h vor r (für hl, hn, hw finden sich keine Belege) ist 
überall intact erhalten, es sei denn, dass man in Rodashaim 
276,6 und in Luadleichesheim (für Ruadleichesheim ?) 286.7 
Aphärese statuieren wolle. Ja, es hat sich sogar mehrmals 
da vorgesetzt, wo es keine etymologische Berechtigung hat: 
Hrihcharii 280.14, Hrihharii 283. ı4, Hrihbaldi 283. 57, Hrenum 
287.9. Gerade dieses Uebermass deutet aber an, dass nur 
noch die Schrift daran festhielt. 

Bemerkenswert sind Ermberctus 275.19, Adalberetus 
277.31, 287.4. Wie in der Einleitung gezeigt, gelten jedoch 
die num. 275 und 277 nur als secundäre Quellen. Sonst 
überall -bertus oder -beraht. 

Die Labialreihe bietet nur zu wenigen Bemerkungen 
Anlass. Verschobenes p in Phadrabrunnen 277.20, 278. 1a, 
Nuzdorpf 286.21. b bleibt unverändert, ausser constant in 
dern Gaunamen Grapfeld und durch Anähnlichung in Hart- 
prahti 283.55. f wird durch v bezeichnet in Uulda 284.3, 


286.4. 
18* 


— 264 — 


Von der grössten Wichtigkeit für die Localisierung des 
Dialektes ist dagegen die Dentalreihe. Zwar gotisches 
t wird ausser in den bekannten consonantischen Verbindungen 
zu z verschoben, wechselnder aber sind die Wandlungen von 
d und p. 


Gotisch d, ahd. t. 


1. Anlaut. Unverschobenes d in Dideneshaim 275.3, 
Dubileshaim 284. 6.15; t in Tunchinashaim 279.9, Tetta 283. ı1, 
Tubilesheim 284.12, ter (unorganisch) 286... Ausserdem 
stellen wir der Uebersichtlichkeit wegen hieher Thrudharii 
279.30, Baldrud 280.7, Trudharii 285. ıa. 

2. Inlaut. a) Nach Vocalen: Foleradus 275.4.15, 
Dideneshaim 275.3, Phadrabrunnen 277.20, 278.13, Uuide- 
ricus 277.23, Haidulfeshaim 282.», Berahtradi 282.14, Hart- 
nodi 282.19, Theatrada 284.10, Hadamareshaim 286.9. Da- 
gegen: Hattoni 276.16, Oatichoni 277.28, 278.21, Baturico 
278.10, Uoto 279.3.24, Gotesman 280.8, Otoni 280.16, 281.4, 
Utoni 280.20, Hiuatinghaim 281.12, Uoto 281.14, 283.5, Tetta 
283.11, Bita 283. ıs, Itisburg 283.24, Hetica 283.33, Hruoderati 
283.58, Uualdrati 285.19, Fridurat 285.21, Acbuto 286.3, Go- 
tamareshaim 286.20. Dazu kommen noch, wenn wir -olt und 
-olf nur mehr als blosse Ableitungssilben, nicht mehr als 
selbständige Compositionsteile nehmen: Ratolt 277.12, Theot- 
olfi 281.24. b) Nach Liquida. Id: 275.11, 280.3, 281.5. 13.23. 
282.4, 283.6.48, 284.2.19, 285.3.16.18, 287.17.205 lt: 278.12, 
279.33, 283. 37.56, 285 5.9, 286.4, 287.21; -rd: 277.24. 32, 278. ı7, 
279.26, 280. 5.12, 281.18, 282.6. 12.16, 286.8; rt: 279.18, 281.11, 
287.8; nd: 280.9.18, 285.15; nt: 280.15. — Uuerdolf 277.16. 

3. Auslaut. a)nach Vocalen. d in Thrudharii 279. so. 
285.12, Baldrud 280.7, Leidmareshaim 286.6; t: 276.13. 13, 
277.15, 279.25. 27.28.34, 280.5.12.17, 281.21.24.26, 282. 6.12, 283, 
17.19. 20.27.39. 40.43.50, 284.5.9.10.1.23, 285.4.11.20, 287.7. 
b) Nach Liquida: ld: 277.29, 285.19; It: 276.8, 277.10. 12, 
278.22, 283.22.23;5 -rd: 283.35; rt: 277.34, 282.9, 283.36. 55; 
-nd: 275. 20, 277. 11.14.15, 280.6, 283. 21. 25.27.28.295 nt: 279. ı2, 
283.411. Wir haben hier überhaupt alle Fälle von nd ohne 


= 2209. = 


Rücksicht darauf, ob der Dental gotischem th oder d ent- 
spricht, um der bessern Uebersichtlichkeit willen zusammen- 
gestellt. 

Es ergibt sich hieraus: Der Anlaut schwankt zwischen 
d und t, ebenso der Inlaut nach Vocalen, beide immerhin 
mit einigem Vorwiegen der Verschiebung, dagegen behält im 
Inlaut nach Liquida d das Uebergewicht. Im Auslaut ist 
die Verschiebung Regel, und zwar ist dieselbe strenger durch- 
geführt nach Vocalen als nach | und r. Nach n folgt auch 
hier in der Mehrzahl der Fälle d. 


Gotisch p ahd. d. 


Im Anlaute steht durchgängig th, freilich finden sich 
als Belege nur die Stämme theot- und thegan (Theganmunt 
283.41). | 

Im In- und Auslaute ist eben so regelmässig die 
Verschiebung zu d eingetreten, nur einmal, 287.11, tritt die 
Schreibung Hrodhericus auf. 

Aus der Vergleichung mit dem Lautstande der Weissen- 
burger Urkunden folgt nun, dass in den Letztern die Um- 
lautung, die Diphthongisierung des ö, die Monophthongisie- 
rung des au und die Umwandlung des eo dem entsprechen- 
den Stande der Fuldaer etwa um ein Jahrzehnt voraus ist. 
In noch höherm Masse ist dies der Fall mit ai. — Der Con- 
sonantismus stimmt so ziemlich überein, nur dass hier h vor 
r zäher bewahrt und in der Dentalreihe im Inlaut d gemäss 
der otfridischen Regel häufiger zu t verschoben ist. Die 
Charakteristica ua, ia und io fehlen. Dass aber kein streng 
althochdeutscher Dialekt vorliegt, beweisen g und b. Auch 
vom Rheinfränkischen, welches sich der Verschiebung von d 
und th auch im In- und Auslaute enthält, muss abgesehen 
werden. hr und die vielen t weisen neben uo auf das in 
Fulda herrschende Hochfränkische hin, trotz den meist im 
Elsass liegenden Ausstellungsorten. Die laxe Durchführung 
jener Verschiebung von d zu t zeigt indess eine Milde- 
rung des strengen Hochfränkischen durch den 
im Elsass so nahe liegenden Einfluss von 
Weissenburg. 


— 266 — 


An bezeichnenden, durchgreifenden Merkmalen sind 
diese Urkunden sehr arm. In dem Schreiber Asaph haben 
wir uns wohl einen Elsässer zu denken, der auf der Schule 
zu Fulda herangebildet wurde, und der, in sein Heimatland 
zurückgekehrt, im Gebrauche der Orthographie unbewusst 
schwankte zwischen dem, was er in Fulda gelernt hatte und 
den Lauten, die im Elsass an sein Ohr schlugen. Wir haben 
es also hier mit einem künstlichen Mischdialekt 
oder besser mit einer künstlichen Mischortho- 
graphie zu thun. 

Die Möglichkeit einer solchen deutet darauf hin, wie 
gering in der lebendigen Sprache und schliesslich auch in der 
Schrift die Dialektunterschiede der fränkischen Stämme ge- 
wesen sein müssen. 


III. DIE URKUNDEN VON MURBACH UND MÜNSTER 
IM GREGORIENTAL. 


Vocalismus. 
1. Umlau t. 


In der Entwicklung des Umlautes, sowie auch mehr 
oder weniger der übrigen Vocale und der Consonanten lässt 
sich trotz der verderbten Ueberlieferung die Unterscheidung 
der drei naturgemässen Stadien durchführen: Vorwiegen der 
unumgelauteten Formen, Kampf mit dem Umlaut, Sieg des 
Letztern. Selbstverständlich geben wir in dieser ganzen 
Untersuchung über die bei Schöpflin abgedruckten Urkunden 
nur die Belege, welche nicht durch unverständige Abschrift 
so unkenntlich gemacht worden sind, dass die richtige Form 
nicht mehr sicher wiederhergestellt werden kann. 

I. Die Zeit der Herrschaft der alten Form 
reicht bis 786. Wir finden nämlich ohne Umlaut 22 
(290.18, 291.15.19, 293.6, 294.1.9, 295.16, 296.6.11, 297.6, 
298.12, 299.1.3.5.10, 300.6.17, 301.1, 302.1.9, 318.5.17) + 7 
(-arius—=-harius) Belege gegenüber nurfolgenden umgelauteten: 


— 267 — 


Alperio 291.29, Fetzenheim 319.10, Heruncheim 319.14. 15. 16.17, 
Ratherishaim 297.s, Fezinhaim 298.4.5, Egerius 299.12, Gunt- 
heri 300.1ı.. Das Verhältnis ist ungefähr 3:1. 

II. Uebergangszeit 789—796. Ohne Umlaut: Agil- 
marus 303.18, Raginhardus 303.19, Raginhadus 303.20, Achil- 
hardus 305.18, Agilmarus 306.10, Bozharii 308.12, Achiolfi 
303.13, Raginboldus 310.4.11, Uuolfari 311.17, Angilboldi 
3ll.ee, 312.15; mit Umlaut: Reginhoi 304.16, Egilolfi 304.20, 
Eghilnsarus 305.17, Regingerus 306.5.6.18, Uueniloni 306.22, 
Heriolfi 306.25, Reginhardus 307.8, Meginoldi 307.21, Uualt- 
herii 309.14, Heriradi 310.2.. Eine interessante Epenthese 
zeigt Aighilmaro 309.4. 

IIL Vom Beginne des 9. Jh. an ist der Sieg 
des Umlautes entschieden. Gegenüber 20 Belegen 
mit e in allen für diese Zeit in Frage kommenden Urkunden 
(6) tritt noch a auf in Angilbold 315.16, Uuazilo 315.21, 
Phachina 320.1, Hlothario 320.7, und sogar von diesen vier 
Namen ist im Grunde genommen bloss der erste stichhaltig. 


2.0 — uo. 

Auch die Grenze der Herrschaft dieser bei- 
den Laute fällt ungefähr in das Jahr 786. Eine 
Anzahl durch den Abschreiber wohl erst hereingebrachter 
Formen mit blosem u (292.5.11, 301.3, 304.5.13, 305.5, 
306.16, 313.25, 317.24) lassen wir ausser Berechnung. So 
haben wir denn bis zu dem oben angegebenen Zeitpunct 
altes ö: Odilhardi 288.9, Rodacarius 289.20, Colobocishaim (?) 
291.7, Rotmarshaim 291.14, Zozihuhus 293.8, Odalrici 299. ıs, 
Rodperti 299.21, Rodaccius 318.21. Diphthong: Fruaradone 
302.2; uneigentlich Soaboni 302.20. 

Von 789 an ist das Verhältnis umgekehrt: Ogo 303.1e, 
Bozharii 308.12, Herimot 315.18, Rotruda 316.9 gegen Muor- 
bach 304.2.9, 313.3, 317.6, Puoba 307.4.15, Uotonis 313.17, 
Ruotlant 316.30, Roabach 306.9. Die regelmässige Schreibung 
des Diphthonges ist also uo; oa und ua sind Ausnahmen. 


3. 81 — ei. 
ai behält zu allen Zeiten die Oberhand, wir 


— 268 — 


zählen es in 44 Belegen gegenüber nur 14 ei, von denen 
10 auf num. 319 (a. 768) kommen, die einzige Urkunde, in 
der ei überwiegt. 

4.au — 6, 

Der Wechsel zwischen au und ö vor Dental, 
h, vr und s vollzieht sich in den Murbacher Ur- 
kunden ungefähr um 760. Bis zu diesem Zeitpunct 
haben wir: Maurobaccus 288.2, 289.3, 290.1, 291.2, Maur- 
bach 292.1.?, Maurbacense 292.6, Autberti 292.13, Gberhauho 
318.3; ö in Grosinhaim 291.16, Morbach 293. ıa. 

In der karolingischen Zeit dagegen ist au nur noch 
ganz selten: Gauspaldus 296.2, Uuolfcaus 301.18, Maurbach 
309.10. Sonst überall ö. ou findet sich einzig in Hartgousi 
298.14, welches wir aus der von Schöpflin gebotenen Lesung 
Hartguosi gebessert haben. 


5. ıu. 


iu findet sich in allen hieher gehörigen Urkunden im 
Ganzen dreimal: Liutghero 319.19, Liutoldi 313. 18.2”. Häufig 
dagegen ist das altfränkische eu: Leudigarii 289.3, 290.2, 
292.2, 296. 4.9.12, 300.2, 304.3, 309.11, 313.2, 315.1, Leude- 
frido 289.8, Theuderico 289.11, 290.8, Theudofridi 290.17, 
Theutberti 292.17, Leutmarasheim 294.:, Theutbergane 297.2, 
Theutharius 297.10, Theutbaldi 301.20, Theuthardi 307.20. 

Bis zum Beginne der karolingischen Aera 
ist dieseseu demeoetwa doppelt überlegen, von 
da an aber herrscht eo uneingeschränkt. Wir 
können uns daher damit begnügen, die Abweichungen zu 
verzeichnen: Theathardus 305.3, Thietonis 313.22, Thietmar 
321.15; ie finden wir noch in Lielinse 292.8, Mietoni 307.16; 
ia in Uuialberti 298.11; als einfaches &: Chresinga 293.9, 
Cresheim 314.7, Uuelfridus 308.16, Uuelandus 310.12, 311.23, 
312.20. 


Consonantismus,. 
1. Gutturalreihe., 


Für k gilt die Regel, dass dasselbe nur im In- und 
Auslaut verschoben wird, Ausnahmen: Maurobaccus 


29 — 


288.2, 289.3, 290.1, 291.2, Arabacshaim 299.s, Ricbaldi 
293.14; Trodolaigi 288.14, Uuolflaigo 295.15, Uolfrigeshaim 
295.9; Starculfus 297.22, 318.13, Marcolfus 307.10, Marcoldo 
319.21, Folcuuinus 312,3.11. 

g. Die gutturale Media bleibt auch hier unver- 
schoben, doch erleidet diese Regel sehr viele Aus- 
nahmen. 

a) Im Anlaut. Verschiebung zu k: Cachihardi 290. ıs, 
Cachinga 293.6, Uuolfcaus 301.18, Uuolfkeri 307.18, Crem- 
hildis 312.4.13, Kerhoh 314.1, Cresheim 314.7, Kerolt 320.», 
Cozbold 320.12, unorganisch Chresinga 293.9, Chroso 298. ıe, 
Hilficheri 300.14, Altchiso 309.20. 

b) Inlautend: Achiberti 300.6, Uuicherici 304.21, Achil- 
hardus 305.18, Achiolfi 308.13, Siehihardi 310. ıe. 

c) Auslautend: Uuicfrido 291.2”, Herunchaim 313.11, 
319.14.15.16.17, Uuichardi 314.10, Uuicbertus 316.20, Hucberto 
318.11, Uuichart 320.14. 

Charakteristischer als die im In- und Auslaut unbe- 
deutende Verschiebung ist das äusserst häufige Auf- 
treten von gh vor i und e. Die oben erwähnten Fälle 
von ch vor diesen beiden Vocalen scheinen demnach bloss 
eine Abart der Schreibung gh zu sein. Letzteres tritt auf 
in Raghinramno 295.16, Annghiseshaim 295.8, Anghise 295.21, 
Annghishaim 296.7.ı3, Eghilmarus 305.17, Aighilmaro 309.4, 
Ghisalmondo 318.14, Sigherhamno 318.19, Gherhauho 318.3, 
Sighifridus 319.2.18, Anghisehaim 319.11, Liutghero 319.19, 
Sighimundo 319.20. 

Merkmal der oberelsässischen Urkunden ist also: relativ 
häufige Verschiebung von g zu k im Anlaute, sowie die 
Schreibung gh. 

h. Auch bei diesem Laute tritt vielfach das Bestreben 
hervor, die Spirans in die Aspirata ch zu vergröbern: Ebro- 
chardus 289.1.12, Childi 289.ıs, Jochannis 289.21, Chefecha 
(unorganisch) 294.8, Uuolfchardus 299.11, Uuolfhoc 310.19, 
Uualthcarii 314.12, Childeriei 318.9, Uuanbrecht 314.4, Be- 
rahctoldus 320.3. 16. 

 Eigentümlich berührt das gänzliche Fehlen der Spirans 
vor den Liquiden mit einziger Ausnahme des Königsnamens 


—_— 270 — 


Hlothario 320.7. Dieser Mangel ist höchst wahrscheinlich 
dem Abschreiber zur Last zu legen. 


2. Dentalreihe. 
Gotisch d, hochdeutsch t. 


a) Anlaut. d.nur in Diddo 294.12, dagegen t in Trodo- 
laigi 288.14, Hemeltrudis 289.2, Tadperti 299.22, Uuolftruda 
305.7, Tudinhaim 311.s, Rotruda 316.9, Tessinheim 319.12, 
Tunginisheim 319.13; Throtberti 314.13. 

b) Inlaut. In der Regel wird nicht verschoben, doch 
bilden die t eine ansehnliche Minderheit: 290. 12.14, 291. 12. 15, 
295.4.10.22, 299.14, 302.18, 305.5.16, 306.15, 307.3.6.7. 14.16, 
310.3.5.18, 312.16.19, 313.17. 18.22.27, 314.5, 316.12. 13.14.19, 24, 
317. 12. 21. 27. 

c) Auslaut. 66 t gegen 16 d, welche meist nach Li- 
quida, vornehmlich n, stehen. Doch ist nt eben so stark ver- 
treten. 


Gotisch p, hochdeutsch d. 


Im In- und Auslaut ist die Verschiebung 
regelmässig durchgeführt, im Anlaut dagegen 
steht th. Die wenigen Ausnahmen, von welchen die zwei 
letzten bloss graphischer Natur sind, lauten: Saladionis 300. 14, 
Theothart 316.41, Tegenhart 317. ı5. 


3. Labiıalreihe. 


p: Die Verschiebung ist nicht durchgeführt in Petrosa 
289.7, Pefferauga 306.8, Pachinas 318.5, Uuelponi 293. 10. 11, 
Helpuini 308.11, 312.14 (sonst immer helf- oder hilf-). Da- 
gegen ph: Sumphone 300.5, Phachina 320.1; f: Fachinam 
296.11, Sunfone 301.7. 

b. Wie bei g und inlautendem d, so ist auch hier die 
Anzahlder Fälle, indenendieherrschende Media 
der Tenuis weichen muss, sehr bedeutend. Im 
Anlaut finden wir p in folgenden Fällen: | 

Stamm -pert: 293.19. 22, 295.3, 299. 21.22, 304.4, 309. ı7, 
306. ı6. 23, 307. 1. 19, 310. 14.15. 16, 312. 12. 16. 18, 317.30. 35; -pald: 


—_— 271 — 


302. 18, 307.2, 313.24: ausserdem: Perghmanno 295.20, Puoba 
307. 4.15, Longopardorum 307.13, 309.23, 312.10, Pancinhaim 
310.6.7. In- und auslautend: Alperio 291.29, Alponi 299. ı7. 


Als positive Eigentümlichkeiten des oberelsässischen Dia- 
‚ lektes oder wenigstens der dortigen Orthographie können 
auf Grund dieser Untersuchung bezeichnet werden: 

Die Diphthonge ai und eo (in ältester Zeit eu); teil- 
weise durchgeführte Verschiebung von g zu k und von b zu 
p im Anlaute, ziemlich vollständige Verschiebung von d zu 
t im An- und Auslaute, dagegen Beibehaltung des anlauten- 
den th, endlich die Schreibweise gh vor hellen Vocalen. — 
Gegenüber den Weissenburger Namen fällt auf der um ein 
gutes Jahrzehnt später stattfindende Uebergang von den un- 
umgelauteten zu den umgelauteten Formen. Noch weiter 
liegen die bezüglichen Verhältnisse auseinander in der Ent- 
wicklung von ö zu uo; ua fehlt; eine Entwicklung von ai 
zu ei findet nicht statt. Uebereinstimmung herrscht dagegen 
hinsichtlich des Zeitpunctes der Monophthongisierung von au 
zu ö, sowie der Conservierung von eu und eo. ia und io 
dagegen sind Murbach fremd. 

Dem Consonantismus beider Gruppen ist gemeinsam die 
Nichtverschiebung von k und th im Anlaute, sie unterscheiden 
sich dagegen wieder durch die Verschiebung von anlauten- 
dem d zu t in den Murbacher Urkunden und deren starke 
Ansätze zur Verschiebung des anlautenden g und b. 

Wie stehen die bezüglichen Verhältuisse nun in St. 
Gallen, d. h. in Hochalemannien? Umlaut und Diphthongi- 
sierung des ö halten mit der entsprechenden Entwicklung 
in den Murbacher Urkunden gerade den gleichen Schritt, nur 
dass in St. Gallen ua häufiger als uo ist. 

Das nämliche ist der Fall bei der Monophthongisierung 
von au zu 6. ai dagegen ist und bleibt eine vereinzelte 
Eigentümlichkeit der Murbacher Urkunden; eu ist in St. 
Gallen so gut wie ausgestorben, eo ist der herrschende Diph- 
thong. 

Anlautendes k wird in den St. Galler Urkunden immer 


_— 272 — 


zu ch, th vorzugsweise zu dh und d verschoben, d zu t auch 
inlautend. Das Verhältnis von an- und auslautendem g zu 
k ist gerade umgekehrt, anlautendes p ist stärker, aber keines- 
wegs als Regel durchgeführt. Die Schreibweise gh begegnet 
auch hier. 

Aus diesen beiden Vergleichungen ergibt sich, dass der 
Lautstand von Murbach die Mitte innehält zwi- 
schen dem Südfränkischen von Weissenburg und 
dem Hochalemannischenvon St. Gallen. Letzterem 
steht er aber doch entschieden näher. Wir haben ihn also, 
wozu auch die ethnographischen Verhältnisse stimmen, als 
alemannisch, und zwaralsniederalemannisch an- 
zusehen. Heute noch bildet im Wesentlichen die Aare die 
Grenze zwischen dem hoch- und niederalemannischen Dialekte, 
welch Letzterer sich nach wie vor durch weichere Laute und 
breitere, langsamere Aussprache auszeichnet. Diese findet 
sich denn nun auch in seinen soeben behandelten ältesten 
Spuren: sie stehen an Altertümlichkeit dem Hochalemannischen 
nicht nach, ja übertreffen dasselbe noch, z. B. in der Er- 
haltung von ai und uo. Fränkischen Einfluss zeigt der Con- 
sonantismus in anlautendem ursprünglichem k und th. Als 
speziell niederalemannische Eigentümlich keiten 
haben wir somit anzusprechen: 

ai, uound die schwächere Entwicklung von 
anlautendem g und b zu k und p. 


Durch die Folge der Aebte weisen deutlich auf Mur- 
bach als Entstehungsort hin die Annales Guel- 
ferbytani, abgedruckt in den Monumenta Germaniae I], 
23—31, von 741—761, Fortsetzung 8. 40— 44, von 769—790. 

Zur Charakterisierung des oben geschilderten Dialektes 
dienen folgende in ihnen enthaltene Eigennamen: 


1) Teudeballus, Alsatia, Deotbaldus, Alsatius, Eborhar- 
dus, Otbertus, Griffo, Grifo, Baldebertus, Frisa, Baldobertus, 
Heribertus, Waifarius; 


2) Warinus, Heribertus, Amicho, Rotcauzo, Hiltigardis, 


— 713 — 


Erespuruc, Turingi, Baguvariorum, Tassilo, Deodonem, Amicho, 
Ingolunhaim. 

Der Lautstand stimmt durchaus zu dem der Urkunden, 
nur dass durch Annahme der Schreibung d für th im An- 
laute eine noch entschiedenere Annäherung an das eigentliche 
Alemannien sich bemerklich macht. | 

Ein zweiter Theil der Annales Guelferbytani, die Jahre 
791—823 umfassend, ist in den M.G. ], 8. 45 und 46, ent- 
halten. Im Gegensatz zum ersten weist er durch keinerlei 
Bezüge auf Murbach hin. Die in ihm enthaltenen Eigen- 
namen sind: Reganespuruc, Chlodowicum, Sualafeld, Fran- 
chonofurt, Fastradana regina, Chufstain, Hrinc, Hludowicum, 
Partunwich, Phaderprunnin, Erich, Kerolt, Peehaim, 'Teodonis, 
Hatto, Peretolt. — Man sieht, die Orthographie ist im Gegen- 
satz zum ersten Teile die streng hochalemannische. Möglich, 
dass dieser zweite Teil aus Reichenau stammt, welches 
Kloster mit Murbach schon durch die Person des gleichen 
Stifters, Pirminus, verbunden gewesen sein muss. 


Den Namen Murbachs tragen auch die zuerst von 
Jacob Grimm, später von Sievers herausgegebenen Inter- 
jinearversionen lateinischer Hymnen; ihre Hand- 
schrift nämlich befand sich um die Mitte des 15. Jh. zu Mur- 
bach. Der Lautstand ist durchaus hochalemannisch. Der 
Umlaut ist durchgeführt, ebenso die Diphthongisierung des 6, 
und zwar zu ua, die Länge des ü vertretenden Diphthongen 
zeigt die Formen iu, eo, io, gotisches d ist durchweg zu t 
verschoben, k zu ch, g und b im Anlaut zu k und p, h vor 
r, 1, n, w ist bereits abgefallen. 

Von Murbach als Ort der Uebersetzung dieser Hymnen 
kann demnach nicht die Rede sein, das obere Aleman- 
nien istihre Heimat, und zwar, da die in einem alten 
Reichenauer Handschriftenverzeichnisse erwähnten Carmina 
theodisca auf kein anderes poetisches Denkmal passen, eben 
das schon genannte Reichenau. Wie Murbach zu jener 
Handschrift kam, und ob dieselbe Original oder gleichzeitige 
Abschrift ist, lässt sich nicht mehr ausmachen, eben so wenig, 


— 214 — 


wieso umgekehrt Murbach seine Annalen dem Kloster 
Reichenau zur selbständigen Fortsetzung überliess. — Im 
Uebrigen weist der oben skizzierte Lautstand der Hymnen 
etwa auf das zweite Jahrzehnt des 9. Jh. 


Anhang. 


Die Urkunde für St. Gallen. 
(num. 321, a. 757). 


Die Kembser Urkunde für die Abtei St. Gallen weist 
keinen von dem Murbacher Dialekt wesentlich verschiedenen 
Lautstand auf. Ueberall steht noch ai statt ei, und es herrscht 
die ausgesprochene Neigung, anlautende Muta zu verschieben: 
Podalus, Chambiz, Tezone. Bemerkenswert ist noch gh vor 
hellen Vocalen: Amalghisus, Ghisalmundo. 

Wir stehen also bereits hart an der Grenze der 
oberalemannischen Mundart, oder, da das ge- 
sprochene Deutsch sich immer von dem geschriebenen unter- 
schieden haben wird, der oberalemannischen Schriftsprache. 


Und nun, am Schlusse unserer Untersuchung über die 
althochdeutsche Sprache im Elsass angelangt, sehen wir das 
unverweigerliche, mehr negative Resultat vor uns: einen 
einheitlichen altdeutschen Dialect des El- 
sasses gibt es nicht. Im Norden herrscht der süd- 
fränkische Dialekt, d. h. das durch das Alemannische stark 
beeinflusste Rheinfränkische. Im Süden finden wir das Ale- 
mannische seinerseits gemildert durch den nördlichen Nachbar, 
das Fränkische. 

Die wenigen, von der Nordgrenze des Alemannischen 
herstammenden urkundlichen Denkmäler jener Zeit lassen, 
so weit wir es zu erkennen vermögen, schon mehr einen 
Mischdialekt zur Geltung kommen. Die meiste Gemeinsam- 
keit weist der Lautstand der Urkunden aus der merowin- 
gischen Zeit auf, einer Zeit, in der das eigentliche Deutsch- 
land noch in Barbarei versunken war, und in der man sich 
notgedrungen an die allerdings mangelhaften orthographischen 


— 275 — 


Regeln der Westfranken, der Schule von Tours, halten 
musste Mit dem Auftreten Karls d. Gr. kam dann auch in 
dieser Beziehung mehr Leben und selbständiges, überlegtes 
Handeln in die einzelnen Stämme. Immerhin lässt sich nicht 
verkennen, dass sowohl durch den Murbacher als 
durch den Weissenburger Lautstand der Grund 
zu der heutigen weichen und breiten Mundart 
des Elsasses gelegt ist. 


Noch mögen einige Bemerkungen über ein ebenfalls 
das Elsass berührendes litterarisches Denkmal hier ihren 
Platz finden. Wir meinen die von W. Weackernagel in 
Haupts Zeitschrift für deutsches Altertum, Band V, 8. 319 
—368 veröffentlichten Schlettstadter Glossen. Ob- 
wohl dieselben uns nur in einer auf der Stadtbibliothek zu 
Schlettstadt befindlichen Abschrift aus der ersten Hälfte des 
12. Jhs. überliefert sind, weist ihr altertümlicher Lautstand 
doch darauf hin, dass sie kaum einem späteren, als dem 8. 
Jh. angehören. Was nun ihren Entstehungsort betrifft, so 
sind dafür unverwendbar eine Notiz über das Kloster Wein- 
garten in Schwaben, sowie eine andere auf Lutterbach im 
Ober-Elsass hinweisende; sie beziehen sich beide auf Ver- 
hältnisse des 11. Jahrhunderts. 

Der Lautstand ist streng alemannisch, anlautendes k 
ist zu ch, g zu k verschoben, ferner wird b zu p. Ö für uo, 
eo und die Endung -m&s sind lauter Merkmale der aleman- 
nischen Mundart, wie sie im Vocabular des heiligen Gallus 
und in der Benedictinerregel erscheint. Eine elsässische 
Heimat dieser Glossen ist demnach sehr unwahr- 
scheinlich. Wir haben uns daran zu erinnern, dass in 
jenen frühen Zeiten, da die Wissenschaft nur in den Händen 
weniger Auserwählter sich befand, namentlich solche brauch- 
bare Lexika von Kloster zu Kloster wanderten und abge- 
schrieben ,„ wohl auch nach Bedürfnis verändert oder ver- 
mehrt wurden. So muss es auch diesem Glossar ergangen 
sein: aus Alemannien kam es in’s Elsass, und bei der Ab- 
schrift floss ungesucht jene Notiz über Lutterbach ein, sonst 


— 276 — 


aber wurden keine, oder doch nur ganz minime Veränderungen 
am Texte vorgenommen. 

Ein Litteraturdenkmal in deutscher Sprache, dessen 
Entstehung aus innern Gründen mit Notwendigkeit dem 
eigentlichen Elsass zugetheilt werden müsste, besitzen wir 
also vor dem grossen Evangelienbuch Otfrids von Weissen- 
burg nicht. 


ULOSENER UND KÖNIGSHOFEN. 


BEITRÄGE ZUR GESCHICHTE IHRES LEBENS UND 
DER ENTSTEHUNG IHRER CHRONIKEN. 


I. 


Was man bisher von dem Leben des Strassburger Chro- 
nisten Fritsche Closener wusste, ist sehr dürftig.! Das nun 
auch im Bibliothekbrande von 1870 untergegangene Lucksche 
Wappenbuch nannte seine Eltern und gab seine Stellung als 
praebendarius chori ecclesiae Argentinensis an, Königshofen 
nennt ihn vicarium ecclesiae Argentinensis. Für alles Uebrige 
mussten wir uns auf Grandidiers Genauigkeit und Gewissen- 
haftigkeit verlassen, nach dessen Aussage Closener Präbendar 
an der Katharinenkapelle am Münster war, noch 1384 lebte 
und am 26. October dieses oder eines der folgenden Jahre 
starb, wie das aus der bezüglichen Eintragung im Nekro- 
logium des grossen Chores folge.? 


i Vgl. Hegels Einleitung zu der Ausgabe Closeners in den 
deutschen Städtechroniken VIII, 3 ff. Auch ist noch immer der Code 
histor. et dipl. de la ville de Strasbourg 8. 8 ff. zu vergleichen. 

? Grandidier: essais histor. et topogr. sur l’eglise cathedrale de 
Strasbourg 1782. S. 52 f. Dass Closener Präbendar am Katharinen- 
altar war, schöpft er offenbar aus dem von Closener verfassten direc- 
torium chori, das am 12. März 1364 vollendet wurde und welches Gran- 
didier noch in 2 Exemplaren kannte, die beide heute verschollen sind. 
Woranf die Zweifel basiren, welche Lorenz betreffs dieses Direktoriums 
und des lateinischen Wörterbuchs hegt (D. Gesch.-Quellen des M.-A. 
I, 29), ist mir nicht recht erfindlich. 

Strassb, Studien, 19 


—_— 278 — 


Je dürftiger und unsicherer diese Notizen sind, um so 
werthvoller sind die Angaben, welche sich aus einer Urkunde 
ergeben, die ich nach ganz anderen Dingen suchend im 
Strassburger Stadtarchiv auffand. Im weiteren Verlauf der 
Untersuchung, die sich auch auf Closeners Nachfolger, Jakob 
Twinger von Königshofen, ausdehnte, kam ich zu Ergebnissen, 
die für Auffassung und das Verständniss der beiden Ge- 
schichtsschreiber nach meinem Ermessen von nicht geringem 
Belang sind. Eine volle Lösung aller aufgeworfenen Fragen 
wird aber erst dann möglich sein, wenn das Urkundenbuch 
der Stadt Strassburg bis zum Jahre 1400 vorgerückt ist und 
das gesammte urkundliche Material, von dem ich nur die 
reiche Ausbeute einer kurzen Nachforschung benutzen konnte, 
an das Licht gebracht haben wird. 

Die erwähnte Urkunde des Stadtarchives ist der An- 
stellungsbrief Closeners als Pfründner und Wächter (custos) 
am Marienaltar im Münster vom 13. September 1349.! Die 
Stellung, mit welcher Meister und Rath der Stadt als l’atrone 
des Altars ihn betrauten, war gewiss keine schr ehrenvolle. 
Ausser den Obliegenheiten, wie sie die zahlreichen I’fründner 
an den verschiedenen Altären des Münsters zu erfüllen hatten, 
fiel ihm während der Stunden des Gottesdienstes die Be- 
wachung und Bedienung des Marienaltars zu, an welchen 
am Ende des 14. Jahrliunderts nicht weniger als 7 Präben- 
den bestanden; ihm war auch die Behütung der Schätze der 
Donfabrik übertragen — denn zur Bauhütte, zum Werke 
unserer lieben Frau, gehörte recht eigentlich der Marien- 
altar —, alle Sonntage musste er die bezüglichen Namen der 
Wohlthäter des Baues aus dem noch heute erhaltenen Anni- 
versarienbuch vorlesen. Closeners Einkünfte waren nicht 
bedeutend, er wurde, wie der Baumeister und die Münster- 
steinmetzen, vom Frauenwerk aus bekleidet und beköstigt. 
Gegen Ostern erhielt er eine vollständige neue Kleidung (in- 


1 Stadt-Archiv. Vorderes Dreizehner-Gewölbe Corp. A. lad. 63 
(idibus septembr. a. d. 1349.) Original mit anhängendem Siegel des 
bisch. Hofgerichtes. Das Pergament enthält in einer Falte Löcher, 
jedoch sind die fehlenden Buchstaben resp. Worte mit Sicherheit zu 
ergänzen. 


— 29 — 


tegra vestis decens et honesta), gegen den Winter einen an- 
ständigen Ueberrock (toga furrata et honesta), ausserdem 
empfing er eine jährliche Besoldung von 5 Pfund Pfennigen. 

Der Gottesdienst im Münster war ganz verschiedener 
Art, oben auf dem durch den Lettner abgesperrten Chore 
hielt das Kapitel und der grosse Chor seine prunkvol:en 
Feste, unten im Schiffe am Früh- und am Marienaltar fand 
der einfache Gottesdienst für die Bürger statt. Diese beiden 
Altäre waren im Wesentlichen von der Stadt abhängig. In 
dieses Verhältniss trat nun auch Olosener; er stand nicht im 
Dienste des Bischofs; der Rath, die Pfleger des Frauen- 
hauses waren seine Vorgesetzten; nur in rein geistlichen 
Dingen hatte er dem Bischofe zu gehorchen. Er trat somit 
viel mehr, als die andern Geistlichen, in die bürgerliche Ge- 
meinschaft hinein, und so erklärt es sich, wie er in seiner 
Chronik denken und schreiben konnte, als wäre cr ein ge- 
wöhnlicher Bürger. 

Dieselbe enge Beziehung zur Stadt und vor allem zum 
Frauen-Werke findet sich ebenso bei fast allen andern älteren 
Geschichtschreibern Strassburgs (Matthias von Neuenburg 
allein ausgenommen) wieder, in diesem Verhältniss wird man 
ein sehr wesentliches Element der ganzen Geschichtschreibung 
Strassburgs bis auf Königshofen zu erkennen haben. 

Nicht ganz ein Jahr lang hat Closener die Stelle am 
Marienaltar bekleidet, denn schon am 14. Juli 1350 übertrug 
Meister und Rath dieselbe Pfründe an einen Priester, Namens 
Johannes Gabriel.! Es war gerade die Zeit unmittelbar nach 
dem .ereignissvollen Treiben, das vom. Januar 1349 ab die 
Verfassungsumwälzung, die Judenverbrennung, Pest und die 
Fahrten ‘der Geissler in buntem Wirbel mit sich brachte. 
Closeners vortreffliche Schilderungen aller dieser Ereignisse 
— auf deren Darstellung doch im Wesentlichen sein litera- 
rischer Ruf beruht — legen die Vermuthung nahe, dass er 
schon bald nach den Ereignissen Aufzeichnungen über die- 
selben machte, zum mindesten haben sic auf ihn einen ausser- 
ordentlich tiefen Eindruck gemacht, der sich in der Genauig- 


1 Urkunde daselbst. Original. 
19* 


— 280 — 


keit und Sorgfalt in Wiedergabe aller Einzelheiten, in dem 
Ernste wiederspiegelt, mit dem er diesc stürmischen Tage 
schildert. 

In das Jahr 1349 fällt auch die Einweihung der Katha- 
rinenkapelle, in der vier Jahre später ihr Gründer Bischof 
Berthold beigesetzt wurde;! erst damals wurden dann auch 
wohl die vier an derselben errichteten Pfründen, deren 
Gründung Grandidier in die Jahre 1332 und 1343 verlegt,? 
an Geistliche vergeben. 3o niag Closener gleich damals an 
die Katharinenkapelle gekommen sein,? wo er sich seit Herbst 
1358 nachweisen lässt.* Er bekleidete damals die erste 
Pfrüude in der Katharinenkapelle, die am Katharinenaltar, und 
hatte für dieselbe einen langen Process zu führen gegen den 
Rektor der St. Martinikirche zu Stiassburg, Götzo Frillemann v. 
Pfaffenhofen, welcher ihm alljährlich 15 Pfund Pfenninge zu 
zahlen hatte und diese Zahlung verweigerte. Der lange Pro- 
cess. in dessen Verlauf Götzo interdizirt wurde, an den Papst 
appellirte und überhaupt Alles für sich in Bewegung setzte, 
endete damit, dass Götzo seine Schuld im Jahre 1363 ein- 
gestand.?® Die Stellung, welche Closener jetzt einnahm, war 
eine sehr angesehene, er gehörte zu den ersten nach den 
Domherren. Er verdankte diese Stellung direkt oder indirekt 
dem Bischof Berthold v. Buchegg, und es wird für die Auf- 
fassung dieses Bischofs zu beachten sein, dass seine beiden 


1 Vgl. Clos. 8. 93. 9. 

2 Essais histor. sur l’egl. eathedr. 339. Die von Closener inne- 
gehabte Pfründe ist in der That im Jahre 1332 gestiftet (Or. Urkde 
im Bez. A). 

3 Closener selbst bezeichnet seine Pfründe nicht. S.93 bei Hegel 
erzählt er: “in der selben capelle (s. Katharina) stift er (B. Berthold) 
ouch vier erliche pfrunden’. In der vita Bertholdi (Studer S. 234) heisst 
die Kapelle: ‘pro quatuor presbiteris laute dotata’. 

* Folgt aus Zeugenaussagen in dem gleich zu erwähnenden 
Process. 

5 Im Bez. Archiv des Unt.-Elsass G. 3469 findet sich eine grosse 
Menge von Aktenstücken, welche sich auf diesen Process, den das Ka- 
pitel und Closener gemeinsam führten, beziehen. Sie fallen sämmtlich 
in die Jahre 136%—136°. 


— 2831 — 


Geschichtschreiber, Closener wie Matthias von Neuenburg, 
von ihm gehoben und emporgebracht waren. ! 


Die Verbindungen, die Closener im Jahre 1349 mit dem 
Frauenhause anknüpfte, blieben aber noch über das Jahr 1350 
hinaus bestehen. Denn er erklärt in einer Urkunde vom 
8. Januar 1369, er sei aus gewissen billigen Gründen dem 
Frauenhause zur Zahlung der beträchtlichen Summe von 10 
Pfund Pfenningen verpflichtet, die er aus seinem Nachlasse 
anweist;” ebenso verkauft er demselben sein Psalterbuch 
mit dem Kalender für 3 Pfund Pfenninge, um sie mit 
seinen libri matutinales für Lebenszeit zur Nutzniessung 
zurückzuerhalten.? Da in dem Concept der letzteren Urkunde, 
die vom 16. April 1372 datirt ist, Closeners Name und das 
Datum ausgestrichen und dafür ein anderer Name und das 
Datum 5 idus marcii 1373 eingesetzt ist, so darf man viel- 
leicht schliessen, dass Closeners Tod zwischen die beiden 
Daten fällt. Dem steht nur entgegen die Angabe Grandi- 
diers, dass Closener noch 1384 gelebt habe. 


Am Besten bezeugt aber die Fortdauer enger Be- 
zichungen zwischen Closener und dem Frauenhause der Um- 
stand, dass die Reinschrift seiner Chronik nach seinem Tode 
auf dem Frauenhause aufbewahrt wurde, wo Königshofen sie 
benutzte. * 

Früher hatte man häufiger Johannes Twinger als den 
geistigen Vater der gesammten Closenerschen Geschichts- 
schreibung aufgefasst. Dass das irrig sei und er nachweis- 
lich nur die Veranlassung gab zur Uebersetzung des Bellum 


1 Closener sagt von ihm 8. 93: ‘er was ouch ein getrüwer herre 
sinen fründen und sinen dienern, wand er sü zu groszen eren furderto 
und sü mahte frumme und riche’. 

?2 Frauenhaus A. Codex 8. liber contractuum fabricae ecclesiae 
Arg. von 1368-—89. fol. 5. Concept (vielleicht auch Auszug). Fride- 
ricus dict. Closener wird als prebendarius chori ecclesie Arg. bezeichnet. 

3 Daselbst fol. 25, ebenfalls Concept. Der Verkauf findet Statt 
am 18. März 1372, die Verleihung am 16. April. Es handelt sich also 
um eine Verpfändung. Das Psalterium war ihm geschenkt von den 
Erben Peters genannt Jöche, Pfründer an St. Stephan. 

+ Königshofen citirt sie als ‘Cronik uf unser frowen hus.’ (8. 767). 


—_ 232 — 


Waltherianum ist längst nachgewiesen. ! Noch nicht genügend 
aufgehellt ist die Frage nach der Abfassungszeit der Chronik. 
Die Schlussnotiz der uns allein erhaltenen Handschrift, welche 
das Jahr 1362 und zwar genau den 8. Juli als den Termin 
angicbt, wo dis büch vollebraht wart‘, hat Hegel mit Recht 
nur auf die Fertigstellung der Handschrift bezogen. Die ent- 
scheidende Frage, wann die erste Anlage der Chronik er- 
folgte, hat Hegel nicht scharf gestellt, Lorenz hingegen ist 
unzweifelhaft auf der richtigen Bahn, wenn er die Chronik 
einer früheren Zeit zuweist, als gerade 1362.” Wie mir 
scheint, ist die Chronik bald nach 1349—50 begonnen; denn 
fast nur für diese Jahre hat sie eine runde Darstellung, 
was die jüngere Zeit anbelangt, findet sich meist nur in 
kurzen abgerissenen Notizen. Closener beendet bereits mit 
dem Jahre 1347 die Geschichte der Kaiser, es ist eben noch 
die Wahl Karls IV. berichtet; von Günther von Schwarz- 
burg, dessen Tod allen Leuten doch das lebhafteste Interesse 
erweckte und von allen Chronisten als dankbares Thema an- 
gesehen wurde, weiss er Nichts.? Ebenso schliesst er seine 
Geschichte der Strassburger Bischöfe mit dem Tode Bischofs 
Berthold (1353), dessen Leben allerdings schon im Präteri- 
tum erzählt wird, und der Wahl Bischof Johanns, von dessen 
Thaten nur cine, wohl eingeschobene Notiz von 1358 kurz 
den Erwerb der Landgrafschaft in Unterelsass berichtet. ? 
In anderen Theilen der Chronik finden sich allerdings No- 
tizen aus den Jahren 1353 ff. häufiger, allein, so weit ich sehe, 
können dies recht gut alles jüngere Zusätze sein. Die Be- 
handlung der Frage ist schr dadurch erschwert, dass. nur 
eine einzige Handschrift, eine Reinschrift, vorliegt und gerade 
sie von Königshofen auch schon benutzt ist. Daher ist eine 


i Ueber Johann Twinger vgl. Kindler von Knobloch im Bulleiin 
de la soci&t6 pour la conservation des monuments historiques d’Alsace. 
2° serie. Bd. X, S. 286 f. In Betreff Closeners Stellung zum bellum 
Waltherianum ist Wiegands ‘bellum Waltherianum’ nicht zu übersehen. 

?2 Deutschlands Geschichtsquellen I, 31. 

3 S. 70. Die Angabe über die Krönung von 1855 ist wohl ein- 
geschoben. 


+ 8. 94. 


— 288 -—- 


Feststellung des ursprünglichen Bestandes durch diese äusseren 
Hülfsmittel nicht möglich. Eine genauere Untersuchung an- 
zustellen, bin ich leider verhindert, eine solche erscheint auch 
zur Zeit nicht räthlich, da die Frage betreffend Matthias von 
Neuenburg, auf den stets Rücksicht zu nehmen ist, allem 
Anscheine nach noch nicht definitiv entschieden ist. 


I. 


Ungleich besser, als über Closener, sind wir über Königs- 
hofens Leben orientirt, der in seinen Schriften, wo es irgend 
angeht, Nachrichten über seine Person zu geben nicht verab- 
säumt. Da er zugleich in seinen letzten Lebensjahren mit 
der Verwaltung des Stiftes St. Thomas in Strassburg zu 
thun hatte, so begegnet auch in Urkunden während dieser 
Jahre sein Name uns sehr häufig. Seiner eigenen Angabe 
zu Folge war er 1346 geboren, also um mindestens 25 Jahre 
jünger, als sein Vorgänger Closener, hatte dann aber erst 
1382, in einem Alter von 36 Jahren sich zum Priester weihen 
lassen.! Als 49jähriger Mann ward er Canonikus von St. 
Thomas, dessen reiches Archiv und Bibliothek er ordnete, 
und starb als angesehener Mann am 27. Dezember 1420. 
Die dankbaren Stiftherren von St. Thomas nennen ihn in der 
Grabschrift: „fidelis ecanonicus huius ecclesie*.2 1386 war 
er nach Ausweis seiner deutschen Chronik Pfarrer eines 
kleinen Dorfes nördlich von Strassburg in Drusenheim. 

Aber trotz dieser doch recht zahlreichen Angaben liegt 
Königshofens Leben nicht plan und klar vor uns. Wenn 
freilich es früher immerhin noch zweifelhaft blieb, ob Jakob 


i In seiner lateinischen Chronik. Vergl. Hegel S. 157. Ueber 
Königshofen hat der code hist, et dipl. das Material sehr fleissig zu- 
sammengestellt. Vgl. ferner Hegel a. a.0. 8. 155 ff. Schmidt in seiner 
'histoire du chapitre de s. Thomas’ S. 277 und in seinen 'Strassburger 
Gassen- und Häusernamen’ S, 166 ff. 

®2 Kraus, Kunst und Alterthum in Els.-Lothr. I, 539. 


— 2834 — 


nicht dem Geschlechte der Twinger angehörte, aus dem Jo- 
hann Twinger, der Gönner Closeners, hervorging, so ist heute 
durch die von Kindler von Knobloch veröffentlichte Urkunde 
nachgewiesen, dass er einer ärmeren Familie entstammte, die 
immerhin mit jener verwandt sein mag:! Königshofens Bruder 
war Bäckermeister in dem Dorfe Königshofen, das noch im 
Burgbanne der Stadt Strassburg lag. Um so melır muss es 
auffallen, dass er in ein Kapitel Aufnahme fand, dessen Mit- 
xlieder, wenn sie nicht etwa vom päpstlichen Stuhle einge- 
schoben waren, ganz ausschliesslich sich aus den aristokra- 
tischen Familien der Stadt ergänzten, deren engherziger 
Familienstolz und Ränkesucht einen Grundzug der Strass- 
burger Geschichte bilden. 

Ein auf den ersten Blick sehr ansprechendes Lebens- 
bild Königshofens hat Lorenz entworfen, der ihn im Wesent- 
lichen als Kanzleibeamten aufgefasst haben will.” „Für den 
Charakter seiner Geschichtschreibung“* sagt er „ist es wichtig 
festzuhalten, dass Jakob von Königshofen nicht Geistlicher 
in unserm heutigen Sinne, d. h. seiner Beschäftigung nach 
war, sondern juristischer Thätigkeit hingegeben, wahrschein- 
lich sein ganzes Leben Büreaudienste leistete.“ Zum Zwecke 
des Notariats und des Kanzleidienstes habe er sich eine ge- 
naue Kenntniss der Geschichte verschaffen wollen, das sei 
der Anlass zu seiner historiographischen Thätigkeit gewesen. 
Für seine Amtsthätigkeit habe er durch Pfründenbesitz Ent- 
lohnung gefunden. Dieses Bild kann ich aber als das richtige 
nicht anerkennen, in den wichtigsten Punkten erweist es sich 
als irrig oder nicht stichhaltig. 

Zunächst ist es falsch, dass Jakob nie Seelsorger ge- 
wesen sei; er war in der That mindestens 11 Jahre Pfarrer 


1 Bulletin de la societ& pour la conserv. des momun. hist. nou- 
velle serie. tome X p. 285. Daselbst ist auch Königsliofens Siegel 
abgebildet. Mit grösster Bereitwilligkeit stellte mir Herr Major 
Kindler von Knobloch die auf die Familie Twinger und Closener be- 
züglichen Stellen aus seinen reichen genealogischen Collektaneen zur 
Verfügung, wofür ich ihm auch hier meinen Dank wiederhole. 

?2 Ottokar Lorenz: Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter 
II, 40 £. 


— 285 — 


auf einem einsamen Dorfe, sehr wahrscheinlich hatte er aber 
schon vorher eine andere Stelle in der Seelsorge bekleidet. 
Lorenz hatte nämlich die Bezeichnung: Kirchherre zü Trüsen- 
heim’, die Königshofen sich selbst beilegt, als Patron dieser 
Kirche gedeutet, die lateinischen Titel der Urkunden aber, 
in denen er rector ecelesie in Drusenheim heisst, lassen keinen 
Zweifel darüber, dass er Pfarrer war. Sein Aufenthalt da- 
selbst erstreckt sich mindestens auf die Jahre 1384—1395 ! 
und gerade in diese Zeit fällt ein grosser und wichtiger Theil 
der Ereignisse, die er später in seine Chroniken aufnahm — 
es war die Zeit des grossen Städtekrieges und des Kampfes, 
den Strassburg wegen seines Ausbürgers Brun von Rappolt- 
stein zu führen hatte und der die Blüthe dieser Stadt aufs 
Tiefste erschütterte. 

In Drusenheim selbst hat Königshofen auch die Bear- 
beitung seiner grossen Chronik (Rezension C) begonnen und 
es muss beachtet werden bei der Beurtheilung Königshofens, 
dass er die gleichzeitigen Ereignisse nicht in Strassburg schrieb, 
wo er von Rathsmitgliedern, Ammeistern oder von den: Neu- 
nern, die über den Krieg von 1392 gesetzt waren, zuverlässige 
Nachrichten einziehen konnte, sondern dass er in einem Dorfe 
lebte, das abseits der grossen Strassen lag. Wenn dann frei- 
lich auch während dieser Zeit Strassburg immer der Mittel- 
punkt der Darstellung bleibt, so lässt sich das einerseits nur 
dadurch erklären, dass Königshofen stets von dort aus sich 
auf das Beste unterrichten liess, andererseits beweist das aber 
das grosse Ansehen, das Strassburg während dieser Zeit 
besass. 

Auch noch vor der Zeit, da Königshofen als Pfarrer 
in Drusenheim weilte, muss er als ewiger Vikar an der $t. 
Martinskirche in Strassburg die Pfarrgeschäfte geleitet haben. 
Eine Urkunde vom 7. Oktober 1408 nennt ihn nämlich: 
„magistrum dilectum Jacobum Twinger, canonicum ecelesie 
s. Thome Argentinensis, olim, ut dieitur, perpetuum vicarium 
ecclesie s. Martini Argentinensis“. Bis 1363 und seit 1385 
kann ich die Rektoren resp. Pfarrverweser der St. Martins- 


1 Kindler von Knobloch im Bulletin a. a. O. 


— 2856 — 


kirche. die der bischöflichen Tafel incorporirt war, nachweisen; 
innerhalb dieser Jahre muss also Königshofen diese Stellung 
innegehabt haben.! 

Ebenso ist die von Lorenz allerdings unter Vorbehalt 
anfgestellte Behauptung, Königshofen sei Siegelbewalırer 
Bischof Friedrielis von Blankenheim gewesen, hinfällig. Schon 
Hegel hatte es aufgegeben, die Erwähnung von einem ‘Herren 
Jacob unserm ingesigeler', die sich in einem Briefe Bischof 
Friedrichs an den Strassburger Rath befindet, auf Königshofen 
zu beziehen.” Aber auch ganz positiv lässt sich die Unmög- 
lichkeit beweisen, dass Königshofen diese Stelle bekleidet 
habe. Man würde doch von einem Siegelbewahrer voraus- 
setzen müssen, dass er im Grossen und Ganzen die Anschau- 
ungen seines Herrn theilte, mindestens über den Lebenden 
zurückhaltend sich äusserte. Nun steht aber die Chronik 
zum Bischofe in scharfem Gegensatz.? Ausserdem sind noch 
eine Reihe von Aktenstücken erhalten, die über die Stellung 
Königshofens zum Bischof keinen Zweifel lassen. Dieselben 
sind von Schmidt längst in seiner Geschichte des 'Thomas- 
kapitels verwandt und das wichtigste Aktenstück dort auch 
abgedruckt;* Hegel kennt sie auch und erwähnt sie, hat 
aber in ihnen den Namen Königshofens ganz übersehen.’ 


1 Leider ist es nicht möglich, die bezügl. Urkunde genauer zu 
prüfen, da unter den Colleetaneen Kindlers sich nur mehr das Citat 
‘Spitalarchiv’ vorfand und auf Grund dessen eine Nachforschung nicht 
möglich ist: 

? S. 159. 

3 Die Recension A u. B endigt die Bischofsgeschichte mit 1375 
(Wahl Friedrichs) und in ihr wird Friedrich nur getadelt, weil er 'sine 
pfaffen und armen lüte vaste schetzet. Die Rezension C, welche aber 
noch zu Lebzeiten Friedrichs verfasst wurde, ist um so schärfer in ihrem 
Tadel. Man vgl. 8. 680 2.3 ff.: z. B. ‘er wolte lieber krieg und un- 
rüwe haben’. 8. 695, Z. 25, S. 696 u. s. w. 

* Das Aktenstück vom 13. Jan. 1379 steht: Hist. du chapitre de 
s. Thomas S. 389. Die Darstellung, aus welcher ich nur Weniges her- 
vorheben kann, 8. 26—33. 

5 Rezension C berichtet kurz von dem ganzen Handel: 'er leite 
ouch grosse collecte und stüre uf die stifte und kyrspel zu Strosburg 
nach gotz gebürte 1878 jor. Do appellirten die stifte zü sant Thoman 


— 2397 — 


Friedrich von Blankenheim hatte der Geistlichkeit schwere 
Steuern und Lasten auferlegt, die sie unter Vorantritt 
der beiden Kapitel von St. Thomas und Jung St. Peter zu 
Strassburg zu tragen sich weigerte. Es führte das zu einem 
sehr lebhaften Streite, in welchem fast der ganze Clerus ein- 
müthig gegen den Bischof stand. Als am 13. Januar 1379 
man vernahn, dass der Bischof bei einem Strassburger Ritter 
zum Mahle sei, begab sich der Vertreter der Geistlichkeit, 
begleitet von einer grossen Menge von Kanonikern, Geistlichen, 
Bürgern u. s. w. vor die Wohnung des Ritters auf den Ross- 
markt. Da man vergebens um Einlass bat, um feierlich gegen 
die Massregeln des Bischofs zu protestiren, wartete die tumul- 
tirende Menge bis zum Abend, ohne ihren Zweck den Bischof 
selbst zu sehen, erreichen zu können. Mitten unter dieser 
Menge befand sich Königshofen, der als Zeuge in dem noch 
an demselben Abend vom kaiserlichen Notar aufgesetzten 
Instrumente genannt wird;! er war überhaupt einer der 
eifrigsten Verfechter der Rechte des Clerus und der Stifter, 
die ihn im weiteren Verlauf des Streites mit 3 andern als 
Vertreter beim päpstlichen Stuhl, vor den der Handel ge- 
bracht ward, ernannten, ohne dass er jedoch sich an den- 
selben begeben hätte. Da er stets einfach als clericus Argen- 
tinensis bezeichnet wird, so erfahren wir nicht genauer, welche 
Stellung er damals bekleidete. So nahe es liegt zu denken, 
er sei bei St. Thomas oder St. Peter Pfründner gewesen, ebenso 
gut ist es möglich, dass man ihn wegen seiner Kenntnisse 
und seines Ansehens zu einer solchen Vertrauensstellung 
berief. " 

Es bleibt nun noch übrig. die Angaben zu untersuchen, 
welche Königshofen mit dem Münster resp. dem Münsterbau 
in Berührung bringen. Der monachus Kirschgartensis, der 
um 1500 schrieb und Königshofen’s Chronik benutzte, be- 


und sant Peter wider sine proces und tribent die sache zü Rome mit 
grossem kosten uf 5 jor’ u. s. w. S. 673. 

i Es heisst: ‘presentibus providis et discretis viris dominis Jacobo 
Fritschonis de Kunigeshoven ...., clericis Argentinensibus, testibus . .’ 
Schmidt. S. 390. 


— 288 — 


zeichnet ihn als 'vicarius ecelesiae Argentinensis.! Ganz 
unabhängig von ihm nennt Wimpheling in der Vorrede zu 
seinem catalogus episcoporum Argentinensium Königshofen 
Argentinensis chori praebendarius.'? 

Jakob Wencker hat über Königshofen eine Menge Ma- 
terial zusammengetragen in seinem im Brande von 1870 unter- 
gegangenen Buch: „de comitibus provincialibus seu landgraviis 
Alsatiae.* Es hiess darin: „Ex hoc apparatu (gemeint ist die 
lateinische Chronik) contexuit dein anno 1386 chronicon 
suum germanica lingua, et quidem auctoritate publica, prout 
ipse ex parte indicat in manuscripto quodam chronici huius 
germanici vetusto, in quo verbis in provemio positis: „durch 
derlevygen willen“ statim additur: 'minre herren zu 
Strosburg Facta itaque compilatio ista, quod certo scio 
ad preces nempe inclyti magistratus civitatis patriae ac pre- 
fectorum seu gubernatorum fabriecae ecclesiae majoris Argen- 
tinensis, quae vulgo Frauen-Hauss dieitur, ut et patronorum 
suorum Twingerorum praesertim praenominati Johannis 
Twingeri.“ Dann weiter: „Author erat tunc temporis (1386) 
adhuc praebendarius chori maioris ecclesiae Argentinensis, 
capellanus atque presbyter in capella beatae 
Virginis sub ambone dictae ecclesiae sita u. s. w.*® 

Nur die letzte der Angaben Wenckers soll uns hier 
beschäftigen. Er kann dieselbe ebensowohl aus einer Hand- 
schrift der Chronik wie aus einer andern Quelle gewonnen 
haben; jedenfalls stammt sie aber nicht aus Wimpheling, der 
nur den allgemeinen Titel anführt, nicht speziell die Pfründe. 

Wenn also drei von einander unabhängige Quellen das- 


1 Vgl. Ludewig: Reliquine manuscriptorum II,9. Ausserdem eitirt 
er ihn noch $. 149. Er hat da den Bericht über die Schlacht bei 
Worms 1388 benutzt; und aus dem Datum folgt. dass er nur die Re- 
zension A u. B von Königshofen hat benutzen können, nicht C (vgl. 
Städtechr. IX. 845. Anm. 2). 

2 Ausgabe von Moscherosch. 1660. S. 1. An eine Verwechslung 
Closeners mit Königshofen kann nicht gedacht werden, da Wimpheling 
von Closener Nichts wusste. 

3 Code histor. I, 33 note 23 u. 25. 


— 2859 — 


selbe berichten, so wird man die Annahme, dass Königshofen 
Präbendar am Münster war, so einfach nicht von der Hand 
weisen dürfen. Freilich 1386 kann er es nur gewesen sein, 
wenn er zugleich das Pfarramt in Drusenheim versah. So 
lange nicht feste Gegengründe vorgebracht werden, wird man 
annehmen dürfen, dass Königshofen in seinen jüngeren Jahren 
als Kaplan am Münster am Marienaltar fungirte, dessen 
Wächter vor nicht langer Zeit auch Closener gewesen war.! 

In, wie es scheint, nicht zufälliger Verbindung mit 
dem Frauenhaus zeigt ihn auch ein Schreiben, das zuerst 
von Schneegans erwähnt von Hegel dann vergebens gesucht 
wurde.” Es ist das ein Schreiben, welches Giso Katzmann, 
der in Rom am päpstlichen Stuhl lebte und als Unterhändler 
den Verkehr der Stadt Strassburg mit dem Papste und den 
Cardinälen vermittelte, von Rom aus am 16. October 1380 
an den Rath von Strassburg richtete, um seine Auslagen im 
Betrag von 421/2 Florin bezahlt zu erhalten. Giso Katz- 
mann verlangt diese Summe für seine Bemühungen und Aus- 
gaben, sowie für die Geschenke, die er einem Cardinal und 
anderen im Interesse Meister Walthers von Strassburg und 
Meister Twingers gemacht habe. Im übrigen verweist er auf 
die mündlichen Angaben, die er dem Strassbürger Boten 
gemacht. Nur wenig mehr Licht wird über diesen Handel 
durch das Concept einer Instruction des Rathes für Katz- 
mann, das sich erhalten hat, verbreitet. Giso soll Walther 
Wassichers und der andern Sache betreiben; dringe er nicht 
durch, so solle er keine weitern Kosten auf den Prozess 
verwenden, wie ihm das Meister Heinrich von Haslach im 
Namen des Frauenwerkes zu Strassburg geschrieben habe. 
Die Kosten solle Wassicher und das Werk tragen. Schnee- 
gans hat den Titel magister, den Giso Twinger giebt, dahin 
verstehen wollen, dass Königshofen den Doktortitel der Theo- 
logie oder der Rechte sich erworben habe. Meinem Ermessen 





1 Leider blieben eine Reihe von Untersuchungen, die ich an- 
stellte, um zu einem sicheren Resultat zu gelangen, erfolglos. Es fanden 
sich die Anstellungsbriefe nur einer einzigen Pfründe vor. Anderseits 
begegnete mir auch Nichts, was der obigen Annahme entgegenstände. 

? Es fand sich im Stadt-Archiv AA. 1407. 


— 290 ° — 


nach ist auf diese Bezeichnung, die sonst Königshofen nie- 
mals führt, Nichts zu geben. _ 

Die auffallendste Angabe, welche sich in der eben er- 
wähnten Stelle Wenckers findet, ist die bezüglich des offi- 
ziellen Charakters seiner Chronik. Die Handschriften der 
Rezensionen B und C haben in der Vorrede zur Chronik ein- 
fach Folgendes: 'Harumb will ich Jocop Twinger von Küniges- 
hofen, ein priester zü Strosburg, us den croniken... und us 
andern büchern zü dütsche schriben..... ., während die Rezen- 
sion A vor: 'usden croniken einschiebt: durch der leygen willen’ 
und damit einen schon vorher angedeuteten Gedanken wieder- 
holt.t Hinter diesen Worten will Wencker noclı gelesen haben: 
‘minre herren zu Strosburg.. Diese Worte können aber auch 
nicht in einer Handschrift der Rezension A sich gefunden 
haben, da deren Original nach Schilters Abdruck sie nicht 
enthielt. Es muss also Wencker (wenn nicht ein Irrthum 
desselben vorliegen sollte) doch noch eine andere Handschrift, 
welche wenigstens in diesem Punkte von A, B und C ab- 
weicht, vorgelegen haben. Die Deutung, die Wencker den 
Worten giebt, ist jedenfalls irrig, er übersetzt ‘durch un- 
richtig. Man muss die Stelle übersetzen: ‘der Laien halber, 
meiner Hcrren von Strassburg, für die Laien, meine Herren 
von Strassburg‘ habe ich die Chronik geschrieben, nicht: 
‘durch sie veranlasst. 

Sehr viel wichtiger ist eine andere Angabe Wenckers, 
die sich in einem Berichte findet, den er dem König]. Prätor 
über die Gottesdienstordnung im Münster, die Art der Auf- 
bringung der. Kosten des Gottesdieustes u. s. w. etwa im 
Jahre 1715 machte.? 

Es heisst darin: 

Dem Königshofen ist in der Sach den Ursprung solcher 
Administration des Frauenwerckes betr. wohl Glauben zuzu- 


1 Es heisst nämlich vorher (S. 230): “aber zü dütsche ist lützel 
sollicher bücher wie doch das die klügen legen also gerne lesent von 
semelichen dingen, also gelerte pfaffen.’ 

® Strassburg. Stadt -Archiv. Archiv praetoris regii. carton 82 
liasse 1. eine beglaubigte Abschrift, die den Namen des Verfassers an- 
giebt, findet sich daselbst Vord. Dreizehner Gewölbe. Corp. A. lad. 63. 


— 291 — 


stellen, denn derselbige nomine civitatis seine Chronik anno 
1385 geschrieben und ein Priester in der Capellen des Wercks 
gewesen, also auss den alten Documenten und Scripturen 
viel guten Bericht nehmen mögen, wie dessen in der Rech- 
nung de anno 1385 und folgend gedacht wird. Ja in der 
Rechnung von 1401 abgelegt befindet sich, dass diesse seine 
Chronik abgeschrieben und uff den Chor verehret worden. 

Gegen Wencker ist bisher der Verdacht einer Fälschung 
nicht erhoben worden und sind seine Arbeiten bisher ganz 
arglos als cine werthvolle Fundgrube benutzt worden. Aber 
nur dann, wenn man diese Nachrichten als erdichtet hinstellt 
und damit Wencker als einen Betrüger, wird es möglich sein, 
den Inhalt der Denkschrift in Frage zu stellen. Wenckers 
Angaben sind so präcis und positiv, dass an einen Irrthum 
nicht gedacht werden kann; es bleibt nur die Wahl, Wencker 
einer Fälschung zu zeihen oder seine Angaben hinzunehmen. 

Wencker schöpfte dieselben aus den Rechnungen des 
Werkes unserer lieben Frau und da ist wenigstens in einer 
Beziehung heute noch eine Probe auf seine Glaubwürdigkeit 
zu machen. Es findet sich noch ein anderer ähnlicher Be- 
richt für den Prätor über die Geschichte des Frauenwerkes 
vor, in welchem er behauptet, dass damals noch sämmtliche 
Rechnungen resp. Rechnungsabschlüsse von 1329 — 1398 vor- 
handen seien, und den ältesten und jüngsten wörtlich anführt.! 
Von dieser werthvollen Sammlung sind heute in Original 
vorhanden nur noch die Abschlüsse von 1338 Sommer und 
1389 Juni. Ausserdem findet sich aus dem 14. Jahrhundert 
noch der Abschluss von 1398 Dezember. Aber die von 
Wencker angeführten stimmen in der Form mit den erhaltenen 
und in der Angabe der Namen der Schaffner und Pfleger, 


1 Beglaubigte Abschrift Stadtarchiv. Vord. Dreizehn. Gew. Cor- 
pus A. lad. 63: ‘Auss denen Rechnungen oder vielmehr derselbigen 
Scheinen, die von anno 1329 bis 1398 beydes inclusive in richtiger 
Ordnung annoch vorhanden, ist zu ersehen, wie jährlich die Rech- 
nungen generaliter zweymalen in praesentia der Meister und Räthe 
auff dem Frauenhaus (ohne Beysein oder Benennung einigen canonici 
oder andern in ihrem Nahmen erscheinenden Capitularen Persohn) seind 
abgehandelt und abgehört worden. 


— 292 — 


der Bürgermeister u. s. w. so vortrefflich mit den andern 
Dokumenten überein, dass hier eine sehr geschickte Fälschung 
vorliegen müsste, deren Zweck gar nicht zu ersehen. Ausser- 
dem sind heute noch 3 genaue Rechnungen und ein Bruch- 
stück einer solchen erhalten,! aber auch hier kannte Wencker, 
wie aus seinen Citaten folgt, noch eine bedeutend grössere 
Masse? Nach allem wird nicht zu bezweifeln sein, dass 
Wencker noch ein bedeutendes Material für die Geschichte 
des Frauenwerkes vor sich hatte. 

Beide Berichte gelangten ferner ja in die Hände des 
königlichen Prätors, der Einsicht der citirten Akten leicht 
hätte verlangen können: sie betrafen einen Streit, der zwischen 
Stadt und Domkapitel mit grosser Heftigkeit geführt wurde. 
Sollte ein Archivar in solchem Falle seinem Vorgesetzten 
die Exiztenz von Aktenstücken vorgespiegelt oder den Inhalt 
derselben gefälscht haben? Man braucht die Frage nur 
scharf zu stellen und die Antwort ist gegeben. Mir scheint 
es ganz unzweifelheft, dass in den damals noch vorhandenen 
Rechnungen Wencker Angaben über ein Verhältniss des 
Frauenhauses zu Königshofen gefunden hat. 

Wie haben wir uns dieses aber zu denken? 

Wencker sagt, er habe aus den Rechnungen des Jahres 
1385 und der folgenden ersehen, dass Königshofen genaue 
Berichte benutzt habe. Eine solche Angabe kann aber nur 
dann in den Rechnungen sich vorgefunden haben, wern Gelder 
für diese Zwecke verausgabt wurden; denn die Baurechnungen 
sind nicht etwa Verwaltungsberichte, in denen vielleicht ge- 
standen hätte, Königshofen sei die Benutzung der Archive 
gestattet worden, sondern es sind einfache Rechnungen primi- 
tivster Art, in denen Woche für Woche Einnahmen und 


ı Nämlich 1382 (Johanni bis Weihnachten), 1383 (Weihnachten 
bis Johanni), 1599 Ostern bis Johanni), ferner ein Bruclistück (nur die 
Ausgaben enthaltend), das Schncegans, ich weiss nicht weshalb, in das 
Jahr 1385 setzt. 

2? In dem ersten Bericht eitirt er ausser den Rechnungen von 
1385 ff, und von 1401, auch noch die von 1403. Die Reihenfolge 
der im Frauenhaus aufbewahrten Rechnungen beginnt erst mit dem 
Jahre 1414. 


— 293 — 


Ausgaben des Schaffners zusammengestellt wurden. Wenn 
nun ferner Wencker behauptet, dass im Jahre 1401 auf 
Kosten der Fabrik eine Abschrift der Chronik angefertigt und 
dem Chore geschenkt wurde — eine Angabe, die Hegel 
mit Unrecht auf die Originalhandschrift der Rezension A be- 
zieht! — so wird die Folgerung nicht abzuweisen sein, dass 
die Verwaltung des Frauenhauses sich in gewissem Sinne 
als Veranlasser oder doch Förderer der Königshofen’schen 
Chronik betrachtete, dass diese, wenn auch nicht gerade durch 
sie veranlasst, so doch später unterstützt ist. 

Es muss hier auf einen weiteren Umstand hingewiesen 
werden, der meiner Ansicht nach allein genügen würde, ein 
ähnliches Verhältniss zwischen Königshofen und dem Frauen- 
werk statuiren zu müssen, wie es sich aus Wenckers Angaben 
ergab. Es war schon längst bekannt, dass neben der Ori- 
ginalhandschrift Closeners sich auch sämmtliche Originalhand- 
schriften Königshofens auf dem Frauenhause befanden.? Aber 
Niemand hat die Frage gestellt, ob es Zufall sei, dass 
sich alle diese Handschriften vereinigt auf einem Archive 
vorfanden, das niemals eine Bibliothek besass, oder ob dem 
nicht ein bestimmter Umstand zu Grunde liege. Naturgemäss 
würde man doch Closeners Nachlass etwa auf der einst statt- 
lichen Bibliothek des Domkapitels, den Königshofens aber 
in der ebenfalls einst recht bedeutenden Bibliothek des Thomas- 
stiftes suchen, dem er 25 Jahre lang als angesehener und 
für dessen Zwecke eifrig thätiger Canonikus angehörte.3 





1 8. 201. Er beachtet da gar richt, dass Frauenhaus und Chor 
ganz von einander getrennt sind. Eine auf den Chor geschenkte Hand- 
schrift wird man natürlich in der Bibliothek des Kapitels suchen müssen. 
Dazı kommt, dass nach Hegels eigener Annahme die Handschrift schon 
1390 abgeschlossen war, die nach Wencker erst 1401 geschrieben wurde. 
Von den erhaltenen Handschriften scheint keine früher auf dem Chor 
gewesen zu sein. Ueber die Bibliothek desselben vgl. Ch. Schmidt: 
Revue d’Alsace 1876. S. 434 ff. Die Bibliothek zählte 1372 91 Bände. 

?2 Nur von der Originalhandschrift der Rezension B wissen wir 
nicht, wo sie sich befand. Auf dem Frauenhause aber waren: Latei- 
nische Chronik (siehe S. 199) Rezension A (S. 201) noch 1789 dort, 
seitdem verschwunden. Rezension C (S. 211 ff., schon um 1700 nicht 
melr daselbst). Ueber Closener vgl. S. 10. 

3 Ueber die Bibliothek von St. Thomas siehe Ch. Schmidt Revue 

Straasb, Studien, 90 


— 294 — 


Von den nun sämmtlich untergegangenen Originalhand- 
schriften Königshofens hatte nur die von Rezension C eine 
Bemerkung darüber, wie sie an das Frauenhaus gekommen 
war. In dieselbe hat Jemand, offenbar nicht Königshofen 
selbst, Folgendes geschrieben: Nota honorandus vir dominus 
Jacobus Twinger presbyter, canonicus ecclesie s. Thorne Argent. 
donavit sano corpore in remedium anime sue fabrice ecclesie 
Argentin. hanc cronicam, per ipsum de diversis materiis com- 
positam et manu ejus propria scriptam tali condicione, quod 
eadem chronica hinc inantea perpetuis temporibus remaneat 
apud fabricam prescriptam et nequaquam ab eadem alienetur: 
hec donacio fiebat ipsa die b. Gregorii pape anno domini 
MCCCC nono. 

Leider beantwortet diese Notiz die entscheidenden Fragen 
nicht, da sie sich allein auf die Schenkung dieser einen Hand- 
schrift bezieht. Es ist selbst das denkbar, dass Königshofen 
auch für die Herstellung dieser Handschrift materiell unter- 
stützt wurde. 

Was ergiebt sich nun aus der Chronik selbst in Betreff 
der Frage, wer Königshofen zur Anlegung seiner Chronik 
veranlasst habe? Königshofen giebt direkt keine Auskunft, 
wie das Closener wenigstens in Bozug auf einen Theil seiner 
Chronik thut.! Man hat nun wohl geglaubt, dass die An- 
gaben der lateinischen Chronik, die den Todestag Johann 
Twingers, der als dominus meus generosus von Königshofen 
bezeichnet wird, und dessen Gemahlin aufführt, diesen als 
Veranlasser der Chronik hinstellen sollen. Die Angabe steht 
aber nur in der lateinischen Materialiensammlung, ist nicht 
in die deutsche Chronik übernommen, kann überhaupt sehr 
wohl, wie das Schmidt, Kindler und andere gethan haben, 
anders gedeutet werden.? 


d’Alsnace 1876. S. 445 ff. Königshofen hat selbst ein Verzeichniss 
der Bücher des Kapitels gemacht, das Schmidt in seiner Hist. du chapitre 
de S. Thomas 1860 S. 188 veröffentlichte. | 
! Er berichtet auf Bitten Johann Twingers das Bellum Wealthe- 
rianum übersetzt zu haben. 
® Strassb. Gassen- und Häusernamen S. 166 ff. Kindler a. a. O, 
S. 286. 


—- 295 — 


Auch aus dem Inhalt der Chronik ist mit Sicherheit 
Nichts zu erschliessen. Wäre die Geschichte des Münster- 
baues in besonders breiter Weise behandelt, so läge die Ver- 
anlassung klar zu Tage. Aber da Königshofen in seinen lo- 
kalen Mittheilungen so überreich ist, kann man nicht sagen, 
dass die Geschichte des Baues besonders hervorträte; anderer- 
seits hat er doch mehr als fünf Seiten der Geschichte des 
Münsters gewidmet und darüber ganz genauen Bericht ge- 
geben, in dem wir heute keine Lücken mehr nachweisen 
können. 

Genau denselben Charakter zeigt auch die Fortsetzung 
der Königshofen’schen Chronik, die nachweislich auf dem 
Frauenhaus selbst entstand. Handschrift A und C erhielten 
beide daselbst Fortsetzungen, aber in ihnen tritt um Nichts 
mehr der Münsterbau hervor.! 

Auf Grund der Wencker’schen Mittheilungen ergiebt 
sich demnach folgendes Bild der Königshofen’schen Thätig- 
keit. Er hatte als Kaplan des Frauenhauses von der auf 
demselben aufbewahrten Closenerschen Chronik Anregung 
zur historischen Thätigkeit erfahren, begann eine umfassende 
chronikalische Materialiensammlung, fand materielle Unter- 
stützung bei den Verwaltern des Werkes unserer lieben Frau, 
arbeitete seine Chronik immer aufs Neue um und vermachte 
schliesslich den wichtigsten Theil seiner Handschriften dem 
Frauenhause, dessen Pfleger die Chronik gewissermassen als 
ihr Eigenthum betrachteten, indem sie eine Abschrift an- 
fertigen liessen und verschenkten. 

Von dem Gesichtspunkte aus wird die Beurtheilung 
Königshofens in seinem Verhältnisse zu Closener eine ganz 
andere sein, als sie ihm von Scherer und Lorenz zu Theil 
ward.2 Nach ihnen habe der undankbare Schüler die Chronik 
seines Lehrers ausgeplündert, es sei dies ein sehr gutes Bei- 
spiel für die literarische Arbeitsmethode des Mittelalters. 


1 Vgl. den Abdruck der betr. Fortsetzungen bei Schilter (Königs- 
hofen) und bei Hegel (Städtechroniken). 

2 Scherer und Lorenz: Gesch. d, Elsasses $. 82 ff. und Lorenz 
Gesch. Quellen II, 39. 


— 296 — 


Thatsächlich war aber das Verhältniss doch wohl ganz anders. 
Königshofens Ziel war Fortsetzung und Erweiterung der 
Closenerschen Chronik, er schrieb sie für das Frauenhaus, 
auf dem Jeder auch Closener fand. Dieser Diebstahl wäre 
von Jedem sofort erkannt worden. 

Dass es sich bei Königshofen in der That um die Er- 
weiterung der Closenerschen Chronik handelte, ersehen wir 
daraus, dass die lateinische Chronik eine Materialiensammlung 
ist, die Closeners Chronik ergänzen soll. Aus Closener selbst 
waren von Königshofen nur 3 Stücke aufgenommen,! von 
Closeners Quellen nur allein der Martinus Polonus und der 
Ellenhard’sche Codex wieder benutzt,? alles Andere sind Ma- 
terialen, die zu einem Ausbau der Closenerschen Chronik 
dienen sollen; um diese gruppirt sich alles Andere. 3 

Aber nicht allein mit den beiden ältesten deutschen 
Chronisten stand das Frauenwerk in Berührung, sondern auch 
schon vorher finden wir den Mann, der überhaupt zuerst zu 
einer bürgerlichen Geschichtschreibung den Anlass gab, in 
enger Beziehung zur Münsterfabrik. Der grosse Ellenhard 
wird fast stets von den verschiedenen Schreibern der soge- 
nannten Ellenhardschen Handschrift als Schaffner des Frauen- 
werkes bezeichnet, ja es wird genau angegeben, in welchem 
Jahre ihm diescs Amt übertragen wurde. Schliesslich sind 
auch die älteren miracula s. Mariae virginis, welche Ellen- 


ı Es sind dieses: das Geschölle zwischen den Zorn und Müln- 
heim, Brände in Strassburg und Juden und Geissler. 

2 Von Ellenhard benutzt er aufs Neue den conflictus in Husbergen, 
ausserdem schreibt er ab die miracula beate virginis Marie in ecclesia 
Arg. Wiegand weist in seinem Bellum Waltherianum nach, dass Clo- 
sener wie Königshofen (in der lat. Chronik) nicht den Ellenhardschen 
Codex, sondern eine ältere Textesrezension benutzt habe. 

3 Es sei hier noch auf die Art und Weise hingewiesen, in welcher 
Weise Königshofen den Closener citirt. Wenn es in Rezension A und 
B bei dem Bericht über die Geisslerfahrten heisst, sie hätten Lieder 
gesungen ; ‘die stont in der eroniken uf unser frowen hus geschrieben, 
darumbe losse ich sü hie underwegen (A: ‘durch kürtze willen')', so 
setzt Königshofen damit voraus, dass jeder seiner Leser auch Closeners 
Chronik zur Hand nehmen könne, was ja, wenn unserer Ansicht ge- 
mäss Königshofen für das Frauenhaus schrieb, der Fall war. In der 
Rezension C ist die ganze Bemerkung ausgefallen. 


—- 297 — 


hard für seine Handschrift umarbeiten liess, wohl von einem 
Geistlichen der Münsterfabrik verfasst, ziert doch das Marien- 
bild — zu dessen Verherrlichung die Wunder niedergeschrieben 
sind — eben den Altar der Münsterfabrik. So rankt die ganze 
populäre Geschichtschreibung Strassburgs sich an der Münster- 
fabrik empor. 





Zum Schlusse möchte ich noch einige Bedenken, die 
sich mir gegen Hegels Hypothese über die Abfassungszeit 
der einzelnen Rezensionen der Königshofenschen Chronik cer- 
hoben, vorbringen, um aufs Neue eine Untersuchung dieser 
sehr complieirten Frage anzuregen. Nach Hegel ist Rezension 
A zwischen 1386 und 1390, B zwischen 1390 und 1395 und 
endlich C zwischen 1400 und 1415 geschrieben; allen drei 
Texten gieng aber ein nicht mehr vorhandener Entwurf der 
grösseren Chronik voraus, welcher im Jahre 1382 begonnen 
wurde. Hegel tritt damit den eigenen Angaben Könighofens, 
die er wenigstens in dem einen Falle noch mit eigenen Augen 
sa, entgegen. Das Original von A enthielt die Worte: 
Jacob von Küngeshoven machte dis buch 1386, in B hiess 
es: ‘Jacob kirchherre ze Trüsenheim macht dis büch 1386, in 
C endlich: ‘Jacob Twinger ein priester zü Strosburg mahte 
dis büch 1382, 

Nach Königshofen muss demnach C die älteste Rezen- 
sion sein. Da dieses aber Hegel nicht annehmen kann, so 
glaubt er eine ältere Rezension von C sei 1382 begonnen 
und aus ihr sei dann etwa um 1400 C abgeschrieben, jedoch 
dabei das alte Datum beibehalten. Da es sich nun aber bei 
C ganz unzweifelhaft um eine Originalhandschrift Königs- 
hofens handelt, die noch Hegel persönlich benutzen konnte, 
so müsste jener eine Angabe, die sich auf die Entstehung 
einer Handschrift bezieht, in eine andere hinübergenommen 
haben. Ist das wahrscheinlich? Wollte man das auf andere 
Fälle übertragen, so würde das Zutrauen zu allen Datirungen 
von Handschriften damit ins Schwanken gerathen. 

Nach Hegel gestaltet sich das Verhältniss der Hand- 
schriften der Rezension B zu A und © wie folgt: A bildet 


— 298 — 


für B die Grundlage, doch ist hie und da eine Hinneigung 
zu C. Die Stelle über die Abfassungszeit ist auf die erste 
Anlage der Handschrift zu beziehen. Da B aber den Text 
A als fertig voraussetzt, dieser aber vor 1390 nicht fertig 
gestellt wurde, so kann B nicht vor 1390 begonnen sein, 
also ist Königshofens eigene Angabe irrig. Ja im Vertrauen 
auf die Richtigkeit dieses Schlusses behauptet Hegel, dass 
Königshofen gewiss erst nach dem Jahre 1390 das Pfarramt 
zu Drusenheim übernommen habe. Nun haben wir freilich 
ihn schon 1384 in dieser Stellung gefunden. 

Was die von Hegel beliebte Datirung von B anbetrifft, 
der sie um 1395 vollendet sein lässt, so ist dieselbe sicher 
um drei Jahre zu spät angesetzt, denn schon 1393 war 
eine Abschrift der Rezension A, die bereits B benutzt, in 
Händen eines Strassburger Geistlichen, der sie fortsetzte.! 

Aber warum muss B erst nach der Vollendung von A 
begonnen sein? Hegel giebt darauf die Antwort, es liege in 
der Natur der Sache, dass der veränderte und erweiterte 
Text erst nach Vollendung des zu Grunde liegenden ge- 
schrieben wurde. 

In diesem Satze, in dieser Prämisse liegt meines Er- 
achtens der Grundfehler der Hegelschen Hypothese. Ihm 
ist es undenkbar, dass ein Chronist zugleich an zwei und drei 
verschiedenen Handschriften seiner Chronik schrieb, naclı seiner 
Vorstellung muss er jedesmal erst eine Handschrift vollendet 
haben, um zum Beginn einer neuen überzugehen. Bei Königs- 
hofen wird man sich aber über gleichzeitige Bearbeitung 
mehrerer Handschriften um so weniger wundern dürfen, da 
er sich anderweitig als ein sehr schreiblustiger Mann doku- 
mentirt. Die von ihm angelegten Copiare des St. Thomas- 
stiftes bringen immer in neuer Anordnung dieselben Urkun- 
den; mit peinlicher Gewissenhaftigkeit hat er die juristischen 
Phrasen derselben unermüdlich wiederholt, ohne sich eine 
Abkürzung zu gestatten. 

Hegel basirt seine Bestimmung der Abfassungszeit auf 


1 Mone: Quellensamml. III, 502. Eine kritische Prüfung der 
Strassburger Fortsetzungen Königshofens thut dringend Noth. 


— 299 — 


die jüngsten Angaben, welche sich in den verschiedenen Re- 
zensionen finden. Aber es bleibt mir sehr fraglich, ob die 
Form, in der uns die verschiedenen Rezensionen erhalten 
sind, wirklich die erste ist oder ob nicht Interpolationen und 
Zusätze dieselbe verändert haben. Von A und B waren schon 
vor 1870 die Originalhandschriften verloren, von C gibt 
leider Hegel keine genaue Auskunft, ob nicht hie und da 
Verschiedenheiten der Handschriften sich zeigten. Für B 
giebt solche Interpolationen Hegel selbst zu.! | 
Es fehlt eben die Antwort auf die grundlegende Frage, 
ob die Handschriften A, B und C Originaleoncepte oder 
Originalreinschriften waren. Ist ersteres der Fall, so ist ja 
ohne Zweifel Hegels Hypothese gesichert, sind die von Königs- 
hofen angeführten Jahreszahlen zu ignoriren oder anderweitig 
zu kombiniren; sind es aber Reinschriften, vielleicht nicht ein- 
mal von Königshofens Hand, so wird an den Angaben Königs- 
hofens über die Abfassungszeit nicht zu rütteln sein; es muss 
vielmehr die Untersuchung dahin geführt werden, ob in den 
vorliegenden drei Rezensionen nicht Correkturen und Inter- 
polationen stecken. Es würde beispielsweise zu untersuchen 
sein, ob die von C abweichende Stoffgruppirung bei A nicht 
bestimmte Theile als jüngere aussondere.. Wenn überhaupt 
heute, nach dem Verlust des gesammten handschriftlichen 
Materials, noch eine Förderung der Untersuchung der Kö- 
nigshofenschen Chronik über die mühselige und verdienstliche 
Arbeit Hegels hinaus auf einem anderen Weg, als auf dem 
der Untersuchung benutzter Quellen, * möglich ist, so wird, 
wie mir scheint, man nur noch zu einer Untersuchung auf 
Interpolationen übergehen können; ob aber dieser Arbeit ein 
lohnender Gewinn folge, wage ich nicht zu behaupten. 


Dr. Aloys Schulte. 


—— nn... 


1 Ss. 173. 

2 Vgl. G. von der Aue: Zur Kritik Königshofens. Tübinger Diss. 
ohne Jahr (1880?) und die verdienstvolle Arbeit von Topf: Zur Kritik 
Königshofens. Göttinger Diss. 1882 (auch im 36. Band der Zeitschrift 
für Gesch. des Oberrheins). 


— 30 ° — 


EIN URBAR DES STRASSBURGER BISTHUMS 
AUS DEM XIV. JAHRIUIUNDERT. 


Das Bezirks-Archiv des Unter-Elsass besitzt unter den 
Beständen des ehemaligen bischöflich Strassburgischen Ar- 
chivs, G fasc. 377, einen Codex, aus dem Schöpflin Als. ill. II, 
166 und Grandidier Oeuvr. ined. IV, 553 ff. vereinzelte kleinere 
Auszüge gegeben haben und den jüngst E. Leupold in seiner 
Dissertation Berthold von Buchegg 8. 31 nur zum geringsten 
Theile verwerthen konnte. 

Es ist ein Papierband von 190 Blättern, die fast durch- 
gängig, wie es scheint, von einer Hand um die Mitte des 
14. Jahrhunderts beschrieben worden sind, jedoch erst nach 
dem Jahre 1351, dem spätesten im Codex erscheinenden Da- 
tum. Da andere Anzeichen dafür sprechen, dass die Nieder- 
schrift noch zu Lebzeiten Bischof Bertholds von Buchegg, 
der 1353 starb, erfolgte, so würde die Entsteluung des Bandes 
demnach in die Jahre 1351—1353 zu setzen sein, während 
Grandidier ihn ohne Grund dem Jahre 1336 zuweist. Es ist 
wohl ein officielles Inventar des gesammten Besitzstandes der 
Strassburger Kirche, das Bischof Berthold am Schluss seiner 
bewegten Regierungszeit anlegen liess, gewissermassen ein 
Vermächtniss für seinen Nachfolger. Eine kurze Inhalts- 
angabe möge die Reichhaltigkeit desselben veranschaulichen. 

Blatt 1°—9 enthält die bischöflichen Einkünfte, Güter 
und Lehen im Amt Zabern, 9—9* im Amt Molsheim-Honau 
und das Ried sind auf Blatt 20*—21* eingeschoben , 29°— 
38° im Amt Bernstein, 39—49* in der obern Mundat, 50--66 
im rechtsrheinischen Bezirk Ullenburg, 67 —73* in Ettenheim 
und Zellenberg. Blatt 74— 79, wie 161*— 166* sind leer. 
79° — 161 bringt ein alphabetisches Register sämmtlicher 
Lehnsleute des Stifts mit Angabe der Lehen, die sie tragen; 
auf Blatt 167— 173°, 176-178 sind die Lehen, die Rechte 
und Gefälle der einzelnen bischöflichen Beamtungen ver- 
zeichnet: des Schultheissen, des Marschalls, des Schenken, 
des Kämmerers, der Münze, des Zollkellers u. s. w., 174—176 
die vom Bischof zu vergebenden geistlichen Pfründen, 
184—189 die bischöflichen Burgleute und Burglehen auf Gir- 
baden, Ringelstein, Dachstein, Markolsheim und Zellenberg. 
Eingestreut sind vielfach die entsprechenden Beweisurkunden. 

Das hier ruhende reiche Material ist für die politische 
und wirthschaftliche Geschichte sowie für die mittelalter- 
liche Topographie des Elsass von solcher Bedeutung, dass 
es eine eingehende Bearbeitung verdienen würde. 


WW. 


JACOB VON MAINZ, MATTHIAS VON NEUENBURG 
ODER ALBERTUS ARGENTINENSIS? 


INHALTSÜBERSICHT: 


1. Gegenwärtiger Stand der Controveree, 

11. Nauclerus schöpfte aus des Speyrer Notar Jacobus Maguntinus noch erhaltenen 
Schriften (Gesta Adolphi, Alberti, Imperator Heinricus) und aus der Chronik des 
Matthias von Neuenburg, nicht aus einer Quelle des Matthias, nennt aber den 
Verfasser der Chronik ebenfalls Jacobus Mo;untinus, 

III. Hauptfrage: verdient diese Angabe Nauclers den Vorzug vor allen übrigen? 

IV, Wichert bejaht diese Frage, aber er irrt, wenn er aus der Fassung der Chronik 
bewieren zu haben glaubt, dass der Verfasser derselben ein Speyrer sei, Die 
Chronik zeigt, dass der Autor kein Speyrer war. 

V. Die speziell auf Speyer hinweisenden Notizen des cod. A. sind nicht originale 
Bestandteile der Chronik, sondern Zusätze eines Speyrer Abschreibers. 

VI. Das rein äusserliche Zeugniss Nauclers zu Gunsten. der Autorschaft des Jacobus 
Mogurtinus ist bei der Ungenauigkeit Nauclers für die Entscheidung der Con- 
troverse wertlos und zwar 

VII. dadurch zu erklären, dass Jacobus Moguntinus seinen eigenen historischen Ar- 
beiten eine Abschrift der Chronik des Matthias hinzufügte, 

Vi1I. Zusammenfassendes Resultat: Matthias von Neuenburg schrieb die vita Ber- 
tholdi und überarbeitete die Chronik, ihr eigentlicher Autor ist er nicht, 

IX. Seine Arbeit ist an manchen Stellen nur Excerpt einer ausführlicheren Vorlage, 
und zwar einer Hobenberger Chronik, der Aufzeichnungen Alberts von 
Hohenberg (1293—1359). 

X. Menrere Momente zeigen, dass diese Memoiren durchweg von Matthias bei 
seiner Chronik zu Grunde gelegt sind, 

XI. Redactionelle Thätigkeit des Matthias von Neuenburg. 

Xll. Warum blieb Albert von Hohenberg incognito? Cuspinians Albertus Argenti- 
nensis — Albertus de llohenberg, canonicus Argentinensis. 

XI1lI. Bemerkenswerte Einzelheiten bestätigen das KResultat. 


Strassb, Studien, 9] 


— 302 — 


I. 


Die Chronik des Matthias von Neuenburg ist eine 
der wertvollsten Quellen des 14. Jahrhunderts. Wo der Ver- 
fasser „gleichzeitig schrieb“, sagt Huber (Böhmer fontesIV, 
xxxXVvi), „gehört unsre Chronik für die allgemeine Reichs- 
geschichte, wie für die Vorfälle am Oberrheine zu den Quellen 
ersten Ranges“. Und selbst wenn man mit andern den Chro- 
nisten tadeln würde wegen seiner Parteinahme gegen Karl 1V.,' 
so wird man ihm doch allgemein seine Sachkunde zugestehen 
und wird die Vielseitigkeit seiner Beziehungen anerkennen 
müssen. „Eine grosse Anzahl von Personalbeschreibungen, 
Anecdoten und Urtheilen über historische Persönlichkeiten, 
welche oft redend eingeführt werden, würden dieser Chronik 
auch dann ein bleibendes Interesse bewahren, wenn selbst 
ihre Glaubwürdigkeit nicht sehr hoch zu taxiren wäre*. 

Wer aber ist der Verfasser? 

Diese Frage ist schon oft zu lösen versucht, aber bis 
jetzt, wie ein neuester Versuch Wicherts? zeigt, noch immer 
nicht zu allgemeiner Befriedigung. Und das ist für uns 
Elsässer um so mehr zu bedauern, als es sich um cine be- 
sonders wichtige Angelegenheit unsrer elsässischen Historio- 
graphie handelt. Matthias von Neuenburg — das steht fest 
— lebte mehrere Jahrzehnte in Strassburg, als celericus und 
advocatus curiae Argentinensis. Es wäre also von grösster 
Wichtigkeit, einige Sicherheit darüber zu erlangen, ob und 
inwieweit die treffliche Zeitgeschichte unter seinem Namen 
ihm und der Strassburger Geschichtschreibung zugeschrieben 
werden darf. 

Die Ansichten über die Person des Chronisten haben 
mehrfach gewechselt. 

Lange Zeit hindurch hat man sich bei der Angabe des 
ersten Herausgebers Cuspinian beruhigt, dass Albertus Ar- 
gentinensis der Verfasser sei. 








i So vor allen Dingen R. Hanncke in den Forschungen zur 
deutschen Geschichte VII, 197. 

? „Jacob von Mainz, der zeitgenössische Historiograph, und das 
Geschichtswerk des Matthias von Neuenburg“. Königsberg 1881. 


— 303 — 


Indessen schon dieser Name gab denen, welche neben 
diese Angabe dasjenige hielten, was indirekt die Chronik 
selbst über Standpunkt und Persönlichkeit ihres Verfassers 
aussagte, Anlass, eine Controverse aufzuwerfen. 

Albertus Argentinensis konnte allerdings als der „Strass- 
burger Albert“, ebensogut aber als ein „Albertus* aus dem Ba- 
‚seler Geschlecht „de Argentina“ aufgefasst werden. Da nun vor 
allem die erste Hälfte der Chronik augenscheinlich auf einen 
Baseler Verfasser hinwies, während in der zweiten wenigstens 
mehrere Capitel Strassburger Ursprung verrieten, so war es 
erklärlich. dass die Forscher uneins darüber wurden, ob ein 
Baseler oder ein Strassburger Albert diese Chronik ge- 
schrieben babe. ! 

Sehr bald neigte sich die Entscheidung zu Gunsten 
Strassburgs, wenn auch nicht zu Gunsten eines Albert 
von Strassburg. Letzterer kommt jetzt, nachdem Hegel in 
dem Albertus de Argentina einen Kellermeister des Stifts 
Neuweiler® bei Zabern entdeckt hat, überhaupt nicht mehr 
in Frage.? Dagegen wurde mit gutem Grund und mit Er- 
folg auf die Angaben zweier Handschriften (einer Berner und 
einer Vaticanischen) hingewiesen, welche den Strassburger 
advocatus episcopi Matthias von Neuenburg als Verfasser der 
Chronik bezeichneten. 

Auch ist die Autorschaft des Matthias äusserlich so 
gut beglaubigt, wie nur irgend etwas. Neben den beiden 
handschriftlichen Angaben an der Spitze der Chronik besitzen 
wir ferner noch eine Reihe von Urkunden, * welche feststellen, 
dass Matthias von Neuenburg spätestens seit den vierziger 
Jahren des 14. Jahrhunderts in Strassburg gelebt hat und 
zwar als Beamter des Bischofs Berthold von Bucheck.? Dazu 


ı Vgl. Reın. Meyer (Basel. Beiträge z. vaterländischen Geschichte 
IV, 159 ff, Rud. Hanncke Königsb. Dissertation 1866 S. 12, anderer- 
seits Strobels Vorwort zu Closeners Chronik p. VII. 

*2 Auf Grund einer Urkunde bei Schöpflin Alsatia diplom. II, 213 
No. 1073. 

3 Vgl. mein Programm „Der Verfasser der Chronik des Matthias 
von Neuenburg“ (1877 Zabern) S. 21 u. Wichert a.a.O. S.09 Anm. 10. 

* Vgl. Hegel in Forsch. z. deutsch. Gesch. X, 235 ff. 

5 „Mathis“ „eines Fürsprechen geistlichen Gerichts“ s. Wencker 
Collectanene jur. publ. germ. p. 111, 

21* 


— 304 — 


kam dann, dass in etwa 9 grösseren Capiteln der zweiten 
Hälfte (e. 66—70 in., 114—116. 118. 132) die Beziehungen 
der Chronik zu Strassburg klar waren. s 

Gegen diese bereits allgemein recipirte Ansicht, dass 
Matthias von Neuenburg der Autor unserer Chronik sei, 
haben nun aber Hanncke! und ich? auf alle Fälle, nicht ohne 
einige gewichtige Gründe und wie es scheint auch mit Er- 
folg,3 betont, dass man bei der Frage nach dem Verfasser 
unterlassen habe „den einzig kompetenten Richter 
entscheiden zulassen,nämlich die Chronik selbst.“ 

Aus der Fassung derselben ging, wie gesagt, hervor, 
dass die erste Hälfte von einem Baseler geschrieben sein 
müsse und auch die zweite Hälfte konnte nur dann einem 
Strassburger angehören, falls jene 9 Capitel (66 — 70 in. 
114—116. 118. 132) der Chronik wirklich originell gewesen 
wären. Von diesen aber liess es sich nachweisen,* dass sie 
erst später in die Chronik eingeschoben und ursprünglich 
Theile einer vita Bertholdi de Buchecke® gewesen seien. 

Auch so wäre es immerhin noch möglich gewesen, 
dass der in Neuenburg bei Basel geborene Matthias die 
Chronik geschrieben hätte, indem er, der urkundlich 6 1327 in 
Basel als advocatus erwähnt wird, dann nämlich für den ersten 
Abschnitt Baseler Memoiren benützt und später — vielleicht 
mehrfach von Strassburg abwesend — weniger auf specifisch 
Strassburger Verhältnisse Rücksicht genommen haben könnte. 
Durch zwei andere Umstände wurde jedoch diese Eventualität 
nahezu beseitigt. 

Je mehr die Persönlichkeit des Matthias von Neuen- 
burg durch urkundliches Material bekannt wurde, desto offen- 


1 Forsch. z. d. Gesch. VII, 196 ff. 

2 Vgl. mein Programm. 

$ König Mittheilungen aus der hist. Literatur VI, 203, Wichert 
Jacob v. Mainz 8. 125 ff. 133 ff. 

* Vgl. mein Programnı 8.9 ff. Mein Boweis gebilligt von König 
a. a. O., grösstentheils acceptirt auch von Wichert Jacob von Mainz 
168 ff. Doch vergl. jetzt $ 5, 2 dieser Abhandlung. 

5 Diese folgte in der Strassburger Handschrift auf die Chronik 

6 Anz. f. Schweiz. Geschichte 1879 no. 5. 


— 305° — 


barer ergab es sich, wie er mit seinem Bischof Berthold von 
Bucheck auf vertrautem Fusse gestanden habe. Der Bischof 
aber war einer der erbittertsten Gegner Kaiser Ludwigs des 
Bayern, wogegen der Chronist sich durchweg als erklärten 
Anhänger dieses Kaisers zu erkennen gibt. 

Sodann aber zeigte sich aus der Verwandtschaft vieler 
Abschnitte der Chronik mit der vita Bertholdi, dass der Bio- 
graph selbst — welcher jedenfalls zu Strassburg lebte und 
in naher Beziehung zu Bischof Berthold stand — eine Ueber- 
arbeitung resp. Vermehrung der Chronik vorgenommen habe. 

Bei dieser Sachlage war dann nichts wahrscheinlicher, 
als dass Matthias von Neuenburg sowol die Biographie ge- 
schrieben, als auch verschiedene Capitel in die Chronik ein- 
geschaltet habe, dass er selbst aber die eigentliche 
Chronik nicht verfasst habe. 

Soweit haben meine Auseinandersetzungen grösstenteils 
auch die Billigung Wicherts erhalten. 

Während ich mich nun weiterhin bei der Suche nach 
dem eigentlichen Chronisten darauf beschränkte, ! die 
Quellen, die politischen und persönlichen Beziehungen sowie 
den (zeitweise wechselnden) Aufenthaltsort des Verfassers 
aus der Chronik selbst festzustellen, hat Wichert auf einem 
anderen Wege Namen, Wohnort und Bedeutung des Autors 
zu ergründen gesucht. Er glaubt ihn in der Persönlichkeit 
des Speyrer Notars Jacob von Mainz gefunden zu haben. 

Vor allem legte Wichert beim Erweise seiner Ansicht 
Gewicht darauf, dass „der Tübinger Historiograph Joh. Nau- 
clerus (F 1510) in seiner bis zum Jahre 1500 reichenden 
Universalchronik ..... als zeitgenössischen Gewährsmann 
öfters einen Jacobus Moguntinus angeführt habe“, dessen „ci- 
tierte Stellen mehrfach völlig durch den Matthias Nüwen- 
burgensis* gedeckt werden. Er zeigte weiter die Identität 
dieses Jacobus Moguntinus mit dem urkundlich bekannten 


‘ 





1 Nur nebenbei stellte ich die Vermutung auf, dass der Chronist 
in naher Beziehung zu Marquard von Randeck gestanden haben müsse. 
Die Untersuchung wird zeigen, dass ich diese Conjektur nicht zu be- 
reuen habe. 


— 306 — 


Speyrer Notar Jacob von Mainz und bemühte sich mit 
Hülfe der Chronik des Matthias die schriftstellerische Thätig- 
keit des Jacobus klar zu legen bezw. ihn als den eigentlichen 
Autor der grösseren Hälfte der Chronik hinzustellen. 


Dabei hebt er dann die nach Speyer weisenden Zu- 
sätze hervor, welche die wichtigste Handschrift der Chronik, 
der Codex A! bietet. Wichert hält dieselben für Original- 
bemerkungen und stützt damit seine Hauptthese, dass ein 
Speyrer der Verfasser der Chronik sein müsse. 


Ich sehe Wicherts Untersuchung für verfehlt an und 
halte es — namentlich seitdem ein Rezensent im Litterarischen 
Centralblatt 1881 Nr. 47 8. 1605? und selbst Waitz im N. 
Archiv für d. Gesch. sich grösstenteils zustimmend erklärt 
haben — für angezeigt, möglichst eingehend die Irrwege 
dieses neuen Versuchs zur Lösung des Problemes aufzu- 
decken. Denn nichts kann nach meiner Ansicht 
gewisser sein, als dass Jacob von Mainz in 
gar keiner Beziehung zum Verfasser der Chro- 
nik desMatthiasvon Neuenburggestandenhat. 


Die eingehende Widerlegung des Wichert’schen 
Standpunktes halte ich selbst noch nach dem Erscheinen der 
jüngsten Schrift Hubers® für notwendig, da dieser darin eine 
Reihe früherer von mir verworfener Hypothesen aufs Neue 
vertreten hat. 


Nach dieser zur Orientirung dienenden Einleitung gehe 
ich auf die Spezialuntersuchung der Controverse über. 


1 Dies ist der 1870 in der Stadtbibliothek von Strassburg ver- 
brannte, aber durch Studers genaue Collation (Matthiae Neoburgensis 
Chronica Bern 1866) bekannte codex Argentinensis. Daneben kommt 
besonders noch die Berner Handschrift (cod. B) in Betracht. 

? „K.M.“ sagt daselbst: Matthias von Neuenburg und Jacob von 
Mainz „sind von nun an in engste Beziehung zu setzen“. 

®$ A. Huber: Matthias von Neuenburg und Jacob von Mainz. 
Wien 1882. Vergl. daneben auch G@ött. gelehrte Anz. 1882. 8.559 ff. 
und E. Leupold Berthold von Buchegg 8. 168 (Strassburg 1882). 


— 8307 — 


II. 


Grösstenteils in Uebereinstimmung mit Wichert con- 
statiere ich zunächst Folgendes: 

Joh. Nauclerus hat in seiner Universal-Chronik! als 
zeitgenössischen Gewährsmann für die Jahre 1292 -- 1360 
Jacobus Moguntinus genannt. Teilweise decken sich die 
Citate Nauclers aus Jacobus mit den noch vorhandenen 
Schriften des Jacobus (Gesta Adolphi, Gesta Alberti, Impe- 
rator Heinricus), teilweise aber auch mit der Chronik des 
Matthias von Neuenburg. ? 

Zur Genüge ist namentlich das letztgenannte von Wichert 
erwiesen. Ueberall da, wo Nauclerus mit Matthias v. Neuen- 
burg wörtlich übereinstimmt, hat er nicht diesen, sondern 
Jacob von Mainz citiert und auch da, wo er ohne Jacob zu 
nennen, mit Matthias übereinstimmt, wird er ohne Zweifel 
dieselbe Schrift, welche er bei namentlicher Erwähnung der 
Quelle Jacob von Mainz nannte, excerpiert haben. 

Daneben hat Nauclerus mit den betreffenden Abschnitten 
des Matthias von Neuenburg und den Notizen aus Jacobus 
Moguntinus noch erhaltenen Schriften grössere Abschnitte aus 
Ottackers Reimchronik, Aeneas Sylvius’ historia Boiemica, 
Hermannus Minorita und einigen anderen Chroniken zum 
Teil wörtlich combinirt. 

Dabei kommt nun vor allem folgender Punkt in Betracht. 

Keine der citierten Stellen, an denen des Jacobus M. 
Worte bei Nauclerus mit Matthias v. Neuenburgs Worten con- 
gruiren, ist derart, dass sie erweist, Nauclerus habe nicht 
Matthias, sondern eine beiden gemeinsame Quelle ausge- 
schrieben. An manchen Stellen? scheint Wichert dies selbst 


1 Ich ceitiere mit Wichert nach dem II. Bande der Cölner Aus- 
gabe 1564. 

2 Ich citiere meist nach Studers Ausgabe (Bern 1866), und da- 
neben nach Capiteln. Eine vergleichende Zusammenstellung der Citate 
Studers und Hubers (in Böhmer Fontes IV) bietet mein Programm 8.2. 

° Ja für den ersten Teil der Chronik spricht er sogar 8. 81 
die Vermutung aus, dass „der Notar Jacob von Mainz das Manuscript 
des Matthias (hier zunächst bis 1315).... ausgeschrieben“. 


— 308 — 


erkannt zu haben. Da er aber daneben von einer vermehr- 
ten und ergänzten Redaction Jacobs redet, ferner den „hin 
und wieder erweiterten Text in denjenigen Stücken, welche 
im übrigen durch Matthias gedeckt sind, hervorhebt, ! und 
damit anzudeuten scheint, als habe Nauclerus nicht aus 
Matthias Chronik, sondern aus dessen Quelle geschöpft, 
so ist es an der Zeit, diesen höchst wichtigen Punkt vorab 
in unzweifelhafter Weise festzustellen. 

In Betracht kommen überhaupt für eine solche An- 
nahme nur folgende Stellen: 

a) Nauclerus p. 360 ff. stimmt mit c. 35 des Matthias 
überein. „Anscheinend“, sagt Wichert S. 50, „gibt Naucler 
einen wörtlichen Auszug aus dem Matthias, der reicher an 
Familiennachrichten ist; doch dürfen wir hierbei nicht über- 
sehen, dass Naucler die Namen der drei Töchter Albrechts 
hat, während dieselben im Text des Matthias fehlen und nur 
der Strassburger Codex den Namen der ältesten (Agnes) 
einsetzt.“ 2 

b) Naucler p. 369. 370 stimmt mit Matth. c. 37 (46, 20) 
überein. „Die charakteristischen Aeusserungen und der 
Schluss des Ganzen sind beiderseits völlig gleichlautend. Je- 
doch erscheint der Bericht bei Naucler zu Anfang genauer 
und um eine Angabe reicher, indem K. Heinrich die 
österreichischen Herzöge vorladet, und nachher Herzog 
Friedrich im Begriffe steht, sich vom Speyrer Hoftage (1309 
Sept.) unverrichteter Sache zu entfernen* (Wichert 8. 60). 

c) Naucler p. 383 bringt eine Erzählung der französisch- 
englischen und deutschen Verwickelungen aus den Jahren 
1338—1341. „Dieselbe ist identisch mit Matthias Nüw. p. 
210—212 = c. 57 ($S. 86-90), jedoch geht sie nicht völlig 
darin auf.“ Zwei Abschnitte Nauclers fehlen im Matthias 


1 Wichert 8. 76. vgl. S. 42. 

2 Wichert fügt hinzu „ebenso fehlt bei Matthias in diesem Zu- 
sammenhange die Schlussnotiz, dass eine Schwester Albrechts zum Ge- 
mahl König Karl von Sicilien (d. i. Neapel) hatte.“ Dieselbe steht je- 
doch kurz vorber bei Matthias c. 15. Ja den ungenauen Ausdruck rex 
Sioilie hat Naucler aus diesem Kapitel herüber genommen. Matthias 
8. 13, 3 entschuldigt ihn. 





— 309 — 


und stehen auch nicht, wie Wichert S. 107 hervorhebt, in 
irgend einer uns sonst bekannten Quelle Nauclers. 

d) Nauclerus bietet p. 389 (zum Jahr 1344) einen Bericht 
nach Matthias von Neuenburg. „Doch das von Naucler an- 
gegebene Datum 17. Sept. (?) findet sich weder im Matthias 
noch sonst wo!® So Wichert S. 107 ff. Matthias sagt nur 
de mense Septembri. 

e) Auch Naucler p. 392 (Matth. c. 77) bietet nach 
Wichert 8. 109 „einen etwas erweiterten Inhalt und Text“ ‚! 
den er dann auf Rechnung des Jacob von Mainz setzt. 

f) In einer längeren Erzählung Nauclers (p. 394), die 
teilweise Hermannus Minorita, teilweise Matthias Nüw. ent- 
spricht, findet sich eine Notiz (Wichert $. 111) über einen 
Mainzer Brand, der in keiner Quelle sonst zu finden ist. 
Wichert möchte sie auf die Quelle des Matthias zurückführen, 
ohne Beweise vorzubringen. 

Ausgelassen habe ich an dieser Stelle, dass Nauclerus 
p. 360 bei einer Charakteristik Albrechts I. den Zusatz 
macht adspectu trux, den auch die erste bairische Fortsetzung 
der sächsischen Weltchronik (Weiland M.G. Deutsche Chro- 
niken II p. 331: „und het... gar einen unwirdischen an- 
plich*) bietet. Doch hatten hier andere Quellen Nauclers 
(z. B. Hermannus Minorita) Aehnliches. 

Was können nun diese 6 Stellen, in welchen Nauclerus 
Zusätze und Erweiterungen zum Text des Matthias bietet, 
erweisen ?? Zeigen sie, dass beide einer gemeinsamen Quelle 
nachschreiben ? | 

Ein solcher Schluss wäre bei einem Autor, der wie 
Nauclerus in ein und derselben Erzählung oft zwei, drei und 
mehr Quellenberichte contaminiert, höchst bedenklich. Man 
müsste ja vor allem daneben die Thatsache halten, dass in 
hunderten von Sätzen Nauclerus auch nicht den geringsten 
Ueberschuss über Matthias Chronik hinaus bietet und dass 


i Aus Hermannus Minorita. 

3 Weiland Sybels historische Zeitschr. 1875 8. 428 erwähnt u.a. 
noch p. 394 (S. 1010 in der Kölner Ausg. von 1579). Doch ist dieser 
Bericht, trotzdem er auf Jacobus Moguntinus bezogen wird, dem Con- 
texte der Chronik des Matthias durchaus fremd. 


— 310 — 


der Verfasser der Chronik des Matthias gewiss kein Ab- 
schreiber war, der sich verbotenus an eine frühere Vorlage 
gehalten hat. 

Obenein aber können wir selbst mit unseren heutigen 
Hülfsmitteln die anderweitige Herkunft dieser wenigen Zu- 
sätze nachweisen. 

'Der letzte (f) ist offenbar weniger ein Beweismoment 
als ein Versuch, mit Hülfe des erst zu erweisenden Satzes 
ein auffälliges Faktum zu erklären, und kann hier also von 
vornherein bei Seite gelassen werden. Zwei andere Stellen 
(b und e) können wir ferner nach Wicherts eigenen Worten 
mit Leichtigkeit eliminieren. 

Was erstens (b) Nauclerus p. 369--370 vor Matthias 
Bericht voraus hat, nämlich dass Herzog Friedrich von Oest- 
reich im Begriffe gewesen sei, sich von Speyer zu entfernen, 
steht, wie Wichert sorgfältig notirt hat, auch in ÖOttackers 
Reimchronik c. 827. Da Nauclerus dieselbe benutzte, so 
steht nichts im Wege, obige Bemerkung auch auf Ottacker 
zurückzuführen. Aehnlich steht es mit dem Fall e: Naucler 
p. 392 sq. — Matth. p. 246. 247. Wichert 8. 109 Anm. 7 
gesteht zu, es sei die Möglichkeit „nicht ausgeschlossen* — 
die, wie wir wissen, berechtigt erscheint —, dass Naucler 
„einen vollständigeren Text der Handschrift des Hermannus 
Minorita* vor Augen gehabt habe. 

Auch dieser Autor ist nicht selten Quelle Nauclers, ja 
seine Worte sind auch sonst (vgl. Naucler p. 374, Hermann 
bei Ecc. I, 1638, Matth. p. 188 und Wichert 8. 101) mit 
denen des Matthias von Naucler contaminiert. 

Im Fall a hat sich der sonst im Erforschen der Quellen 
sorgfältige Wichert sogar nur ein Versehen zu Schulden 
kommen lassen. Die genaueren Angaben Nauclers über die 
Töchter Kaiser Albrechts I. stehen auch im Matthias, aller- 
dings weder im Codex A noch im Codex B, wol aber in den 
von Cuspinian und Urstisen benutzten Codices (vgl. daneben 
Studer p. 181). Nebenbei gesagt, geht hieraus hervor, dass 
die von Urstisen gebrauchte im übrigen mit Codex A iden- 
tische, aber vereinzelt ausführlichere Handschrift des Mat- 
thias dieselbe war, welche dem Nauclerus vorgelegen hat. 


— 3l — 


Wenn nun auch selbst Fall ce und d nicht in gleich 
günstiger Weise erledigt werden könnten, so wird doch ge- 
wiss jeder Unparteiische zugestehen, dass auf Grund dieser 
zwei Fälle absolut kein Schluss gezogen werden darf, zumal 
uns nicht das Original der dem Nauclerus vorliegenden Mat- 
thiashandschrift erhalten ist und A und B vielfach von ge- 
meinsamen Flüchtigkeitsfehlern und Lücken entstellt sind.! 
Und dann kann man wol mit Grund fragen: sollten denn 
die Zusätze des Nauclerus überall Anspruch auf Authentie 
haben? „Der 17. September“ Nauclerus p. 389 ist vielleicht 
nur durch ein Versehen Nauclers oder des Herausgebers von 
Nauclers Chronik aus „de mense Septembri* geworden. 
Offenbar dauerte die Frankfurter Zusammenkunft im Sep- 
tember 1344 länger als einen einzelnen Tag! Und endlich, 
um auch den letzten Fall (ec) nicht unberücksichtigt zu lassen, 
wie kann Wichert die Zusätze Nauclers p. 383 derselben 
Quelle vindicieren, welche c. 57 des Matthias geschrieben 
haben soll, da doch die Zusätze sich keineswegs gut in den 
vorliegenden Bericht des Matthias einfügen und der an Stelle 
des abweichenden Anfangs stehende Eingang des c. 57 bei 
Matthias durchaus am Platze ist? 

Es ist also vor allem als Grundlage jeder ferneren 
Untersuchung über das Verhältniss von Naucler, Matthias 
Nüw. und Jacobus Moguntinus das Eine festzuhalten: über- 
allda, wo Nauclerus wörtlich mit Matthias Nüw. 
harmonirt, sei es nun, dass er dabei Jacobus 
Moguntinus citiert oder dieses unterlässt, Ist 
Naucler dem Wortlaut der Chronik des Matthias 
Nüw.selbst, nicht einer Quelle derselben gefolgt. 

Und daneben ergibt sich, wie oben bereits hervorge- 
- hoben wurde, auf Grund von Wicherts Zusammenstellung, 
dass, mit Ausnahme einer einzigen Stelle? dort, wo ein Citat 
des Jacobus Moguntinus im Naucler nieht der Chronik des 
Matthias entnommen ist, die uns vielleicht lückenhaft noch 
erhaltenen Schriften des Jacobus selbst — seine Gesta 


i Vgl. mein Programm 8. 5. 
® Für diese (Wichert 8. 76) fehlt es an jedem anderen Belege, 


— 312 — 


Adolphi, Gesta Alberti, Imperator Heinricus — ausgeschrieben 
sind. 

Wichtig zu beachten ist dabei der Umstand, dass diese 
genannten Schriften des Jacobus Moguntinus in gar keiner 
Beziehung zu Matthias von Neuenburg stehen. ! Selbst die 
schriftlichen Quellen, nach denen Matthias Chronik hier ge- 
arbeitet ist, finden sich in den echten Schriften des Jacobus 
nicht benutzt. 


III. 


Aus dieser Concordanz der Citate des Nauclerus aus 
Jacobus M. einerseits mit Jacobus Moguntinus nachweis- 
baren Schriften, und andererseits mit Matthias Nüwen- 
burgensis kann nun aber offenbar zunächst nichts anderes 
geschlossen werden, als dass 1) der Verfasser des ersten 
Teils unserer Chronik nicht Jacobus Moguntinus war und 
dass 2) der Verfasser des zweiten (1330--1344) und dritten 
Abschnittes (1344—1350) der Chronik, welche Nauclerus aus- 
schrieb, von ihm Jacobus Moguntinus genannt worden ist. 

Nauclerus hat also, sei es mit Recht oder mit Un- 
recht, den Verfasser der Chronik des Matthias und zwar in 
einer dem Codex A nahezu identischen Version ebenso wie 
den Verfasser der Gesta Adolphi und des Imperator Hein- 
ricus, nämlich Jacobus Moguntinus genannt. 

Natürlich kann dieses auf sehr verschiedene Weise er- 
klärt werden. Es liegt z. B. nahe, anzunehmen, dass Nau- 
clerus eine Abschrift der Gesta des Jacobus und der Chronik 
des Matthias in einem Bande benützt und dabei den Namen 
des ersten auf das Ganze übertragen habe.? Ist es doch 
der namenlose Codex A, welcher der Version des Nau- 
clerus entspricht! | 


1 Auch Wichert S. 81 Anm. 11 gesteht zu, dass „keine Spur“ 
vorhanden sei, dass „im Matthias eine Benutzung der Gesta“ nach- 
gewiesen werden könne. 

? Auch Wichert gibt dies zu 8. 266. 

5 So vermutet Weiland (Sybel Hist. Zeitschr. 34,427), „dass Nau- 
clerus vielleicht mehrere in einem Sammelbande zufällig vereinigte 
Quellen unter dem Namen (Jacob von Mainz) verstanden habe“. 


— 313 — 


Ebensowohl wäre es aber auch möglich, dass die 
Quelle des Nauclerus ausdrücklich den Jacobus Moguntinus 
als Autor genannt habe. 

Aber ehe wir einer solchen Angabe als der allein rich- 
tigen den Vorzug vor allen übrigen gäben, müssten durchaus 
sachliche Gründe von einiger Tragweite beigebracht werden. 
Ohne solche könnte ınan es keineın verdenken, wenn er viel 
lieber dem Cuspinian folgend Albertus Agentinensis, oder 
mit Codex B Matthias von Neuenburg als Verfasser statuierte, 
anstatt mit Nauclerus Jacobus Moguntinus als Autor unserer 
Chronik hinzustellen, wogegen ja obenein der Umstand spricht, 
dass zwischen den erhaltenen Schriften des Jacobus Mo- 
guntinus und der Chronik des Matthias gar keine Verwandt- 
schaft besteht. 


IV. 


Was hat nun Wichert für seine spezielle Auffassung 
vorgebracht, dass Nauclerus sich nicht geirrt habe, sondern 
mit Recht als Verfasser eines bedeutenden Teils der Chronik 
des Matthias von Neuenburg den Speyrer Notar Jacobus 
Moguntinus hingestellt habe? 

Er stützt sich zunächst auf das von mir gefundene ne- 
gative Resultat, dass die Chronik des Matthias v. Neuenburg 
nicht von einem Anhänger des Bischofs von Strassburg, 
ja überhaupt nicht von einem in Strassburg lebenden Manne 
geschrieben sein könne und acceptiert dabei meinen Nach- 
weis, dass die der vita Bertholdi correspondierenden Capitel 
66—70 erst später in die Chronik eingereiht worden seien, 
diese aber sowie die ganze vita Bertholdi Matthias von 
Neuenburg zum Verfasser gehabt hätten. Daneben hat 
Wichert Rieger’s! und meine Quellenanalyse? gebilligt, dass 
nämlich „für die erste kleinere Hälfte“ bis in die zwanziger 
Jahre hinein die historia comitum Habsburgensium des Hein- 


N Heinrich von Klingenberg und die Geschichte des Hauses 
Habsburg im Archiv für österr. Gesch. B. 48 8. 303 ff. (Wien 1872). 
? Mein Programm S. 14, Wichert III $ 4, VIIIS 1. 


— 34 — 


ricus von Klingenberg „und vor allen eine alte Baseler Chro- 
nik“ zu Grunde liege, der Rest aber „auf einem fremden 
originalen Berichte beruhe“ (8. 194), von einem zur bairischen 
Partei gehörigen antipäpstlich gesinnten Manne herstamme. 

Soweit sich Wichert hierauf beschränkt, bin ich natür- 
lich durchaus mit ibm einverstanden. 

Aber er sucht weiter (S. 145) zu zeigen, dass wir „in 
unserm Geschichtsschreiber einen Repräsentanten der in dem 
mächtigen Reichsbürgertume wurzelnden und herrschenden 
Gesinnung“ zu erblicken haben. Und darin hat er nur zum 
geringen Teil recht. 

Zweifellos ist es zwar, dass der Chronist, welcher ein 
begeisterter Anhänger von Kaiser und Reich war, auch den 
treuen Bundesgenossen des Kaisers, den Städten zugethan 
war. Im Ucbrigen aber muss entschieden bestritten werden, 
dass irgend welche Spuren in der Chronik hervortreten, als 
sei der Schreiber ein Repräsentant des Reichsbürgertums 
oder als habe er gar die Interessen des Bürgertums in einer 
bestimmten Reichsstadt! verfolgt. Ueberall ist sein Stand- 
punkt derjenige eines Mannes, welcher lediglich für die po- 
litisch wichtigen Ereignisse der Reichsgeschichte und des 
kaiserlich-päpstlichen Conflicts Interesse zeigt. Die 
specifisch bürgerlichen Angelegenheiten und die inneren 
Kämpfe der Reichsstädte berührt er kaum? und auch da nur 
ganz nebenher. 

Sodann hebt Wichert S. 121 hervor: 

„Eines nun ist es, was man bisher ganz und gar über- 
sehen hat: nicht allein jene angeblichen Zusätze der Chronik 
im Cod. A beziehen sich (meistens) auf die Pfalz und die 
Städte am Mittelrhein vorzüglich Speyer, sondern eben das 
gilt auch von der Chronik selber, nur dass es hier freilich 
wegen ihres sehr mannigfachen Inhaltes nicht immer und 
nicht in so hohem Maasse uns in die Augen springt.“ 


I Nicht einmal des Kampfes der Müllnheime und Zorne gedenkt 
der Chronist. Nur die Bascler Verhältnisse der älteren Zeit sind ihm 
genauer bekannt. 

® 2. B. e. 11 Basel, 102 (Mülhausen). 


=, Bl 


Indem wir vorläufig noch von den speziellen Notizen 
des Codex A absehen, wollen wir zunächst den zweiten Teil 
dieser Behauptung prüfen und das Richtige in ihr von dem 
Unrichtigen zu scheiden suchen. Ich zeigte schon in meinen 
Programm, dass in der Chronik bis 1350 der Standpunkt 
des Chronisten keineswegs der eines Strassburgers gewesen 
sei. Er zeigt sich ebensowohl und besser über die Verhält- 
nisse von Basel, Speyer, Worms, Mainz unterrichtet. Und 
so kann ich denn ganz und voll Wicherts weiterer allge- 
meinen Ausführung zustimmen: 

„Bei der Darstellung der politischen Angelegenheiten 
des Reiches sind vom Verfasser der Chronik die Städte 
Mainz, Worms, Speyer am Rhein und auch Nürnberg in 
Franken so gut berücksichtigt wie Strassburg und Basel, die 
Lande Ostfranken, Schwaben und Elsass so gut wie Rhein- 
franken und die Pfalz. Ganz Südwestdeutschland vom Main 
bis zur Aar umspannte der politische Gesichtskreis des Chro- 
nisten.“ Ebensosehr wie ich aber diese Behauptung billige, 
muss ich die speziellere These Wicherts (8. 125): „es muss 
sicher die Reichsstadt Speyer, weder Basel noch Strassburg, 
der Ort gewesen sein, wo der Verfasser der Originalchronik 
lebte und schrieb“ bekämpfen. 

Zwei allgemeine Bemerkungen hiergegen stelle ich voran. 
Wichert hat hier den Misgriff begangen, den lokalen Aus- 
gangspunkt des Chronisten und die Richtung seines In- 
teresses zu confundieren. Mögen den Erzähler immerhin die 
Verhältnisse von Speyer und Mainz interessiert haben und er 
einigemale ihrer eingehend gedenken, damit ist noch nicht 
gesagt, dass der Betreffende Augen- und Ohrenzeuge der er- 
zählten Ereignisse, kurz, dass er ein in Speyer lebender 
oder auch nur von Speyer stammender Mann war. 

Sodann aber ignoriert diese Behauptung Wicherts den 
von mir erbrachten! und von König (Mittheilungen aus der 
histor. Litteratur VI, 203) gebilligten Beweis, dass „die ältere 
von Matthias benutzte Chronik ..... von einem Manne ab- 
geschlossen, der wiederholt als Kaiserlicher Gesandter in 


1 Vgl. mein Programm S8. 17 ff. 


— 316 — 


Avignon während der Jahre 1334—1344 thätig war.“ Wenn 
irgend etwas sicher über den lokalen Standpunkt des Chro- 
nisten ist, so ist es dies, dass derselbe wechselte mit dem 
Aufenthalte erst der kaiserlichen Gesandten, dann des Kaisers 
selbst, und dass das Interesse des Chronisten nicht auf eine 
bestimmte Lokalität begrenzt war.! Wichert sagt allerdings 
S. 121 Anm. 20 „die von Soltau bestimmten Daten über den 
Aufenthalt des Verfassers sind unbrauchbar, und seine Hypo- 
these für uns völlig wertlos.“ Genügt aber diese Beteuerung, 
um die gerade hier eingehende Begründung aus der Welt 
zu schaffen? Gewiss wird es Wichert jeder glauben, dass 
für ihn selbst, der um jeden Preis einen Speyrer als Ver- 
fasser der Chronik zu erweisen wünscht, manches wertlos 
sein muss, was seine Hypothese entkräftet. Aber eine solche 
Geschmacksrichtung fördert die vorurteilsfreie Entscheidung 
der Controverse keineswegs. 

Gehen wir jetzt auf Wicherts Argumentation im Ein- 
zelnen ein. 

Was spricht denn eigentlich zu Gunsten der Hypothese, 
dass der Verfasser der Chronik ein Speyrer gewesen ist? 

Speyer wird in dem ersten Teil der Chronik (der von 
Wichert aber gerade nicht Jacobus Moguntinus zugeschrieben 
wird $. 266) allerdings einige Mal genannt. Dagegen in 
dem darauf folgenden Abschnitte, der dem Speyrer Jacobus 
Moguntinus entlehnt sein soll, kommt Speyer seltener (5-6 
mal) vor und zwar teils so, dass der Standpunkt des Ver- 
fassers augenscheinlich ein anderer als der eines Speyrer ist, 
teils in der Darstellung des Kaiserumzugs, wo, wie soeben 
bemerkt wurde, der Standpunkt des Berichterstatters sicherlich 
mit dem des Kaisers wechselt.? 


I Vgl. mein Programm 9. 17—19. Wie verschieden auch Hubers 
Standpunkt von dem meinigen ist, so gibt doch auch er zu 1) dass 
der Autor „1335 und 1338, das erste Mal vielleicht längere Zeit sich 
bei der Curie aufhielt“ (Matthias von Neuenburg und Jacob v. Mainz 
S. 33); 2) dass der Verfasser cap. 99 f. „für die Vorgänge in Worms und 
in Mainz als Augenzeuge geschrieben habe“ (ebenda $S. 23) und 3) dass 
der Verfasser c. 97 u.98 in Basel „entweder Augenzeuge gewesen sein 
oder von einem solchen Nachrichten erhalten haben muss“ (S. 21). 

? Die Richtigkeit dieser Behauptungen zeigt eine Musterung der 


— 317 — 


Somit müssen wir Wicherts Behauptung entschieden 
zurückweisen, dass „die Chronik selber“! schon ohne 
die Zusätze des Codex A zeige, dass wir „die Heimat des 
eigentlichen wahren Verfassers der Zeitgeschichte Kaiser Lud- 
wigs (wenigstens seit den vierziger Jahren) am Mittelrhein 
in Speyer, Worms oder Mainz zu suchen haben“, oder dass 
gar „die Reichsstadt Speyer der Ort gewesen sei, wo der 
Verfasser (der Originalchronik) lebte und schrieb“ (8. 121— 
125). Nur die allgemeinere Fassung dieses Urteils, wie sie 
Wichert ebenfalls gibt — „Ganz Südwest-Deutschland von 
Mainz bis zur Aar umspannte der politische Gesichts- 
kreis des Chronisten“ 8. 122 — trifft das Richtige, vermag 
aber in dieser Form nichts für die Autorschaft des Jacobus 
Moguntinus zu besagen. 


Y; 


Doch wie steht es um die Zusätze im Codex A? 

Vielleicht, dass mit Bezug auf sie Wicherts Behauptung 
besser begründet erscheint! 

Das eine ist nicht abzuleugnen, dass der Schreiber von 


einzelnen Stellen. Speyer wird erwähnt C. 53 (76, 22), C. 56 (85, 22), 
C. 80 (129, 21), C. 98 (146, 15 ff.), C. 99 (148, 10), C. 120 (168, 6). 

Aus C. 53, C. 80 und C. 120, wie sie B bringt, kann unmöglich 
auf den Sitz des Chronisten geschlossen werden. Dass er in wenigen 
Zeilen einer Speyrer Zusammenkunft oder eines Zuges gegen Speyer 
gedenkt, ist für die Bestimmung des Chronisten gleichgültig. Mit dem- 
selben Rechte könnten die nach Wichert auf den Strassburger Matthias 
von Neuenburg zurückzuführenden Bemerkungen C. 67 (103, 14) und 
C. 69 (108, 5 ff.) auf einen Speyerer Chronisten bezogen werden. 

Bei den C. 98 (146, 15 ff.) und C. 99 (148, 10) erzählten Ereig- 
nissen scheint der Verfasser allerdings Augenzeuge gewesen zu sein. 
Aber in ebendenselben Capiteln ist er zweifellos bald in Basel, bald 
in Worms anwesend, ja es ist, wie ich gezeigt habe (Progr. S. 18, 3), 
mehr als wahrscheinlich, dass der Chronist den Kaiser auf seiner 
Wanderung fortdauernd begleitet habe. 

1 Daneben lasse ich hier als unwesentlich bei Seite, was Wichert 
S. 122 betont, dass der Chronist nicht selten Mainzer Verhältnisse be- 
rücksichtigt. Das hat noch niemand geleugnet, aber es ist für die 
Hauptfrage von ganz untergeordneter Bedeutung. 

Strassb, Studien, 22 


— 313 — 


Cod. A versehiedene Einzelnheiten über Speyer mehr bringt 
und einigemal für Argentina Spira setzt. Es lässt sich jedoch 

l. mindestens an zweien dieser Stellen schon aus dem 
Zusammenhang nachweisen, dass die im Cod. B gegebene 
Fassung die ursprüngliche und richtigere ist. 

2. An den mit der vita Bertholdi übereinstimmenden 
Stellen, welche zugleich im Cod. A Speyer betreffen, ist 
festzustellen, dass sie aus der Vita entnommen sind. Mit 
Unrecht bestreiten dieses Wichert und neuerdings Huber. ! 

3. Selbst aber, wenn Cod. A die originelle Version 
böte, so spräche dieses nur dafür, dass der Schreiber von 
A ein Speyrer wäre. Cod. A und B sind nicht Originale, 
sondern Abschriften einer gemeinsamen Vorlage. 

4. Die bei Wicherts Hypothese notwendige Vermutung, 
dass die sogenannte continuatio im Wesentlichen von einem 
Speyrer herrühre, ist aufs entschiedenste zu verwerfen. 


:1. An mehreren Stellen des Cod. A, welche 
Bezug nehmen aufSpeyer, ist leicht zuerweisen, 
dass diese Version die spätere ist. 

In ce. 53 (76, 17) bringen Cod. B wie Cod. A einen Be- 
richt über den Tod des Herzogs Leopold von Oestreich, der 
in beiden wenn nicht elsässische Localfärbung, so doch Ver- 
trautsein mit den Elsässer Verhältnissen verrät (man ver- 
gleiche ... Lantgravii Alsacie, servitoris Ludowiei, qui ipsi 
Luipoldo sepe veneris causa Argentinam eunti dicebatur in- 
sidias posuisse... reversus Argentine in curia dominorum de 
Ochsenstein decumbens et insaniens absque penitencia diem 
clausit extremum). 

Dass an dieser Stelle (76, 20—23) B den originelleren 
Text bietet, kann als zweifellos gelten. Denn B gibt 

a. den Grund an, welcher Herzog Leopold von einem 
Kriegszug hätte abhalten sollen, 

b. mit den Worten ‚non destitit et ab expedicione de 
Spira reversus den nichtsdestoweniger unternommenen An- 
griff auf Speyer und 


‘ 1 Matthias von Neuenburg und Jakob von Mainz 8.27 ff. 


— 319 — 


c. die Folgen dieses Handelns: Krankheit (in curia do- 
minorum de Ochsenstein decumbens) und Tod Herzog Leo- 
polds. | | 

Es mag sein, dass der flüchtige Schreiber von B etwas 
ausgelassen hat, dass es etwa ursprünglich hiess: non destitit 
ab expedicione et Spiram obsedit. Nötig ist diese Annahme 
aber keineswegs, wahrscheinlich hat er nur das ‚et‘ vertauscht 
und las im Original: non destitit ab expedicione. Et de 
Spira reversus Arg. ete. Dagegen bietet Cod. A: 

a. den Zug nach Speyer allerdings ausführlicher, 

b. die Krankheit Leopolds (in curia dominorum de 
Ochsenstein decumbens) und dann erst 

c. den Grund, wesshalb sich Herzog Leopold hätte 
schonen sollen. I 

Dabei wird dann unvernünftigerweise noch nach der 
Erwähnung seiner Krankheit „non destitit“ hinzugefügt und 
die Wiederholung et sie decumbens stand schwerlich im 
Original. 

Jedenfalls steht soviel fest: der Chronist selbst kann 
diese confuse Anordnung des Textes von A nicht verschuldet 
haben. 

Nicht minder unschuldig ist der Chronist an den ge- 
naueren Notizen über Speyer, welche Cod. A c. 116 bringt. 
Cod. B und die vita Bertholdi berichten, nachdem von der 
Stellung der Juden von Basel, Freiburg, Benfeld, besonders 
aber von Strassburg in allen Codices die Rede war: Spirae 
autem et Wormaciae Judei in una domo congregati com- 
busserunt se ipsos. Statt dessen berichtet Cod. A 

a. Spire autem iudei in domibus suis congregati se 
ipsos combusserunt; | | 

b. einige Einzelnheiten über Speyrer Verhältnisse. 

c. Wormacienses eciam iudei, ut spirenses, oppenheimen- 
ses et moguntinenses se ipsos combusserunt. 

Darauf folgt in A ein, wie sogleich noch im Ein- 
zelnen zu zeigen ist, mehrfach gekürzter Text von B, welcher 
zeigt, dass dem Schreiber von A. bereits eine ausführlichere 
Version vorlag. Diese führt uns aber wie vorher wieder 


nach Strassburg und in’s Elsass zurück. Als äussere Indicien 
22% 


— 320 — 


der Posteriorität von A führe ich an, dass in A das doppelte 
„se ipsos combusserunt“ verdächtig ist und dass die gene- 
ralisierende Bemerkung, ‘die Juden hätten sich in ihren Häusern 
verbrannt , gewiss unwahrscheinlicher ist, als die singulare 
Angabe von B die Juden hätten sich in einem Hause ver- 
sammelt und sich verbrannt‘. 

Zum eigentlichen Erweise der eben ausgesprochenen 
Behauptung, dass A in c. 116 nichts anders als einen zum 
Theil gekürzten, nur hie und da vermehrten Bericht von B 
gebe, diene folgendes: 

Bei der Erzählung der Strassburger Judenverfolgung 
bietet A nicht den Passus 161, 7 — 162, 6, welcher in der 
v. Bertholdi und in B steht. Dies könnte zwar allenfalls, 
obwohl es höchst unwahrscheinlich ist, Zusatz zum Original- 
berichte sein. Dann fahren beide Berichte ähnlich! fort und 
zwar 


B (162, 6) 

Sicque sabbato sequenti 
Judei qui per priores 
magistros ducti fue- 
rantad domum super Brus- 
ca infimam, quasi ut ab- 
duci possent, ducti sunt ad 
eorum cimiterium in domum 
combustioni paratam.... 


Duces autem Austrie et 
Moguntini tenuerunt suos. 


A 


Fuerant autem quidam iudei 
divites argentine ad domum 
unam super bruscam ducti, 
quasi ut abduci possent, qui 
postea ducti sunt etc. 


Pluresque duces et barones 
et milites propria castra ha- 
bentes suos tenuerunt. 


Durchweg gibt hier Cod. B die originelle Version. 


Ueberhaupt fehlen in Cod. A weiterhin alle speziellen chro- 
nologischen Angaben, welche die Vita B. sowie Cod. B und 


nn m 


1 Keineswegs unwichtig ist, dass die v. Bertholdi und der Codex 
A hier sogar in Fehlern übereinstimmen. Beide haben super brus- 
cam infimam und Z. 19 in tantam deverisse demenciam statt per- 
venisse. Zeigen nicht derartige scheinbar unbedeutende Einzelheiten 
klar, wo an dieser Stelle der originelle Text ist? 


— 3211 — 


zwar mit ausgezeichneter Genauigkeit bieten (vgl. Closener 
her. v. Hegel S. 128 fi.). 


Auch bei den übrigen Zusätzen des Cod. A, welche 
Speyer betreffen, ist es unmöglich zu erweisen, dass sie die 
ursprünglichen Worte des Chronisten geben. Meist ist das 
Umgekehrte höchst wahrscheinlich und der entgegengesetzte 
Schluss begründet. 


Zunächst steht in c. 118 (163, 19) bei Cod. B: Et vene- 
runt DCCtide Swevia Argentinam predicto anno XLIX 
in medio Junii..... . et cum hora prime Renum transissent, 
accurrente populo fecerunt circulum latum valde.! Dafür 
bietet Cod. A: Et venerunt ducenti de Swevia Spiram 
predicto anno XLIX in medio Junüi...... et cum hora 
prime Renum transissent, accurrente populo fecerunt circulum 
in civitate spira ante monasterium. 


Schon hier muss es jedem wunderbar erscheinen, wie die 
Flagellanten direkt aus Schwaben (de Swevia) Speyer gegen- 
über am rechten Rheinufer (cum Renum transissent) anlangen, 
während Schwaben doch ein gutes Stück südlich von der 
Neckarmündung aufhört. Wichtiger ist, dass während später 
164, 29 Spirensium (A) für Argentinensium (v. B. und B), 
165, 9 de civitate Spire (A) und Argentinensium (B und 
v. B.), 165, 15 in civitate Spira (A) und Argentine (B und 
v. B.) vertauscht sind, trotzsdem schliesslich in A der Bericht 
von den Strassburger Flagellanten und zwar gekürzt 
auftritt. 


Nicht unbemerkt möge ferner bleiben, dass durch die 
Lesart von Cod. A $S. 164, 29 ut misericordiam dei Spiren- 
sium affectus ad eos, quod (dagegen B und v. B.: ut miseri- 
cordiam consequantur. Tantus erat Argentinensium 
affectus ad eos, quod ....) der Zusammenhang verwirrt wird. 
Daneben bleibt es bei A’s Darstellung unerklärt, wies die 
Geissler von Speyer nach Strassburg kamen, während der 
Bericht des Cod. B vortrefflich erklärt, wie es kam, dass 


1 Ebenso die Vita Berth. 


— 32 — 


umgekehrt kleine Haufen von Strassburg auch nach Speyer 
gelangten. ! e 

Vor allen Dingen möchte ich aber noch auf eins auf- 
merksam machen. Man lese Fritsche Closeners Geisslerfahrt 
in Strassburg und vergleiche sie mit dem Texte des Matthias. 
Wie manche Anklänge an Matthias Worte finden sich bei 
jenem. Es sind das zweifellos zwei Berichte, wie sie mit ihren 
Concordanzen und ihren Disharmonien auf den Berichten 
zweier Augenzeugen beruhen. Dürfte es da gestattet sein, 
den Bericht des Matthias der Strassburger Historiographie zu 
entziehen ? 


2. Aber damit haben wir nur erst ein Plänklergefecht 
gegen Wicherts Hypothese eröffnet. Es ist klar, dass der- 
selben von vornherein aller Boden entzogen ist, wenn sich 
nachweisen lässt, dass mehrere der eben be- 
sprochenen Capitel, in welchen A auf Speyer, B 
und die Vita B. auf Strassburg hinweisen, ur- 
sprünglich der Vita Bertholdi angehört haben. 
Damit ist die Priorität der Strassburger Version? und die 
Anwesenheit des Verfassers dieser Capitel in Strassburg 
sichergestellt. 

Es würde hier genügen, die Priorität der Biographie 
für cc. 114—116. 118. 132 gegen Wichert festzustellen, wenn 
nicht Huber in seiner neuesten Schrift über diese Frage 
nicht nur diese Capitel sondern auch die cc. 66—70 in. 





1 Dazu vergl. Closener (Hegel S. 116) „Die von Bulach die volle- 
brohtent die wallefart zü den von Herrenberg und gen Tüwingen und 
gen Rotenburg, und ist also kummen uf den Rin in alle stete, grosse 
und kleine, und in Elsas, nü fürent wir die von Liechtenouwe dise 
wallefart.*“ Lichtenau liegt nur wenig unterhalb Strassburgs, also weit 
von Speyer. Obenein aber erklärt Closener S. 118 „Man sol wissen, daz 
die erste brüderschaft, die zü Strosburg kam, die koment eines morgens 
uf Metzigerowe“, sie kamen also von Süden, nicht von Speyer her. 

2 Der Verfasser der Vita Bertholdi ist zweifellos ein Strassburger. 
Huber, Wichert und ich stimmen jetzt auch darin überein, dass wir in 
niemand anders, als in Matthias von Neuenburg selbst den Biographen 
Bertholds erkennen. 


— 323 — 


als integrirende Bestandteile der Chronik erklärt und ver- 
fochten hätte. 

Dadurch sehe ich mich genötigt noch einmal wieder 
die allgemeinere Frage zu discutieren „ob die Chronik für die 
Vita oder die Vita für die Chronik als Quelle gedient hat.“ 

Huber (S. 28) legt jetzt mit Recht nicht mehr viel Ge- 
wicht auf die Ueberschrift der Vita Bertholdi: „Ex quo su- 
perius sermo precessit de Bertholdo de Buchecke, episcopo 
Argentinensi, de progenie ipsius et origine et de gestis eius 
atque temporum ipsius scribere intendo sic incipiendo*. Nur 
wenn dieselbe vom Biographen selbst herrührte, würde sie 
es wahrscheinlich machen, dass die Biographie nach der 
Chronik geschrieben sei. Aber selbst dann könnten die be- 
treffenden identischen Capitel sehr wohl erst später durch 
einen Abschreiber in die Chronik eingeschaltet sein.! Die 
Eingangsworte der Biographie beweisen also weder etwas für 
noch gegen. 

Dagegen hebt er jetzt einen einzigen? neuen Umstand 
hervor, welcher wenigstens die cc. 114—116. 118. 132 nach 
seiner Ansicht definitiv der Chronik zuzuweisen im Stande ist. 

„Was haben denn“, fragt Huber $. 28, „die Capitel 
114-- 116 und 118 über das Erdbeben von 1348, über das 
grosse Sterben, die Judenverfolgung und die Geissler mit 
Berthold von Strassburg zu thun? Ist es nicht doch viel 
wahrscheinlicher, dass sie aus der Chronik, wo sie nicht 
fehlen konnten, mit anderen in die Vita herübergenom- 
men worden seien, als dass sie schon ursprünglich in dieser 
gestanden haben ?* 

„In der Chronik“, so hebt auch Wichert 178 Anm. 1 
hervor, „würde das Fehlen der cc. 114—116 und 118 eine 
empfindliche Lücke anzeigen, in der Chronik erscheinen sie 
notwendig, in der Vita überflüssig.“ 





1 Denn auch abgesehen von jenen cc. 66—70 berichtet die Chro- 
nik einiges über Bischof Berthold. Vgl. neuerdings noch Leupold Ber- 
thold von Buchegg S. 175, der die Ueberschrift für original hält. Dass 
vor Bertholdo ‚quondam‘ fehlt, kann übrigens die Sache nicht entscheiden. 

?2 Eine zweite Bemerkung bezieht sich auf einen Zusatz nicht der 
Chronik, sondern der Continuatio: decubuit autem infirmitate etc. 
= v. Berth. 8. 233 St. 


— 324 — 


Zunächst möchte ich eine allgemeine Bemerkung gegen 
diese scheinbar bestechende Argumentation zu erwägen geben. 

Gewiss wäre es verkehrt an ein literarisches Produkt 
des 14. Jahrhunderts die gleichen Anforderungen zu stellen, 
wie an eine heutigen Tages durch den Druck publizierte 
Schrift. Auch wenn die letzte Hälfte der Vita (speziell die 
fraglichen Capitel 114—116. 118. 132) „nicht ein einheit- 
liches Produkt des Verfassers wäre“, da sie „verschiedene 
Bestandteile lose aneinandergereiht, rein äusserlich zusammen- 
gestellt“! enthält, so wäre doch noch nicht klargelegt, dass sie 
desshalb der Biographie ursprünglich nicht angehört haben! 
Ist es denn etwas so Unerhörtes, dass ein dem Bischof Ber- 
thold Nahestehender neben Notizen über die Verwandten des 
Bischofs und neben einer eingehenden Schilderung der früheren 
Lebensschicksale seines Bischofs bis zum Jahr 1344 hernach 
noch einige Episoden aus der Strassburger Geschichte der 
nächsten Jahre hinzufügte? Man wird doch nicht im Ernst 
behaupten können, die Sorge, dass er die Einheitlich- 
keit seiner literarischen Arbeiten durch Hinzufügung der 
Schilderung der Juden- und Flagellantenunruhen störe, hätte 
den Biographen vor einer Hinzufügung der cc. 114—116. 
118 zurückhalten sollen.” Wissen wir ja uicht einmal, ob 
nicht die betreffenden Capitel vielleicht nur Vorarbeiten 
zu einer Fortsetzung der Biographie sein sollten! 

Doch genug solcher allgemeiner Gegengründe gegen 
die vorgebrachten Bedenken. Schon die speziellen Voraus- 
setzungen, von welchen unsere Gegner ausgehen, sind halt- 
los. Die Vermutung nämlich, dass in einer Chronik, welche 
vorzugsweise die wichtigeren Ereignisse der allgemeinen 
Welt- und Zeitgeschichte berücksichtigte, die Pest, die Juden- 
verfolgung und die Geisslerfahrten eingehend behandelt sein 
mussten, ist von vornherein als irrig zurückzuweisen. Nirgends 
sind in der eigentlichen Chronik derartige mehr für die Cultur- 
und Sittengeschichte wichtige Ereignisse ausführlich ge- 
schildert. Es konnte wahrlich dem Chronisten genügen, ge- 
legentlich auf derartige allgemein bekannte, für die politische 


1 So charakterisiert Wichert die letzte Hälfte der Biographie 8. 178. 


— 325 — 


Zeitgeschichte nur zum kleineren Teil bedeutsame Vorfälle 
hinzuweisen. Solche finden sich denn in der That auch in 
andern Capiteln z. B. ec. 113 (157, 5) Reverso autem prop- 
ter pestilenciam Ungaro, c. 117 (163, 8 ff.) cum autem 
indietus fuisset dudum conflictus ad diem beati Johannis bap- 
tiste predicti anni quadragesimi noni inter Francie et Anglie 
reges, tanta fuit utriusque regni pestilencia, 
quod vix tercia pars hominum dieitur reman- 
sisse. ec. 130 (176, 14 ff.) Anglus quoque qui durante 
pestilencia quievit... Weitere Einzelheiten erscheinen 
in der Chronik keineswegs „notwendig“, vielmehr sind sie 
daselbst „überflüssig“, da der Chronist auf derartige Specialia 
nicht einzugehen pflegt. 

Anders in der Biographie. Es wurde schon früher von 
mir gezeigt,! dass der Biograph nicht nur die persönlichen 
Verhältnisse Bertholds, sondern überhaupt die für das Strass- 
burger Bistum und die Stadt Strassburg bedeutsamen An- 
gelegenheiten schildert, und ferner, dass er namentlich bei 
solchen Vorfällen mit Vorliebe verweilt, welche auf Gerichts- 
angelegenheiten Bezug nehmen. Schon desshalb mussten ihn 
die Prozesse gegen Juden und Flagellanten interessieren. Wie 
nahe ihn aber speziell die Judenverfolgungen berühren, das 
hat er selbst Vita Berth. 225 bekundet. Man kann also mit 
Grund fragen: Konnte der, welcher jenes Vorspieles der 
Judenverfolgung in der Vita Bertholdi so ausführlich ge- 
dachte, die grossartigen Schauderscenen des Jahres 1349 ver- 
gessen? Darnach möge man ermessen, ob Wichert und 
Huber befugt waren zu sagen, dieses Kapitel über die Juden- 
verfolgung in Strassburg und Umgegend sei in der Vita „über- 
flüssig“. 

Da Huber weiter kein Argument zu Gunsten der Priori- 
tät von cc. 114—116. 118. 132 in der Chronik beigebracht 
hat, so wende ich mich nur noch gegen einen Einwand 
Wichert’s. 

S. 179 sagt Wichert: „Dass nun die genannten Ab- 


i Vgl. mein Progr. 8. 23. 





_ 3% — 


schnitte nicht der Vita zukommen, sondern der Chronik des 
Mathias Nüw. thatsächlich angehören, geht mit Evidenz her- 
vor, weil in den Kapiteln de mala fama.... und de prin- 
cipio pestilencie et flagellacionis in Alamannia nachweisbar 
ein grosser Teil der Nachrichten durch Jacob von Mainz 
(ut scribit Jacobus qui haec vidit, überliefert uns hiebei aus- 
 drücklich Naucler) gedeckt erscheint.“ 

Diese Worte enthalten eine petitio prineipii. 

Das eben ist ja die Kernfrage der Wichert’schen Unter- 
suchung, ob die Citate des Jacobus Moguntinus bei Naucler, 
soweit sie mit Matthias Chronik sich decken, durch ein Ver- 
sehen Nauclers auf ersteren bezogen sind oder thatsächlich 
richtig sind. Wer der herkömmlichen Annahme folgend ein 
Versehen Nauclers annimmt, wird also auch auf dieses Citat 
des Nauclerus ebensowenig Wert legen können, wie auf 
die übrigen. Das Gegenteil wird aber noch nicht dadurch 
bewiesen, dass jene Annahme, Nauclerus habe wirklich die 
betr. Chroniknotizen mit Recht auf Jacobus bezogen, einfach 
als Beweismoment verwandt wird. Ja selbst mit Zuhülfenahme 
dieses nicht zu gestattenden Kunstgriffs müsste man sich das 
Verhältniss von Cod. A, Cod. B und Vita Berth. noch höchst 
compliciert vorstellen, worüber nachzulesen Wichert S. 179. 

Endlich weisen Wichert und Huber noch auf eine Be- 
ziehung der Continuatio hin zur Vita Berth. S. 233: Decu- 
buit autem infirmitate durabili in mollesheim Bertholdus epis- 
copus predietus, qui Johannem de liehtenberg predietum regis 
secretarium vicarium constituit in spiritualibus et temporalibus 
et pro eo preficiendo ecclesie ipse episcopus cum capitulo et 
rex pape literas dirigunt seriosas. 

Denselben Satz bietet nämlich auch die Continuatio zum 
Jahre 1353, nur dass sie den Bischof nicht episcopus pre- 
dietus, sondern episcopus argentinensis nennt und — was 
wichtiger ist — zu Johannem de liehtenberg statt predictum 
hinzufügt: qui in ecclesia argentinensi preposituram et deca- 
natunm in lite, cantoriam vero et pincernatum sine lite tene- 
bat, regis etc. $. 204. Dieser Zusatz nun könnte allerdings 
für die Priorität der Continuatio sprechen, wenn seine Her- 
kunft nicht klärlich nachzuweisen wäre aus Stellen der Vita 


- 321 — 


Bertholdi. Gerade vorher war hier gesagt worden: item consti- 
tuit iohannem de liehtenberg prepositum argentinensem 
amministratorem episcopatus post mortem.... Quae.... 
quidam... pape scribentes scandalum suscitarunt. Dieses 
combinirte der Schreiber der Notiz in der Continuatio ! mit 
einer Chroniknotiz c. 127: ‘Johannem de Liehtenberg, qui 
in Argentinensi ecclesia preposituram decanatum cantoriam et 
pincernatum simul tenebat der Art, dass er daraus die min- 
destens ungenaue Angabe fabrizierte, es habe Joh. v. Lichten- 
berg 'preposituram et decanatum in lite besessen. Vielleicht 
schwebten dem Schreiber auch die vorher in der Vita B. c. 67 
(102, 5 ff.) geschilderten Streitigkeiten Bertholds von Bucheck 
und Johannes’ von Lichtenberg vor. 

Wichert behauptet zwar daneben noch (S. 180): „in 
der Vita steht der Satz isoliert und fehlt jeder Anhalt zur 
Zeitbestimmung, während in der Continuatio sein Inhalt mit 
der übrigen Erzählung auch chronologisch zusammenhängt; 
K. Karl kommt nämlich gegen Ende des Jahres 1353 nach 
Strassburg und wird ehrenvoll empfangen, indessen der Bischof 
zu Molsheim krank darnieder liegt, ihn besucht nun der 
König daselbst — dies ist in der Biographie weggelassen — 
und am nächsten Morgen in die beati Florencii (7. Nov.) geht 
Karl nach Haslach, um sich die Grabstätte des heiligen Florenz 
und dessen Gebeine zeigen zu lassen.“ 

Ich frage aber dagegen: ist es wahrscheinlich, dass von 
dem gleichzeitig? oder so gut wie gleichzeitig schreibenden 
Biographen die andauernde Krankheit Bischof Bertholds ver- 
schwiegen sei? Oder steht etwa der Satz in der Öontinuatio 
weniger isoliert? Wäre er nicht hier besser mit dem Besuch 
des Königs in Molsheim combinirt gewesen (S. 205 ascendens 
quoque rex visitat bertholdum episcopum argentinensem in 
Mollesheim decumbentem)? Und woher weiss Wichert, der 


1 Nicht der eigentliche Continuator. 

2 Wichert selbst sagt richtig von den nun folgenden Schluss- 
sätzen der v. Berth. S. 180: „Diese letzten Sätze sind offenbar mit den 
Ereignissen gleichzeitig niedergeschrieben worden. Das deutet die 
Form (ohne Ausnahme Praesentia) und der Inhalt an u. s. w.“ 


u. gg 


ja tadelt, dass „jeder Anhalt zur Zeitbestimmung“ bei seiner 
Stellung in der Vita fehle, dass Berthold erst 1353 erkrankte? 

Das Entscheidende ist hier aber Folgendes. Nur beim 
Biographen, der ja, wie Wichert gut gezeigt hat, den Schluss- 
abschnitt gleichzeitig! schrieb, ist das Präsens (et pro eo 
preficiendo ipse episcopus cum capitulo et rex pape literas 
dirigunt seriosas) motivirt. Der Continuator schrieb die 
Ereignisse von 1352 frühestens 1354 nieder. Das beweist 
sein Excurs 9. 196 zu Cola Rienzi: qui postea innocencio 
pape commendat se resumptum in tribunum cum obsequi 
exhibicione, was, wie Wichert 8. 201 richtig gesehen hat, 
auf das Jahr 1354 hinführt. 

Es ist also gezeigt, dass keines der von Huber oder 
Wichert erhobenen Bedenken im Stande ist zu zeigen, dass 
die Chronik in cc. 114—116. 118. 132 als Quelle für die 
Vita gedient hat. Ueberall ist das Gegenteil als wahrschein- 
lich erwiesen worden. 

Dazu kommt nun noch eins, das viel wichtiger für die 
Entscheidung dieser Frage ist, als alle bisherigen Argumente. 

Bereits in meinem Programm 8. 11 bob ich den Um- 
stand hervor, dass „e. 114—116 durch ce. 117 und c. 119— 
131 in der Chronik nicht passend von c. 118 und 132 ge- 
trennt werde, mit denen sie doch in der Biographie verbunden 
sind. Namentlich der Schluss von 118 ist direct zu ver- 
knüpfen mit dem Anfang von c. 132°. 

Dieser Umstand ist weder von Wichert noch von Huber 
berücksichtigt worden. Gleichwohl ist er nach meiner An- 
sicht entscheidend. c. 132 konnte das im Nov. 1349 Ge- 
 schehene nicht leicht unpassender, als nach Abschluss des 
Jahres 1350 (vgl. c. 131 ecce inchoante anno et per totum 
quinquagesimum ....) vorbringen, wo es doch nicht nur 
sachlich, sondern auch zeitlich in unmittelbarem Zusammen- 
hang mit dem c. 118 Erzählten steht. Somit sollte eigent- 


18. oben S.127 A.2. Eine vorhergehende Notiz der Vita aus dem 
Jahre 1354 ist sicher ursprünglich eine Marginalnote. Das zeigen 
die Präsentia 8. 234 zum Jahr 1353 statuitur — conformatur — oessat — 
providetur etc. 


— 329 — 


lich kein Zweifel mehr darüber bestehen, das c. 114—116. 
118. 132 ursprünglich der Biographie angehörten. 

Neuerdings ist nun aber — nicht zwar von Wichert, 
wohl aber von Huber — wiederum die Behauptung aufge- 
stellt’! worden, dass auch die vorhergehenden Abschnitte der 
Vita Bertholdi (also c. 66—70 in.) keineswegs derselben 
ursprünglich angehört haben und damit würde dann natür- 
lich folgeweise auch wieder die Frage nach der Herkunft 
der cc. 114—116. 118. 132 im entgegengesetzten Sinne ent- 
schieden werden müssen. Wir müssen daher, um sicher zu 
gehen, an dieser Stelle auch Hubers Argumente für die Prio- 
rität der Chronik in diesen Abschnitten bekämpfen. 

Da thut es mir nun leid, dass Huber den letzten und 
wichtigsten meiner Gründe? dafür, dass der Verfasser der 
Chronik nicht auch jene 5 Capitel (66—70 in.) geschrieben 
haben könne, unberücksichtigt gelassen hat. 

C. 69 enthält nichts als eine Spezialgeschichte des Bis- 
tums Strassburg in den Jahren 1338 — 1339; der Streit 
zwischen Kaiser- und Papsttum hat für den Schreiber nur 
in soweit Interesse, als dadurch die Stellung Bischof Ber- 
tholds tangiert wird. 

Dagegen wird in den vorhergehenden Capiteln mit 
keinem Worte? der Strassburger Verhältnisse gedacht. Ich 
halte es nicht für möglich, dass ein und dieselbe Persönlich- 
keit bei einer Schilderung von Selbsterlebtem zweimal die- 
selbe Zeit so, wie es hier geschehen sein müsste, ohne irgend 
eine Spur von Aehnlichkeit beschrieben habe. Und diese Be- 
denken hätten dann weiterhin dazu führen sollen, die Frage 
aufzuwerfen, ob nicht die Annahme, die cc. 66 — 70 seien 


1 Huber a. a. O. 8. 27. 

2 Vgl. mein Progr. 8. 11. Ich fragte daselbst, „ist es denkbar 
dass ein und derselbe Verfasser so verschiedenartig die Vorfälle des 
Jahres 1338 in Avignon beschreiben konnte, wie in c. 57 und c. 69?“ 
Ich wollte damit überhaupt darauf hinweisen, dass in den Capiteln der 
Chronik vor c. 66 der Verfasser einen ganz andern Standpunkt ein- 
nimmt, als in ec. 66—70. 

$ Von der persönlichen Bemerkung c. 57, die im Codex A fehlt, 
sehe ich zunächst ab. 


— 330 ° — 


geistiges Eigenthum des Chronisten, zu geradezu undenk- 
baren Consequenzen für die Persönlichkeiten sowohl des Chro- 
nisten wie des Biographen führen müssten. 

Auf erstere wies ich schon in meinem Programm S. 10 
hin, indem ich sagte: „Wären diese Capitel geistiges Eigen- 
thum des Chronisten gewesen, so muss es uns befremden, 
dass wir weder vorher noch nachher etwas Besonderes von 
dem Bischof, über den cc. 66—-70 beständig Berichte geben, 
erfahren. Nicht einmal seine Wahl ist bisher erwähnt ge- 
wesen, nichts über seine Parteistellung zu Kaiser und Papst 
gesagt worden und hernach wird seiner nur bei dem Umzuge 
Karls IV. zwei oder dreimal Erwähnung gethan, und auch 
da treten gerade die Strassburger Verhältnisse ganz in den 
Hintergrund gegenüber den Baseler Ereignissen. Berthold 
v. Bucheck wird in dem ersten Teil der Chronik zwar auch 
einmal genannt, jedoch nicht als Bischof, sondern als com- 
mendator domus theutonicorum s. c. 52, 8 in Cod. A.“ 

Noch bedenklicher würden die Consequenzen jenes 
Standpunkts für die Persönlichkeit des Biographen lauten. 

Wahrlich! es ist absolut undenkbar, dass ein gleich- 
zeitig lebender Berichterstatter über das Leben des Bischofs 
Berthold bis zum Jahre 1334 gut Bescheid gewusst haben, 
dagegen nach 1334 einige Capitel einer Chronik wörtlich 
ausgeschrieben haben sollte, und zwar so, dass man auch 
nicht im Geringsten etwas von einer originellen Hinzufügung 
gewahr wird. 

Vorher wie nachher dreht sich in der Biographie die 
ganze Erzählung um die Frage: wird der Bischof dem Kaiser 
den Eid leisten oder nicht?! Und da will man annehmen, 
die erste Hälfte sei von einem sachkundigen Berichterstatter 
geschrieben, welcher hernach — da seine Sachkunde völlig 
versiechte — einfach zum Abschreiber der Chronik in Cap. 
66—70 geworden sei? 





i Vel. Vita B. S 231 Qui princeps (ludovicus) episcopum ut ei 
faceret homagium de regalibus suis indieto exereitu infestavit. 9. 232 
Protunce autem homagium rennuit exhibere. c. 69 princeps et Mo- 
guntinug.... asserentes ipsum episcopum asseruisse: si nuncii predicti 
infecto negocio reverterentur a papa, se velle concordare cum illis etc. 


— 331 — 


Dazu kommt dann der politische Gegensatz zwischen 
dem Verfasser von cc. 66—70 und demjenigen der übrigen 
Capitel. | 

Diesen Gegensatz hat zwar neuerdings Huber 8. 24 ff. 
abzuschwächen gesucht, indem er darauf hinweist, dass der 
Chronist wie der Verfasser von cc. 66—70 keineswegs „ein 
begeisterter Anhänger“ des Kaiser Ludwigs des Bayern ge- 
wesen sei.! 

Ist aber darum schon „die kirchlich-politische Tendenz* 
des Chronisten und des Verfassers jener Capitel dieselbe? 

Gewiss wird auch Huber nicht leugnen, dass der Be- 
richterstatter von ce. 66—70, mag es nun Matthias von 
Neuenburg sein oder ein anderer, ein Parteigänger seines 
Bischofs ist; dieser aber hat noch 1339 (c. 69) erklärt „po- 
cius se velle reverti in ordinem suum Theothonicorum, quam 
principi homagium exhibere“. 

Dagegen hebt auch Huber vom Chronisten hervor, es 
werde von ihm „der Standpunkt vertreten, dass Ludwig vom 
Papst ungerecht behandelt worden sei und dass er die Los- 
sprechung vom Banne verdient hätte.“ 


Gegenüber solchen Argumenten bedarf es wahrlich ge- 
wichtiger Thatsachen und bündiger Gegenbeweise, um die 
umgekehrte Vermutung plausibel zu machen. 


Beides vermisse ich in Hubers Schrift. 


Er gesteht 8. 29 gerne zu, „dass durch die Capitel 
66—69 und den Anfang des Cap. 70 eine Störung des chro- 
nologischen Verlaufs der Chronik bewirkt ist, was für die 
spätere Einschaltung derselben zu sprechen scheint.“ Wenn 
er dann aber hervorhebt, „der Verfasser selbst kündige am 
Ende des c. 60 p.215 diese spätere Einschaltung (von c. 66— 
‘0 in.) an mit den Worten: progredior autem ad gesta sub 


ı Das habe ich übrigens meines Wissens nur einmal der Kürze 
wegen $. 22 behauptet; mehrfach sagte ich genauer, wie Progr. 8. 18, 
der Chronist sei „durchweg als begeisterter Vertreter der Ehre von 
Kaiser und Reich gegenüber den francopapistischen Bestrebungen 
aufgetreten.“ Ebenso S. 22 „das warme Interesse für die Ehre von 
Kaiser und Reich.* Und das halte ich durchaus aufrecht. 


Clemente papa sexto, ad aliqua, que sub Benedicto gesta 
sunt, reversurus“, — 80 ist ihm entgangen, dass diese Worte 
sich auf c. 62 beziehen, welches am Schluss von c. 61 ein- 
geleitet wird: quid ex hoc secutum sit reservans, regredior 
ad priora. | 


Und ebensowenig mit Glück scheint mir Huber 8. 29 die 
Anfangsworte von ce. 70 für die Chronik reclamiert zu haben. 
Wenn es dort heisst: papa autem ob hoc episcopum pro 
excommunicato non habuit, nec eo minus ei causas scienter 
commisit, so haben diese Worte doch nur dann einen Sinn, 
wenn der Bischof wirklich excommuniciert war. Hätte der 
Papst ihn nicht mit dieser kirchlichen Strafe belegt, so hätte 
es heissen müssen: papa autem ob hoc episcopum non ex- 
communicavit. Auch war ja der angedrohte päpstliche Bann- 
strahl das einzige Hinderniss einer früheren Annäherung von 
Bischof Berthold und Kaiser Ludwig (8. 105, 12 ff.). In diesem 
Falle aber war es durchaus am Platze, sowohl den Satz 
nec eo...commisit, wie die Aufhebung des Bannes durch Cle- 
mens VI. hinzuzufügen. 


Die letztgenannte Bemerkung steht übrigens c. 72 
(S. 117, 20), wo sie wiederkehrt, schon desshalb nicht an 
ihrem Platze, weil sie dort die Erzählung der vorbereitenden 
Massregeln zur Absetzung K. Ludwigs unpassend unterbricht. 


Auch bedenkt Huber nicht, dass diese Bemerkung bei 
der Originalität von cc. 66— 70 jedenfalls zweimal in der 
Chronik stehen würde, also einmal Glosse sein müsste. So- 
mit bleibt mir nur noch ein Punkt in Hubers Erwägungen 
zu widerlegen übrig, der ihm allerdings entscheidend 
. (S. 30) zu sein scheint. 


Er nimmt nämlich Anstoss an den Worten c. 70 ligam 
eciam predicti Ludoviei principie ac regis Francie dissimulans 
egre tulit. Rogatus eciam ipse Benedictus super promocione 
suorum respondit: si mei non fuerint dominati, tunc imma- 
culatus ero. Diese Zwischensätze passen nach Huber S. 30 
„wohl in die Chronik)... aber ganz und gar nicht in die 
Vita,* 





—_ 333 — 


Mit dieser Behauptung hat Huber offenbar zu viel oder 
— was stets dasselbe sagen will -—- zu wenig erwiesen. 

Auch ich gebe zu, dass diese beiden Sätze in der Vita 
nicht gerade passend sind; sind sie es aber darum schon 
in der Chronik? Hier scheinen sie mir um so unpassender 
zu sein, da ja bereits vorher „über die Beziehungen Lud- 
wigs des Bayern zu Frankreich und über die vortrefflichen 
Eigenschaften des Papstes Benedict schon Mehreres mit- 
getheilt worden ist“. 

Obenein aber hätte Huber bedenken sollen, dass ge- 
rade gegen Schluss der Vita von einer einheitlichen oder 
auch nur wohl disponirten Anordnung des Stoffes nicht mehr 
die Rede ist und der Biograph, wie schon die Ueberschrift 
besagt, nicht nur de origine et de gestis eius (Bertholdi), 
sondern auch allgemein (de gestis) temporum ipsius zu 
schreiben gesonnen war. 

Weitere Argumente dafür, dass cc. 66—70 ursprüng- 
lich der Chronik angehört haben, kenne ich nicht und ich 
wüsste nach eingehender Prüfung dieser Capitel auch nicht, 
worauf dieselben gegründet werden sollten. 

Somit halte ich nach wie vor aufs Entschiedenste daran 
fest, dass die Chronik von einem späteren Bearbeiter um die 
cc. 66—70 in. 114—116, 118, 132 der Vita Bertholdi ver- 
mehrt worden ist. 

Daraus folgt aber für die Chronik, dass ihr Verfasser 
(im Gegensatz zu dem in Strassburg lebenden Biographen) 
nicht ein Strassburger gewesen sein kann, für die erst später 
in die Chronik eingeschalteten cc. 114—116, 118, dass sie 
wie die ganze Biographie in Strassburg geschrieben sind, die 
Bezüge auf Speyer späterer Zusatz sein müssen. 

Kaum brauche ich wohl noch hinzuzufügen, dass damit 
auch über die Herkunft der wenigen übrigen Zusätze des 
Cod. A, soweit sie Speyer betreffen, endgültig entschieden ist. 


3. Aber selbst wenn alles bisher Erwiesene irrig wäre, 
selbst wenn die Speyer betreffenden Stellen nicht nachweis- 
bare Zusätze von A wären, müsste Wicherts Hypothese, dass 


ein Speyrer, nämlich Jacobus Moguntinus, der Chronist wäre, 
Strassb, Studien, 23 


_ 334 — 


zurückgewiesen werden, da A und B — wie mein Progr. 
S. 6 gezeigt hat — „nicht zwei selbständige schrift- 
stellerische Leistungen“, sondern nur mehr oder 
wenigergenaueAbschrifteneiner „durch mannig- 
fache Missverständnisse, Zusätze und Auslassun- 
gen mehrerer Abschreiber zwar abgeänderten, 
immerhin aber einheitlichen historischen Ar- 
beit“ sind. 

Ist dieser Beweis stichhaltig, so versteht es sich von 
selbst, dass dann nicht auf die besonderen Zuthaten eines 
der beiden Codices Schlüsse von irgend welcher Tragweite 
über den Ursprung und die Entstehung der Chronik über- 
haupt gegründet werden dürfen. Oder sollte es irgend Jemand 
“ für möglich halten, dass der Schreiber von B, der sich sonst 
ängstlich an seine Vorlage hält, consequent die Bezüge auf 
Speyer weggelassen habe? 

Ich brauche mich bierbei auch schon desswegen nicht 
länger aufzuhalten, als Huber neuerdings ! meines Erachtens 
zwar etwas zu einseitig, aber doch im Wesentlichen treffend 
gezeigt hat, „dass B der ursprünglichen Fassung der Chronik 
näher stehe als A.“ 

Die Vermutung Wicherts $. 166, dass A und B zwei 
nebeneinanderstehende verschiedene Redaktionen seien, deren 
jede Matthias von Neuenburg eigens abgefasst habe, wird ohne- 
dies dem auch von Wichert S. 159 anerkannten Umstande 
nicht gerecht, dass beide Codices an den gleichen Lücken, 
an denselben Schreibfehlern, an denselben Missverständnissen 
und Thorheiten leiden. 

Die von Wichert und von mir in meinem Progr. 8. 5 
angeführten Fälle, die leicht zu verdreifachen wären, dürften 
doch wohl schwerlich einem Manne, wie dem bischöflichen 
Vogt Matthias v. Neuenburg zur Last gelegt werden können. 


4. Endlich ist Wicherts Urtheil nur gestattet, wenn zu- 
gleich seine Hypothese über den Verfasser der Continuatio 
(1851—1355) richtig wäre. | 

Hier hat er wirklich Erstaunliches geleistet um seinen 
Jacobus Moguntinus zu supponieren. 


1 ua. O. S. 8-17. 


_— 335 — 


Auf S. 191—193 beweist Wichert zunächst haarscharf 
— was allerdings kaum bezweifelt worden ist — „dass die 
sog. Continuatio von 1350 — 1355 im Cod. A ebenfalls den 
Matthias von Neuenburg zum Verfasser habe“. Wenn aber 
dieses richtig ist, so müsste in Verbindung mit den über die 
Vita B. anderweitig gefundenen Resultaten soviel gefolgert 
werden, dass von dem Strassburger Matthias von Neuenburg 
zwar die Chronik selbst nicht verfasst, wohl aber, dass sie 
von ihm überarbeitet, nämlich um die Abschnitte aus der 
Vita cc. 66--70 in. 114. 115. 116. 118. 132 bereichert, so- 
wie um die Continuatio vermehrt worden sei. Damit fällt 
jedoch Wicherts Hypothese, dass Cod. A, der doch schon Teile 
der Vita enthielt, eine Copie von der Originalchronik des 
Jacobus Moguntinus sei. 

Somit sah sich Wichert, um die Autorschaft des Jaco- 
bus zu retten, genötigt, sein eben erwiesenes Resultat dahin 
‚ zu modifizieren, dass „Matthias Nüw. Continuatio wie die 
Hauptchronik im Grunde auf fremden originalen Quellen 
beruhe“. 8. 194. 

Mit den Beziehungen der Continuatio zu Speyer, wo- 
durch diese neue These Wicherts bewiesen werden soll, steht 
es aber höchst bedenklich. Es sind deren nur zwei und 
selbst diese sprechen nicht zu Gunsten Wicherts. 

„Die sehr eingehende Erzählung über die Begegnung 
Kunos von Falkenstein... mit K. Karl zu Speyer und dann 
über das vom Könige über jenen am 21. Dezember 1353 ge- 
haltene Fürstengericht*.... kann, wie jeder sieht, eben- 
sowohl auf Strassburger als auf Speyrer Ursprung hinweisen, 
da ja (wie die Chronik ausdrücklich $. 207 erzählt) rex de 
consilio et auxilio iohannis de lichtenberg electi argentinensis 
diese Angelegenheit entschied. Gewiss konnte über diesen 
Handel der advocatus episcopi Matthias Nüw. die beste Aus- 
kunft geben. ! 

Ausserdem führt Wichert noch die Erwähnung der 
Korn- und Weinpreise in Speyer und Worms an ($8. 195), 


i Er war urkundlich im Geleite seines Bischofs am 3. Januar 
1354 in Mainz, Bez. Arch. d. U. Els. G 200; vgl. E. Leupold Berthold 
von Buchegg 8. 175. 179. 
% 93* 


— 36 — 


welche jedoch direkt auf einen Bericht aus Strassburg folgen. 
Selbstverständlich würde eine solche vereinzelte Nachricht — 
zumal sie allein im Cod. A steht, der ja mehrfach auf 
Speyer bezügliche Zusätze bringt — nicht genügen, um die 
im Uebrigen höchst sonderbare Behauptung Wicherts auf- 
recht zu erhalten. 

Dass andrerseits die Continuatio fast überall auf Strass- 
burg hinweist, ist ausgemacht. Man vergleiche u. a. Huber 
in Böhmers Fontes IV. p. XXXVI und mein Programm 8. 7. 


VI; 


Haben wir somit gesehen, dass alle Gründe Wicherts, 
welche er für die Autorschaft eines Speyrers anführt, halt- 
los sind, und dass weder Cod. A die Originalversion der 
Chronik bietet, noch ein Speyerer die Originalquelle der 
Chronik verfasst haben kann,! ja dass ausser jenen Angaben 
Nauclers auch nicht das geringste Indieium auf Jacobus hin- 
weist, wohl aber gewichtige Zeugnisse dagegen sprechen, so 
bleibt uns Wichert gegenüber nur noch der Nachweis übrig, 
dass und wesshalb auf das rein äusserliche Zeugniss des 
Nauclerus gar kein Gewicht zu legen sei. 

Naucler ist ein oberflächlicher Compilator, der wort- 
getreu seine Quellen ausschreibt und ihre Nachrichten ganz 
äusserlich aneinander knüpft. „Naucler“, sagt Wichert, „hat 
nachweisbar seine Erzählung aus den verschiedensten Quellen 
mosaikartig zusammengesetzt“ (8. 75). Folglich wäre es 
durchaus nicht auffällig, wenn Naucler bald Nachrichten der 
Gesta mit Citaten des Matthias zusammen gearbeitet hätte. 
Er hat dasselbe gethan mit Nachrichten des Aeneas Sylvius 
und Matthias, mit Notizen aus Ottackers Reimchronik und 
Matthias u. s. w. „Wenn nicht Naucler,“ sagt Wichert 
„ausdrücklich auch letztere, nämlich die Chronik des Mat- 
thias, dem ersteren (Jacobus Moguntinus) zugeschrieben hätte, 
würden wir darin nichts auffälliges erblicken.“ 


1 Er könnte höchstens eine Abschrift der schon vollendeten Chro- 
nik in der Form des Cod. A verfertigt haben, 
4 


— 337 — 


Nun denn! Ist es so unerhört, dass ein Schriftsteller 
zwei Berichte combinirend beide auf den Verfasser des 
einen bezogen hat, sei es, dass er den Namen des andern 
nicht kannte oder dass seine Excerpte in Unordnung gerathen 
waren ? 

Wichert hebt dagegen 8. 75 hervor, in diesem Falle 
„hätte Naucler sich falscher Citate zu häufigen Malen schuldig 
gemacht“ und das müssten wir „von vornherein abweisen, 
da ein solches Verfahren ihm sonst nicht vorzuwerfen sei, es 
beispiellos dastehen würde“. Ä 

Dem ist aber keineswegs so. Schon nach Wicherts 
Citaten finden wir, dass Nauclerus auf Jacobus de Mogun- 
tinus auch Citate anderer Autoren bezogen hat, ja dass er 
augenscheinlich die Berichte verschiedener Quellen bei seiner 
Compilation nicht scharf auseinander gehalten hat und so, 
ohne grade Fälschungen zu bieten, doch sich über die schrift- 
stellerische T'hätigkeit eines 200 Jahre früher lebenden Autors 
geirrt haben könnte. 
| Gleich das erste Citat Näuclers aus Jacobus de Mo- 
guntia (Wichert 40—47) ist nicht nur dem Jacobus (in den 
Gesta Adolphi), sondern zugleich Ottackers Reimchronik 
direkt oder indirekt entlehnt, ja Jacobus de Moguntia wird 
gerade bei den der Reimchronik entlehnten Worten eitirt 
(Wichert 8. 42). Es liegt hier allerdings noch der Ausweg 
nahe, zu conjiciren, dass Jacobus Moguntinus und nicht 
Naucler den Ottacker benutzt habe. Aber wenn es sich zeigen 
sollte, dass Naucler mehrfach derartige Versehen begangen 
hat, so erheischen sie eine anderweitige Erklärung. 

Nicht minder charakteristisch für die Methode Nauclers 
ist die Combiration von Worten des Imperator Heinricus mit 
solchen des Matthias vgl. Naucler p. 371. Seine Schlussworte: 
Ita seribit Jacobus Moguntinus beziehen sich zwar zunächst 
auf Worte aus Jacobus’ imperator Heinricus, aber wie Wichert 
gut erkannt hat, nicht allein auf diese: „Jacob wird nicht 
blos für den letzten Satz, sondern überhaupt für den ganzen 
Abschnitt von Naucler als Gewährsmann citiert“ (Wichert 
8. 63). 

Wer diese Argumentation aber billigt, wird wiederum. 


— 333 0 — 


von jener Verquickung zweier Berichte zu einem unter 
dem Namen des Jacobus als bezeichnend für die Arbeitsweise 
Nauclers Notiz nehmen dürfen. 

Ein ähnliches Verhältniss dieses Compilators zum impera- 
tor Heinricus und zu Matthias findet sich Naucler! p. 372 u. 373. 
Hier verarbeitet derselbe Angaben des Matthias mit Notizen 
aus Hermannus Minorita und sagt hernach von dem ganzen 
Bericht „ut scribit Jacobus Moguntinensis“. Es ist also ge- 
wiss nicbt erlaubt, gegenüber einer solchen Citiermethode, sich 
darauf zu berufen, es sei beispiellos, dass Naucler falsch 
citiert habe. 

Schlagend spricht namentlich Nauclers Citat p. 380 für 
die Unverbindlichkeit seiner Citate. Nachdem er bald dem 
Antoninus (summae historialis tertia pars tit. 21 cap. 6 $ 5), 
bald dem Matthias gefolgt war, wendet er sich dem Platina 
(Vitae Pontificum Rom. p. 200) zu. Bei den aus dieser 
Schrift entnommenen Worten „Coronatus imperator consilio 
senatus?®.... creavit papam“ schiebt er gleich anfangs nach 
senatus die Worte ein „ut Jacobus scribit*. Hier wird also 
Platina ganz offenbar mit Jacobus verwechselt. 

Daneben legt Wichert? noch einen besonderen Wert auf 
ein längeres Citat aus Jacobus Moguntinus, welches wir ver- 
geblich bei irgend einem anderen Autor, geschweige denn 


1 „Nach wie vor abwechselnd Stücke des Imperator Heinricus 
und Nachrichten, welche mit Matthias Nuw. gleichlauten, und beide 
unter einander verbunden, allesammt aber — jene wie namentlich auch 
‚diese — unterschiedslos Jacobo von Mainz zugeschrieben“ Wichert 8. 65. 

2 „Das ganze Stück ist wörtlich aus Platina ausgeschrieben; ein- 
zig nur die Worte consilio senatus stehen nicht im Platina, gehören also 
Jacob an, sie finden sich aber nicht bei Matthias Nüw. (ip. 203)*. So 
Wichert. Doch irrt Wichert darin, dass er die Worte consilio senatus 
auf eine dritte Quelle — weder auf Matthias noch auf Platina — zu- 
rückführt.. Es sind das Worte, welche vom Text des Matthias auf 
Platina überleiten, und etwa den Worten des Matthias „cum senatores 
prius papam requisiverant“ entsprechen. Die Thatsache jedoch, dass 
Naucler hier nach Benutzung des Matthias, aber schon in dem Bericht, 
welchen er Platina entlehnte, sein Citat „ut Jacobus scribit* einge- 
schoben hat, ist klar und zeigt, wieviel Wert man auf die Genauig- 
keit der Citate Nauclers zu legen hat. 

8. 76. 


— 339 — 


bei Matthias Nüw. finden. Wäre es in der That erweisbar, 
dass die Citate Nauclers aus einer Quelle der Chronik 
des Matthias geflossen wären, so könnte wohl dies allenfalls 
noch von Belang zu sein scheinen. Da diese Eventualität 
aber ausgeschlossen ist,! so kann umgekehrt dieses Citat nur 
dafür Zeugniss ablegen, dass Nauclerus für die Angaben .ver- 
schiedener Schriften den gemeinsamen Autornamen Jacobus 
Moguntinus verwandt hat. 

Ebendahin gehört endlich Nauclers Angabe p. 402 
(Wichert 97), nur dass wir hier wieder so glücklich sind, 
mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit die 
Quelle nachzuweisen, welche fälschlich Jacobus Moguntinus 
genannt ist. Es ist eine St. Blasier Chronik, welche die 
Geschichte des Reichsheereszuges gegen Graf Eberhard von 
Wirtemberg und die Schorndorfer Friedensartikel erzählt 
hat, die Naucler ausschreibt. - Das Citat aus Jacobus gehört 
nämlich — wie Wichert $. 97 ausdrücklich zugesteht — 
„seinem Inhalte nach entschieden zu der vorangegangenen 
Erzählung des Jahres 1360“. 


v1. 


Fassen wir unser Urteil zusammen: 

Die Thatsache, dass ein nicht gerade sehr sorgsamer 
Compilator wie Nauclerus, der mehrfach Autoren ungenau 
und falsch citiert, die Worte des Matthias von Neuenburg dem 
Jacobus Moguntinus zuschreibt, könnte nur dann zur Erkennt- 
niss des Verfassers der Chronik des Matthias von Wert sein, 
wenn irgend welche Eigentümlichkeiten der Chronik für eine 
solche Annahme sprächen. 

Davon kann aber nicht im Entferntesten die Rede sein. 

Der Verfasser der zweiten Hälfte der Chronik war nicht 
in Speyer ansässig, sondern war bei kaiserlichen Gesandt- 
schaften nach Avignon beteiligt, war ferner auf dem Frank- 
furter Reichstag 1344 und während des Kaiserumzuges 


1 Vgl. oben 8, 311. 


— 340 °— 


Karls IV. zugegen.! Nur Cod. A oder die Vorlage des 
Schreibers von A ist — wegen der auf Speyer bezüglichen 
Zusätze — vermuthlich von einem Speyrer geschrieben. Dieser 
Umstand aber ist für die Bestimmung des Chronisten 
selbst vollkommen gleichgültig. 

Die Entstehung von Nauclers Missverständniss würde 
vortrefflich durch die Annahme erklärt sein, dass Jacobus 
Moguntinus bald nach 1355 eine hie und da veränderte Ab- 
schrift der unter dem Namen des Matthias gehenden Chronik 
seinen eigenen historischen Aufzeichnungen hinzugefügt, einige 
Speyer betreffende Notizen eingeschoben und die der Vita 
Bertholdi entsprechenden Zusätze gekürzt, diese selbst aber 
zum Schluss vollständig mitgeteilt hätte. Von diesem Codex 
könnte dann eine Abschrift nach Strassburg gekommen sein. 
Doch ist dies nur eine der Möglichkeiten, wenn auch die 
wahrscheinlichste,”° welche im Stande ist das Verhältniss der 
Chronik des Matthias, der schriftstellerischen Thätigkeit des 
Jacobus Moguntinus und des Irrtums Nauclers zu erklären. 

Gewiss aber thut man Unrecht, die ehrsame Schreiber- 
seele des Notars Jacobus Moguntinus in ihrer Grabesruhe zu 
stören und ihr die Autorschaft einer geistreichen und an- 
ziehenden Universalgeschichte von 1330—1350 zur Last zu 
legen. Hieran ist der Mann unschuldig und wird hoffentlich 
denjenigen verzeihen, welche seinem schwachen Ingenium so 
Grosses zugetraut haben. Ä 


VII. 


Wenn ich nun auch an dieser Stelle Wichert und seine 
Hypothesen wohl verlassen darf, so zwingen mich doch teils 
der lebhafte Wunsch auch einiges Positive beizubringen, 


— 





i Vgl. mein Programm 8. 17 ff. 

? Es freut mich, dass meine Anschauung über diesen Punkt dem 
Schlussresultat Hubers S. 34 nahe kommt. Er meint daselbst, „dass Jakob 
‚Geschichtswerk eine Compilation gewesen sei, zusammengesetzt aus den 
von ihm 1316 verfassten Gesta Adolphi et Heinrici imperatorise, aus der 
Chronik des Matthias von Neuenburg und aus einer Reihe von Capiteln, 
die er nach anderen ihm vorliegenden Quellen... hinzugefügt hat.“ 


— 341 — 


teils Hubers neueste Erwägungen dazu, in einigen Schluss- 
paragraphen noch präciser nachzuweisen, in wie weit Matthias 
von Neuenburg selbst an der Abfassung der Chronik be- 
teiligt gewesen sein kann, in wie weit ein anderer ihm vor- 
gearbeitet hat und wo dieser andere zu suchen ist. 

Bevor ich in irgend eine weitere Discussion über diese 
Frage eingehe, ist auf Grund meiner früheren und der vor- 
stehenden Spezialuntersuchung folgendes! festzustellen: 


Derjenige, welcher die Biographie verfasste, kann nicht 
Autor der Chronik gewesen sein. 


Da nun die Chronik auch sonst maunnigfache Verwandt- 
schaft mit der Vita zeigt und nach 1349, wahrscheinlich erst 
bald nach 1352 überarbeitet ist,? so ist nichts wahrschein- 
licher, als dass der Biograph selbst jener Ueberarbeiter der 
Chronik gewesen ist, welcher neben manchen kleineren Ein- 
schaltungen und redaktionellen Aenderungen die cc. 66—70 
in. 114—116. 118. 132 einschob,. 


Von der Alternative, dass Matthias von Neuenburg der 
Chronist oder der Biograph war, hat aber allein die zweite 
Annahme alles für sich, die erste ist absolut undenkbar. Denn 
wie ich schon oben 8. 330 hervorhob 


1. Wäre der Verfasser der Chronik ein Strassburger, 
so wäre es geradezu unerklärlich, dass weiter keine Notiz 
von den dortigen Angelegenheiten genommen wird. Seit 
Anfang 1320 (c. 45) erfahren wir nichts von den Partei- 
kämpfen der Sirassburger Bürger, der Zorne und Mülnheime, 
von Bischof Bertholds Wahl, seiner Verwaltung der Diöcese 
weiss er nichts. Eine einzige Notiz über Berthold von Bucheck 
führt uns in die Zeit hinein, da dieser noch commendator 
domus theutonicorum in confluencia (?) war. Alles andere, 
was von Neueren angeführt worden ist,3 stützt sich auf die 
der Vita Bertholdi entnommenen Abschnitte. Dagegen ist 


i Vgl. mein Progr. 9. 11 u. 12. 
?2 So Huber in Böhmer Font. IV. Einl. und mein Progr. S. 16, 
$ So zuletzt Huber a. a. O. S. 21 ff. 


— 312 — 


nicht zu bezweifeln, dass der Biograph wie Matthias von 
Neuenburg in Strassburg lebte. 

2. Der politische Gegensatz zwischen Biograph und 
Chronist mag von mir! etwas zu schroff gefasst sein, weg- 
zuleugnen ist er — wie oben Y 3 gezeigt wurde — ge- 
wiss nicht. 

Nür sucht Huber die Tragweite dieses Nachweises da- 
durch zu entkräften, dass er bemerkt: „es dürfe aus dem 
Umstande, dass der Bischof von Strassburg im Streite Lud- 
wigs des Bayern mit der Curie auf Seite der letztern stand, 
nicht nothwendig gefolgert werden, dass auch jean seiner 
Beamten dieselbe Gesinnung habe hegen müssen“. Damit 
aber trifft er wahrlich noch nicht meine Kinamenäkion: 

Denn nachdem einmal gezeigt ist, dass die Chronik eine 
Bearbeitung durch den Biographen erfahren hat, fragt es 
sich nur, ob es wahrscheinlicher sei, dass Matthias von Neuen- 
burg als ein Anhänger des Bischofs die Biographie geschrieben 
und die Chronik überarbeitet habe, oder ob er, als dessen Be- 
kannter er von Basel nach Strassburg herübergekommen war, 
und als dessen Vertrauensmann er um 1345 auftritt? — 1350 
als politischer Gegner seines Herrn schriftstellerisch her- 
vorgetreten sei. 

Da ist die Entscheidung gewiss nicht schwer. 

Bisher wenigstens ist fast allgemein die Biographie auf 
Matthias von Neuenburg zurückgeführt? und der von mir 
erbrachte spezielle Erweis ist in nichts beanstandet worden. 


.IX. 


Das gewonnene Resultat, dass Matthias von Neuenburg, 
der Vogt und Biograph Bischof Bertholds von Buchegg, die 
Chronik nur überarbeitet habe, ist aber an sich noch von 


1 Mein Progr. 8.11, dagegen Huber a. a. O. S. 23 f., vgl. oben 
8. 331. Ä 

2 E. Leupold Berthold von Buchegg S. 176 ff. 

8 R. Hanncke Diss. p. 29. Huber a, a«O. S. 32. Weitere Be- 
lege in meinem Progr. 8. 23 Anm. 1. 


— 343 — 


wenig Werth. Vor allem müsste die Beschaffenheit seines 
Quellenwerks festgestellt, es müsste gezeigt werden, in wie 
weit er seine Vorlage ausgeschrieben hat. 

Erst nachdem dies festgestellt ist, wird es möglich sein 
über die Bedeutung des Matthias, wie über den Wert und die 
Persönlichkeit des eigentlichen Chronisten zu einiger Sicher- 
heit zu gelangen. 

Ausser jenen mehrfach genannten neun Capiteln (66 — 70 
Anfang, 114—116. 118. 132), welche Matthias aus seiner 
Lebensbeschreibung des Bischofs Berthold in die Chronik ein- 
geschaltet hat, finden sich noch manche andre Abschnitte, 
welche mit dem’ Text der Vita B. verwandt sind. 

In meinem Programm $. 12 hob ich hervor 
. 37, 8. 53. 12-54, 6 = v..B. S. 220, 15—221, 12. 


C 
c. 37, 8. 54, 21-55, 14 | 

e. 41. = v. B. 8, 221, 12—24. 

c. 44 — v.B. 8. 222, 19. 

c. 47 = v.B. 8. 221, 24—222, 11. 
c. 5l — v.B. $S. 222, 

c. 56, 21 = c. 67 8. 103, 13. 


Doch ist damit die Zahl von Concordanzen noch keineswegs 
erschöpft. Man vergleiche z. B. noch c. 53 8. 190 = 
v. B. 228. 

Huber hat früher (Böhmer F. IV, XXXIX) und neuer- 
dings wieder (Matth. v. N. und J. v. M. 30 ff.) dies so zu er- 
klären gesucht: 

„Der Verfasser (der v. B.) habe das, was über den 
Bischof Berthold und seine Brüder zerstreut sich findet, zu- 
sammengestellt und zwar grösstentheils wörtlich abgeschrie- 
ben.“ Auf meinen Einwand (mein Progr. 12), dass doch in 
diesen Berichten „bald der Chronist, bald der Biograph aus- 
führlicher und detaillirter erzähle“, bemerkt Huber, der Ver- 
fasser der Vita habe wohl „dem aus der Chronik entnomme- 
nen einige neue Details hinzugefügt.“ Mit einer solchen Er- 
klärung hätte sich aber Huber allein noch nicht begnügen 
dürfen, nachdem ich gezeigt hatte, dass das Verhältniss beider 
Relationen derart sei, dass man unterandern Umständen 


— 344 — 


„zu der Vermutung kommen würde, die Chronik und die Vita 
Bertholdi hätten hier dieselbe Quelle ausgesehrieben‘. 

Ich habe geirrt, wenn ich früher diese letztere Even- 
tualität zurückgewiesen habe. Es sind in der That eine Reihe 
von Anzeichen dafür vorhanden, dass die Chronik, in welche 
Matthias seine Capitel über Strassburger Verhältnisse ein- 
reihte, einst ausführlicher und gehaltreicher war und unter 
‚seinen keineswegs geschickten Händen einige Einbusse er- 
litten hat. | 

1. Nicht selten finden sich abkürzende Formeln. Z.B. 
c.21 8.20: De cuius Friderici consobrini regis gestis nobi- 
libus integra historia opus esset; de Viviano eciam cive 
Basiliensi, socio predicti Schoerlini quanto in prediceto con- 
flietu peregerit et de mirabilibus factis eius ad presens 
relinquo. c. 36‘8. 39: De hoc Scalarii commendacione 
integra hystoria opus esset. c. 37 S. 49: Wernherus autem 
comes de Honberg relictus in Lombardia a rege quot et 
quantas incredibiles habuerit victorias et quam felieiter nomine 
imperii triumpharit, integra historia indigeret. 

Das ganze Capitel 17 ist nichts als ein unbeholfener 
Auszug (qualiter — qualiter — — — et alia ipsius episcopi 
acta causa brevitatis relinquo!). 

2. Durch einen glücklichen Zufall ist uns in Cuspinians 
Ausgabe ein längerer Excurs erhalten geblieben, welcher 
genealogische und biographische Notizen über die Familie 
der Habsburger, der mit ihnen nahe verwandten Grafen von 
Hohenberg und einige Anecdoten, welche auf Mitglieder 
beider Familien Bezug haben, enthält. 

Dieser Bericht mag zwar in der Form, wie er vorliegt, 
erst etwas später? (1360 — 1364) geschrieben worden 


1 Auch die Beziehungslosigkeit einiger Verweise auf Dinge, die 
nicht in der Chronik vorkommen, deutet auf dasselbe hin, z. B. c. % 
ut prescripsi. 

2 Notwendig ist dieses nicht. Studer 8. 181 Anm. 1 meint, er 
sei zwischen 1360 und 1364 geschrieben. Er schliesst so auf Grund 
der beiden Notizen Item (Albertus) dux Austrie... habet filios et filias, 
quorum Rudolfus primogenitus habet filiam Karoli imperatoris et 
Bohemie regis (a. 1360) und Agnes... que hodierno die ducit vitam 


_ 345 — 


sein.! Immerhin aber hat er in vieler Beziehung soviel Ori- 
ginelles und Besseres vor der Chronik voraus, dass wir an- 
nehmen müssen, dass der Schreiber hier eine weit ausführ- 
lichere Schilderusg als die betreffenden Capitel der Chronik 
(12—35) vor Augen hatte. 

Ein Vergleich dieser Capitel mit dem Excurs Cuspi- 
nians fällt jedenfalls zu Ungunsten der ersteren aus und zeigt 
auf alle Fälle, dass hier Chronik und Excurs dieselbe Vor- 
lage, wenn auch nach verschiedenen Gesichtspunkten, ausge- 
schrieben haben. 

Cusp. p. 105 (Studer 8. 180—183) enthält zunächst 
Angaben über die Kinder Rudolfs von Habsburg und der 
Anna von Hohenberg, welche hier 8. 180, 5 wie Seite 12, 16 
sehr bezeichnend soror Alberti de Hohenberg genannt wird. 
Nur der Cuspianische Excurs kennt den Namen des jüngsten 
frühverstorbenen Sohnes (Karl]). 

' Dass der Excurs ausführlicher ist bei den Töchtern 
-Rudolfs, welche mit den bayrischen Herzogen, mit den Kur- 
fürsten von Sachsen und Brandenburg vermählt waren, be- 
darf keines Beweises. Die Chronik sagt ja nur „ex hiis ita- 
que tribus filiabus multi duces Bawarie, Saxonie et Marchiones 
in Brandenburg processerunt.“ 





sanctam et beatam (} 1364). Doch ist es etwas gewagt, aus dem Prä- 
sens habet soviel zu schliessen, zumal die Verlobung schon unter 
dem Jahre 1344 von Matthias Neob. c. 59 gemeldet war. Jedenfalls 
ist das weiter folgende Kapitel (S. 184) de Alberto (de Hohenberg) vor 
dem 25. April 1359 geschrieben. Denn von den an diesem Tage ge- 
storbenen Albert von Hohenberg heisst es (episcopatum Frisingensem) 
potenter et sine impedimento tenet. Indessen ist andrerseits hervor- 
zuheben, dass grade dieser Bericht über Albert V. von Hohenberg ein 
Auszug aus einem grösseren Ganzen zu sein scheint. Denn der jeden- 
falls sehr sachkundige Verfasser jener biographischen Mitteilungen 
kann selbst nicht jene Verwechslung von Johann von Wettingen (Guit- 
tingen oder Oettingen) f 1323 und Bischof Johann v. Verden T 1349 
verschuldet haben. 

1 Als einen Auszug giebt er sich zu erkennen 8. 184, 2: quorum 
progenies hodie predioto domino est nota; wahrscheinlich ist 
Alberts II. Sohn, Rudolf von Hohenberg gemeint, der aber nicht vor- 
her genannt ist. 


zn. HAB 


Sie erwähnt ferner zweier von den sechs verheirateten 
Töchtern Rudolfs an dieser Stelle nicht, die Herzogin von 
Niederbayern überhaupt nicht, die junge Königin von 
Böhmen aber, wie es für die Verhältnisse der Chronik ange- 
bracht war, erst später c. 20. 35, dann allerdings ausführ- 
licher als der Excurs. Ferner hebt der Excurs allein und 
zwar zweimal richtig hervor, dass die vierte Tochter Rudolfs 
vorher mit dem Herzog von Breslau vermählt war, eine Notiz, 
die vergeblich in der Chronik gesucht wird. 

Bei der jüngsten Tochter Rudolfs zieht der Excurs die 
Berichte von c. 15 (8. 13, 1-4), c. 36 und c. 36 (8. 36, 
1—5) zusammen und auch über die Brautwerbung K. Alb- 
rechts? gibt die Chronik einen ausführlicheren Bericht. 

Das Verhältniss beider Texte ist also derart, wie es 
zwischen zwei Berichten zu sein pflegt, welche aus derselben 
Quelle geflossen sind. 

Ganz dasselbe lässt sich von den Berichten über die 
Kinder Albrecht I. und diejenigen seiner Schwestern sagen. ' 

Bei ersteren hat die Chronik (c. 35) zwar allein die 
genaueren Angaben über die zweite Gemahlin Herzog Rudolfs, 
worüber dann noch c. 36 ausführlich handelt. Der Excurs 
aber gedenkt allein der ersten Gemahlin und sagt daneben 
nur kurz: qui factus est rex Bohemie. Die Chronik erzählt 
c. 35 allerlei über das Verhältniss der Könige von Ungarn 
zu den östreichischen Herzögen, nennt aber nicht den Namen 
der Königin von Ungarn (Agnes), wie der Excurs. Eben- 
falls hat dieser die Nachricht von den Enkeln der Herzogin 
von Lothringen, sowie von der Heirath der Guota, mit einen 
Grafen von Oettingen allein. Endlich fehlen auch die ge- 
naueren Angaben über Friedrich, Leopold und Otto v. Oester- 
reich in der Chronik. 

Doch verdient andrerseits hervorgehoben zu werden, 
dass die Chronik — wenn auch nicht das Kapitel de sex 
filiis Alberti regis — so doch zerstreut c. 36. 41. 59 mehrere 


1 Veber eine siebente und eine achte vgl. in Krones Handbuch 
der Gesch. Oesterreichs die Tabellen. 

? Auch lässt Cuspinian 8. 180 in choro „maioris“ ecclesie Basi- 
liensis aus. 


_ Hi — 


der weiterhin vom Excurs gebrachten Notizen über die Kinder 
König Albrechts bringt. Hierdurch aber, wie dadurch, dass 
S. 182, 16—183, 3 wahrscheinlich nur Auszüge aus c. 20. 
36. 59. 61 sind, wird unsere Anschauung, dass der Excurs 
und die Chronik, wie sie jetzt vorliegt, auf eine erweiterte 
Fassung der Chronik zurückzuführen sind, keineswegs ent- 
kräftet, da ja die Zahl origineller Zusätze gerade in den vor- 
auf gehenden Abschnitten des Excurses e: 181, 15—182, 15) 
nicht gering ist. ! 

Auch die im Excurs 9. 183 folacnden Abschnitte: „de 
animoso et probo comite comite Alberto (II.) de Haigerloch 
et Hohenberg, qui dicebatur esse unus de duodecim pugili- 
bus, de Alberto (V.) primogenito Rudolphi, quaedam fabula 
de quodam notario Alberti comitis de Hohenberg, alia fabula 
de eodem, alia fabula de quodam milite qui dieebatur Jacobus 
Mueller de Turego, de morte et sepultura Henrici dicti 
Frawenlob magni dicetatoris“ deuten wieder auf eine mit der 
Chronik gleiche Quelle hin und zwar — was wichtig ist — 
auch für die späteren Abschnitte. 

C. 32 bringt zwar nur gauz kurz eine Notiz über den 
Tod Alberts II. von Hohenberg (S. 183—184), aber selbst 
hierin wird für „per quendam ducem Bavarie“ des Excurses 


1 Dabei ist dann zu bemerken, dass hier offenbar infolge eines 
Versehens der gemeinsamen Vorlage ein merkwürdiger Fehler in beide 
Berichte gekommen ist. 

In der Chronik heisst es von K. Albrecht: Unam dedit Golde- 
maro marchioni in Brandenburg, quo mortuo sine liberis ipsam dedit 
duci in Presla Polonie. | 

Es wäre diese Angabe nur dann richtig, wenn für Goldemaro 
gesetzt wäre Hermanno (T 1308). 

Der im Uebrigen fast fehlerfreie Excurs berichtet von den drei 
Töchtern K. Rudolfs 8. 182: ex ducissa Vratislavie, postea marchionissa 
in Brandenburg, Volmarus et quidam alii marchiones nati sunt. Auch 
hier sehen wir also in Bezug auf Waldemar von Brandenburg eine 
irrige Angabe; denn er war nicht ein Sohn des kinderlosen Ottos IV. 
und der Tochter Rudolfs, sondern ein Sohn des Markgrafen Conrad 
(F 1304). Dieser Umstand lässt wie gesagt auf eine fehlerhafte genea- 
logische Anschauung über Waldemar in dem gemeinsamen Originale 
schliessen. 


—_— 348 — 


das Genauere „venienti autem Ottoni in auxilium regis* (Adol- 
phi) gesetzt, als Wahrzeichen dafür, dass nicht der Excurs 
selbst Quelle gewesen ist. Offenbar ist dann c. 37 mit den 
Notizen des Excurses über die Thaten des Grafen Rudolf aus 
der nämlichen Quelle geflossen. 

In c. 37 ist der Bericht über Eberhards Kämpfe passend 
in die historischen Zeitumstände eingereiht, dagegen ist 9. 184 
viel detaillirter. Hier treten die Thaten der Hohenberger 
allein hervor, dort die wichtigsten Momente des Kampfes 
überhaupt. In beiden Berichten herrscht eine Animosität 
gegen den Würtemberger. Endlich congruiren noch c. 129 
der Chronik und Seite 185, 16- 22 und zwar so, dass jeden- 
falls wieder der Excurs dem Original näher kommt. Gewiss 
konnte der Inhalt dieser Bemerkungen dem Schriftsteller, 
welcher im Excurs so sachkundig über das frühere Leben 
Alberts von Hohenberg berichtete, nicht verborgen gewesen 
sein. Und dann meldet der Excurs allein vom Würzburger 
Bischof Hohenlohe „concorditer electi a toto capitulo“. Die 
Schlussworte des c. 129, welche allerdings im Excurs fehlen, 
konnte der Chronist aus den Schlussworten des c. 95 ent- 
nehmen. ! 


Mit dem in Vorstehendem gefundenen Thatbestand, dass 
die Chronik des Matthias von Neuenburg auf ausführlicheren 
chronikalischen Aufzeichnungen berubt, von denen noch ein 
Teil durch Cuspinian erhalten ist, ist aber zugleich das 
weitere Resultat, welcher Art diese Quelle gewesen sei, ge- 
geben. 

Die genealogischen Angaben über das Haus Habsburg 
sind nur insoweit,? als sie auch das Haus Hohenberg be- 
treffen, beigebracht. Die Ueberschrift lautet de genealogia 
dominae Annae, und Anna von Hohenberg wird mehrere 


1 Wie schon vorher hervorgehoben wurde, teilen beide Berichte 
den Fehler, dass sie statt Johann von Verden den B. Johann von 
Wettingen (C. Oettingen, Chron. Guittingen) setzen. 

2 Ueber die nächsten Seitenverwandten K. Rudolfs schweigt der 
Exours. 


— 349 ° — 


Male als soror Alberti de Hohenberg (8. 12. 180 St.) ein- 
geführt. Die eingehenden Nachrichten über Albert II., 
namentlich über seinen Notar, ferner die Angaben über Ru- 
dolf von Hohenberg, sowie vor allem die Charakteristiken 
seiner Söhne können nur von einem Manne herrühren, welcher 
in die intimsten Familienangelegenheiten dieses Geschlechts 
eingeweiht war. Die Flüche über die Dienstmannen, welche 
Albert II. feige im Stich gelassen hatten (S. 184), und der 
Ausdruck quorum progenies hodie predieto domino est nota 
können kaum von einem anderen als einem der Söhne oder 
Enkel Alberts II. herrübren. Endlich aber scheint sowohl 
die etwas hochmütige Aburteilungsweise über die jüngeren 
Söhne Rudolfs von Hohenberg, wie die lobende Schilderung 
von Albert V. von Hohenberg Lebenswandel passend nur 
auf den ältesten Bruder Albert V.! zurückgeführt werden 
zu können, der selbst nur Lob empfängt.? 

Alles dieses führt auf die Vermutung hin: dass 
Matthias von Neuenburg hier schrieb nach einer Hohen- 
bergischen Familienchronik oder besser nach einer Samm- 
lung historischer Notizen, wie sie im Kreise der 
Familie Rudolfs von Hohenberg erzählt, von 
diesem und von seinem Sohne Albert von Hohen- 
berg? aufgezeichnet worden sind. 


X. 


Immerhin hat aber auch dieses Resultat erst dann 
einen Wert, wenn es uns gelingt nachzuweisen, in wie weit 
diese Hohenberger Familienchronik dem Geschichtswerk des 
Matthias von Neuenburg zu Grunde gelegen hat. 


i UVebrigens bildet Cuspinians Excurs namentlich hier, ebenso 
wie die Chronik, nur einen Auszug. 

?2 S. 185: Qui fuit virtutibus plenus sociabilis affabilis largus. 
Wenn sogleich hinzugefügt wird sed minus humilis, so wird dieser 
geringe Tadel durch den ironischen Zusatz quia nimia humilitas parit 
contemptum in ein Lob verkehrt (etwa: er war zwar nicht gerade de- 
mütig, indessen eine allzugrosse Bescheidenheit und Demut thut einem 
Menschen ja auch nur in der Achtung anderer Abbruch). 

3 Denkbar wäre es, dass die erste Hälfte eine Jugendarbeit 
Alberts wäre, Doch vgl. mein Progr. $S. 15 und weiter unten. 

‚Strassb. Studien. 24 


— 350 — 


Da sind wir nun, Dank der ausgiebig bekannten Geschichte 
der Hohenberger, in der glücklichen Lage zeigen zu können: 

1) dass nicht allein durchweg der politische und kirchen- 
politische Standpunkt des Chronisten mit demjenigen der 
Hohenberger wechselt, sondern dass auch 

2) bei allen Ereignissen, die in der ersten und bei vielen 
in der zweiten Hälfte der Chronik erzählt werden, Hohenberger 
oder deren nächste Verwandte als Augenzeugen zugegen waren, 
ja dass 

3) überall, selbst an den noch restierenden Stellen der 
zweiten Hälfte die Darstellung ein Colorit hat, welches wahr- 
scheinlich macht, dass hier Aufzeichnungen Alberts v. Hohen- 
berg zu Grunde liegen. 


1. Dass Matthias von Neuenburg nicht nur vorüber- 
gehend, sondern in ausgiebigem Maasse eine Hohenberger 
Familienchronik ausgeschrieben hat, findet durch einen Ver- 
gleich der wechselnden politischen Stellung der Hohenberge: 
mit derjenigen des Chronisten eine nicht zu unterschätzende 
Unterstützung. 

Albert II. von Hohenberg (7 1298), der Schwager Ru- 
dolfs von Habsburg, war ein treuer Anhänger dieses Kaisers. 
Dieselbe Gesinnung atmet die Schilderung des Chronisten. 
Ebenso waren Albert II. und sein streitbarer Bruder Burk- 
ard IV. auf Seiten Kaiser Albrecht I.; jener fiel, als er 
dem dem Kaiser Adolf zu Hülfe ziehenden Herzog Otto von 
Bayern den Weg verlegen wollte, dieser kämpfte für Kaiser 
Albrecht in der Schlacht bei Göllheim. Dem entsprechend 
registriert der Chronist c. 29 mit einer gewissen Befriedigung 
die stolze Abweisung, welche K. Adolfs Vorschlag — dass 
eine Ehe zwischen seinem Sohne und einer Tochter Albrechts 
geschlossen werden möge — erhielt; ferner rechtfertigt er 
c. 32 die Erhebung Albrechts gegen K. Adolf, erklärt seinen 
Feldzugsplan und bespricht die Kriegsereignisse c. 32. 33 
durchweg vom östreichischen Standpunkt. In ähnlicher Weise 
vertritt der Chronist anch in den folgenden Capiteln mehr- 
fach die Handlungsweise Albrecht I. als König (c. 34: 
noluit enim in heredum destructionem se tanto periculo ex- 
ponere pro incerto) oder er hebt beifällig hervor, dass K. 


— 3551 — 


Albrecht guten Ratschlägen folgend einen Fehler vermieden 
habe (c. 36 S.37: rex ... ep. Coloniensem ... voluit captivasse 
si non per quosdam probos, asserentes hoc dedecus csse, quod 
in domo sua, postquam cibum suum comederet, fuisset aversus). 

Wie die Grafen Albert II. und Burkard IV., so stand 
nach dem Tode seines Vaters auch der zweite! Sohn Albert II., 
Rudolf, wie es scheint, treu zu König Albrecht. Wenigstens 
sehen wir ilın wenige Jahre später 1310 unter Heinrich VII. 
und späterhin stets auf Seiten der Habsburger Friedrich, 
Leopold und Albrecht. Am 4. Oktober 1310 erklärt z. B. 
Rudolf zu Bern „vorporali prestito iuramento eidenn domino 
nostro (Heinrich VII) contra omnem hominem exclusis 
i!lustribus prineipibus domino friderico et fatribus suis du ci- 
bus Austrie et specialiter contra nobilem virum Eberhar- 
dum comitem de wirtemberg constanter et fideliter assistere, 
quamdiu dietus comes predicti domini Johannis rexis Bo- 
hemie gracie non fuerit reformatus“ (Monumenta Hohenbergica 
L. Schmid p. 174 n. 220). 

Wie schon aus dieser Urkunde hervorgeht, war Rudolf 
von Hohenberg während der dann folgenden Regierung Hein- 
rich VII. zugleich auch ein treuer Diener dieses Fürsten. ? 
Dies brachte jedoch ihn keineswegs dazu, seine Sympathien 
nach Heinrichs Tode auf die luxemburgisch-bairische Partei 
zu übertragen. Vielmehr ist er Anfangs selbst aktiv für 
Friedrich von Ocstreich® eingetreten und bis zum 6. August 
1330 auch ein Anhänger der Habsburger geblieben.* Er 
half sogar im Sinne der östreichisch-päpstlichen Partei die 
päpstliche Verordnung, welche verbot dem Kaiser Ludwig 
gehorsam zu sein, in Esslingen publizieren. 5 


1 Der älteste starb früh und tritt wenig hervor, der jüngste war 

Pfarrer in Bonndorf. 
2 Weitere Angaben siehe I. Schmid Geschichte der Grafen von 

Zollern-Hohenberg I, 162. 

3 Schmid I. S. 164. u. Monumenta Hohenbergica 8. 202 nr. 
248 vom 6. Aug. 1315, „gegeben vor Esselingen*, also während der 
Belagerung dieser Stadt. 

* Schmid I. S. 171. Damals fand die Aussöhnung der Habsburger 

mit K. Ludwig statt. 
5 Vgl. Martinus Minorita (Stuttgarter Bibliothek Nr 269. 270 f. 49a). 
| 24* 


— 2 — 


Nach seiner Aussöhnung mit den Habsburgern suchte 
Kaiser Ludwig vor allem Graf Rudolf von Hohenberg auf 
seine Seite zu bringen. Abgesehen von anderen Vorteilen! 
übertrug er ihm sogar die Reichsvogtei über das Elsass 
(22. Oktober 1331). Kein Wunder daher, dass dieser 
sowie seine Söhne Albert V. und Hugo, welche ihm bei 
seinem Tode 1336 in dieser Stellung folgten, mit Kaiser 
Ludwig eng lürt wurden und auch dauernd der bairischen 
Partei angehörten, soweit dieses unbeschadet ihres freund- 
schaftlichen Verhältnisses zu den Habsburgern möglich war. 

Vergleichen wir mit dieser Gesinnung der Hohenberger 
die politische Stellung des Chronisten, so finden wir wiederum 
vollständige Uebereinstimmung. 

Nacheinander ist der Chronist ein Anhänger der Kaiser 
Albrecht I., Heinrich VII. und Friedrichs von Oestreich 
c. 37. Er betrauert wie die Ermordung Albrecht I, so auch 
die Vergiftung Heinrich VII. aufs tiefste: sicque heu! periit 
columpna magnanimitatis et iusticie, flos germinis germa- 
norum. c. 39 gibt er vom östreichischen Standpunkte eine 
Aufzählung der Anhänger Friedrichs des Schönen. Der Chro- 
nist scheint 1315 im Lager des Herzogs Leopold Anteil am 
Feldzuge genommen zu haben. Er war ohne Zweifel bei 
den Turnieren, welche zu Ehren der Hochzeitsfeierlichkeiten 
Friedrichs von Oestreich 1315 in Basel abgehalten wurden. 
(e. 39). Desgleichen wird er im Lager der Oestreicher 1316 
vor Esslingen (c. 42 Neckarusque sanguineus videbatur propter 
occisionem equorum), sowie 1320 an der Breusch (vgl. ce. 45: 
adducto autem militi coram Friderico, dixit Fridericus mi- 
liti....) anwesend gewesen sein. Endlich sind auch die 
folgenden Capitel bis ca. c. 542 durchweg im östreichischen 
Sinne geschrieben. 

Bereits ce. 54 zeigt sich dann aber der allmählich ver- 
änderte Parteistandpunht des Chronisten. Er ist vor allem 
jetzt consequent ein Gegner des Böhmenkönigs und seines 
Sohnes, daneben aber tritt auch mehr und mehr Sympathie 


1 Darüber vgl. Schmid I, 173. 
?2 Uebrigens wird die Chronik zwischen den Jahren 1324—1?34 
sehr mager. 


— 3593 0 — 


für die kaiserliche Sache hervor. Man vergleiche z. B. die 
c. 55 angeführten günstigen Urteile des Papstes über K. 
Ludwig, sowie die beifälligen Bemerkungen c. 55. 56 über 
die Aussöhnung der Gegner des Kaisers mit diesem („qui et 
postea ferventer imperatori adhesit* S. 82, 2). 

Endlich sind selbst in den letzten Capiteln der Chronik 
die Wandlungen der Politik der Hohenberger in den Jahren 
1345 — 1350 wiederzuerkennen. 

Ihr Widerwille gegen Karl IV., welcher ihnen 1347 
die Landvogtei im Elsass nahm, wuchs. Sie wurden dadurch 
noch ınehr auf die Seite der bairischen Partei gedrängt und 
doch erkaltete gleichzeitig ihr persönliches Verhältniss zu den 
bairischen Fürsten (vgl. Matth. Neob. 8. 185 Albertus.... 
postea videns imperatorem esse pigrum et se non multum 
promotum ab eo.) | 

Gerade die nämliche Stimmung herrscht auch in der 
Chronik. Dieselbe ist ja, wie bekannt, Karl IV. feindlich 
gesinnt, urteilt aber nichtsdestoweniger mehrfach scharf über 
die bairischen Fürsten (c. 60. 122). 


2. Neben der fortdauernden Uebereinstimmung des poli- 
tischen Standpunktes des Chronisten mit dem der Hohenberger 
fällt es besonders in die Augen, dass die erste Hälfte der 
Chronik nur solche Ereignisse berücksichtigt, bei denen die 
Hohenberger Albert IL, Burkard IV. und Rudolf oder ihre 
nächsten Verwandten zugegen waren. 

Bis zum Tode Albert II. von Hohenberg (a. 1298 in 
c. 32) enthält die Chronik abgesehen von ganz kurzen No- 
tizen! nur drei Bestandteile, nämlich 

a) meist anekdotenhafte Erzählungen von Rudolf von 
Habsburg, seinen Emporkommen? und seiner Kaiserherrschaft, 
so c. 1. 3. 8. 9. 13—16. 25—28. 


ı Wie z.B.c.7: In diebus illis H. de Stahelek episcopus Arg. 

2 Zu diesen darf man wohl auch die wenigen kurzen Notizen in 
Capitel 3 (de electis post Fridericum imperatorem non habentibus pro- 
cessum) rechnen, welche einige Angaben aus der Geschichte der letzten 
Staufer bieten. Ueber dieses Thema handelte die auch bei Matthias zu 
Grunde liegende Chronik des Constanzer Bischofs Heinrich v. 
Klingenberg. 


— 354 — 


b) Berichte zur Baseler Geschichte: c. 10--11. 17.18. 
22 in., 31 !; zu diesen kommen 

c) c. 19— 24. 29. 30. 32, welche, wie gleich gezeigt 
werden soll, unter sich verwandt sind. 

Von diesen drei Bestandteilen gehört der erste so 
recht in eine Hohenberger Familienchronik. Musste es doch 
ein Gegenstand des lebhaftesten Interesses auf Burg Hohen- 
berg sein, was der erlauchte Schwager Albert II. gesagt 
und gethan hatte. Schwerlich dürfte aber der zweite Be- 
standteill von dem ersten zu trennen sein. In mehreren 
Capiteln tritt ja Rudolf von Habsburg in engste Beziehung 
zum Baseler Bischof oder Baseler Bürgern. So c. 14. 17 extr. 
22. Ferner waren die Habsburger einerseits, die ihnen wie 
den Hohenbergern nahe verwandten Markgrafen von Hoch- 
berg andererseits mit in die Parteikämpfe der Baseler Bürger- 
schaft verwickelt, vgl. ec. 11: „marchiones de Hahberg... 
fuerunt psitici; comites vero de Habsburg, dePhirt, Hein- 
cus de Baden predictus fuerunt stelliferi“. Endlich bedenke 
man, welchen Anteil Baseler Bürger und Dienstmannen des 
Baseler Bischofs an den kriegerischen Ereignissen gegen Otto- 
kar nahmen (c. 19. c. 21 de Viviano cive Basiliensi, nach 
c. 21 in cod. A die Erzählung von Heinrich Schoerlin „quanta 
ille affectione diligebatur a rege“, „episcopi Basiliensis servitor“ 
nach c. 19). 

In dem verhältnissmässig nicht grossen dritten Bestandteil 
sind mehrere Kriegsereignisse zur Zeit Rudolfs beschrieben; 
bei diesen waren aber nachweislich die Hohenberger Grafen 
Albert II. und Burkard IV. anwesend oder (einmal, wo ihre 
Anwesenheit fraglich sein könnte) wenigstens der Gemahl 
ihrer Nichte Markgraf Heinrich von Hachberg. 

Abgesehen davon, dass c. 19 die Schicksale des Baseler 
Bischofs und seiner Dienstleute im Feldzuge gegen Ottokar 
von Böhmen besonders hervortreten, ist Graf Burkard IV. 
von Hohenberg urkundlich Mai 1277 und Februar 1279 in 
Wien anwesend ? und focht daher wahrscheinlich mit 





1 Man vergleiche: cui inter alios aderant episcopus Basiliensis et 
comes Ferretarum. r 
?2 L. Schmid Grafen von Zollern-Hohenberg S. 122 ff. 


— 35 — 


auf dem Marchfelde, sicher zugegen war sein ebengenannter 
Neffe Markgraf Heinrieh von Hachberg: Matth. c. 19 preor- 
dinaverat autem H. marchio de Hachberg, quod quando- 
cumque ipse in conflictu clamaret: „Ipsi fugiunt* id ipsum 
ceteri clamarent, quod et factum est. c. 20 behandelt Kaiser 
Rudolfs Anordnungen in Wien nach dem Siege, bei welchen, 
wie oben hervorgehoben wurde, Graf Burkard IV. urkund- 
lich zugegen war. Aus demselben Umstande ist auch c. 21 
wohl auf seine Angaben zurückzuführen. ! Nachdem dann 
c. 22 zuerst die Baseler Verhältnisse in den Vordergrund 
treten, werden Anekdoten vom Constanzer Bischof Rudolf 
von Habsburg erzählt, wie sie der junge Constanzer Dom- 
herr Albert V. von Hohenberg sicherlich gehört und gekannt 
haben wird. An den weiterhin erzählten Kriegszügen K. 
Rudolfs haben dann fast durchweg Albert II. und Burkard IV. 
thätigen Anteil genommen. So an den Feldzug nach Lausanne 
und Peterlingen 1283°?, desgleichen an der darauf berichteten 
früheren Zusammenkunft von K. Rudolf und dem Papst 1275 
(Schmid I, 85). Beim Zug gegen Bern 1289 focht der den 
Hohenbergern nahverwandte Ludwig von Honberg® mit und 
fiel endlich. 

Indem ich an dieser Stelle ce. 29—30 übergehe, welche 
einige allgemeinere Dinge behandeln, hebe ich hervor, dass 
der Inhalt von c. 31, teils wegen der Beziehungen zum 
Baseler Bischof, teils wegen der Anwesenheit des Grafen 
von Pfirt, des Schwiegervaters Rudolfs von Hohenberg, wohl 
motiviert erscheint. c. 32 berichtet den Tod Albert II. von 
Hohenberg, c. 33 die Schlacht bei Göllheim, in welcher Graf 
Burkard von Hohenberg mitkämpfte.? 

Nachdem dann c. 34 Einzelheiten über die Päpste Boni- 
faz VIII., Benedicet XI., Clemens V. und deren Constitutionen 





1 Burkard IV. war übrigens auch 1282 mit dem Helden jener 
Erzählung, Friedrich von Leiningen, in Oppenheim bei K. Rudolf. 

2 Am 1. Juni 1283 ist Albert II. Zeuge im Lager von Rheinfelden, 
kurze Zeit vorher Burkard IV. in Augsburg (Schmid I, 87. 123). 

3 Von dem Geschlechte der Grafen von Honberg im Frickthale 
bei Basel. 

* Schmid I, 124. 


— 356 — 


gebracht hat, dergleichen ein doctor decretorum wissen 
musste, c. 35 de sex filiis Alberti regis gehandelt, besprechen 
c. 36 die Regierung Albrechts I, c. 37 die Regierung Hein- 
rich VII. Beide enthalten zeitweise Angaben von Augen- 
zeugen. 

Zwar wissen wir, dass Graf Burkard von Hohenberg 
den Feldzug gegen Bingen und gegen K. Wenzeslaus von 
Böhmen mitmachte, aber es ist uns nichts bekannt über die 
Anwesenheit Burkards oder Rudolfs von Hohenberg bei der 
Ermordung K. Albrecht I. oder beim Römerzuge K. Hein- 
rich VII. Dagegen tritt in beiden die Persönlichkeit eines 
den Hohenbergern nahverwandten und befreundeten Mannes 
hervor: ich meine Werner von Honberg. 

Die Ermordung K. Albrecht I. geschah in unmittel- 
barer Nähe der Froburg,! der Stammburg der Grafen von 
Honberg im Frickthale. Beim Römerzuge Heinrich VII. 
war wieder Werner von Honberg einer der angesehensten 
Führer; ja die Vorlage des Matthias hatte besonders aus- 
führlich dessen Thaten berichtet vgl. S. 49, 18: „Wernherus 
autem comes de Honberg relictus in Lombardia a rege quot 
et quantas incredibiles habuerit vietorias et quam feliciter 
_ nomine imperii triumpharit, integra historia indigeret.“ 

Die Honberger waren nicht nur mit den Habsburgern 
und somit auch nıit den Hohenbergern verwandt,? sondern 
Werner von Honberg kommt zugleich mit Rudolf von Hohen- 
berg in der Umgebung K. Friedrichs vor 19. April 1315 
(Schmid 1, 164 A. 3) und beide kämpften wohl zweifellos 
auch vor Esslingen für Friedrich. 3 

Die jetzt folgenden c. 39—53 enthalten die Ereignisse 
der zehn folgenden Jahre bis zum Tode Leopolds v. Oestreich, 
worauf dann die Ereignisse bis 1334 kurz zusammengefasst 
werden und erst zum Winter 1334/1335 wieder ausführlichere 
Mitteilungen beginnen. 


1 Matth. Neob. c. 36 S. 43 occisores autem fugati primo venerunt 
in castrum Froburg. 

2 Ludwig v. Honberg „consanguineus* K. Rudolfs genannt z.B. 
bei Gottfr. de Ensm. Böhmer Font. II, 124. 

9 s. oben 8. 352 und Matth. c. 42. 


— 357 — 


Während dieses Zeitraumes standen, wie oben ausge- 
führt worden ist, die Hohenberger durchaus auf Seiten der 
Habsburger, ja sie haben sich vielfältig aktiv an den Kriegs- 
unternehmungen derselben beteiligt. 

Am 13. April 1315 ist Rudotf urkundlich im Lager des 
Königs, in dem Gefecht vor Esslingen kämpfte er (19. Sept. 
1315) aller Wahrscheinlichkeit nach mit. Wir sehen ferner 
Herzog Leopold im August 1319 (Schmid I, 165 ff.), in per- 
sönlichem freundschaftlichen Verkehr mit Graf Rudolf und 
dieser erklärt 8. Okt. 1322 geschworen zu haben „diesen 
krieg us, alle die wile er wernt, den si hant mit Herzog 
Ludwig von Bayern ze dienend, ze raten und ze helfen, ane 
alle geverde“. Schon aus diesen Worten geht hervor, dass 
Graf Rudolf auch vorher treu auf Seiten der Oestreicher ge- 
standen habe. Nach einer Niederlage erwirbt man solche 
Bundesgenossen nicht neu hinzu. | 

Bei dieser Parteistellung und Thätigkeit Rudolfs von 
Hohenberg finden also die Mitteilungen c. 39. 42. 43. 45. 
48. 49. 50. 51. 52. 53 ihre Erklärung. 

Zwischendurch sind c. 40. 41. 44. 47. ihrem Inhalte 
nach derart, dass sie teils als kirchengeschichtliche Notizen 
eines jungen Clerikers (c. 40), theils als. Jugenderinnerungen 
aus der Constanzer Studien- und späteren Studentenzeit 
(c. 47; 44, 41) auf niemand besser als Albert V. von Hohen- 
berg bezogen werden dürften. Die ergötzlichen Erzählungen 
von dem jungen Altersgenossen und Bologneser Studenten 
Eberhard von Kyburg (c. 41. 44) atmen so recht dieselbe 
Gesinnung, wie die biographischen Notizen über Albert V.: 
postea missus fuit Parisios, ubi stetit pluribus annis cum 
magnis sumptibus 9. 185. Dagegen ist das kurze c. 46 
mit seinem Bezug auf den falschen Waldemar sicher späterer 
Zusatz des Ueberarbeiters. 

. Somit glaube ich gezeigt zu haben, dass alle Capitel 
der ersten Hälfte aus dem Gesichtspunkte einer Hohen- 
berger Familienchronik, in welche später von Albert von 
Hohenberg mancherlei Jugenderinnerungen eingestreut sein 
mögen, eine durchaus genügende Erklärung finden. 


— 358 — 


3. Gehen wir jetzt etwas näher auf die Erlebnisse und 
die wechselnde politische Stellung Albert V. von Hohenberg ein. 

Graf Albert, der älteste Sohn des Grafen Rudolf, muss 
1293 oder bald hernach geboren sein.! Früh wurde er in 
die Constanzer Domschule "geschickt? und schon mit etwa 
20 Jahren Domherr daselbst, sowie Pfarrer (rector) mehrerer 
Kirchen in Schwaben. Darauf wurde er (jedenfalls nach 
1317) nach Paris gesandt, wo er seine Studien vollendete 
und vor vielen Zuhörern juristische Vorlesungen hielt (et lege- 
bat jura ad tempus multis audientibus).. Wie lange er in 
Paris geblieben, ist nicht sicher zu ermitteln. Als im Jahre 
1334 Bischof Rudolf von Constanz starb und Graf Albert V. 
sich um seine Stelle bewarb, war er jedenfalls schon eine 
zeitlang zurückgekehrt. Denn vorher war er schon Cano- 
nieus Argentinensis geworden.®? Auffällig ist entschieden, dass 
er trotz des Beifalls, den er erntete, schon so bald seine 
Docentenlaufbahn aufgegeben hat, zumal es von ihm heisst: 
postea licentiatus fuit in decretis, non causa dominii, sed 
causa vere scientie. Wahrscheinlich hat er, da die Pariser 
Fakultät in dem Streite der Minoriten und Kaiser Ludwig’s 
mit Papst Johann XXIII. gegen diesen Partei nahm, als 
der Kaiser den Kürzeren zog, seine Entlassung genommen 
oder erhalten, ja er wird voraussichtlich mit den übrigen 
Professoren excommuniciert worden sein. 

Wie dem aber auch sein mag, schwerlich werden wir 
fehlgehen, wenn wir annehmen, dass Graf Albert ungefähr 
von 1320—1330 sich in Paris aufgehalten habe (Matth. Neob. 
S. 185 ubi stetit pluribus annis), erst zur Vollendung seiner 
Studien,* dann als angehender Docent, endlich als gesuchter 
und beliebter Kenner und Lehrer des canonischen Rechts.’ 


1 Seine Eltern vermählten sich am 18. Dez. 1291 zu Rotenburg 
(Schmid I, 113). 1317 wurde er, nachdem er schon canonicus in Con- 
stanz war, Pfarrer in Bonndorf: (Monumenta Hohenbergica). Obenein 
ist er der älteste seiner Geschwister. 

2 Matth. Neob. 8. 184 Studer, 8.106 Cusp.: ubi stetit honorifice 
pluribus annis et multum profecit in artibus. 

$ Matth. Neob. S. 185 Studer: postea rediens in patriam recep- 
tus est in canonicum Argentinensem., 

* Um doctor decretorum zu werden (dieses war Albert V. vgl. 


— 359 — 


Wahrscheinlich wird Graf Albert dann aber wenigstens 
äusserlich seinen Frieden mit dem Papsttum gesucht haben. 
Ein Excommunicierter wäre wohl als kaiserlicher Gesandter 
am päpstlichen Hofe auf die Dauer unmöglich gewesen. 
Mit gutem Grunde werden wir also vermuten dürfen, dass 
Graf Albert seine Rückreise ins Vaterland über Avignon 
unternommen und dort als Belohnung für seine Fügsamkeit 
die Stelle eines canonicus Argentinensis zugesichert erhalten 
habe, 


Besser sind wir über die Lebensschicksale des Grafen 
Albert während der nächsten Jahre unterrichtet. 1333 starb 
Bischof Rudolf von Constanz und ein Teil des Capitels er- 
wählte Graf Albert V., den Constanzer Domherrn, zum 
Bischof. Doch waren die Anstrengungen seines Vaters Ru- 
dolf und des Kaisers Ludwig, ihn dort mit Gewalt der Waffen ! 
einzusetzen, vergebens. Der von der Majorität des Capitels 
unter Zustimmung der Stadt und des Papstes Johann XXII. 
gewählte Nicolaus von Kenzingen hielt sich, trotzdem Albert 
noch am 16. März 1335 sich „erwelt zu dem Bystum zu 
Constantze* nennt. Uebrigens wirkte diesmal ausnahms- 
weise das östreichische Haus gegen die Hohenberger -- sei 
es weil der neue Bischof Nicolaus Sohn eines ihrer Vögte 
war, sei es infolge einer vorübergehenden Verstimmung.? 


Als Ersatz für das Constanzer Bistum wurde Albert 
von Hohenberg dann Hofkanzler Kaiser Ludwigs oder, wie 
die Umschrift seines Siegels lautete, imperial(is) aule cancell 
(arius).? Ausserdem wurde ihm wie seinem Bruder Hugo nach 


Michael Herbip. Böhm. Font. I, 465) bedurfte es in der Regel eines 
6 jährigen Studiums; vgl. Ersch und Gruber „Doctor“. 

1 TVeber diesen Constanzer Bischofsstreit und die Belagerung von 
Meersburg vgl. Schmid I, 174. 

? Einige Differenzen zwischen Albrecht von Oestreich und Hugo 
von Hohenberg, deren Gemahlinnen Schwestern, Töchter des letzten 
Grafen von Pfirt waren, bestanden wegen der Auseinandersetzung 
über die Erbschaft vergl. Schmid „Geschichte der Grafen von Zollern- 
Hohenberg“ I, 8. 189. 

s „Cantzler dez Römischen Kaisers“ Monum. Hohenb. p. 360 
nr. 412. 


— 360 — 


dem Tode ihres Vaters (1336) die Landvogtei im Elsass über- 
tragen. 

Durch diese besonderen, zum Teil auch recht einträg- 
lichen Ehrenbezeugungen wurde das Band zwischen den 
Grafen von Hohenberg und Kaiser Ludwig noch enger ge- 
knüpft und erst in den letzten Jahren von Ludwigs Regie- 
rung wurde dasselbe etwas gelockert. Matthias von Neuen- 
burg hebt die wichtigsten Momente seiner Kanzlerthätigkeit 
so hervor (S. 185): „In cuius servitio multa peregit et in 
sollempnibus negotiis missus fuit per imperatorem in Franciam, 
tunc in Provicam ad papam, modo ad regem Anglie, tunc 
ad ducem Austrie*. Diese Angaben werden grösstenteils durch 
andere Berichte bestätigt. Im Einzelnen steht über die Er- 
lebnisse des Grafen so viel fest: Anfangs 1335 ist er kurze 
Zeit mit des Kaisers Secretär Ulrich von Augsburg als Ge- 
sandter in Avignon und bei König Philipp VI.! (Joh. Vict. 
Böhmer Font. I, 415). Im Februar und Mai 1338 ist Albert 
ım Elsass. Von 1338—1341 ist er mehrfach am englischen 
Hofe,? zuweilen wieder im Elsass. Januar 1341 ist er in 
Vilshofen anwesend, als Kaiser Ludwig schwört, ein Freund 
Philipp VI. sein zu wollen? Dann ist er nach Johann von 
Vietring (Böhmer Font. IV, 166) bald darauf, nämlich An- 
fangs 1341 (Schmid I, 207 A. 5), Ende 1342 und Anfang 
1343 als kaiserlicher Gesandter in Avignon thätig.? 

Nach dem Jahre 1342 wird Albert nicht weiter cancel- 
jarius aule regiae genannt. Während noch im Winter 1342 
auf 1343 Albert von Hohenberg an der Spitze der kaiserlichen 
Gesandtschaft mit dem Deutschordensmeister Wolfranı von 
Nellenburg, mit Marquard v. Randeck und Ulrich v. Augsburg 


nn mn m nn 


i Hätte Müller (Der Kampf Ludwigs des Baiern mit der rö- 
mischen Curie II, 273) beachtet, dass ausser den Mitgliedern der 
wechselnden kaiserlichen Gesandtschaften bei der Curie einige ständige 
kaiserliche Geschäftsträger weilten (Matth. Neob. c. 55, 8. 81, 2), so 
würde er nicht die Angabe Joh. Vict. 415 verworfen haben. 

2 Schmid I, S. 207 Anm. 2. 

5 Böhmer Font. I, 415. 

* Joh. Viet. in Böhmer Font. I, 445. 


— 361 — 


erscheint ,! ist er Januar 1344 durch den Dauphin Humbert 
ersetzt worden.” Seit 1343 wird Graf Albert also sich dauernd 
in Avignon niedergelassen haben, naclı Maith. Neob. 185 
Bericht: „postea videns imperatorem esse pigrum et se non 
multum promotum ab eo transtulit se Avinionem. ibi diu 
stetit per longum tempus“. Demselben Berichte folgend wer- 
den wir ausserdem die Beteiligung Alberts an Gesandt- 
schaften an den König von Frankreich und nach Avignon 
teils vor 1338, teils während der folgenden Jahre bis 1343 
ansetzen müssen. Leider ist jedoch etwas Genaueres über 
seinen Aufenthaltsort in der Zeit von 1335—1338 kaum fest- 
zustellen. Nur vorübergehend weilt er in seiner Heimat, so 
März 1335, April 1336, Juni 1336, Januar 1337, im Winter 
1337/83; Ende 1338 ist er als Landvogt des Elsass thätig 
Matth. Nüw. c. 69. Doch scheint er auch längere Zeit ab- 
wesend gewesen zu sein, wenigstens nennen die zwischenzeitig 
erlassenen Hohenberger Urkunden ihn nicht. 

Da für die spätere Zeit soviel feststeht, dass Papst 
Clemens VI. den Grafen Albert im Oktober 1349 auf den 
bischöflichen Stuhl von Freising erhoben hat, so bleibt uns 
noch übrig zu untersuchen, ob Albert von 1343 — 1349 
vorübergehend sich von Avignon entfernt hat. Verschiedene 
Umstände machen es wahrscheinlich, dass er grössere Reisen 
unternahm. Zunächst ist er einmal am 12. November 1343, 
sodann urkundlich am 3. Januar 1346* in Schwaben, des- 
gleichen am 27. Mai 1347, am 8. Juli 1348, am 18. April 
1349 und am 21. August 1349. Sicher abwesend von seiner 
Heimat ist er am 14. Februar 1348.° 

Sodann wurde er bekanntlich nach dem Tode des Bi- 





1 Vgl. Schmid I, 207 A. 5. 

2 Matth. Neob. S. 112 Dabatur enim in eo potestas Humberto 
Delphino, avunculo principis, item Augustensi et Babenbergensi pre- 
positis, item magistro Uolrico cancellario suo in solidum confitendi om- 
nes errores et hereses. 

$ Schmid Mon. Hohenberg. nr. 367—386. 

* Schmid Mon. Hohenberg. nr. 445. 

5 Vgl. für diese ,Angaben die folgenden Nr. der Monum. Hohen- 
berg. 


— 362 — 


schofs Nicolaus von Constanz (Juli 1344), wenn auch nur 
von einer Minorität der Domherrn, abermals zum Bischof von 
Constanz erwählt.e. Dass er sich inzwischen beim Kaiser 
(Frankfurter Reichstag Sept. 1344) oder bei ihm befreundeten 
Fürsten um Verwendung bemüht habe, ist mehr als wahr- 
scheinlich. Der Kaiser scheint ihn vernachlässigt, und andre 
ihn empfohlen zu haben vgl. Matth. S. 185, 14 und Heinrich 
von Diesseuhoven zum Jahre 1345. Bis zum Oktober 1345 
bewarb er sich zugleich mit dem Dekan des Capitels Ulrich 
Pfefferhart beim Papste um diese Stelle, musste aber endlich 
wiederum zurückstehen, trotz bester Empfehlungen.! 
Allerdings wurde ihm schon bald darauf der erledigte 
Bischofssitz von Würzburg übertragen? und zwar während 
er persönlich in Avignon® anwesend war. Doch trotzdem 
er hartnäckig diese Würde festhielt,* gelangte er auch hier 
nicht zum Besitz des Bistums, bei der einmüthigen Erklä- 
rung des Capitels für Albert von Hohenlohe scheint er von 
einem gewaltsamen Versuch auf Würzburg abgesehen zu 
haben. Waren doch damals die allgemeinen politischen Ver- 
hältnisse derart, dass er schwerlich irgendwo sogleich auf 
wirksame Unterstützung hoffen konnte. Von Kaiser Ludwig 
war er schon längere Zeit vernachlässigt, die Oestreicher 
waren schwankend, wem sie sich anschliessen sollten, und 
seine Gegner die Hohenlohe standen bereits in hoher Gunst 
bei Karl IV. Er selbst sah sich durch die Umstände auf 
die Seite des Papstes gedrängt und sich genötigt, um sein 


1 Schmid I, 214 A. 6. 

?2 Schmid I, 214 A. 5 u. 6. 

3 Man erinnere sich der Worte des Matth. Neob.: transtulit se 
Avinionem. ibi diu stetit per longum tempus, ubi provisum fuit eibi 
de episcopatu Herbipolensi a paupa Clemente sexto. Michael Herbi- 
polensis (Böhmer Font. I, 465) berichtet: eodem anno Jdomini M. cc. XL..V. 
XIII Kal. Novembris in Avinion, papa Clemens sextus Alberto 
canonico Constantiensi, decretorum doctori, contra dominum Albertum 
de Hohenloch prelibatum de episcopatu Herbipolensi, facti veritatis 
ignarus, proch dolor quasi precipitanter providit. 

* Noch am 21. Aug. 1349 nennt er sich, in einer Urkunde an 
Karl IV. „Erwelter Bischof zu Würtzburg“. 


— 363 — 


nächstliegendes Ziel, das Würzburger Bistum, zu erreichen, 
vorsichtig zu laviren. Vielleicht, dass er auch von Papst 
hingehalten wurde mit der Hoffnung auf einen der demnächst 
vakanten Bischofssitze.. Kurz und gut, unsere Angaben 
schweigen von irgend einem Versuche, den er unternommen 
haben sollte. 


In diesem Falle ist es aber das Wahrscheinlichste, dass 
er auf’s Neue beim Papste Schritte gethan habe, um bei Er- 
ledigung eines anderen Bischofssitzes glücklicher zu sein, kurz 
dass er sich in Avignon längere Zeit aufgehalten habe (ibi 
diu stetit per longum tempus Matth. S. 185, 15). 


Wenn ich es jetzt unternehme nachzuweisen, dass die 
Stellung des Chronisten in der zweiten Hälfte genau der- 
jenigen Alberts von Hohenberg entspricht, so möchte ich 
doch vor einigen übertriebenen Erwaıtungen, welche man an 
dieses Resultat zu knüpfen geneigt sein dürfte, warnen. Ich 
thue dies schon hier, damit nicht die Kritik infolge einer 
gewissen Enttäuschung das Resultat selbst wieder in Frage 
stelle. 


Gewiss liegt der Chronik des Matthias nicht ein auto- 
bigraphisches Memoirenwerk Alberts von NHohenberg zu 
Grunde. Im Gegenteil die persönlichen Verhältnisse Alberts 
von Hohenberg treten durchaus hinter den politisch wich- 
tigen Ereignissen im Allgemeinen und überhaupt hinter dem 
zurück, was an Tagesneuigkeiten aus der Ferne 
für ihn von Interesse sein musste. 


Nur von diesem letzteren Gesichtspunkte aus betrachtet, 
werden alle Teile der Chronik sich leicht in eine Sammlung 
historischer Denkwürdigkeiten Alberts von Hohenberg ein- 
reihen lassen. 


Zunächst ist es klar, dass ein kaiserlich gesinnter Mann, 
der mehrfach als kaiserlicher Gesandter in Avignon, am franzö- 
sischen und englischen Hofe thätig war, die politischen Ver- 
hältnisse Englands und Frankreichs, die Stellung der Curie 
zum französischen Könige, die persönlichen und diplomatischen 
Einflüsse, welchen die Päpste ausgesetzt waren, mit beson- 


_— 364 — 


derem Interesse verfolgen musste, auch wenn er nur verein- 
zelt Augenzeuge des Erzählten war. 

Gewiss wird man also annehmen dürfen, dass die in 
ce. 54 (von S. 79). 55. 56. 57. 59. 61. 62. 63. 70. 71. 72. 
73. 74. 75. 77. 78. 87. 88. 90. 91. 92. 107 (S. 153, 10.) 117. 
130 behandelten Materien im Gesichtskreise Alberts gelegen 
und ein Gegenstand seines Interesses gewesen seien. 

Daneben ist er als Gesandter auch an den östreichischen 
Hof gesandt und hatte ohnedies als Hohenberger ein Interesse 
daran, die Stellung dieses Hauses und die Familienbeziehungen 
desselben aufmerksam zu beobachten, so cc. 58, 59. 76. 94. 
103. 109. 134. 

Als kaiserlicher Kanzler und hernach namentlich als 
ein Mann, welcher in schwieriger politischer Lage zu einem 
Bistum zu gelangen suchte, musste Albert von Hohenberg 
vor allem in den letzten 40er Jahren die allgemeinen poli- 
tischen Verhältnisse aufmerksam verfolgen. Er musste, nach- 
dem ihm 1347 durch Karl IV. die Landvogtei im Elsass ge- 
nommen war, gegen diesen Fürsten verstimmt sein und es 
war begreiflich, wenn er die Aufnahme Karls IV. bei seinem 
Umzuge in Deutschland scharf beobachtete und die Chancen 
der Wahl eines Gegenkönigs erwog. Konnte er doch allein 
von einem solchen gegen den von Karl IV. begünstigten 
Würzburger Bischof Hohenlohe Unterstützung erhalten. 

Diesen Voraussetzungen entspricht nun die Chronik 
durchaus. Nachdem sie zuerst, wie bemerkt, die Phasen des 
kirchenpolitischen Kampfes bis in’s Einzelne (c. 55 - 57. 70— 
72) verfolgt hat, gedenkt sie der Wahl (c. 72. 80), des Miss- 
erfolges Karls IV. (e. 81. 84. 95. 97—100. 106. 108. 124), 
der Wahl eines Gegenkaisers und aller der Winkelzüge der 
luxemburgischen Politik, um König Günther und die bairischen 
Herzoge zu trennen und beide zu vernichten (c. 112—119. 
120. 122). 

Dass neben den Misserfolgen der bairischen Sache 
(vgl. c. 60. 107. 121) die glänzende Behauptung des Mainzer 
Stuhls durch Heinrich von Virneburg und seine Anhänger, 
durch Konrad von Kirkel und Kuno von Falkenstein, in das 
rechte Licht gesetzt wird, entspricht natürlich ganz beson- 


— 365 ° — 


ders den an die Persönlichkeit und Stellung Albert V. ge- 
stellten Erwartungen (c. 83. 105 128. Cont. 8. 205). 

Ferner würde man bei einer Hohenberger Chronik noch 
eine Berücksichtigung der elsässer und schwäbischen Ver- 
hältnisse erwarten; diese sind in der Chronik durch die c. 76. 
102. 111. 125. vertreten. 

Da Graf Hugo auf Seiten der bairischen Herzöge (vgl. 
auch c. 85. 93) focht, ein eifriger Gegner Karl IV. war, so 
würde es Wunder nehmen, wenn in den Aufzeichnungen 
seines Bruders nicht auch c. 100. 110. Cont. 8. 201. 203. 
205 enthalten gewesen wären. 

Endlich können bei der Autorschaft Alberts von Hohen- 
berg auch der noch fehlende geringe Rest von Capiteln und 
die kleineren Nebenbemerkungen mit Leichtigkeit erklärt 
werden. So das Interesse, welches der Chronist c. 62. 88 
für den Dauphin nimmt — Albert von Hohenberg sah ihn 
häufig in Avignon -—-, so die Beachtung der Kämpfe des 
Deutschordens — der Deutschordensmeister Wolfram v. Nellen- 
burg war mehrfach sein Gefährte bei Gesandtschaften, dazu 
sein engerer Landsmann u. d. m. 

Wichtiger noch als dieser Umstand ist die Thatsache, 
dass überall da, wo sich Albert von Hohenberg nachweis- 
lich oder vermutlich in den Jahren 1335 — 1350 aufhielt, 
Spuren davon in der Chronik des Matthias von Neuenburg 
enthalten sind. Zunächst konnte wohl nur ein kaiserlicher 
Gesandter oder ein hochstehender kirchlicher Würdenträger, 
der in des Kaisers Auftrag handelte, so wohl orientiert sein 
über die Prätensionen des französischen Hofs (Matth. Neob. 
c. 55, 19—25), die Ansichten der Cardinäle und die An- 
sprachen der Gesandten, wie sie Matthias ce. 55 berichtet. 

Nachdem dann Albert von Hohenberg vorübergehend 
1336 in seine Heimat zurückgekehrt ist, finden wir ihn 
1338 — 1340 als Gesandten an dem englischen Hof. Dem 
entsprechend treten c. 57. 59 die englischen Angelegenheiten 
in den Vordergrund. Dann aber ist die Chronik wieder be- 
sonders eingehend bei den Verhandlungen der Jahre 1841 — 1343 
(c. 70), ganz entsprechend der diplomatischen Thätigkeit Al- 


berts von Hohenberg während dieser Jahre. 
Strassb, Studien. >» 


— 366 — 


Nehmen wir an, wie schon 8. 362 geschehen, dass Albert 
von Hohenberg im Sept. 1344 in Frankfurt war, so würde 
die beredte Schilderung Matth. Neob. c. 70 motiviert er- 
scheinen. Selbst wenn aber Albert nicht zugegen war, wäre 
doch das besondere Interesse, welches er an diesen Verhand- 
lungen nehmen musste, mehr als erklärlich. Er musste die 
Möglichkeit erwägen, ob er zu seinem Ziele — und das war: 
unter allen Umständen Bischof zu werden — eventuell gegen 
den Willen des Papstes gelangen, oder ob er dieses nur 
durch vollständige Fügsamkeit gegen die Curie erreichen 
könne. Dass die Berichte der Jahre 1346—1350 von einem 
Chronisten herrühren, der wie Albert V. meist in Avignon 
weilte, ist aus mehreren Gründen wahrscheinlich. Man sehe 
namentlich folgende Stellen ein: c. 72, 13 ff. „in cena Domini 
papa“ c. 72, 24 „eisdem diebus Johannes rex Bohemie et 
Karolus marchio Moravie filius eius fuerunt in curia..... 
Antea autem idem Karolus in curia existens“ etc. c. 89 „O 
dure mensis Julü..... quis mortalitatem pestilencie et 
penurie que super Rodano fuerat, presertim in curia Ro- 
mana....enarrabit“! Auch weist wohl c. 126 nach Avignon 
hin. Ferner beziehen sich genauere Datumsangaben auf 
Avignon und Frankreich. Man vergleiche c. 77 „His tem- 
poribus seilicet dominica ante Martini papa in consistorio“. 
c. 117 „Cum autem indietus fuisset dudum conflictus ad 
diem beati Johannis baptiste predicti anni quadragesimi noni“ 
c. 89 „O dure mensis Julii* etc. 

Endlich ist noch als besonders wichtig hervorzuheben, 
dass auch die Continuatio, welche ja grösstenteils von einem 
Strassburger in Strassburg selbst niedergeschrieben ist, vor- 
übergehend wieder Berichte von auswärts bietet, die meist 
spezifisch Hohenberger Nachrichten enthalten, so S. 200, 24— 
202, 16. 203, 10 ff. 203, 28—204, 19. Desgleichen gehört 
hierher der Bericht über Cuno von Falkenstein 205, 27— 
207,25. 208, 18—210, 25, welcher, wie gezeigt, dem Grafen 
von Hohenberg ein besonderes Interesse einflössen musste. 


= 


XI. 


Aus der bisherigen Beweisführung dürfte als sicher der 
Schluss resultieren, dass Matthias von Neuenburg durchweg 
historische Aufzeichnungen, welche ihm Albert von Hohen- 
berg zur Verfügung stellte, seiner Chronik zu Grunde ge- 
legt hat. Ja ich möchte behaupten, da es gerade Aufzeich- 
nungen Alberts von Hohenberg, eines so hohen und gelehrten 
Herrn, waren, so wird Meister Matthias, abgesehen von den 
für die ältere Zeit wünschenswerten Kürzungen, nicht ge- 
rade viel an seiner Vorlage verändert haben. 

Besonders gekennzeichnet sind nur drei Arten seiner 
eigenen literarischen Thätigkeit. Er fügte erstens oft Bezüge 
auf die Gegenwart hinzu,! sodann ordnete er den Stoff, so- 
weit es ging, chronologisch und schob hinweisende oder retro- 
spective Bemerkungen ein,? endlich hat er manche Berichte, 
die ihm allem Anschein nach in deutscher Sprache vorlagen, 
übersetzt. 

Nur zur Begründung dieser letzten Bemerkung möchte 
ich noch Einiges hinzufügen. 

Wenn namentlich der erste Teil der Chronik Hohen- 
berger Familienaufzeichnungen enthielt, so ist es in einer 
Zeit, da die Hohenberger selbst ihre Urkunden in der Regel 
deutsch ausstellten, schon an und für sich wahrscheinlich. 
dass auch die erstern ebenfalls in deutscher Sprache ab- 
gefasst wurden. Nun finden wir bekanntlich in der Chronik 
des Matthias eine Menge von verkehrten Uebertragungen, 
Missverständnissen etc. Wenn auch einige auf Kosten der 
Schreiber gesetzt werden dürfen, so mahnt doch die Ueber- 
einstimmung der sonst so selbständigen Codices A und B, 
diese Erklärung nur subsidiär anzuwenden. 

Es wäre zwar möglich, dass c. 19 im Cod. B die originelle 
Lesart böte: quandocumque ipse in conflictu clamaret „ipsi 


1 Als Beispiele hierfür führe ich an: c. 5, 21. c. 7,23. c. 15, 4. 
17, c. 36 8. 43, 3. ec. 37 8. 47, 23. e. 46, 25. c. 108, 11. e. 62, 19. 23. 
"? c. 41 „Johannam, de qua plura dicentur“ c. 60 „progredior autem 
ad gesta“ etc. c. 61 „quid ex hoc secutum sit reservans regredior ad 
Priora.* 


25* 


— 3685 0 — 


fugiunt* ete. Wahrscheinlicher ist es, dass Cod. A in den 
Worten: „quandocumque ipse in conflictu clamaret in vulgari : 
„sie fliehent, sie fliehent“ etc. das Ursprünglichere getroffen 
'hat. In diesem Falle würden sich also Spuren des deutschen 
Gewandes zeigen. Sicherer ist dieses schon bei dem 
„comes niger“ des c. 37. Der Pisaner Graf Neri oder Ra- 
nieri wird latinisiert aus Negri „niger* getauft. Evident tritt 
es aber zu Tage bei der Umschreibung des Wortes „Reichs- 
insignien® in „die dem Reich gehörenden Kleinode“ c. 39, 
23 8. 197, 11 und bei der böhmischen „Berne“: collecta 
enim inibi imposita que ursus dieitur“ c. 106, gleichsam als 
hätte Karl einen „Bären angebunden“. Desgleichen ce. 70 
„prineipem, quem nominavit Baurum® ... c.16 „rex valde 
aquilum habens nasum“. 

Auf den gleichen Schluss weist der Umstand hin, dass 
dieselben Namen bald in deutscher, bald in lateinischer Forn 
auftreten, so Phürt ce. 11. 59, sonst immer Ferretum. 


AufGrund nun des in dieser Untersuchung dargelegten 
Thatbestandes und unter Berücksichtigung des Umfangs 
der Chronik wie der Beschaffenheit ihrer Teile wird man 
das Verhältniss des Matthias von Neuenburg und des Gıafen 
Albert von Hohenberg in grossen Zügen ungefähr so skizzieren 
dürfen. 

Matthias von Neuenburg war schon gegen Ende der 
dreissiger Jahre persönlich mit dem strassburger Domherrn 
und elsässer Landvogt Albert von Hohenberg bekannt ge- 
. worden.! Diese Bekanntschaft werden beide wohl bei Gelegen- 
heit des kaiserlichen Umzuges 1347/1348 erneut haben und 
hier mag der bischöfliche Vogt dem hohen und gelehrten 
Herrn seine Absicht mitgeteilt haben, dass er eine Biogra- 
phie seines Bischofs zu schreiben gedenke. 

Sei es nun, dass Albert von Hohenberg damals darauf 
hingewiesen hat, dass manches schätzbare Material zur Ge- 


ı Wahrscheinlich waren beide auch Gutsnachbarn im Albrechts- 
thal; dort besass Matthias die Veste Behemstein (Leupold a. a. O. S.118). 
die Hohenberger aber hatten damals wohl noch Teile ihrer früherep 
Besitzungen am Ungersberg s. Schmid I. 600. 


— 369 — 


schichte „de progenie Bertholdi“ in seinen Familienaufzeich- 
nungen enthalten, sei es, dass er den Wunsch hegte, dieselben 
möchten weiteren Kreisen zugänglich werden, kurz Albert 
hat später dem Matthias nicht nur eine Abschrift! einzelner 
Teile seiner Familienchronik, sondern auch noch seine eigenen 
Erinnerungen und Aufzeichnungen aus der Zeit des kaiser- 
lich-päpstlichen Conflicts zur Verfügung gestellt. 

Im Jahre 1351 beim Zuge gegen Zürich wird er dann 
wieder mit Matthias zusammengetroffen sein? und ihm da- 
mals den Rest der chronikalischen Notizen sowie noch später 
einige Berichte für den Stoff der Continuatio mitgeteilt 
haben. 

Matthias von Neuenburg hat dann diese historischen 
Notizen zum Teil nach seinen eigenen Gesichtspunkten 
chronologisch geordnet, im Uebrigen sie aber möglichst intakt 
gelassen. Manche Abschnitte hat er zugleich für seine Vita 
verwertet,3 und andrerseits cc. 66—70 in. 114—116. 118. 
132 aus der Vita in die Chronik herübergenommen. 

Um schliesslich das Versehen Nauclers zu erklären, 
dürfte man annehmen, dass Jacob von Mainz eine Abschrift 
dieser Chronik des Matthias seinen weiteren historischen Auf- 
zeichnungen hinzugefügt hat. Jedenfalls ist Cod. A. Abschrift 
einer Speyrer Handschrift. 


XII. 


Nur kurz möchte ich noch die Umstände erörtern, welche 
dazu beigetragen haben, dass das Incognito des eigentlichen 
Verfassers so streng bewahrt bleiben konnte. 

Zunächst war es damals nicht gerade häufig die Art 
hoher Herrn, mit historischen Arbeiten an die Oeffentlichkeit 





! Auf diese Weise glaube ich am besten die manchen Verkehrt- 
heiten und Lücken in Matthias Arbeiten erklären zu können. 

2 8.201 „de auxilio basyliensis et argentinensis episcopo0- 
rum et civitatum, item friburgensium, bernensium, de Wurtemberg, 
comitum de hohenberg et aliorum multorum“. 

3 Es sind dies die Capitel, in welchen Chronik und Vita aus 
gleicher Quelle geflossen zu sein scheinen, v. Berth. S. 221—-223 in. 
8. 228, 4—12 eto. 


- 30 — 


zu treten. Ferner waren Alberts Aufzeichnungen für die 
verschiedensten Epochen der Geschichte höchst ungleichartig: 
anfangs Sagen und Anekdoten, dann kurze Zeit (1308—1313) 
sehr genau, kürzer für das nächste Jahrzehnt und schliesslich 
bis 1335 beinahe versiegend. Selbst aber die Memoiren und 
Notizen Alberts aus den letzten 15 Jahren waren etwa nur für 
die letzten 4 Jahre gleichzeitig niedergeschrieben und genügten 
kaum den Anforderungen, welche Albert von Hohenberg an 
sich selbst gestellt haben wird. 

Dazu kam noch ein andres Moment. Albert von Hohen- 
berg muss unter den schwierigen Verhältnissen, die er bis 
zur Erhebung auf den Freisinger Bischofsstuhl durchkämpfte, 
aber auch noch später unter allen Umständen zu vermeiden 
gesucht haben, die noch lebenden historischen Persönlich- 
keiten oder indirekt deren Verwandte durch seine Geschichts- 
darstellung voll subjectiver Ausfälle zu reizen. 

Wenn er sich z. B. eben vor dem Papst Clemens VI. 
gebeugt und seine Gunst zu gewinnen gesucht hatte, durfte 
er schwerlich eine Chronik unter seinem Namen herausgeben,! 
welche die Worte (c. 70) enthielt: „hic ab antecessoris sui 
moribus distans mulierum honoris et potencie cupidus ac suo- 
rum avidus promotor ac se ipsum et curiam de symonia 
diffamans ipse Francus Franco ferventer adhesit.“ 

lIatte Albert von Hohenberg also mehr als einen Grund, 
bei einer Zeitgeschichte nicht mit seinem Namen hervorzu- 
treten, so lässt sich doch andrerseits vermuten, dass ihm 
eine anonyme Veröffentlichung seiner Denkwürdigkeiten nicht 
unlieb gewesen sein mag. Denn die Darstellung der letzten 
Irrwege der Politik Ludwigs des Bayern, die Charakteristik 
der unwürdigen Haltung seiner Söhne gegen Günther von 
Schwarzburg, die Schilderung des verächtlich erscheinenden 
Auftretens Karl IV. schloss zugleich eine Rechtfertigung, 
wenigstens eine Beschönigung seiner eigenen Unterwerfung 
und Demütigung vor dem Papste in sich. 

Aber so sehr er auch für seine Zeit als Publieist unbe- 


1 Darin liegt auch der Schlüssel zur Erklärung des Umstandes, 
dass die Person Graf Alberts ganz zurücktritt. 


— 31 — 


kannt zu bleiben wünschte, ganz incognito ist er nicht ge- 
blieben. Denn, wie ich jetzt zu zeigen hoffe, ist sein 
Name in der That durch einen der ÜCodices überliefert 
worden. 

Um kurz zu sein: Albert von Hohenberg, der bis 1349 
canonicus Argentinensis war, ist niemand anders als 
der von Cuspinian auf Grund einer jetzt verlorenen Hand- 
schrift als Chronist bezeichnete Magister Albertus Ar- 
gentinensis. 

Es erübrigt dieser, wie ich denke, einfachen and evidenten 
Conjektur nur noch eine Erklärung des Umstandes hinzuzu- 
fügen, wie der Name des Verfassers, der im Dunkel bleiben 
wollte, trotz alledem und gerade dem Cuspinian allein be- 
kannt werden konnte. Ich hoffe, dass auch eine hierüber 
aufgestellte Vermutung Billigung finden werde; doch hebe 
ich von vornherein hervor, dass es eben nur eine Ver- 
mutung ist. 

Bekanntlich ist Cuspinian der einzige, welcher den Ex- 
curs über die Habsburger und Hohenberger bringt. Dieser 
ist, wie oben 8 IX gezeigt worden ist, mit der Chronik dem- 
selben Original entnommen, kann aber schon deshalb nicht 
ein integrierender Teil der Chronik gewesen sein. Wahr- 
scheinlich ist er ein Excerpt, das Matthias nach Alberts Me- 
moiren in den fünfziger Jahren des 14. Jahrhunderts gemacht 
hat, das aber nur zufällig zwischen die Blätter der eigent- 
lichen Chronik gelangt ist. 

Wer, wie Cuspinian, das Excerpt vorfand, musste — wenn 
dasselbe einen Autor nannte — etwa die Aufschrift finden: 
„Magistri Alberti can. Argentinensis chronici fragmentum.* 
Darf es uns da Wunder nehmen, wenn er: „Magistri Alberti 
Argentinensis chronici fragmentum“ an die Spitze der ganzen 
Chronik setzte, zumal sein Codex den Namen des Matthias 
nicht genannt hatte? 

Dass die Aufschrift unter diesen Umständen in allen 
andern Codices fehlen musste resp. durch den Namen des 
Ueberarbeiters Matthias von Neuenburg verdrängt wurde, er- 
scheint selbstverständlich, 


— 372 — 


XI. 


Nicht der Wunsch, durch einige Nebengründe die 
Stichhaltigkeit der bisher vorgebrachten Argumente zu ver- 
mehren. sondern die Thatsache, dass eine Reihe auffälliger 
Eigentümlichkeiten der Chronik grade durch die Autor- 
schaft des Grafen Albert von Hohenberg erst ihre wirkliche 
Erklärung findet, veranlasst mich zum Schluss noch einige 
Nachträge dem Resultate hinzuzufügen. 

Zunächst passen die beiden Bemerkungen in erster 
Person c. 55 8. 81, 13 und c. 57 8. 90, 11—19, von denen 
namentlich die zweite bald auf einen Strassburger, ! bald auf 
einen kaiserlichen Gesandten? bezogen wird, besonders gut 
für einen Mann, der wie Albert von Hohenberg zugleich 
canonicus Argentinensis und kaiserlicher Kanzler war. 

Sodann deuten mehrere Capitel darauf hin, dass der 
Autor sich dauernd mit canonischem Rechte beschäftigt hat, 
so namentlich c. 34 u. 40. 

Schon deswegen wäre in dem Chronisten ein doctor 
decretorum zu suchen gewesen. Wer aber anders als Albert 
von Hohenberg, einst eine Zierde der Pariser Canonisten, 
hätte sich über einen von ihm im Uebrigen besonders ver- 
ehrten Papst (Benedict XII.) das Urteil erlaubt: theologo- 
rum summus, set nullus in jure (ce. 54)? 

Ferner nur bei der Autorschaft des Albert von Hohen- 
berg, welcher von 1345 bis 1349 sich als erwählten Bischof 
von Würzburg (z. B. Mon. Hoh. nr. 475) bezeichnet, ohne 
dass er selbst oder irgend ein anderer wirksame Schritte ge- 
than hätte, um das Bistum zu erlangen, ist der Ausdruck c. 95: 
„duo quoque fratres de Hohenloch, unus Babenbergensis epis- 
copus, alter Herbipolensem tenens episcopatum 
contra Albertum de Hohenberg sedis apostolice 
provisum“ etc. erklärlich. 

Endlich ist die einzige Urkunde, welche die Chronik in 
extenso mittheilt (c. 97) noch in identischem Wortlaut an 


nn. 


1 Vgl. Huber in Böhmers Font. IV p. XXXI 
®2 Mein Progr. 8. 19. Leupold a. a. 0. S. 113 A. 1. 


— 373 — 


den Freisinger Bischof Albert von Hohenberg vom 
Jahre 1351 erbalten! und wahrscheinlich also durch ihn 
selbst in die Geschichtsdarstellung des Jahres 1347 hinein- 
gelangt. 

Auch diese Schlussbemerkungen zeigen demnach evident, 
welcher Wert meiner Hypothese innewohnt, die ungezwungen 
die Entstehung der Chronik im Grossen wie die Eigentüm- 
lichkeit ihrer Teile und Details zu erklären vermag. Ich 
hoffe desshalb, dass ihr die kritische Billigung nicht fehlen 
und dass das Resultat dieser Untersuchung nicht als schätz- 
barer Versuch bei Seite gelegt, sondern als wirklicher Ge- 
winn betrachtet werden möge: die Memoiren Alberts 
von Hohenberg als Grundlage der Chronik des 
Matthias von Neuenburg. 


1 Deutinger Beiträge zur Geschichte des Bistums Freising II, 76. 


Zabern ı. Elsass. 


Wilhelm Soltau. 


WOLFHART SPANGENBERG. 


“Wolfhart Spangenberg, Sohn des Cyriacus Spangen- 
berg, Enkel Johannes aus der Grafschaft Mansfeld, nannte 
sich (in Nachahmung Fischarts) Lycosthenes Psellionoros 
Andropediacus. Er war mit seinem Vater nach Strassburg 
gekommen, wo er Bürger war und ein bürgerliches Gewerbe 
betrieben zu haben scheint. Die näheren Lebensumstände 
sind mir nicht bekannt. Das M. vor seinem Namen scheint 
nicht Magister, sondern einen zweiten Vornamen (Martin) zu 
bezeichnen, wie aus dem Ganskönig und den Fangbriefen 
(doch nicht mit Sicherheit) zu schliessen ist. Goedeke Grund- 
riss 8. 418. 

Dazu kann ich nicht Vieles, aber Einiges ergänzend und 
berichtigend fügen. 

Das M. vor Wolfhart Spangenbergs Namen bedeutet 
allerdings Magister und er wird daher wol schwerlich ein 
bürgerliches Gewerbe betrieben haben. 

Schadaeus Summum Argentor. Templ, (Strassburg 1617) 
theilt 8. 27—32 den Lobspruch M. Wolfhart Spangenbergs 
auf die Münsterorgel mit. Das M. ist lateinisch gedruckt 
mitten in sonstiger Fracturschrift. 

Cyriacus Spangenberg selbst schreibt am 4. September 
1591 an seinen Vetter Jacob Eckhart in Nordhausen (bei 
Leuckfeld Historia Spangenbergensis, Quedlinburg und Aschers- 
leben 1712, 8. 75): Der sechste mein Sohn Wolfhardt, so 
ums neue Jahr zu Tübingen Magister worden, enthält sich 


_ 35 — 


noch allda, verstehet so viel, dass ihm daselbst eine gute 
Heyrath benebst einen Dienst an der hohen Schule vor- 
stehet. 

Dies wird zum Ueberfluss bestätigt durch Joh. Nic. 
Stoll, Sammlung aller Magister-Promotionen, welche zu Tü- 
bingen von Anno 1477--1755 geschehen (Stuttgart 1756): 
‘Anno Domini 1591. d. 0. Febr. M. Erhardo Cellio, primum 
Decano, Magisterii titulo ornati sunt:... Als der Vierzehnte 
wird genannt: ‘'M. Wolfartus Spangenberger, Mansfeld. 

Das früheste sichere Datum für Wolfharts Leben würde 
sich ergeben, wenn wir wüssten wann der 79. Tauftag der 
Gräfin Dorothea zu Mannsfeld war, den er als Knabe schon 
besang. 

Er ist nach seiner eigenen Angabe zu Mannsfeld ge- 
boren (Andropediacus). Wir dürfen sagen: um 1570. Jeden- 
falls vor 1575, denn in diesem Jahre muss der Vater Cyria- 
cus seines Flacianismus wegen aus Mannsfeld fort; und wahr- 
scheinlich auch vor 1570, wenn jener kindische Jugenddicht- 
versuch an die Gräfin Dorothea noch in die Mannsfeldische 
Zeit fällt. 

Allerdings blieb der Vater und mit ihm wol die Familie 
noch bis 1577 in der Mannsfeldischen Gegend; er bekam 
vom Grafen Volrath zu Mannsfeld, der seine Ansichten theilte, 
jährlich 208 Thaler. Aber nach einem Colloguium mit dem 
Würtembergischen Theologen Jacob Andreä zu Sangerhausen 
am 9. September 1577, mussten beide, Cyriacus und Volrath, 
zum Jaande hinaus und wendeten sich nach Strassburg, wo 
Volrath 1578 starb. 

Nachdem Spangenberg der Vater eine Zeit lang in 
Strassburg gewesen, kam er als Prediger ins Buchau nach 
Schlitzsee (Schlitz in Oberhessen), wo er noch 1590 war. 
Hierauf wirkte er in Vacha (Niederhessen) und zog dann 
wieder nach Strassburg, wo ihn der Canonicus Graf Ernst 
von Mannsfeld, jenes Grafen Volraths Brudersohn, sehr 
gnädig aufnahm. Er starb daselbst am 10. Februar 1604 im 
76. Jahre seines Alters. 

Jedenfalls war er 1595 schon in Strassburg, da er in 
diesem Jahre der Gesellschaft der Meistersänger beitrat. Und 


— 3716 — 


vom Jahre 1599 an können wir auch seinen Sohn Wolfhart 
dort nachweisen. 

Im Jahre 1590 war derselbe in der Grafschaft Manns- 
feld (Lustg. S. 268): vielleicht nur zum Besuch bei seinem 
Bruder Ludwig, einem Bäcker, der sich zu Mannsfeld verehe- 
licht hatte (Cyriacus bei Leuckfeld 8. 75). 

Am 10. Februar 1591 also wurde er zu Tübingen Ma- 
gister und hielt sich im September noch dort auf. Ob sich 
die Aussichten auf Heirat und Anstellung verwirklichten, die 
er nach Angabe des Vaters hatte, müssen wir dahin gestellt 
sein lassen. Jedenfalls hätte er seine Frau dann früh ver- 
loren. 

Dass er 1599 in Strassburg war, ergibt sein eigener 
Bericht im Lustgarten S. 132: 'Ebener massen hab Ich selb- 
sten auch Anno 1599. gleicher gestalt solcher zwo Trauben zu 
Strassburg, in des Wolgebornen Herrn Graven von Mansfeld 
etc., damals Capitularen selben Stiffts, Behausung gesehen, 
welche Ihr Gn. auch, zu besonderem Wunder von der Eyfel 
vberschickt worden. 

Im Jahre 1601 auf den heiligen Neujahrstag wurde 
Wolfhart Spangenberg von Mansfeld Bürger zu Strassburg 
in die ehrsame Gesellschaft der Meistersinger aufgenommen. 
In den Jahren 1604, 1605, 1608 und 1611 sass er im Ge- 
merk.! 

An Familiennachrichten hat Erich Schmidt auf dem 
Strassburger Stadtarchiv die folgenden aus den Pfarrbüchern 
von Jung St. Peter aufgefunden. 

1600, Dominica Cantate 20. April’ steht verzeichnet: 
‘M. Wolfart Spangenberg H. M. Cyriaci Spangenbergs Son. 
Judith Gorg Gaven [Gewen ?] des einspennigers hinderlassene 
Wittwe. Eingesegnet Dienstag den 29. Aprilis‘. 

Am 18. März des folgenden Jahres wird dann sein 
erstes Kind getauft, es soll Judith heissen. Pathen waren 
‘Johan Beugter [Bercher? die Schrift ist durchweg sehr un- 


1 Lobstein Beiträge zur Geschichte der Musik im Elsass (Strass- 
burg 1840) 8. 11. Wenn Lobstein angibt “Wolfart (sonst auch Wolff- 
gang)’ so weiss ich nicht worauf sich das gründet. 


— 37 — 


deutlich] der Wirt zum Geist; Margarethe H. Jacob Rot 
fraw; Otilia H. Martin Breuning fraw”. 

Am 23. Januar 1603 wird das zweite Kind getauft, 
dessen Name fehlt. Pathen sind: ‘*H. Friderich Jung; 
F. Anna H.D. Philippi Glaseri Witwe; J, [d.i. Jungfer, der 
Name fehlt] H. Lazari Zezners Tochter". 

Am 5. Mai 1605 wird eine Tochter Blandina getauft. 
Pathen sind: ‘Johan Carolus der Buchtrucker;; Otilia H. Martin 
Breuningi fraw; H. Friderich Jung Tochter‘. 

Endlich am 28. Juni 1608 ein Sohn Franz. Pathen 
sind: Franz Beuring schafner im Laandsperger hof; Conrad 
Dilger; Elisabeth Gerlachin, Theodosij Kihnlen des Jüngern 
Fraw. 

Heiraten der Kinder weist das Copulationsregister des 
17. Jahrhunderts nicht auf. Einmal findet sich Spangenberg 
selbst als Pathe: 21. Januar 1601. Der Vater ist Jorg Bausch 
ein schreiner', die Mutter heisst Elisabeth, das Kind Eras- 
mus; die Pathen sind: Friderich von Gottesheim; Wo.fart 
Spangenberg; Margareta Franz Beurings des schafners im 
Jaandsperger hof auf dem rossmarckt F. 

Diese Daten stimmen zu anderen. welche die Anbind- 
briefe, Gelegenheitsgedichte Spangenbergs, an die Hand geben. 


Die vorstehenden Bemerkungen habe ich vor Jahren 
als den Anfang einer Monographie über Wolfhart Spangen- 
berg niedergeschrieben, die ich herauszugeben noch vorhabe, 
falls mir andere etwas über ihn zu sagen übrig lassen. Diese 
Notizen jetzt hier drucken zu lassen, veranlasst mich ein 
kleiner Aufsatz von Herrn Gustav Bossert in Schnorrs Archiv 
11, 319, worin neue Mittheilungen aus Spangenbergs späterer 
Lebenszeit gemacht und weitere in Aussicht gestellt werden. 
Darnach war er in Strassburg ‘Druckereien-Corrector', wurde 
1611 Pfarrer zu Buchenbach und war 1637 noch am Leben. 
Ist die letztere Angabe richtig, so kann die Nachricht im 
Eselkönig (1625), die auch sonst Schwierigkeiten hat, wo- 
nach er die Collectanea, Disposition vn aussführliche entwerf- 
fung’ dieses Werkes (so allbereit Anno 1608 auffs Papier ge- 


— 378 — 


bracht gewesen) hinderlassen' nicht besagen wollen, dass er 
die genannten Materialien nach seinem Tode hinterlassen, 
sondern nur dass er sie abreisend oder wegziehend zurück- 
gelassen oder dass er sie dem Verfasser überlassen. Doch weiss 
ich nicht, ob das Wort ‘hinterlassen’ in der Bedeutung ‘über- 
lassen’ sonst vorkommt; und es wäre auch möglich, dass der 
Verfasser des Ganskönigs, der 1621 (oder 1623, wenn man 
die zweite Ausgabe der Anbindbriefe mitrechnet) zum letzten 
Mal unter seinem griechischen Pseudonym hervortrat, jetzt 
als todt behandelt werden sollte. Dass Adolph Rose von 
Creutzheim, wie sich der Autor des Eselkönigs nennt, ein 
Pseudonym sei, wurde wohl schon von andern bemerkt. Ob 
nicht Spangenberg selbst sich dahinter verberge, darf minde- 
stens gefragt werden. 

Die Daten aus den Anbindbriefen mitzutheilen, verspare 
ich bis mir die erste Ausgabe derselben zugänglich geworden 
sein wird. Ueber Spangenbergs Verhältnis zur metrischen 
Reform vgl. Anzeiger für deutsches Alterthum 1. 195 f. 


Berlin, 3. Mai 1882. 


Wilhelm Scherer. 


NACHTRAG ZU DEN ORTSBESTIMMUNGEN IN DEN 
WEISSENBURGER URKUNDEN. 


(88. 114 £). 


Die „Litterarische Beilage zur Gemeindezeitung für 
Elsass-Lothringen“ enthält in Nr. 27 und 31, Jahrg. 1882 
eine 8. (Dr. Schricker) unterzeichnete Abhandlung .,‚Die 
ältesten Ortsnamen im Unter-Elsass nach den Traditiones 
Possessionesque Wizanburgenses“, die Urkunden 1-—. 150 
umfassend. — Folgende von den unsrigen abweichende 
Deutungen mögen daraus hervorgehoben werden: Aginoni- 
uilla, Hegeney, Ct. Wörth; Batenando uilla, Batanesheim, 
Ober- und Nieder-Betschdorf; Berganesuuilare, nicht mehr 
vorhandener Ort, der bei Preuschdorf gelegen war; Uaz- 
felda, Ort zwischen Olwisheim und Berstett, vielleicht das 
zwischen beiden nordwestlich gelegene Mittel - Schäffols- 
heim; Chatenheime, Quatzenheim, Ct. Truchtersheim; Chro- 
doldesuuilare, Rosenweiler, Ct. Rosheim; Ediningom, Etten- 
dorf; Heconheim, Hägen bei Maursmünster; Lithaime 
marca, Hlidhamomarcu, Leutenheim, Ct. Bischweiler; Lonen- 
buah, Laubach, Ct. Wörth; Magesstet, Mägstub, Localität 
zwischen Zinsel und Moder; Monte Cottane, Monsweiler; 
Muzzihhesdorph, Mutzenhausen, Ct. Hochfelden; Unninheim, 
Ohnheim bei Fegersheim; Aunulfouilare, Olwisheim; Otting- 
haim, Uttenheim, Kr. Erstein; Papanhaime, Pfaffenhofen ; 
Patenhaime, Pfettisheim, Ct. Truchtersheim; Semheim, nicht 
mehr vorhanden, in der Nähe von Gries; Senppestat, scheint 
identisch zu sein mit Simpten der „Praefectura Lemberg“, 


— 350 — 


Als. ill. Il 234; Fasenburgo, Wasenburg bei Niederbronn, Wald- 
name; Uuldromodihaime, entweder ein eingegangener Ort in der 
Nähe des Hagenauer Forstes oder Wolmersheim bei Landau 
in der bairischen Rheinpfalz. ‚Ferner sind im Elsassgau ge- 
nannt die zwei jetzt auf dem rechten Rheinufer liegenden 
Orte Plitharesdorpfe = Plittersdorf, und Uuinidharesdorf — 
Wintersdorf. Diese beiden Orte scheinen somit gleich Alt- 
Breisach durch Veränderungen des Rheinlaufs noch in histo- 
rischer Zeit auf das rechte Ufer gekommen zu sein.“ 

Die Erscheinung, dass in unsern Ortsnamen die En- 
dungen ‚‚dorf, hausen, heim, weiler‘“ häufig in einander über- 
gehen, und dass bald die eine, bald die andere in der gleichen 
Ortsbezeichnung gebraucht wird, erklärt sich einmal daraus, 
dass jene Wörter durchaus als Appellativa, und zwar als 
ziemlich synonyme, gefühlt wurden; ferner konnte bei diesen 
noch jungen und kleinen, zumeist nur aus einem Hofe be- 
stehenden Ansiedelungen die Benennung noch gar nicht in 
der Art als Compositum feststehen wie heut zu Tage. Das 
zeigt sich ganz besonders in ihren lateinischen Fassungen wie 
Batenandouilla, Gerlaicouillare, Macchoneuillare, die ganz 
und gar uneigentliche Zusammensetzungen sind. 


Basel. 


Adolf Soein. 


GRITIC. 


Vielfach, zuletzt von A. Birlinger in seiner Alemannia X 
(1882) S. 166 ist die alte Inschrift am Weisenturmtor zu 
Strassburg behandelt worden. Sie lautete: 

Gottes barmhertzikeit 
Der paffen yrytikeit 
Vnd der bauren bosheit 
Durchgründet niemansz 
Vf minen eit. 1412. 

In einer jüngeren Fassung des Spruches, welchen man 
mit Unrecht Seb. Brant zuschrieb, ist grytekeit ersetzt durch 
geitzigkait. Die Bedeutung des Wortes ist damit richtig 
wiedergegeben, wenn man Geiz im alten Sinne als ‘Habsucht, 
Gier’ versteht. Abgeleitet aber ist gritekeit von gritec und 
dies von grit st. m. 'Habsucht, Gier’; auch Herschsucht‘. 

Das Wort mit seiner Sippe ist innerhalb des Hoch“ 
deutschen auf das Elsass beschränkt, ja sogar auf Strassburg 
und dessen nähere Umgebung. Wo es sonst in mhd. Quellen 
begegnet, darf man auf einen elsässischen Schreiber schliessen. 

So in Freidank (Ausg. von W. Grimm) 29, 3, wo die 
Hs. B grit bietet, 28, 9. 29, 10 gritikeit BN. (N gehörte 
Schöpflin.. In Flecks Flore 4822, wo beide Hoss. gritiger 
haben. In Konrads Silvester 3877 daz wir durch kraft üf 
erden gritic solten sin, 3862 ouch wart er (Jesus) mit der 
gritecheit dar näch versuochet al ze stunt, dö z’im der leide 
hellehunt sprach, er solt in beten an, ob er ein gewaltic man 
wolt aller riche werden. 

Im 14. Jahrh. häufen sich die Beispiele. Ruolman 
Merswin gebraucht oft grit, grittig (z. B. 8. 127 in Schmidts 


Straseb. Studien, 96 


-- 382 — 


Ausg. der Neun Felsen), gritikeit. Ebenso in den Schriften 
des Gottesfreundes (Nicolaus von Basel, hg. von Schmidt 
191) irre hoffertigen gritigen meinungen. Der geistliche Streit, 
aus einer Strassburger Hs. hg. von Graff, Diutisca 1, 295 
Die dirte heisset gritekeit. Königshofen hat häufig grit, gritig, 
gritekeit: s. Lexers Glossar zu Hegels Ausgabe. 

Dem 15. Jahrh. gehören folgende Zeugnisse an: Predigt- 
märlein (hg. von Pfeiffer Germ. 3, 434) in grites wise. Boners 
Edelstein in der ehemaligen Strassburger Hs. G (nach Pfeiffers 
System) hat nach der Ausgabe von Scherz in der 5. Fabel 
(bei Pfeiffer n. IX) 20. 29 u. s. w. grittekeit. Elsässisch ist 
auch die Glossensammlung in Mones Anz. 1836 sp. 234 fg. 
worin ambitiosus eyn griliger. 

Noch in Geilers Postille kommt gritig, grit vor: 8. 
Frisch Wb. 

Aber Brant hat geitikeit, Murner und Pauli geitig, erstere 
beiden wohl in Anlehnung an das gemeine Deutsch. 

Erst die heutige Mundart bestätigt uns den Fortbestand 
des Wortes. In Arnolds Pfingstmontag III 4, in Mehlbrüej's 
Nasenphysiognomie kommt gryddi im Reim auf nydı vor. 
August Stöber, Das versunkene Kloster zu Rheinau singt: 
D’r Rhinstrom wild un zorni Hets kloster ball umringt, In 
sine diefe Rache Er’s griddi "nunder schlingt. Daniel Hirtz, 
Sonntags um 12 Uhr: wie wirft der Handwerksburscht Us 
koschber Esse gryti syni aue! Der liebenswürdige Dichter 
versichert mich durch seine Aussprache des Wortes über die 
Länge des © und die Tonlosigkeit des t-lautes und bemerkt, 
dass gegenwärtig die Bedeutung durchaus auf das leibliche 
Begehren, auf den Hunger und Durst beschränkt ist. 

Auch heute also ist das Wort in Strassburg, bei Hagenau, 
bei Zabern wohl bekannt, und wird insbesondere vom gierigen 
Essen, auch vom Fressen der Hunde gebraucht. Dagegen 
ist es unbekannt in der Pfalz (Landau). Ebenso jenseits des 
Rheins. Auch im südlichen Elsass, im Münsterthal kennt 
man es nicht. Seiler in seinem Wb. der Baseler Mundart 
kennt nur gitt, gittig. Bezüglich der übrigen Schweizer Mund- 
arten teilt mir Hr. Prof. L. Tobler aus Zürich gütigst mit, 
dass er aus den Sammlungen für das Wörterbuch der 





— 383 — 


schweizerdeutschen Sprache nur gridig 'gierig' als in der Stadt 
Zürich einst üblich gewesen nachweisen könne. Dies Vor- 
kommen darf wohl auf den Verkehr mit Strassburg zurück- 
geführt werden, wie denn noch jetzt einzelne Berner das 
Wort keunen, nicht aber das Volk im Canton Bern. 

Den Stamm des Wortes hat schon Frisch richtig er- 
kannt. Er begegnet uns im got. gredags 'hungrig‘, gredus 
‘Hunger, in altnordisch gräduyr, altenglisch gredig, altsächs. 
grädag, althochdeutsch grätag ‘inhians'. Noch jetzt englisch 
greedy, holl. graag, letzteres im Sinne von 'eifrig. gern. Ver- 
wandt ist mhd. gör, begern. 

Seinen i-Laut verdankt grit vermutlich der Anlehnung 
an mhd. git, unser Geiz. 

Dagegen gehört niederländisch gretig trotz der überein- 
stimmenden Bedeutung begierig’ vielmehr zu got. gretan 
‘weinen mhd. gräzen ‘schreien’; womit doch wohl mhd. graz 
leidenschaftlich, unser grass, grässlich verwandt ist. 


E. M. 


LITTERARHISTORISCHE NOTIZEN. 


1. Die Universitäts- und Landesbibliothek zu Strassburg 
erwarb vor einiger Zeit eine Pergamenths., welche den Nekrolog 
des Johanniterklosters zum grünen Wörd enthält. Ausser den 
Todestagen des Stifters Rulmann Merswin (18. Juli 1382), 
seiner Gattin Gertrud von Butenheim (6. Dec. Jahr?) sind 
von denen anderer Klosterangehöriger hervorzuheben: 3. April 
frater Nicolaus de Loefen primus conventualis hujus domus 
anno domini MCCCCI; und 31. März frater Heinricus 
Louffenberg conventualis hujus domus anno domini: MÜCCCLX. 
Des letztgenannten Lieder, bekanntlich in formeller Beziehung 
sehr merkwürdig, werden mit seinem jetzt allein noch hand- 
schriftlich erhaltenen Regimen sanitatis in den Els. Litt.- 
Denkmiälern herausgegeben werden. 


2. Von den 8.99 angeführten zwei Urkunden, welche 
den Namen des Meister Hesse, des Schreibers von Strassburg, 
enthalten, ist die zweite bereits von C. Schmidt (Ist Gottfried 
von Strassburg — der Dichter --- Strassburger Stadtschreiber 
gewesen? 9.8) angezogen worden: Schmidt findet Hesse, wie 
schon Pfeiffer, in den elsässischen Predigtmärlein Germ. 3, 422, 
wo eine Geschichte von Besessenen mit den Worten eingeleitet 
wird ‘her Hesse der schriber sach es und seite es ouch. Die 
Geschichte soll zu Rodenesheim‘ geschehen sein d. h. zu Ros- 
heim. Dort ist vom 14. Jahrh. ab ein Geschlecht der Hesse 
nachweisbar, welches 1587 ausstarb: Schöpflin Als. III. 649. 
Dass der Freund Rudolfs von Ems dem Verfasser der Predigt- 
märlein eine directe Mittheilung gemacht haben könnte, ist 
undenkbar, da diese erst im 14. oder 15. Jahrh. abgefasst sind. 


3. Das Liebeslied 8. 100 hat schon Bethmann abdrucken 
lassen: Zs. f. deutsch. Alterthum 5, 418. Danach ist Str. 1 
V. 7 zu lesen geaigent dir, und 2, 2 mir. 

EM, 


VERZEICHNIS 
DER IN DEN JAHREN 1870--1882 ERSCHIENENEN 
LITTERATUR ÜBER DAS ELSASS. 


Unserer Ankündigung gemäss een wir im Folgenden 
die über das Elsass, insbesondere seine Geschichte, seit 1870 
erschienenen Schriften zusammen. Selbstverständlich war hier- 
bei eine absolute Vollständigkeit nicht zu erreichen; wir 
sind zufrieden, wenn unsere Zusammenstellung alles für die 
Forschung Nötige und Wichtige enthält. Für geringfügige 
Ungleichmässigkeiten bitten wir um Nachsicht, ebenso für die 
Ungenauigkeit, welche die hier und da notwendige Benutzung 
. von antiquarischen Catalogen mit sich brachte. Aufsätze, 
welche in den unter Abt. I angeführten Zeitschriften stehn, 
sind in der Regel nicht besonders aufgeführt. Wenn wir in 
der Folge nur über kleinere Zeiträume Uebersichten zu geben 
haben, gedenken wir auch in dieser Beziehung mehr auf das 
Einzelne einzugehn und die wichtigeren Erscheinungen kritisch 
zu besprechen. Noch statten wir der Verwaltung der kaiser- 
lichen Universitäts- und Landesbibliothek unseren besonderen 
Dank dafür ab, dass sie uns erlaubte ihren Zettelcatalog zu 
benutzen, was unsere Arbeit wesentlich erleichtert hat. 


Strassburg, im Januar 1883. 


E, M, Luz W, W, 


II. 


11. 


IV. 


IVa. 


ÜBERSICHT. 


. Zeitschriften und Sammelwerke. A) Bücherverzeichnisse 


1—9. B) Zeitschriften: a) amtliche 10-—18, b) religiöse 19-31, 
c) juristische 32—34, d) medicinische 35 —38, e) landwirthschaft- 
liche 39—46, f) pädagogische 47—52, g) historische und natur- 
wissenschaftliche 53—68, h) unterhaltende 69—76. C) Zeitungen 
177-123. D) Kalender 124-153. 

Biographien der Zeitgenossen: a) allgemeine 154—160. 
b) Einzelner 161—239. 

Landeskunde. A) Allgemeine Geographie des Landes 240—266. 
B) Geographische Hilfswissenschaften : a) Allgemeines 267—292, 
b) Specielles 293-306. C) Reiselitteratur 306—329 D) Topo- 
graphie 330-354. E) Volkswirthschaft und Statistik 355-395. 
F) Karten: a) allgemeine 396—416, b) specielle 447—451. G) Pläne 
452—466. H) Panoramen und Ansichten 467-472. 
Geschichte: A) Quellen u. Historiographie 473—531. B) Bio- 
graphien 532 - 560. C) Landesgeschichte: a) allgemeine 561-588, 


‘b) monographische: 1) Altertum und Mittelalter 589-600, 2) Re- 


formation u. 30jähriger Krieg 601—610, 3) französische Annexion 
und Revolution 611—635. D) Ortsgeschichte 636—710. E) Histo- 
rische Hilfswissenschaften 711—127. 

Kriegsgeschichte 1870—71. A) Allgemeines 728 — 735. 
B) Schlachten u. Gefechte 736-744. C) Belagerungen 745-802. 


. Politik. A) Deutsche Schriften: a) benannte 803—842, b) un- 


benannte 843—881. B) Französische Schriften: a) benannte 882 
— 965, b) unbenannte 966—993. 


VI Recht, Verfassung u. Verwaltung. A) Rechts- und Ver- 


vo. 


fassungsgeschichte im Mittelalter und der Neuzeit 994 — 1017. 
B) Recht, Verwaltung u. Verfassung der Gegenwart: a) Sammel- 
werke, Gesetze, Verordnungen, Commentare etc. 1018—1068, b) 
Monographien: 1) Recht 1069—1083, 2) Verwaltung 1084—1123. 
Kirchengeschichte. A) Allgemeine 1124—1129. B) Klöster 
und Stiftungen 11:0—1144. C) Reformationszeit 1145—1171. D) 
Neuere und neueste Zeit 1172—1200. E) Verschiedenes 1201— 1208. 


— 3870 — 


VIH.Culturgeschichte und materielle Alterthümer. a) All- 


IX. 


XI. 


XII. 


gemeines 1209—1218. b: Prahistorische Reste 1219—1228. c) 
Römische Reste 1229—1233. d) Mittelalterliche Reste 1234 — 1249. 
e) Trachten und Abzeichen 1250— 1256. fı Tischsitten 1257—1261. 


.g) Gesellschaften 1262—1264. h) Feste 1265—1269. i) Kinder- 


spiele und Volkslieder 1270—1272. k) Aberglauben 1273—1276. 
]) Armenwesen 1277—1280. m) Strafanstalten 1281—1282. n) Jagd 
1283—1285. o) Verkehr 1286—1291. p) Buchdruck u. Buchhandel 
1292—1298. q) Bibliotheken 1299—1307. r) Universitätsgeschichte 
1308—1314. s) Schulgeschichte 1315—1326. t) Medicinalwesen 
1327—1331. u) Theater 1332—1333. v) Reisen im Elsass 1334 
— 1347. 

Kunstgeschichte. a) Allgemeines 1348—1356. b) Strassburger 
Münster 1357 — 1389. c) Sonstige Architectur 1389 — 1405. d) 
Bildnerei 1406-1410. e) Malerei 1411—1429. f) Ausstellungen 
und Sammlungen 1430—1438. 


. Litteraturgeschichte. a) Allgemeines 1439—1448. b) Alt- 


hochdeutsche Zeit 1449—1482. c) Mittelhochdeutsche Zeit 1483 
—1560. d) Neuzeit 1561—1651. 

Schöne Litteratur. A) Deutsch: a) Verse 1652—1676, b) Er- 
zählungen in Prosa 1677—1741, ce) Drama 1742—1754. B) Fran- 
zösisch: a) Verse 1755—1823, b) Erzählungen in Prosa 1824—1856, 
c) Drama 1857— 1864. 

Mundart. A) Grammatik und Litteraturgeschichte 1865 —1888. 
B) Litterarische Werke 1889-1959. 


I. Zeitschriften und Sammelwerke. 


A) Bücherverzeichnisse. 


1 P. Ristelhuber, Bibliographie alsacienne. 1870 (Chronique de 
la guerre avec les documents officiels et autres) Strasbourg, Noiriel 
1871. 1871 (Chronique de l’etat de siege) 1872 1872 (Les r&- 
ponses au conseil d’eng &te des capitulations) 1873. 1873 (Histoire 
contermporaine, littörature, n&crologie, varietes curieuses) 1874. 

2 A. Stöber, Alsatica.. Anzeigen und Besprechungen von im Jahr 
1872. 1873. 1874 über das Elsass erschienenen Schriften. Mül- 
hausen, E. König. 1873. 1874. 1875. 3 Bde. 

3 9. : Zur elsässischen Litteratur I (Augsb. Allg. Z. 1875 Beil. 69). 
-- Die elsässische Litteratur im J. 1876 :18/7 Beilage N. 364). 
1877 (1878 Beil. 349). — 1878 (1819 Beil. 60). — 1879 (1880 Beil. 
56. 57). — 1880 (1881 Beil. 168. 169). 

4 Bibliographie Alsatique comprenant l’histoire naturelle, l’agriculture 
et la mödecine, la biographie des hommes de science et les in- 
stitutions scientifiques de l’Alsace par Faudel. Colmar, impr. 
de C. Decker. 1874, III. supplem. 1878. 

5 Soci6t6 des sciences, agriculture et arts du D&partement du Bas- 
Rhin. Catalogue de la Bibliothdque. 1870. 

6 Catalogue de la bibliothöque de la societ& d’histoire naturelle de 
Colmar. 2e &d. Colmar, Decker 1818. 

7 Catalogue de la Biblioth&que communale de la ville de Cernay. 
Altkirch, Böhrer. 1877. 

8 Catalogue de la bibliothöque communale de Massevaux. Colmar, 
Decker 1876. 

9 Catalogue des livres, manuscrits, cartes et autographes composant 
la biblioth&que de M. Engel-Dollfus & Dornach. Mulh., Bader. 1878. 


B) Zeitschriften: a) amtliche. 


10 Amtsblatt des Ministeriums für E.-L. vom 1. Oct. 1879 fi. Str. 

| Druckerei Schultz 1879 — 1882. 

11 Amtsblatt des Bezirks Unterelsass (bis 1872: A. des Departements 
Nieder-Rhein). Str. Wolff, Schneider, Schultz 1870-1882. 

12 Amtsblatt für den Bezirk Ober-Elsass. Colmar, Decker. 1871—1882. 

13 Amtsblatt der Verwaltung [von 1872 ab: des Directors, von 1875 
ab: des Generaldirectors] der indireceten Steuern u. Zölle in E.-L. 
1871 ff. Str. Wolff, Schneider, Schultz 1871 ff. 

14 Amtsblatt der kaiserlichen Eisenbahn - Verwaltung in E.-L. Str., 
Schultz. 1873 ff. 

15 Gesetzblatt für E.-L. 1871—79. 1. October herausgeg. im Reichs- 
kanzleramt. Berlin, Geh. Ober-Hofbuchdruckerei. 1879. 1. Ootober 
— 1882 herausgeg. v. Minist. für E.-L. Str., Schultz. 

16 Elsass-Lothringischer Polizei-Anzeiger redig. v. d. Beamten d. K. 
Polizei-Direction. 1874 ff. Str., Schultz. 

16a Gemeindezeitung f. E.-L. (auch frz. Journal des communes d’A.-L. 
bis 1879 II. Qu.) Str., Schultz. 1876 ff, Mit (lit.) Beilage vom 
Juli 1878 ab, 


I. Zeitschriften und Sammelwerke. 389 


17 Ordo et modus rei divinae faciendae in usum dioecesis Argenti- 
nensis pro anno 1870. Argentorati, Le Roux. 1870 ff. 

18 Amtliche Sammlung der Akten des Ober-Consistoriums und des 
Directoriums der Kirche Augsburgischer Confession. Franz.: Re- 
oueil officiel u.s.f. Bd. XXVII-XXXV. Str., Heitz. 1873 ff. 


b) religiöse. 

19 Annalen der Verbreitung des Glaubens. Str., Leroux. 1870 ff. 

2 Paul Mury, Revue catholique de l’Alsace. ser. II vol. 2. Str., 
typogr Le Roux. 1870. Rixheim, Sutter. 1832. 

31 — — Bulletin Catholique. Str., Le Roux. 1882 

29% Der Volksfreund. Ein Sonntagsblatt f. christl. Familien. XIV ft. 
hg. v.J.de Schaan, r.v. Paul Reibel. Str., Le Roux. 1870 ff. 

93 Beiträge zur Kirchengeschichte des Elsasses vom 16.- 18. Jahrh. 
Vierteljahrsschrift im Dienste der ev.-luth. Kirche redigiert und 
herausg. von W. Horning. 1881 u. 1882. 

33a W. Horning, Der evang.-luth. Kinderbote. Str., Hubert und 
Haberer. 1878 ff. 

94 Evang.-luth. Friedensbote aus E.-L. Hagenau, Gilardone. 1870 ff. 

25 Kirchenblatt f. Christen augsburg. Conf. Str., Silbermann. 1870—72. 

26 Evang.-prot. Kircheubote f. E.-L. hg. v. einigen els. Geistlichen. 
I ff. 1842 ff. Str., Bull. Heitz. 

27 Der evang. kirchl. Missions-Freund. Eine Zeitschr. f. Missions- 
kunde in und ausser dem Vaterlande. 1870 ff. Str., Fischbach. 

28 Le progres religieux. Journal des 6glises protestantes de 1’Est. 
Str., Heitz. 1870 ff. 

239 Elsässisches evang. Sonntagsblatt. VII f. 1870 fi. Str., Heitz. 

30 Das Schifflein Chr sti. Jg. XIIL Str., Dr. Schultz. 1880. 1881. 

31 Isrealitisches E.-L. (L’A.L. isr6alite). Jg. I. 8%. II. 4%. Mülhausen, 
Dr. Münch. 1877—79. 


c) juristische. 


32 Arröts et decisions de la cour d’appel de Colmar. Colm., Hoff- 
mann. 187U. 1871. 

33 Puchelt u. Meurer, Juristische Zeitschrift £f. d. Reichsland E.-L. 
Jg. I-VIIL Str. u. Mannheim, Bensheimer 1876 ff. 

34 A. Keller, Notariats-Zeitschrift f. E.-L. (Frz.: Journal du notariat 
p. V’A.-L.) Colmar. 1881 ff. 


d) medicinische. : 


35 Gazette me&dicale de Strasbourg. Str., Silbermann, Schultz. 1870 ff. 

36 H. Wasserfuhr, Archiv f. öffentl. Gesundheitspflege in E.-L. 
Hg. ir ärztlich-hygienischen Verein. I—VI. Str., Schneider. 
1876 f. 

"37 Revue d’hydrologie. Str., Silbermann-Fischbach. 1870-75. 

37a Niederbronner Badeblatt. Badecommission. 

38 Journal de pharmacie d’Alsace-Lorraine. Str., Fischbach. 1873 ff. 

38a Zeitschrift für physiologische Chemie hrsg. v. F.Hoppe-Seyler. 
I--VII Str, Trübner. 1877 £. 


e) landwirthschaftliche. 

39 Nouveaux mömoires de la soci&t6 des sciences, agrioulture et arts 
du Bas-Rhin. Str, Heitz. 1870. [s. Nr. 64.] 

40 Landwirthschaftl. Zeitschrift f. E-L. herausg. u. redig. v. Heinrich 
Vogel. Str., Fischbach. Mit Beiblatt: Zeitschr. f. Wein-, Obst- 
und Gartenbau. 1873 ff. 

41 Journal d’agriculture du Haut-Rhin. Colm., Jung, 1870. 


390 I. Zeitschriften und Sammelwerke. 


42 Elsässische Hopfen-, Brauer- u. Gasthofztg. Hagenau, Gilardone. 
1875 ff. 

43 Der Elsässische (seit 1879: Elsass-Lothringische) Bienenzüchter. 
(L’apiculteur als.-lorr.) Monatsblatt des elsäss. Bienenzüchter- 
vereins. 1873 ff. Weissenburg, Wentzel, von 1874 ab Str. Fischbach. 

44 Illustrirte Zeitschrift f. d. deutsche Feuerwehr u. die ihr verwandten 
Geschifts- u. Industriezweige. Hg.v. Fr. Gilardone. Hagenau, 
Gilardone. 1872. 

45 Journal de la soci6ete d’horticulture du Bas-Rhin. Str., Silbermann- 
Fischbach. 1870. 1872 ff. 

46 Publication de la Socist& des chasseurs d’A.-L. Str. 1880. 


f) pädagogische. 

47 Bulletin acad&mique du Haut- et (lu Bas-Rhin. Str., Silbermann. 1870. 

48 Elsass-Lothringische Volksschule hrsg. v. Alexander u. Hurst. 
Str., Heitz. 1876 ff. 

49 Elsäss. Schulblatt hrsg. v. Th. Hatt. 12 Jahrg. 1871— 1882. Colmar, 
Decker. 1871-74; Str., Schultz. 1875 ff. 

50 Pädagogische Blätter f. E.-L. hrsg. v. J. Schuster. Jahrgänge 
1875—1880. Str. u. Mannheim, Bensheimer. 

51 Der Schulfreund‘ L’ami des &coles. Pädagog. Zeitschr. f. E.-L. 
Weissenburg, später Metz. 1871 ff. 

52 P. Bartholdy, Jahresberichte des Volksbildungsvereins f. E.-L. 
1.—VI. Str., Schultz. 1877-82. 


g) historische und naturwissenschaftliche. 

53 Alemannia. Zeitschrift f. Sprache, Litteratur u. Volkskunde des 
Elsasses und Oberrheins herausg. v. A. Birlinger. I—X. Bd. 
Bonn, Marcus. 1873 - 1882. 

54 Alsatia. Beiträge z. Elsäss. Geschichte, Sage, Sitte, Sprache und 
Litteratur hrsg. v. A. Stoeber. Neue Reihenfolge 1868—1872; 
1873— 1874; 1875—1876. Colmar, Barth. 

55 A. Stoeber, Einige Worte an d. Freunde Elsäss. Geschichte und 
Litteratur über die zehn ersten Bände der Alsatia 1850-74. 
Systematisches Gesammtregister derselben nebst Auszügen aus 
einigen Beurtheilungen und Inhalts-Verzeichniss d. Bds. 1875—76. 
Colmar, Barth 1876. 

56 Revue d’Alsace. Nouvelle Serie. T. I—XI Colmar 18370—82. 

57 La Revue nouvelle d’Alsace-Lorraine. I. II. Str., Heitz; Metz, 
Alcan; Colmar, imp. Decker. 1881. 82. 

58 Bulletin de la Soci6t&e pour la conservation des Monuments histo- 
rique d’Alsace. IIe serie. 8. vol. Paris, Berger - Levrault. 1872. 
9-11. Str., Schultz. 1876. 79. 81. 

59 Statuten d. Vereins z. Erhaltung d. geschichtl. Denkmäler i. Elsass. 
(Statuts de la societe pour la conservation des monuments histo- 
riques d’Alsace.) Str., Schultz. 1882. 

60 Revue Alsacienne. Annde I—V. 1877 ff. Paris et Nancy, Berger- 
Levrault. 

61 Bulletin de la societe d’histoire naturelle de Colmar. ann. XI—-XXI. 
Colmar, Decker. 1370 - 1880. 

62 Bulletin de la societe industrielle de Mulhouse. XL—LI. 1870—81. 
Mulh, Bader. 

63 Bulletin du musee historique de Mulhouse. I—-VI. Mulh., Bader. 
1876—81. (mit Abb) 

64 Bulletin mensuel de la societ& des sciences, d’agriculture et des 
arts de la Basse Alsace (Verein z. Beförd. der "Wiss, etc.) Str., 
Fischbach. 1872 ff. [s. N. 39.] 

65 Les öchos de l’Alsace-Lorraine. Epernay. 1874. 


1. Zeitschriften und Sammelwerke. 39] 


66 Zeitschrift f. d. Geschichte d. Oberrheins. Hrsg. vom Grosshzgl]. 
Generallandesarchiv. XXIII—-XXXVI Bd. Karlsruhe. 1870—82. 

67 Strassburger Studien, Zeitschr. f. Geschichte, Sprache u. Litteratur 
des Elsasses hrsg. v. Ernst Martin u. Wilhelm Wiegand. 
Bd. I. H. 1—3. Str., Trübner 1882. 

68 Mitteilungen aus dem Vogesenclub. (13 Nrn.) Str., Bull. 1873 f. 


h) unterhaltende. 


69 Niederrhainisches Wochenblatt. Str., Heitz. 1871. 

70 Elsäss. Blätter f. Stadt u. Land. Str., Mondt, Arensmeyer. 1872. 78. 

71 Das neue Strassburg. (Wochenblatt) von Endrulat. 1875. Str., 
Thiel. 1875. 

712 Strassburger Blätter. Belletrist. Beigabe z. Strassburger Zeitung. 
I. II. 1878. Str., Schneider. 

73 Strassburger kritische Revue. Blätter f. freie Besprechungen über 
Kunst, Literatur u. gesellschaftl. Leben. Jg. I. 1880. II. 1881. 
N. 1-14. Strassb., Hubert u. Haberer. 

74 Le Glaneur alsacien. Später: der Samniler. Colm., Jung. 1870 ff. 

75 Der Gebwiller Seppele. Illustr. Zeitung. 78. Jg. Verb. Aufl. 
Gebweiler, Drevfuss. (o. J.) 

16 Das Elsass. L’Alsace. Illustr. Wochenblatt. Journal illustre. 
Str., Dr. Fischbach, Schneider, Hubert u. Haberer. 1879 ff. 

76a Volksblatt. Eine Wochenschrift mit Bildern hg. v. Ch. G. Hot- 
tinger. Str., später Berlin. Selbstverlag. 1878 ff. 


C) Zeitungen. 

77 Elsäss. Anzeiger. Affiches Alsaciennes.. Colmar, Jung. 1872 ff. 

78 L’Alsacien. Elsäss. Volks- u. Handelsztg. Colm., Decker. 1871 ff. 

79 Journal d’Altkirch. Später: Altkircher Kreisblatt. Journal d’Alt- 
kirch et de l’arrondissement. 1870 ff. Altkirch, Böhrer. 1870 ff. 

79a Barrer Cantonsblatt. Barr, Gandemar. 

80 Bischweiler Wochenblatt Affiches de Bischw. Bischw., Posth. 1870ff. 

81 Strassburger Bote. Wochenblatt f. E.-L. Str, Wolff. Kayser. 
Schneider. Schultz. 1871 ff 

82 Journal hebdomadaire de Colmar. Später: Wochenblatt für den 
Bezirk Colmar. Colmar, Hoffmann, Eglinsdörfer. 1870 ff. 

83 Elsäss. Volkszeitung u. Colmarer Anzeiger Colmar, Decker. 1873 ff. 

84 Elsäss. Correspondenz. 1871—76. 1879 N. 1—8. (deutsch. u. frz. 
Text). Str., Wolff. Schneider. 

85 Le Courrier du Bas-Rhin. Niederrhein. Kurier. Str., Silbermann. 
1870. 71. Schauenburg. 1872—74. 

86 Elsässer Journal. (Journal d’Als) [von 1874 ab: Els. Journal 
u. Niederrhein. Kurier]. Str., Fischbach. 1873 ff. 

86a Elsässer Post. Mülh. Nawratil. 

86b Ersteiner Kreisblatt. Str., Schultz. 1871 ff. 

866 Ersteiner Zeitung. Erstein, Maass. 

87 Express. 1879 ff. Mulh, Bader. 1879 ff. 

88 Gebweiler Kreisblatt. Journal de l’arrondissement de Guebwiller. 
1878 ff. Guebwiller, Dreyfus. 1878 ff. 

89 Journal de Guebwiller. — Gebweilerer Wochenblatt. Guebwiller, 
Jung-Böckler, 1870/1. 

90 Le Progr&s de Guebwiller. Guebwiller, Dreyfus. 1870/71. Später: 

Feuille d’annonces des cantons de Guebwiller, Soultz, Rouffach 
et Ensisheim. 1872 ff. 

91 Generalanzeiger f. E.-L. Str., Schultz. 1882. 

92 Hagenaner Zeitung u. amtl. Bekanntmachungen f. d. Kreis Hag. 
Hag., Gilardone 1872 ff. 


392 I. Zeitschriften und Sammelwerke. 


93 Le Journal du Haut-Rhin. Colmar, Hoffmann. 1870/71. 

94 L’Impartial du Rhin. Str., Berger-Levrault. 1870. 

95 L’Indicateur du Bas-Rhin. Str, Wurst. 1873, 1874 (L.’I. de Str.) 

96 L’Indicateur de Hagenan. Hae., Edler. 1870 ff. 

97 L’Industriel alsacien. Mulh.. Bader. 1870 — Juli 1876. 

98 Journal de Sainte-Marie-aux-mines. 1870 ff. Markirch, Cellarius. 

99 Molsheimer Kreisblatt — Journal de Molsheim. Molsheim, 
Schultheiss. 1871 ff. 

100 Le Journal de Mulhouse, Mülhauser Journal. Mulh., Risler, Bader. 
1870 ff. 

101 Neue Mülhauser Zeitung. 1872 ff. Mülh., Münch. 1872 £. 

10la Mülhauser Nachrichten. Mülh., Goleiter. 

101b Der Bote vom Münsterthal Münster, Riotte. 

102 Neueste Nachrichten. Dernieres nouvelles. Allgemeiner Anzeiger 
(Intelligenzblatt) f. E.-L. Str., Kayser. 1878 ff. 

103 S. Odilienblatt. Rixheim, Sutter. 1875 ff. 

104 Presse von Elsass u. Lothringen. Presse d’A.-L. Jg.I.II. 1880. 
1881. Str., Wurst. 1880. 81. 

105 Elsäss. Nachrichten. Amtliche Bekanntmachungen f. den Kreis 
Schlettstadt. Nouvelles Alsaciennes. Schlettstadt, Helbig. 1877 ff. 

106 Rappoltsweiler Kreisblatt. Journal de l’arrondissement de Ribeau- 
ville. 1872 ff. Rappoltsweiler, Brunschwig 1872 ff. 

107 Le Messager rural de Ribeauvill&. Rappoltsweiler, Brunschwig. 
1870. 1571. 

108 Affiches de Schlestadt. Später: Elsäss. Nachrichten. Sch., Helbig. 
1870 ff. [s. N. 105.] 

109 Strassburger Post. Str. Du Mont Schauberg. 1882 ff. 

110 Strassburger Stadt-Anzeiger. Vergnügungs-Anzeiger. Jg. 1881. 
Str., Dr. Hubert u. Haberer. 1881. 

111 Strassburger Tageblatt, 1872. Str., Hausser. 1872. 

112 Strassburger Tageblatt. Centralanzeiger f. E.-L. Str., Hubert u. 
Haberer. 1881—82. | 

113 Kreisblatt f. den Stadt- u. Landkreis Strassburg. 1873- 1880. 
nn: f. d. Landkreis Str. 1880 ff. Str., Schneider, Schultz. 

1873 f. 

114 Strassburger Zeitung u. Amt]. Nachrichten f. d. Gen.-Gouvernement 
Elsass (vom 23. Sept. 1871 ab: f. E.-L.) 1870-79 (9. Dec.). 
— Elsass-Lothringische Zeitung. 1879 ff. Str., Wolff. Schneider. 
Schultz. . 

. 115 Strassburger Wochenblatt. Affiches de Strassbourg. Str., Silber- 
mann-Fischbach. 1870 ff. 

116 Feuille d’annonces de Thann, Cernay et S. Amarin. Colmar, Jung. 
1871. 

117 Affiches et nouvelles des cantons de Thann, Cernay, S. Amarin 
et Massevaux. Altkirch, Böhrer. 1871 ff. Später: Thanner Kreis- 
blatt. 

118 Union Els.-Lothr. U. d’A.-L. Str., Hubert u. Haberer. 1880 ff. 

119 Elsässisches Volksblatt. Demokratisches Wochenblatt f. Stadt u. 
Land. Str., Wurst. 1870 f. 

120 Der elsässische Volksbote. Rixheim, Sutter. 1870 ff. 

121 Der souveräne Wahlmann. Mulh., Brunschwig 1870; vom 4. Sept. 
an Volksrepublik, später Volkszeitung. 

122 Weissenburger Wocheublatt. Affiches de W. Später: W. W. 
en f. den Kreis Weissenburg. 1870 ff. W., Wentzel. 
1870 ff. 

123 Zaberner Wochenblatt. Affiches de Saverne. 1870 fi. Zabern, 
Gilliot, 1870 #. 


II. Biographien der Zeitgenossen. 393 


D) Kalender. 

124 F. Gross, Kathol. Volkskalender f. d. gegenwärtige Zeit zur Be- 
lehrung u. Kurzweil. 1813. — Kathol. Volkskal. f. Papst u. Kirche 
auf d. J 1874. Rixheim, Sutter. Colmar, Jung. 

125 Ch. @. Hottinger, Volksblatt - Kalender. 1879. Str., Hot- 
tinger’scher Volksblatt-Verlag. 

126 Jäger, Elsäss. Musen-Almanach. I. Jg. 1873. Str., Bull. 

127 A. Ph. Largiadör, Schreibkalender f. Els.-Lothr. Lehrer. Str., 
Schultz. 1880. Bull. 1881 ff. 

128 Eph&me6rides alsacieunes. Agenda pour 1881. p. A. Straub. 
Str.. Derivaux. 

129 Landwirthschaftl. Kalender f. E.-L. auf d. J. 1877, 78, 79, 80. 82. 
Hrsg. v. H. Vogel. Str., Schneider u Bull. 

130 Almanach de Strasbourg pour 1373. Nancy, imp. Hirzelin. 1873. 

131 Der Stadt- u. Landbote. Str., Wurst. 1870 ff. 

132 Der gute Bote. Str., Berger-Levrault. 1870 ff. Schultz. 1878 ff. 
ı Verlag der Evang. Ges.) Franz.: Almanach des Familles.. Von 
1878 ab: Metz, Verronnais. 

133 Der grosse hinkende Bote an der Ill u. am Rhein. Str., Heitz. 
1870— 1882. 

134 Der hinkende Bote am Rhein. Str., Silbermann-Fischbach. 1870 ff. 

135 Der grosse Strassb. hinkende Bote. Str., Dr. Le Roux. 1872. 
1874—82. 

136 Le grand Messager boiteux de Strasbourg. Alm. hist. moral et 
recr6atif. 1872. 1874—82. Str, Le Roux. 

137 Der Colmarer hinkende Bote. (Almanach historique, nomm& le 
messager boiteux de C.) Colmar, Decker. 1870 ff. 

138 Christkatholischer Hauskal. Colm , Hoffmann; Eglinsdörfer. 1870 ff. 

139 Der lustige Hans-Michel. Rixheim, Sutter. 187U ff. 

140 E!säss. Hauskalender (Volkskalender) f. Stadt u. Land an der ]ll 
u. am Rhein. 1879 ff. Altkirch, Böhrer. 

141 Evangel. Kirchenkalender f. E.-L. Hg.v.K.Boegner. 1873 ff. 
Str., Heitz. 

142 W. Horning, Christlicher Kalender f. die Jugend der Kirche 
Augsb. Conf. Str., Vomhoff, 1879. 

143 — Illustr. christl. Kal. 1880. 1881. 1882. 

144 Kalender f. E.-L. Str, Wurst. 1875 ff. 

145 Kalender f. evang.-luth Christen. 1879—82. Str., Vomhoff. 1878 ff. 

146 Elsass-Lothr. Josephs Kalender f. Stadt u. Land Auf 1881. 82. 
Str. u. Metz. 1880 ff. 

147 Der elsäss. Landbote. Mülh., Risler. 1870. Brüstlein 1879 ff. 

148 Der lustige Land- u. Bergbote. Colmar, Jung. 1870 ff. 

149 Lehrer-Kalender f. E.-L. auf d. J. 1875. I. Str. u. Mannheim, 
Bensheimer. 1875. 

150 Strassb. Marien-Kalender. 1877. 78. 79. 80. 82. Str., Wurst. 

151 Marienthaler Kalender. Hagenau, Gilardone. 1870 ff. 

152 Der kleine elsäss Volkskal. Altkirch, Böhrer. 1879 ff. 

153 Der Volksbote v. E.-L. Illustr. Kalender f. 1874. Paris, Nanoy.u. Str. 


II. Biographien der Zeitgenossen. 


a) allgemeine. 
154 A. Cerfberr de Medelsheim, Biographie Alsacienne - Lorraine. 
Paris, Lemerre. 1879. 
155 Allgemeine deutsche Biographie. Bd. I-XVI. Aa — Kotzebue, 
Leipzig, Duncker u. Humblot. 1875—82. 


394 II. Biographien der Zeitgenossen. 


156 A. de Bary, Notice gen&al. et hist. sur la famille De Bary ori- 
ginaire de Tournay en Hainaut &tablie depuis 1806 & Guebwiller 
en Alsace. (Mit Photogr. u. Wappenbild.!) Colm., Jung. 1877. 

157 E.Dollfus, Biographien berühmter Elsässer. Mülh., König. 1873, 

158 X. Mossmunn, Les grands industriels de Mulhouse. Paris. 
Ducroeqg. 18:9 

159 Vie des hommes obscurs. Deux habitants de Mulhouse. Par 
un troisieme. Mulh., imp. Bader. 1877. 

160 H. Des Vosges, L’histoire d’un Alsacien. Re&eit contemporain. 
Naucy, Berger-Levrault. 1872. 

b) einzelner. 

161 J. W. Baum. — Zur Erinnerung an J. W. Baum, Pfarrer zu 
St. Thomä, Doctor und Professor der Theologie a. d. Universität 
Strassburg. R»(den, gehalten bei seiner Leichenfeier am 1. Nov. 
1878. Str. 1878. 

162 — M. Baum, geb. Böckel. J. W. Baum. Ein protest. Charakter- 
bild aus dem Elsass. 1806-1878. Bremen, Bruns. 1880. 

163 — H. J. Holtzmann, J. W Baum. Nekrolog. (Neue evangel. 
Kirchenzeitung hg. v. H. Messner, 1878. N. 48.) 

164 K H. Bögner. — F. Schneegans, Herr Prof. K. H. Bögner 
und das alte Strassb. Gymnasium [Deutsch u. Franz.] (Els. 
Journal 18. Dec. 1881.) Str., Fischbach. 1881. 

165 nalen Vingt ans & Mulhouse 1855—1875. Mäcon, Protat, 
l ; 

166 Ch. Braun. — H. Cetty, Vie et oeuvres de l’abb& Ch. Braun. 
Rixheim, Sutter. 1878. 

167 J. Chautfour. — P.A. Merklen, Ignace Chauffour. Souvenirs 
d’un ami. Colmar, Jung. 1880. 

168 Deleaud. — C. Perrossier, Notice biographique sur M. l’abb& 
Del&aud. Colmar, Hoffmann. 1871. 

169 P. Delarue. — E. Hagenmüller, Notice sur la vie de Prosper 
Delarue. Colm., Hoffmann. 1875 

170 P. X. Desgrandchamps. — Dr. Thiessing, P. X. Desgrand- 
champs, ancien notaire & Ferrette. Notice biographique et lit- 
teraire. Poösies. Mulhouse, Detloff. 1880 

171 D. Dollfus-Ausset. — Ch. Grad, Notice sur la vie et les travaux 
de Daniel Dollfus-Ausset. (Extr. du Bull. de la soc. g&olog. de 
France, 2e ser. t. XXIX, p. 266, söance du 4 avril 1872.) Paris, 
Blot 

172 — „Daniel Dollfuss®. (Im neuen Reich 1875, 1, 858.) 

173 Ferd. Graf Dürckheim - Montmartin. — H. K. Schmidt, Ein 
deutscher Mann im Elsass. [Ferd. Graf Dürkheim - Montmartin.] 
(Daheim 1877 N. 16) Lpzg. 1877. 

174 A. Ehrmann. — F. Gross. Not. biogr. sur Albert Ehrmann, med. 
princ. de Ie classe. Str., impr. Berger-Levrault. 1871. 

175 C. H. Ehrmann. — E. Koeberlö, Notice sur le prof. C. H. 
Ehrmann. Str., Schultz. 1818. 

176 — G. Fischbach, Notice n6crol. sur le prof. Ehrmann. Str., 
Fischbach. 1878. 

177 D. Fischer. — A. Benoit, Not. necrol. M. Dagobert Fischer. 
(Extr. du Journal de la soc. d’arch6ol. Lorr. Mars 1879). Nancy, 
Crepin-Leblond. Ä 

178 A. Friedrich. — G. Mühl, Der elsäss. Bildhauer Andreas Fried- 
rich. Eine biogr Skizze. Str., Schneider. 1877. 

179 — W. Riehl, Ein deutscher Bildhauer im Elsass. (Westermanns 
Illustr. deutsch. Monatshefte. 34, 201. 1873.) 


II. Biographien der Zeitgenossen. 395 


180 — Andre Friedrich. (Mit Porträt.) Paris, Martinet. 1877. (L’I- 
lustration. Journ. univ. LXIX. N. 1779.) 

181 Ch. Gerard. - X. Mussmann, Not. biogr. sur Ch. Gö6rard. [Mit 
Porträt.] (Bull. du mus. hist. de Mulh. III, 1878). 

182 Ph. Grass. — G. Fischbach, Philippe Grass. Sa vie et ses 
oeuvres. Str., Fischbach. 1876. 

183 G. Günther. — Zur Erinnerung an Hrn. Pfarrer Georg Günther 
zu Harskir.hen. Str., Dr. Schultz. 180. 

184 Ch. E. Haus. — E. N., Erinnerung an Christian Emil Haas, ev.- 
luıh. Pfarrer in Waltenheim. sStr., Schultz. 1875. 

185 F. Hartmann. — Fred. Hartmann, manufacturier et maire & 
Munster... . decede & Paris le 3 juni 1880. Colm., typogr. 
Decker 1880. | 

186 E. Hepp — Not. sur la vie et les travaux de M. E. Hepp, phar- 
macien en chef des hospices civils de Str. Str., typogr. Schauen- 
burg. 1873. 

187 M Huser. — Erinnerung an Michael Huser, evang.-luth. Pfarrer 
zu Rothbach - Bischholtz 1811—1881. Büärenthal - Philippsburg, 
Selbstverlag d. ‘Ev.-luth. Friedensboten‘. 1881. 

188 J. Dtis. — G. K[opp], Erinnerung an Johann Iltis, Pfarrer an 
der franz. Gemeinde zu St. Nicolai in Sir. Str., Schultz. 1876. 

189 F. Kirschleger. — Faudel, Not. biogr. sur le prof. Fred. 
Kirschleger. Colm., impr. Decker. 1812. 

190 J. Koechlin-Schlumberger. - Ch. Grad, Etules historiques sur 
les naturalistes de l’Alsace. Joseph Koechlin-Schlumberger 1796 
—1863. [Aus ‘Bulletin de la Societ& d’histoire natur. de Colmar’.] 
Colmar, Barth. 1874. 

191 Küss. -- Herrgott. Notice sur le prof. Küss, maire de Str. 
Str., Noiriel. 1871. (Extr. de la Gaz. med. de Str. 1871. n. 6 et 7.) 

192 B. F. L. Liebermann. — Leben des ehrw. P. Liebermann, Stifter 
der Gesellschaft der Missionäre vom heil. Herzen Muriä... Von 
einen Priester derselben Congregation. Vom Verf. genehmigte 
deutsche Ausgabe von J. Müller. Mit 6 Abb. Regensburg, 
Manz. 1881. 

193 — J. Guerber, Bruno Franz Leop. Liebermann. Mit dem Bild- 
niss L.’s. Freiburg i. B., Herdır. 1880. 

194 5 ‘Der Strassb. Generalvicar Liebermann’. (Im neuen Reich 1880, 
, 5un,\ 

[195) J. F. Lobstein. — Ed. Lobstein, Joh Friedr. Lobstein, Prof. 
der innern Klinik u. path. Anatomie, der Gründer des anat.- 
path Mus. zu Str. (Mit Porträt u. e. Tab.). Str., Trübner. 1878. 

[196] — Ed. Lobstein, J. Fr. Lobstein sen. Prof. der Anatomie und 
Chirurgie. Ein Lelirer Goethe’s in Strassburg. Nebst e. Anhang 
zur Geschichte d. Bürgerspitals v. Str. Heidelb. 1880. 

197 J. Löffler. — Jacob Löffler, ev.-luth. Pfarrer in Heiligenstein. 
Kurzer Bericht von seinem Leben u. Leiden. 2. Aufl. Str. 1870. 

198 A. Maeder. — Ch. B., Adam Maeder. Str., typogr Fischbach. 1873. 

199 J. Marion. — J.B. Mathias, Biogr. de M. l’abb& Joseph Marion. 
Rixheim, Sutter 1875. 

200 Ch. Martin. -— P. A. Merklen, L’abb& Ch. Martin, premier 
direct. du gymn. cnth. de Colmar. Sa vie et ses oeuvres. Avec 
preface p. A. Guthlin. (Avec photogr.) Colmar, Jung. 1873. 

201 Ed. v. Möller. — Ch. G. Hottinger, Dr. Ed. v. Möller, Ober- 
präsident von E.-L. (Volksblatt hg. v. Ch. G. Hottinger, 2. Nov. 
1879.) Str., Fischbach. 1879. 

202 -- A. Schricker, Eduard v. Möller, Oberpräs. v. E.-L. Ein 
Lebensbild. Cassel, Kay. 1881. 


396 II. Biographien der Zeitgenossen. 


203 Ed. v. Möller. — V. E., Eduard v. Möller, ein neu-preussisches 
Beamtenleben. (Im Neuen Reich 1872, 2, 489 ff. Leipzig, Hirzel.) 

204 Gustav Mühl. — Friedrich Gessler, Ein Hüter d Deutschthums 
im Elsass. Mit Bildniss. (Gartenlaube 1881, N 37.) Lpz., Keil. 1881. 

205 —. —r—, Elsäss. Nekrolog. Dr G. Mühl. (Gem Z. Beil. 1880 N. 12.) 

206 A. Nefftzer — W. Lang, ‘Zur Erinnerung an August Nefftzer'. 
(Im Neuen Reich 1876, 2, 420.) 

207 F. Piton. — Biographie des verstorbenen Friedrich Piton. (Aus 
der Sırassb. Ztg, 22. Aug. 1879.) 

208 A. Raess. — G. H, Prediction num&rique de l’äge auquel arrivera 
Monseigneur Andre Raess &v&que de Str., Nouv. dd. augm. Str. 

| typ. Fischbach. 1881. 

209 E. Reuss. — Chr. G. Hottinger, Eduard Reuss. (Volksblatt 
1879 N. 31.) 

210 J. F. Rothfus. — L. Leblois, Un apötre laique du progrös 
religieux (Jean Fred. Rothfus). Str., Heitz. 1878. 

211 A. Schäffer. A. Schäffer, Roses et &pines. Souvenirs de ma 

carriere litteraire. Colm. 1878. 

212 W. Ph. Schimper. — [4. Gerlanj|d. Ein els. Naturforscher. 
Str. (Gem. Z. Beil. 44.) 1880 

213 J. H. Schnitzler. —L. Spach, Der Statistiker Joh. H. Schnitzler. 
Str, Wolff. 1871 

214 — L. Spach, Schnitzler, statisticien et historien. Not. biogr. 
Str. 1872. 

215 J. G. Schupp. — Le Centennaire de Jean-Georges Schupp 1781 
& 1831. Mulh. 1881. Portr. de M. Schupp et 3 pl. lithogr. 

216 Ch. Schützenberger. — Faudel, Not. biogr. sur le docteur 
Ch. Schützenberger, prof. & l’anc. fac. de med. de Str. (Extr. de 
la Gaz. med. de Str.) Str., Schultz. 1881. 

217 A. Schweighäuser. — A. Schweighäuser, Catalogue de sa bib- 
liotheque, avec notice litter. et biograph. de Ch. Mehl et A. 
Himly. Paris 1878. 

218 L. Spach. — L. Spach, Fragmentarische Erinnerungen eines alten 

' Elsässers. Str., Schneider. 1877. 

319 — Louis Spach, Fragmentarische Erinnerungen e. alten Archivars. 
(Archivalische Zeitschr. hrsg. von v. Löher I, 282. II, 2492.) 

220 a Erinnerung an Ludwig Spach, weiland Archivdirector. Str. 
1879. 

221 — Dem Gedächtnisse des Prof. Dr. Ludwig Spach, Direktor des 
Archivs von Unter-Elsass. Rede am 18. October 1879 gehalten 
von H. Baumgarten. 

222 — Trautwein v. Belle, L. Spach, ein Vermittler zwischen deut- 
ne franz. Geiste. (Magazin f. d. Lit. d. Auslandes. 1880, 

r: 7. 

223 — Giesebrecht, Nekrolog auf L. A. Spach. (Sitzungsberichte 
der k. bayer. Akad. 1880. I, Ss. 159—163.) 

224 — F. X. Kraus, L. Spach. Ein Nachruf. 2. erweiterter u. mit 
einem bibliogr. Anhang vermehrter Abdruck. Str., Schultz. 1880. 

225 — F. von Löter, L. Spach. Stuttgart, Spemann 1880. 

226 — Fr. v. Weech, ‘'L. Spach z. Gedächtniss’. (Gegenwart 16, 
262. 1879.) 

227 M. Spörlin. — Ad. Stöber, Margarethe Spörlin, Verfasserin der 
elsäss. Lebensbilder. Eine biogr. lit. Skizze. Sehr erw. Abdruck 
aus dem Els. Evang. Sonntagsblatt. Mit einem Anhang aus M. 
Spörlins Nachlass. Mülh. i. E., Petri. 1882. 

223 K. A. Stahl. — L. Spach, Dr. Karl Aug. Stahl, Prof. d. Gesch. 
an d. prot. Sem. u. an d. kais. Univ. zu Str. Str., Wolff. 1874, 


III. Landeskunde. 397 


229 A. Stahl. — E. Herzog, Souvenirs d’une äme d’ölite — Auguste 
Stahl. Str. 1881. | 

230 Ad. u. Aug. Stöber. — G. Mühl, Die Gebrüder Stöber. (Tllustr. 
Zeitung N. 1839.) Leipzig. 1878. 

231 — 8., August Stöber u. sein jüngster Neujahrsstolle (Gem. 2.1882 
Beil. N. 10.) 

232 V. Stoeber. — Tourdes, Notice biographique sur Victor Stoeber. 
Str. 1871. 

233 J. G. Stoffel. — A. Gö b, Bibliothekar Joh. Georg Stoffel. (Neuer 
Anz. f. Bibliogr. v. Petzholdt, 1880 H. 11.) 

234 — A. Stöber, Johann Georg Stoffel (1819--1880). Lebenshild 
eines oberelsa. Gelehrten. Mit Porträt. Str., Schultz. 1881. (S.-A.. 
aus d. Gem. Z.) 

235 Valentin. — O.v. Riehthofen, Der letzte Prefet du Bas-Rhin. 
(Im Neuen Reich 1875, 1, 561.) 

236 G. Wilmanns. — (Strassb. Z. 13. März 1878.) 

237 Wimpffen. — F. Faudel, Paroles prononc6des sur la tombe de 
M le Dr. Wimpffen. Str., Schultz. 1879. 

238 A. Woltmann. — Bruno Meyer, Alfred Woltmann. (Zeitschr. f. 
bildende Kunst. XV. Bd.) Leipzig 1880. 

239 — M. Thausing, Alfred Woltmann. (Repert. f. Kunstwiss. 3, 
357-360.) 


III. Landeskunde. 


A) Allgemeine Geographie. 


240 R. Andree, Elsässer Beiträge. (Globus XVIII, N.9 ff.) 1870. 

241 L. Bauer, Das Elsass, eine etihnographische Skizze. (2. Jahresb. 
d. Münchener Geogr. Gesellsch. 1872 p. 77.) 

242 Bouchet, Alsace-Lorraine. Vendome, Lemercier. 1875. 

243 E. Dubail, Geographie de l’Als.-Lorr. avant et depuis 1870. 
Avec une carte de l’Als.-Lorr. Paris, Hetzel. o. J. 

244 F. v. Etzel, Aus dem Reichslande. Berlin, Springer. 1876. 

245 G. Gley, Geographie physique, industrielle, administrative et 
historique des Vosges. 4. 6d. Epinal. 1870. 

246 Ch. Grad, Heimathskunde. Schilderungen aus Elsass über Land 
u. Leute. Colm., Jung. 1878. 

247 -— Skizzen aus Elsass u. d. Vogesen. (Ausland 1871 Nr. 20, 27, 
49 ff.; 1872 Nr. 33 ff.) 

248 — L’Alsace, son histoire et sa population (Le Correspondant 1879). 

249 J. G. L. Gressler, Elsass u. Lothringen. Statistisch-geograph. 
und histor.- polit. Lebensbilder. Langensalza, Gressler. 1870. 
3. Aufl. E.-L. geschichtlich u. geographisch. 1873. 

250 K—r, ‘Bilder aus dem Elsass’. (Grenzboten XXXV, I, 301, 342, 
425, 458.) 1876. 

251 H. Luks, Die deutsche Grenzmark E.-L. I. Organisation, Topo- 
graphie u. Statistik. Metz, Lang. 1875. 

252 H. Noe, E.-L. Naturansichten u. Lebensbilder. Glogau, Flem- 
ming. 1872. 

253 A. Petermann, Das General-Gouvernement Elsass. Mit Karte. 
Gotha, J. Perthes. 1870. (Aus Petermanns Geogr. Mitt. 1870, XII.) 

254 H.Rudolph, Vollständiges geogr.-topogr.-statist. Ortslexicon von 
E.-L. Nach anıtl. Quellen bearb. Leipzig, Zander. 1872. 

255 L. Schädel, Der Unterricht der Heimathskunde an d. städt. Real- 
schule z. Strassb. Programm. Str., Schultz. 1878. 

Strassb, Studien. 97 


. 


398 III. Landeskunde. 


256 J. Slawyk, Heimathskunde von E.-L. f. Schule u. Haus. Geb- 
weiler, Boltze 1873. 14. verb. Aufl. Str., Bull. 1882. 

257 F. Steger, Das Elsass u. Deutsch-Lothr. Land u. Leute, Orts- 
beschreib., Geschichte u.Sage. Leipzig, Quandt u. Händel. 1871. 

258 C. Stockert, Das Reichsland E.-L. Geograph. Leitfaden f. die 
höheren Lehranstalten. Str., Bull. 1813. 

259 H. Wagner, Das Reichsland E.-L. nach den definitiven Bestim- 
mungen des Friedensvertrages vom 10. Mai 1871. (Petermann's 
Geogr. Mittheil. 1571 p. 299.) 

260 Woerl, E.-L. Nach den Versailler Friedenspräliminarien. Frei- 
burg, Herder. 1811. 

261 Verzeichniss sämmtlicher Ortschaften sowie der isolirt liegenden 
Etablissements, Gehöfte, Förstereien, Mühlen, Ziegelhütten etc. 
von E.-L. Zum Dienstgebrauch für die Postanstalten zusammen- 
gestellt bei der k. Ober-Postdirection in Strassb. i.E. Mai 1873. 
Str, Schauenburg. 1873. 

262 Ortschaftsverzeichniss von E.-L. Mit alphabet. Register aller 
Wohnplätze u. Angaben über die Bevölkerung nach der Zählung 
vom 1. Dec. 1875. Hrsg. vom stat. Bureau d. k. Ob.-Präs. in 
Strassb. Str., Bull. 1877. 

263 Bilder aus den neuen Reichslanden u. aus dem südwestl. Deutsch- 
land bearb. v. Albrecht u.s.w. (Band III v. ‘Unser deutsches 
Land u. Volk’red. von v. Klöden u. v. Köppen.) Leipzig, Spamer. 
1880. 

264 Uit den Elzas. Naar het Hoogduitsch, door Cornelis. Amster- 
dam, H. de Hoogh. 1871. 

265 Geographie von E.-L., bearbeitet von einem Mitglied d. Strassb. 
Lehrerconferenz im Auftrag derselben. Str., Heitz. 1872. 

266 Unser wiedergewonnenes Land. Beiträge z. Kenntniss des deutschen 
Gebietes im Els. u. in Lothr. Berlin, Dümmler. 1870. 


B) Geographische Hilfswissenschaften: a) Allgemeines. 


267 E. W. Benecke, Abriss der Geologie v. E.-L. Str., Bull, 1878. 

268 G. Bleicher, Essai de geologie comparee des Pyröndes, du 
plateau central et des Vosges. Colm., 1870. 

269 L. Bossler, Flora der Gefässpflanzen in E.-L. Als Taschenbuch 
für botanische Exceursionen. Str., Astmann. 1877. 

270 Boulay, Recherches de pal&ontologie vegetale sur le terrain 
houiller des Vosges. Colm., Decker. 1879. 

271 J. Fessenmayer, De la permdabilit6 des rochea par l’eau et 
de la formation des sources. 3° &tude de geologie agricole ap- 
pliquee &ä l’Alsace. Colm., Decker. 1817. 

272 F. J. Fettig, Essai d’entomologie generale appliquee. Les in- 
sectes nuisibles de l’Alsace avec un apergu des insectes utiles. 
Colm., Decker. 1876. 

273 G. Gerland, Schwarzwald u. Vogesen. (Sep.-A. aus der Gem. 2.) 
Str., Schultz. 1880. 

274 — Merkwürdige Vogesenberge (Globus XXXVIII, N. 14 ft.) 1880. 

275 Ch. en Essais sur le climat de l’Alsace et des Vosges. Mulh,, 


276 — ale de physique terrestre. Observations sur la temperature 
des sources en Alsace. Colm., Decker. 1872. 

277 — Description des formations glaciaires de la chaine des Vosges 
en Alsace et en Lorraine. Paris, Savy. 1873. 

278 — Memoire sur les lacs et les tombieres des Vosges. (Extr. des 
Ann. de la Soc. d’emulation des Vosges XIV.) 


III. Landeskunde. ...399 


279 Hagenmüller, Catalogue des mollusques terrestres et fluviatiles 
d’Alsace. Colm., Decker. 1872. 

280 G. A. Hirn, Introduction & l’&tude me&teorologique et climaterique 
de l’Alsace. Colm., 1870. 

281 F. Kirschleger. Flore vogeso-rhenane en description des plantes 
qui croissent naturellement dans les Vosges et dans la vall&e du 
Rhin. I. II. Paris, Bailliere. Str., Treuttel et Wurtz. 1870. 

282 Chr. Mosler, Katalog f. die Sammlung der Bergwerks-, Hütten-, 
Salinen- u. Steinbruchs-Produkte von E.-L. auf der Wiener Welt- 
ausstellung von 1873. Str., Wolff. 1873. 

283 H. de Peyerimhoff, Catalogue des lEpidopteres d’Alsace avec 
indieation des localites, de l’&poque d’apparition et de quelques 
details propres A& en faciliter la recherche. 3e pub]. comprenant 
les cramıbines, teignes, micropterygines, pterophores et alueites, 
plus la revision generale des publications pr&ecedentes. Colmar, 
Decker. 1872. 

284 Platz, Ueber die Bildung des Schwarzwaldes u. der Vogesen. 
(Zeitschr. d. deutschen geolog. Gesellsch.h XXVIII, 111.) 1876. 

285 F. Reiber, Miscellandes de zoologie alsatique. Colm. 1880. 

256 — et A. Puton, Catalogue des h&iipteres-heteropteres d’Als. et 
de la Lorr. Colm., Decker. 18%b. 

287 — Des regions entomologiques de l’Alsace et de la chaine des 
Vosges. Promenade entomologique & l’ile du Rhin pres de 
Strasb. Colm., Decker. 1878. 

288 H. Waldner, Exeursionsflora von E.-L. Autorisirto nach F. 
Kirschleger’s guide du botaniste bearb. Ausgabe. Mit 1 Karte. 
Heidelberg, Winter. 1876. : 

289 — Beiträge zur Excursionsflora v. E.-L. und Flore vog&sorhenane. 
Heidelberg, Winter. 1879. 

290 B. Weigand, Die Serpentine der Vogesen. (Mineralog. Mitt. 
ges. v. G. Tschermak. 1875. H. III.) Wien, Hölder. 1875. 

291 L. Würtenberger, Die Vogesenhalbinsel im Jurameer u. der 
Elsasser Golf. (Globus XX, 8). 1871. 

292 Abhandlungen zur geolog. Specialkarte von E.-L. Bd. I H. TI: 
Einleitende Bemerkungen über die neue geol. Landesaufnahme 
von E.-L. Verzeichniss der mineral. u. geol. Litteratur, zus.- 
gestellt von E. W. Benecke u. H. Rosenbusch. — H. II: 
Die Steigerschiefer u. ihre Contactzone an den Graniten von 
Barr-Andlau u. Hohwald, von H. Rosenbusch. Mit 1 geol. 
Kartensk. u. 2 lith. Taf. — H. Ill. Das Gneiss-Gebiet von Mar- 
kirch im O.-Els. v. P. Groth. Mit 1 geol. Kartensk. und 
2 Profilen. — H. IV. Ueber die Trias in E.-L. u. Luxemburg 
von E. W. Benecke. Mit 2 geol. Kartensk. u. 7 lith. Tafeln. 
Ba. II H. I. Der untere Dogger Deutsch-Lothr.v. W. Branco. 
Mit 10 lith. Taf. — H. II. Monographie der Rhynchonellen der 
Juraformation v. E.-L. Inaug.-Diss. v. H. Haas. Mit Atlas 
von 7 Taf. Str., Schultz. 1875—81. 


b) Specielles. 


293 J. Bücheler, Beitrag z. Klimatologie v. Bischweiler resp. Unter- 
Elsass. Bischw., Posth. 1878. Progr. d. Realgymn. 

294 E. Dietz, Essai sur le climat de Bischwiller. (Extr. du Bull. de 
la Soc. d’hist. nat. de Colm.) Colm., Decker. 1878. 

295 Gelshorn, Verzeichniss der in der Umgegend von Zabern wild 
wachsenden u, häufiger eultivirten Gefässpflanzen. Programm. 
Zabern, 1875. 


27° 


400 - III. Landeskunde. 


29% E. A. Gouzy, Resultate der zu Markirch gemachten meteorolog. 
Beobachtungen. August 1872 — Juli 1874. Markirch, Jardel. 
1874. Jahresber. des Realprogymn. mit d. Titel: Beitrag z. 
Klimatologie des Elsasses. 

297 — Resultate der während der Jahre 1876—1881 in Münster ge- 
machten meteorolog. Beobachtungen. Ein Beitrag z. Klimatologie 
des E:sasser. Progr. d. Realschule z. Münster. 1882. 

298 P. Groth, Die Mineraliensammlusg der K.-Wilh.-Univ. Str. <Mit 
6 lith. Taf.; Str., Trübner. 1878. 

299 R. lLepsius, Beiträge zur Kenntniss d. Juraformation im Unter- 
Elsass. Mit 2 lith. Taf. Leipzig, Engelmann 1875. 

300 Nap. Nickles, Coup d’oeil sur la vegetatien de l’arrondissement 
de Schlestadt. Colm., Decker. 1877. 

301 K. W. Petzold, Verzeichniss der in der Umgegend von Weissen- 
burg i. E. wildwachsenden u. häufiger cultivierten Gefässpflanzen. 
Gymn.-Progr. Weissenburg, Wentz:l. 1879. 

302 F. Reiber, Les insectes de la promenade Lenotre & Strasbourg. 
Col&optöres nouveaux ou rares pour l’Alsace et les Vosges. Colm., 
Decker. 1874. 

303 G. Reisser, Les bains de Chatenois. Etude hist. et scientifique. 
Mai 1875. Mulhouse, Bader. 1875. 

304 H. A. Roeder, Beitrag z. Kenntniss des Terrain & chailles und 
seiner Zweischaler in der Umgegend von Pfirt im Ober-Elsass. 
Mit 4 Taf. Str., Schultz. 1882. 

805 C. Rohmer, Station hydrominerale de Boultzbach Haute-Alsace. 
Colm., Jung. 1878. 

306 H Waldner, Ueber die Flora von Wasselnheim. Jahresber. d. 
Realschule zu W. Molsheim. 1875. 


C) Reiselitteratur. 


307 H.v. Berlepsch, Wanderungen in den Hochvogesen. (Im Neuen 
Reich. 1879. Nr. 42.) 

308 C.B. Black, The Rhine and Alsace, with their baths and mineral 
waters. Tllustr. with maps and plans. Edinburgh, Black. 1876. 

309 J. Bresch, Iha vall&e de Munster et les Vosges centrales. Guide 
du touriste. Avec 1 carte de la v. de Mulh. Colım., Barth. 1871. 

310 K. Buchner, Ein Ausflug nach St. Ottilien. (Im Neuen Reich 
1871 II, 355.) 

311 ©. Delitsch, Ein Spaziergang im Wasgenwald. (Aus allen Welt- 
theilen. VI, 353.) 1875. 

312 — Der Wasgenwald. (Aus allen Welttheilen, III, 1872. p. 100.) 

813 — Das nördliche Bergland an der Grenze von Elsass u. Dokhrinren. 
(Aus allen Weltth. III. 1872. Heft 5.) 

314 J. Euting, Der Oslilienberg. — Aus dem Vogesenführer v. Aug. 
Schricker erweitert u. ergänzt. Mit e. Karte des Odilienbergs 
und seiner Umgebung. S$tr., Trübner. 1874. 

315 P. Joanne, Collection des guides Joanne — guide diamant — 
Vosges, Alsace et Ardennes. 7 cartes. Paris, Hachette. 1876. 

316 H. Luks, Reise - Handbuch f. E.-L. Mit kriegsgeschichtlichen 
Notizen u. bes. Berücksichtigung der Vogesen. Mit 1 Karte und 
2 Plänen. Metz, Lang. 1875. 

317 — Das Reichsland E.-L. Topogr. statist. Handbuch mit kriegs- 
geschichtl. Notizen u. besond. Berücksicht. der Vogesen. Mit 
einer Karte. Metz, Lang. 1870. 


III. Landeskunde. 401 


318 C. Mündel, Die Vogesen. Ein Handbuch f. Touristen auf Grund- 
lage von Schrickers Vogesenführer neu bearb. Mit 12 Karten, 
einem Plan, 2 Panoramen und mehreren Hoizsch. Str., Trübner. 
1881. 2. Aufl. 1882. 

319 A. Mützelburg, ‘Hohwald, ein Blick ins Elsass’ (Gegenwart 5, 
58, 73). 1874. 

320 A. Schricker, In die Vogesen. Ein Führer. Str., Trübner. 1873. 

321 G. v. Seydlitz, Neuer Wegweiser durch die Vogesen 'nebst den 
Eisenbahnen des Reichslandes u. des franz. Abhangs, sowie 
den an ihnen liegenden Städten u. Ortschaften. Mit 1 Routen- 
karte. Freiburg i. B., Schmidt. 1876. 2. Aufl. (u.d.T.: Touristen- 
Führer f. d. Vogesen nebst den angränzenden Eisenbahnen u. 8. w. 
Mit 6 Karten.) .Metz, Lang. 1881. 

322 R. Stieve, Vogesen-Führer durch E.-L. I.: Unter-Eisass (mit 
3 Karten u. 1 Plane v. Strassburg). -- II.: Ober-Elsass (mit einer 
Karte u. den Plänen v. Mülh. u. Colm.) Str., Schauenburg. 1873. 

323 L. Storm, Praktischer Führer durch Elsass u. Lothr. Berlin, 
Goldschmidt. Griebens Reise-Bibl. Nr. 77. 1871. 

394 E. Stüber, ‘Die Burg Hohbarr im Elsass’. (Aus allen Welttheilen 
XII, 1881, p. 169). 

325 A. Süss, Der Weiler Craufthal im Elsass. (Aus allen Welttheilen 
x, 1879 p. 24.) 

326 Führer durch Elsass u. Lothringen. Heidelberg, Groos. 1871. 
2. Aufl. 1873. 

327 Notice explicative historique et göographique accompagnant la 
carte des excursions dans la chaine des Vosges. Str., Fietta. 1872. 

328 Strassburg. Neuer Führer durch Stadt u. Umgegend. Str., Bull. 
1876. 

329 Guide du voyageur & Mulhouse Avec une carte de la ville. 
Mulh., Bader. 1877. 


D) Topographie. 
330 A. Benoit, Le Sattelfelsen .. avec deux gravures. Str., Schultz. 
1879 


831 — Vers les Vosges. — Phalsbourg et Sarrebourg et leurs environs. 
Str. 1876. 

832 — Les inondations dans le bassin sup6rieur de l’IIl en 1778. La 
Doller, la Thur, la Liepvre. Colm. 1877. 

333 — Le Schneeberg et le comt& de Dabo en 1778. Str., Noiriel. 1878. 

334 K.Bernhardi, Die Sprachgrenze zwischen Deutschland u. Frank- 
reich ermittelt u. erläutert. mit 1 lith. u. color. Karte. Kassel, 
Freyschmidt. 1871. 

335 F. v. Bodungen, Die vormalige Grafschaft Lützelstein und die 
zugehörigen Waldungen. Str., Trübner. 1879. 

336 J Euting, Beschreibung der Stadt Strassburg u. des Münsters. 
Mit Titelbild, Panorama, Karte u. Holzschnitten. Str., Trübner. 
nn — Description of the city of Strassb. etc. Str., Trübner. 

337 Guthe, Die deutsch-französ. Grenzgebiete nebst Angabe der ehe- 
maligen Grenzen Deutschlands gegen Frankreich u. der Sprach- 
grenze beider Völker. Hannover, Schmorl. 1870. 

338 Hirt, Chäteau de Fleckenstein (Niederbronn). Excursion [der Soc. 
chor. v. Str.] du 20 aöut 1876. Mit 6 Abb. Str., Schultz. 1876. 

339 Höffel, Bericht über den Bau des Spitals u. Zufluchtshauses zu 
Buchsweiler, Mit Ansicht u. Grundriss. Str., Schultz. 1881. 


402 III. Landeskunde. 


340 H. Kiepert, Der Gebietsaustausch zwischen Deutschland u. Frank- 
reich in Folge des Frankfurter Friedens. (Zeitschr. der Gesell- 
echaft f. Erdkunde z. Berlin. 18:1. Bd. VI, 273 mit Karte 
1:120000 Taf. IIL) Berlin, Reiner. 

341 — Die Sprachrrenze in E.-L. (Zeitschr. d. Gesellschaft für Erd- 
kunde 1874, Bd. IX, 307 mit Karte. Blatt IV). 

342 [Kirchhoff], Die Hoh-Königsburg im Elsass. Mit 2 Ansichten 

“u. 2 Plänen. Str., Schultz. 1878. 

343 J. Klein, L’agrandissement de la ville et la question budge&taire. 
Lettres a M. le Rödacteur en chef du ‘Journal d’Alsace'‘. Str., 
Fischbach. 1876. 

8344 Mathias, Projet de canal & grande sectiongentre Strasbourg et 
Ludwigshafen. [avec 3 pl.] Str., Fischbag®®. 1878. 

345 F. Maurer, Deutschlands strategische Grenze gegen Frankreich. 
Hildburghausen, Bibliogr. Institut. 1870. 

346 E. Rottmann, Der Rheinwald. Str., Schneider. 1873. 

347 Ch. Wollbrett, Le nouveau lit du Rhin. Saverne, Gilliot. 1882. 
348 M. Z., Strasbourg. Sa description, ses fortifications, son röle 
militaire avant la guerre de 1870. Paris, Tanera. 1873. 

349 Description du departement du Bas-Rlıin publ. avec le concours 
el) gen6ral tom. III u. IV. Ie partie. Str., Berger-Levrault. 
1871. 

350 Die Sprachgrenze in E.-L. Petermann’s Ge:gr. Mittheilungen. 
1875, 321.) 

351 Die neue Grenze zwischen Deutschland u. Frankreich nach den 
Friedenspräliminarien von Versailles 20. Febr. 1871 und die Kreis- 
eintheilung v. Elsass u. Deutsch-Lothringen. (Petermann’s Geogr. 
Mitth. 1871, 156.) 

352 Denkschrift u. Erläuterungen über das Begehren behufs Einrichtung 
einer neuen Gemeinde aus den Weilern Echery Klein - Leberau 
und Sur l’Hate gegen die Stadt Markirch, mit welcher sie jetzt 
eine einzige u. nämliche Gemeinde bilden. Str., Fischbach. 1875. 

353 [E. Deuster u. Th. Ulrich], Memorandum z. Hafenfrage in 
Strassburg. (Mit 1 Plan.) Str., Fischbach. 1878. 

354 Construction d’un canal & grande section de Strasbourg & Ludwigs- 
hafen-Mannheim. Projet de petition & S. A. le Prince Chancelier 
de !’Empire soumis par G. Bergmann, Ch. Brauer, Th. Ulrich, 
R. Schmitten, A. Walther, delegues de la chambre de commerce 
de Strasbourg. auch deutsch. Str. o. J. 


E) Volkswirthschaft und Statistik. 


355 A. Adler, Elsass u. Lothringen f. Industrie u. Handel Deutsch- 
lands. (Der Welthandel IV, 1872, p. 65.) 

356 Frhr. v. Berg, Forststatistisches aus E.-L. Str., Bull. 1880. 

357 K. Brämer, Das neue deutsche Reichsland Elsass mit Deutsch- 
Lothringen; eine statist. Skizze. (Zeitschr. d. k. preuss. statist. 
Bureaus. 1871. p. 1.) 

353 — Statistisches über Elsass u. Lothringen. (Annalen des deutschen 
Reichs. IV, 1871, p. 969.) 

359 J.Clave, La situation &conomique de l’Alsace. (Revue des deux 
mondes. 1882, VI, 118.) 

8360 P. J. Fiedler, Fünf Kapitel aus der Landwirthschaft des Ober- 
Elsasses. Bearb. u. hg. im Auftrag des landw. Bezirksvereins 
Ober-Elsass. Sept. 1881. Gebweiler, Dreyfus. 1881. 

361 ea La manufacture des tabacs de Strasbourg. Sir. 

73. 


III. Landeskunde. 403 


362 Ch. Grad, Apercn statistique et descriptif sur l’Alsace aux derniers 
temps du rögime franguis. Mulh. 1872. 

363 — L’Alsace, sa situation et ses ressources au moment de l’annexion. 
(Bull de la soc. de G£ogr. III, 1872, p. 257, 412). 

364 —, Wiener Weltausstellung. Bericht üb. d. Industrie d. Elsasses. 
Colmar, Decker. 1073 (frz.: Exp. univ. de Vienne. $ır., Schauen- 
burg. 1873.) 

365 — coup d’oeil sur le developpement de la viticulture en Alsace et 
en ‚Allemagne. Mulh., Bader. 1875. 

366 - Etudes &conom. Coup d’oeil sur les chemins de fer d’A.-L. et 
leur exploitation. Colm., Jung. 1875. 

867 — Les ‚foröts de l’Alsace et leur exploitation. Colm., Decker. 1877. 

868 -—- Les voies de communication en Alsace. (Bulletin de la Societ6 
de geogr. de l’Est. 1879. p. 480.) 

369 — Etudes statistiques sur l’industrie de l’Alsace. I. Monographies 
industrielle. II. Institutions ind. Questions ouvrieres. Colmar, 
Barth. 1879. 80. 

370 K. Hack, Statistische Mittheilungen über die Stadt Mülhausen. 
1872. Mülh, Münch. 1873. 

371 — — 1873—75. Mit 4 Taf. in Farbendruck. Mülh. 1877. 

372 R. Jannasch, Die europäische Baumwollen-Industrie und deren 
Productionsbedingungen mit bes. Berücksichtigung d. Oberrheins. 
Berlin, Allg. Verlagsagentur. 1882. 

373 E. Le Bas, Mouvement de la population en Alsace. Paris. 1871. 

374 J. Lejeune, Les institutions ouvrieres dans la haute Alsace, 
compte-rendu. Nancy, Berger-Levrault. 1881. 

375 A. Marchand [Kaufmann], L’inauguration de l’exposition in- 
dustrielle de Mulhouse (11, 12 mai 1876). Lettres &crites d’Al- 
sace. Paris, Sandoz et Fischbacher. 1876. 

376 G. Meyer, Elsass u. Lothringen. Eine volkswirthschaftl. Studie. 
Bielefeld, Thiele. 1870. 

377 A. Römier, L’Als.-Lorr. depuis le trait& de Franefort (Bulletin 
de la Soc. de geogr. commerc. de Bordeaux 1878. p. 185. 209.) 

378 L. Reybaud, La Haute Alsace avant l’annexion et l’industrie 
cotonni&re & Mulhouse. (Revue des deux mondes 1875, I, 361.) 

379 J.Riedel, Eine Studie über Cultur-Technik, den Zustand ders. in 
E.-L. u. deren Geschichte in Oesterreich. Wien, Waldheim. 1879. 

380 Robin-Herzog, De l’avenir des foröts en Algerie et en Alsace. 
Colmar, Decker. 1872. 

381 M. Schall, Das Arbeiter-Quartier in Mülhausen i. E. Ein Gang 
durch dessen Entstehung, Einrichtung u. Geschichte u.s. w. Mit 
mehreren Plänen. Berlin, Kortkampf. 1876. 2. Aufl. 1877. 

382 A. Schmitter, Einige Notizen zur Statistik des Tabakbaues in 
E.-L. Str., Fischbach. 1877. 

383 J. Schultz, Das Mülhausener System der Arbeiterwohnungen. 
Eine Anregung zur Nachahmung dieses humanen Bekämpfungs- 
mittels des Socialismus. Hamburg 1878. Berlin, Bohne. 1881. 

384 H. Single, Lokal- u. Strassen - Eisenbahnen u. ihre Bedeutung 
f. E.-L. Str., Fischbach. 1879. 

885 Fr. W. Toussaint, Ein Beitrag zur wirthschaftl. Charakteristik 
des Reichslandes. (Vierteljahrsschrift f. Volkswirthschaft von 
Dr. E. Wiss. 18. Jahrg. 2. Bd.) 

385a Wasserfuhr, Der Gesundheitszustand in E.-L. während des 
Jahrs 1881. Str., Bull. 1882. 

386 Statistische Beschreibung v. E.-L. hg. vom statist. Bureau des k. 
Ober-Präsidiums zu Strassb. I. Abth. [I. Das Territorium. II. Die 
Bevölkerung.] Str., Bull. 1878. 


404 III. Landeskunde. 


387 Statistische Mittheilungen üb. E. -L. Hrsg. von dem stat. Bureau 
des k. Ministeriums f. E.-L. Str., Schultz. 1873—1832. — I. Die 
Bevölkerung der Gemeinden in E.-L. nach der Zählung vom 
1. Dec. 1871. — II. Der Flächeninhalt der Gemeindegemarkungen 
und die Ergebnisse der Viehzählung am 10. Jan. 1873 in E.-L. 
— III. Resultate der Pegelbeobachtungen an den e.-1. Flüssen 
Rhein u. Mosel, v. 1807—1872 inel. Mitgetheilt v.H. Grebenan. 
Mit 11 graph. Darst. — IV. Beiträge zur Bevölkerungsstatistik 
von E.-L. —- V. Das Sexual-Verhältniss der Geborenen. Eine 
statistische Studie v. W. Stieda. — VI. Die Bewegung der 
Bevölkerung in den Jahren 1873 und 1874. Schiffahrts-Verkehr 
auf der Mosel u. den e.-]. Canälen in den Jahren 1874 u. 1875. 
— VI. Die Bevölkerung der Gemeinden in E.-L. nach der 
Zählung vom 1. Dec. 1875. — VIII. Die Altersverhältnisse der 
Bevölkerung nach der Zählung am 1. Dec. 1815. — Schiffahris- 
Verkehr auf der Mosel und den e.-l. Canälen in dem J. 1576. — 
IX. Die Bewegung der Bevölkerung in den J. 1875 u. 1876. — 
Schiffahrts-Verkehr auf der Mosel und den e.-I. Canälen im J. 1877. 
— Meteorologische Beobachtungen. Mit einer graph. Darstellung. 
— Das Weinland in E.-L. Mit einer Karte. — X u. XI Bei- 
träge zur Geschichte der Volksseuchen und zur medizinischen 
Statistik und Topographie von Strassb. Von Dr. J. Krieger 
und Dr. Ad. Kriesche. — XII. Die Eheschliessungen in E.-L. 
1872—1876. Ein Beitrag zur vergleichenden Statistik der Ehe- 
schliessungen in Europa von W.Stieda. — XIH. Die Beobach- 
tungen der meteorologischen Stationen in E.-L., sowie die Grund- 
wasserstands- u. Bodentemperatur- Beobachtungen des Lehrer- 
Seminars zu Strassburg während des Jahres 1878. — XIV. Der 
Flächeninhalt der Gemeindegemarkungen a. Grund d. Erhebungen 
über die landwirthschaftl. Bodenbenutzung im J. 1878. — Ueber- 
sicht über die Ernteerträge in den Jahren 1878 und 1879. — 
XV. Die Gewerbe in E.-L. nach der Zählung vom 1. Dec. 1875 
von C. Hack. — XVI. Der Weinbau in E-L. v. Ch. Oberlin. 
Mit einer graph. Zusammenstellung der Vegetationsperiode der 
Rebe im Verhältniss mit dem Produkte, sowie der meteorol. Ein- 
wirkung auf dasselbe v. 1851—1879. — XV. Die Beobachtungen 
der meteorologischen Stationen in E.-L., sowie die Grundwasser- 
stands- u. Bodentemperatur-Beobachtungen des Lehrer-Seminars 
zu Strassb. während des J. 1879. — XVIII. Dasselbe währeni 
des J. 1830. 


388 Mittheilungen über Landwirthschaft, Wasser- u. Wegebau in E.-L. 
Band I während der Jahre 1871—77 |mit 8 Tafeln]. Band II 
während des Jahres 1878 nebst einem Bericht über die Arbeiten 
des Statistischen Bureaus in den Jahren 1872—79 [mit 7 Taf.] 
Band III während der J. 1879—1881. Str., Bull. 1878, 79, 82. 


389 Die forstlichen Verhältnisse in den Reichslanden. (Im Neuen 
Reich. 1873, 2, 777.) 


390 Wölfe und Wolfsjäger an der Reichslandesgrenze. (Im Neuen 
Reich 1874, 1, 980.) 

391 Ueber den Bau und den Vertrieb des Weines im Elsass. (Im 
Neuen Reich. 1873, 2, 656.) 

392 Die Eisen-Industrie v. E.-L. (Ausland 1871. Nr. 22.) 


393 Zur Beurtheilung der Sprachverhältnisse in E.-L. (Aus allen Welt- 
theilen III, 1872. p. 241.) 

394 Die Bevölkerung von Strassburg 1866 u. 1871. (Zeitschr. d. K. 
Preuss. Statist. Bureaus. 1871. p. 382). 


III. Landeskunde. 405 


395 Distanztabelle für E.-L. 1876. Nach den Feststellungen der Be- 
zirkspräsidenten zusammengestellt in dem statist. Bureau des K. 
Oberpräsidiums. Str, Fischbach. 1876. 


F) Karten: a) allgemeine. 


396 J. L. Algermissen, Special-Karte der Reichs-Lande E.-L. nach 
amtlichen Quellen bearb. Maasstab 1:200U900. Metz, Lang. 1878. 

397 — Specialkarte v. Ober-Elsass 1:200000. Metz, Lang. 1880 

397a — Specialkarte v. Unter-Elsas 1:200000. Metz, Lang. 1880. 

398 — Uebersichtskarte v. E.-L. Metz, Lang. 1879. 

399 — Topographische Generalkarte v. E.-L. 1:400000. Metz, Lang. 
1879. 

400 Arendt, Karte von Elsass u. Deutsch - Lothringen. München, 
Finsterlin. 1871. 

401 L. Arnold u. A. Kühn, Schul-Atlas v. E.-L. in 4 Karten. Geb- 
weiler, Bcltze. 1879. 

402 G. Glas, Wandkarte vom Reichslande E.-L. 1: 350000. München, 
Mey u. Widmayer. 1873. 

403 F. Handtke, Schulwandkarte des deutschen Reichslandes E.-L. 
6 Bl. Chromolith. Glogau, Flemming. 1871. 

404 — Karte von E.-L. Glogau, Flemming. 1871. 

405 Hausermann, Alsace-Lorraine. Paris, Becquet. 1875. 

406 H. Kiepert, Specialkarte von Elsass u. Lothringen nach ihrer 
gegenwärtigen Eintheilung seit der deutschen Besitzergreifung. 
Berlin, Reimer. 1870. 3. Aufl. als deutsches Reichsland seit dem 
Februar 1871. 

407 — Schulwandkarte v. E.-L. 6 Bl. 1:180000. Berlin, Reimer. 
1874. 

408 — Specialkarte des deutschen Reichslandes E.-L. 1:250000. 4 Bl. 
Berlin, Reimer. 1879. 

409 W. Liebenow, Karte der Provinzen Elsass u. Lothringen. 4 Bl. 
lith. u. col. Hannover, Oppermann. 1870. 

410 — Karte v. E.-L. 1:300000. 2 Bl. 3. Aufl. Hannover, Opper- 
mann. 1874. Ö 

411 A. Meyer, Specialkarte des deutschen Reichslandes E.-L. Revid. 
v. R. Lindner. Berlin, Abelsiorff. 1871. 

412 L. Ravenstein, Das deutsche Reichsland E.-L. nach der neuesten 
Eintheilung. Hildburghausen, Bibl. Inst. 1871. 

413 v. Witzleben, Specialkarte von Deutsch-Elsass u. Lothringen. 
Berlin, Heymann. 1871. 

414 Woerl, Neueste Specialkarte v. Elsass. 1:200000. Freiturg, 
Herder. 1879. 

415 nn Karte von E.-L. 1:840000. 4. Aufl. Freiburg, Herder. 
1879. 

416 Karte von E.-L. 1:80000. Auf Grund besond. Recognoscirungen 
unter Benutzung der Carte de France bearb. von der geogr.- 
stat. Abt. des Gr. Generalstabs. 383 Bl. Berlin, 1879, 


b) specielle. 

417 a Wandkarte des Kreises Colmar. Gebweiler, Boltze. 
1874. 

418 J..Bürgi, Carte du Massif principal des Vosges dress&e d’apr&s 
les cartes de l’Etat-Major. (Reliefkarte in 2 Abt.) Mulh. 

419 Heller, Karte von Schirmeck und Umgebung. 1:40000. Str., 
Trübner. 1879. 

420 Herlach, Niederbronn und seine Umgegend. Specialkarte für 
Touristen. 1:40000. Str., Trübner. 1882. 


406 1Il. Landeskunde. 


421 H. Kiepert, Karte der neuen deutschen Reichsgrenze gegen 
Frankreich nach den Friedenspräliminarien von Versailles (vom 
26. Febr. 1871) mit Anyabe der sprachl. u. histor. Grenze. Berlin, 
Reimer. 1871. 

422 — Specialkarte der deutsch-französ. Grenzländer mit Angabe der 
Sprachgrenze. Berlin, Reimer. 1870. 

423 Massinger, Topographische Karte der Umgebung von Strass- 
burg, früher. ‘Carte des environs de Strasbourg’ nach d. Plänen 
des Katasters von E. Simon hrsg. 1880. 

424 Reichert, Karte der Umgebung von Strassburg. Im Anschluss 
an die franz. Generalstabskarte für den Gebrauch der felddienst- 
übenden Truppen croquierend bearb. Str. u. Carlaruhe, Bielefeld. 
1:25000. 6 Bl. 

425 C. Reuter, Karte des Bezirks Ober-Elsass mit Angabe der Ent- 
fernung von Ort zu Ort. Colmar, Lang u. Rasch. 1878. 

426 — Karte des Bezirks Unter-Elsass. Distanzkarte. Str., Bull. 1880. 


427 Reymann, Kreiskarten von E-L. 15 Bl. 
428 — Karte der Umgegend von Strassburg. 
429 — Karte der Vogesen. Nördlicher Theil. 


ID — ,„ “ a Südlicher Theil. Str., Trübner. 

431—436 F. X. Saile, Wandkarten der Kreise Hagenau, Erstein, 
Rappoltsweiler, Weissenburg, Schlettstadt, Molsheim. 1:40000. 
Gebweiler, Boltze. 1876. 77. 

437 A. Schoull, Carte routiöre du departement du Haut-Rbin. Mül- 
‚hausen. Busieb. 1878. 

438 J. lenye: Wandkarte des Kreises Altkirch. Gebweiler, Boltze 
1875 


439 — Wandkarte des Kreises Gebweiler. 4 Bl. Gebweiler, Boltze. 

440 R. Woycke, Karte der Eisenbahnen in E.-L. und Luxemburg. 
1:500000. Mannheim, Bensheimer. 1875. 

441 Post- u. Eisenbahnkarte von Elsass u. Deutsch-Lothringen bearb. 
De des Gener.-Postamts. 1:420000. Berlin, Schropp. 
1871. 

442 Karte der unter Verwaltung der K. Generaldirection zu Strass- 
burg stehenden Eisenbahnen in E.-L. u. Luxemburg. 1:300000. 
Str., Hubert u. Haberer. 1882. 

443 Uebersichtskarte von sämmtlichen in E.-L. vorhandenen Waldungen 
1:300000. Str., Schultz. 1877. 

444 Karte des Gebweilerthales mit dem Grossen u. Kleinen Belchen. 
Hrsg. von der Section Gebweiler des Vogesenclubs. Gebweiler, 
Boltze. 1881. 

445 Wandkarte des Kreises Thann. Gebweiler, Boltze. 1874. 

446 Carte, topographique du dep. du Haut-Rhin, & l’Ech. de 1: 150000. 
Str., Berger-Levrault. [1870.] 

447 Carte topographique du d&partement du Bas-Rhin & l’Ech. de 
1:150000. Str., Berger-Levrault. [1870]. 

448 Specialkarte der deutsch-französ. Reichsgrenze bearbeitet in der 
geogr.-statist. Abtheilung des grossen Generalstabes. 1:80000. 
Berlin, Mittler u. Sohn. 1873. 

449 Karte der deutsch-französ. Grenzländer mit Angabe der seit dem 
17. Jahrh. von Deutschland abgerissenen Landestheile and der 
deutsch-französ. Sprachgrenze. Berlin, Nicolai. 1870 

450 Carte des environs de Strasbourg, dress6e d’apr&s les renseignements 
fournis par les ingenieurs des ponts et chaussees et par l’archi- 
de la ville, & l’&ch. de 1:20000. Str., Berger - Levrault. 
1872. 


III. Landeskunde. 407 


451 Uebersichtskarte der Gemarkungen der neugegründeten Gemeinde 
Hohwald und der Gemeinden Breitenbach und Erlenbach sowie 
der früheren Domäne Hohwald u. Ungersberg. 1:20000. Colmar, 
Decker. o. J. 


G) Pläne. 


452 Mossmann, Nouveau plan de la ville de Mulhouse et de la 
banlieu &dit& sous les auspices du conseil municipal, dessind et 
impr. par Bader. Mulh. 1872. 

458 A. Orth, Entwurf zn einem Bebauungsplan für Strassburg mit 
3 Taf. und 9 Holzschn. Leipzig, Seemann. 1878. 

454 Plan der Stadt Strassburg. 1:5000. Neue Ausg. Chromolith. 

Str, Schultz. 1880. 

455 Plan der Stadt Strassburg und ihrer Erweiterung. 1:5000. 2 Bl. 
Str., Schultz. 1880. 

456 Plan der Stadt Strassburg u. Erweiterung. Mit einem Uebersichts- 
kärtchen der Umgebung. Str., Trübner. 1881. 

457 Bebauungsplan für die Erweiterung d. Stadt Strassburg. 1:5000. 
Str., Schultz. 1880. 

458 Plan von Strassburg. Nach photolithographischen Reductionen 
des grossen Bebauungsplanes gedruckt und herausgegeben von 
Hubert u. Haberer. Str. 

459 Entwurf des Bebauungsplans für die Erweiterung der Stadt Strass- 
burg. Nach den letzten amtlichen Projecten gehalten. Str., 
Hubert u. Haberer. 

460 Plan de Strasbourg. Paris, Lemercier. 1876. 

461 Plan de la ville de Strasbourg. D’apr&s le plan göneral dresse 
par J. K. Villot. Str., Berger-Levrault. 1870. 

462 Plan der Stadt Strassburg. lith. u. col. Str., Bensheimer. 1877. 

463 Plan der Stadt Strassburg 1: 5000 mit Uebersichtsplan der nächsten 
Umgebung 1:40000. Str., Seitz u. Miller. 1873. 

464 Plan municipal de Strasbourg dresse d’apr&s les documents fournis 
par l’administration & l’ech. de 1:2000. Str. 1870. 

465 Plan topographique de la ville de Strasbourg pr&sentant les &tab- 
lissements publics et toutes les maisons particulieres detailles 
d’apr&s le cadastre, Str., Berger-Levrault. 1870. 

466 Plan der Stadt Strassburg. Mst. 1:5000. Nebst Uebersichtskarte 
der Umgebung. Masst. 1:200000. Str., Schauenburg. |1874.] 
— auch Mst. 1:100C0. 


H) Panoramen und Ansichten. 


467 R. Assmus, Bilder aus E.-L. Originalzeichnungen von R. A., 
Schilderungen von K. Stieler. Stuttgart, Neff. o. J. 

467a G. Dietsch, Chateau du Hoh-Kenigsbourg illustr&e de 6 vues 
ee par D. Cellarius, S. Marie-aux-Mines, Cellarius. 
1882. 


468 C. M. Eckert, Bilder aus dem Elsass in 52 Photographien nach 
der Natur mit erläut. Text v. J. Euting. Heidelberg, Basser- 
mann. 1875. 

469 X. Imfeld, Panorama du Ballon de Guebwiller. Publ. de la 
section Vosgienne du club Alpin Frangais. Nancy, Berger- 
Levrault. 1881. 

470 Klein, Album de Niederbronn ei ses environs. Str. 1870. 

411 Panorama de l’Alsace et des Vosges pris de la plateforme du 
chäteau de Hoh-Koenigsbourg. S. Marie-aux-Mines, Risler. o. J. 

472 Album von Strassburg. 24 Ansichten. Lichtdruck von J. Krämer 
in Kehl. Str., Schultz. 1877. 


408 IV. Geschichte. 


IV. Geschichte. 


A) Quellen und Historiographie. 


473 A. Benoit, Petite chronique Alsacienne (1600—1748). Mulh. 
Bader. 1874. 

474 — Recherche sur le lieu de naissance du chroniqueur Strasbourgeois 
Godefroi d’Ensmingen. Mulh., Bader. 1870. 

475 E. de Bouteiller et E. Hepp, Correspondance politique ad- 
dress6e au magistrat de Strasbourg par ses agents & Metz (1594 
-——1683) tire» des archives munieipales de la ville de Strasb. avec 
notes explicatives et table. Paris et Nancy, Berger-Levrault. 1881. 

476 L. Bri&le, Archives communales de la ville de Cernay, Haut- 
Rhin, anterieures A 1790. Inventaire sommaire, avec une intro- 
duction historique par A. J. Jngold. Colm., Hoffmann. 1872. 

477 J. C. Brucker, Les archives de la ville de Strasb. ant&rieures 
& 1790. Apercu sommaire. Str., impr. Heitz. 1873. 

478 — Inventaire sommaire des archives communales de la ville de 
Strasbourg anterieurs & 1790. Serie AA. 3 vol. Str., Fisch- 
bach. 1878 u. 82. 

479 F. Combes, Correspondance inedite de Louis XIV et de la re- 
publique helvetique au sujet de l’Alsace et de la Franche-Comte. 
Bordeaux, Crugy. 1877. 

480 J. Dietrich, La chronique des mines de Sainte Marie de Jean 
Haubensack. Colm., Decker. 1877. 

481 F. Ebrard, Eine Wasichensteiner Urkunde von 1308. (Zeitschr. 
f. Geschichte d. Oberrbeins. XX VIL 155—165, XX VIII. 372—375.) 
Karlsruhe, Braun. 1875 u. 76. 

482 D. Fischer, Les anciennes archives de l’evöche de Strasbourg 
et le veritable auteur de l’inventaire de ces archives. 0.O.u.J. 

483 F.Frensdorff, Strassburg. Geschichtsschreibung. (Preuss. Jahrb. 
27, 274.) 1871. | 

483a G. Grandaur, Die Jahrbücher von Marbach übers. von G. G. 
(Geschichtsschr, d. dtsch. Vorzeit. Lgf.62.) Leipzig, Duncker. 1881. 

484 A. Hafner, A. Wiermann’s von Bern ‘Wahrhaffte Hystory der 
Erobrung der Statt Milhusen im 1587. Jare'. (Anzeiger für 
Schweizer. Geschichte. 3. Jahrg. 1878—81. 8. 398.) Solothurn, 
Schwendimann. 

485 C. Hegel, Die Chroniken der oberrhein. Städte. Strassburg. 
2 Bände. Leipzig, Hirzel. 1870 u. 71. (Die Chroniken der 
deutschen Städte vom 14. bis ins 16. Jahrh. VIII u. IX.) 

486 Königshofen. G v. d. Au, Zur Kritik Königshofens. (Dissert.) 
Essen, Geck. 1880. 

487 — A. Bernouilli, Königshofens Bericht über die Schlacht bei 
Sempach. (Jahrbuch f. Schweizer. Geschichte. Bd. 5.) 

488 — v. Favrat, Bericht über die grössere deutsche Cronik des 
Jacob von Künigshoven. Wiesbaden, autogr. Ulrich. 1871. 

489 — A. Schulte, Closener u. Königshofen. Beiträge z. Geschichte 
ihres Lebens u. der Entstehung ihrer Chroniken. (Strassb. Studien 
v. Martin u. Wiegand. 1882. S. 277.) 

490 — H. Topf, Zur Kritik Königshofens. (Zeitschr. f. Geschichte 
d. Oberrheins XXXIV, 1—48, 170-211.) Karlsruhe, Braun. 1882. 

491 K. Koppmann, Vom Strassb. Münster. (Von Nah u. Fern, Fest- 
gabe f. Wehrmann.) Hamburg, 1879. 

492 M. v. Neuenburg. C. Hegel, Albert v. Strassburg u. Matthias 
von Neuenbnrg. (Forschungen z. deutschen Geschichte X, 235.) 
Göttingen, Dieterich. 1870. 


IV. Geschichte. 409 


493 M. v. Neuenburg. A. Huber, Matthias von Neuenburg und 
Jakob v. Mainz. Wien. 1882. 

494 — D. König, Matthias von Neuenburg u. Heinrich von Diessen- 
hoven. (Forschungen z. deutschen Geschichte. XIX, 235.) 1879. 

495 — J.J. Merian, Der Chronist Matthias v. Neuenburg. (Anzeiger 
f. Schweiz. Gesch. III, 212.) 1877—81. 

496 — W. Soltau, Der Verfasser der Chronik des Matthias von 
Neuenburg. Zaberner Gymn. Progr. 1877. 

497 — W. Soltau, Matthias von Neuenburg, Jacob von Mainz oder 
Albertus Argentinensis? (Strassb. Studien v. Martin u. Wiegand. 
1882. S. 301) 

498 — Th. F. A. Wichert, Jakob von Mainz, der zeitgenössische 
Historiograph u. das Gesclhichtswerk des Matthias v. Neuenburg. 
Königsberg, Hartung. 1881. 

499 K. Menzel, Archivalische Mittheilungen z. Geschichte der Ober- 
rheinischen Gebiete insbesondere von Elsass, Baden und der 
Bair. Pfalz. (Zeitschr. f. Geschichte d. Oberrheins. XXIII, 438.) 
Karlsruhe, Braun. 1871. 

500 X. Mossmann, Notes et documents tires des archives de la ville 
de Colmar. Colm., Jung et Barth. 1872. 

501 Ohleyer, Der Bauernkrieg um Weissenburg a. 1525. Nach einem 
bei dem Brande der Strassb. Bibliothek 1870 zu Grunde ge- 
Fu Manuscript von Balthasar Boell. Weissenburg, Wentzel. 
1873. 

502 J. Rathgeber, Beiträge z. Geschichte d. Elsasses. (Forsch. z. 
d. Gesch. XV, 457.) 1875. 1. Der Stadt Türkheim Freiheitsbrief. 
2. Aus einer untergegangenen elsäss. Chronik. 3. Aus einem alten 
Colmarer Kaufhausbuch. 

503 R. Reuss, Die Beschreibung des bischöflichen Krieges a. 1592. 
Eine Strassburger Chronik mit Anm. und ungedr. Beilagen. Str., 
Treuttel u. Würtz. 1878. 

504 — Zwei Lieder über den Diebskrieg oder Durchzug des Navar- 
rischen Kriegsvolkes im Elsass (15357). Mit kritischer Einleitung 
u. ungedruckten Beilagen. Str., Noiriel. 1874, 

505 — Strassburgische Chronik von 1667-- 1710. Memorial des Am- 
meisters Franciscus Reisseissen. Zum ersten Male nach dem 
Original hg. mit Anm. u. Einl. Str., Bull. 1877. 

506 — Extraits d’une correspondance politique adress&e de Metz pendant 
les annees 1682—83 & Chr. Guntzer. (Bulletin de la Societ& de 
V’histoire du protestantisme francais 1878.) 

507 — Strassburg im sechzehnten Jahrh. (1500—1591). Auszug aus 
der Imlinschen Familienchronik. Colm. 1875. 


508 — Strassburg im dreissigjähr. Kriege. Fragment aus der Strassb. 
Chron. des Malers Joh. S. Walther. (Progr. des prot. Gymn.) 
Str., Heitz. 1879. 


509 — Strassb. Chronik von 1657—1677. Aufzeichnungen des Am- 
meisters Franciscus Reisseissen mit Einl. und Anm. Str., Bull. 


1880. 


510 — Les Chroniques d’Alsace. —I. La Chronique Strasbourgeoise de 
Jean-Jacques Meyer d’apr&s le manuscrit de la collection Heitz. 
— II. Ausführliche und grundrichtige Beschreibung von der 
Stadt Strassburg. Chronique Strasbourgeoise de 1672 a 1684 
avec un extrait du Memorial de F. Reisseissen d’apres les 
manuscrits de la collection Heitz. Str., Noiriel. 1873. 


511 J. S&e, Hausbuch von Dominicus Schmutz, Bürger von Colmar, 
Colm., Jung. 1818. 


410 IV. Geschichte. 


512 J. S&e, Ambrosius Müllers Stamm- u. Zeitbuch. Hauschronik 
eines Bürgers von Colmar zur Zeit Ludwigs XIV. (1678— 1705.) 
Colm., Jung u. Barth. 1873. 

513 — Johann Joner’s Notanda. Tägliche Notizen eines Stettmeisters 
von Colmar zur Zeit Ludwigs XIV. (1673—1705.) Colm., Jung 
u. Barth. 1873. 

514 — Hans Stoltzs Ursprung und Anfang der Stadt Gebweyler. 
Colm., 1871. 

515 — Beschreibung der Belager- und Einnehmung der Stadt Colmar. 
Colm., 1878. 

516 L. Spach, Inventaire-sommaire des Archives d&partementales 
anterieures & 1790. Bas-Rhin, Arch. 6&ccl. Sör. G — H. IV. Str, 
Berger-Levrault. 1872. 

517 — Das Stadtarchiv zu Strassburg. (Archiv. Zeitschr. von v. Löher 
IV, 224) Stuttgart, Spemann. 1879. 

518 — Lettres &crites & la cour par M. D’Angervilliers intendant 
d’Alsace de 1716 & 1724. Str., Schultz. 1878. 

519 G. Stoffel, Tomus miraculorum Sancti Theobaldi. Im Original- 
text hrsg. 'Colm. Jung. 1875. 

520 H. Virck, Politische Correspondenz der Stadt Strassburg i im Zeit- 
alter der Reformation. 1. 1517—1530. (Urk. u. Akten der Stadt 
Str. Hg. mit Unterstützung der Landes- u. der Stadtverwaltung. 
11, 1.) Str., Trübner. 1882. 

521 v. Weech, "Eine Urkunde Kaiser Heinrichs VII. für das Stift 
Rheinau. (Zeitschr. f. Gesch. des Oberrheins. XXVI, 135--156.) 
Karlsruhe, Braun. 1874. 

522 L. Weiland, Chronicon Ebersheimense (Mon. Germ. SS. tom. 
XXIII, 427.) Hannover, Hahn. 1874. 

523 J. Weizsäcker, der Strassburger Fascikel von 1431, ein Bei- 
trag zur Geschichte der Reichstagsverhandlungen in der Hussiten- 
a (Forsch. z. deutschen Gesch. XV, 599.) Göttingen, Dieterich, 
1875. 

524 W. Wiegand, Urkundenbuch der Stadt Strassburg. I. Urkunden 
und Stadtrechte bis zum Jahr 1266. Str., Trübner. 1879. (Urk. 
u. Akten der Stadt Strassb., hrsg. mit Unterstützung der Landes- 
und der Stadtverwaltung. I, 1.) 

525 — Bellum Waltherianum. Strassb. Habilitationsschrift. Studien 
zur elsässischen Geschichte u. Geschichtsschreibung im Mittelalter. 
I) Str, Trübner. 1878. 

526 J. Wille, Briefe Jakob Sturms, Stettmeisters von Strassburg. 
(Zeitschr. f. Geschichte d. Oberrheins. XXXIIL 101.) Karlsruhe, 
Braun. 1880. 

527 Zweiundzwanzig deutsche Urkunden aus dem 13. Jahrh. Aus 
Strassburger Archiven mitgetheilt von einem Liebhaber elsäss. 
Geschichte. Mülh., Brüstlein. 1876. 

528 Warhaffter Bericht was gestalten der Hochwürdigst, Durchleuchtig 
Hochgeborner Fürst und Herr, Herr Frantz Egon Bischoff zu 
Strassburg... den 20. Octobris 1681 mit schönem Gefolg seinen 
offentlichen Einzug in die Stadt Str. gehalten und auch welcher 
gestalten Höchstgedachte Ihre Hochfürstl. Gnaden die Dhom-Kirch 
wieder eingeweyhet undidarinnen Ihro Königl. Majestät in Franck- 
reich sampt dero gantzen königlichen Hoff Hochfeyerlich em- 
pfangen. (Strassburg 1681.) [Wiederabdruck Strassburg o. J.] 

529 La magnifique entre de son Altesse Frangois Egon evesque et 
prince de Strasbourg ... dans la ville de Strasbourg le 20me 
Octobre 1681. Aussy la reconciliation de l’eglise et la glorieuse 
reception de sa Majest6 tres-Chretienne par Monsieur l’Evesque. 


IV. Geschichte. 411 


(Str. 1681.) [Reimpression, Strasb. s. a] [mit dem deutschen Be- 
richt vereinigt u. d. Titel: Entree de Louis XIV dans la ville 
de Strasbourg le 20. d’Octobre 1681.) 

530 Letzter Reichsabschied von der Mutter dem Römischen Reich an 
die Enterbte Tochter nun Französische Stadt Strassburg. (Zeitschr. 
f. deutsche Culturgesch. hrsg. v. Müller. IV, 191.) Hannover, 
Schlüter. 1875. 

531 —r, Das Stadtarchiv in Strassb. (Im Neuen Reich 1874, 1, 342.) 


B) Biographien. 


532 Bildestein. [V. Guerber], Die Familie Bildestein in Hagenau 
im 17. Jh. Str., Le Roux. 1881. 

633 Blotzheim. J. X. Mossmann, Jean de Blotzheim, chancelier 
de Rodolphe IV. l’ingönieux, duc d’Autriche. (Revue Historique 
1877. V, 306.) 

634 Berthold v. Buchegg. — E. Leupold, Berthold v. Buchegg, 
Bischof von Strassburg. Ein Beitrag zur Geschichte des Elsass 
und des Reichs im 14. Jahrh. Str., Trübner. 1882. 

635 Dagobert. — J. H. Albers, König Dagobert in Geschichte, 
Legende und Sage. Progr. d. Realschule zu Wasselnheim. 1882. 

636 Grandidier. — M. A. Grandidier, Biographie de l’abbe Gran- 
didier, historiographe du Roi pour la province d’Alsace. Havre. 
1878. 

537 — Merklen, Jeunesse famille et amis de Grandidier, notes 
extraites de ses memoires inedits. Colm., Barth. 1873. 

538 Johann v. Dürbheim. — N. Rosenkränzer, Bischof Johann I. 
von Strassburg genannt von Dürblheim. Trier, Dasbach. 1881. 

639 Müllenheim. — H. Rocholl, Der K. Polnische Oberjägermeister 
u. Kämmerer Herr Gebhard von Müllenheim - Rechberg, 1599 — 
1673. Str., Schultz. 1881. 

540 Kleber. — J. Clav6, Un general republicain. Kleber d’apr&s 
sa correspondance. (Revue des deux mondes. 1879, III, 139.) 

541 — Le comte Pajol, Kleber, sa vie, sa correspondance. Paris, 
Firmin-Didot. 1877. 

542 — S. Sugenheim, Kleber, eine biographische Skizze. (Im Neuen 
Reich. 1873, 2, 121.) 

543 Levy. — IL Loeb, Hirtzel Levy mort martyr & Colmar en 1754. 
Versailles, Cerf. 1881. A 

544 Manteuffel. — W. Horning, Ein historisches Cultur- u. Cha- 
rakterbild aus dem Deutschland des 17. Jahrh., Christoph von 
Manteuffel. Str., 1881. 

545 Oberlin. — F.Bernard, Vie d’Oberlin. 2e edit. Paris, Hachette. 
1879. 

546 — F. W. Bodemann, Johann Friedrich Oberlin, Pfarrer im 
Steinthal. Nach seinem Leben und Wirken dargestellt. Mit 
Oberlins Bildniss in Holzschnitt. 3. Aufl. Stuttgart, Steinkopf. 
1879. 

547 — Oberlin, der Patriarch des Steinthales im Elsass. Berlin, Beck. 

71 


548 Rohan. — Le Roy de Sainte-Croix, Les quatre Cardinaux 
de Rohan (evöques de Strasb.) en Alsace. Str., Hagemann. 1881. 

549 Schaeffler. — R. Reuss, Soldat, moine et maitre de danse ou 
mem. d’un Als. du XVIIIe siecle. (Joh. Balt. Schaeffer.) (Extr. 
des Affiches de Str.) Str., Fischbach. 1878. 

550 Schneider. —F.X. Wegele, Eulogius Schneider. (Hist. Zeitschr. 
hg. v. v. Sybel, 37, 257.) München, Oldenbourg. 1877. 


412 IV. Geschichte. 


551 Schott. — Anton Schott, Leben eines Colmarer’s aus dem 17. Jahr- 
hundert. Colm., Jung. 1878. 

552 Schwendi. — v. Janko, Lazarus v. Schwendi, oberster Feld- 
hauptmann u. Rath Kaiser Maximilians II. Wien, Braumüller. 1871. 

553 Sleidan. — H. Baumgarten, Ueber Sleidans Leben u. Bricf- 
wechsel. Str., Trübner. 181%. 4 


554 — Sleidan’s Briefwechsel, hrsg. v. H.Baumgarten. Str., Trübner. 
1881. 
555 — E. Böhmer, Alte Worte aus Strassburg für ein einiges 


Deutschland. (Grenzboten XXIX, IV, 9.) 1870. 

556 Jacob Sturm. — Baum, Jakob Sturm von Sturmeck, Strassburgs 
grosser Stettmeister und Scholarch. Standrede gehalten bei der 
Enthüllung seines Denkmals auf dem Grasboden oder Hofe des 
neuen protest. Gymnasiums am 14. Juni 1870. Str., Schmidt. 1872. 

557 — H. Baumgarten, Jacob Sturm. (Rectoratsrede.) Str., 
Trübner. 1876. 

558 — F.A. Stein, Jacob Sturm, Stettmeister v. Strassburg. Leipzig. 
1878. 

559 Trotha. — Kindler v. Knobloch. Hans Trapp. Ein Beitrag 
zur Geschichte der Familie von Trotha. Sıtr., Schultz. 1882. 

560 G. Krause, Ein Hohenzoller als Bischof von Strassburg (1592 — 
1604). (Grenzboten XXXIII, II, 16.) 1874. 


C) Landesgeschichte: a) allgemeine. 


561 K. Badewitz, Das deutsche Reichsland E.-L. Darstellung seiner 
Geschichte, Ortsverhältnisse u. des jüngsten Kampfes um seine 
Wiedererwerbung. Eine Jubelschrift f. Schule u. Haus. Dresden, 
Dietze. 1871. 

562 F. Baümker, Rechtlicher Besitz und wechselnde Geschicke vom 
linksseitigen Stromgebiete des Rheins. Gymn.-Progr. Paderborn, 
Junfermann. 1875. 

563 L. G. Gloeckler, Das Elsass. Kurze Darstellung seiner poli- 
tischen Geschichte. Freiburg, Herder. 1876. 

564 A. Hausrath, Die oberrheinische Bevölkerung in der deuischen 
Geschichte. Heidelberg, Bassermann. 1871. 

565 Chr. Hutzelmann, Angriffe Frankreichs auf Elsass u. Lothringen. 
Ein Beitrag zur Geschichte dieser beiden Reichslande. Nürnberg, 
Schmid. 1872. 

566 E. Lehr, Melanges de litterature et d’histoire alsatiques. Str., 
Noiriel. 1870. 

567 Fr. v. Löher, Aus Natur und Geschichte von E.-L. Leipzig, 
Duncker u. Humblot. 1871. 

568 O. Lorenz u. W. Scherer, Geschichte des Elsasses von den 
ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. Bilder aus dem politischen 
und geistigen Leben der deutschen Westmark. Berlin, Duncker. 
1871. 2. Aufl. 1872. 

5688 — — Geschiedenis van den Elzas uit het Hoogduitsch door W. 
ten Entel. Deventer, Hulscher. 1871. 

569 W. Maurenbrecher, Elsass — eine deutsche Provinz. Berlin, 
Weber. 1870. 

570 Merklen, Mölanges d’histoire et de litterature en Alsace. Colmar, 
Barth. 1873. 

571 J. Rathgeber, Die Geschichte des Elsass in übersichtlicher 
Darstellung. Str., Schultz. 1878 u. 82. 

572 A.Schmidt, Elsass u. Loihringen. Nachweis wie diese Provinzen 
2 deutschen Reiche verloren gingen. 3. Aufl. Leipzig, Veit. 
1870. 


IV. Geschichte. 413 


573 F. Schmidt, Bilder aus dem Elsass. Bremen, Volksschriften- 
Verlag. 1876. 

574 O.Schwebel, Historische Bilder aus dem Elsass. Berlin, Gülker. 
1374. 

575 Ed. Siebecker, Les grands jours de l’Alsace. Paris. 1879. 

576 E. F. Sitzmann, Histoire politique et religieuse de l’Alsace de- 
puis les temps le plus recul6s jusqu’ & nos jours. Bancy, Berger- 
Levrault. 1878. 

577 J. Slawyk, Elsässische Geschichtsbilder f. die Schule bearbeitet. 
Gebweiler, Boltze. 1873. 6. Aufl. Strassburg. 1879. 

78 G Solling, L’Alsace et la Lorraine, esquisse historique. Berlin, 
Kortkampf. 1871. 

579 Ad. Thrupp, A Short History of Lorraine and Alsace. With 
Map and Genealogical Tables. Stanford. 1871. 

580 E. Trauttwein v. Belle, E.-L., ein Spiegelbild der Geschicke 
Deutschlands. Breslau, Koebner. 1877. 

581 R. Usinger, Die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. 
Eine historische Skizze. Berlin, Mittler. 1870. 

582 W. Watterich, der deutsche Name Germanen und die ethno- 
graphische Frage vom linken Rheinufer. Eine historische Unter- 
suchung. Paderborn, Schöningh. 1870. 

583 B. Wernecke, Elsass u. Lothringen. Ein Vortrag. Münster, 
Russell. 1871. 

584 A. Wohlwill, Geschichte des Elsasses in kurzer Uebersicht. 
Hamburg, Meissner. 1870. 2. Aufl. 1871. 

585 The Story of Alsace and Lorraine and How They Were Lost by 
Germany. With a Full Account of the Sieges of Metz in 1444 
and 1552, the capture of Strasburg in 1681. Hotten. 1871. 

586 Elsass u. Lothringen. Geschichtlicher Rückblick in geweinfass- 
licher Darstellung von einem Schweizer. Bern, Mann u. Bäschlin. 
1871. 

587 Das linke Rheinufer besonders Lothringen u. Elsass. Ein ge- 
schichtlicher Vortrag. Stendal, Franzen u. Grosse. 1877. 

588 Aus dem Elsass. Alte Geschichten für das Volk erzählt von einem 
Elsässischen Schulmeister. Karlsruhe, Malsch u. Vogel. 1875. 


b) monographische: 1) Alterthum und Mittelalter. 


589 W. Arnold, Die deutschen Stämme in E.-L. (Cap. 3 der Studien 
zur d. Culturgeschichte.) Stuttgart, Cotta. 1832. 

590 F. Dahn, Die Alamannenschlacht bei Strassburg (357 n. Chr.). 
Braunschweig, Westermann. 1880. 

591 Fabre, La Lorraine et l’Alsace; leur annexion au Saint-Empire 
romain au Xe sieele. Amiens, Delattre-Lenoäl. 1878. 

592 J. M. Gyss, Encore un mot sur les origines alsatiques. Str., 
Schultz. 1879. 

593 A.Lütolf, Die Zerstörung d. Reichsveste Schwanau. (Forschungen 
z. deutschen Gesch. XIX, 449.) 1819. 

59141 X. Mossmann, Un chef «le bande des guerres de Bourgogne. 
Mulh., Bader. 1873. (Extrait du bulletin de la Soc. industr. de 
Mulh.) 

595 P. Ristelhuber, L’Alsace & Morat. Etude historique publ. & 
l’oecasion du quatri&me centenaire de la bataille de ce nom avec 
pieces in@dites. Paris, Champion. 1876. 

596 J. Schlumberger, Cäsar und Ariovist oder Versuch den Ort 
zu bestimmen, wo Ariovist von Cäsar geschlagen wurde. Colmar, 
Jung. 1877. 

597 B. Stehle, Das Elsass im 13. Jahrh. (Globus Band 38.) 188. 

Strassh, Studien, 98 


414 IV. Geschichte. 


598 A. Tuetey, Les 6corcheurs sous Charles VII. Episodes de l’his- 
toire militaire de la Frauce au XVe siecle d’apres des documents 
inedits. Montbeliard. 1874. 

599 W. Wiegand, Die Alamannenschlacht bei Strassburg. (Gemeinde- 
Zeitung f. E.-L. 1881. Nr. 1 u. 2.) 

600 E. Wülcker, Mittheilungen aus dem Frankfurter Stadt - Archive. 
Urkun:!en u. Schreiben betr. den Zug der Armagnaken (1439 — 
1444). Frankfurt. 1873. (Neujahrsblatt des Vereins f. Geschichte 
u. Alterthumskunde zu Frankfurt a. M. für 1873.) 


2) Reformation und 30jähriger Krieg. 


601 J. P. Albrecht, Zur Geschichte des Bauernkriegs im Elsass. 
Vortrag. Str., Schmidt-Bull. 1876. 

602 Alexi, Der Tod des Herzogs Bernhard von Weimar, nach einem 
authentischen Aktenstücke aus dem Bezirksarchiv zu Colmar. 
Colmar. 1873. 

603 L. Brunner, De Märtyrer von Ruffach. Eine Erinnerung aus 
dem Schweienkrieg im Elsass. Rixheim, Sutter. 1871. 

604 J. Froitzheim, Der Westfälische Frieden und Deutschlands 
Abtretungen an Frankreich. Bischweiler. Progr. 1876. 

605 Gmelin, Die Versammlung zu Hagenau 1540 u. Markgraf Ernst 
von Baden. (Zeitschr. f. Gesch. d. Oberrheins XX VII, 166). Karls- 
ruhe, Braun. 1875. 

606 D. A. Godron, Etudes sur la Lorraine dite allemande, le pays 
Messin et ’ancienne province d’Alsace. Nancy, Crepin-Leblond. 
1874. 2. ed. 1815. 

607 K. Molitor, Der Verraıh von Breisach 1639. Ein Beitrag zur 
Geschichte des Verlustes der Lanidgrafschaft im Elsass nebst 
Breisach u. Sundgau an Frankreich im 30jährigen Kriege. Jena, 
Dufft. 1875 

608 P. Morey, Ex-voto du duc Antoine de Lorraine en reconnaissance 
des victoires qu’il remporta en Alsace sur les rustauds en 1525. 
Nancy, Berger-Levrault. 1880. 

609 X. mn n, Un Echec militaire de Henri IV en Alsace. Str., 
1881. 

610 L. Ott, Le siege de Wattwiller et le sac d’Uffholtz par les rustauds 
en 1525 par un contemporain. Mulh., Risler. 1872. 


3) französische Annexion und Revolution. 


611 A. Benoit, Les conferences de Haguenau en 1815. Mulh. 1873. 

612 — Depöäches militaires inedites sur l’invasion de 1815. Vosges et 
Alsace. Mulh. 1878. 

613 R. Boeckh u. H. Kiepert, Historische Karte von Elsass und 
Lothringen zur Uebersicht der territorialen Veränderungen im 
17. und 18. Jahrh. nach den Originalquellen. Berlin, Reimer. 
1871. 

614 H. Choppin, Campagne de Turenne en Alsace 1674—75 d’apres 
des documents inedits. (Extrait du Spectateur militaire.) Paris, 
Dumaine. 1875, 

615 en La France et l’Alsace daus le passe. Paris, Amyot. 
1874. 

616 L. Duval, Un £pisode de la revocation de l’edit de Nantes. Exil 
aA Gu6ret du premier magxi.trat de Strasbourg en 1685. Limoges, 
Duecourtieux. 1873. 

617 Ch. Gerard, La bataille de Türckheim 5 janvier 1675. Colmar, 
Barth. 1870. 


IV. Geschichte. 415 


618 J. Grossmann, Das Seel-zagende Elsass (Zeitschr. f. deutsche 
Culturgesch. III, 121.) Hannover, Schlüter. 1874. 

619 L. Hecht, Les colonies lorraines et alsaciennes en Hongrie. 
(aveo une carte.) Nancy, Berger-Levrault. 1879. 

620 Th. v. Kern, Strassburgs Einverleibung in Frankreich. (Ge- 
mn Vorträge u. Aufsätze. Nr. 5.) Tübingen, Laupp. 
1875. 

621 M. Kirchner, Elsass im Jahre 1648. Ein Beitrag zur Terri- 
torialgeschichte. Mit einer Specialkarte 1:320000. Duisburg, 
H. Raske. 1878. (Programm d. Realschule.) 

622 Eee im Jahre 1789. Territorialkarte 1:320000. Str., Trübner. 
1880. 

623 K. Mendelssohn-Bartholdy, Eulogius Schneider u. die Re- 
volution im Elsass. (Preuss. Jahrb. XXVIII, 50 ff.) 1871. 

624 C. J. Marquis de Nettancourt, L’Alsace & la fin du regne 
de Louis XIV. Esquisse du travail & faire sur la defense et la 
conservation de l’Alsace de 1710 & 1714 au moyen des papiers 
et documents provenant de Jaques Bazin de Besons. Poitiers. 
Paris, Oudin freres. 1877. 

625 J. C. Neuhaus, Der Friede von Ryswick u. die Abtretung 
Strassburgs an Frankreich 1697. Grösstentheila nach ungedruckten 
Gesandtschaftsberichten u. Sitzungsprotokollen. Freiburg i. Br., 
Herder. 1873. 

626 H. Pastenaci, Die Schlacht bei Enzheim den 4. October 1674. 
Dissert. Halle, Niemeyer. 1880. 

627 R. Reuss, L’Alsace pendant la revolution frangaise. I. Corre- 
spondance des deputes de Sirasbourg & l’assemblöe nationale. 
Paris, Fischbacher. 1880. 

628 — Les tribulutions d’un maitre d’ecole pendant la revolution. 
(Jean Martin Schwörer.) Str., Fischbach. 1879. 

629 H. Rocholl, Der grosse Kurfürst von Brandenburg im Elsass 
1674—75. Mit 1 Karte zum Gefecht bei Türckheim. Sıtr., Trübner. 
1877. Ä 

630 — Der Feldzug des grossen Kurfürsten gegen Frankreich 1674— 
1675. Sammlung der in den Elsässischen Archiven beruh. die 
Brandenburgische Campagne betreff. handschriftlichen Documente. 
[Aus der Zeitschr. f. Preuss. Geschichte.] Berlin, Mittler. 1879. 

631 — Der ‘Götterbote Merkur’ über die Brandenburgische Campagne 
im Elsass 1674—75. (S.-A. aus der Zeitschr. f. preuss. Gesch. 
Aprilheft 1878.) Berlin, Mittler. 1818. 

632 A. Schneegans, Da« Elsass vor der Revolution von 1789. 
(Deutsche Rundschau 23, 415.) 1880. 

633 A. Schricker, Ein Blick in die französische Verwaltung des 
Elsass in den J. 1716—24. Str., Fischbach. 1879. 

634 v. Wedelstaedt, Das Treffen bei Entzheim 1674. (Jahrb. für 
die deutsche Armee u. Marine. Band 26 Heft 1.) 1878. 

635 Zur französischen Grenzregulirung. Deutsche Denukschriften aus 
den Verhandlungen des 2. Pariser Friedens. Berlin, Lüderitz. 
1870. 


D) Ortsgeschichte. 


636 D. Fischer, Die bischöflich -strassburg. Regierung in Zabern. 
Zabern, Gilliot. 1871. 

637 — Recherches sur le revenus de }l’&vöch& de Strasbourg et 6tat 
de ses recettes et depenses. (Extr. de la Rev. d’Als.) Mulh., 
Bader. 1875. 

638 B. Hückel, Notice sur l’ancien Hattgau. Str., Schultz. 1878. 


28* 


416 IV. Geschichte. 


689 J. G. Lehmann, Dreizehn Burgen des Unter-Elisasses u. Bad 
Niederbronn. Nach historischen Urkunden. Str., Trübner. 1878. 

640 J. Rathgeber, Die Grafschaft Hanau-Lichtenvderg. Eine elsäss. 
Volksschrift. Str, Trübner. 1876. 

641 W. Rullmaun, Landschaftliches und Geschichtliches aus dem 
Unter-Elsass. Stuttgart, Cotta. 1871. 

642 G. Stoffel, Topographisches Wörterbuch des Ober-Elsasses die 
alten und neuen Ortsnamen enthaltend, hrsg. im Auftrage der 
Industrie-Gesellschaft von Mülh. 2. Aufl. Mülh., Bader. 1876. 
(Frz.: Diet. topogr. du dep. du Haut-Rhin etc.) 


643 Altkirch. — Moormeister, Beiträge zur Geschichte der Stadt 
u. Herrschaft Altkirch. I. u. Il. Programme des Realprogymn. 
Altkirch. 1876 u. 78. 


644 Assweiler. — D. Fischer, Die ehemalige Herrschaft Assweiler 
im Kreis Zabern. Nach geschichtl. und handschriftl. Quellen. 
(3.-A. aus d. Alsatia.) Mülh., Brüstlein. 1876. 


645 Barr. — D. Fischer, Notice hist. sur le chateau de Haut-Barr. 
Saverne, Gilliot. 1571. 
-—- et la cense de Niederbarr. Sav., Fuchs. 1875. 


646 Bischweiler. — E. Bourguignon, Bischwiller depuis cent 
ans. Bischw. 1875. 


647 Colmar. — J. Rathgeber, Colmar u. Ludwig XIV. (1648— 1715.) 
Ein Beitr. z. elsäss. Städtegeschichte im 17. Jahrh. Stuttgart, 
Kröner. 1873. 

648 — J. Rathgeber, Colmar u. die Schreckenszeit. Ein Tazebuch 
u. Actenstücke aus den Revolutionsjahren 1789 —1796. Aus un- 
gedruckten Quellen gesammelt. Stuttr., Kröner. 1873. 


649 Dornach. — X. Mossmann, Notice sur Dornach. Mulh., Bader. 
1872. (Extr. du Bull. de la soc. ind. de Mulh.) 


650 Falckenstein. — F. A. Ihme, Falckenstein chäteau ruin6 dans 
les Vosges. Esquisse hist. et topogr. Str., Heitz. 1875. 


651 Greifenstein. — D. Fischer, Notice histor. sur le chätcau de 
Greifenstein. Sav. 1873. 

652 Hagenau. — V. Guerber, Histoire polit. et religieuse de Ha- 
guenau.. Rixheim. 1876. 

653 — Scheid, Histoire des Juifs de Haguenau sous la domination 
allemande. (Revue des Etudes juives. 1881.) Paris. 

654 Herrenstein. — D. Fischer, Notice hist. sur l’ancien bailliage 
de Herrenstein. (Extr. de la Rev. d’Als.) Mulh., Bader. 1873. 

655 Hochfelden. — D. Fischer, Hochfelden nach geschichtl. Quellen 
dargest. Zabern. 1870. 

656 Hünenburg. — D. Fischer, Notice histor. sur le chäteau de 
Huneburg, pres de Neuwiller. Mulh. 1873. (Extr. de la Revue 
d’Als.) 

657 Hüningen. — Le siege de Huningue. Par un officier de la gar- 
nison qui defendait cette place en 1813®t 1814. Mulh., Risler- 
König. 1813. 

658 Lützelburg. -—- D. Fischer, Lutzelbourg, le chateau et le village. 

t. hist. Naney, Crepin-Leblond. 1871. 

659 Markirech. — D. Risler, Hi«t. de la vall&e de “ainte Marie-aux- 
Mines anciennem. vall&e de Liepvre. Sainte-Marie, Mertz. 1873. 

660 — Documents historiques concernant St.-Marie-aux-Mines, Cöte 
d’Alsace. 8. Marie-aux-Mines, Cellarius. 1876. 77. 

661 Münster. — J. Rathgeber, Münster im Gregorienthal, bevorw. 
von Aug. Stoeber. Str., Trübner. 1874. 


IV. Geschichte. 417 


662 Mülhausen. — N. Ehrsam, Description topographique du vieux 
Mulhouse (pour l’intelligence du plan de 1797). (Bull. du mus. 
hist. de Mulh. I Anne&e 1876.) Mulh. 1876. 

663 — J.C. Fäsi, Kurze Beschreibung der Stadt Mülhausen u. ihres 
Gebiets. (Zürich 176°.) Mülh., König. 1873. 

664 — O. Grober, Die politischen Beziehungen des der Eidgenossen- 
schaft zugewandten Ortes Mülhausen i. E. zum deutschen Reiche 
” zu Frankreich 1597—1678. (Progr. der Gewerbeschule.) Mülh. 
1880. 

665 — A. Maeder, Die letzten Zeiten der ehhemal. eidgenöss. Republik 
Mülhausen. In Sprache u. Sittenbilderu geschildert. Hrag. v. 
A. Stoeber. Mülh., Bader. 1876. 

666 — A. Metzger, La r&publique de Mulhausen. 717—1798. Mulh., 
Perrin. 1876. 

667 — A. Stöber, Die bürgerlichen Aufstände der Stadt Mülh. am 
Ende des 16. Jahrh. Nach handschriftl. Berichten zweier Zeit- 
genossen, eines Mülhausers u. eines Bernere. Nebst Auszügen 
aus Jac. Heinr. Petris gew. Stadtschreibers u. Burgermeisters 
handschriftl. Notizenbüchlein von 1593—1627. Mülh., König. 1874. 


668 Neustadt. — D. Fischer, Recherches sur le village detruit de 
Neustadt, pr& de Dabo. Nancy. 1871. 

669 Neuweiler. — D. Fischer, Abtei u. Stadt Neuweiler. Mit Abb. 
und einem Plane. Zabern. 1876. 

670 Ochsenstein. — D. Fischer, Ochsenstein, les chätegux et la 
seigneurie. Sav., Fuchs. 1878. 

671 Pfalzburg. — Keller, Altes u. Neues von Pfalzburg. (Progr. 
des Coll. zu Pf.) Saarburg. 1874. 

672 Pfirt. — Lettres de M. A. Moll sur les &v&uements qui se sont 
passes & Ferrette le 22 juillet 1789. Altkirch, Boehler. 1879. 

673 Rappoltstein. — J. Rathgeber, Die Herrschaft Rappoltstein. 
Str, Wolff. 1874. 

674 Romansweiler. - D. Fischer, Die ehemal. Grafschaft. Romans- 
weiler u. Cossweiler. Zabern, Fuchs. 1877. 


675 Rufach. — Beschreibung der Stadt Rufach im Obern-Elsass ge- 
legen durch Conradum Pellicanum u. Conradum Wolffhardum .. 
[Aus Seb. Münster Cosmographey 1592; Neudruck.] o. O. u. J. 


676 Saarwerden. — D. Fischer, Histoire de }l’ancien comt& de 
Saarwerden et de la prevöte de Herbitzheim. Mulh. 1877. (Extr. 
de la Rev. d’Als.) 

677 Schirrhein. — E. Halter, Schirrein u. Schirhof. Hist. Notiz. 
Bischweiler. 1830. : 

678 Schweighausen. — Notice hist. et topogr. sur le village de 
Schweighausen. (cant. de Cernay.) jav. 2 planches et un plan.] 
Rixheim, Sutter. 1870. 


679 Strassburg. — H. Baumgarten, Strassburg vor der Zeit der 
Reformation. (Im Neuen Reich. 1879, 1, 44.) 

680 — B. Bischof, Die Gefangennahme der Strassburger Gesandten 
durch die Herren von Schwanberg 1395. (Mittheilungen des Ver- 
eins für die Geschichte der Deutschen in Böhmen. XVIII, 252.) 
Prag. 1880. 

681 — F. Ebrard, Sirassburgs Fehde mit Herrn Jean de Vergy 1382 
— 1387. Nach ungedruckten Strassburger u. Frankfurter Quellen. 
(Sep -A. a. d. Gem-Z.) Str., Schultz. 1880. 

682 — F. Ehbrard, Die Strassburger auf Kaiser Friedrichs III. Rom- 
fahrt 1451—52. Nach Briefen u. Akten des Strassb. Stadtarchivs, 
(Sep.-A. a. d. Gem.-Z.) Str., Schultz. 1879, 


418 IV. Geschichte. 


683 Strassburg. — F. Ebrard, Der Besuch Kaiser Friedrichs III. 
in Strassburg im Jahr 1473. (Sep.-A. a. d. Gem.-Z.) Str., Schultz. 
1880. 

684 — F. Ebrard, Denkschrift Kurfürst Friedrichs III. v. Branden- 
burg an Kaiser Leopold I. über die Nothwendigkeit der Wieder- 
gewinnung Strassburgs. 1696. Str., Schultz. 1877. 

685 — G. Fischbach, La fuite de Louis XVI d’apr&ös les archives 
municipales de Strasbourg. Paris, Fischbacher. 1879. 

686 — V. de Saint-Genis, Une conspiration royaliste A Strasbourg 
d’apr&s des documents inedits. Paris 1880. (Extr. de la Revue 
des Deux-Mondes Le. ann. de per. tom. 38, 2° livr.) 

687 — A. Holländer, Strassburg im schmalkaldischen Kriege. Str., 
Trübner. 1881. 

688 — A. Legrelle, Louis XIV et Strasbourg. Essai sur la reunion 
de Strasbourg a la France d’apr&s des documents officiels et 
inedits. Gand, Snoeck-Ducaju. 1878. Nouv. &d. Paris, Hachette. 
1881. 

689 — J. Kindler v. Knobloch, Das Turnier zu Strassburg (1390). 
(S.-A. aus der Gem. Z.) Str., Schultz. 1881. 

690 — v. Pöllnitz, Die Befestigung von Strassburg von den ältesten 
Zeiten bis zur Besitzergreifung durch die Franzosen 1681. Str., 
1876. 

691 — v. Pöllnitz, Plan von Strassburg zur Geschichte seiner Be- 
festigungen von den ältesten Zeiten bis zum Eude des 16!°" Jahrh. 
Str., Schultz. 1877. 

692 — J. Rathgeber, Strassburg im sechzehnten Jahrh. 1500— 1598. 
Reformationsgeschichte der Stadt Str. dem evang. Volke erzählt. 
Bevorwortet von Karl Hagenbach. Stuttgart, Steinkopf. 1871. 

693 — J. Rathgeber, Zur Geschichte der Strassb. Kapitulation 
von 1681. Historische Rückblicke eines Elsässers auf die Zeit 
von 1648—1697. Str., Schultz. 1881. 

694 — R.Reussa, Seligmann Alexandre ou les tribulations d’un isrealite 
strasbourgeois pendant la terreur. (Extr. des Aff. de Str.) Str., 
Treuttel et Würtz. 1880. 

695 — E. v. Schaumburg, Strassburg im Jahre 1702. (Zeitschr. für 
Preuss. Geschichte u. Landeskunde XII, 750.) Berlin, Mittler. 1875. 

696 — [C. Schmidt], Strassb. Gassen- u. Häusernamen im Mittel- 
alter. Str., Schmidt-Bull. 1871. 

697 — A Schneegans, Strassburg nach der Uebergabe an Frank- 
reich (1681 — 1698). Bresslau, Schottländer. o. J. (Deutsche 
Bücherei XX.) 

698 — E. Seinguerlet, L’Alsace frangaise. Strasbourg pendant la 
revolution. Paris, Berger-Levrault. 1881. 

699 — L. Spach, Eine zu Strassburg von Zürich u. Bern gemachte 
Anleihe a. 1589 -1590. Str., Wolff. 1874. 

700 — A. Weiss, Le 30. septembre 1681, etude sur Ja reunion de 
Strasbourg ä& la France. Paris, Berger-Levrault. 1881. 

701 — @. Winter, Strassburgs Theilnahme an dem Kampf zwischen 
Adoif von Nassau u. Albrecht von Oesterreich. (Forschung. z. 
deutschen Gesch. XIX, 521.) 1879. 

702 — Facsimile der Capitulation Strassburgs im J. 1681 nebst urkundl. 
Bericht über Wesnahme der Stadt durch Ludwig XIV. Str., 
Schauenburg. 1871. 

703 Wasselnheim. — D. Fischer, Das ehemalige Amt Wasselnheim 
nach geschichtl. Quellen dargestellt. Str., Noiriel. 1871. 

704 — Ph. Wirth, Beiträge zur Geschichte Wasselnheims. I H. 
Worms, Boeninger. 1879.80. (Progr. der Realsch. v. Wasselnheim.) 


IV. Geschichte. | 419 


705 Wattweiler. -- A. Stöber, Das ehemalige Städtchen Wattweiler 
im Öber-Elsass. Geschichtl. Aufzeichnungen nach Chroniken, 
Berichten der Zeitgenossen u. handschr. Quellen. 2. verm. Bearb. 
Mülh., König. 1873. 

706 Weissenburg. — L. Geiger, Weissenburg gegen Pfalzgraf 
Philipp. (Zeitschr. f. Gesch. d. Oberrheine. XXVII, 455.) Karls- 
ruhe, Braun. 1875. 

707 — Ed. Lobstein, Die Abtei u. Stadt Weissenburg im Elsass. Str., 
Schultz. 1882. 

708 Zabern. — D. Fischer, Geschichte der Stadt Zabern im Elsass. 
Zabern. 1874. 

709 — D. Fischer, Jämmer]. Zerstörung der uralten bischöfl. strass- 
burg. Residenzstadt Zabern i. J. 1677. Mülh. 1873. 

710 — D. Fischer, Die Wiedererbauunr der Mauern u. Thore der 
Stadt Zabern 1674—1684. Colm., 1875. == 


E) Historische Hilfswissenschaften. 


7ıı M. E. Dietz, Note sur quelques monnaies du M. A. trouv6es pres 
de Fouday nu Ban-de-la-Roche (Alsace) S. Die. (Extr. du Bull. 
de la Soc. philomathique Vosgienne. 1880. 81.) | 

712 A. Engel, Documents pour servir & la numismatique de l’Alsace. 
1. Et. sur les monnaies alsac. du cab. de France 2e dd. (1 p).) 
2. — Musdes de Stockholm et de Copenhague. 3. — Monn. et med. 
d’Als. inedites (avec 11 pl.) 4. -- Rec. de braet. als. ined. (3 pl. 
et suppl&m.) 5.— Demi-tournois de la villede Thann par A. Luschin. 
6. — Florin d’argent ined. d’Egenolphe de Ribaupierre. 6®i* 
— Contrefagons italiennes de quelques monnaies d’Alsace. 7. 
— Dix-sept pieces döcrites et r&presentees par la gravure. 8. 
— Choix de monnaies et medailles rares ou inedites. Mulh., 
Bader. 1876—82. (Extr. de la Rev. d’Als.) 

713 A. Grenser, Hans Baldung genannt Grien u. seine heraldische 
Thätigkeit.. 20 Wappenentwürfe des Meisters beschrieben u. 
erläutert. Wien, Braumüller. 1878, ö 

714 M. Gritzner, Der Adel des Elsass, illustr. von A. M. Hilde- 
brandt. Nürnberg, Bauer u. Ra:pe. 1871. (Siebmachers Wappenb. 
IV. Aufl. Lf. 89. 92 oder II, 10 Heft 1. 2) 

115 A. Hanauer, Etudes dconomiques sur l’Alsace ancienne et mo- 
derpe publ. sous les auspices de la Soc. ind. de Mulhouse. T.I. 
Les monnaies. II. Denrees et salaires. Paris-Strasb., Hagemann. 
1876 u. 78. 

716 J. Kindler v. Knobloch, Der alte Adel im Ober-Elsass. [mit 
7 Taf.] Berlin, Sittenfeld. 1882. 

77 E. Lehr, Les dynastes de Geroldseck-&s-Vosges, &tude histor. et 
gendal. Str., Noiriel. 1870. 

718 E. Lehr, L’Alsace noble, suivie de Le livre d’or du patriciat de 
Strasbourg. Paris et Strasb., Berger-Levrault. 1870. 3 vol. avec 
cartes, nombreuses armoiries color. vues et portraits. 

719 E. Lehr, Notice historique et genealogique sur les comtes de la 
Petite-Pierre en Basse-Alsace d’apr&s des documents inedits. Str., 
Noiriel. 1874. 

720 L. Levrault, Essai sur l’ancienne monnaie de Strasbourg et sur 
ses rapports avec l’histoire d’Alsace. 2. edition. Paris, Berger- 
Levrault. 1874. 

721 A. Luschin, Halbe Turnose der Stadt Thann i. E. (Mit 1 Abb.) 
Wien, Staatsdruckerei. 1872. (8.-A. aus Numismatische Zeitschr. 
IV, 1872, redig. v. Jos. Karabacek.) 


420 IVa. Krieysgeschichte 1870. 71. 


722 E. Meaume, Lcs seigneurs de Ribeaupierre, famille de la cheva- 
lerie lorraine en Alsace. (Memoires de la Societö d’arch&ologie 
lorraine et du musöe historique lorrain. 3 serie. 1. vol.) Nancy, 
Cröpin-Leblond. 1813. 

723 L. Muller, Catalogue et Armoirial des Prösidents Conseillers et 
gens du Roi du Conseil Souverain d’Alsace. Paris, Dentu. 1875. 

124 E. Müntz, L’atelier mon&taire des comtes de Hanau-Lichtenberg 
& Woerth. Paris, Didier. 1873, 

725 R. Niemann, Ueber die Urkunde König Theodorichs IV. für 
das Kloster Murbach vom J. 727. (Forsch. z. deutschen Gesch. 
XIX, 465.) 1879. | 

726 [F. Reiber, P. Reiber et Ch. Streissguth], Les armes de la ville de 
Strasbourg. XX planches. d’apres les documents des diverses 
epoques. Str., Noiriel. 1878. 

727 Das Wappen von Gebweiler im Elsass. (Deutscher Herold. Jahr- 
gang XI Nr. 7 u. 8.) 


IVa. Kriegsgeschichte 1870. 71. 


A) Allgemeines. 


728 G. Aimard, La guerre sainte en Alsace. 1871. 

729 Baulmont, Alsace et Bretagne. Legion bretonne, colonel Do- 
malain, lieutenant de vaisseau. Reponse au gen6ral de Cathelineau 
par L. B. de Mulhouse, ex-lieutenant & la legion bretonne. Paris, 
Dentu. 1871. 

730 E. Gluck, Guerre de 1870—71. Le 4me bataillon de la mobile 
du Haut-Rhin. Journal d’un sous-officier. Mulh., Bnder. 18173. 

731 Th. Renaud, Die Mitschuld des Elsasses am deutsch - französ. 
Kriege. (Preuss. Jahrb. 33, 499.) 1874. 

132 ei chard, Un Episode de la guerre de 1870. Fribourg, Soussens. 
1870. 

733 A. Schnöegans, La guerre en Alsace. Strasb. 2me edition 
revue et augmentee. Neuchatel, Sandoz. 1871. 

734 Guerre de 1870. Lichtemberg, la Petite-Pierre, Phalsbourg par 
un passant. avec 4 lithogr. Str., Simon, Noiriel. 1872. 

135 Von Weissenburg bis Metz. Ein Beitrag z. Kriegsgesch. d. J. 1870 
von einem 'preuss. Stabsoffizier. Mit 5 Beil. u. 7 lith. Karten. 
Berlin, Janke. 1873. 

735a Der deutsch-französische Krieg 1870 - 71. Redig. v. d. kriegsgesch. 
Abtheilung d. gr. Gen.-St. I, 170-297; 381--407. I, 1321— 
1389; III, 95—146; 346 -362. Berlin, Mittler. 1874 ff. 


B) Schlachten und Gefechte. 


736 E. Beck, Die Einmarschkämpfe des deutschen Heeres im August 
1870. Taktische Studien. 1. Heft: das Gefecht bei Weissenburg 
u. die Schlacht bei Wörth. Wien, Seidel. 1872. 

737 J. Crevaux, Wissembourg. Paris, Hurtau. 1873. 

138 Ducrot, Guerre des frontieres, Wissembourg. Reponse ä l’&tat- 
major allemand. Paris, Dentu. 1873. 

739 Gasselin, L’artillerie allemande pendant les combats de Wissem- 
bourg et Woerth aoüt 1870. (Extrait de la Revue d’artillerie.) 
Nancy, Berger-Levrault. 1877. 

740 Hedin, Bataille de Woerth-Froeschwiller (6 aoüt 1870.) Plan, 
echelle 1:80000. Metz, s. a. | 

141 K. Klein, Fröschweiler Chronik. Kriegs- u. Friedeusbilder aus 
dem Jahre 1870. Nördlingen, Beck. 1877. 

142 E.de Monzie, La journee de Reichshoffen. Paris, Palme. 1876. 


! 


1Va. Kriegsgeschichte 1870. 71. 421 


743 A. Touchemolin, Guide du touriste sur le champ de bataille 
de Froeschwiller. Avec cartes, notice histor. 20 vues et croqnis. 
Str. 8. a. 

44 Die deutsche Artillerie in den Schlachten u. Treffen d. deutsch- 
französ. Kriegs 1870-71. Auf dienstl. Veranlassung zusammen- 
gestellt. 1. Heft: Das Treffen v. Weissenburg v. E.Hoffbauer, 
2. Heft: Die Schlacht bei Wörth v. Leo, je mit 1 chromo-lith. 
Schlachtplan u. 1 lith. Uebersichtskarte. Berlin, Mittler. 1876. 


C) Belagerungen. 


745 Neu-Breisach u. Schlettstadt. — Ch. Fleck, Siege et bom- 
un du fort Mortier prös Neuf-Brisach. Paris, Debons. 
1873. 

746 — Neumann, Die Eroberung von Schlettstadt u. Neu-Breisach 
im J. 1870. Im Auftrage d. K. General-Inspection der Artillerie. 
Berlin, Voss. 1876. 

747 — Ch. Risler et G. Laurent-Atthalin, Neuf-Brisach. Sou- 
venirs de Siege et de captivite. Paris, Berger-Levrault. 1873. 

748 — P. Wolff, Gesch. d. Bombardements v. Schlettstadt u. Neu- 
Breisach 1870, Nach amtl..Quellen. Mit 3 Plänen, 4 Skizzen u. 
10 Beil. Berlin, Schneider. 1874. 

149 Pfalzburg. — A. Benoit, Le siege de Phalsbourg de 1870. 
Nancy. 1871. 

750 -—- E. Boeltz, La Petite Pierre et le siöege de Phalsbourg. Mulh., 
Bader. 1872. 

751 Strassburg. — Albrecht, Belagerung von Strassburg 1870. 
20 Blätter photograph. Aufnahmen der Breschen, Uebergänge, 
Thore u. s. w. amtlich aufgenommen. Str., Trübner. 1873. 

152 — Bergasse du Petit-Thouars, Notes sur le siege de Strasb. 
suivies d’un rapport sur les prisonniers frangais internes ä 
Rastadt. Paris, Douniol. 1872. 

753 — [Blech], La defense de Strasbourg jugee par un r&publicain. 
Lettre & un patriote de la Suisse. Neuchatel. 1871. 

754 — G.Bodenhorst, Le siöge de Strasbourg en 1870. Anvers 1876. 

155 — E. Broutta, Strasbourg bombarde. 1870. Vingt ceroquis. 
Str, Nancy et Paris. o. J. 

756 — J. Broutta, Ruines de Strasb. 12 Abbild. Geneve o. J. 

157 — M. Brunner, Die Vertheidigung v. Strassb. im J. 1870. Wien, 
Seidel. 1871. 

758 — M. Brunner, De la defense de Strasb. en 1870. R&sume& et 
tradnit de l’allemand par H. Roswag. Paris, Tanera. 1875. 

759 — A.Campaux, Une visite au gen@ral Uhrich. Bale et Ginöve, 
Geore. 1871. 

760 — Du Casse, Journal authentique du siege de Strasb. Avec 
deux lettres autographes du g&neral Uhrich et deux cartes. Paris. 
1871. 

161 — Eissen, Le service medical du bataillon des sapeurs-pompiers 
pendant le sivge de Str. Str., Berger-Levrault. 1871. 

762 — Engel, Erlebnisse u. Wahrnehmungen bei VUeberbringung 
einer Sendung von Liebesgaben des Berliner Hülfsvereins an die 
Belagerungstruppen von Strassb. Berlin, k. statist. Bureau. 1870. 

1763 — G@. Fischbach, Strasbourg 1870. Siege et bombardement. 
Album de trente-cing planches photographiees p. A. Colas-Baude- 
laire. texte p. G. F. Str., Fischbach. 1874. 

764 — G. Fischbach, Die Belagerung ı. das Bombardement v. Str. 
3. Aufl. mit Portrait u. Unterschrift des Generals Uhrich. Str., 
Schauenburg. 1871. 


422 IVa. Kriegsgeschichte 1870. 71. 


765 Strassburg. — J. Flach, Strasb. apres le bombardement. Str., 
Noiriel. 1873. Strassburg nach der Beschiessung 2. Okt 1870 — 
30. Sept. 1872. Bericht über die Wirksamkeit d. Strassb. Hilfs- 
Comites im Interesse der Beschiessungsopfer. Deutsch übersetzt 
v. F. Walther. Str., Fischbach. 1873. 


165a E. Frommel, O Strassburg, du wunderschoene Stadt. Alte und 
neue, freud- u. leidvolle, fremde u. eigene Erinnerungen eines 
Feldpredigers vor Strassburg 1870. Stuttgart. 1812. 


766 — F. Gross, Notice sur l’höpital civil de Strasb. pendant le 
siöge et le bombardement. (Mit chromolithogr. Plan.) Paris, 
Bailliere. 1872. 


767 — G. Guibal, Le siege et le bombardement de Strassb. Toulouse, 
Chauvin. 1870. 

768 — Kuntz, Le service medical des incendies de Strasb. apres le 
bombardement. Rapport lu & la Societ& de Me&decine. Str., B 
Levrault. (Extr. de Ja Gazette me&dicale de Strasb. 1871.) 


769 — H. Lamache, Souvenirs de casemates, par un franc-tireur 
de Strasb. Paris, Giraud. 1871. 

770 — L. Leblois, Strasbourg avant et pendant le siege. Resum6 
des conferences faites & Bäle, S. Gall, Zurich, Berne... . du 
23. oct. au 11. nov. 1870. Toulouse, Chauvin. 1871. 

771 — Lucie, Diary of the Siege of Strasb. By a Young Lady of 
Alsace. London, Smith & Elder. 1871. 

772 — M. de Malartic, Le siege de Strasb. pendant la campagne 
ds 1870. Paris, Libr. du Moniteur universel. 1871. 

713 — A. Marchand, Le siege de Strasb. 1270. La bibliotheque, 
la cathedrale. Paris, Cherbuliez. 1871. 

774 — Meier, Die Belagerung Strass»b. Mit einer Tafel. 2. Aufl. 
(Berlin, Exp. d. Militär. Blätter. 1871.) 

775 —- Meier, Le siege de Strasb. Traduit de l’allemand par Ernest 
Falignan. Paris, Dumaine. 1876. 

776 — A. Münch, Guerre de 1870. Siege et bombardement de 
Strasb. Album. 

TIT — Poncet, Siege de Strasb. (1870) Höpital militaire, service de 
la lre division des blesses. Montpellier, Boehm. 1872. 

778 — M. Reichard, Aus den Tagen der Belagerung Strassb. August 
u. Sept. 1870. Bielefeld u. Leipzig. Velhagen u. Klasing. 1873. 

T19 — P. Ristelhuber, 1870. Siege et bombardement de Strasb. 
Album de 25 dessins par Touchemolin. Texte par P. Ristelhuber. 
Str., 0. J. auch deutsch. 

80 — M. de R., Le siege et le bombardement de Strasb. Journal 
d’un habitant de la campagne (Bischheim). (Extr. du Messager 
des sciences historiques de Belgique 4 livr.) Gand. 1870. 

781 — A.Schn&egans, Quarante jours de bombardement de Strasb. 
Neuchätel, Sandoz. 1871. 

782 — R. Signour et, Souvenirs du bombardement et de la capitu- 
lation de Strasb. Bayonne, Cazals. 1872. 

783 — Ch. Staehling, La mission suisse & Strasb. pendant le bom- 
bardement de sept. 1870. Str., 1874. 

784 — Cohen Stuart, Van Sedan naar Straatsburg in oct. 1870. 
Eene voordracht. Rotterdam, Kruyt. 1871. 

1785 — V. A. Thalbitzer, Strassburgs Beleiring i Aaret 1870. Med 
6 Planer. Udgivet paa det krigsvidenskabelige Selskabs Forlag. 
Tryde 1873. 

186 hrich, Documents relatifs au siege de Strasb. Paris, Dentu. 
1872, 


Y. Politik. | 423 


787 Strassburg. -— R. Wagner, Geschichte d. Belagerung v. Strassb- 
im J. 1870. Auf Befelil der k. General-Inspeetion d. Ingenieur- 
corps u, derFestungen nach amt). Quellen. II B. mit 5 Plänen 
u. 27 Beil. Berlin, Schneider. 1874. 

788 — Ch. Winter, Albums photographiques sur le siege de Strasb. 
Str., 1870. 

789 — G. O., Guerre de 1870. Strasb. apres le bombardement. Vues 
d’aprös nature. Str., Oberthür. 1870. 

7% — Strasbourg. Secours aux blesses militaires 1870—71. Str., 
Berger-Levrault. 1871. 


791 — Strasbourg. Comit& de secours anx prisonniers de guerre fran- 
gais. Premier rapport. 20 fevrier 1871. Str., Schauenburg. 1871. 
792 — Compte rendu des operations du restaurant populaire et r6&- 


ception des prisonniers de passage & Strasb. & la Halle couverte 
1870-71. Str., Heitz. 1871. 

93 - Strasbourg. Journal des mois d’Aout et Sept. 1870, siege et 
bombardement avec correspondances, pieces officielles, documents 
frangais et etrangers, r&ponse au conseil d’enquäte par une re- 
union d’habitants et d’anciens officiers. Avec 4 vues photogr. et 
4 plans. Paris, Sandoz et Fischbacher. 1874. 

794 — Ephemörides du siöge et du bombardement de Strasb. (4 aoüt 
au 28. sept. 1870.) Str., Simon. 1870. 

795 — Tägliche Notizen über die Belagerung u. Beschiessung der Stadt 
Strassb. Vom 4. Aug. bis zum 28. Sept. 1870. Str., Simon. 1871. 

796 — Lettres sur le bombardement de Strasb. en 1870 par un t&moin 
oculaire. Tours, Mame. 1871. 

797 -- Blätter aus dem Tagebuche eines Strassburgers während der 
Belaxerung in den Monaten Aug. u. Sept. 1870. Altona, Prinz. 1870. 

798 —- Zwei Monate in einer bombardirten Stadt. Nach dem Französ. 
eines Strassb. deutsch bearb. von einem Strassb. Bern, Jent u. 
Reinert. 1871. 

799 — Artilleristische Notizen über die Belagerung v. Strassb. im J. 1870 
gesammelt v. einem schweizer. Artillerie-Officiere. Mit 1 Plan. 
Frauenfeld, Huber. 1871. — Traduit de l’allemand par Lar- 
zilliöre. Paris, Tanera. 1872. 

800 — Erlebnisse eines Schweizer. Malers in Strassb. während der 
Belagerung im J. 1870. Mit 4 autograph. Illustr. [von W.] Laufen, 
Köchlin. o. J. 

801 — Notes de voyage. De Metz & Mulhouse. Bazaine et Uhrich. 
Fribourg, Soussens. 1872. 

802 — Album de photographies sur le bombardement de Strasb. par 
Baudelaire, Saglio et Peter avec frontispice de Dock, offert au 
comite central suisse pour Strasb. par les membres du comit& de 
secours strasbourgeois. Str., 1870. | 


V. Politik. 


A) Deutsche Schriften: a) benannte. 


803 Alfeld, Kaiser Wilhelm I. im Elsass. Dem Volke erzählt. Mit 
dem Brustbild d. Kaisers. Str.. Schneider. 1876. 

804 B. Auerbach, Wieder unser. Gedenkblätter z. Geschichte dieser 
Tage. Stuttgart, Cotta. 1871. 

805 Tier r an Strassburg eine deutsche Stadt. Hamburg, rauhes Haus. 
1870. 

806 C. v. Briesen, Die Elsässer u. die Lothringer, peints par eux- 
mömes. Vortrag gehalten in dem Vereine für wissenschaftl. Unter- 
haltungen u. Vorträge zu Düsseldorf. Düsseld., Buddeus. 1871. 


424 V. Politik. 


807 [F. Dieffenbach], Elsass-Lothringen. Seine Gegenwart. Darm- 
stadt, Schlapp. 1878. 

808 — E.-L. u. der Freihandel. Str.. Schneider. 1877. 

809 Eras, Handelsgeschichtliche Aufgaben nach dem Kriege u. bei 
der Annexion des Generalgouvernement Elsass. Berlin, Kortkampf. 
1871. 

810 C. W. Faber, 1871—82. Leiden u. Leben im Elsass. (Msc. Mülh., 
Münch.) [1582.] 

8il C. Frantz, Was soll aus E.-L. werden? München, Huttler. 1873. 

812 Groen van Prinsterer, Lotharingen en de Elzas ? Amsterdam 
Höveker. 1870. 

813 J. Guerber, Die Presse im Elsass. Rede. Berlin. 1874. 

814 F. Hirsch, Vom deutschen Elsass. Briefe an einen Freund. 
Leipzig, Payne. 1870. 

815 G. Horn. Kniserbüchlein. Erzählunze von der Reise Kaiser 
Wilhelm I. durch E.-L. in den Tagen vom 1.—9. Mai 1877. Str., 
Schneider. 1878. 

816 G. Hoyns, Die Zurücknalime v. Elsass u. Lothringen. Ein Wort 
über den Charakter der Franzosen und seine Entwicklung an 
die Gegner jener Zurücknahme. Hannover, Schmorl u. v. See- 
feld. 1870. 

817 E. Kattner, Deutsche Aufgaben in E.-L. (Greuzboten XXX, II, 
565, 621, 657, 747.) 1871. 

818 G. Lenz, Die alten Reichslande Elsass u. Lothringen u. ihre 
Stellung zum neuen Reiche. Greifswald, Bamberg. 1870. 

819 W. Menzel, Elsass ı. Lothringen sind und bleiben unser. Stutt- 
gart, Kröner. 1870. 

820 J.H. Metz, Aus E.-L. Erinnerungen an Frieden u. Krieg. 1872. 
821 P.H. M olitor, Ueber die Vergangenheit u. Zukunft der deutschen 
Länder Elsass u. Lothringen. Arnstadt, Meinhardt. 1870. 

822 Philippi, Der Bericht über E.-L. im Reichstage. Ungesprochene 
Rede. Str., Wurst. 1874. 

823 A. Raess, Rundschreiben an die Geistlichen bezüglich der Ueber- 
wachung des Volksunterrichts; aus Anlass einer Zuschrift des 
Civil-Commissärs Grafen von Kühlwetter an den Bischof Andreas 
Räss. Str., Le Roux. 1870. 

824 G. Rasch, Die Preussen in Elsass u. Lothringen. Braunschweig, 
Bracke. 1874. 

824a — De Elsaz en Lotharingen onder het bestuur der Pruisen. Naar 
het Hoogduitsch. Amsterdam, v. Kesteren. 1874. 

825 H. Romberg, Kirchliche u. sociale Zustände im Elsass. Barmen, 
Klein. 1812. 

826 H. Rückert, Elsass u. Lothringen. (Unsere Zeit. 1871. 8.1, 145.) 
Leipzig, Brockhaus. 

827 [A. Schneegans], Aus dem Elsass. Leipzig. 1875. 

828 — Die Elsüsser Liga diesseits u. jenseits der Vogesen von Alsa- 
tieus. Berlin, Stilke. 1878. 

829 .- Pro domo. (deutsch u. franz.) Str. 1878. 

830 R. Schramm, Kronprinzenland (E.-L.) Mailand, Schramm. 1818. 

831 A. Schricker, E.-L. im Reichstag vom Beginn der ersten 
Legislaturperiode bis zur Einführung der Reichsverfassung. Str., 
Trübner. 1873. 

832 [E. Schure] A. Schweidnitz [Pseudonym], Ein Elsüss. Protest 
Offenes Schreiben au Herrn Prof. Heinrich v. Treitschke. Genf 
Bionnhard. 1871. 

833 fried, Deutsche Stimmen aus dem Elsass. Berlin, Dümmler. 
1871. 


I 


V. Politik. 425 


834 Simonis, Der Bericht über E.-L. im Reichstage. Rixheim, Sutter. 
1874, 

835 Stevenson, G.de St. Clair, Alsace and Lorraine — Past, Present 
and Future. Hardwicke. 1873. 

836 [Ad. Stoeber], Einfache Fragen eines Els. Volksfreundes. Basel 
u. Mülh., Detloff. 1872. Auch franz.: Simples questions d’un ami 
du peup!e alsacien. 

836a H. v. Sybel, Deutschlands Rechte auf Elsass u.. Lothringen. 
(Kleine Histor. Schriften. Band III.) Stuttgart, Cotta. 1881. 

837 H. v. Treitschke, Was fordern wir von Frankreich? ;Preuss. 
Jahrb. 26, 367). Berlin, Reimer. 1870. 

838 J. Vetter, Deutschlands Sieg über welsches Wesen u. Deutsch- 
lands Recht auf Elsass u. Lothringen. Geschichtl. Abhandlung. 
Karlsruhe, Braun. 1870. 

839 F. Volger, Elsass, Lothringen u. unsere Friedensbedingungen. 
Eine politische Studie. Anklam, Dietze. 1870, 

840 A. Wagner, Elsass u. Lothringen u. ihre Wiedergewinnung f. 
Deutschland. Leipzig. 1870. 

841 G. Wunderlich, Gedenkblätter zur Gesch. d. Wiedererwerbung 
v. Els. u. Lothr. Langensalza, Gressler. 1872. 

842 Ph. Zorn, Das Problem der Option. (Im neuen Reich. 1881. 1, 55.) 


b) unbenannte. 


843 Elsass u. Lothr. (Grenzboten XXIX, II, 266 ) Leipzig, Herbig. 1870. 

844 Die deutschen Westgrenzen. (ebenda. XXIX, II, 399, 424.) 

845 Die Zukunft des Oberrheins. (ebenda. XXIx, IV, 106.) 

846 Ein Vorschlag z. Annexion der Geister in Eis. u. Lothr. (ebenda. 
XXIX, IV, 186.) 

847 Zur materiellen Hülfe f. Strassb. (ebenda. XXIX, IV, 265.) 

848 The Alsatian before the Annexation. The Alsatian after the An- 
nexation. London, Voigt. 

849 Das Ergebniss des jetzigen Krieges f. Deutschlands Handel u. In- 
dustrie und die Stellung v. Elsass u. Deutsch-Lothr. Eine An- 
sehauung aus dem rhein. Handelsstande. Berlin, Puttkamer u. 
Mühlbrecht. 1871. | 

850 C. a Eine Mahnung aus dem Elsass. (Preuss. Jahrb. 28, 444.) 

1871. 


851 — Noch ein Wort über die Els. Maires. (Preuss. Jahrb. 28, 664.) 
1871. 

852 Die Els.-Lothr. Kirche Augsb. Conf. u. die neue Lage der Dinge. 
Ein Vetum von bekenntnisstreuer Seite. Str., Silbermann. 1871. 

853 Programn: der Katholiken in Els. u. Lothr. Regensburg. 1871. 

854 Das Münster v. Strassb. reformirt. Rixheim. 1872. 

855 Das neue Reichsland. (Historisch-Politische Blätter. f. d. kathol. 
Deutschland. Bd. 68, 293.) München, Litter. Artist. Anstalt. 1871. 

856 Elsass-Lothringen. (ebenda. 80, 909.) 1877. 

857 Die Schulbrüderfrage u. die kathol. Schule in E.-L. (Histor. Polit. 
Blätt. f. d. kath. Deutschl. 70, 93.} 1872. 

858 Die Erscheinungen im Reichsland. (ebenda. 72, 413.) 1873. 

859 Culturkampfs-Blürhen im Elsass. (ebenda. 77, 539.) 1876. 

860 E.-L. aus nächster Nähe betrachtet. (Hist.- Polit. Blätter f. das 
kath. Deutschl. 72, 271.) 1873. 

861 Die Verwaltung des Reichslandes im J. 1872. (Im Neuen Reich 
1, 201, 319.) 1873. 

862 Ultramontane Umtriebe im Elsass. (Im Neuen Reich 1, 527.) 1873. 

863 Die Kaisertage in Strassburg. (Im Neuen Reich. 1, 761. ) 1877. 


426 V. Politik. 


864 E.-L. Verwaltungs-Reorganisationsideen. (Im N. Reich. 1, 725.) 
1879. 

865 Die deutschen Beamten in: Reichslande. (Im N. Reich. 1, 882.) 
1879. 

866 Die Reichstagswuhlen in E.-L. (auch frz ) Str., Le Roux. 18974. 

867 Die Angelegenheiten v. E.-L. Sämmitliche bisher gehaltne Reden 
u. s. w. nach den stenogr. Protocollen. (frz. Les affaires de I’A.-L.) 
1. Folge. Str., Trübner. 1874. 

868 Elsass im Reichstug. Reden d. Abgeordneten Guerber u. Winterer 
am 3. Miürz 1374. Berlin. 1874. 

869 Debatte über das Budget f. d. J. 1876. Reden der Elsäss. Ab- 
geordneten Guerber, Hartmaın, Simonis u. Winterer. Hg. von 
denselben. Berlin, Jansen. 1876. 

870 Die Freimaurer im Elsass. Ein Wort wohlmeinender Warnung 
an unsere Landsleute. 2. Aufl. Schlettstadt. 1876. 

871 Elsass-Lothringen, seine Vergangenheit, — seine Zukunft. Str., 
Trübner. 1877. 

872 Ein Actions-Programm. (S-A. aus d. Str. Ztg. v. 12. Juli 1873.) 
Str., Schneider. 1878. 

873 Die Luge der Katholiken im Elsass. Berlin, Eirund. 1878. 

874 Die Frage der Presse in E.-L vor dem deutschen Reichstag. Rix- 
hein, Sutter. 1878. 

875 E.-L. uls kaiserl. Kronland. Köln, Dumont-Schauberg. 1878. 

876 Hilferuf geren die Branntweinpest von einem Freunde d. Volkes. 
Rixheim, Sutter. 1879. 

877 Elsass-Lothringen vor dem Reichstage. Berlin. 1879. 

878 Verhandlungen d. deutschen Reichstags über die Frage der Er- 
richtung einer selbständ. Regierung in E.-L Berlin. 1879. 

879 Die Revue des deux Mondes über Deutschland u. E.-L. (Grenzb. 
XXXIX, I, 360.) 1880. 

880 Zur Nuturgeschichte der Elsässer von einem Neu-Elsässer. (Deutsche 
Revue IV, 1, 412.) Berlin. Janke. 1880. 

881 Aus dem Reichslande. (Der Kulturkämpfer v.O. Glagau. II, H. 34.) 
Berlin, Luckhardt. 1881. 


B) Französische Schriften: a) benannte. 


882 Ch. Abel, Discours. Delegation provinciale d’Als.-Lorr. VIIe, 
VIlIe session. Sır., Fischbach. 1880 u. 81. 

885 E. About, Alsace 1871—72. Paris, Hachette. 1873. 

834 Arnould, De T’option des Alsaciens-Lorrains pour la nationalite 
frangaise. Paris. 1879. (Revue generale d’administration annee 
1819. Mai-Aout.) 

885 Beaurin, Oraison politique pendanıt la quöte pour les dmigr6s de 
’A.-L. Paris, Dentu. 1873. 

886 Ch. Bönard, A.-L. Tribulations d’un pretre optaut. Bar-le-Dure. 
Bertrand. 1875. 

887 A. Chambord, A.-L. (en 1870.) Paris, Amyot. 1876. 

838 J. Claretie, Cingq ans apres. L’Alsace et la Lorraine depuis 
l’annexion. Paris, Decaux. 1876. 

889 C. Destrais, Revendication du ci-devant chäteau imp£rial. Str., 
1872. 

890 A. Dumont, L’administration et la propagande prussiennes en 
Alsace. Paris, Didier. 1811. 

891 E. Dupont, Du droit que la Lorraine et l’Alsace ont de rester 
frangaises. Cambrai, Carion. 1871. 


V. Politik. 427 


892 G. d’Elstein, L’A.-L. sous la domination allemande. Paris, 
Olmer. 1877. 

893 L. Fajard, Suite des röflexions d’un ami sincere de la paix et 
du progr&s en tout ce qui est d’utilite publique. Str., Huber et 
Haberer. 1878. 

894 C. Farcy, Le Rhin francais. Paris, Quantin. 1880. 

895 J. B. Fourleman, Reponse au programme des catholiques de 
PA.-L. Str, Heitz. 1871. 

896 Fustel de Coulanges, L’Alsace est-elle allemande ou fran- 
caise? Reponse A M. Mommsen, professeur & Berlin. Paris, 
Dentu. 1810. 

897 L. Gambetta, Discours prononce & Paris le 9 mai en reponse 
& l’adresse des delegu6s de l’Alsace. Paris, Leroux. 1872. 

893 A. de Gasparin, La r&pubiique neutre d’Alsace. Geneöve et 
Bale, Georg. 1870. 

899 Ch. Giraud, La reunion de l’Alsace & la France, une lecon 
d’histoire & M. le comte de Moltke. (Revue des deux ınondes. 
1.70, VI, 716.) 

900 A. Goldenberg, Debnts du Reichstag. La publieite et la langue 
officielle des debats de la Delögation d’A.-L. Discours de A. G. 
Str., Fischbach. 1881. 

901 M. Gossi, La reconciliation de la France et de l’Allemagne. 
Anvers 1871. 

902 Ch. Grad, Considerations sur les finances et l’administration (He 
’A.-L. sous le regime allemand. Paris, Germer Bailliere. 1877. 

913 — Lettres d’un bourreois sur la politique en A.-L. adressers au 
direceteur de l’Express. I, II. Mulh., Bader. 1881 u. 82. 

904 Griser, Programme des catholiques de I’A.-L. devant l’annexion. 
Str., Le Roux. 1811. 

905 Ch. Guyon. Histoire d’un Annexe. Souvenirs de 1870—71. Paris, 
Sandoz et Fischbacher. 1877. 

966 F. Haas, Etude historique passe-present-avenir. L’A.-L. mar- 
tyre attentat & la morale internationale. Paris, Lazarus. 1872. 

907 M. Haemmerlin, A bas les protestants! Notice historigue. 
Basel. 1873. — Aus dem Franz. übersetzt von Fräulein M. C. 
Hämmerlin, Basel, Dettloff. 1873. 

908 Haerter, Nos devoirs envers la France. Discours. Str., Berger- 
Levrault. 1871. 

909 E Hepp, Du droit d’option des Alsaciens-Lorrains pour la natio- 
nalit& frangaise. Textes-questions-solutions. Paris, Sandoz et 
Fischbacher. 1872. 

910 J. Heu, Les pertes de la France par l’effet du trait& de paix. 
Population, territoire, places fortes ete. Avec la carte des pays 
cedes, une notice historique sur l’Alsace et la Lorraine et le 
texte des preliminaires de paix. Paris, Libr. internat. 1871. 

911 A. Josse, R&surrection de la France et le chätiment de la Prusse 
predits par Marie en Alsace et a Fondet. Paris. 1874. 

912 C. E. Laborde, Union philanthropique de l’Alsace et (de la 
Lorraine. Du droit d’option. Lettre aux Alsaciens et Lorrains 
sur le Traite du 10 mai et la convention additionnelle du 11 dee. 
1871. Paris, Armand Le Chevalier. 1872. 

913 M. E. Laporte, L’Alsace reconquise. Paris, Franklin. 1873. 

914 H. Laporte, De quelques traits de la politique prussienne en 
Alsace et dans le monde. Rheims, Matot-Braine 1873. 

915 [H. Laporte], De la pol&ömique actuelle du courrier du Bas-Rhin. 
0.0. u. J 


428 ”. Politik. 


916 Lefebvre-Deverville, Notice sur l’Alsace et la Lorraine & 
propos des pr&tentions du roi de Prusse. Bordeaux, Delmar. 1870. 

917 Ch. Leland, France, Alsace and Lorraine. Lon!on, Trübner. 1870. 
Francia, Alsacia y Lorena. Traduccion del ingles. Caräcas. 

918 H. Lepage, Les pretentions de la Prusse. l,a Lorraine Alle- 
manıe, sa röunion & la France, son annexion a l’Allemagne 1766 
—1871. Naney, Wiener. 1873. 

919 J. Levy, Adieu & l!’Alsace. Sermon prononc6 au temple israelite 
de Colmar le 6 juillet 1872. Paris. 1872. 

920 — Alsatinna. Echos patriotiques de la chaire isra@lite. Colmar, 
Lorber. 1874. 

921 F. Liehtenberger, L’Alsace en deuil. Str., Treuttel et Wurtz. 
1871. 

922 — La rancon de l’Alsace. Paris, Sandoz et Fischbacher. 1872. 

923 — Le protestantisme et la guerre de 1870. Sır., Treuttel et 
Wurtz. 1872. 

924 — L’Alsace pendant et apres la guerre. Paris, Sandoz et Fisch- 
bacher. 1813. 

925 E. Lonchamp, La vie politiqne en A.-L. (Extr. de I’Industriel 
Alsacien.) Mulh., Bader. 1876. 

826 > alfatti, Le nuove frontiere della Francia. Milano, Brigola. 
1871. 

997 X. Mann, Position bizarre et tribulations d’un Alsacien apres 
1871 sous l’annexion. Suppligue et Mömoire adresses en Haut 
Lieu. — Intercession d’un Alsacien. Confusion et caractere de 
notre &poque. Röle et destinee de la France. Rendue & elle- 
möme pour l’av&nement definitif du progr&s. Mulh., Risler-König. 
1875. 

928 H. Martin, Le deux -centieme anniversaire de la reunion de 
Strasbourg & la France. Nancy, Berger-Levrault. 1881. 

929 H. Maze, Les Orphelins d’A.-L. Paris, Germer Bailliere. 1313. 

930 A. Me&zieres, Recits de l’'invasion. Alsace et Lorraine. Paris, 
Didier. 1871. 

931 — Les souffrances d’un pays conquis, scönes de l’&migration en 
Alsace-Lorraine. (Revue des deux Mondes. 1872, VI, 560.) 

932 A. Michiels, Les droits de la France sur l’Alsace et la Lorraine. 
Bruxelles, Vanderauwerd. 1871. 

933 Ch. Mismer, le-— Vle lettre aux Alsacieus. Paris, Arm. Le 
Chevalier. 1872—73. 

934 A. Muller, Alsace et Lorraine. Rouen, Megard. 1874. 

935 M, Strasbourg l’Alsace et le Rhin. (Revue des Questions histo- 
riques 1876, II, 188.) Paris, Palme. 

936 H. Paris, Les conditions de la paix ou la Lorraine et l’Alsace. 
2e edit. Reims. 1871. 

937 [C. Ploetz], Lettre & M. le r@dacteur en chef de l’Industriel al- 
sacien. Berlin, Sayffaerth. 1874. 

938 B. Prina, Ricordi dell’ Alsazia. Bergamo, Pagnoncelli. 1871. 


939 J. Quirin, Mon proc&s devant le conseil de guerre de Phals- 
bourg assiege. Bäle. 1871. 

940 L. Reybaud, L’A.-L. depuis l’annexion. (Rovue des deux mondes. 
1872, VI, 218.) 

941 Robinet de Clöry, Ques'ions concernant la nationalit& des 
habitants de I’A.-L. Paris, Cotillon. 1873. 

942 R. St. Hilaire, La delivrance. Paris, Dentu. 1871. 

943 C. Sandherr, L’armee prussienne en Alsace pendant l’hiver 
dernier. Paris, Tanera. 1872. 


V. Politik. 429 


944 Ch. Schoebel, La question d’Alsace au point de vue ethno- 
graphique. Paris, Sandoz et Fischbacher. 1872, 

945 E. Schure&, L’Alsace et les pretentions prussiennes. Re&ponse 
d'un Alsacien aux Allemands. Geneve, Richard. 1811. 

046 J. See, Alsace. Nos &leetions au Reichstag. Lettrre AM A. 
Mauduirt ancien r&dacteur en chef du Courrier du Haut -Rhin. 
Clermont-Ferrand, Mont-Louis. 1874 

947 E. Siebecker, L’Alsace, recits historiques d’un patriote. Illus- 
trations de F. Lix. Pari«, Polo. 1873. 

950 L.Simon, Alsace et Lorraine. Le droit politique e: international. 
Rapport presente au cinquißme congr&s de la paix et de la libert6 
tenu a Lausanne le 23 septembre 1571 et suivi d’une appreciation 
des r&esolutions du congres. Lausanne, Rouze et Dabois.. 1871. 
Deutsch: Bern, Fiala. 

951 E. Sorin, Alsace et Lorraine. Strasbourg, Metz, Belfort. 1810 
— 71. Paris. 1871. 

952 J. L. M. Spire, Etude juridique sur la condition des Alsaciens- 
Lorrains au point de vue de la nationalite. Nancy, Gebhard. 1879. 

953 Ch. de Steinbach, L’Alsace devant les Prussiens. Paris, Amyot. 
1872. 

954 H. de Sybel, l.es droits de l’Allemagne sur l’Alsace et la Lorraine. 
Bruxelles, Devaux. 1871. 

955) E. Thaller ‚„ Les compagnies frangaises d’assurances et le gou- 
vernement d’A.-L. Paris, Larose et Forcel. 1881. 

956 E. Thierry, A propos de l’A.-L. Paris. 1874. 

957 V. Tissot, Voyages aux pays annexes. Paris, Marpon et Flam- 
marion. 1976. | 

958 M. Veran, Conferences d’un patriote. Kleber. La Cathedrale 
de Strasbourg. La Patrie. Paris, Echo «de Sorbonne. 1878. 

959 A. Weill, Lettres de vengeance d’un Alsacien. Paris, Dentu. 
1871. 

960 E. Wendling, La voix de l’Alsace Paris. 1872. 

961 Winterer, Le jesuitisme du clerge d’Alsace et la St.-Barthelemy. 
Rixheim. 1872. 


962 -— l’ecole en Alsace. Discours prononce au Reichstag le 17 Dec. 
1874. Fribourg, imp. Catholique Suisse. 1875. 
963 — La presse alsacienne et le elericalisme, Rixheim, Sutter. 1877. 


Ins Deutsche übersetzt. Ebenda. 1878. 

064 A. Witz, La vraie ligue d’Alsace par un Alsacien. Mulh. et Bäle, 
Detlofl. 1871. 

%65 A. Zopff, Quelques explications adressees & ses concitoyens au 
sujet de ses fonetions municipales pendant le siege de Strasb. 
et de son voyage & Tours. Str., Simon. 1871. 


b) unbenannte. 


966 Protextation des laiques d’Alsace contre J’attentat italien & Rome. 
Str., Le Roux. 187UV. 

967 Pendant l’armistice. Derniere protestation d’un Strasbourgeois. 
Gene&ve, Richard. 1871. 

968 Histoire des @elections & l’assemblee nationale dans le departement 
du Bas-Rhin. Str. 1871. 

969 L’Alsace et la Lorraine. Souvenir pour le peuple. Els. u. Lothr. 
Gedenkblatt f. d. Volk. Bor.leaux, (wol fiktiv). 1871. 

970 re a la France; par un magistrat alsacien. I,yon, Josserand. 
1871 

971 L’Alsace et Lorraine vengees ou l’empire d’Allemagne en 1871. 
Lille, Bureau. 1871. 

Strasshb, Studien. 99 


430 VI. Recht, Verfassung und Verwaltung. 


972 Les conditions de la paix et les droits d’Allemagne par Historicus. 
Gene&ve, Pfeffer et Puky. 1871. 

973 Proc&s-verbal de la seance tenue & la Mairie de Colmar le 24 
mars 1871 pour deliberer sur les mesures & prendre en vue de 
sauvegarder les interets alsaciens au point de vue des conse- 
quences de l’annexion. Str., Schauenburg. 1871. 

974 Question alsacienne. Paris, Pougin. 1871. 

475 Un Alsacien aux Francais ses anciens compatriotes. Dures verites 
et bienveillan:s conseils. Paris. 1871. 

976 L’Alsace devant la Prusse 1870—72. Paris, Dentu. 1872. 

977 Emigration de l’Alsace et de la Lorraine. Bayonne, Lamaignere. 
1812. 

978 Etude sur la d&fense de l’Allemagne occidentale et en particulier 
de I’A.-L. Traduit de l’allemand. Paris, Tanera. 1872. 

979 Petite analyse d'une zrandiose r@ponse A propos d’un programme 
alsacien. Str, Le Roux. 1872. 

980 La Ligue d’Alsace. 1871—72. Paris, Lemerre. 1873. 

981 La vraie ligue d’Alsace. Die walıre Elsässer Liga. Str., Wolff. 
0. J. 

„982 Alsace-Lorraine. Devoir de la France. Paris, Sandoz et Fisch- 
bacher. 1873. 

983 Les murailles d’A.-L. depuis la declaration de guerre jusqu’en 
octobre 1873. Paris, Le Chevalier. 1874. 

984 Elections pour le conseil general. Ville de Strasbourg. 21 et 
22 Juin 1873. Str, Fischbach. 1872. 

985 Pourquoi n’avons nous pas A Strasbourg d’elections municipales. 
Warum haben wir keine Munizipalwahlen in Strassburg? Str., 
Schuler. o.J. 

986 A.-L. Reichstag 1874. Les d6putes de la Lorraine, de Strasbourg, 
Mulhouse et Saverne & leurs electeurs. Paris, Claye. 1874. 

987 L’ecole dans l’A.-L. sous l’administration allemande Paris, 
Chamerot. 1874. 

988 Lea Prussiens en Alsace. Reecits et faits recueillis par un patriote 
alsacien. Paris, Lemerre. 1814. 

989 L’alliance franco-allemande par un Alsacien. Bale, Krüsi. 1878. 

990 L’A.-L. sous le regime allemand. (Revue des deux mondes. 1878, 
II, 448.) 

991 R. L.-A. Sept anndes d’annexion. Eiude sur la situation d’A.-L. 
Paris. 1878. (Le Contemporain, revue catholique tome XXX.) 

992 L’A.-L. et l'’empire germanique. Etude suivie des discours de M. 
de Bismarck sur les affaires d’A.-L. et des allocutions de M. de 
Manteuffel. (Extr. de la Revue des Deux-Mondes.) Paris, Cal- 
mann Levy. 1881. 

993 La politique autonomiste et les &lections pour le Reichstag en 
A.-L. Nancy, Berger-Levrault. 1881. 


VI. Recht. Verfassung und Verwaltung. ° 


A) Rechts- und Verfassungsgeschichte im Mittelalter und der 
Neuzeit. 


994 F. Batt, Das Eigenthum zu Hagenau i. E. I. Das alte herr- 
schaftliche Eigenthum, dessen Zerstückelung u. allmähliche Be- 
freiung. — II. Die Burglehen u. beiläufig das etichonische Be- 
sitzthum in der Umgegend. Colm., Hoffmann. 1876. 81. 


VI. Recht, Verfassung und Verwaltung. 431 


995 A. Benoit, Essai historique sur le divorce en A.-L. (1792--1815). 
Mulh 1881. | 

996 F. v. Bodungen, Die Waldrechte in E.-L., deren Entstehung, 
Regelung u. Ablösung. Str., Trübner. 1378. 

997 E. Bonvalot, Coutumes de la Haute-Alsace, dites de Ferrette, 
avec introduction, traduction en frangais et notes, Colm., Barth. 
1870. 

998 K. Th. Eheberg, Ueber das ältere deutsche Münzwesen und die 

* Hausgenossenschaften besonders in volkswirthschaftl. Beziehung. 
Mit einigen bisher ungedruckten Urkunden über die Strassburger 
Hausgenossen. Leipzig. 1879. (Staats- u. socialwissenschaftl. 
Forschungen hg. v. G. Schmoller. I. 5.) 

999 D. Fischer, Les institutions, municipales et judiciaires de l’ancien 
bailliage du Kochersperg. Et. hist. (£xtr. de la Rev. d’Als.) 
Mulh., Bader. 1872. 

1000 G. Flach, Le notariat de l’A.-L. Et. hist. etcrit. Str., Noiriel. 1874. 

1001 H. Hagen, Juris formulae Alsaticae tres. (Gratulationsschrift.) 
Bern. 1872. 

1002 Homeyer, Die Strassb. Handschriften d. Sachsen- u. Schwaben- 

spiegels. (Monatsb. der Akad. d. Wiss. zu Berlin, 1871, Februar.) 

1003 J. Krug-Basse, De l’organisation judiciaire et de la l&yislation 
d’Alsace avant 1789. Paris, Cotillon. 1874. 

1004 J. Krug-Basse, L’Alsace avant 1789 ou 6tat de ses institutions 
provinciales et locales, de son regime ecclösiastique feodal et 
&conomique, de ses moeurs et de ses coutumes sous l’ancienne 
administration francuise. Paris et Colmar. 1876. 

10.5 P. Laband, Ueber die Bedeutung der Reception des Römischen 
Rechts für das deutsche Staatsrecht. Rede geh. beim Rectorats- 
wechsel an der K. Wilh.-Universität Strassb. 1. Mai 1880. Str., 
Heitz. 1880. 

1006 P. A. Merklen, Les boulangers de Colmar 1495—1513; Episode 
inedit de l’histoire des coalitions ouvrieres en Alsace au moyen 
äge d’apres les archives. Colm., Barth. Mulh., Perrin. 1871. 

1007 H. H. J. Meyer, Die Strassb. Goldschmiedezunft von ihrem Ent- 
stehen bis 1631. Beitr. zur Gewerbegesch. d.M. A. (Diss.) Leipzig, 
Duncker u. Humblot. 18831. (Schmoller, Staats- u. socialwise. 
Forsch., III, 2.) 

1008 X. Mossmann, Recherches sur la constitution de la commune 
de Colmar. Nouv. &d. augm. des listes nominatives des prevöts 
bourgmestres et obristmestres de Colmar. Colm., Jung. 1878. 

1009 — Memoire presente au grand bailli d’Alsace sur une insurrection 
survenue & Colmar en 1424. Colm., Jung. 1882. 

1010 Rockinger, Die Strassburger Hss. des sog. Schwabenspiegels. 
(Sitzungsber. der k. baier. Ak. d. W. Phil. hist. Cl. 1871. IV.) 

1011 D. Ruhlmann, Vortrag über das Entstehen u. die Leistungen 
des Syndikats der Acker-Gärtner zu Strassburg v. 1817—1874. 
Str., Heitz. 1874. 

1012 G. Schmoller, Strassburgs Blüte u. die volkswirthschaftl. Revo- 
lution im XIII. Jahrhundert. Rede gehalten bei Uebernahme des 
Rectorats der Universität Strassb. am 31. Oct. 1874. (Quellen u. 
Forschungen. VI.) Str., Trübner. 1875. 

1013 — Strassburg zur Zeit der Zunftkämpfe u. die Reform seiner Ver- 
fassung u. Verwaltung im XV. Jahrh. Rede gehalten zur Feier 
des Stiftungsfestes der Universität Strassb. am 1. Mai 1875. Mit 
einem Anhang enth. die Reformation der Stadtordnung von 1405 
und die Ordnung der Fünfzehner von 1433. (Quellen u. Forsch. 

“ XL) Str., Trübner. 1875. 


29* 


432 VI. Recht, Verfassung und Verwaltung. 


1014 G. Schmoller, Die Strassburger Tucher- u. Weberzunft. Ur- 
kunden u. Darstellung nebst Regesten u. Glossar. Ein Beitrag zur 
Geschichte der deutschen Weberei u. des deutschen Gewerberechts 
vom XIIL—XVII. Jahrh. Str., Trübner. 1879. | 

1015 J. Teusch, Die Reichs - Landvozteien in Schwaben und im 
Elsass zu Anfang des 13. Jahrh. (Dissert.) Bonn. 1880. 

1016 G. Winter, Geschichte des Rathes in Strassburg von seinen ersten 
Spuren bis zum Statut von 1263. (Untersuchungen z. deutschen 
Staats- u. Rechtsgesch., Iıg. v. Otto Gierke. I) Breslau, Koebner. 
1878. 

1017 Feuer-Ordnung der Stadt Kolmar. Gedruckt im J. 1752. [Neu- 
druck o. O. u. J.] 


B) Recht, Verfassung und Verwaltung der Gegenwart: 
a) Sammelwerke, Gesetze, Verordnungen, Commentare etc. 


1018 Sammlung der in E.-L. geltenden Gesetze, bearb. u. hg. v. F. 
Althoff, R. Förtsch, A. Harseim, A, Keller u. A. Leoni. I. Ver- 
fassungsrecht u. Gesetzbücher. II. Franz. Einzelgesetze III. 
Deutsche Einzelgesetze. IV. Registerband. Str., Trübner. 1880. 31. 

1019 E. Dursy, Das Sıaatskirchenrecht in E.-L. Zusammenstellung 
der betreff. Gesetze, Verordnungen, Staatsrathsgutachten u. Mi- 
nisterialverfügungen. I. Kath. Cultus. II. Prot. Cultus. Str., 
Trübner. 1876. 79. 

1020 R. Förtsch, Der code penal in E.-L. nach Einführung des 
deutschen Strafzgesetzbuches. Mit einer Einl. u. erläut. Anm. 
Str., Schmidt. 1873. 

1021 — u. M. Caspar. E.-L. Baurecht. Str, Astmann. 1879. 

1022 — u. A. Leoni, Kinführungsgesetz zum Reichs-Strafgesetzbuch 
für E.-L. v. 30. Aug. 1871. Mit Erläuterungen. (S.-A. aus Rüdorffs 
Kommentar zum Strafgesetzbuch f. d. deutsche Reich. 2. Aufl.) 
Berlin, Guttentag-Collin. 18177. 

1023 — — Sammlung der in E.-L. in Geltung gebliebenen franz. Straf- 
gesetze mit Erläuterungen u. Sachregistern. I. Theil: Presse, 
Fischerei, Jagd, Feldpolizei, Vereins- und Versammlungsrecht. 
II. Theil: die übrigen Materien. Str., Trübner. 1875. 76. 

1024 R. Gonse, A.-L. Actes legislatifs publ. p. le gouv. Allem pendant 
l’annee 1871. Traductions et analyses. (Extr. de l’annuaire de 
la soc. de l&gislation compare&e.) Paris, Cotillon. 1872. 

1025 E.Grünewald, Gesammte Wechsel-, Handels- u. Genossenschafts- 
Gesetzgebung v. E.-L. ifrz.: Recueil des lois relatives au com- 
merce etc.) Manıheim u. Str., Bensheimer. 1874. 

1026 E. Huber, Die Wassergesetze E.-L.’s zusammengest. u. erläut. 
Maunheim u. Str. 1877. 

1027 — Die Jagdgesetze E.-L.’s zusammengest. u. erläut. Str., Heinrich 
u. Schmittner. 1881. 

1028 K. Jacob, Die Gesetze über Enregistrements-, Sternpel-, Hypo- 
thekengebühren u. ähnl. Abgaben in E.-L. Str, Trübner. 1878. 

1029 L. Leydhecker, Die Besteuerung des Weins in E.-L. Str., 
Schultz. 1875. 

1030 — Die Zölle und indirecten Steuern in E.-L. Str., Trübner. 1877. 

1031 A. Perroux, Die französ. directen Steuern. Eine Sammlung darauf 
bezüglicher Gesetzesbestimmungen mit Anm. u. Erl. Deutsche 
Ausg. v. Th. Joppen. Str., Trübner. 1874. 

1032 Freiherr v. Reichlin, Die Gemeindegesetzgebung in E.-L. Zu- 
sammenstellung der betr. Gesetze, Verordnungen, Ministerial- 
verfügungen u. s. w. übers. u. erl. Str., Trübner. 1881. 


VI. .Recht, Verfussung und Verwaltung. - 433 


1033 K. Schmidt, Entscheidungen deutscher Kassationshöfe als Noten 
zum code d’instruction eriminelle für E.-L. Colm., Barth. 1874. 

1034 F.Solff u.G. Mitscher, Die in E.-L. geltenden Forst- u. Jagd- 
gesetze, übers. u. bearb. Str, Schultz. 1816. 

1035 Gesetzsammlung f. E.-L. 7 Bände. (Deutsch u. französ.) Str., 
Schultz. 1873— 1882. 

1036 Ausführungsgesetze f. E.-L., betr. Gerichtsverfassungsgesetz, Civil- 
processordnung, Konkursordnung u. Verordnung zur Ausführung 
der Reichsjustizgesetze. (Deutsch u. franz.) Str., Schultz. 1877. 

1037 Die e.-]. Ausführungsgesetze u. Verordnungen zu den Reichs- 
Justizgesetzen, einschliessl. des Gesetzes über die Gewerbegerichte 

u. des Forststrafgesetzes. (Franz.: Les lois et ordonnances d’6x6&- 
eution ete.) Str., Trübner. 1880. 

1038 Das e.-l. Gesetz betr. das Forststrafrecht u. das Forststrafverfahren 
von 28. April 1830. (Franz.: Loi concernant le Droit p&nal et 
les poursuites en matiere forestiere.) Str., Trübner. 1880. 

1039 Das e.-l. Jagdgesetz. Textausgabe mit franz. Uebersetzung und 
Anmerkungen von einem Mitgliede des Landesausschusses. Str., 
Trübner. 1881. 

1040 Entwurf eines Berggesetzes für E-L. Nebst Motiven. Als Ma- 
uscript gedruckt. Bonn, Georgi. 1873. 

1041 Berggesetz und Gesetz die Besteuerung der Bergwerke betr. vom 
16. Dezember 1873. Nebst Ausführungs-Verordnung. Mit franz. 
Uebersetzung. Autorisirte Ausg. Str., Schultz. 1873. 

1042 Berggesetz und Bergwerkssteuer-Gesetz für E.-L. Vom 16. Dez. 
1873. Mit Erläuterungen v. H. Brassert. (Sep.- Abdr. aus der 
Zeitschr. f. Bergrecht. Jalırg. XV Heft I.) Bonn, Marcus. 1874. 

1043 Die in E -L. geltenden Gesetze über das Fuhrwesen übers. u. hrsg. 
im Auftrag des k. Ober-Präsidiums. Str., Trübner. 1877. 

1044 Gesetze u. Verordnungen über den Vicinal- Wegebau in E.-L. Str., 
Schmidt. 1873. 

1045 Sammlung von Gesetzen, Verordnungen, Erlassen u. Verfügungen 
betr. die Justizverwaltung in E.-L. 6 Bde. Str., Schultz. 1877. 
1830—82. ' 

1046 Gesetz, Verordnungen u. Verfügungen, betr. das höhere Unter- 
richtswesen in E.-L. Amtl. Ausg. Str., Bull. 1878. 

1047 Verordnungen über die Prüfung der Candidaten des höheren Schul- 
amts in E.-L. Nach amtl. Quellen bearb. Str., Trübner. 1873. 


1048 Verordnungen über die Erfordernisse zur Anstellung im Pfarr- 
amte der Kirche Augsb. Conf. in E.-L. Nach amtl. Quellen hraeg. 
Str., Trübner. 1873. 

1049 Gesetz, En und Verfügungen, betr. das niedere Unter- 
richtswesen in E.-L. (deutsch u. franz.) Str., Schmidt. 1875—17. 


1050 Normal-Lehrplan für die deutschen Elementar-Schulen in E.-L. 
Str., Schmidt. 1877. 


1051 Denkschrift über die Finanzen von E.-L. bis zum Landeshaushalts- 
etat von 1876 redig. i. Bureau des Oberpräsidiums. Str., Schultz. 
1875. 

1052 Bekanntmachungen des Oberpräsidenten von E -L., betr. die Ver- 
waltung der direeten Steuern, des Etats- u. Kassenwesen. Str., 
Schultz. 1873—79. 


1053 Friedensvertrag zwischen dem deutschen Reiche und Frankreich 
vom 10. Mai 1871 mit dem Präliminarfrieden u. den Schluss- 
Protokollen (deuisch u. franz.) nebst Gesetz, betr. Vereinigung 
von Elsass u. Lothringen mit dem deutschen Reiche vom 9, Juni 
1871. Berlin, Kortkampf. 1871. 


434 - VI. Recht, Verfassung und Verwallung. 


1054 Uebersicht über die Gesetzgebung sowie die Einrichtung und den 
Gang der Verwaltung in E.-L. für 1871—72. Berlin, Kertkumpf. 
1872. 

1055 Verordnungen u. amtliche Nachrichten aus der Zeit vom Beginn 
der deutschen Occupation bis Eude März 1872. Str, Trübner. 
1872. 

1056 A.-L. Legislation — Administration — Organisation du 1° Avril 
1871 au 1° Avril 1872. Memoire present6 le 9 avril 1872 an 
Reichstar allemand par le chancılier de ’Empire, conform&öment 
a l’article 3 de la loi du 9 juin 187). Berlin, G. van Muyden. 
1872. 

1057 Amtliche Nachrichten für E-L. Verordnungen u. Bekannt- 
machungen des General-Gouvernenrs, des Civil-Commissars und 
des Oberpräsidenten. August 1870 — Ende März 1879. Str., 
Trübner. 1879. 

1058 Organisation und Geschäftsordnung des Landesausschusses von 
E.-L Str., Fischbach. 1878. 

1059 Sammlung von Gesetzen u. Verordnungen, betr. die Verfassung 
u. die Verwaltung von E.-L. u. Geschäftsordnung des Landes- 
ausschusses von E.-L. Hz. vom Bureau des Landesausschusses. 
(frz.: Recueil de lois et ordonnances concernant la constitution 
et ’adm. d’A.-L.) Str., Schultz. 1880, 

1060 Verhandlungen des Landesausschusses von Elsass-Lothringen. I— 
IX. Session. I. Band: Vorlagen u. Beilagen. II. Band: Sitzungs- 
protocolle. Str., Schultz. 1875-82. franz. bei Fischbach. 

1061 Bezirkstag des Unter- Elsass 1873—82. Str., Schultz. I. Ver- 
waltungsbericht u. Vorlagen des Bezirkspräsidenten. II. Ver- 
handlungen. 

1062 Bezirkstag des Ober-Elsass 1873—1882. Colmar, Decker. I. Ver- 
waltungsbericht u. Vorlagen des Bezirkspräsidenten. II. Sitzungs- 
protocolle. 

1063 Jahrbuch für Elsass- Lothringen. 1872—1874. 1877. Str., Bull. 

1872 ff. 

1064 Handbuch für Els.-Lothr. Str., Bull. 1880 u. 1882. 

1065 Handelskammer von Colmar. (Chambre de comm. de Colm.) Jahres- 
berichte 1872—1882. Colm., Decker. Jung. 

1066 Handelskammer von Mülhausen. (Ch. de com. de M.) Jahres- 
berichte 1872—82. Mülh., Bader. 

1067 Handelskammer von Strassburg. (Ch. de com, de Str.) Jahres- 
berichte 1872—82. Str., Schultz. 

1068 Verordnungen bezüglich der Polizei-Verwaltung der Stadt Strass- 
burg. Str., Schultz. 1813. 


b) Monographien: 1) Recht. 

1069 F.v.Bodungen, Das landwirthschaftliche Wassergesetz in E.-L. 
Str., Trübner. 1877. 

1070 Bollenbeck u. Keller, Bericht über die neuen Justizgesetze, 
soweit sie das Notariat in E.-L. berühren. Colm., Decker. 1879. 

1071 P. Dehn, Staat und Kirche in E.-L. (Im Neuen Reich. 1879. 
I, 131. 

1072 E. Friedberg, Der Staat und die Bischofswahlen in Deutsch- 
land. Leipzig, Duucker u. Humblot. 1874. 

1073 H. Kanngiesser, Die Rechtsverhältnisse der Beamten u. Lehrer 
in E-L. (Abdr. aus ‘Das Recht der deutschen Reichsbeamten’.) 
Berlin, Kortkampf. 1874. 

1074 P. Kaysser, Die französische Pressgesetzgebung in E.-L. (Jahr- 
bücher von Holtzendorff IV, 4 u. 11.) 1875. 


VI. Recht, Verfassung und Verwaltung. 435 


1075 P.Laband, Die bischöflichen ‘Kleinen Seminare’ in E.-L. Rechts- 
gutachten. (Zeitschr. f. Kirchenrecht hrsg. v. R. Dove u. E. 
Friedberg. 15. Band. Heft 1.) 1881. 

1076 G.P. Pfier, Die Handelsgerichtsfrage und das Reichsland. (Grenz- 
boten XXXIV, II, 161.) r875. 

1077 FE. Recklingh, Staatskirchenrecht in E.-L. (Archiv 1. kathol. 
Kirchenrecht hrag. v. Vering) 19380. 

1078 O. v. Richthofen, Ueber die staatsrechtliche Gültigkeit der 
während des Krieges 1870/71 Seitens der französ. Regierung er- 
lassenen Gesetze und Decrete für E.-L. (Dissert.) Leipzig, Bär 
u. Hermann. 1874. (Sep.-Abdr. aus den ‘Annalen d. deutschen 
Reichs’ hg. v. G. Hirth. 1874) 

1079 A. Schönbrod, Wegweiser für Rechtsuchende im Verfahren bei 
den Amtsgerichten in E.-L. Gemeinfasslich bearb. u. mit 
Mustern zu Klageschriften u. 8. w. versehn. (frz.: Guide pour la 
Des ‚$dure devant les tribunaux cantonaux en A.- -L.) Str., Schultz. 
1881. 

1080 Reden des Kaiserl General-Procurators Schneegans. 1871— 
1878. Colm., Decker. 

1081 R. Stieve, Zum künftigen deutschen Strafproces. Schöffen in 
E.-L.? Ein juristisches Gutachten auf hist. Grundlage. Nebst: 
hist. Anhang. Ueber die. Schöffengerichte im Elsass bis 1789. 
Freiburg. 1876. 

1082 J. Wurmser, Der Lehrer als Staatsdiener. Mülh., Münch. 1891. 

1083 Schöffenbüchlein für E.-L. (Manuel des &chevins d’A.-L.) — Nebst 
Ergänzungen zum Schöffenbüchlein. Str. 1879. 80. 


2) Verwaltung. 


1084 C. Alexi, Beiträge zur Schulfrage im alten und neuen Reich 
l. Heft. Metz u. Colm. Lang u. Rasch. 1872. 

1085 [K. Baumeister], Der höhere Unterricht. Bemerkungen u. Vor- 
schläge weiteren Kreisen vorgelegt von einem Schulmanne im 
Elsass. Str., Trübner. 1873. 

1086 A. Bernh ardt, Die forstlichen Verhältnisse von Deutsch- 
Lothringen u. die Organisation der Forstverwaltung im Reich»s- 
lande. “Berlin, Springer. 1871. 

1087 Bernheim, Du r&tablissement en France de la facult& de mede- 
cine de Strasbourg. Str., Berger-Levrault. 1871. 

1088 F. Collard, Trois universit6s allemandes considerdes au point 
de vue de la philologie. Strasbourg. (Revue catholique 47, 536; 
48, 43, 109.) Louvain. 1879 

1089 K. Dietzel, Strassburg als deutsche Reichsuniversität u. die Neu- 
gestaltung des jurist. u. staatswissensch. Studiums. Frankfurt, 
Sauerlaender. 1871. 

1090 A. Dujardin, Des Societ&s commereciales en A.-L. (Extr. de la 
Revue pratique du droit france.) Paris. 1873. 

1091 M. Du Prel, Die deutsche Verwaltung in E.-L. 1870—79. Denk- 
schrift mit Benutzung amtlicher Quellen bearb. 1. Liefg. Str., 
Trübner. 1879. 

1092 H. Ehrhardt, Zur Katasterfrage in E.-L. Str., Fischbach. 1882. 
(auch französ.) 

1093 G. Frick, La question de la r&dorganisation de l’Eglise d’A.-L, 
Str. 1872. 

1094 E. Goguel, Ville de Strasbourg. Röorganisation des services de 
’instruction primaire. Rapport lu au cons. munic. Str., Berger- 
Levrault. 1872. | 





436 VI. Kecht, Verfassung und Verwaltung. 


1095 A. Goldenberg, Questions scolaires et budgetaires. Leitre & 
M le Redacteur en chef du Journal d’Alsace. Str., Fischbach. 
1876. Auch deutsch: Schul- u. Budgetfragen. 

109% E. Heitz, Das Gymnasialwesen in E.-L. 

1097 K. Jacob, Ueber das Feuerversicherungswesen in E.-L. (Schmo]- 
ler’s Jahrb. f. Gesetzgebung, Verwaltung u. Volkswirthschaft im 
Deutschen Reich. Band 5. S. 99.) 

1098 Th. Joppen, Zur Regelung der Grundsteuer in E.-L. Str. 
Schmidt. 1878. 

1099 G. Kaufmann, Der Kampf der französischen u. deutschen Schul- 
organisation u. seine neueste Phase in E.-L. Berlin. 1877. 

1100 J. Klein, Rapport sur la reorgunisation des services de l’in- 
struetion primaire. Str. 1872. 

1101 Lehfeldt, Die Verwaltungseinrichtungen von Elsass u. Lothringen. 
(Holtzendorffs Jahrb. f. Gesetzgebung.) Leipzig, Duncker u. 
Humblot. 1872. 

1102 — Die Fortschritte der Verwaltung in Els. u. Lothr. (Holtzen- 
dorffs Jahrb. f. Gesetzgebung.) Leipzig, Duncker u. Humblot. 
1873. 

1103 E. Löning, Die Verwaltung des General- Gouvernements im 
Elsass. Str., Trübner. 1874. 

1104 — Die kathol. Kirche im\Elsass u. in Preussen. (Preuss. Juhrb. 
27, 716.) 1871. 

1105 Ludwig, Die städtische Realschule in ihrem Verhältnisse zu den 
übrigen städtischen Unterrichtsanstalten. Progr. Str. 1876. 

1106 G. Mitscher, E-L. unter deutscher Verwaltung. Eine Denk- 
schrift. Berlin, Mitscher u. Röstell. 1874. (Sonder -Abdr. aus 
den Preuss. Jahrb.) 

1107 H. Pfannenschmid, Das Archivwesen in E.-L. u. der Orga- 
nisınus der französ. Departemental-, Communal- u. Hospital- 
Archivwesens. Colm., Lang u. Rasch. 1875. 

1108 Pietzsch, Studien über Katasterfragen. Eine Vorarbeit zu den 
Verhandlungen über die Erneuerung des Katasters in E.-L. Str., 
Schultz. 1878. 

1109 — Denkschrift, betr. die Möglichkeit einiger Verbesserungen der 
ın E.-L. bestehenden Gesetzgebung, hinsichtl. der Unterhaltung 
der Wasserläufe, der Deichungen u. der Ent- u. Bewässerungs- 
anlagen. Str., 1873. 

1110 Reboul, Notes sur l’enseignement secondaire en Allemagne. 
Lyce&e de Strasb. Vesoul, Suchaux. 1875. 

1111 Reboul de Neyrol, Le baccalaur6at et l’universite dans les 
services de l’Etat, en A.-L. sous le rögime allemand, et en France. 
Vesoul, Suchaux. 1877. 

1112 A. Schneegans, Das höhere Schulwesen in E.-L. L’instruction 
secondaire en A.-L. Str., Trübner. 1878. 

1113 A. Schricker, Zur Statistik des Klosterwesens in E.-L. (Die 
Gegenwart. Band 3, 17) Berlin, Stilke. 1873. 

1114 Ch. Schützenberger, De la reorganisation de l’univ. de Stras- 
bourg. Str. 1871. 

1115 — Conseil municipal de Strasbourg. Seance du 15 Nov. 1872. 

cole de med. autonome. Rapportz; sur les travaux de l’&cole. 
Str., Fischbach. 1872. 

1116 [v. Türckheim], Die Laubstreu. Freundschaftlicher Ratlı eines 
we Forstmanns an die Elsässer ‚Bauern. Str., Schneider. 
1 

1117 Die Organisation des deutschen Postwesens im Elsass. (Deutsches 
Post-Archiv. 1873. N, 3.) Berlin, Decker. 


VII. Kirchengeschichte. 437 


11174 Die Entwickelunz des Post- u. Telegraphenwesens in E.-L. seit 
18:0. Berlin, Reichsdrnckerei. 1880.  . 

1118 Die Verwaltung des höheren Unterrichts in E.-L. von 1871 bis 
Ende 1878. Str., Bill. 1879. 

1119 Der weibliche Unterricht im Reichslande. :Im Neuen Reich. 1815. 
1, 901.) 

1120 Die deutschen Universitäten und die neue Universität in Strass- 
burg. (Grenzboten XXX, IV, 601.) 1871. 

1121 Festschrift zur Kröffnung ‘der k. Univ. Strassburg überreicht vom 
‘Herold’, Verein f. Heraldik zu Berlin. Berlin, Hauck. 1872. 

1122 Die Gründungsfeier der Univ. Strassb. am 1. Mai 1872. (Sep.-Abdr. 
der Strassb. Ztg.) Str., Schmidt. 1872. 

1123 Die Einweihung der Strassb. Univ. am 1. Mai 1872. Officieller 
Festbericht. Str., Schmidt. 1872. 


VIl. Kirchengeschichte. 


A) Allgemeine. 


1124 L. G. Gloeckler, Geschichte des Bisthums Strassb. I. u. I. 
Str., Le Roux. 1879 u. 80. 

1125 F. X. Schwartz, Populäre Kirchengeschichte von Siiaashuer u. 
Basel. Band I u. II. Rixheim, Sutter. 1877 u. 78. 

1126 [L. Winterer], Eine Pilgerfahrt zu den Heiligen des Bisthums 
ur Von dem Verf. der 32 Fragen. Rixheim, Sutter. 
1874. 

1127 Er saints d’Alsace. Pelerinage de Bäle & Marmoutier. Rixh. 
1874. 

1128 Das christkatholische Elsass oder die Religionsgeschichte des 
Elsasses dargestellt im Leben seiner Heiligen und in seinen reli- 
giösen Stiftungen. Rixheim, Sutter. 1813. 

1129 Roth v.Schreckenstein, Zur Geschichte der Deutsch-Ordens- 
ballei Elsass-Burgund. (Zeitschr. f. Gesch. d. Oberrheins. XXIII, 
470—483; XXIV, 22—27, 267—268.) Karlsruhe, Braun. 1871. 72. 


B) Klöster und Stiftungen. 


1130 lan Die Abtei Weissenburg im Elsass. (Z. f. d. Phil. IV.) 
1873. 

1131 Delare, Un pape alsacien. Essai historique sur s. Leon IX et 
son temps. Paris, Plon. 1876. 

1132 Dom Calmet, Histoire de l’abbaye de Munster. Textes inödits, 
transcrits, annotes et publi6s avec une pr&face par F.Dinago. 
Colm,, Lorber. 1882. 

1133 D. Fischer, L’aneien prieur& de Durrenstein (comte de Dabo). 
Nancy, Cröpin-Leblond. 1872. | 

1134 — Notice historique sur le couvent de la congregation de Notre- 
Dame de Saverne. Str., Schultz. 1874. 

1135 — Die ehemalige Abtei Craufthal. Zabern, Fuchs. 1875. 

1136 A. Franzz, S. Odilia. Die Legende vom Leben u. Wirken der 
heil. Patronin des Elsasses,. Schlettstadt, Buschmann. 1880. 

1137 F. J. Fues, Die Pfarrgemeinden des Cantons Hirsingen, ihre 
Alterthümer u s. w. Rixheim, Sutter. 1879. 

1138 J. Gyss, Der Odilienberg. Legende, Gesch. u. Denkmäler. Voll- 
ständige u. ausschliesslich nach Quellen bearb. Monogr. des 
Odilienbergs, zugleich ein Beitr. zur Zeitgesch. d. Elsasses. Mit 
e. topogr. Plan d. Odilienbergs u. der umliegenden Denkmäler, 
Rixheim, Sutter. 1874, 


438 VII. Kirchengeschichte. 


1139 P. Huot, La eommanderie de St. Jean & Colmar. Et. hist. [mit 
4 Radierungen]. Colm., Barth. 1870. 

1140 v. Müllenheim-Rechberg, Das alte Bethaus Allerheilgen zu 
Strassb. i. E. u. Regesten zur Gesch. der Freiherren v. Müllen- 
heim. Mit 5 Abb. Str., Schultz. 1879. 

1141 Schädel, Sanct Marx und St. Johann in Str. Str. 1882. (8.-A. 
aus der Gem.-Z. f. E.-L. 1882.) 

1142 Ch. Schmidt, Notice sur l’eglise Rouge et 1a leproserie de 
Strasbourg. Str., Schultz. 1878. 

1143 L. Winterer, Die heil. Odilie oder: das christl. Elsass im 7. u. 
8. Jahrh. Mit Abb. Rixheim, Sutter. 1871. 

1144 Die Rechte und Besitzthümer des Klosters Oelenberg im Ober- 
Elsass in der Mitte des 18. Jahrh. Mülh. 1871. 


C) Reformationszeit. 


1145 E. Boehmer, Epistolae quaedam Joannis Sturmii et Hispanorum 
qui Argentorati degerunt. ( Festschrift.) Argentorati, Heitz. 1872. 

1146 F. Bresch, Aus der kirchl. Vergansenheit der drei elsäss. Dörfer 
Berstert, Olwisheim u Eekwersheim. Str., Reitz. 1878. 

1147 A v. Druffel, Der Elsisser Augustinermöuch Johannes Hof- 
meister u. seine Korrespondenz mit dem Ordensgeneral Hiero- 
mus Scripando. (Abh. der hist. Cl. der k. Akad. d. W. XIV; 
Denkschriften LI.) München. 1879. 

1148 A. Erichson, Strassburger Beiträge zur Geschichte des Mar- 
burger Iteligionsgesprächs. I. Hedios’ Itinerarium. (Sep.-Abdr. a. 
d. Zeitschr. f. Kirch. Gesch. IV, 3.) II. Drei Briefe Bucers (Oct. 
1529 — Maerz 1530). (A. d. Zeitschr. f. Kirch. Gesch. IV, 4.) 
Gotha, Perthes. 1880. 

1149 — Matthaeus Zell, der erste els. Reformator u. evang. Pfarrer in 
Str. Str., Heitz. 1878. 

1150 —- Das Marburger Religionsgespräch über das Abendmahl im 
a 1529 nach ungedruckten Strassb. Urkunden. Str., Heitz. 
1880. 

1151 — Eine elsäss. Landpfarrei. Geschichtl. Mittheilungen über Hürtig- 
heim. Str., Fischbach. 1872. 

1152 E.Frommel, Catharina Zell, Luise Scheppler: Pfarrfrau u. Pfarr- 
magd. Zwei Lebensbilder aus der els. Kirchengeschichte. Str., 
Treuttel u. Würtz. 1871. 

1153 E. Himmelheber, Caspar Hedio. Ein Lebensbild aus der Re- 
formationsgeschichte. Karlsruhe, Braun. 1881. 

1154 A. Jaeger, La Reformation a Haguenau d’apr&s des documents 
en partie inedits. Thöse. Str., Heitz. 1872. 

1155 C. Jaeger, Die Augsburgische Confession der vier Städte Strass- 
burg, Konstanz, Memmingen u. Lindau. Str., Heitz. 1880. 

1156 Brief des Strassburger Theologen J. Marbach über die Gemeinde 
der vertriebenen Franzoseu u. Niederländer zu Strassb. u. Frank- 
furt. (Alemannia von Birlinger.) 

1157 E. Muhlenbeck, Claude Rouget. Une öglise calviniste au 
XVIme siöcle. 1550—1581. Histoire de la communaut& r&eformöe 
de St.-Marie-aux-Mines (Alsace.) Str., Noiriel. 1881. 

1158 A. Natorp, Martin Butzer, der Reformator Strassburgs. M.-Glad- 
bach. 1879. (Verträge im Dienste christl. Wahrheit u. Liebe 
ges. durch G. Schultze. I. 8. 1. H.) 

1159 Ch. Paillard, Le proc&s de Pierre Brully, successeur de Calvin 
comme ministre de l’eglise frang. ref. de Str. Paris, Sandoz et 
Fischbacher. 1878. 


VII. Kirchengeschichte. 439 


1160 R. Reuss, Wolfgang Schuch, ein evang. Märtyrer des Elsasses. 
(Schr. des prot. lib. Ver. in E-L. VII) Str., Heitz. 1877. 

1161 — Catalogue des Frangais qui sont bourgeois de la ville de 
Strasb. (Bulletin de la societ& de l’histoire du protestantisme 
frangais Nr. 7.) 1879. 

1162 — Pierre Brully, ancien dominicain de, Metz, ministre de l’Eglise 
frangaise de Strasb. 1539 — 1545. Etude biographique. Str., 
Treuttel et Würtz. 1879. 

1163 H. Rocholl, Die Einführung der Reformation in der ehemaligen 
freien Reichsstadt Colmar. Ein Beitrag zur Reformationsgesch. 
des Elsass. Mit 3 Beilagen. Colm., Lang u. Rasch. 1876. 

1164 — Der Elsässer Augustinermönch Johannes Hoffmeister. Ein Bei- 
trag zur Kirchengeschichte des Elsass. Wiesbaden. 1879. 

1165 — Anfänge der Reformation in Colmar. Colm., Lang u. Rasch. 
1875 


1166 [Scheffer], Paul Fagius, der zweite evang. Prediger am Jungen 
S. Peter in Str. Str., Schultz. 1877. 

1167 H. Tollin, Michael Servet und Martin Butzer. Berlin, Mecklem- 
burg. 1880. 

1168 Varrentrapp, Zwei Briefe Melanchthons an Graf Philipp IV. 
von are, (Forschungen z. deutsch. Gesch. XXI, 
341. 

1169 en e, Calvin & Strasbourg. Conförence. Paris, Fischbacher. 

Ä 1880. 

1170 J. Westenhoeffer, Die Reformationsgeschichte von einem 
Barfüsser Mönch. Auszug aus der Thanner Chronik. Leipzig, 
Wigand, 1882. 

1171 F. Wölbling, Blicke in die Reformations-Geschichte Strass- 
burgs.. Neu-Ruppin. 1871. 


D) Neuere und neueste Zeit. 


1172 J. V. B&lay, Episode de la grande revolution. Comment on 
bätit une eglise. [Hartzweiler.] Nancy. 1873. 

1173 M. Ch. Le miracle au dix-neuvi&me siecle. Les apparitions du val 
de Ville. (Extr. du Progre&s Relig.) Str. 1873. 

1174 L. E., Theobald Rittel. Ein evang. Lebensbild aus der letzten 
Hälfte des 18. Jahrh. Weissenburg, Wentzel. 1871. 

1175 A. L. Erichson, Die evang. Gemeinde zu Benfeld in alter u. 
neuer Zeit. Str., Heitz. 1877. 

1176 — Le protestantisme & Kaysersberg. Str., Heitz. 1871. 

1177 D. Fischer, Le cardinal Charler. de Lorraine. 15 ans d’histoire 
de l’evech& de Strasb. Mulh, 1876. 

1178 — La dissolution de l’ordre des Jesuites en Alsace. Mulh., 1876. 

1179 C. A. Frayhier, Histoire du clerge catholique d’Alsace avant, 
pendant et apr&s la grande r&volution, tableau statistique. Colm., 
Hoffmann. 1877. 

1180 W. Horning, Evang.-luth. Zeugenwolke aus dem Elsass. Dr. 
Johann Pappus (Porträt auf d. Titel.) Str., Selbstverlag. [1878.] 

1181 F. A. Ihme, Ober-Ehenheim, St. Johann-Oberkirch u. d. evang.- 
luther. Kirche. Hagenau. 1878. 

1182 G. Kopp, Rückblicke auf die Gesch. der Neuen Kirche zu Str. 
Eine Conferenz. Str., Heitz. 1872. 

1183 H. Müller, Die Restauration des Katholicismus in Strassb. 
Halle, Niemeyer. 1882. (G. Droysen, Hallesche Abhdlgn. zur 
neueren Gesch. Heft 14.) 

1184 R. Muller, Philippe-Jacques Spener consider6 comme Catechöte. 
These. Str., Heitz. 1872. 


440 VII. Kircheuweschichte. 


1185 R. Reuss, Notes pour servir & l’histoire de l’eglise frangaise de 
Strasbourg 1538—1794. Str., Treuttel et Würtz. 1880. 

1186 G. Schade, Antwort aus Obenheim auf das Stück Elsäss. Kirchen- 
geschichte aus der Gegenwart. Str., 1873. 

1187 Schiekel6, Etat de l’&glise d’Alsace avant la revolution. I. par- 
tie: Le dioc&se de Strasbourg (Clerge seculier). Colm., Lorber. 
Str, Le Roux. 187. 

1188 J. Schneider, Zur Geschichte der Reformirten im Elsass. (Ev.- 
Reform. Kirchen-Zeitung hrsg. v. ©. Thelemann. XXV. Jahrg. 
Nr. 27-30.) Detmold, Meyer. 1875. 

1189 A.Schricker, Die Muttergotteserscheinungen in E.-L. (Im Neuen 
Reich 1874, I, 529, 581, 690, 738, 814 und 1876, II, 561.) 

1190 J. S&e, Memoires des RR. PP. Jesuites du college de Colmar 
(1698—1750) publies par J. See avec une notice par M. X. Moss- 
mann. Geneve, Fick. 1872. 

1191 L. Winterer, La persecution religieuse en Alsace pendant la 
grande revolution de 1789— 1801. Rixheim, Sutter. 1876. Deutsch: 
‘Die Elsäss. Glaubensbekenner in der Schreckenszeit. (Ein Aus- 
zug aus dem obigen Werke. 

1192 Hagenunuische geschicht. (Wunderseltzame neue Malerei erfunden 
durch 3 Franeiscaner Mönche zu Hagenau, im Monat September 
1653.) Str., Salomon. o. J. |Neudruck.] 

1193 Fliegende Blätter zur Beurtheilung u. Verfassung der evangel 
Kirche Augsburger Conf. im Elsass u. Deutsch-Lothringen. Str., 
1871. 

1194 Plobsheim-Daubensand. Ein Stück Elsüss. Kirchengeschichte aus 
der Gegenwart. Str., 1873. 

1195 La fleur du Frankenberg ou merveilleuses apparitions en Alsace. 
Paris, Douniol. 1873. 

1196 Apparitions de la sainte Vierge a Kruth par un Alsacien. Paris, 
Palme. 1873. 

1197 Erscheinungen der Mutter Gottes. La Salette, Pontmain, Lourdes, 
Krüth. Rixheim, Sutter. 1873. 

1198 Grundsteinlegungsfeier der evang -luth. Friedenskirche zu Frösch- 
.. am 6. Aug. 1572. Hagenau, Gilardone Str, Vomhoff. 
1872. 

1199 Jubel-Fest bei der dritten Säcularfeier der Einführung der Re- 
rengn in Colmar: 9. Mai 1875. Festbericht. Colm., Decker. 
1875. 

1200 Einweihung der Neuen Kirche zu Strassburg am 4. Oct. 1877. Str., 
Heitz. 1877. 


E) Verschiedenes. 


1201 Baum, Alte Reime von der praktischen Theologie, neu hrsg. u. 
glossiert zum Nutzen u. Frommen der Wahlkörper. Str., Fisch- 
bach. 1872. 

1202 A. Erichson, Denkschrift der theolog. Studentenverbindung 
Wilhelmitana zu Strassb. Zur 25jährigen Jubelfeier 1855 — 1880. 
Str., Heitz. 1882. 

1203 A. Fürst, Die Juden im Elsass. (Saat auf Hoffnung. Zeitschr. 
f. d. Mission der Kirche an Israel hg. v. Delitzsch XV, 2. 3.) 
Erlangen. 1878. 

1204 E. Reuss, Reden an Theologie Studirende im akad. Kreise ge- 
halten. Leipzig, Breitkopf u. Härtel. [1878.] 

1205 N IE, Die Wallfahrten im Elsass. Rixheim, Sutter, 

vd, 


VIII. Culturgeschichte und materielle Altertümer. 441 


1206 Die Kirchenbaugeschichte zu Lampertheim u. zu Oberbetschdorf. 
Beiträge zur Simultanfrage i. E. Str, Le Roux. 1880. 

1207 Geschichte der Wallfahrt zu unserer Lieben Frau von Neunkirch. 
Colm., Hoffmann. 1871. 

1208 Der Wallfahrtsort Thierbach. Ein Wort der Aufklärunz gegen 
die Abtretung dieses Gnadenortes an Jungholtz. Gebweiler. Drey- 
fus. 1878. 


VIM. Culturgeschichte und materielle Altertümer. 


a) Allgemeines. 


1209 Le Roy de Sainte-Croix, Les Dames d’Alsace devant l’histoire, 
la legende, la religion et la patrie. (Petite Collection alsacienne. ) 
Strassburg, Hagemann. 15880. 

1210 — Encore les dames d’Alsace devant l’histoire, In l&gende, la 
religion, la patrie et l’art. Str. et Paris, Hagemann. 1881. 

1211 X. Mossmann, Scenes de moeurs Colmariennes du temps de la 
guerre de trente aus. Colmar, Jung. 1875. 

1212 R. Reuss, Les me&moires d’un commis-negociant strasbourgeois 
au XVle siecle. Mulh., Bader. 1872. 

1213 W. H. Riehl, Elsässische Culturstudien. (Histor. Taschenbuch. 
V. Folge. Band 1, 1—64.) Leipzig, Brockhaus. 1871. 

1214 H. Scheube, Deutscher Geist u. deutsche Art im Elsass. Cultur- 
geschichtliche Lebens- u Charakterbilder. Berlin, Berggold. 1872. 

1215 L. Spach, Moderne Culturzustände im Elsass. Str., Trübner. ]. 
u. II. Band 1873, III. Band 1874. . 

1216 Aug. Stöber, Aus alten Zeiten. Allerlei über Land u. Leute im 
Elsass. Z. Tliı. nach ungedruckten Quellen gesammelt. 2. Bearb. 
Mülh., König. 1812. 

1217 Aus Elsass Geistesleben. (Grenzboten. XXX, I, 131.) 1871. 

1218 Elsäss. Ansichten über Humanität vor hundert Jahren. (Im Neuen 
Reich 1881, 2, 520.) 


b) Prähistorische Reste. 


1219 [A. Benoit], Les temps anciens en Alsace-Lorraine. Les pierres 
et les roches des Vosges inferieurs (le Schn&eberg, Saverne, 
Bitsche) et des vallees de la Sarre, de la Seille et de la Moselle. 
Str., Schultz. 1879. 

1220 G. Bleicher, Essai sur les temps prehistoriques en Alsace. 
Nancy, Berger-Levrault. 1879. 

1221 Le docteur Bleicher et le docteur Faudel, Materiaux pour 
une &tude pr£historique de l’Alsace. Colmar, Decker. 1878—80. 

1222 Bleicher, L’Enceinte avec blocs vitrifies de Hartmannsweiler- 
kopf. Colm., Decker. 1830. (1 Taf.) 

1223 D. Fischer, Le rocher du Saut-du-Prince-Charles et la cöte de 
Saverne. Saverne, Fuchs. 1878. 

1224 Ch. Grad, Notice sur les grottes de Cravanche et l’homme pre- 
historique en Alsace. Colm., Decker. 1877. 

1225 E. Martin, Die Ausgrabung des Goethehügels bei Sesenheim. 
Str., Schultz. 1882. (S.-A. aus Bull. de la Soc. p. la cons. des 
mon. hist.) 

1226 Gottfried Schweighäuser, Das Elsass der Vorwelt. Eine histo- 
nn Culturstudie. 2. Aufl. Mülh., Risler-König. 
1875. 


442 VIII. Culturgeschichte und materielle Altertümer. 


1227 F. Voulot, A B C d’une science nouvelle. Les Vosges avant 
’histoire. Etndes sur les traditions, les institutions, les usagen, 
les idiomes, les armes, les ustensiles, les habitations, les cultes, 
les types de race des habitants primirifs de ces montagnes. Re- 
sum6 de leur» travaux decouverts, decrits, dessines et grav6s. 
Mulh., Bader. 1872. 

1228 F. Voulot. Sur deux me&gnlithes vosgiens et les signes graves 
sur les roches. Paris. (Extr. des Bull. de la Soc. d’anthropol.) 
1880. 


c) Römische Reste. 


1229 Reusch, Die römischen Funde des Altkircher Museums. (Progr. 
des Realprogymnasiums in Altkirch.) 1881. 

1230 J. Schneider, Beiträge zur Geschichte des römischen Befesti- 
gungswesens auf der linken Rheinseite, insbesondere der alten 
Befestigungen in den Vogesen, mit einem Plane der Hohenburg 
und der Heidenmauer bei Strassb. Trier, Lintz. 1882. 

1231 A. Straub, Les antiquites gallo-romaines de Koenigshofer. Avec 
3 photographies, I carte et 5 gravures. Str., Schultz. 1878. 

1232 A. Straub, Die Ausgrabungen auf dem spätrömischen Todten- 
feld beim Weissthurmthor in Strassb. Vortrag. Str., Schultz. 
1879. 

1233 — Le cimötiere gallo-romain de Strasbourg. Str., Schultz. 1881. 


d) Mittelalterliche Reste. 


1234 A. Benoit, La chapelle de Bonne-Fontaine pres Phalsboure. 
Saverne. 1870. 

1235 — Pierres bornales armoriees (Meurthie, Bas-Rhin, Vosges). Nancy, 
Lepage. 1870. (15 planches.) 

1236 D. Fischer, Das Bergschloss Hohbarr bei Zabern, histor. und 
topogr. dargest. Zabern, Fuchs. 1874. (Mit Abbild.) 

1237 — Die Burgen Gross- u. Klein-Geroldseck (am Wasichen). Hist.- 
topegr. dargestellt. Zabern, Fuchs. 1876. 

1238 — Wangenburg, Freudeneck, Schacheneck u. Haselburg. Zabern, 
Fuchs. 1875. 

1239 — Die Burg Greifenstein und der St. Veitsberg. Zabern. 1876. 

1240 J. Franck, Der Minnesänger Puller von Hohenburg und die 
Burg Wasichenstein. (Germania 25, 429—335.) Wien, 1880. 

1241 E. Hering, Schloss Spessburg. Str., Schmidt. 18179. 

1242 — Schloss Girbaden. Str., Heitz. 1881. (Mitt. des Vog.-Cl. 13.) 

1243 E. Salomon, Un coin du vieux Strasb. Avec 1 pl. lithogr. Str., 
Schultz. 1881. 

1244 W. Schreiber, Die alten Festungswerke im Westen der Stadt 
Strassb. (Autogr. der Els. Lothr. Eisenbahndirectionen.) 1880. 

1245 R. Suchier, Die Grabmonumente u. Särge der in Hanau be- 
statteten Personen aus den Häusern Hanau u. Hessen. (Progr. 
des Gymn.) Hanau. 1879. 

1246 C. E. Thiery, Les vieux chäteaux de l’Alsace et leur l&gendes. 
Dessines et graves. Le Hugstein pres de Guebwiller. Mulh., 
Bader. 1873. 

1247 C. Winkler, Die Burgen des Elsasses jetzt u. ehemals. (Les 
chateaux d’Alsace. Maintenant et nutrefois.) Lief. I. Bernstein. 
2 Bl. Fleckenstein. 2 Bl. Str., Fassoli. 1878.’ 

1248 — Beitrag zur Kunstgeschichte des Mittelalters im Elsass u. speciell 
der eleäss. Burgen. Str., Fischbach. 1881. 


VIII. Culturgeschichte und materielle Altertümer. 443 


1249 De quelques chateaux ruines des environs de Weattwiller H.-A. 
Schweighausen. La Burg d’Uffholtz. Herrenfluch. Le Freund- 
stein. Hagenbach. Hirtzstein. Weckenthal. Ollwiller. Jung- 
holz. Mulh., imp. Koenig. 1872. 


e) Trachten und Abzeichen. 


1250 A. Benoit, Description des drapeaux et &tendards des regiments 
des anciennes provinces d’Alsace, Franche-Comt& et de Lorraine. 
Mulh. 1874. 

1251 H. Garnier, Costumes des regiments et des milices reerutes dans 
les anciennes provinces d’Alsaces et de la Sarre, les röpubliques 
de Strasbourg et de Mulhouse, la prineipaut& de Montbeliard et 
le duch& de Lorraine pendant les XVIlIe et XVIIlIe siecles. lelivr. 
Epinal, C. Froereisen. 1882. 

1252 A. Seyboth, Costumes des femmes de Strasbourg (XVII et XVIII 
siecles). Quarante-six planches dessines d’apres les documents de 
l’epoque. Str., Schultz. 1880. 

1253 — Costumes strasbourgeois (Hommes) (XVI, XVII et XVIII 
siecles). Cinquante-quatre planches dessinses d’apres des docu- 
ınents de l’&poque. Str., Schultz. 1881. 

1254 Costumes des femmes de Strasb. XVII et XVIII siecles, C. d. 
hommes de St. XVII et XVIIIs. Weandkalender für 1880 u. 81. 
Zeichnungen von A. Seyboth. Str., Schultz. 1880. 

1255 Evidens designatio receptissimarum consuetudinum, ornamenta 
quaedam et insignia continens magistratui et academine Argen- 
tinensi a maioribus relicta, Nobilium insuper, Patriciorum, Civium, 
Hortulanorum atque Alsatiae Agricolarum virorum et feminarum 
discretiones in habitu cum laeto tum tristi. Argentorati, Joann. 
Carolus 1606. Reproduction photo-lithographique E. Stribeck, 
Neudorf-Str. 1881. 

1256 Strassburger Trachten-Büchlein. (43 Photographien.) Str., Stribeck 
u. Schweitzer. 1831. 


f) Tischsitten. 


1257 Ch. G&rard, L’ancienne Alsace & table. Etude historique et 
archeologique sur l’alimentation, les moeurs et les usages &pu- 
laires de l’ancienne province d’Alsace. 2. &d. Paris, Berger- 
Levrault. 1877. 

1258 A. Klenk, Le vieux Mulhouse & tuble, esq. de moeurs Epulaires. 
Mulh., Bader. 1875. 

1259 Le Roy de Saiute-Croix, L’Alsacien qui rit, boit, chante et 
danse. Str., Hagemann. 1880. 

1260 F. Reiber, Etudes Gambrinales. Histoire et arch&ologie de la 
biere et principalement de la biere de Strasb. Paris, Berger- 
Levrault. 1882. 

1261 Ein altes elsäss. Kochbuch. (Gem.-Z. 1882. Beil. 27. 28.) 


g) Gesellschaften. 


1262 Alfeld, Die Loge zum treuen Bruderherzen in Strassb. Stiftungs- 
fest-Vortrae. (Die Bauhütte N. 4, XXI). Leipzig, Bär u. Her- 
mann. 1878. 

1263 E. Barre, Ueber die Bruderschaft der Pfeifer im Els. (Vortrag 
im Vog.-Cl. nebst urkundl. Beil.) Colm., Barth. 1873. 

1264 J. Euting, Der Vogeseneclub u. seine Geschichte. (S.-A. aus den 
Mitt. des Vog.-Cl.) Str., Bull. 1881. 


444 VIII. Culturgeschichte und materielle Altertümer. 


h) Feste. 


1265 Le Roy de Sainte-Croix, L’Alsace en föte ou Histoire et 
description des fätes, cer&monies, solennit&s, r&jouissances, re6- 
unions, associations et societ&s religieuses, civiles, militaires, pub- 
liques et privees de l’Alsace. Str., Hıgemann. 1880. 

1266 — L’Alsace en föte sous la domination des Louis de France. Re- 
presentation des f&tes donnees par la ville de Strasb. pour la 
convalescence du roi, & l’entr&ee et pendant le sejour de 8. M. 
en cette ville (1744). Reproduction en photogravure. Str., Hage- 
mann. 1880. ' 

1267 — Les anniversaires glorieux de l’Alsace (1781— 1848). Str., Hage- 
mann. 1881. 

1268 R. Reuss, Zur Geschichte des grossen Strassb. Freischiessens 
und des Zürcher Hirsebreies 1576. Verhandlungen des Strassb. 
ae aus den Rathsprotocollen. Str., Treuttel u. Würtz. 
1876. 

1268a — Le grand tir Strasbourgeois de 1576 et la venue des Zurichois 
& Strasb. Str., Treuttel et Würtz. 1876. 

1269 Cavalcade 1879. Au Profit des Pauvres. Zum Besten der Armen. 
Polca de la cuite. Karzenjammer-Polka pour Piano par M.. Roller 
et M!!e Minette de Katzenthal. Colm., Autogr. Jung. o.J. 


i) Kinderspiele und Volkslieder. 


1270 Th. u Ein Kinderspiel aus dem Elsass. (Germania, XXIV, 
1879. 

1271 [R. v. Türekheim], Fuffzeh Elsäss. Volkslieder gsammelt un 
geranschiert vum—e—n alte Musikant am Fuess vum Odilienberg. 
Strossburrj, Hug. 1878. 

1272 E. Weber, Airs populairs du vieux Strasb. transcrits pour piano. 
Paris, Durand. Str., Wolf. 1879. 


k) Aberglauben. 


1273 A. Lambs, Ueber den Aberglauben im Elsass. Nach einem in 
Strassb. gehaltenen Vortrage. Str., Heitz. 1880. 

1274 R. Reuss, La sorcellerie au XVI et au XVII siecie partieulie- 
rement en Alsace, d’apr&s des documents en partie inedits. Paris, 
Cherbuliez. 1871. 

1275 [A. Stöber], Allerlei Merkwürdiges über verschiedene Tage u. 
Feste des Jahreskreises 1876. Mit bes Rücksicht auf das Elsass 
zusammengestellt v. Meister Frank. Mülh., Brüstlein. 1877. 

1276 — Zur Geschichte des Volksglaubens im 16. Jahrh. Aus Dr. Geiler 
von Kaiserbergs Emeis. 2. Ausgabe. Basel, Schweighauser. 
1875. 


l) Armenwesen. 


1277 Ch. Hackenschmidt, Armuth und Barmherzigkeit im Elsass. 
Gesammelt u. bearb. zum Besten der Neuhofanstalt. Str., Vom- 
hoff. 1880. 

1278 R. Reuss, Une oeuvre charitable de l’ancien Strasb. L’oeuvre 
de bienfaisance pour les Pauvres honteux protestants. (Privat- 
Armen-Anstält.) 1780—1880. Str., Fischbach. 1881. 

1279 A. Schricker, Bettler- u. Gaunerthum am Oberrhein vom 14. 
bis zum 16. Jahrh. (8.-A. a. d. Gem.-Z. 1880. Beil. 48. 49.) 
Str., Schultz. 1881. | 

1280 A. Tachard, Les institutions de l’Alsace au point de vue de 
la bienfaisance et de l’economie sociale. Rom, Barböra. 1875. 


VIII. Culturgeschichte und muterielle Altertümer. 445 


m) Strafanstalten. 


1281 J. Orth, Ein Gefängnissprediger im Elsass. Selbsterlebtes. Mülh., 
Bufleb. 1882. 

1282 A. Stöber, Der Klapperstein nebst ähnlichen Strafarten im Elsass. 
Mülh. 1876. 

n) Jagd. 

1283 M. Engelhard, Souvenirs d’Alsace. Chasse — Pöche — In- 
dustries — Legendes. Paris "t Nancy, Berger-Levrault.' 1882. 

1284 F. v. Etzel, Ueber Elsässische JaguJthiere in vergangenen Zeiten. 
Vortrag. (Mittheil. a. d. Vog.-Cl. Nr. 10.) Str., Heitz. 1880. 

1285 C. G&rard, Essni d’une faune historique des mammiföres sauvages 
de l’Alsace. Colmar, Jung. 1871. 


0) Verkehr. 


1286 C. Loeper, Zur Gesch. des Verkehrs in E.-L. mit bes. Berück- 
sichtigung der Schiffahrt, des Post-, Eisenbahn- u. Telegraphen- 
wesens, nach archiv u. anderen Quellen nebst 32 auf das Ver- 
kehrsleben bezügl. Urkunden aus der Zeit von 1350—1779. Str., 
Trübner. 1873. 

1287 C. Loeper, Die Rheinschiffahrt Strassb. in früherer Zeit u. die 
Strassb. Schiffleutzunft. Nach archival. u. anderen Quellen be- 
arbeitet. Nebst einer einleitenden Abhandlung: Das Zunftwesen 
u. die Stadtverfassung der alten Reichsstadt Strassb., von E. 
Trauttwein v. Belle. Str, Trübner. 1877. 

1288 —r, Strassburger Rheinschiffahrt jetzt u. ehemals. (Im Neuen 
Reich, 1873, 2, 233.) 

1289 — Dus Kaufhaus in Strassb. u. der Transithandel des Els. in 
früherer Zeit. (Im Neuen Reich. 1874, 2, 570.) 

129%) Die Messen in Strassb. ıIm Neuen Reich. 1874, 2, 570.) 

1291 H. Pfannenschmid, Ueber d. Alter der Flösserei im Gebiete 
des oberen Rheines mit bes. Beziehung auf die Saar u. ihre 
Nachbarflüsse. Colm., Barth. 1881. 


p) Buchdruck und Buchhandel. 


1292 H. Helbig, Les trois premiers typographes de Strasb. (Messager 
des sciences historiques) Gand. 1878. 

1293 A. v. d. Linde, Gutenberg. Geschichte u. Erdichtung aus den 
Quellen nachzewiesen. Stuttgart, Spemann. 1878. 

1294 L. Mohr, Das Haus Berger-Levrault in Strassb. Str. 1876. 

1295 Ch. Schmidt, M&moire sur les filigranes de papier employes & 
Strasbourg de 1343 & 1525. Mulh., Bader. 1877. 

1296 W. v. Stieda, Zur Geschichte des Strassb. Buchdrucks u. Buch- 
handels. (Archiv f. Gesch. d. Deutschen Buchh. Bd. IH, 1-14.) 
Leipzig. 1880. 

1297 Ein Beitrag zur Geschichte der Buchdruckerkunst u. des Buch- 
handels. [Aeltester Messkatalog.] (Gem.-Z. 1880. Beil. 5.) 

1298 Ein 50jähriges Buchdrucker-Jubiläum bei R. Schultz & Co. in Str., 
Berger-Levraults Nachfolger. 2. Oct. 1878. (Mit Porträt.) Str., 
Schultz. 1878. 

q) Bibliotheken. 

1239 Ch. G. Hottinger, Die k. Universität u. Landesbibliothek in 
Str. Ein Vortrag. Str., Trübner. 1872. — 2. Aufl. (Manusecr.) 
Nördlingen, Beck. 1875. | 

1300 J. Rathgeber, Die handschriftl. Schätze der früheren Strassb. 
Stadtbibliothek. Ein Beitrag zur elsäss. Bibliographie. Güters- 
loh, Bertelsmann. 1876. 

Strassb. Studien, 30 


446 VIII. Culturgeschichte und materielle Altertümer. 


1301 R. Reuss, Les bibliotheques publiques de Strasb. Lettre & M. 
P. Meyer. Paris, Fischbacher. 1871. (S.-A. a. d. Revue Critique.) 

1302 Ruelle, Notices et variantes d’un manuscrit grec relatif & la 
musique qui a peri pendant le bombardement de Strasb. Paris. 
1872. (Extr. des Coniptes-Rendus de l’Acad&mie des inscriptions.) 

1303 C. Schmidt, Livres et bibliothöques & Strasb. au moyen-äge. 
(Exır. de la Revue d’Als.) Mulh. 1877. 

1304 C. Schmidt, Zur Geschichte der ältesten Bibliotheken u. der 
ersten Buchdrucker zu Strassb. *>tr., Buli. 1882. 

1305 A. Stoeber, Petite revue d’ex-libris Alsaciens. Avec un fac- 
simile de l’ex-libris de C. Wolthardt, dit Lycosthenes, de Rouffach 
(1518—1561). Mulh. 1881. 

1306 et und seine alte Bibliothek. (Im Neuen Reich. 1875, 2, 
428.) 

1307 Die Neugründung der Strassb. Bibliothek u. die Göthe-Feier am 
9. Aug. 1871. Str. 1871. 


r) Universitätsgeschichte. 


1308 J. P. Albrecht, Beiträge zur Strassb. Schulgeschichte. I. Str., 
Heitz. 1873. — II. Die Gründung der Akademie. Str., Bull. 1874. 

1309 K. A. Barack, Würtemberger auf der Strassb. Universität von 
1612 -1793. Stuttgart, Kohlhammer. 179. 

1310 Th. Lindenlaub, Universit& de Strasb., esquisse historique. 
Paris, Hachette. 1819. 

1311 J. Rathgeber, Statuta Academiae Argentoratensis das ist die 
Gesetze u. Ordnungen der alten Univ. Str. um die Mitte des 
17. Jahrh. mit Einl. u. erläut. Anm. hg. Karlsruhe, Braun. 1876. 
(S.-A. aus Zeitschr. f. Gesch. d. Oberrheins. XXVII, 195—2x6.) 

1312 A. Schrieker, Zur Geschichte der Univ. Strassb. 1872. Mit 
1 lithogr. Taf. u. 2 Facsimiles. 

1313 A. Stöber, Recherches biographiques et littöraires sur les &tu- 
diants mulhousiens immatricules & l’universite de Bäle de 1480 & 
1805. [Mit 1 Abb.] 2e dd. Mulh., Bader. 1880. 

1314 J. v. d. Heyden, Speculum Cornelianum. In sich haltent: Viel 
artiger Figuren, betreffent das Leben eines vermeynden Studenten, 
sampt andern lehrhaften Vorbildungen. Jetzt auffs neue mit 
vielen schönen Kupferstücken, sampt der Beschreibung desz 
Lebens Corneli Relegati vermehrt und gebessert. Anno 1618. 
— Pugilus facetiarum iconographicarum in Studiosorum potissi- 
mum gratiam ex propiis eorumdem Albis desumptarum, etiam 
primum hac forma editarum 1608. — Allerhand kurtzweillige 
Stücklein, allen Studenten furnemblich zu lieb aus Ihren eigenen 
Stammbüchern zusammen gelesen und in diese Form gebracht 
zu Strassburg. — Stammbuch der jungen Gesellen, oder Handt- 
buch mit sonderlichem vleiss zusammengebracht, und mit schöne 
Kupferstücken geziert. Anno 1617. Reprod. en photolith. par 
E. Striebeck. Neudorf. Strasbourg, Hagemann. 1879. 


s) Schulgeschichte. 


1315 Eggert, Ueber die eulturgeschichtl. Bedeutung der Stadt Schlett- 
stadt. I. II. (Progr. des Realprogr.) Schlettstadt. 1874. 75. 

1316 D. Fischer, Erster Jahresbericht der städtischen höheren Töchter- 
schule zu Strassb.: Zur Geschichte der Schulen. Str. 1876. 

1317 Gmelin, Zwei Urkunden zur Geschichte der Ritterakademie zu 
Selz. (Zeitschr. f. Gesch. d. Oberrheins. XXVII, 149—154.) 
Karlsruhe, Braun. 1875. 


VIII. Culturgeschichte und materielle Altertümer. 447. 


1318 F. K. Kaiser, Johannes Sturm, sein Bildungsgang u. seine Ver- 
dienste um das Strassb. Schulwesen. Köln. (Realschulprogramm.) 
1872. 

. 1319 H. J. Kämmel, Die Schule zu Schlettstadt. (Gesch. d. deutschen 
Schulwesens im Uebergang vom M.-A. zur Neuzeit.) Leipzig. 
1882. 

1320 L. Kückelhahn, Johannes Sturm, Strassb.’s erster Schulrector, 
besonders in seiner Bedeutung für die Gesch. d. Pädagogik. 
Leipzig, Hartknoch. 1872. 

1321 E. Laas, Die Paedagogik des Johannes Sturm. Historisch u. 
kritisch beleuchtet. Berlin, Weidınann. 1812. 

1322 P. A. Merklen, Les &coles et les &coliers d’autrefois en Alsace. 
Discours prononee a la distribution des prix du gymnase cath. de 
Colmar. Colm., Jung. 1872. 

1323 L. Reichelmann, Bei.rrag zur Gesch. des früheren College 
communal de Thann. (Progr. des Realprogr.) Thaon. 1876. 

1324 R Reuss, Les colloques scolaires du gymnase protestant de 
-trasbourg. Str., Treuttel et Würtz. 1881. 

1325 W. Strüver. Die Schule zu Schlertstadt von 1450-1560. Ein 
Beitrag zur Culturgesch. des Mittelalters, (Dissert) Leipzig, 
Jensen. 1880. 

1326 H. H. Wingerath, Einige geschichtliche Bemerkungen über 
höheres Schulwesen zu Rappoltsweiler in diesem Jahrh, (Progr.) 
Rappoltsweiler. 1878. 


t) Medicinalwesen. 


1327 Herrgott, La sociöte de m&deeine de Strasb. depuis 1842 jusqu’en 
1872. Discours. Str., Berg-r-Levrault. 1872. 

1328 J. Hoeffel, Apergu historique sur l’ancienne Facult6 de möde- 
eine, Str. 1872. 

1329 E. Strohl, Le conseil d’'ygiene de la ville de Strasb. au com- 
mencement du XVIIIe sidcle. Strasb., Schultz. 1879. 

1350 Der ‘schwarze Tod’ in Strassb. Sır., Schultz. o. J. 

1331 —oe— Einige Notizen über die Renchthalbäder Petersthal u. Gries- 
bach. [Graseceius, Fons Saluıis Petrina, Str. 1607.] (Gem.-Z. 
1881. Beil. 37.) 

u) Theater. 

1332 [A. Hessler], Statistische Rückblicke auf das Theater zu Strassb. 
Band I. 1872—76. Band II. 1876—1881. Str., Fischbach. 1873 
— 1881. 

1333 X. Mossmann, Les origines du theätre & Colmar. Colm. 1878. 


v) Reisen im Elsass. 


1334 [Franz Peter Bremer], Briefe eines Strassb. Stud. der Med. aus 
dem Wintersem. 17556. Str., Schultz. 1881. 

1335 F. Ebrard, Strassburger Reiseeindrücke vor 100 Jahren. (S.-A. 
aus der Gem.-Z. 1882. Beil. 25. 26.) Str., Schultz. 1882. 

1336 J. Crueger, Ein Brief aus Strassburg 1782 (Cagliostro, Theater, 
Moden). [E.-L. Z. 29. 30. Dec. 1882.) 

1337 J. Euting, Ein gelehrter Benedictiner als Tourist auf dem Donon 
(1696). Str., Schultz. 1882. 

1338 L. Jouve, Voyages anciens et modernes dans les Vongeb; pro- 
menades, descriptions, souvenirs, lettres etc. (1500—1870). Epinal, 
Durand. 1881. 

1339 P. Lemcke, Ein Besuch in Strassburg vor 150 Jahren. (Feuilleton 
der E.-L. Zeitg. 25. Nov. 1881.) 


30* 


. 448 IX. Kunstgeschichte. 


1340 E. Meininger, Voyage en France fait en 1663 par Jean-Gaspard 
Dolfuss. Traduit de l’original allemand et augmente d’une notice 
biographique et de nombreuses notes. Mulh., Detloff. 1881. 

1341 R. Reuss, Le marquis de Segay, un touriste parisien en Alsace 
au 18e siecle. Mulh., 1876. 

1342 L. Spach, Voltaire im Elsass. Str., 1874. 

1843 A. Stöber, Curiosites des voyages en Alsace tirdes d’auteurs 
francais, allemandis, suisses et anglais, depuis le 16. jusqu’au 19. 
siecle. Colm., l’arth. 1874. 

1344 Reiseschilderungen u. naturgeschichtliche Aufzeichnungen von J. 
Aug Michel, her. v. Aug. Sıöber. Mülh. 1878. 

4345 X. Thiriat, Journal d’un solitaire et voyage & Ia Schlucht par 
Gerardmer, Longemer et Retournemer,. Nouv. ed. S. Die, typogr. 
Humbert. 1874. 

1346 W. Wiegand, Friedrich der Grosse in Strassburg. (Gem.-Z. 1880. 
N. 1-3. 1882. N. 16) 

1347 P. L., Stimmen über Strassburg aus 3 Jahrh. (Gem.-Z. 1882. 
Nr. 11-19.) 


IX. Kunstgeschichte 


a) Allgemeines. 


1348 Ch. G&rard, Les artistes de l’Alsace pendant le Moyen-Age. 
I. II. Colm., Barth; Paris, Aubry. 1872. 7». 

1349 Fr. X. Kraus, Kunst und Altertum in E.-L. Beschreibende 
Statistik. I. Band. K.u. A. im Unter-Elsass. 1876. II. 1ı K.u. A. 
im Ober-Elsass. Str., Bull. 1881. 

1350 W. Lübke, Die deutsche Kunst im Elsass. (Im Neuen Reich. 
1876. 1, 19.) 

1351 Rene M&nard, L’art en Alsace-Lorraine. Paris, Delagrave. 1876. 

1352 E. Müntz, De quelques monuments d’art alsaciens conserves & 
Vienne. Mulh. 1573. (S.-A. aus der Revue d’Als ) 

1353 — Les monuments d’urt detruits & Strasb. Paris. 1872. 

1354 H. Riegel, Ueber dus Elsass u. seine Kunstdenkmäler. (Wester- 
manns Illustr. deutsche Monatshefte. 32, 652.) 1872. (Wieder- 
holt in Riegel, Kunstgeschichtl. Vorträge u. Aufsätze.) Berlin, 
Weidmann. 1882. 

1355 M. Vachon, L’art pendant la guerre de 1870—71. Strasbourg. 
Les mus&es, les bibliotheques et la cathedrale. Inventuire des 
oeuvres d’art «letruites. Paris, Quantin. 1882. 

1356 A. Woltmann, Geschichte der deutschen Kunst im Elsass. 
Leipzig, Seemunn. 1875. 


b) Strassburger Münster. 


1357 F. Adler, Das Münster zu Strassburg. Eine baugeschichtl. Studie. 
(Deutsche Bauzeitung. 1870. 1873.) 

1358 P. Binder, Die astronomische Uhr im Strassb. Münster. Gedicht 
in allemannischer Mundart. (Mit Abb.) Zürich. 1871. 

1359 M. Blanckarts, Die Junker von Prag, Dombaumeister zu Str. 
um das J. 1400. (A.-S. aus Europa, Chronik der gebildeten Welt. 
1878. Nr. 52.) Leipzig, Keil. 1878. 

136) A. Dumont, Lu cathedrale de Strasb. Remarques arch£ologiques. 
Paris, Didier. 1871. 

1361 J. Janitsch, Die älteren Glaszemälde des Strassb. Münsters. 
(Repert. f. Kunstwiss. 3, 159. 258. 361. 4, 46.) 


IX. Kunstgeschichte. 449 


1362 Ch. Klotz, 1870. Cathedrale de Strasb. Reparation des deögäts 
causes au sommet de la flöche par le bombardement. Str., Winter. 
1871. (4 planches) 

1363 — Cathedrale de Str. Reparation gener. des degäts causes par 
le bombardement. Str. Winter. 1872. (5 photogr.) 


1364 — Cathedrale de Str. Projet de couronnement & &tablir sur la 
coupole du choeur. Str., Schultz. 1875. (4 planches photogr.) 

1365 — Recherches sur un bas-relief en bronze attribu6e aux anciennes 
pories de la Cathedrale. Str., Schultz. 1876. (1 photogr. et 
l grav.) 


1366 — Cuthedrule de Str. Projet de conronnement & 6tablir sur la 
conpole du choeur. Ile rapport. Str. 1878. (3 planches.) 

1367 — Ueber die Bedachung der Vierungskuppel am Münster zu Str. 
1I. Ber. Str., Schultz. 1878. (3 Photogr.) 

1368 F. X. Kraus, Ueber den Architeeten des Langhauses am Str. 
Münster. (Repert. f. Kunstwiss. 1, 343-345.) 1876. 

13682 — Urkunden zur Baugeschichte des Str. Münsters. (Repert. f. 
Kunstwiss. 1. 393-399.) 1876. 

1369 — Strassb. Münsterbüchlein. Populäre Darstellung. Nebst einem 
Führer durch die Stadt. Mit 2 Abb. Rundansicht u. Stadtplan. 
Str., Schultz. 1877. 81. 

1370 — Das Str. Münster. (Gem.-7. 1881. Nr. 20—1882. Nr. 4.) 

1371 Le Roy de 8. Croix, Monographie de Ja cathedrale de Str. I. 
(65 Illusır.) Str, Hagemann. 1880. 

1372 G. Mitscher, Zur Baugeschichte des Str. Münsters. Str., Schultz. 
1870. | 

1373 K. H. Perrot, Die Vollendung des Domes zu Köln u. der pro- 
jeetirte Ausbau des Südthurmes am Münster zu Str., sowie des 
Hauptthurmes am Münster zu Ulm, nebst Vorschlägen zur Bildung 
eines Ceutral-Vereins zur Erhaltung u. Herstellung nationaler 
Baudenkmäler. Str., Vomhofl. 1880, 

1374 G. Save, La Panagia du Dome de Str. Etude sur une sculpture 
du XlIIe s. au portail m&ridional de Ia Cathe@drale. Aveo 1 lithogr. 
Str., Hubert et Haberer. . 1877. 

1375 Alois Schulte, Zur Geschichte des Str. Münsters. (Repert. f. 
Kunstwiss. 5, 21—32.) 

1376 -- Zur Gesch. d Str. Münsterbaumeister. (Rep. f. Kunstw. 6.) 1882. 

1377 J. H. Schuster, Zur Vollendung des Str. Münsters. (Zeit«chr. 
f. bild. Kunst. XVI, Nr. 1.) 1880. 

1378 — Skizze zum Vollendungsbau des Münsters in Str. nebst Er- 
läuterungen von H. S. nach dessen Tode hrsg. v. P. Bartholdy. 
Mit 2 Lichtdrucken. Str., Schultz. 1880. 

1379 Th. Schweighauser, Notices historiques sur l’horloge astro- 
nomique de la cathed. de Str. (mit 2 Abb.) Str, Hubert et 
Haberer. 1876. 

1379a — Hist. Notizen über die astr. Münsteruhr zu Str. nebst einer 
ausführl. Beschreibung des mechanischen Werkes. Str., Brion, 
Hubert u. Haberer. 1876. 

1380 J. Seeberg, Die Juncker von Prag, Dombaumeister um 1400, 
und der Str. Münsterbau. (Mit I Taf.) Leipzig, Vogel. 1871. 

1381 A. W. Strobel, Das Münster in Str. geschichtlich u. nach seinen 
Theilen geschildert. 12.—17. Aufl. Sır., Bull. 1872—82. 

1382 Ch. Winkler, Denkschrift zur Projektskizze für den Ausbau 
der Westfagade des Münsters zu Str. Mit Lichtdruck. Str., 
Schultz. 1880. 

1383 A. Woltmann, Das Wohlthäterbuch des Frauenwerks zu Str. 
(Repert. f. Kunstwiss., 1876. 1, 259—264. 375—392.) 


450 IX. Kunstgeschichte. 


1384 A. Woltmann, Spruchbrief des Rathes zu Stra sburg in Sachen 
der Bauhütte des Münsters u. des Handwerkes der Maurer vom 
1. ae (Repert. f. Kunstwiss. Stuttgart u. Wien, 1876. I, 
17—83. 

1385 Album de douze photogruvures relatives A la cathddrale de Stras- 

bourg. Str, Hazemann. 1882. 

1386 Zur Frage der Vollendung des Strassburger Münsters. (Deutsche 
Bauzeitung. 8). 1280. | 

1387 Notice sur la cath&drale de Strasbourg. Ed. 10. 11. 12. Strasbourg, 
Bull. 1875. 78. 80. 

1388 Die neuen Thorflügel am grossen Portal des Münsters in Strass- 
hurg. Str., La Roux. 1879. 

1388a — Les nouveaux vanteaux Jde la porte principale de la cath. de 
Str. Str., Le Roux. 1879. 


c) Sonstige Architectur. 


1389 F. Adler, Frühromanische Baukunst im Elsass. Mit IV Taf. 
(Baugeschichtl. Forschungen in Deutschland II.) Berlin, Ernst u. 
Korn. 1879. 

13890 J. Burckhardt, Die Kirche von Ottmarsheim i. E. (8.-A. a. 
Mitteil. der Gesellsch. f. vaterl. Altert. in Basel.) Mülh., König. 
1875. 

1391 Ch. Deharbe, Sainte Richarde, son abbaye d’Andlau, son eglise 
et sa crypte. Paris, Renou, Maulde et Cock. 1874. (planches.) 

1392 F. X. Kraus, Weissenburgs Kunstdenkmäler. (S.-A. aus Kunst 
u. Altert. in E.-L.) Str., Bull. 1877. 

1393 [F. J. Meyer], Die Kapelle Maria Hilf bei Lauterburg i. E. Colm., 
Hoffmann. 1879. 

1394 J. S., Die Mariahilfskirche in Mülhausen. Rixheim, Sutter. 1876. 

1395 [F. Schneider], Die Abteikirche zu Weissenburg im Elsass. Mit 
Abbild. (Correspondenzbl. d. Gesammtvereins d. deutschen Gc<- 
schichts- u. Alterthumsvereine 1876. Nr.3.) Darmstadt, Klingel- 
höffer. 1876. 

1396 J. Sengenwald, Bericht über den Wiederaufbau der Neuen 
Kirche dem Consist. vorgetragen. Str., Fischbach. 1876. (mit frz. 
Nebentitel: Expos& des faits relatif & la reconstruction du Temple 
Neuf.) 

1397 — Bericht über den Bau der Neuen Kirche. Str., Fischbach. 1880. 
(frz. Rapport etc.) 

1398 A. Straub, La premiere pierre de l’ancienne eEglise des Domi- 
nicains, autrement appel&e Temple-Neuf, & Str. (Mit 1 Phot.) 
Str., Schultz. 1875. 

1399 — L’öglise de Vieux-Thann. Av. 1 planche chromolithographiee. 
Str., Schultz. 1875. 

1400 — Die Grundsteinlegung der neuen Kirche von Mühlbach im 
Breuschthal. 1—3. Aufl. Str., Schultz. 1878. 

1401 Th. Yves, La chapelle du Loup pres d’Innenheim en Alsace. 
Chartres, Garnier. 1876. 

1402 Die Stephanskirche in Mülhausen. L’Eglise de S. Etienne & Mul- 
house. Rixheim, Sutter. 1872. 

1403 Kirche in Zimmerbach dem göttlichen Herzen Jesu gewidmet [mit 
1 Abb.] Colmar, Hoffmann. [1878.] 

1404 Architectonische Reiseaufnahmen aus dem Elsass von Studirenden 
der Königl. Technischen Hochschule Aachen. Leipzig, Seemann. 
1881. 

1405 Preisgekrönte Entwürfe zur Kaiser-Wilhelms-Universität zu Strass- 
burg i. E, (25 Taf.) Berlin, Wasmuth. 1880. 


IX. Kunstgeschichte. 451 


d) Bildnerei. | 

1406 J. B. Alfeld, Deukschrift über den Stand der bildenden Kunst 
in Strassburg. Str, Schultz. 1879. 

1407 Ch. Goutzwiller, Curiosit6s Alsaciennes. Les Vases de Ribeau- 
ville. Mulh., Bader. 1872. 

1403 [J. Ohleyer], Geschichte des ehemaligen Kronleuchters in der 
Stiftskirche zu Weissenburg. Weissenburg, Wentzel. 1878. 

1409 K H. Perrot, Die Kaiserdenkmünze. Str., 1879. 

1410 Beschreibung des Grabmals des Marschalls von Sachsen in der 
Thomaskirche. (Description du mausol&ee etc.) Str., Fischbach. 
1873. 


e) Malerei. 


1411 E. Chavaray, Une famille de peintres alsaciens: Les Guerin 
1734 a 1846. Paris. 1880. (Avec deux portraits grav6s.) 

1412 Ch. Ephrussi, Martin Schongauer. (Gazette des beaux-arts 
1881. Janvier.) 

1413 Ch. Goutzwiller, Le mussde de Colmar. Martin Schongauer 
et son 6öcole. Notes sur l’art ancien en Alsace et sur les oeuvres 
d’artistes Alsaciens modernes. 26 grav. 2”® ed. Colmar, Barth; 
Paris, Sanioz et Fischbacher. 1875. 

1414 L. v. Kramer, Alsatia antiqua. München, Hanfstängel. (o. J. 
Photogr.) | 

1415 F. X. Kraus, Drei angebliche Dürer zu Strassburg. (Repert. f. 
Kunstwiss. 1877. 2, 141—146.) 

1416 De Schongauer-Studien. (Zeitschr. f. bildende Kunst 
1881, 3.) 

1417 P. A. Mercklen, L’ascension. A propos d’une peinture murale 
dans l’öglise de Lachapelle-sous-Rougemont. Colmar, Jung. 1874. 

1418 Tobias Stimmers Strassburger Freischiessen vom Jahre 1576. 
Nach dem Original-Holzschnitt der k. Univ.- u. Stadtbibliothek 
zu Strassburg in Lichtdruck-Facsimile mit erklärendem Text Iırsg. 
von Dr. A. Schricker. Str., Trübner. 1880. 

1419 J. Th. Schuler, 42 Illustratione zue Arnold’s Pfingst-Mondä... 
componiert unn in Original vun J. Th. Schuler anno 1849 selwer 
a gezeicht. 4. Ufflau von den Illustratione. Str., Simon. 
1 . Ä 

1420 Der Pfingstmontag, Lustspiel in Strassburger Mundart von J. G. 
D. Arnold. 3. Ausg. ausgestattet mit 40 Originalzeichnungen von 
Th. Schuler, einer Biogr. des Dichters von Rauter... nebst dem 
Bildnisse Arnolds. Str., Simon. 1878. 

1421 E.Schweitzer, Der Hans im Schnockeloch (gezeichnet) von E, 
Schweitzer. 6 Photographien mit darunter stehendem Text. Str., 


1874. 

1422 Le Jean du Schnockeloch, dessins de E.Sghweitzer, po6sie de 
Ad. Stoeber. Notice historique par Le Roy de Sainte-Croix. 
Str., 1880. (9 pl.) 

1423 Les bücherons et les schlitteurs des Vosges. 43 dessins originaux 
sur pierre p. Theophile Schuler, texte p. Alfred Michiels. 
Nancy, Berger-Levrault. 1880. 

1421 W. Hollar Jahreszeiten als Strassburger Ansichten, zu Strassburg 
bey Jac. von der Heiden. Quatre vues de Strasbourg... repro- 
ur en photolithographie par E. Stribeok. Str., Hagemann. 
1878. 

1425 Hortus delieiarum par l’abbesse Herrade de Landsperg. Repro- 
durtion heliographique d’une serie de miniatures, calqudes sur 
l’original de ce manuscrit du douzi&me siöcle. Texte explicatif 


452 X. Litteraturgeschichte. 


par le chanoine A. Straub. Livr. I-III. (Societ& pour la 
conservation des monuments historiques d’Alsace.) Str., Trübner. 


0. J. 

1426 A. Woltmann, Ein Vertrag mit dem Maler Caspar Isenmann in 
Colmar. (Repert. f. Kunstwiss. 1879.) 

1427 A. v. Wurtzbach, Martin Schongauer. Eine kritische Unter- 
suchung seines Lebens u. seiner Werke. Wien. 1880. 

1428 Tobias Stimmers Bibel. (Liebhaberbibliothek alter Illustratoren in 
Facsimile-Reproduction. München, Hirth. 1881. IV.) 

1429 Ein Beitrag zur Strassburger Kunstgeschichte: Das Stammbuch 
der Zunft ‘zur Steltz’. (Gem.-Z. 1882. N. 19. 20.) 


f) Ausstellungen und Sammlungen. 


1430 F. Arnold, Exposition de la Societ& des amis des arte. Petite 
revue. Str., 1878. 

1431 E. Audiguier et Dagobert Fischer, Musee de Saverne. Cata- 
logue et description des cbje:s d’art de l’antiquit6, du moyen-äge 
et de la renaissance exposes au Musee. Saverue, Gilliot. 1872. 

1432 A. Benoit, Collections et collectionneurs alsaciens 1600—1820. 
Antiquit&s, monnaies, m&dailles, tableaux, manuscrits, gravures, 
curiosit6s ete. Str., Noiriel, Simon. 1875. 

1433 Ign. Chauffour, Musee de Colmar. Societ& Schongauer. Compte- 
rendu de l’admin. du comite&. Colm., typogr. Jung. 1873. 

1434 Notice sur le mus&e d’hist. nat. de Colmar et apergu historique 
sur le Mus&e des Unterlinden en general p. le Dr. Faudel. 
Colm., Decker. 1872. 

1435 [A. Kaufmann], Le salon de Mulhouse en 1879. Lettres &rrites 
d’Alsace par A. Marchand. Paris, Sandoz et Fischbacher. 1879. 

1436 Catalogue des ouvrages exposes A la societe industrielle de Mul- 
house le 11 mai 1876. Section des beaux-arts. Mulh., Bader. 1816. 

1437 Musee historique de Mulhouse. Catalogue. Mulh., imp. Bader. 
1874. 

1438 Soci6te des amis des arts de Strasbourg. Kataloge der Kunst- 
ausstellungen 1874. 76. 78. 79. 81. 


X. Litteraturgeschichte. 


a) Allgemeines. 


1439 J. P. Albrecht, Das Elsass u. die schöne Literatur. (Deutsche 
Studienblätter. Nr. 17.) Leipzig, Webel. 1878. 

1440 H. A. de Bary, Zur Geschichte der Naturbeschreibung im Elsass. 
Rectoratsrede. ötr., Heitz. 1872. 

1441 M. Carriöre, Deutsche Geisteshelden im Elsass. (8.-A. aus 
es Illustr. Monatsheften.) Braunschweig, Westermann. 
1871. 

1442 A. Courvoisier, Les lettres frangaises en Alsace depuis la 
Restauration. (Jahresbericht über die städtische Realschule.) Str., 
1877. 

1443 R. Gosche, Ueber die Lieder u. Reime von Strassburg bis zum 
Beginn der Reformation. (Arch. f. Litt.-Gesch. 2, 94 - 158.) Leipzig, 
Teubner. 1872. 

1444 H. Kurz, Die deutsche Litteratur im Elsass. Berlin, Heinersdorff. 
2. Aufl. 1874. 

1445 O, Lorenz u. W.Scherer, Geschichte des Elsasses. S. Nr.568, 


X. Litteraturgeschichte. 453 


1446 Neubauer, Die deutsche Litteratur im Elsass. Darmstadt u. 
Leipzig, Zernin. 1871. 

1447 L. Spach, Oeuvres choisies. T. V. Biographies Alsaciennes. Nou- 
velle serie. Str., 1871. 

1448 C. H. F. Walther, Zwei Strassburgische Handschriften der 
Hamburger Stadtbibliothek. Hamburg. 1880. 


b) Althochdeutsche Zeit — 1100. 


1449 Sage. — K. Christ, Das sogenannte Lügenfeld im Elsass. (Picks 
Monatsschr. 5, 224. 1879.) 

1450 — W.Hertz, Deutsche Sage im Elsass. Stuttgart, Kröner. 1872. 

1451 — J. V.ScheffeluwA.Holder, Waltharius, lateinisches Gedicht 
des 10. Jahrh. Nach der handschriftl. Ueberlieferung berichtigt, 
Da deutscher Uebertragung u. Erläuterungen. Stuttgart, Metzler. 
1874. 

1452 — J. V. Scheffel, Der Wasgenstein. Mit 3 Abb. [0.O. u. J.| 

1453 — W. Scherer, Der Wasgenstein in der Sage. Vortrag. (Mitt. 
aus dem Vog.-Cl. 2.) Str., Heitz. 1873. 

1454 Interlinearversionen. — Die Murbacher Hymnen. Nach der 
Handschrift hrsg. v. Ed. Sievers. Mit 2 lith. Facsim. Halle, 
Waisenhaus. 1374. 

1455 Strassburger Eide. — J.Brakelmann, Die Nithardhandschrift 
und die Eide von Strassburg (Zs. f. d. Phil. III. 1871. 85 — 94.) 

1456 — HB. Buchholtz, Zu den Eiden vom J. 842. (Arch. f. d. Stud. 
d. neueren Sprachen 60, 343—360. Berlin. 1878.) 

1457 Otfrid. — E. Behringer, Krist u. Heliand. (Progr. d. Gymn. 
zu Würzburg. bes. gedr.) Berlin. 1870. 

1458 — E. Dümmiler, Weissenburger Gedichte. (Ze. f. d. A. 19, 115 
—118. 1876.) 

1459 — O. Erdmann, Ueber Otfrid II, 1, 1—38. Graudenz. (Gymn. 
Progr.) 1873. 

1460 EFT Zur Erklärung Otfrieds. (Zs. f. d. Phil. V, 338 - 349.) 

4 


1814. 
1461 — — , Zur Erklärung Otfrids II. (Ze. f. d. Phil. VI. 446—449.) 
875 


1875. 

1462 — —, Erklärung zu Otfrid I, cap. 1-4. (Beiträge zur d. Phil. 
85—11*.) Halle, Waisenhaus. 1880. 

1463 — —, Ueber die Wiener u, Heidelberger Handschrift des Otfrid. 
Aus den Abh. der k. Akad. der Wiss. zu Berlin 1879. Mit 5 Taf. 
Berlin, Dümmler. 1880. 

1464 — Otfrids Evangelienbuch, hrsg. u. erklärt v. OÖ. Erdmann. 
Halle, Waisenhans. 1882. 

1465 — — hg. v. O. Erdmann. Textabdruck mit Quellenangaben u. 
Wörterbuch. Halle, Waisenhaus. 1882. 

1466 — O. Erdmann, Untersuchungen über die Syntax der Sprache 
Otfrids. I. Theil 1874, II. Theil 1876. Halle, Waisenhaus. 

1467 — Heinrich Fertsch, Otfrid, der Weissenburger Mönch. Weissen- 
burg. (Gymn. Progr.) 174. 

1468 — Henrici, Otfrids Mutter und Orms Bruder. (Z. f. d. A. 22, 
231-233.) 1878. 

1469 — — Otfrid 1, 1. (Z. f. d. A. XXIV, 194-200.) 1880. 

1470 — Th. Ingenbleek, Ueber den Einfluss des Reimes auf die 
Sprache Otfrids besonders in Bezug auf Laut- u. Formenlehre. 
Mit einem Reimlexikon. (Q.-F. XXXVII.) Str., Trübner. 1880. 

1471 — Joh. Kelle, Christi Leben u. Lehre, besungen von Otfrid, Aus 
dem Althochdeutschen übersetzt. Prag. 1870, 


454 X. Litteraturgeschichte. 


1472 Otfrid. — J. Kelle, Glossar der Sprache Otfrids. ‚Otfrids Evan- 
gelieubich III) Regensburg, Manz. 1881. 

14:3 — G. Meyer v. Knonau, Die Beziehungen des Otfrid von 
Weissenburg zu St. Gallen, (Forsch. z. deutschen Gesch. XIX, 
187 ff.) Görtingen, Dieterich. 1879. 

1474 — Oıfrids Evangrlienbuch. Mit Einleitung, erklärenden An- 
merkungen u. ausführlichem Glossar hg. von P. Piper. I. Theil: 
Einleitung u. Text. Paderborn, Schöningh. 1878. 2. durch Nach- 
träge erweiterte Ausgabe. Freiburg, Mohr. 1882. 

1474a — Otfrids Evangelienbuch hg. v. P. Piper. Freiburg, Mohr. 

1881. (Germ. Bücherschatz 4.) 

1475 — P. Piper, Zu Otfrid. (Paul u. Braune Beitr. 8, 225—255.) 
Halle, Niemeyer. 1882. 

1476 —O.Schmeckebier, Zur Verskunst Otfrids. Kiel, Diss. 1877. 

1477 — Schulte, Zu Otfrid. (Z. f. d. A. XXII, 406--409. 1878.) 

1478 — Seemüller, Zu Otfrid. (Zeitschr. f. deutsch. Altertum 21, 
1%. Berlin.) 1877. 

1479 — N. Sobel, Die Accente in Otfrids Evangelienbuch. Eine 
metrische Untersuchung. (Q.-F. 48.) Str., Trübner. 1882. 

1480 — Moritz Trautmann, Lachmanns Betonungsgesetze u. Otfrids 
Vers. Halle, Lippert. 1877. 

14831 — W. Wilmanns, Metrische Untersuchungen über die Sprache 
Otfrids. (Z. f. d. A. XVI, 113-131.) 1873. 

1482 — F.Zarncke Ueber den Reim bei Otfrid. (Ber. der Kgl. Sächs. 
Ges. d. Wiss. I, 34 ff.) Leipzig. 1875. 


ec) Mittelhochdeutsche Zeit — 1500. 


1483 Reinmar von Hagenau. — R. Becker, Ueber Reinmar von 
Hagenau. (Germania XXII, 70 fg. — 195 fg. 1877.) 

1484 — K. Burdach, Reinmar der Alte und Walther von der Vogel- 
weide. Leipzig, Hirzel. 1880. 

1485 — C. Jauker, Das Verhältniss Walthers v. d. Vogelweide zu 
Reinmar dem Alten. (Progr.) Horn. 1875. 

1486 — E. Regel, Zu Reinmar von Hagenau. (Germania 19, 149—182. 
Wien. 1874.) 

1487 — E. Schmidt, Reinmar von Hagenau u. Heinrich von Rugge. 
(Q.-F. 4.) Str., Trübner. 1874. 

1488 Gotfried von Strassburg. A. Baier, Der Eingang des 
Parzival und Gottfrieds Tristan. (Germania XXV, 404 ff. 1880.) 

1489 — Gotifrieds von Strassburg Tristan, hrsg. von R. Bechstein. 
2 Theile. 2. Auflage. Leipzig, Brockhaus. 1873. 

1490 — O. Behaghel, Gottfrieds von Strassburg Tristan u. seine 
Quelle. (Germania XXIII, 233 ff.) 1878. 

1490a — B. Bergemann, Das höfische Leben nach Gottfried von 
Strassburg. Berlin, Kamlah. 1876. 

1491 — F. Compart, Die Sagenüberlieferungen in den Tristan-Epen 
Eilharts von Obergeu. Gottfried v. Strassburg. Güstrow, Opitz. 1876. 

1492 — Th. v. Hagen, Die Handschriften des Tristan u. ihre Be- 
ne für die Kritik. (Bartsch, German. Stud. 1, 31—56.) Wien. 
. 1872. 

1493 — W. Hertz, Tristan u. Isolde von Gottfried v. Strassburg. Neu 
bearb. u. nach den altfranz. Tristanfragmenten des Trouvere 
Thomas ergänzt. Stuttgart. Kröner. 1377. 

1494 — E. Kölbing, Fragment einer Handschrift von Gottfrieds Tristan. 
(Germania 18, 235.) Wien, 1813. 

1495 — J. Kottenkamp, Zur Kritik u. Erklärung des Tristan Gott- 
frieds von Strassburg. Göttingen. (Diss.) 1879. 





X. Litteralurgeschichte. 455 


1496 Gottfried von Strassburg. — H. Kurz, Zum Leben Gottfrieds 
ae v. Strassburg. (Germ. 15, 207—235. 322—345) Wien. 1870. 
1497 — Gottfrieds v. Strassburg Tristan u. Isolde. Uebertragen u. be- 

schlossen v. H Kurz. 3. Aufl. Stuttgart. Cotta. 1877. 

1498 — E. Lobedanz, Das französische Element in Gottfrieds von 
Strassburg Tristan. Schwerin. 1878. 

1499 — K. Lüth, Der Ausdruck dichterischer Individualität in Gott- 
frieds Tristan. (Progr. des Gymn. zu Parchim.) 1881. 

1500 — H. Paul, Zur Kritik u. Erklärung von Gottfrieds Tristan. 
(Germania 17, 385—408.) 1872. 

1501 — Fr. Pfaff, Ein Tristanfragment (Germania XXV, 192.) 1880. 

1501la — R. Preuss, Stilist. Untersuchungen über G. v. Str. (Str. 
Stud. 1, 1— 75.) 

1502 — C.Schmidt, Ist Gottfried von Strassburg (der Dichter) Strass- 
burger Stadtschreiber gewesen? Eine historische Untersuchung. 
Str., Bull. 1876. 

1503 — K. Schröder, Bruchstücke einer Handschrift von Gottfrieds 
Tristan. (Germania 17, 462.) 1872. 

1504 — R. Sprenger, Zu Gottfrieds Tristan. (Germania 22, 406— 
412.) Wien. 1877. 

1505 — E. Steinmeyer, Eine neue Tristanhandschrift. (Zs. f. d. Alt. 
23, 112.) Berlin. 1878. 

1506 — M. Strobl, Reminiscenzen aus Gotfrieds Tristan. (Zs. f. d. 
Phil. XI, 228 ff.) 1880. 

1507 Hohenburger Hohes Lied. — T.Hayner, Das St. Trudperter 
(Hoheunburger) Hohe Lied. (Paul u. Braune, Beitr. 3, 491-523). 
Halle. 1876. 

1508 an Scherer, Hohenburger Hoheslied. (Z. f.d.A. XX, 198 ff.) 
18.16. 

1509 — Hohenburger Hoheslied. Bruchstücke aus der Sammlung des 
Freiherrn v. Hardenberg. (Z. f. d. Phil. XI, 416.) 1880. 

1510 Konrad Fleck. — Sundmacher, Die altfranzösische u. mittel- 
hochdeutsche Bearbeitung der Sage von Flore u. Blanscheflur. 
(Diss.) Göttingen. 1872. 

1511 Lateinisches Drama. — Walter de Gray Birch, On a thir- 
teenth century service book of Strasbourg, with dramatic repre- 
sentations. (Transactions of the Royal Soc. of Lit. II ser. X vol.) 
London, Murray. 1874. 

1512 Gotfrid von Hagenau. — Ch. Schmidt, Gotfrid de Hagenau, 
poöte du 13. siecle. Mulh., impr. Bader. 1873. (Extr. de la 
Revue d’Als.) 

1513 Ritter von Stauffenberg. — OÖ. Jänicke, Der Ritter von 
Stauffenberg. (Altdeutsche Studien.) Berlin, Weidmann. 1881. 

1514 Mystiker. — P. Mehlhorn, Die Strassburger Mystiker. (Prot. 
Kirchen-Zeitung von Websky. 1877. Nr. 39) 

1515 — A. J an dt, Essai sur la mysticisme sp&culatif de Maitre Eckhart. 
Str., 1881. 

1516 er — 0. Bitthorn, Tauleri vita et doctrina. (Diss.) Jena. 
1874. 

1517 — Johann Taulers Medulla animae oder von der Vollkommenheit 
aller Tugenden u. sämmtliche Briefe desselben. Nebst 10 Briefen 
gleichen Inhalts des heil. Johannes vom Kreuz. Uebersetzt ı. 
bearb. von Nicol. Casseder. 2. Aufl. Prag, Tempsky. 1872. 

1518 — Das Buch von geistlicher Armuth, bisher bekannt als Johann 
Taulers Nachfolgung des armen Lebens Christi. Unter Zugrunde- 
legung der älteste der bis jetzt bekannten Hss. Zum ersten Male 
vollständig hg. v. H. 8. Denifle. München, Huttler. 1877. 





456 X. Litteraturgeschichte. 


1519 Tauler. — Johann Taulers Predigten. Nach den besten Angaben | 
in die jetzige Schriftsprache übertragen von Dr. Jul. Ham- 
berger. 2. Aufl. Prag, Tempsky. 1872. 

1520 :- H. Nobbe, Ueber ıas Hauptthema der Predigten Joh. Taulers. 
(Zs. f. die gesammte luther. Theologie 1878, 426—437.) 

1521 — C. Schmidt, Nicolaus von Basel Bericht von der Bekehrung 
Taulers. Str., Bull. 1875. 

1522 — H S. Denifle, Taulers Bekehrung kritisch untersucht. Str., 
Trübner. 1879. (Q.-F. 36.) 

1523 — — Taulers Bekehrung. Antikritik gegen A. Jundt, Les amis 
de dieu. München 1879. (S.-A. aus der Hist. polit. Bl. 84.) 

1524 Der Gottesfreund im Oberlande. — Denifle, Die Dichtungen 
des Gottesfreundes im Oberlande. (Z. f. d. A. XXIV, 200 ff. 
280 ff.) 

1525 — Die Dichtungen Rulman Merswins. (Z. f. d. A. XXIV, 463 ff. 
1580. XXV, 101 ff. 1881.) 


1526 — A. Jundt, Histoire du pantheisme populaire au moyen äge et 
au seizi&me sieele. Paris, Sandoz et Fischbacher. 1875. 

1527 — — Les amis de Dieu au quatorzieme siecle. Paris, Sandoz et 
Fischbacher. 1879. 

1528 - — Johann von Chur, genannt von Rutberg. (Herzogs Encyclop. 


f. prot. Theol. 1880. VII.) 

1529 — A. Lütolf, Der Gottesfreund im Oberland. (Jahrbuch f. 
schweiz. Gesch. I. Zürich. 1877.) 

1530 — M. Rieger, Die Gottesfreunde im deutschen Mittelalter. (Samm- 
lung von Vorträgen, hg. v. W. Frommel u. F. Pfaff. I, 8. Heidel- 
berg. 1879. 

1531 — L. Tobler, Die Sprache des Gottesfreundes im’ Oberland. 
(Anz f. schweiz. Gesch. 1880, 214 ff.) 

1532 — Der Gottesfreund im Oberland u. Nikolaus von Basel. (Ilistor. 
Polit. Blätt. f. d. kathol. Deutschl. 75; 17, 93, 245, 310 f) 1875. 

1533 Konrad Dangkrotzheim. — Das heilige Namenbuch von Konrad 
Dangkrotzheim hg. v.K. Pickel. (Eisäss. Litt.-Denkm. aus dem 
XIV.—XVI. Jh. hg. v. E. Martin u. Erich Schmidt. I.) Str., 
Trübner. 1878. 

1534 — [F. v. Reichlin], Das heilige Namenbuch v. Konrad Dangkrotz- 
heim. Augsburg, Huttler. 

1535 — Kindler v. Knobloch, Elsässische Studien III: über K. 
Dangkrotzheim. (Der deutsche Herold X, 86.) 

1536 Ingold. — E. Schröder, Das goldene Spiel von Meister Ingold. 
(Elsäss. Litt.-Denkmäler aus dem XIV.--XVII. Jahrh. hrsg. von 
E. Martin u. E. Schmidt. III. Band.) Str., Trühner. 1882. 

1537 Erhart Tusch. — H. Erhart Tusch, Die burgundisch Hystoire. 
Eine Reimchronik 1477. He. v. E. Wendling u. A. Stöber. 
Colmar, Barth. 1876. (Auch: Alsatia. 1875. 76.) 

1538 Humanisten. — Eckstein, Strassburgs Bedeutung für den 
deutschen Humanismus. (Grenzboten XXX, II, 725 ff.) 1871. 

1539 — Ch. Schmidt, Histoire litteraire de l’Alsace & la fin du XV 
et au commencement du XVI siecle. Tome I et IJ. Paris, Sandoz 
et Fischbacher ; Strasbourg, Treuttel et Wurtz. 1879. 

1540 Wimpheling. — Ludwig Geiger, Jakob Wimpheling als deut- 
scher Schriftsteller. (Arch. f. Litt.-Gesch. 7, 164—175.) Leipzig, 
1877. 

1541 — Karl Goedeke, Jakob Wimphelings Stylpho. (Arch. f. Litt.- 
Gesch. 7, 157—163) Leipzig. 1878. 

1542 — Otto Hense, Jakob Wimpheling. Eine Charakteristik. (Arch. 
f. Litt.-Gesch. 2, 321—339.) Leipzig. 1872. 


X. Litteraturgeschichte. 457 


1543 Wimpheling. — B. Schwarz, Jacob Wimpheling, der Altvater 
des deutschen Schulwesens. Gotha, Perthes. 1875. (Pädag. Re- 
formatoren vor der Reformation.) 

1544 — W. Wattenbach, Jacob Wimphelings poetischer Dialog über 
Peter von Hagenbachs Tod. (Mon. Zeitschr. XXII, 390. 

1545 — Jacobi Wimpfelingii Germania ad rempublicam Argentinensem. 
Thomae Murneri ad rempublicam Argentinam Germania nova. 
Argentcrati, Schmidt. 1874. 

1546 — Oratio vulgi ad Deum opt. max. pro ecclesia catholica et ro- 
mana (1517) Perrarus Jacobi Wimphelingii libellus iterum editus 
jJuxta exemplur bibliothecae Selestadiensis. Argeutorati, Schmidt. 
[o. J 

1547 Geiler. — L. Dacheux, Un R£eformatenr catholique & la fin 
du XV. sieele. Jean Geiler de Kaisersberg. Etude sur sa vie 
et son temps. Paris, Delagrave; Strasbourg, Derivaux. 1876. 

1545 — Dr. J. Geiler de Kaisersberg. Wie man sich halten sol bei 
einem sterbenden Menschen. 1482. Fucsimile avec une intro- 
duction par l’Abbe L. Dacheux. Paris, Baer. 1878. 

1549 — K. Dacheux, Joh. Geiler v. Kaisersberg, e. kathol. Reformator 
am Ende d. 15. Jahrh. bearb. v. Lindemann. Freiburg, Herder. 
1877. 

1550 — Geilers von Kaisersberg ausgewählte Schriften in freier Be- 
arbeitung von Dr. Philipp.de Lorenzi, Domcapitular. Mit 
Druckerlaubnis der h. Congregation des Index. — I. 1. Geilers 
Leben und echte Schriften. 2. Das Buch vom guten Tode. 3. Die 
zwölf Früchte des h. Geistes. — II. 1. Das Narrenschiff. 2. Der 
Mensch ein Baum. 3. Der Baum des heiliren Kreuzes. Trier. 1881. 

1551 — Geilers von Kaysersberg älteste Schriften I. Die XXI Artikel 
u. die Briefe. Freihurg i. B, Herder. 1877. 

1552 - Geiler von Kaisersberg. (Hist.-pol. Blätter, 82. Bund, 1. Heft.) 
1878. 

1553 Brant. — R Boxberger, Zu Brants Narrenschiff. (Arch. f. 
Lit.-Gesch. 9, 261.) 13°9. 

1554 — Sebastian Brant, Das Narrenschiff, hg. v.K. Gödeceke. Leipzig, 
Brockhaus. 18:3. :Deutsche Dichter des 16. Jahrh. VII.) 

1555 — S. Brants Narrenschiff erneut von H. A. Junghans. Leipzig, 
Reclam. 1877. 

1556 -- Phagifacetus sive de facetia eomedendi libellus. Addita versione 
S. Brantii. Rec. H. Lemcke. Stettin. 1881. 

1557 — M. Radlkofer, Brants Narrenschiff, Murners Narren- 
beschwörung, Erasmi Stultitiae Laus. (Progr.) Burghausen. 
1876. 7. 

1558 — A. Schlossar, Ein neuaufgefundenes Gedicht Seb. Brants. 
(Wiener Abendpost 1877. Nr. 221.) 

1559 — Ch. Schmidt, Notice sur Seb. Brant. (Extr. de la revue d’Als.) 
Mulh., imp. Bader. 1874. 

1560 — Zarncke, Zur Vorgeschichte des Narrenschiffs. 2. Mittheilung. 
Leipzig, Weigel. 1871. 

1560a en Brants mit Zasius. (Münchner Akad. Sitzungsb. 1871, 
271 ff. 


d) Neuzeit. 


1561 Murner. — Thomas Murner, Die Narrenbeschwörung. Hrsg. von 
K. Gödeke. (Deutsche Dichter des 16. Jahrh. 11. Bd.) Leipzig, 
Brockhaus. 1879. 

1562 — Th. v. Liebenau, Thomas Murner in Basel. (Basler Jahr- 
buch, 1. Jahrg.) 1879. 


458 X. Litteraturgeschichte., 


1563 Murner. — Julius Rathgeber, Thomas Murners Nova Ger- 
mania. Ein Beitrag zur Elsässischen Bibliographie. (Sybels 
Historischer Zeitschrift. Jehre. 1877. 37. Band. 8. 451 ff.) 

1564 — Der Schelmen Zunft von Thomas Murner 1512. Deutsche Drucke 
älterer Zeit in photolithograph. Nachbildung. Ausgewählt von 
W.Scherer. Berlin, K. Hof-Steindruckerei Gebr. Burchard. 1881. 

1565 -- F. J. Schiffmann, Ueber Dr. Thomas Murners Flucht nach 
Lucern und speciell über eine bisher unbekannte, von ihm selbst 
hrsg. Schrift. (8.-A. aus dem Geschichtsfreunde XXVII.) Ein- 
siedeln. Dr. Benziger. 1872. 


1566 -- — Ueber einen bisher unbekannten Lucerner Druck von Dr. 
Thomas Murner. (Der Geschichtsfreund 1872, XXVIL) 
1567 — L. Sieber, Thomas Murner u. sein juristisches Kartenspiel. 


(Archiv f. vaterl. Geschichte. X.) Basel. 1875. 

15638 - Ein Brief Murners an Brant. (Münch. Akad. 1871, 277.) 

1569 Pauli. — Th. v. Liebenau, Johann Pauli, Guardian in Bern. 
(Anzeiger f. schweizer. Gesch. 10, 5.) 1879. 

1569a — K. Simrock, Schimpf u. Ernst nach Joh. Pauli. Heilbronn, 
Henninger. 1876. 

1570 — Bruder J. Pauli, Schimpf u Ernst. Leipzig, Reclam. 1877. 

1571 B. Rhenanus. — A. Horawitz, Beatus Rhenanus. Eine Bio- 
grapbie. Wien, Gerold’s Sohn. 1872. (S.-A. aus den Abh. der 
Kais. Ak. d. Wiss.) 

1572 Pellikan. — F. Bresch, Esquisse historique sur Conrad Pellican. 
(These.) Str. 1870. 

1573 — Das Clronikon des Konrad Pellikan, hg. v.B. Riggenbach. 
Basel, Bahnmeier. 1877. 

1574 Luseinins. — H. A. Lier, Ottmar Nachtigalls ‘Joci ac sales 
mire festivi. (Arch. f. Lit. Gesch. 11, 1—50.) Leipzig. 1882. 

1575 Rätselbuch. — Strassburger Rätselbuch. Die erste zu Strassburg 
ums J. 1505 gedruckte Rätselsammlung. Neu hrsg. von F. A. 
Butsch. Str., Trübner. 1870. 

1576 Wickram. — F. Bobertag, Analysen der Romane G. Wickrams 
und Proben aus len ältesten Drucken. (Schriften der schlesischen 
Gesellschaft f. vaterländ. Cultur.) 1873. 

1577 — F.X. Kraus, Familie Wickram. (Z.f.d. A. XXIII, 205.) 1879. 

1578 — Jörg Wickrams Rollwagenbüchlein Ausgewählt u. sprachlich 
erneuert von Karl Müller. Stassfurt, Förster. 1880. ‚Sammlung 
altdeutscher Werke in neuen Bearbeitungen XII.). 

1579 — Jörg Wickram, Rollwagenbüchlein. Ausgewählt u. sprachlich 
erneuert von K. Pannier. Leipzig, Reclam. 1880. 

1580 — W. Scherer, Die Anfänge des deutschen Prosaromans u. Jörg 
Wickram von Colmar. Str., Trübner. 1877. (Q.-F. XXL) 

1581 — E. Schmidt, Beiträge zur Geschichte der deutschen Litteratur 
im Elsass. I. Jörg Wickram. II. Die Saltzmannsche Gesellschaft. 
III. Faustaufführungen in Strassb. 1770. (Archiv f. Litt.-Gesch. 
VIII. 8. 319—360.) 

1582 Gart. — Joseph. Biblische Komödie von Thiebold Gart. 1540. 
Elsässische Litteraturdenkmäler aus dem XIV —XVL. Jahrh. hrsg. 
von E. Martin u. E.Schmidt. II. Band.) Str., Trübner. 1880. 

1583 Rasser. — Ein elsässischer Prediger des 16. Jahrh. (Gem.-Z. 
1882. Nr. 10) 

1584 Fischart. — J. Baechtold, Das glückhafte Schiff von Zürich. 
Nach den Quellen des Jahres 1576. (Mitth. der antiquarischen 
Gesellschaft. XLIV.) Zürich. 1880. 

1585 — W. Crecelius, Zur Fischartbibliographie. (Wagners Archiv 
12 vgl. 225 ff.) Wien. 1874. 


X. Litteraturgeschichte. 459 


1586 Fischart. — Dederding, Zur Charakteristik Fischarts. (Pro- 
gramm der Luisenstädtischen Gewerbeschule.) Berlin. 1876. 

1587 — — Ein Stammbuchblatt Fischarts. (Arch. f. Litt.- Gesch. 10, 
421 ff.) Leipzir. 1880. 

1588 — Johann Fischarts ausgewählte Schriften. Neudeutsch, 1. Th. 
mit Anmerkungen von A. Engelbrecht. 2. Theil mit Einl. u. 
Anm. vonK.Hoffmeister. Gargantua. (Sammlung altdeutscher 
Werke in neuen Bearbeiiungen. 2., 8., 5., 6. Bdchn.) Sonders- 
hausen. Fassheber. 1879. 

1589 — Ernouf, Lettre relative au ‘'Bienenkorb’ de Fischart. (Bull. 
du bibliopbile. 1881. Dec.) 

1590 — Ganghofer, Johann Fischart u. seine Verdeutschung des 
Rebelais München, Ackermann. 1880. 

1591 — Joh. Fischart, genannt Menzer, Dichtungen. Hrsg. v. K. 
Goedeke. Leipzig, Brockhaus. 1880. (Deutsche Dichter des 

Ä 16. Jahrh. XV.) 

1592 — K. Goedeke, Fischarts Tratzfatzbrief. (Arch. f. Litt.-Gesch. 
11, 342—344.) Leipzig. 1882. 

1593 — Th. Kessemeier, Der Bienenkorb, Catalogus catalogorum etc. 
Zur Characteristik Fischarts. Bremen. (Progr. der Realschule.) 
1877. 

1594 — H. Kurz, Fischart in Tübingen ? (Germania 19, 79—81.) 1871. 

1595 — E. Müntz, Le chroniqueur Bernhard Herzog et son gendre 
le pocte Jeun Fischart, documents inedits ou peu connus. Mulh. 
1873. (Extr. de la Rev. d’Als.) 

1596 — J. Fischart, Das Jesuiterhürlein. Satirisches Gedicht, erneut 
u. erläutert von K. Pannier. Leipzig, Reclam. 1879. 

1537 — Rückbeil, Kleine Beiträge zur Litteratur Fischarts. (Pro- 
gramm der Realschule.) Sondershauser. 1880. 

1598 — W. Wackernagel, Johann Fischart von Sırassburg u. Basels 
Antheil an ihm. 2. Ausg. Basel, Schweighauser. 1814. 

1599 — R. Weitbrecht, Johann Fischart als Dichter u. Deutscher. 
Stuttgart, Levy u. Müller. (Neue Volksbibliothek. III. Serie. 
Heft 6.) 

1600 -- Joh. Fischarts Ehzuchtbüchlein nebst dem Ehestandskapitel aus 
dem Gargantun für Volk u. Familie bearb. v.R. Weitbrecht. 
Stuttzart, Metzler. 1880. 

1601 — C. Wendeler, Zur Lebensgeschichte Fischarts. (Z. f. d. A. 
XXII, 252 ff.) 1875. 


1602 — — u C. Dederding, Zu Fischart. (Arch. f. Litt.-Gesch. 6, 
487-511.) Leipzig. 1877. 
1603 - — Zu Fischarts Bildergedichten. (Arch. f. Lit.-Gesch. 7, 305 — 


378.) Leipzig. 1878. 

1604 — Fischartstudien des Freiherrn Karl Hartwig Gregor v. Meuse- 
bach mit einer Skizze seiner litterarischen Bestrebungen hrsg. v. 
C. Wendeler. Halle a. S., Niemeyer. 1879. (Vgl. auch Arch. 
f. Litt.-Gesch. 10, 423.) 

1605 C. Wendeler, Zur Schwanklitteratur in Fischarts Gargantua. 
(Z. f. A. XXL, 435) 1877. 

1606 — Aller Prakıik Grossmutter, von Johann Fischart. Abdruck der 
ersten Bearbeitung. 1572. (Neudrucke deutscher Litteraturwerke 
des XVI. u. XVII. Jahrh. Nr. 2.) Halle, Lippert. 1876. 

1607 — Der Flöhhaz, von Johann Fischart. Abdruck der ersten Aus- 
gabe 1573. (Neudrucke. 5.) Halle, Lippert. 1877. 

1608 J. Carolus. — J. O.Opel, Die Anfänge der deutschen Zeitungs- 
presse 1609-1650. (Archiv f. Geschichte d. deutschen Buch- 
handels Bd. III.) Leipzig. 1879. 


460 X. Litteraturgeschichte. 


1609 Drama. — A. Jundt, Die dramatischen Aufführungen im Gym- 
nasium zu Strassburg. (Progr. des prot. Gymn.) Sıtr., Heitz. 1881. 

1610 — Janke, Ueber den gekrönten Strassburger Dichter Caspar 
Brülow. (Progr. d. Gymn. zu Pyritz.) 1880. 

1611 Meistersänger. -- E. Murtin, Die Meistersänger von Strass- 
burg. Vortrag. Mit einer autogr. Zeichnung (in 2 Bildern). 
(Beil. zum Jahresb. des Volksbildungsver. f. E-L.) Str., Schultz. 
1832. — [Ygl. auch Strassb. Stud. 1, 76 ff.] 

1612 — Ein Gedicht über die Ausreden der Schützen. [Von B. 8. O. 
Strussburg 1607.] (Gem.-Z. 1,82. N. 9) 

1613 Opitz. — E. Höpfner, Strassburg und Martin Opitz. (Beiträge 
z. d. Phil. Halle, Waisenhaus. 18°. 

1614 — Opitz, Opitz als Benutzer Fischarts. (Ze. f. d. Phil. VIII, 477.) 
Halle, 1877. 

1615 Balde. — Jakob Balde, Geschichtliche Oden. Metrisch über- 
tragen v. Binhack. Amberg, Puster. ı871. 

1616 Moscherosch. — A. Benoit, Le litterateur J. M. Moscherosch ä 
Fenetrange. (Extr. du Juurnal des Communes d’A.-L. 1879. 
No. 38.) 

1617 — R. Köhler, Joh. Mich. Moscherosch u. sein ‘Sprachverderber’ 
(Archiv f. Litt.-Gesch. 1, 291— 294.) Leipzig. 1870. 

1618 — E. midi Gedichte von Moscherosch. (Z. f£. d A. XXIII, 
71), 1878. 

1619 Freinsheimer. — R. Köhler, Joh. Freinsheimer Gedicht auf 
die Buchdruckerei. (Archiv f. Litt.-Gesch. 1, 299.) Leipzig. 187U. 

1620 Schneuber. — Rich. Gosche, Joh. Matth. Scelineuber. (Arch. f. 
Litt.-Gesch. 2, 2:4—244.) Leipzig. 1872. 

1621 Neuberin. — P. Sehlenther, Ein Sırassburger Vorspiel der 
Neuberin. (Arch. f. Litt.-Gesch. 1, 450—476.) Leipzig. 1880. 

1622 Oberlin. — M. Koch, Herders Briefe au Öberlin. (Im Neuen 
Reich. 1880. 1, 685.) 

1623 Goethe. — Adalbert Bayer, Das Heidenröslein oder Goethes 
Sessenheimer Lieder in ihrer Veranlassung u. Stimmung. Heidel- 
berg, Weiss. 1877. 

1624 — W. Frhr. v. Biedermann, Goethes Tanzlehrer in Strassburg 
u. das ‘Princesschen’ in Neapel. (Arch. f. Litt.-Gesch. 7, 534— 
536.) Leipzig. 187%.) 

1625 — Joa. Wolfg. Goethe, Positiones juris quas auspice Dev in- 
eliti Jure consultorum ordinis consensu pro licentia summos in 
utroque jure honores rite consequendi in Alma Argentinensi die 
VI Aug. 1771 publice defendet. Arg., Heitz. Photolith. Stutt- 
gart, Schwarz. 1871. 

1626 -—- P. E. v. Dürckheim, Lilli’s Bild. Nördlingen. 1879. Mit 
Photographie. 

1627 — M. Horn, Goethe in Strassburg u. Sesenheim. Cassel. 1875. 

1628 - H. Kruse, Wallfahrt nach Sesenheim. (Deutsche Rundschau 
17, 218 u. 20, 159.) Berlin, Paetel. 1878. 

1629 — E. Laas, Goethe und das Elsass. (Grenzboten XXX, I, 13, 44.) 
Leipzig, Herbig. 1871. 

1630 — W. Lang, Herder und Goethe in Strassburg. (Im Neuen 
Reich. 1880, 1, 975.) 

1631 - De Goethio quo tempore Argentorati vixit. Tiregim litterarum 
facultati Parisiensi proponebat... A. Lange, in Collegio Rollin 
professor. Parisiis. 1879. 

1632 — J. Leyser, Goethe zu Strassburg. Ein Beitrag zur Entwiok- 
lungsgeschichte des Dichters. (Mit Abb.) Neustadt a. d. Hardt, 
Gottschick. 1871. 


X. Litteraturgeschichte. 461 


1633 Goethe. — G. v. Loeper, Goethes Lothringische Reise. (Arch. 
f. Litt.-Gesch. 7, 529—533; 8, 225. 226.) Leipzig. 1878. 79. 

1634 — P. F. Lucius, Friederike Brion von Sessenheim. Str., Heitz. 
1877. 2. Aufl. 1878. 

1635 -— E. Martin, Goethe in Strassburg. Berlin. (Virchow-Holtzen- 
dorf Heft 135.) 1871. 

1636 — A. Moschkau, Friederike Brion in Sesenheim. Ein Beitrag 
zur Friederiken-Litteratur. Leipzig, Senf. 1879. 

1637 — E. Schmidt, Goethe u. O-ferul. (Im Neuen Reich. 1877, 2, 
824.) 

1633 — — Friederike Brion. (Im Neuen Reich. 1877, 2, 441.) 

1639 Lenz. — E. Schmidt, Lenz und Klinger, zwei Dichter der 
Geniezeit. Berlin, Weidmann. 1878. 

1640 Wagner. — E. Schmidt, Heinrich Leopold Wagner, Goethes 
Jugendgenosse. 2. völlig umgearb. Aufl. Jena, Frommann. 1879. 

1641 — — Von und über Heinrich Leopold Wagner. (Arch. f. Litt.- 
Gesch. 6, 522—524.) Leipzig. 1877. 

1642 Revolution. — Der Pöbelaufruhr zu Strassburg vom 19.—23. Julius 
1789, besungen von einem Raritätenkastenmann. Gedruckt zu 
Dorlisheim, o. J. Neudruck. 

1643 — Le Roy de Sainte-Croix, Le chant Je guerre de l’arme&e 
du Rhin ou la Marseillaise. Paroles et musique de la Marseillaise, 
son histoire; contestations & propos de son auteur; imitations et 
parodies de ce chant national frangais. Avec photogravures, fac- 
simile et musique. Str., Hagemaun. o. 


1644 — — La Marseillaise et Rouget de Lisle. "Not. hist. sur des do- 
cuments inedits on peu connus. Conference Str., Hagemann. 
1880. 

1645 — — Encore la Marseillaise et Rouget de Lisle. Imitations, reminis- 
cences et parodies du chant national de la France. Conference. 
0.0. u.J 

1646 — Ad. Morpain, Souvenirs historiques d’Alsace. — Critique 


musicale 1792. — Rouget de Lisle & Strasbourg et & Huningue, 
ses differentes habitations. Documents ine&dits. Str. Wurst. 1872. 

1647 Röderer. — A. Stöber, J. G. Röderer von Strassburg u. seine 
Freunde. Nachtrag von Briefen an Röderer u. Lenz von Lavater, 
Schlosser, Blessig, Pfenninger u. Wieland, nebst bisher unge- 
druckten Aufsätzen von Lenz. Colmar, Barth. 1874. 

1648 — A.Stöber, Johann Gottfried Röderer von Strassburg u. seine 
Freunde. Biogr. Mitt. nebst Briefen an ihn von Goethe, Kayser, 
Schlosser, Lavater, Pfenninger, Ewald, Haffner u. Blessig. — 
2. Aufl. Mit einem Nachtrag von Briefen an Röderer u. Lenz, 
sowie mit Aufsätzen des Letzteren vermehrt. Colm., Barth. 1874. 

1649 Schiller. — H. Pfannenschmid, Kunigunde, Gräfin von 
Saverne eine Gräfin von Moers-Saarwerden. (Pick’s Monatsschr. 
f. d. Gesch. Westdeutschlands VI, 173.) 1880. 

1650 v. Rathsamhausen. — Baronin von Rathsamhausen. Une Al- 
sacienne peinte par elle-möme. Lettres de la Baronne de Gerando 
nee de Rathsamhausen suivies de fragments d’un journal &erit 
par elle m&me de 1800 a 1804. (Bibliothöque universelle et Revue 
suisse 1880, Decembre.) 

1651 E. Stöber. — Ehrenfried Stöber, Feodor Polsky oder Eine Nacht 
in Polens Wäldern. Drama in 1 Act u. in Versen. Aus d. hinter- 
lassenen Papieren in Druck gegeben. Mülh., König. 1872. 


Strassb. Studien. 31 


462 XI. Schöne Litteratur. 


XI. Schöne Litteratur. 


A) Deutsch. a) Verse. 


1652 K. Braun, Das Bölchenglöcklein. Lieder u. Gedichte. 3. Aufl. 
ohne Singweisen. Paris. 1875. 

1653 W. Cramer, Die Jagd auf Hohenburg. Ein Idyll. (Progr. des 
Realgymn. zu Schlettstadt 1882.) Schlettstadt, Helbig. 

1654 P. Guth, Elsässische Dichtung. Paris, Debled. 18372. 

1655 K. Hackenschmidt, Vaterlandslieder eines Elsässers. 2. Aufl. 
Str., Schauenburg. 1871. 

1656 J. Heinis, Erinnerung an die Einsegnung des Neuen Kreuzweges 
in Schlierbach oder zwei Feste an einem Tage am 2. Weinmonat. 
Altkirch, Böhrer. 1877. 

1657 Ed. Halter, Kloster-Reminiscenzen. Wahrheit u. Dichtung. Str. 
1875. 

1658 — Jesus in der Natur. Dichtung. Str. 1876. 

1659 A. Kayser-Langerhanns, Bausteine für Strassburg. Lieder 
von 1870. Dresden, Schulbuchhandlung. 1871. 

1660 G. v. Meyern, Balladen vom Elsass. Stuttgart, Cotta. 1876. 

1661 G. Mühl, Aus dem Elsass. Gedichte. Str, Trübner. 1878. 

1662 Th. Reinhart, Bassledang. Zeitvertreib in Sagen u. Nchwänken 
aus dem Elsass. Str., Schultz. 1877. 

1663 M. Schnug, Elsässisch-Politische Gedichte. Str., Schultz. 1879. 

1664 — Dem Vaterlande. Zum Andenken an die Kuisertage im Stadt- 
u. Landkreise Strassburg, sowie an die Errichtung der Kaiserl. 
Statthalterschaft in Strassburg im J. 1879. Gedichte. Str., Hubert 
u. Haberer. 187%. 

1665 [E. Spach], Haideröslein gepflückt von einem Elsässer. Str., 
Heitz. 1878. 

1666 A. Stöber, Drei Aehren im Ober-Elsass. Gedichte. Mülh., König. 
1873. — Neue vermehrte Aufl. Str., Schultz. 1877. 

1667 K. Weiser, Das Münster zu Strassburg. Eine Dichtung in vier 
Liedern. Karlsruhe, Gutsch. 1813. 

1668 J. F. Wenning, Auswahl aus den hinterlassenen Gedichten. 
(Biogr. u. Porträt.) Mülh. 1879. 

1669 F. Weyermüller, Kriegs- u. Friedenslieder eines Elsässers 
1870—71. Nürnberg, Löhe. 1371. 

1670 -- Dominikus Dietrich, ein elsässischer Glaubensheld. Hist. Ge- 
dicht. Hermannsburg, Missionstruckerei. 1874. 

1671 Für Strassburgs Kinder! Eine Weihnachtsbescheerung von Deutsch- 
lands Dichtern. Berlin, Lipperheide. 1870. 

1672 Lieder des Hasses. Politische Gedichte von einem Elsässer. Genf, 
Richard. 1871. 

1673 Silcher u. Erck, Strassburger Commersbuch. Str., Schauen- 
burg. 1872. 

1674 Elsässische Sonette. Zur Eröffnungsieier der Strassb. Universität 
1. Mai 1872. Karlsruhe, Braun. 1872. 

1675 Elsässische Sonette. 1871. Basel, Schweighauser. 1871. 

1676 Herrisches Narrenhaus. Lieder der grossen Carnevals-Gesellschaft 
in Colmar 1873. Colm., Decker. 1872. 


b) Erzählungen in Prosa. 


1677 E. Alberti, Am Rhein während der Belagerung u. Uebergabe 
Strassburgs im Jahre 1870. Eine Erzählung für die Jugend. Mit 
1 Titelkupfer. Leipzig, Wöller. 1871. 


X]. Schöne Litterutur. 463 


1678 A. Beneke, Aus vier Jahrhunderten. Histor. Skizzen u. Er- 
zählungen. Bremen. 1871. 

1679 J. Bernhard, Elsässische Erzählungen. Rixheim, Sutter. 1873. 

1680 A. C[ourvoisierl], Der Verstossene. Eine Erzählung aus dem 
els. Volksleben. Str., Heitz. 1880. 

1681 Ebeling, Strassburg. Erzählung f. die reifere Jugend. Glogau, 
Flemming. 1871. 

16822 [Ebrard], Gottfried Flammberg. Vom treuen Kunrat, ein wahr 
Geschicht aus der Zeit des Böhmerkarls, gezogen aus einer ver- 
bronnenen Strassburger Handschrift u. dem dütschen Volk er- 
zählt. Stuttgart, Steinkopf. 1872. 

1683 F. Flachsland, Elsässische Novellen. 2. Aufl. Str., Noiriel. 
1871. 

1684 Gangloff, Vetter Ehrhard. Str., Fischbach. 1872. — 2 Aufl. 
(Schr. des prot.-lib. Vereins in E.-L. V.) Str., Heitz. 1876. 

1685 Gätschenberger, Feiwisch Lion, der israelitische Franktireur 
aus dem Elsass. Würzburg, Julien. 1871. 

1686 B. Göttelmann, Les Rapaces et les Vampires oder Die Hab- 
süchtigen u. Wucherer. Basel. 1880. 

1687 P. Herbst, Jena u. Strassburg. Novelle. IL. Altona, Verlags- 
bureau. 1971. 

1688 K. Klein, Wie der Vetter Hansjockel in Jeisle’s Wollsack hinein- 
kommt und Was ein Paar silberne Schuhschnallen kosten. Zwei 
Erzählungen. Barmen, Klein. (Familienbibliothek f. d. deutsche 
Volk. Nr. 36.) 

1689 — Vor dreissig Jahren. Eine alte Geschichte für unsere neue 
Zeit. Nördlingen, Beck. 1880. 

1690 König, Die schöne Kartenschlägerin oder: der Wucherer von 
Strassburg, eine Erzählung aus der Gegenwart. Berlin, Burmester. 
1871. 

1691 — Meister Schott und seine Familie. Eine Erzählung aus der 
Belagerung von Strassburg im J. 1870. Der deutschen Jugend 
gewidmet. Bielefeld u. Leipzig, Velhagen u. Klasing. 1872. 

1692 R. Neumann, Der Grenadier von Weissenburg. Hist. Roman. 
Berlin, Sacco Nachfolger. 1871. 

1693 A. Pick, Anno 1795. (mit Holzschnitten.) Str., Fischbach. 1875. 

1694 J. A. Quirin, Die Hexe von Weitbruch. Str., Bull. 1879. 

1695 L. Otto, Die Stiftsherren von Strassburg. Histor. Roman aus 
dem 13. Jahrh. Leipzig. 1872. 2 Bde. 

1696 H. Rau, Deutschlands Kassandra. Der Raub des Elsass u. die 
Verwüstung unter Ludwig XIV. Stuttgart. 1871. 

1697 M. Rebe, Der Silber- Adel. In dritter Klasse. 2 elsisser Er- 
zählungen. (Deutsche Jugend- u. Volksbibliothek.) Stuttgart, 
Steinkopf. 1881. 

1698 — Im Wein ertrinken mehr als im Wasser. Gekrönte Preisschrift. 
2. verm. Aufl. Str., Bull. 1880. 

1699 — Andreas König, eine Gesch. aus den Elsass. Stuttgart, Stein- 
kopf. 1875. 

1700 — Die Schule kann helfen, die Schule muss helfen. Str., Treuttel 
u. Würtz. 1875. 

1701 — Am Eichstein. (Deutsche Jugend- u. Volksbibl.) Stuttgart. 
0. J. 

1702 F. Riff, Zwei Weihnachtsabende im Elsass. Str., Heitz. 1877. 

1703 — Ein Jahr im Elsass. Bilder aus dem Land- u. Familienleben. 
Str., Bull. 1876. 

1704 — Der Wunderdoktor. Eine Erzählung aus dem elsässer Volks- 
leben. Str, 1877. 

31* 


464 XI. Schöne Litteratur. 


1705 J. Riff, Drei Bilder aus dem Leben von Papa Oberlin. Str. 1880. 
(Schriften des prot. lib. Vereins in E.-L. XVI) 

1706 K. Röhrich, Evel von Morsbronn. Eine Erzählung aus dem 
30jährigen Krieg im Elsass. Str., Heitz. 1880. 

1707 J. Schreyvogel, Waldner von Wildenstein. Der letzte elsäs- 
sische Ritter. Eine Erz. aus d. 30jühr. Kriege. Mülh., Münch. 
1881. 

1708 A. Schricker, Pfingstsonntag und Pfingstmontag. Eine alt- 
strassburger Erzählung nach dem allemannischen Lustspiel des 
Daniel Arnold ‘'Pfingstmontag‘. Nördlingen, Beck. 1880. 

1709 K. Spindler, Blümlein Wunderhold oder Abentheuer bei dem 
grossen Freischiessen von Strassburg im J. 1576. Romantische 
Erzählung. Stuttgart, Franckh. 1877. 

1710 Der alte Eli. Eine einfache Geschichte aus dem elsäss. Volks- 
leben. 2. Aufl. Basel. 1812. 

1711 [M. Spörlin], Der Kaisersberger Doktor und der kleine Mathis. 
5. Aufl. Str. 1874. 

1712 — Der alte Stephansthurm. Str. 

1713 — Krummschnäbelchen. 5. Aufl. Str. 

1714 — Die Diener des Worts. 4. Aufl. Str. 1872. 

1715 — Die Flüchtlinge. 4. Aufl. Str. 1872. 

1716 — Der Pelzrock. 4. Aufl. Str. 

1717 - Spitzi. 3. Aufl. Str. 

1718 — Heimganr. Str. 1812. 3. Aufl. 

1719 — Meister Klaus. 4. Aufl. Str. 

1720 — Das Waldhaus. 4. Aufl. Str. (Evang. Ges.) 1874. 

1721 — Onkel Balthasars Reliquien aus seinen Papieren mitgetheilt. 
Uebersetzung des lat. Manusc. von Pater Arnolffus. Str., Berger- 
Levrault. 1872. 2. Aufl. 

1722 — Ein armer Schüler. 2. Aufl. 

1723 — Eine Stille im Lande. 2. Aufl. 

1724 — Vater Siegrist’s Rosenstock. 2. Aufl. 

1725 — Der Vetter Hans Jörg. Aus der Mülhauser Chronik. Str., 
Niederlage christl. Schriften. 1872. 

1726 — Mein Kuckuck. Str. 

1727 — Drackenstein. 2. Aufl. Str. 

1728 — Elsäss. Lebensbilder. 3 Bändchen. Drei goldene Hochzeiten. 
Ein Sittengemälde aus der Familienchronik. Basel, Schneider. 
1874. 

1729 — Elsässische Lebensbilder aus dem 16. u. 17. Jahrh. Basel, 
Schneider. 1871—75. 4 Bändchen. 

1730 — Taflor ur lifvet ı Elsass. 4 Hefte. Stockholm, Normans för- 
lagsexp. 1876—1878. 

1731 A. Stöber, Erzählungen, Märchen, Humoresken, Phantasiebilder 
u. kleinere Volksgeschichten. Mulh., König. 1873. 

1732 A. Thoma, Gottesgrüsse. Geschichten fürs Leben. (Schr. d. 
prot.-lib. Ver. in E.-L. XIII.) Str., Heitz. 1878. 

1733 A. Trollope, Der Goldene Löwe in Granpere (Elsass). Roman. 
Aus dem Engl. v. Lina Kayser. Leipzig, Schlicke. 1873. 

1734 Karl Tornow, Der Tambour von Wörth. Histor. Roman aus 
dem deutsch-französischen Krieg von 1870. Berlin, Freitag. 1870. 


1735 J. M. Usteri, Liebesabenteuer eines Zürichers vom glückhaften 
Schiff auf dem Freischiessen zu Strassburg i. J. 1576. Hrsg. v. 
C. Wendeler. Halle, Lippert. 1877. 


1736 Vollmar, Die Brüder vor Strassburg. Eine Erzählung aus dem 
Kriege für Jung u. Alt. Berlin. (Missionsverein.) 1870. 


- 


XI. Schöne Litteratur. 465 


1737 Waldmüller [E. Duboc], Die tausendjährige Eiche im Elsass. 
Berlin, Springer. 1870. 

1738 J. Westenhoeffer, Märchen u. Erzählungen aus dem Elsässer 
Sagenkreise. Metz, Lang. 1880. 

1739 Wunderlich, Gedenkblätter zurGeschichte der Wiedereroberung 
von Elsass u. Lothr. Langensalza, Gressler. 1872. 

1740 Graf Hohenstein und die Freischützen der Vogesen. Historische 
Erzählung aus den Jahren 1870—71, nach den Papieren eines 
Elsäss. Officiers. Strassb. u. Neustadt. o. J. 

1741 Der deutsche Kanonier vor Strassburg. Eine Erzählung für das 
deutsche Volk. Stuttgart, Rupfer. 1871. 

174la Der Graf vom Elsass od. das Gespenst im Schlosse von Saverne. 
Hist. Erzählung aus dem J. 1870—71. Str. o. J. 

1741b Gefangen und in Banden gewonnen. Zwei Novellen aus dem 
Reichsland. Metz. 1879. 


c) Drama. 


1742 K.Biedermann, Der letzte Bürgermeister von Strassburg. Vater- 
ländisches Drama in 5 Acten. Mit einem Epilog aus der Gegen- 
wart. Leipzig, Brockhaus. 1871. 

1743 A. Calmberg, Das Röschen vom Kochersberg. Els. Lebensbild 
in 5 Aufzügen. 2. Aufl. Leipzig, Cnobloch; Zürich, Orell u. Füssli. 
1875. 

1744 E. Gervais, Der neue Bruder aus dem Elsass, oder: Die Jesuiten 
von Strassburg. Lustspiel in 5 Akten. Leipzig, Webel. 1875. 

1744a — Der Tag von Sedan oder der neue Bruder aus dem Elsass. 
Lustspiel in 5 Acten. Leipzig. 1817. 

1745 C. Heckel, Friederike von Sesenheim. Idyllisches Drama in 
3 Aufzügen. München, Merhoff. 1880. 

1746 G. Illgenay, Hans Dampf oder: Wer heirathet Sie? Komische 
Oper in 2 Acten. Colm., Jung. 1872, | 

1747 — Der Ordnungsstifter oder der neue Wirrwarr. Lustspiel mit 
Gesang in 3 Aufz. Colm., Jung. 1872. 

1748 G. Köhler, Die Kinder des Hauses. Fin Trauerspiel. Str., 
Wilmowsky. 1882. 

1749 Anton Ohorn, Der Uhrmacher von Strassburg. Dramatisches 
Gedicht in 5 Aufz. Leipzig, Webel. 1876. 

1750 F. Sattler, Die Einnahme von Reichenweyer oder unsere Väter 
im 30jähr. Kriege. Schauspiel. Colmar, Decker. 1873. 

1751 L. Spach, Heinrich Waser, Drama in 5 Aufz. mit Gesängen. Str,, 
1875. 

1752 — Dramatische Bilder aus Strassburgs Vergangenheit. II Bände. 
Str., Trübner. 1876. 

1753 Stuckenberg, Die beiden Zuaven oder Berliner im Elsass. 
Schwank in 1 Act. Berlin, Lassar. 1870. 

1754 Confessionslos. Ein Beitrag zur Geschichte der Jetztzeit. Drama 
in fünf Akten. Von einem OÖberrheiner. Rixheim, Sutter. 1872. 


B) Französisch. a) Verse. 


1755 Aubry, La chanson des deux printemps ou la jeune Alsacienne. 
Paris, Matt. 1872. 

1756 Babonnaud, Le trait& de paix. Monologue du roi Guillaume. 
Paris, Walder. 1871. 

1757 de Banville, Idylles prussiennes. Paris, Lemerre. 1871. 

1758 P. J. Barbier, Strasbourg. Lyon. 1870. 

1759 — Le franc-tireur. Chants de guerre. 2° &d. Paris, Levy. 1871. 

1760 E. Beaufort, L’heroine d’Alsace, r&cit en vers. Paris. 1871. 


466 XI. Schöne Litteratur. 


1761 Berzerat, Le maitre d’ecole. Poesie dite par M. Coquelin au 
Theätre francais le 27 nov. 1870. Paris, Lemerre. 

1762 — Le petit Alsacien, poeme. Paris, Lemerre. 1871. 

1763 — Le cuirassiers de Reichshoffen. Paris. 1871. 

1764 — Strasbourg. Strophes lues sur le tneätre de la Comedie 
Francaise led mars 1871 par M. Coquelin. Paris, Lemerre. 1871. 

1765 Bise, l’Alsacienne ou la Marseillaise de la revanche. Paris, 
Couanon. 18%. 

1766 Bizard, L’Alsace et la Lorraine. Chant patriotique. Lille, Six- 
Horemans. 1871. 

1767 Bouchet, Les cuirassiers de Reichshoffen. Leg. pop. Vendüme, 
Lemercier. 1873. 

1768 Bret, L’Alsacienne, souvenir de la guerre. Paris, libr. internat. 
1872. 

1769 L. de Chatillon, L’Allemagne trahie depuis Sedan, scene de 
l’oceupation prusienne en Alsace. Lyon, Mera. 1811. 

1770 Col&o [F. Reiber], Montagne-Verte. Comment Y’Isle de Coleo 
feut inaugur&e & la Montaiygne-Verde. 

1771 R.Colas, La charite. Poesie vendue au profit des inondes. Str., 
Fischbach. 1876. 

1772 — Feuilles et fleurs, hommazxe ä l’Alsace. Str. 1876. 

17:3 Th. Danielle. Simples vers. Str. 1813. 

1774 Delphis de la Cour, La veille du 1° octobre en Alsace- 
Lorraine. (Annales de la Societe d’agriculture arts et belies- 
lettres de Tours annee 1872.) 

1775 Deon, Les vierges d’Alsace et de Lorraine. Paris, Matt. 1872. 

1776 Despierres, Strasbourg. Paris, Chaix. 1871. 

1777 Ch. Dignet, L’epopee prussienne. Paris, Lemerre. 1871. 

1778 [Ch. Dubois], Charlotte. Str., impr. Studer. 1811. 

1779 O.Ducros, Chants du droit et de l’Epee dedies a l’Alsace-Lorraine. 
Paris. 1874. 

1780 Dunesme, Les cuirassiers de Fröschwiller. Paris, Vieville. 1871. 

1781 Mme. A. Ernst, Rimes frangaises d’une Alsacienne. Paris et 
Gene&ve, Sandoz. 1880. 

1782 Eschenauer, Le bombardement de Strasbourg. La Haye, Ger- 
retsen. 1871. 

1783 R. Franck, Alsace et France. (Poesie) (La Nouvelle Revue 
IX, 449 ff.) 

1784 Ch. Grandsard, Souvenir & l’Alsace. Altkirch, Böhrer. 1871. 

1784a G. Gugenheim, Chätenois! Poesie vendue au profit des victimes 
de ce village incendie. Nancy. 1879. 

1785 E. Halter, Alfred ou souvenir de la guerre franco-allemande. 
Str., Kaiser. 1875. 

1786 en Alsace et Lorraine. Chant patriotique. Lyon, Chanoine. 
1872. 

1787 — La revanche. Chant patriotique. S. Etienne, imp. Toussaint. 


1788 P. Jane, L’annee sanglante 1870—71. London, Trübner. 1872. 

1789 A. Judlin, Chants d’A.-L. Virich de Nideck. Legende. Paris, 
Berger-Levrault. 1881. 

1790 — Chants d’A.-L. La roche du diable. Conte bleu. Paris, Berger- 
Levrault. 1881. 

1791 — Chants d’A.-L. La guerre. Paris, Berger-Levrault. 1881. 

1792 de Lamothe, Aventures d’un Alsacien prisonnier en Allemagne. 
Paris, Bleriot. 1872. 

1793 Pi Fidöles au malheur, 8, Omer, imp. Fleury - Lemaire, 


XI. Schöne Litteratur. 467 


1794 Ch. et P. Leser, Les Chants du pays. 2. edition. Paris, Berger- 
Levrault. 1881. 

1794a E. Magnant, Angela ou l’Alsace enchainde. Po&me &pique en 
dix chants. Paris. 18831. 

1795 Maniac, Alsace et Lorraine (vers). Marseille, lith. Chassefiöre. 
1872. 

1796 Manso, L’option. (vers.) Lille, imp. Robbe. 1873. 

1797 A. Metzger, Rimes naives. Mulh., Bufleb. 1874. 

1798 Normand, L’emigrant alsacien. Recit en vers, av. grav. de 
Dore. Paris, lib. du XIXe s. 1872. | 

1799 Oberlend, Qui nous rendra l’Alsace. Montargis, Leriche. 1872. 

1800 A. P&rimon, Les adieux de la France & ses deux filles d’A.-L. 
Paris, Moquet. 1872. 

1801 O.Perotte-Deslandes, Souvenir d’Alsace, episode 1870. Paris, 
Blot. 1880. 

1802 Pingaud, Strasbourg. Besancon, Jacquin. 1871. 

1803 Rabino, La paix & bon marche, La loi des Alsaciens et Lor- 
rains ete. (Chansons.) Paris, Morris. 1872. 

1804 en fried, L’Alsace et la Lorraine (vers). Lons le Saulnier. 
1873. 

1805 Rosseuw de Saint Hilaire, La delivrance. Paris, Dentu. 
1871. 

1806 G. Roy, Drame de 1870—71. Etapes de la defaite: Reichshoffen, 
Sedan, Strasbourg, Metz, Paris (poesie). Paris, Briere. 1871. 

1807 Sabourin de Nanton, La nymphe de la cascade du Nydeck. 
Str. 1874. 

1808 J. Sarrazin, Cantate aux Alsaciens et Lorrains. Suivie de: la 
file de brasserie. Lyon, Bellon. 1871. 

1809 — L’Alsace et la Lorraine, cantate. Lyon, Bellon. 1872. 

1810 E. Siebecker, Patrie, poe@sie dite & l’arbre de Noöl de l’asso- 
ciation d’A.-L. Paris. 1877. 

1811 — Poesies d’un vaincu. Noäls A.-L. Po&mes de fer. Paris et 
Nancy, Berger-Levrault. 1882. 

1812 Simon, Chansons nouvelles. L’Als. et la Lorr. 8. Etienne, imp. 
Montagny. 1872. 

1815 Sorbets, Nos Thermopyles. Bataille de Wissembourg. Le 6. cui- 
rassiers & Reichshoffen. Toulouse, Troyes. 1871. 

1814 Vemar, Prussiens . . vous n’aurez pas l’Alsace et la Lorraine. 
Bordeaux, Bord. 1871. 

1815 G. Vicaire, Le recit du grand-päre. Souvenir d’Alsace. Paris, 
Berger-Levrault. 1882. 

1816 Adieux de l’Alsace & la France. Nice, Faraud. 1871. 

1817 La Paix. Adieux de l’Alsace & la France par un Alsacien. Lille, 
Bureau. 1871. 

1818 Les paysans de la Lorraine et de l’Alsace & leurs freres du midi 

| (chant). Montauban, Bertuot. 1871. 

1818a Chants Jd’exil. 1870—1871. Souvenirs artistiques par E. A. Paris. 
1871. 

1819 Les renegats. (Feuille volante.) o. O. 1872. 

1820 Nouveau recueil. Alsace et Lorraine, chant national. Beziers 
1872. 

1821 Le baron Von Pendul, Das Schwowekaiserthum. L’option. o. 
OÖ. u. J. [1872.] 

1822 Aux Alsaciens et aux Lorrains. L’offrande par la soci6te des gens 
de lettres. Paris, lihr. de la soc. des g. de l. 1873. 

1823 Un mois terrible aout-septembre 1870. Paris, Sandoz et Fisch- 
bacher. 1875. 


468 XI. Schöne Litteratur. 


b) Erzählungen in Prosa. 


1824 A. Badin, Marie Chussaing. Episode de la vie des A.-L. en 
Algerie. Paris, Hetzel. 1875. 
1825 P. Baur, Leögendes et souvenirs de l’Alsace. Paris, Dentu. 1881. 


1826 P. Chazel, (Lereboullet). Hist. d’un forestier. Paris, Henuyer. 
1881 


1827 E. Daudet, Contes du lundi. Paris, Lemerre. 1873. 


1828 A. Dubarry, L’Alsace - Lorraine en Australie. Histoire d’une 
famille d’emigrants sur le continent austral. Paris, Didier. 1874. 

1829 Ch. Dubois, Recits d’un Alsacien. Tours, Mame. 1872. 

1830 — Maitre Olivier, episode du temps de la terreur en Alsace. 
Paris, Le Clere. 1875. 

1831 Erckmann-Chatrian, Madame Theröse. Paris, Hetzel. o. J. 

1832 — Contes vosgiens: Annette et Jean Claude. Le recit du p£re 
Jeröme. Le trompette des hussards bleus. Le vieux tailleur. 
Paris, Hetzel. o. J. 

1833 J. Erckmann, Les veilldes alsaciennes. Roman patriotique. 
Paris, Dentu. 1874. Serie I. Nancy. 1874. 

1834 Mme. C. Ernst, Tony Brenner, recit alsacien. Paris. 1875. 

1835 F. Flaxland, Le grand-pere Felsen Episode du. siege de 
Strasbourg. Str. 1872. 

1836 — La tante Gertrude, Episode de la guerre franco-prussienne. Str., 
Schauenburg. 1871. 

1837 — Monsieur Georges. Roman Alsacien. Str., Schauenburg. 1873. 

1838 A. Fourgeaud, Le roman de la Marseillaise. Paris. 1873. 

1839 @., Helena. Mulh., impr. Risler. o. J. 

1840 A. Ingold, Dusselbach-Husselbach. Leg. de la valld&e de Masse- 
vaux. 2. ed. Colmar, impr. Jung. 1872. — 3. ed. Mulh., impr. 
Risler. 1873. 

1841 H. Maze, Les orphelins d’Alsace-Lorraine. Paris. 1873. 

1842 R. P., Legendes, Chroniques et Nouvelles alsaciennes. Paris. o.J. 

1843 Maurice de Regel, Hugues de Rathsamhausen. Roman. Paris, 
Bleriot. 1870. 

1844 P. Riegert, La mauvaise queue.de 1870. Benfeld. 1873. 

1845 Mme. L. Roehrich, Gretel. Recit Alsacien. Paris, Bonhoure. 
1878. 

1846 LUDER, Un roman & Mulhouse. Mulh., Koenig. 
1875. 

1847 E. Siebecker, Les Federes Blancs, &pisode de la defense de 
l’Alsace en 1814 et 1815. Paris, libr. ill. [o. J.] 

1848 [M. Spörlin], Legendes de l’Alsace traduites de l’Allemand p. 
n Un Saint-Hilaire. 3. &d. Paris, Sandoz et Fischbacher. 
1872. 

1849 an Romans alsaciens. Frony. Ed. nouv. Paris, Dentu. 


1850 E. Wendling, Alsatiana on la Princesse fidöle. Conte de fees 
de V’annee 1881. 2. &d. Paris, Fischbacher. 1881. 

1851 M. Kroemer oder die Belagerung von Strassburg. Von der 
Verfasserin von ‘Jessica’s erstem Gebet’ etc., übersetzt von A. 
v.G. Frankfurt a/M. 1872. 

1852 — Episode du siege de Strasbourg. Trad. de l’anglais. Lausanne, 
Blanc. 1871. 

1853 — Histoire d’une famille enferm&e & Strasbourg pendant le siöge. 
Trad. de l’anglais. Lausanne, Howard et Delisle. 1871. 

1854 — Berättelser frän Strassburgs belägring 1870. Stockholm, Lund- 
holm, 1871, 


XII. Mundart. 469 


1855 Amour et patrie. Souvenirs d’Alsace 1370—71. Paris. 1872. 
1856 Des Vosges, L’hisioire d’un Alsacien. Recit contemporain. Nancy 
et Paris, Berger-Levrault. 1872. 


c) Drama. 


1857 M. G. Champagne, Les martyrs de Strasbourg. Drame hist. 
Bourges. 1874. 

1857a Delaunay, Les heros de Wissembourg. A propos patriotique 
en 1 Acte. Bordeaux, FEret. 1871. 

1858 Ereckmann-Chatrian, Alsace! Drame en 5 actes et 8 tableaux. 
Paris, Hetzel. 1881. 

1859 — Les Rantzau. Drame. Paris. 1882. 

1860 Ch. Grandsard, Les deux consultations. Operette en 1 acte. 
Paroles de Ch. @ musique de Frangois Schwab. Str., typ. 
Fischbach. 1872. 

1861 A. Lusson, Les francs-tireur de Strasbourg. Scene militaire 
en trois actes. Paris, Boyer et Le Mans, Monnoyer. 1875. 

1862 Mauclerc, La Marseillaise. Rouget de Lisle ou les volontaires 
de l’armde du Rhin. Episode de 1792. (2 actes, 3 tabl.) Vervins, 
Flem. 1870. 

1863 J. Neu, Elsass u. Lothringen. — Alsace et Lorraine ou un bien- 
fait n’est jamais perdu, saynete en 2 parties, presentee & la 
jeunesse. Paris, Leroy. 1873. 

1864 Prillard et de Montr&sor, La defense de Strasbourg. Piece 
hist. et pop. & grand spectacle en d a. et 7 t. Lyon, Rossier. 
1871. 


XII. Mundart. 


a) Grammatik und Litteraturgeschichte. 


1865 A. Bacmeister, Keltische Briefe hrsg. von O. Keller. Anhang: 
Keltische Ortsnamen im Elsass. Str., Trübner. 1874. 

1866 F.W.Bergmann, Sprachliche Studien. (5. Serie.) Sprachproben 
der Strassburger Mundart I). Blokadegespräch von 1814. Sitr., 
Fischbach. 1872. 

1867 — Strassburger Volksgespräche in ihrer Mundart vorgetragen u. 
in sprachlicher u. sittengeschichtl. Hinsicht erläutert. Str., Trübner. 
1873. 

1868 A. Birlinger, Strassburger Gassen- u. Häusernamen. (Alemannia 
I, 1873; 163 ff., 255 ff.) 

1869 L. Bossler, Die Ortsnamen im Unter-Elsass. (Zs. f. d. Phil. VI. 
1875. Zusätze u. Ergänzungen dazu IX. 1878.) 

1870 — Die Ortsnamen im Ober-Elsass.. (Zs. f. d. Phil. IX. 1878. 
p. 172, 184 ff.) 

1871 — Die Strassennamen zu Weissenburg. (Progr. des Collegiums zu 
Weissenburg. 1873.) 

1872 Crecelius, Die Strassen- u. Gassennamen in Colmar. (Alemannia 
I, 1873. p. 258.) 

1873 A. Herrmann, Die deutsche Sprache im Elsass. (Beilage zum 
Programm des Kollegiums zu Mülh. i. E. für 1872—73.) 

1874 Kräuter, Die schweizerisch-elsässischen ei, öy, ou für alte 1,Y, u. 

. (zZ. f. d. A. XXI. 1877.) 

1875 J.F. Kräuter, Untersuchungen zur Elsässer Grammatik. I. Das 
Eisässische y für gemeinalemannisches ü. II. Die mitlautenden 
Längen im Altelsässischen. (Birlinger’s Alemannia IV, 2 ff.) 
Bonn, Marcus. 1876. 


470 XII. Mundart. 


1876 H. Lahm, Le Patois de la Baroche — Val d’Orbey. (Böhmer’s 
Romanische Studien VII.) Str., Trübner. 1876. 

1877 [Liebich], Fragebogen u. Schema zur Verfertigung einer Elsässer 
Grammatik nebst Sprachenkarte für Elsass u. Deutsch- Lothringen. 
Str. 1873. 

1878 Hermann Ludwig, Ein Strassburger Bürgergespräch über die 
deutsche Sprache. (Magazin f. d. Lit. des In- u. Auslandes 1881. 
Nr. 44.) 

1879 C. Mehlis, Der Name der Vogesen. (Ausland 1876. Nr. 20.) 

1S80 Louis Mohr, Litterature du dialecte Alsacien. Bibliogr. der in 
els. Mundart erschienenen Schriften. Str., Schultz. 1877. (S.-A. 
aus dem Elsässer Schatzkästel.) 

1381 J. R., Alsaticus, Elsässischer Sprichwörterschatz. Achthundert 
Sprichwörter u. sprichwörtliche Redensarten aus dem Elsass. Str., 
Bull. 1882. 

1832 D. Rosenstiehl, Elsässer Schatzkäste. Sammlung von Ge- 
dichten u. prosaischen Aufsätzen in Strassburger Mundart nebst 
einigen Versstücken in andern Idiomen des Elsasses. Mit einem 
‘Schlüsseln zum Schatzkästel’ von Ad. Stöber. Titelzeichnung 
von C. E. Matthis. Str., Schultz. 1877. 

1323 E. Schmidt, Die Sprache des Elsass im vorigen Jahrhundert. 
(Im Neuen Reich. 1874, 2, 1011.) 

1834 A. Schricker, Zur Dialeetdichtung im Elsass von Sch. Str, 
Schultz. 1881. (S.-A. aus der Gem.-2. f. E.-L.) 

1885 C.Schroeder, Niederländische Einwirkungen auf die Formen der 
Cardinalia am Niederrhein und im Elsass. (Germania 15, 415— 
424. Wien. 1870.) 

1886 ee: Sprachliches zu Clgsener. (Germania 16, 300--303. Wien, 
1871.) 

1886a A. Socin, Die althochdeutsche Sprache im Elsass vor Otfried 
von Weissenburg. Nach Namen in Urkunden dargestellt. (Str. 
Stud. 1, 103—276. 379 f.) 1882. 

1887 L. Spach, J. G. D. Arnold, Der Pfingstmontag. Lustspiel in 
Strassburger Mundart. Neue revidirte Ausgabe mit einer litterar- 
historischen Einleitung. Str., Schultz. 1874. 

18838 W. Strieker, Gassen- u. Häusernamen zu Frankfurt u. Strass- 
burg. Beitrag zur vergleichenden Städtekunde. (Im Neuen Reich 
1873, 1, 52.) 


B) Litteraturwerke. 


1889 K. Berdelle, Im Hirtejerri sin verborjener Schatz. Komedie in 
l Act in niddereleässer Spröch. Nöch ere Verzählung Le tresor 
de Blaise von Eug. Muller. Mulh., Risler. o. J. 

1890 — Benjamin Franklin. Im Vetter Richhard sin Kunst odder der 
Wej zuem Vermöje, frej in’s nidderelsässische üwersetzt, sine 
Landslite zuem Hochzitgschenk. Str. 1870. 

1891 K. Bernhard, Der Steckelburjer, Lustspiel in 4 Aufzügen, mit 
Gesängen, theils in deutscher Schriftsprache, theils in Strass- 
burger Mundart. Str. 1871. 

1892 K. Boese, Erinnerunge vom e—n— alte Strossburjer. Epistel an 
de Frind Fritz Piton zuer Erinnerung an syne Todesda 12. Juli 
1871. Strossburry, Schultz. 1879. 

1893 — Erinnerunge vom e—n— alte Strassburger. E’ Pfingstreisel. 
Epistel us Afrika. Strossburry, Schultz. 1879. 

1894 — Epischtel an J. Boesinger im Ermitasch zu Sankt Peter bei 
Barr im Elsass. Blidah 1881. Str., Schultz. 1881. 


XII. Mundart. 471 


1895 — D’Westhöffler Vakanzreis unn d’ Reis iwwer de Scharrachberg. 
Ynladungsepischdel zum Akkerbaufeschd von Alsche. Im April 
1881. — Alt und neu. Str., Noiriel. 1882. 

1896 — Erinnerungen eines Deportirten aus Strassburg von anno 1851. 
Gezwungene Reise nach Afrika in lustigen Versen erzählt. Mit 
Illusirat. v. Fr. Weiss. Str., Noiriel. 1882. 

1897 K. Candicus, ‘Heimlichi Heimath. An den deutschen Reichs- 
kanzler. Zwei Gedichte. Str., Wolff. 1871. 

1898 Desgrandchamps, Deutsche Reime eines französischen Greises. 
Mülh., König. 1876. 

1899 X. Dunkel, Elsässer Helje. 2 Bl. 1874. 

1900 G. Gäyelin, Musestunden im Blumenthale. Dichtungen eines Alt- 
Elsässers. I. Sammlung. Gebweiler u. Leipzig, Boltze. 1882. 

1901 Th. Hatt et E. Weber, Gretele. Choeur (en dialecte alsacien) 
pour 4 voix d’hommes. Str., Wolf. 1879. 

1902 A. Hemmerlin, Bunter Strauss. Gedichte. Anhang in ober- 
elsässischer Mundart. Rixheim. 1071. 

1903 [G. Hetzler], Gspräch zwische zwei Eschzwillerer Buure von 
Merks. Mülh., Brüstlein. o. J. 

1904 Daniel Hirtz, Fufzig Fawle frei nooch ’m Lafontaine in Strosz- 
burjer Mundart. Str., Schultz. 1880. 

1905 Ch. F. Kettner, D’ Maiselocker. Lustspiel in drei Acten. Str., 
Noiriel. 1877. . 

1906 — E Reis’ in’s Hochgebirj, Schwank in 1 Akt. Str, Schultz. 
1881. 

1906a — M’r b’haupt’ es sey bassirt. 1878. 

1906b — Stocktaub oder s’sin alli Better b’setzt. Str. 1878. 

1207 O. Kieffer, Andenke—n— an den 11. Juni 18376 oder kurzi 
B’schriwung vun unserer Excursion uff Drei-Aehre, in Vers g’setzt. 
[Choral-Gesellschaft in Graffenstaden.] 

1908 E. F. Landsman, S Hedvig ab dä drüi Büächä. A sungaiisch 
Gshichtlä n in milhüüsärditshä rümä un in ärä näiä shriibaart fo 
dr älsäsishä shprooch dichtä dur dr E. F. Landsman. Mülh., 
Brüstlein. 1881. 

1909 — Liädärkranz üs dr Haimät. Gedichtä n in dr reedäsaart fo 
Milhüüsä n odär fom nüdärä Sungai. Mulh., Brüstlein. 1882. 

1910 A. neue Luschtige Milhüserditsche Vars. Mülh., Brüstlein. 
187 


1911 — Kurzwilige Gedichtle. Fortsetzung vo de Lustige Milhüser- 
ditsche Vars. Mülh., Brüstlein. 1876. 

1912 — Winter-Unterhaltunge. Fortsetzung vo de Kurzwilige Gedichtle. 
Mülh., Brüstlein. 1876. 

1913 — Erheiterunge. Fortsetzung vo de Winter-Unterhaltunge. Mülh., 
Brüstlein. 1877. 

1914 er Gedichtle. Mülh., Brüstlein. 1878. — Zweite Uflag. 


19. 

1915 — Hans dich hat’s. Theaterstück uf Milhüserditsch mit Gsang. 
Mülh , Brüstlein. 1879. 

1916 — Drei schwarze Liebschafte. Theaterstück uf Milhüserditsch 
arrangiert für de Cerele. Mülh., Brüstlein. 1879. 

1917 — Im Gretele sine Künstler. Theaterstück uf Milhüserditsch mit 
Gsang. Mülh., Brüstlein. 1880. 

1918 — D’ Milhüser in Paris. Theaterstück uf Milhüserditsch arrangiert. 
Mülh., Brüstlein. 1880. 

1919 — Milhüser Bilder. Mulh., Brüstlein. 1880. 

1920 — Herbst-Blättle. Fortsetzung vo de Lustige Gedichte. Mülh., 
Brüstlein, 1880, 


472 XIl. Mundart. 


1921 — Dr Astronom. Theaterstück uf Milhüserditsch mit Gsang. Mülh., 
Brüstlein. 1881. 

1932 — D’ Tante Domino. Theatersiück uf Milhüserditsch mit Gsang. 
Mülh., Brüstlein. 1881. 

1923 — Ne Hiroth dur d’Extrapost. Komische Scene mit Gsang. Mülh., 
Brüstlein. 1832. 

1924 J. Mangold, Mai. Colmar. 1874. 

1925 — D’ Früejohrszitt. Züem 2. Vorschin, verändert u. vergrössert. 
Colmar. o. J. 

1926 — Colmererditschi Gedichtler. 1. Theil. Colmar, Barth. 1875. 

1927 [J. Mangold], ’3 Bombardemänt vo Krächelbach. Colmar, Jung. 
1878 


1928 — Colmerditschi Komedi. Colm., Barth. 1878. 

1929 — ’s Scheengoiers Brunne, e’m Unterländener Kloschterhoft. 
Agedänke vom Hr. A. Bartholdi. Colm. o. J. 

1930 E. Meininger, Sainte-CEcile von Milhüse. Mulh. 1878. 

1931 — Uswahl vo Fasola vom La Fontaine in Milhüserditsch ufgsetzt. 
Mit em Ahang: s’Marla vom Wi. Mulh., Detloff. 1879. 

1932 — D’Reis auf Ziri vo der Ste Cecile vo Milhüsa an der Festival 
(10.—13. Jüli 1880). Discours en vers et en dialecte Mulhousien 
prononce au banquet de cette societe le 15 janvier 1881. Mulh., 
Bader. 1881. 

1933 |G. A. Mühl], Noch e’letschts Wort zue de Wahle. Gedicht in 
Strossburger Mundart von ‘E alter Strossburger'‘. Str., Schauen- 
burg. 1874. 

1934 [Müller], Die dritte Kunkelstub bei der Frau Velten. Ein kleines 
Lustspiel in Elsässischer Mundart. Str., Noiriel. 1870. 

1935 A. Nickles, Nur a Paar Rime zum Sainte-Cecile-Fest vo der 
Banfalder Fanfar. Str. 1879. 

1936 A. Pick, $S’ ys’re Mann’s Büchel uffg’setzt von A. Pick. Gedruckt 
un erusgeve von G. Fischbach in Strosburry anno 1873. 

1937 — Der Ysere Mann an syne Frind. Us’m Strossburger Wuche- 
blatt. 1873. 

1938 — Unseri Reichsdä-Wahle. D’r Ys’re Mann von Strösburri an 
syni Mitburjer us’m ganze Elsass. Str., Fischbach. 1874. 

1939 — Anno 1875. E Brief vom Ys’re Mann an syni Frind. Str. 1875. 

1940 — Der tolle Morgen. Lustspiel in zwei Acten zum Theil in Strass- 
burger Mundart. Mit Wörterbuch u. Bemerkungen über den 
Strassburger Dialect. 2. Aufl. Str., Fischbach. 1877. 

1941 [F. Reiber], Inweiung von der Insel Coleo in Steckelburjer 
Ditsch vom Coleo. Str. 1877. 

1942 — D’ Fischer vun Strossburry. In Steckelburjer Dytsch vom 
Coleo. Str, Schultz. 1879. 

1943 D’ Schnurrante, Vorspiel zue d’r Komische S6renad vom Müsik- 
meister Wiernsberger Schang in Strossburger ditsche Vers uf- 
g’setzt vom Schnurrantetrumbonn Scherwitz Edwar. 1.—3. 
vermehrti unn verbesserti Uflaü. Millhüse. 1876. 

1944 A. Schneider, Eine Strassburger Familie in der Pariser Welt- 
Ausstellung. (Mit Holzschnitten.) Str., Schneider. 1878. 

1945 M.Schnug, Freuden und Leiden. [Mit einer Abtheilung: Acker- 
länder-Louts-Mundart.) Str., Hubert u. Haberer. 1879. 

1946 — Zwei Leadle. Str., Hubert u. Haberer. 1879. 

1947 A. Stoeber, D’ Geschichte vom milhüser un basler Sprichwort 
‘d’r Fürsteberger v’rgesse’ in Rime brocht. Mit ’m Portrait vom 


Verfasser un fünf Illustrationen zuem Text, von Mathias Kohler. 
Mülh., Petry. 1882. 


XII. Mundart. 413 


1948 Les Autonomistes. Chanson faite lors des &lections pour Berlin. 
Strasb. s. d. vign. 

1949 Myn liewer alter Ysre Mann. Str., Hubert u. Haberer. 

1950 E kleini Antwort an de Ysre Mann. Str. 1874. (fig.) 

1951 E paar Wort an de-n—Ysre Mann vom e—n—.alte Strosburger. 
Str. 1874. 

1952 Elsass im Leid. L’Alsace en deuil. Idyll in der Volksmundart 
von einem alten Strassburger. Str., Schmidt. 1875. 

1953 Andenke an de Schilkemer Messti v. 8. Aug. 1875. 

1954 S’ Herr Lehmanns Bäder in Wattwiller (Ob.-Els.) vom alte ‘lustige 
Hans-Michel' sim Stiefbruder, lustig, amusierlig un lehrrich. Alt- 
kirch, Schruffenecker. 1877. 

1955 Das Lied vom Schneider Sepala und vom Nazel Lenel. (Nach 
der Melodie von Doctor Eisenbart.) Barr, Gaudemar. 1880. 

1956 D’ Büll ineffabilia vom Babst Pius IX. uf Owerrhiner dytsch. 
Strossburg. 1870. 

1957 ’s Demi Monde von Strossburri. Bogen mit Ill. Str., Schneider. 
1876. 

1958 Aronel Busswiller, Petition an den Präfekt. Str., Schneider. 1877. 

1959 Strosburjer Bilder Nr. 1—90. Str., Schneider. 1874 ff. [Texte 
von Pick, Führer, Schneider, Zeichnungen von Schweizer, Touche- 
molin.] 

1960 Dialog in Strassburger Mundart über die Wahl von Hrn. Blum- 
Auscher. 22. Oct. 1879. 

1961 Hornisgründiade. Charakteristischer Gesang mit Bildern vom 
Schakkebel Holderbix aus Ratzendorf. 1879. 

1962 Mülhüser Narraeblaetter. Mulh. 1880. 


— m un a mn 


NAMENSVERZEICHNIS. 


Abel, Ch. 882. 

About, E. 883. 

Adler, A. 35n. 

Adler, F. 1357. 1389. 

Adolf von Nassau 701. 

Aimard, G. 728. 

Albers, J. H. 535. 

Alberti, E. 1677. 

Albrecht 263. 751. 

Albrecht, J. P. 601. 
1308. 1439. 

Albrecht von Öester- 
reich 701. 

Alexandre, J. J. 48. 

Alexi 602. 

Alexi, C. 1084. 

Alfeld S03. 1262. 

Alfeld, J. B. 1406. 

Algermissen, J. L. 396 
—399. 

Althoff, F. 1018. 

Andree, R. 240. 

Antoine, duc de Lor- 
raine 608. 

Arendt 400. 

Ariovist 59. 

Arnold 1419. 1420. 

Arnold, F. 1430. 

Arnold, J. G. D. 1887. 

Arnold, L. 401. 

Arnold, W. 589. 

Arnould 884. 

Assmus, R. 461. 

Au, G@. v. d. 486. 

Aubry 1755. 

Audiguier, E. 1431. 

Auerbach, B. 804. 


Babonnaud 1756. 
Baechtold, J. 1584. 


Bacmeister, A. 1865. 
Badewitz, K. 561. 
Badin, A. 1824. 
Baier, A. 1488. 
Balde, Jacob 1615. 
Baldung, Hans, 
Grien 713. 
Band, O. 417. 
Banville, de 1757. 
Barack, K. A. 1309. 


Barbier, P. J. 1758. 1759. 


Barre, E. 1263. 
Bartholdi, A. 1929. 


Bartholdy, P., 52. 1378. 


Bary, de, A. 156. 
Bary, de, H. A. 1440. 
Batt, F. 994. 
Baudelaire 802. 
Bauer, L. 241. 
Baulmont 729. 


Baum, J. W. 161. 162. 


163. 556. 1201. 
Baum, M. 162. 
Baumgarten, H. 

553. 554. 557. 679. 
Baumeister, K. 1085. 
Baümker, F. 562. 
Baur, P. 1825. 
Baur, W. 805. 
Bayer, Adalb. 1623. 
Bazaine 801. 

Bazin, Jacques 624. 
Beaufort, E. 1764. 
Beaurin, 885. 
Bechstein, R. 1489. 
Beck, E. 736. 
Becker, R. 1483. 
Behaghel, O. 1490. 
Behringer, E. 1457. 
Belay, J. V. 1172. 


gen. 


221. 


| Benard, Ch. 886. 


Benecke, E. W. 267. 
292. 

Beneke, A. 1678. 

Benoit, A. 177. 330. 
331. 332. 333. 473. 
4714. 611. 612. 749, 


495. 1219. 1234. 1235. 
1250. 1432. 1616. 
Berdelle, K. 1889. 1890. 

Berg, v. 356. 


Bergasse du  Petit- 
Thouars 752. 
Bergemann, B. 1490a. 


Bergerat 176063. 

Bergmann, F. W. 1866. 
1867. 

Bergmann, G. 354. 

Berlepsch, H. v. 307. 

Bernard F. 545. 

Bernhard, J. 1679. 

Bernhard, K. 1891. 

Bernhardi, K. 334. 

Bernhardt, A. 1086. 

Bernheim 10837. 

Bernouilli, A. 487. 

Berthold v. Buchegg 
534. 

Biedermann, K. 1742. 

Biedermann, W. Frhr. 
v. 1624. 

Bildestein 532. 

Binder, P. 1358. 

Binhack 1615. 

Birlinger A. 53. 1868. 

Bischof, B. 680. 

Bise 1765. 

Bitthorn, O. 1516. 

Bizard 1766. 

Black, C. B. 308. 


Blanckarts, M. 1359. 
Blech 753. 
Bleicher, G. 268. 1220. 
1221. 1222. 
Blessig 1647. 1648. 
Blotzheim, J. de 533. 
Bobertag, F. 1576. 
Boeckh, R. 613. 
Bodemann, F. W. 546. 
Bodenhorst, G. 754. 
- Bodungen, F. v. 335. 
996. 1069. 
Börner, K. 141. 
Bögner, K. H. 164. 
Böhmer, E. 555. 1145. 
Boeltz, E. 750. 
Boese, K. 1892. 1893. 
1894. 1895. 1896. 
Boesinger, J. 1894. 
996. 1069. 
Boissiere, E. 165. 
Bollenbeck 1070. 
Bonvalot, E. 997. 
Bossler, L. 269. 1130. 
1869. 1870. 1871. 
Bouchet 242. 1767. 
Boulay 270. 
Bourguignon 646. 
Bouteiller, E. de 475. 
Boxberger, R. 1553. 
Brakelmann, J. 1455. 
Brämer, K. 357. 358. 
Branco, W. 292. 
Brant, Seb. 
1560a. 
Brauer, Ch. 354. 
Braun, Ch. 166. 
Braun, K. 1652. 
Bremer, F. P. 1334. 
Bresch, F. 1146. 1572. 
Bresch, J. 309. 
Bret 1768. 
Briele, L. 476. 
Briesen, C. v. 806. 
Brion, Friederike 1634. 
1636. 1638. 
Broutta, E. 755. 
Broutta, J. 756. 
Brucker, J. C. 477. 478. 
Brully, Pierre 115%. 
1102. 
Brülow, Caspar 1610. 
Brunner, L. 603. 
Brunner, M. 757. 758. 
Bucer 1148 siehe auch 
Butzer. 
Bücheler, J. 293. 


1553 — 


Buchholtz, H. 1456. 
Buchner, K. 310. 
Burckhardt, J. 1390. 
Burdach, K. 1484. 
Bürgi, J. 418. 
Butsch, F. A. 1575. 
Butzer, Martin 1158. 
1167 siehe auchBucer. 


Cagliostro 1336. 
Calmberg, A. 1743. 
Calmet, Dom 1132. 
Calvin 1169. 
Campaux, A. 759. 
Candidus,. K. 1897. 
Carolus, Joh. 1608. 
Carriere, M. 1441. 
Caesar 596. \ 
Caspar, M. 1021. 
Casseder, Nicol. 1517. 
Cathelineau, general de 
129. 
Cerfberr de Medels- 
heim, A. 151. 
Cetty, H. 166. 
Chambord, A. 887. 
Charavay, E. 141]. 
Charles VII. 598. 
Churles de Lorraine 
1178. 
Chatillon, L. de 1769. 
Chauffour, J. 167. 1433. 
Chazel, P. 1826. 
Choppin, H. 614. 
Christ, K. 1449. 
Claretie, J. 888. 
Clave, J. 359. 540. 
Colas, R. 1771. 1772. 
Colas-Baudelaire 768. 
Collard, F. 1088. 
Combes, F. 479. 
Compart, F. 1491. 
Cornelis 264. 
Courvoisier, A. 1492. 
1680. 
Cramer, W. 1653. 
Crecelius, 1872. 
Crecelius, W. 1585. 
Crevaux, J. 737. 
Crueger, J. 1336. 


Dacheux, L. 1547. 1548. 
1549. 

Dagobert 53h. 

Dahn, F. 590. 

d’Angervillers 518. 


475 


Dangkrotzheim, Kon- 
rad 1533—85. 

Danielle Th. 1773. 

Danzas, H. 615. 

Daudet, E. 1827. 

Dederding 1586. 1587. 
1602. 

Deharbe, Ch. 1391. 

Dehn, P. 1071. 

Delare il31. 

Delarue, Prosper 169. 

Delaunay 185%. 

Del&aud 168. 

Delitsch, O. 311. 312. 
3ld. 

Delphis de la Cour 1774. 

d’Elstein, G. 892. 

Denifle, H.S. 1518. 1522. 
1523. 

Deon 1775. 

Desgrandchamps, P.X. 
170. 1898. 

Despierres 1716. 

Destrais, C. 889. 

Des Vosges, H. 160. 

Deuster, E. 353. 

Dieffenbach, F. 807. 
808. 

Dietrich, J. 480. 

Dietsch, G. 467a. 

Dietz, E. 294. 711. 

Dietzel, K. 1089. 

Dignet, Ch. 1777. 

Dinago, F. 1132. 

Dock 804. 

Dollfus, E. 157. 

Dolfuss, Jean-Gaspard 
1340. 

Dollfus-Ausset, D. 171. 
172. 

Domalain 729. 

Dove, R. 1075. 

Droysen, G. 1183. 

Druffel, A. von 1147. 

Dubail 243. 

Dubarry, A. 1828. 

Duboe 1737. 

Dubois, Ch. 1778. 1829. 
1830. 

Du Casse 760. 

Ducros, OÖ. 1779. 

Duerot "38. 

Dujardin, A. 1090. 

Dümniler, E. 1458. 

Dumont, A. 890. 1360. 

Dupont, E. 891. 

Dunesme 1780, 


476 


Dunkel, X. 189. 
Du Prel, M. 1091. 


Euting, I. 314. 336. 468. 
1264. 1337. 


Dürkheim, Joh. v. 538. | Ewald 1648. 


Dürckheim, P. E. v. 
1626. 

Dürckheim - Montmar- 
tin, Ferd. Graf 173. 

Dursy, E. 1019. 

Duval, L. 616. 


Ebeling 1681. 

Ebrard, F. 481. 681. 
652. 683. 684. 1335. 
1682. - 

Eckert, C. M. 468. 

Eckhardt 1515. 

Eckstein 1538. 

Egenolphe de Ribau- 
pierre 712. 

Eggert 1315. 

Egon, Bischoff 528. 529. 

Eheberg, K. Th. 998. 

Ehrhardt, H. 1092. 

Ehrmann, Alb. 174. 

Ehrmann, C. H. 175. 

Ehrsam, N. 662. 

Eilhart von Oberge 
1491. 

Eissen, 761. 

Endrulat 71. 

Engel 762. 

Engel, A. 712. 

Engelbrecht, A. 1588. 

Engel-Dollfus 9. 

Engelhard, M. 1283. 

Ephrusi, Ch. 1412. 

Eras 809. 

Erasmus 1557. 

Erck 1673. 

Erckmann, J. 1833. 

Erckmann - Chatrian 
1831.1832. 1858. 1859. 

Erdmann, O. 1459 — 
1465. 

Erichson, A. 1148 — 
1151. 1202, 

Erichson, A. L. 1175. 
1170. 

Ernouf 1589. 

Ernst, A. 1781. 

Ernst, C. 1834. 

Ernst, Markgraf vo:. 
Baden 606. 

Eschenauer 1782. 

Etzel, F. v. 244. 1284. 


Faber, C. W. 810. 

Fabre 591. 

Fagius, Paul 1166. 

Fajard, L. 89. 

Farcy, C. 894. 

Fäsi, J. C. 663. 

Faudel 3. 189. 216. 237. 
1221. 1434. 

Favrat, v. 488. 

Fertsch, Heinrich 1467. 

Fessenmayer, J. 271. 

Fettig, F. J. 272. 

Fiedler, P. J. 360. 

Fischart 1584 — 1607. 
1614. 

Fischbach, Gust. 176. 
182. 361. 615. 769. 
764. 

Fischer, Dagobert 177. 
482. 636. 637. 644— 
646. 651. 654—656. 
658. 668—670. 674. 
676. 703. 708--T10. 
999. 1133—35. 117% 
—78. 1223. 1236— 
39. 1316. 1431. 

Flach, G. 1000. 

Flach, J. 765. 

Flachsland, F. 1683. 

Flaxland, F. 1835—37. 

Fleck, Ch. 745. 

Fleck, Konrad 1510. 

Förtsch, R. 1018. 1020 
— 1028. 

Fourgeaud, A. 1838. 

Fourleman, J. B. 895 

Franck, J. 1240. 

Franck, R. 1783. 

Frantz, C. 811. 

Franzz, A. 1136. 

Frayhier, C. A. 1179. 

Freinsheimer 1619. 

Frensdorff, F. 483. 

Frick, G. 109. 

Friedberg, E. 1072. 
1075. 

Friedrich, Andreas 175 
— 180 


Friedrich IH. (Deut: 
scher Kaiser) 682 
683. 


| Friedrich III. (Kurfürst 


von Brandenburg) 
629. 630. 684. 
Friedrich der Grosse 
1346. 
Froitzheim, J. 604. 
Frommel, E. 765a. 1152. 
Fues, F. J. 1137. 
Führer 1959. 
Fürst, A. 1203. 
Fustel de Coulanges 
896. 


Gambetta, L. 897. 
Ganghofer 15%. 
Gangloff 1684. 
Garnier, H. 1251. 
Gart, Thiebolt 1582, 
Gasparin, A. de 898, 
Gasselin 739. 
Gätschenberger 1685. 
Gäyelin, G. 1900. 
Geiger, L. 706. 1540. 
Geiler von Kaisersberg. 
1547— 15532. 
Gelbe, Th. 1270. 
Gelshorn 29. 
Gerando, de 1650. 
Gerard, Ch. 181. 617. 
1257. 1285. 1348. 
Gerland, G. 212. 273. 
274. 
Gervais, E. 1744. 
Gessler, Friedr. 204. 
Giercke, Otto 1016. 
Giesebrecht 223. 
Gilardone, Fr. 44. 
Giraud, Ch. 899. 
Glas, G. 402. 
Gloeckler, L. G. 563. 
1124. 
Gluck, E. 730. 
Gmelin 605. 1317. 
Göb, A. 233. 
Goedeke, Karl 1541. 
1554. 1561.1591. 1592. 
Godron, D. A. 606. 
Goethe 1623 -- 1638. 
1648. 
Goguel, E. 1094. - 
Goldenberg, A. 90. 
1095. 
Gonse, R. 1024. 
Gosche, R. 1443. 1620. 
Gossi 1. 
Gotfrid von Hagenau 
1512. 


417 


Göttelmann, B. 1686. 
Gottfried von Strass- 
burg 1483-1506. 


‘Halter, E. 677. 1657. | Hoffbauer, E. 744. 
1658. 1785. Höffel 339. 1328. 
Hamberger, Jul. 1519. | Hoffmeister, Joh. 1147. 


Goutzwiller, Ch. 1407. Hämmerlin. 907. 


1413. 
Gouzy, E. A. 296. 297. 


Grad, Ch. 171. 190.246. 


— 248. 275— 278. 362 
—369. 902. 903. 1224. 

Grandaur, G. 48a. 

Grandidier, A. 536. 537. 

Grandsard, Ch. 1680. 
1784. 

Graseccius 1331. 

Grass, Phil. 182. 

Gray Birch, Walter de 
1511. 

Grebenau, H. 337. 

Grenser, A. 713. 

Gressler, J. G. L. 249. 

Griser 904. 

Gritzner, M. 714. 

Grober, O. 664. 

Groen van Prinsterer 
812. 

Gross, F. 124. 174. 766. 

Grossmann, J. 618. 

Groth, P. 292. 298. 

Grünewald, E. 1025. 

Guerber, J. 193. 813 
869. 

Guerber, V. 532. 652. 

Guibal, G. 767. 

Günther, Georg. 183. 

Guntzer, Chr. 506. 

Guth, P. 1654. 

Guthe 337. 

Guyon, Ch. 905. 

Gyss, J. 1138. 

Gyss, J. M. 592. 


Hans, Christ. Emil 184. 

Haas, F. 906. 

Haas, H. 292. 

Hack, C. 387. 

Hack, K. 370. 371. 

Hackenschmidt 1277. 
1655. 

Haffner 1648. 

Hafner, A. 484. 

Hagen, H. 1001. 

Hagen, Th. v. 149. 

Hagenbach, Karl 692. 

Hagenmüiler 279. 

Hagenmüller, E. 169. 
Strassb,. Studien, 


Hanauer, A. 715. 

Handtke, F. 403. 404. 

Hardenberg, Frhr. v. 
1509. 

Harseim, A. 1018. 

Härter 908. 

' Hartmann 869. 

ı Hartmann, Fred. 185. 

ı Hatt, Th. 49. 1901. 
Hausermann 409. 
Hausrath, A. 5064. 
Hayner, T. 1507. 

' Hecht, L. 619. 

| Heckel, C. 1745. 
Hedin 740. 

ı Hedio 1148. 1153. 

Hegel, C. 485. 492. 

Heinis, J. 1656. 

Heinrich von Rugge 
1487. 

Heitz, E. 1096. 

Helbig, H. 1292. 

Heller 419. 

Hemmerlin, A. 1902. 

Henri IV. 609. 

Henrici 1468. 1469. 

Hense, Otto 1542. 

Hepp, E. 186. 475. 909. 

Herbst, P. 1687. 

Herder 1622. 1630. 

Hering, E. 1241. 1242. 

Herlach 420. 

Herrade de Landsperg 
1425. 

Herrgott 191. 1327. 

Herrmann, A. 1873. 

Hertz, W. 1450. 1493. 

Herzog, Bernh. 159. 

Herzog, E. 229. 

Hessler, A. 1332. 

Hetzler, G. 1903. 

Heu, J. 910. 

Heyden, J. v. d. 1314. 
1424. 

Hien, 1787. 

Hildebrandt, A.M. 714. 

Himly, A. 217. 

Himmelheber, E. 1153. 

Hirn, G. A. 280. 

Hirsch, F. 814. 

Hirt 338. 

Hirth, G. 1078. 

Hirtz, Daniel 1904. 








1164. 
Hoffmeister, K. 1588. 
Holder, A. 1451. 
Holländer, A. 687. 
Hollar, W. 1424. 
Holtzendorf 1074. 1101. 
1102. 
Holtzmann, H. J. 1683. 
Homeyer, 1002. 
Höpfner, E. 1013. 
Hoppe-Seyler, F. 38a. 
Horawitz, A. 1571. 
Horn, G. 815. 
Horn, M. 1627. 
: Horning, W. 23. 23a. 
ı 142. 143. 544. 1180. 
'Hottinger. Ch. G. 125. 
201. 209. 1299. 
Hoyıs, G. 816. 
| Huber, A. 493. 
ı Huber, E. 1026. 1027. 
Hückel, B. 638. 
Huot, P. 1139. 
Huser, Michael 187. 
Hutzelmann, Chr. 565. 


Jakob, K. 1028. 1097. 
Jaeger, A. 1154. 
Jäger, Aug. 126. 
Jaeger, C. 1155. 
Jane, P. 1788. 
Jänicke, O. 1513. 
Janitsch, J. 1361. 
Janke 1610. 
Janko, v. 552. 
Jannasch, R. 372. 
Jauker, C. 1485. 
Jean de Verey 681. 
Ihme, F. A. 650. 1181. 
Illgenay, G. 1746. 1747. 
Dtis, Joh. 188. 
Imfeld, X. 469. 
Imlin 507. 
Inugold 1536. 
Ingold, A. 1840. 
Ingold, A. J. 476. 
Ingenbleck, J. 1470. 
Joanne, P. 315. 
Johann v. Chur gen. v. 
Rettberg 1528. 
Joner, Job. 513. 
Joppen, Th. 1031. 1098. 
Josse, A. 911. 
Jouve, L. 1338. 


32 


478 


Isenmann, Caspar 1426. | Kramer, L. v. 1414. 


Judlin 1789— 91. 

Jundt, A. 1515. 1523. 
1524. 1526—28. 1609. 

Junghans, H. A. 1555. 


Kaiser, F. K. 1318. 
Kämmel, H. J. 1319, 
Kanngiesser 1073. 
Kattner, E. 817. 
Kaufmann 109%. 
Kaufmann, A. 1435. 
Kayser 1648. 
Kayser, Lina 1733. 
Kayser - Langerhanns, 
A. 1659. 
Kaysser, P. 1074. 
Kelle, Joh. 1471. 1472. 
Keller 671. 1070. 
Keller, A. 34. 1018. 
Kern, Th. v #20. 
Kessemeier, Th. 1593. 
Kettner, Ch. F. 1905 
1906. 
Kieffer, O. 1%07. 
Kiepert, H. 310. 341. 
406. 407. 408. 421. 
422. 613. 
Kindler v. Knobloel 
559. 689. 716. 1535. 
Kirchhoff 342. 
Kirchner, M. 621. 622 
Kirschleger, Fr&d. 189. 
281. 
Koeberle, E. 175. 
Koch, M. 1622. 
Koechlin - Schlumber- 
ger, J. 1W. 
Kohler, Mathias 1947. 
Köhler, G. 1748. 
Köhler, R. 1617. 161% 
Kölbing, E. 1494. 
König, 1690. 1691. 
König, D. 494. 
Königshofen 486—491. 
Kopp, G. 188. 1182. 
Koppmann, K. 491. 
Kottenkamp, J. 149. 
Kleber 540—542. 
Klein 470. 
Klein, J. 343. 1100. 
Klein, K. 741. 1688. 
1689. 
Klenk, A. 1258. 
Klinger 1639. 
Klotz, Ch. 1362—1367. 


Kraus, F. X. 224. 1349 


1368. 1368a. 1369. 
1370. 1392. 1415. 
1577. 
Krause, G. 560. 
Kräuter, J. F. 1874. 
1875. 


Krieger, J. 387. 
Kriesche, Ad. 387. 


Kroemer, M. 1851 —54. 


Leo 744. 


.|Leoni, A. 1018. 1022. 


1023. 

Leopold I. (Deutscher 
Kaiser) 684. 

Lepage, H. 918. 

Lepsius, R. 299. 

Le Roy de St Croix 
548. 1209. 1210. 1259. 
1265 —67. 1371. 1422. 
1643— 1645. 


Krug -Basse, J. 1008. | Leser, Ch. 1794. 


1004. 
Kruse, H. 1628. 
Kückelhahn, L. 1320. 
Kühlwetter, Graf v. 823 


Kun:z, 768. 

Kurz, H. 1444. 1496 
1497. 1594. 

Küss 191. 


Laas, E. 1321. 1629. 
Laband, P. 1005. 1075 
Laborde, C. E. 912. 
Lachmann 1480. 
Lahm, H. 1876. 
Lamache, H. 769. 
Lambs, A. 1273. 
Lamothe, de 1792. 
Landsmann, E. F. 1908 
19 9. 
T,ang, W. 206. 1630. 
Lange, A. 1631. 
Laporte, E. 913. 
Laporte, H. 914. 915. 


Largiader, A. Ph. 127. 


Larzilliere 799. 


Laurent- Atthalin, G. 


147. 
Lavater 1647. 1648. 
Le Bas, E. 373. 
Leblois, E. 210. 770. 
Leconte 1798. 


Lefebre-Deverville 916. 


Legrelle, A. 688. 
Lehfeldt 1101. 1102. 
Lehmann, J. G. 639. 
Lehr, E. 566. 717—719 
Lejeune, J. 374. 
Leland, Ch. 917. 
Lemcke, H. 1556. 
Lenicke, P. 1339. 
Lenz, G. 818. 


Lenz, J. M. R. 1639. 


1647. 


Kühn, A. 401. 


Leser, P. 1794. 
Leupold, E. 534. 
Levrault, L. 720. 
Levy, Hirtzel 543. 
Levy, J. 919. 920. 
Leydhecker, L. 1029. 
1030. 
Leyser, J. 1632. 
Lichtenberger, F. 921 
— 924. 
Liebenau, Th. von 1562. 
1569. 
Liebenow, W. 409. 410. 
Liebermann, B. F. L. 
192 — 194. 
Liebich 1877. 
Lier, H. A. 1574. 
Linde, A. v. d. 1293. 
Lindemann 1549. 
Lindenlaub, Th. 1310, 
Lindner, R. 41l. 
Lix, F. 947. 
Loeb, J. 543. 
Lobedanz, E. 1498. 
Lobstein, Ed. 195. 196. 
TOT. 
Lobstein, J. F. 195. 196. 
Löffler, Jac. 197. 
Löher, F. v. 225. 567. 
Lonchamp, E. 925. 
Löning, E. 1103. 1104. 
Loeper, C. 1286— 1290. 
Loeper, G. v. 1633. 
Lorenz, O. '568. 568u. 
1445. 
Lorenzi, 
1550. 
Louis XIV. 624. 
Louis XVI. 685. 
Lucie 771. 
Lucius, P. F. 1634. 
Lübke, W. 1350. 1416. 
Ludwig 1108. 
Ludwig, Herm. 1878. 
Ludwig XIV. 647. 


Philipp de 





Luks, H. 
Luschin, A. 712. 721. 
Luscinius 1574. 
Lusson, A. 1861. 
Lustig, A. 
Lüth, K. 1499. 
Lütolf, A. 593. 1529. 
Lycosthenes 1309. 


Maeder, A. 198. 665. 
Malartic, M. de 772. 
Malfatti, B. 826. 
Mangold, J. 1924—29. 
Mann, X. 927. 
Manso 1796. 
Manteuffel, Chr. v. 544. 
Marbach, J. 1156. 
Marchand, A. 375. 773. 
1435. 
Marion, Jos. 199. 
Martin, Ch. 200. 
Martin, Ernst 67. 928. 
1225. 1533. 1536 1582. 
1611. 1635. 
Massinger 423. 
Mathias 344. 
Mathias, J. B. 199. 
Matthis, C. E. 1882. 
Maurenbrecher, W. 569. 
Maurer, F. 345. 
Maze, H. 929. 1841. 
Menume, E. 722. 
Mehl, Ch. 217. 
Mehlis, C. 1879. 
Mehlhorn, P. 1514. 
Meier 774. 775. 
Meininger, E. 1340. 
1930. 1931. 1932. 
Melanchthon 1169. 
Menard, Röne. 1351. 
Mendelssohn - Bartoldy, 
K. 623. 
Menzel, K. 499. 
Menzel, W. 819. 
Merian, J. J. 495. 
Merklen 537. 570. 
Merklen, P. A. 167. 200. 
1006. 1322. 1417. 
Merswin, Rulmann 
152». 
Metz, J. H. 820. 
Metzger, A. 666. 1797. 
Meurer & 


Meusebach, K.H.G. v. 


1604. 
Meyer, A. 4ll. 
Meyer, Bruno 238. 


251. 316. 317. 


1910 - 1923. 


Meyer, FE. 
Meyer, G. 
Meyer, H. 
Meyer, 
Meyer, P. 1301. 
MeyervonKnonau 1473. 
Meyern, G. von 1660. 
Mezieres, 930. 931. 
Michel, Ang. 1344. 
Michiels, A. 982. 1423. 
Mismer, Ch. 933. 
\itscher, G. 1034. 1106. 
1372. 
Mohr, L. 1294. 1880. 
Molitor, K. 607. 
Molitor, P. H. 821. 
Moll, A. 672. 
Möller, Ed. von 201— 
203. 
Moncelerc 1862. 
Moniac 179. 
Montr&sor, de 1864. 
Monzie, E. de 742. 
Moormeister 643. 
Morey, P. 608. 
Morpain, Ad. 1646. 
Moscherosch, J. M. 1616 
—-1618. 
Moschkau, A. 16386. 
Mosler, Chr. 282. 
Mossmann, X. 158. 181. 
452. 500. 533. 594. 
609. 649. 1008. 1009. 
1190. 1211. 1333. 
Mühl, Gust. 178. 204. 
205. 230. 1661. 1933. 
Mühlenbeck, E. 1197. 
Müllenheim, Gebh. v. 
539. 
Müllenheim - Rechberg, 
v. 1140. 
Müller, 1934. 
Muller, A. 934. 
Muller, L. 723. 
Muller, R. 1184. 
Müller, Ambr. 512. 
Müller, H. 1183. 
Müller, J. 192. 
Müller, Karl 1578. 
Münch, A. 776. 
Mündel, Curt 318. 


Müntz, E. 724. 1352. 


1353. 1595. 


Murner, Thomas 1557. 


1561— 1567. 
Mury, Paul 20. 
Mützelburg, A. 319. 


419 


Natorp, A. 1158. 

Nefftzer, Aug. 206. 

Nettancourt, Marquis 
C. J. de 624. 

Neu, J. 1863. 

Neubauer 1446. 

Neuberin 1621. 

Neuenburg, M. v. 492 
—498, 

Neuhaus, J. C. 625. 

Neumann 746. 

Neumann, R. 1692. 

Nickles, A. 1935. 

Nickles, Nap. 300. 

Nicolaus von Basel 1521. 
1531. 

Niemann, R. 725. 

Nobbe, H. 1520. 

No6, H. 252. 

Normand 179. 


Oberlend 179. 

Oberlin, Ch. 387. 

Oberlin, Joh. Friedr. 
545—47. 1622. 1705. 

Ohleyer 501. 1408. 

Ohorn, Anton 1749. 

Opel, J. O. 1608. 

Opitz 1613. 1614. 

Orth, A. 453. 

Orth, J. 1281. 

Otfrid 1457—1482. 

Ott, L. 610. 

Otto, L. 16%. 


Paillard, Ch. 1159. 
Pajol, comte 541. 


Pannier, Karl 1579. 
1596. 

Pappus, Joh. 1180. 

Paris, H. 936. 


Pastenaci, H. 626. 

Paul, H. 1500. 

Pauli, Jehann 1569. 
1570. 

Pellicanus, Wolfg. 675. 
1572. 

Perimon, A. 1800. 

Perotte- Deslandes, O. 
1801. 

Perrossier, C. 168. 


Perrot, H. K. 1373. 
1409. 
Perroux, A. 1031, 


Peter 8U4, 
32* 


480 


Petermann, A. 258. 

Petri, Jac. Heinr. 667 

Petzold, K. W. 301. 

Peyerimhoff, H. de 283 

Pfannenschmid, H. 
1107. 1291. 164%. 

Pfenninger 1647. 1648. 

Pfier, G. P. 1074. 

Philipp, Pfalzgraf 700. 

Philipp IV., Graf von 
Hanaı - Lichtenberg 
1168. 

Philippi 822. 

Pick, A. 1693. 1936 — 
1940. 1959. 

Pickel, K. 1533. 

Pietzsch 1108. 1109. 

Pingaud 1802. 

Piper, P. 1474. 1475. 

Piton, Friedr. 207. 

Piton, Fritz 1892. 

Platz 284. 

Ploetz, C. 937. 

Pöllnitz, v. 6%. 691. 

Poncet 777. 

Preuss, R. 1501a. 

Prillard 1864. 

Prina, B. 938. 

Puchelt 33. 

Puton, A. 286. 


Quirin, J. 939. 
Quirin, J. A. 1694. 


Rabelais 1590. 
Rabino 1803. 
Radlkofer, M. 1557. 
Rasch, G. 824. 825. 
Raess, Andr6 208. 823. 


Rasser 1583. 

Rathgeber, J. 502. 571. 
640. 647. 661. 673. 
692. 693. 1300. 1311. 
1563. 


Rathsamhausen, Baro- 
nin v. 1650. 

Rau, H. 1696. 

Rauter 1420. 

Ravenstein, L. 412. 

Rebe, M. 1697-1701. 

Reboul 1110. 

Reboul de Neyrol 1111. 

Recklingh, F. 1077. 

Regel, E. 1486. 

Regel, de 1843. 

Reibel, Paul 22. 


Reiber, Fr. ?85 — ?8T7. 
ee 
1941. 1942 

|Reiber, P. 726. 


Reichard 778. 

'Reichert 424. 

ı Reichlin, Frhr. v. 1032. 

ı 19834. 

Reinhart, Th. 1662. 

Reinmar von Hagenau 
1483— 81. 

Reisseissen, UN. 
50%. 510. 

Reisser, G. 303. 

Remier, A. 377. 

 Renaud. Th. 731. 

' Reinfried 1804. 

Reusch 1229. 

"Reuss, Ed. 209. 1204. 


Fr. 


' Reuss, R.503—510. 549. 


| 627. 628. 694. 1160 


—1162. 1185. 1212. 
1268. 1268a. 1274. 
1278. 1301. 1324. 
1340. 


Reuter, C. 425. 426. 
| Reybaud, L. 3178. 940 
Reymann 427-480. 
Rhenanus, Beatus. 1571. 
Richard, A. 732. 
Richthofen, O. v. 235. 
1078, 
, Riechelmann, L. 1323. 
Riedel, J. 379. 
a H. 1354. 
"Rieger, M. 1530. 
Riegert, P. 1844. 
|: Riebl, W. 179. 1213. 
Riff, J. 1705. 
‚Riff, F. 1702— 1704. 
Riggenbach, B. 1573. 
 Risler, Ch. 747. 
Risler, D. 659. 


719. 
Robinet de Clery 941. 
Robin-Herzog 380 
Rocholl, 
—631. 1163— 1165. 
Rockinger 1010. 
Roeder, H. A. 304. 
Röderer, J. G. 1647. 
1648. 
Rohan 548. 
Rohmer, C. 305. 
Röhrich, K. 1706. 
Röhrich, L, 1845. 





Ristelhuber, P. 1. 595. 


H. 539. 629 


Romberg, H. 825. 
Rosenbusch, H. 292. 
Rosenkränzer, N. 538. 
Rosenstielil, D. 1882. 
Rosseuw de Saint Hi- 
laire 1805. 
Roswag, H. 758. 
Roth v. Schreckei:stein 
1129. 
Rothfus, J. F. 210. 
Rot:mann, E. 346. 
Rouget, Claude 1157. 
Roy, G. 1806. 
Rückbeil 1597. 
Rückert, H. 826. 
Rüdorff 1022. 
Rudolph. H. 254. 
Ruelle 1302. 


. Ruhlmann .D. 1011. 


Rullmann, W. 611. 


Sabourin de XNanton 
1807. 
: Saglio 808. 
'Saile F. X. 431—136. 
Saint-Genis, V. de 686. 
Salomon, E. 1243. 
_Sandherr, C. 943. 
Sarrazin, J. 1808. 1-09. 
'Satler, F. 1750. 
Save, G. 1374. 
Schaan, J. de 22. 
Schade, G. 118#. 
"Schädel, L. 255. 1141. 
Schäffer, A. 211. 
Schaeffer, Joh. Balt. 
549. 
Schall, M. 381. 
, Schaumburg, E. v. 695. 
‚ Scheid, 653. 
Scherwitz, Ed. 1943. 
'Scheffel, J. V. 1451. 
1452. 
Scheffer 1166. 
Scherer, W. 568. 568a. 
1214. 1445. 1453. 1508. 
1564. 1580. 
Schickele 1187. 
 Schiffmann, F. J. 1565. 
1566. 
Schiller 1649. 
-Schimper, W. Ph. 212. 
‚ Schlenther, P. 1621. 
Schlossar, A. 1558. 
Schlosser 1647. 1648. 
Schlumberger, J. 596, 


Schlumberger, R. 1846 


Schmeckebier. O. 1476. 


Schmidt, A. 572. 
Schmidt, Ch. 696. 1142. 


1295 1303. 1304. 1502. 


1512. 1521. 1539. 1559. 
Schmidt, E. 1487. 1533. 


1536. 1581.1582 1618. 


1637—1641. 1883. 
Schmidt, F. 573. 
Schmidt, H. K. 113. 
Schmidt, K. 1033. 
Schmitten, R. 354. 
Schmitter, A. 332. 


Schmoller, G. 998. 1007. 


1012— 1014. 1097. 
Schmutz, Dom. 5ll. 
Schneegans 1080. 


Schneegans, A. 6132. 697. 
733. 781. 827—829. 
1112. 


Schneegans, F. 164. 

Schneider 1959. 

Schneider, A. 1944. 

Schneider, Eulogiur 
550. 623. 

Schneider, F. 1395. 

Schneider, J. 1188. 1230 


Schneuber, J. M. 1620. 
Schnitzler, J. H. 213. 


214. 
Schnug, M. 1663. 1664. 
1945. 1946. 
Schoebel, Ch. 944. 
Schönbrod, A. 1079. 
Schongauer, Martin 
1413. 1427. 
Schott, Ant. 551. 
Schoull, A. 437. 
Schramm, R. 330. 
Schreiber, W. 1244. 
Schreyvogel, J. 1707. 
Schricker, Aug. 
314. 318. 320. 633 


831. 1113. 1189. 1279. 
1312. 1418. 1708. 1884. 


Schröder, C. 1885. 
Schröder, E. 1536. 


Schröder, K. 1503. 1886. 


Schuch, Wolfg. 1160. 
Schuler, J. Tn. 1419 
1420. 1423. 

Schulte 1477. 
Schulte, A. 487. 
Schulte, Alois 
1376. 
Schultz, J. 383. 


202. | 


1375. 


’ 
i 


| 





1 








[3 








Schultze, G. 1158. 
Schupp, J. G. 215. 
Schure, E. 832. 
Schure, F. 945. 





481 


Soltau, W. 496. 497. 
Sorbets 1813. 

Sorin, E. 91. 
Spach, E. 1665. 


Schuster, J. 50. 1377. !Spach, Ludw. 213. 214. 


1378. 
Schützenberger, 
216. 1114. 1118. 


Ch. 


218— 226. 228. 516— 
518. 699. 1215 1342. 
1447.1751 1752. 1886. 


Schwab, Frangois 1860. | Spener, Ph. 1184. 
Schwartz, F. X. 1125. :! Spindler, K. 1709. 


Schwarz, B. 1543. 

Schwebel, O. 574. 

Schweidnitz 832. 

Schweighäuser, A. 217. 

Schweighäuser, Gottfr, 
1226. 


Schweighäuser, Th. 
1379. 1379a. 

Schweitzer, E. 1421. 
1422. 


Schweizer 1959. 

Schwendli, Laz. v. 552. 

Schwörer, Jean Martin 
628. 

Scripand: , Hieronymus 
1147. 

See, J. 511—515. 946. 

See, P. 119%. 

Seeberg, J. 1380. 

Seemüller 1478. 

Segay, Marquis de 1341. 

Seinguerlet, E. 698. 

Seligmann, Alex. 694. 

Sengenwald, J. 1396. 
1397. 

Servet, Michael 1167. 

Seyboth, A. 1252. 1253 

Seydlitz, G. v. 321. 

Siebecker, Ed. 575. 947. 
1810. 1847. 

Sieber, IL. 1567. 

Siegfried 833. 

Sievers, Ed. 1454. 

Signouret, R. 782. 

Silcher 1673. 

Simon, L. 950. 

Simon 1812. 

Simonis 834. 869. 

Simrock, K. 1569a. 

Single, H. 381. 

Sitzmann, E. F. 576. 








Spire, J. L. M. 952. 


‚Spörlin, M. 227. 1504. 


1711— 1730. 1848. 
Staehling, Ch. 733. 
Steger, F. 257. 

Stehle, R. 597. 

Stein, F. A. 558. 
Steinbach, Ch. de 958. 
Steinmeyer, E. 150%. 
Stevenson, G. de St. 

Chair 835. 

St. Hilaire 942. 
Stieda, W. 387. (II.) 

1296. 

Stieve, R. 322. 1081. 
Stimmer, Tobias 1418. 
1428. 


| Stahl, A. 229. 


Stahl, K. A. 228. 

Stöber, A. 2. 54. 55. 
230. 231. 234. 665. 
667. 705. 1216. 1275. 
1276. 1282. 1305. 1313. 
1343. 1344. 1537. 1647. 
1648. 1666. 1731. 1882. 
1947. 

Stöber, Ad. 227. 230. 
836. 1422. 

Stöber, E. 1651. 

Stöber, Victor 232. 

Stockert, C. 258. 

Stoffel, J. G. 233. 234. 
519. 642. 

Stoltz, H. 514. 

Storm, L. 323. 

Straub, A. 128. 1231— 
1233. 1398 — 1400. 
1425. 


‚ Streisguth, Ch. 726. 


Stricker, W. 1888. 
Striebeck, E. 1314. 1424. 


Slawyk, J. 256. 438.439. | Strobel, A. W. 1381. 
577 


Sleidan 553--555. 
Sobel, N. 1479. 
Solff, F. 1034. 
Solling, G. 578. 


Strobl, M. 1506. 
Strohl, E. 1329. 


| Strüver, W. 1325. 
ı Stuart, Cohen 784. 


Stüber, E. 324. 


482 


Stuckenberg 1752. 

Sturm, Jacob 526. 556 
— 558. 

Sturm, Joh. 1145. 1318. 
1320. 1321. 

Suchier, R. 1245. 

Sugenheim, 8. 542. 

Süss, A. 325. 

Sybel, H. v. 836a. 954. 


Tachard, A. 1280. - 
Tauler 1516—-1523. 
Teusch, J. 1015. 
Thalbitzer, V. A. 785. 
Thaller, E. 955. 
'Thausing, M. 239. 
Thelemann, O. 1188. 
Theoderich IV. 725. 
Thierry, E. 956. 
Thiery, C. E. 1246. 
Thiessing, Dr. 170. 
Thiriat, X. 1345. 
Thoma, A. 1732. 
Thomas, Trouvere 149. 
Thrupp, Ad. 579. 
Tissot, V. 957. 
Tobler, L. 1531. 
Tollin, H. 1167. 
Topf, H. 49. 
Tornow, Karl 1734. 
Touchemolin, A. 743. 
779. 1959. 
Toussaint, F. W. 385. 
Trapp, H. 559. 
Trautmann, 
1480. 
Trautwein, v. Belle 222. 
580. 1287. 
Treitschke, H. v. 832. 
837. 
Trollope, A. 1733. 
Trotha v. 559. 
Tuetey, A. 598. 
Türckheim v. 1116. 
Türckheim, R. v. 1271, 
Turenne 614. 
Tusch, Erhart 1537. 


Moritz 


Uhrich, general 759. 
760. 764. 786. 801. 
Ulrich, Th. 353. 354. 
Usinger, R. 581. 
Usteri, J. M. 1735. 


Vachon, M. 1355. 
Valentin 235. 
Varrertrapp 1168. 
Ve&mar 1814. 
Veran, M. 958. 
Vetter, J. #38. 
Vicaire, G. 1815. 
Vignie, A. 1169. 
Villot, J. K. 461. 
Vireck, H. 520. 
Vogel, H. 40. 129. 
Volger, F. 839. 
Vollmar 1736. 
Voltaire 1342. 
Voulot, F. 1227. 1228. 


Wackernagel, W. 1598. 
Wagner 1585. 
Wagner, A. 840. 
Wagner, R. 787. 
Wagner, H. 259. 
Wagner, Heinr. Leo- 
pold 1640. 1641. 
Waldmüller 1737. 
Waldner, H. 288. 289. 
306 


Walther, A. 354. 
Walther, C. H. F. 1448. 
Walther, F. 765. 
Wasserfuhr, H. 36. 
3858. 
Wattenbach, W. 1544. 
Watterich, W. 532. 
Weber, E. 1272. 1901. 
Wedelstaedt, v. 634. 
Weech, F. v. 226. 521. 
Wegele, F. X. 550. 
Weigand, B. 290. 
Weiland, L. 522. 
Weill, A. 959. 1849. 
Weiser, K. 1667. 
Weiss, A. 7UO. 
Weiss, Fr. 1896. 
Weitbrecht, R. 1599. 
1600. 
Weizsäcker, J. 523. 
Wendeler, C. 1601— 
1605. 1735. 
Wendling, E. 960. 1537. 
1850 


Weuning, J. F. 1668. 

Wernecke, B. 583. 

Westenhoffer, J. 1170. 
1738. 


Weryermüller, F. 1669. 
1670. 

Wichert, Th. F. A. 498. 
Wickram, J. 1576—- 
1581. 
Wiegand, Wilh. 67. 
524. 525. 599. 1346. 

Wieland 1647. 
Wiermann, A. 484. 
Wilhelm I., Kaiser 815. 
Wille, J. 526. 
Wilmanns, G. 236. 
Wilmanns, W. 1481. 
Wimpheling 1540—46. 
Wimpffen 237. 
Winckler, Ch. 1247. 
1248. 1382. 
Wingerath, H. H. 1326. 
Winter, Ch. 788. 
Winter, G. 701. 1016. 
Winterer, L. 869. 961 
—963. 1126. 1127. 
1143. 1191. 1205. 
Wirth, Ph. 704. 
Witz, A. 964. 
Witzleben, v. 418. 
Wohlwill, A. 584. 
Woebling, F. 1171. 
Wolff, P. 748. 
Wolffard, Conrad 675. 
Wolfhardt, C. 13085. 
Wollbrett, Ch.. 347. 
Woltmann 238. 239. 
13506. 1383. 1384. 1426. 
Woerl, E. L. 260. 414. 
Woycke, R. 440. 
Wülcker, E. 600. 
Wunderlich, G. 841. 
1739. 
Wurmser, J. 1082. 
Würtenberger, L. 291. 
Wurtzbach, A. v. 1427. 


Yves, Th. 1401. 


Zarncke, F. 1482. 1560. 
Zasius 1560a. 

Zell, Matthaeus 1149. 
Zell, Catharina 1152. 
Zopff, A. 968. 

Zorn, Ph. 842. 


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